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Die Funktionalität politischer Gewalt der Freikorps im März 1919

Titel: Die Funktionalität politischer Gewalt der Freikorps im März 1919

Hausarbeit , 2020 , 16 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Franz Scharnweber (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Fokus dieser Arbeit steht die politische Gewalt von rechts, die anhand der Niederschlagung der Märzrevolution durch die Garde-Kavallerie-Schützen-Division (GKSD) genauer untersucht werden soll.

Die GKSD, als Zusammenschluss verschiedener antirepublikanischer Freikorps war zuerst eine Elitetruppe im 1. Weltkrieg, bevor sie militärischer Arm der Konter-revolutionären wurde. In ihrem Vorgehen während des Krieges und auch in den ersten Krisenmonaten der Weimarer Republik hat sie sich durch enorme Gewaltbereitschaft einen Namen gemacht. Im März 1919 befolgte sie die Befehle und Entscheidungen ihrer Vorgesetzten pflichtbewusst und versetzte Berlin über Tage in Angst und Schrecken. Dieses Ereignis war der Gipfel und gleichzeitig ein Sinnbild für die Politik in den Krisenjahren der Weimarer Republik und im Zuge ihrer Analyse soll die Fragen geklärt werden, wie es überhaupt zu solch einer übertriebenen Anwendung von Gewalt kommen konnte.

Dafür werden zunächst der Ursprung der Gewaltbereitschaft sowie das Selbstverständnis, mit welchem die GKSD vorging, untersucht. Danach soll ein Erklärungsansatz geliefert werden, wie die Funktionalität dieser politischen Gewalt aussah und warum sie sich im Endeffekt doch nicht durchsetzen konnte. Um die Vorfälle im März zu verstehen, wird sich die Arbeit auf einen zeitlichen Rahmen zwischen den letzten Kriegsmonaten im Jahre 1918 bis hin zum Ende der Märzkämpfe 1919 beziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

a. Märzkämpfe

II. Funktionalität der Gewalt

a. Woher kommt die Gewalt?

b. Selbstverständnis

c. Funktionalität

III. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Gewalt der Freikorps, insbesondere der Garde-Kavallerie-Schützen-Division (GKSD), während der Märzkämpfe 1919. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie es zu einer derart exzessiven Gewaltanwendung kommen konnte und welche Funktion dieses Vorgehen innerhalb der instabilen Anfangsjahre der Weimarer Republik erfüllte.

  • Die psychologische und ideologische Prägung der Soldaten durch den Ersten Weltkrieg.
  • Das Selbstverständnis der GKSD als antirepublikanische „Sturmtruppe“ der Konterrevolution.
  • Die Rolle der Regierung und die rechtliche Legitimierung von Gewalt durch Schießbefehle.
  • Die Analyse der Funktionalität von Gewalt als kurzfristiges politisches Mittel.
  • Das Scheitern militärischer Putschversuche mangels breiter gesellschaftlicher Unterstützung.

Auszug aus dem Buch

Die Funktionalität der Gewalt

Diese gewalttätigen Ereignisse, wie sie sich in den Märztagen (aber auch in den Monaten davor und danach) zeigten, werfen die Frage nach einem Ursprung auf. Woher kommt diese Bereitschaft durch Gewalt Politik zu machen bzw. erbarmungslos gegen seine Feinde vorzugehen?

Das ungeheure Gewaltpotential der GKSD setzte sich aus mehreren Aspekten zusammen. Zunächst wird häufig der 1. Weltkrieg als „Urkatastrophe“ für diese chaotische politische und gesellschaftliche Situation aber auch für den Gewaltgebrauch, verantwortlich gemacht. Jahrelang tobte ein Massensterben unbekannten Ausmaßes, bei dem durch die industrielle Art der Kriegsführung dutzende Leben binnen weniger Sekunden ausgelöscht wurden. Mosse fasste die Auswirkung dieser Ereignisse wie folgt zusammen: „Wie kann man zwischen Leichenbergen stehen, vom abgerissenen Kiefer eines Kameraden (oder Feindes) getroffen werden und dann wenig später wieder eine Fahrkarte in der Straßenbahn bezahlen, anstatt den Schaffner gleich totzuschlagen?“.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die krisenhafte Ausgangslage der Weimarer Republik ein und definiert das Forschungsinteresse an der politischen Gewalt der GKSD während der Märzkämpfe 1919.

a. Märzkämpfe: Dieser Abschnitt analysiert den Verlauf des Generalstreiks und die Niederschlagung durch Regierungstruppen sowie die Rolle von Schießbefehlen und Desinformation.

II. Funktionalität der Gewalt: Dieses Kapitel untersucht die theoretischen Hintergründe der Gewaltbereitschaft sowie das Verhältnis von Militär und staatlichem Gewaltmonopol.

a. Woher kommt die Gewalt?: Hier wird die Prägung der Soldaten durch den Ersten Weltkrieg und das militaristische Erbe als Ursprung der Gewalteskalation beleuchtet.

b. Selbstverständnis: Dieser Teil beleuchtet die ideologische Ausrichtung der GKSD und ihre Feindbildkonstruktion gegenüber dem Bolschewismus.

c. Funktionalität: Das Kapitel evaluiert, warum die Gewalt für die Akteure kurzfristig funktional erschien, jedoch langfristig keine politische Stabilität oder einen erfolgreichen Umsturz sichern konnte.

III. Schlussteil: Die Zusammenfassung führt die Ergebnisse zur ideologischen Prägung, zum Versagen der Regierung und zur Gewöhnung der Gesellschaft an Gewalt zusammen.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Freikorps, GKSD, Politische Gewalt, Märzkämpfe 1919, Konterrevolution, Erster Weltkrieg, Militarismus, Bolschewismus, Schießbefehl, Gewaltmonopol, Antimarxismus, Radikalisierung, Veteranen, Staat im Staate

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Gewalt rechtsgerichteter Freikorps in den Anfangsjahren der Weimarer Republik am Beispiel der Märzkämpfe 1919.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die psychologischen Folgen des Ersten Weltkriegs, die ideologische Motivation der GKSD und das Verhältnis zwischen Militär und der frühen Weimarer Regierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, welche Faktoren die exzessive Gewaltanwendung der GKSD ermöglichten und warum diese Gewalt als "funktional" für die Akteure galt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von zeitgenössischer Literatur, Berichten des Bundesarchivs und einschlägiger wissenschaftlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Herleitung der Gewalt aus der Kriegserfahrung, das Selbstverständnis der eingesetzten Truppen und die Bewertung der Effektivität dieser Gewalt als politisches Mittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie politische Gewalt, Konterrevolution, GKSD, Weimarer Republik und Radikalisierung beschreiben.

Welche Rolle spielte die Regierung bei der Gewalteskalation?

Die Regierung agierte aus Furcht vor einem bolschewistischen Umsturz und gewährte dem Militär durch Schießbefehle und Amnestien weitgehende Freiheit, was zu einer Aushöhlung des staatlichen Gewaltmonopols führte.

Warum konnte sich die rechte Gewalt trotz ihrer "Funktionalität" nicht langfristig durchsetzen?

Obwohl die Gewalt kurzfristig zum Ziel führte, fehlte den Freikorps eine breite gesellschaftliche Basis und eine politische Organisation, die Gewalt in ein tragfähiges Programm hätte integrieren können.

Was war das Selbstverständnis der GKSD?

Die GKSD sah sich als konterrevolutionäre Elitetruppe und „Sturmbock“, die das Vaterland gegen den inneren Feind, den Bolschewismus, verteidigte und sich durch unerschütterlichen Kampfeswillen auszeichnete.

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Details

Titel
Die Funktionalität politischer Gewalt der Freikorps im März 1919
Hochschule
Universität Mannheim
Note
2,3
Autor
Franz Scharnweber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1060052
ISBN (eBook)
9783346492661
ISBN (Buch)
9783346492678
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politische Gewalt Weimarer Republik Freikorps Waldemar Pabst Brigade Ehrhardt Versailler Vertrag Märzkämpfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Franz Scharnweber (Autor:in), 2020, Die Funktionalität politischer Gewalt der Freikorps im März 1919, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1060052
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Leseprobe aus  16  Seiten
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