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Zwangsmaßnahmen in der Sozialen Arbeit

Rechtliche Beleuchtung und Veränderungsmöglichkeiten

Title: Zwangsmaßnahmen in der Sozialen Arbeit

Term Paper , 2019 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Laura Macmillan (Author)

Social Work
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Mit dieser Arbeit stelle ich mir die Frage, ob Zwangsmaßnahmen heutzutage noch immer notwendig sind und wenn ja, wie diese besser zu kontrollieren sind. Im ersten Teil dieser Arbeit stelle ich die aktuelle gesetzliche Regelung dar und versuche die Legitimierung der Zwangsmaßnahmen im Kontext der Grundrechte zu betrachten.

Das zweite Kapitel behandelt die Thematik kritisch, es werden Bewertungen der Zwangsmaßnahmen sowie Erfahrungsberichte beschrieben. Mit dem Einbezug der Rolle der Sozialen Arbeit werde ich das zweite Kapitel abschließen. Es soll erörtert werden, ob die Soziale Arbeit zur Wahrung der Menschenrechte im Zwangskontext der Betroffenen beitragen kann. Beendet wird die Arbeit mit zwei unterschiedlichen Ansätzen: zum einen wie Gewalt und zum anderen wie Zwang im psychiatrischen Kontext vermieden werden kann.

Anwendung von Zwang, sei es in Form einer Unterbringung gegen den Willen des Patienten, sei es in Form einer Zwangsmaßnahme wie Zwangsmedikation, Fixierung oder Isolierung, stellt im Zusammenhang mit einer stationären psychiatrischen Behandlung unzweifelhaft eines der ethisch schwierigsten und ältesten Probleme der Psychiatrie dar.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechtliche Beleuchtung

2.1 Zivilrechtliche Maßnahmen

2.2 Öffentlich-rechtliche Unterbringung

2.3 Grundgesetz

3. Zwangsmaßnahmen im sozialen Kontext

3.1 Begrifflichkeit

3.2 Auswirkungen der Zwangsbehandlungen

3.3 Rolle der Sozialen Arbeit

4. Möglichkeiten der Veränderung

4.1. Patientenverfügung

4.2 Soteria Konzept

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethische und rechtliche Problematik von Zwangsmaßnahmen in der stationären Psychiatrie und hinterfragt deren Notwendigkeit sowie Kontrollmöglichkeiten. Dabei steht die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Wahrung von Menschenrechten und die Förderung von Alternativen wie der Patientenverfügung und dem Soteria-Konzept im Fokus.

  • Aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen und deren Vereinbarkeit mit Grundrechten.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der Praxis von Zwangsbehandlungen.
  • Möglichkeiten der Sozialen Arbeit zur Stärkung der Patientenautonomie.
  • Prävention von Gewalt durch alternative Betreuungsmodelle und Patientenverfügungen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Auswirkungen der Zwangsbehandlungen

„Psychiatrie war nicht mein Ursprungsproblem. Psychiatrie war aber auch nicht Teil der Lösung. Im Gegenteil fügte sie dem Ursprungsproblem ein neues Problem hinzu, das jenes sogar lange überlagerte und dadurch noch schwerer zugänglich machte.“ – Peter Weinmann (Psychiatrie Erfahrener)

Aus verschiedenen qualitativen Studien und Teilstudien zum Erleben der Patienten während der Zwangsmaßnahmen, sind überwiegend negative Tendenzen zu entnehmen. Im Folgenden möchte ich die Forschungserkenntnisse von Haglund et. al. und Prof. Georg Juckel darstellen. Zwangsmaßnahmen würden häufig zu früh eingeleitet und nicht angemessen vorbesprochen. Zwangsbehandlung gehen mit negativen Gefühlen wie Wut, Hilflosigkeit, Resignation, Angst und Scham einher. Stabilere Patienten zeigten zum Zeitpunkt der Befragung noch negative Emotionen wie Hass und Aggression gegenüber der vergangenen Zwangsmaßnahme. Professor Juckel kennzeichnet das Zusammenspiel dieser Emotion als traumatisierend. Hinzukommt, dass Patienten, die zwangsbehandelt wurden, aus Angst in späteren Krisen- oder Krankheitsphasen zu spät oder gar keine Hilfe mehr in Anspruch nehmen. Vorangegangenes Zitat entnahm ich einer Broschüre der BPE: „Hinter verschlossenen Türen Zwang und Gewalt in deutschen Psychiatrien“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die ethische Problematik von Zwangsmaßnahmen in der Psychiatrie und stellt die Forschungsfrage nach deren Notwendigkeit und Kontrollierbarkeit im Kontext von Menschenrechten.

2. Rechtliche Beleuchtung: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen für Zwangseinweisungen und Zwangsbehandlungen, unterteilt in zivilrechtliche und öffentlich-rechtliche Maßnahmen sowie das Grundgesetz.

3. Zwangsmaßnahmen im sozialen Kontext: Es werden die Begrifflichkeiten von Zwang, die traumatischen Auswirkungen auf Patienten sowie die ambivalenten Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit analysiert.

4. Möglichkeiten der Veränderung: Das Kapitel widmet sich alternativen Ansätzen zur Vermeidung von Zwang, insbesondere durch Patientenverfügungen und das Soteria-Konzept zur milieutherapeutischen Begleitung.

5. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass Gewalt und Zwang in der Psychiatrie zwar schwer gänzlich zu eliminieren sind, aber durch bessere Kommunikation, Personalschlüssel und präventive Instrumente deutlich reduziert werden können.

Schlüsselwörter

Zwangsmaßnahmen, Psychiatrie, Patientenautonomie, Soziale Arbeit, Patientenverfügung, Soteria, Menschenrechte, Grundgesetz, Zwangsbehandlung, Unterbringung, Ethik, Traumatisierung, Selbstbestimmung, Psychiatrische Versorgung, Gewaltprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die ethischen und rechtlichen Aspekte von Zwangsmaßnahmen in der stationären psychiatrischen Versorgung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Rahmenbedingungen, den Auswirkungen auf betroffene Patienten, der Rolle der Sozialen Arbeit und der Darstellung alternativer, gewaltfreier Konzepte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Legitimierung von Zwangsmaßnahmen kritisch zu hinterfragen und Wege aufzuzeigen, wie durch mehr Selbstbestimmung und alternative Modelle Zwang vermieden werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse aktueller Gesetze, die Auswertung von Erfahrungsberichten und die Einbeziehung fachwissenschaftlicher Forschungserkenntnisse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die gesetzlichen Grundlagen, die traumatische Wirkung von Zwang auf Patienten sowie die Interventionsmöglichkeiten für Fachkräfte der Sozialen Arbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Patientenautonomie, psychiatrische Zwangsmaßnahmen, Menschenrechte und das Soteria-Konzept.

Welche Bedeutung hat die Patientenverfügung in diesem Kontext?

Die Patientenverfügung wird als zentrales Instrument hervorgehoben, um die Selbstbestimmung auch in Krisensituationen zu wahren und Zwangsbehandlungen rechtssicher zu untersagen.

Was zeichnet das Soteria-Konzept besonders aus?

Soteria setzt auf ein milieutherapeutisches Umfeld, 1:1-Betreuung und einen bewussten Verzicht auf Zwang, um emotionale Sicherheit und Entspannung für Betroffene zu fördern.

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Details

Title
Zwangsmaßnahmen in der Sozialen Arbeit
Subtitle
Rechtliche Beleuchtung und Veränderungsmöglichkeiten
College
Catholic University of Applied Sciences Freiburg
Grade
1,0
Author
Laura Macmillan (Author)
Publication Year
2019
Pages
13
Catalog Number
V1060123
ISBN (eBook)
9783346472557
ISBN (Book)
9783346472564
Language
German
Tags
Zwang Ethik Psychiatrie Soziale Arbeit Zwangsmaßnahmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Macmillan (Author), 2019, Zwangsmaßnahmen in der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1060123
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