Exchange Traded Funds (ETFs) stellen eine der wichtigsten Innovationen der Finanzbranche in den letzten Jahrzehnten dar. Dies ist anhand der deutlichen Zuwächse des verwalteten Vermögens seit der Einführung von ETFs im Jahr 1993 ersichtlich.
Daher sollen im Folgenden die Formen des Portfoliomanagements zur verbesserten Einordnung der ETFs erläutert werden, sodass schließlich der Aufbau, die Funktionsweise, unterschiedliche Arten von ETFs, sowie verschiedene Anlagestrategien im Detail erörtert und Chancen und Risiken ausgewertet werden können, bevor ein abschließendes Fazit zum passiven Portfoliomanagement mit ETFs gezogen wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Portfoliomanagement
2.1 Aktives Portfoliomanagement
2.2 Passives Portfoliomanagement
3. Exchange Traded Funds
3.1 Aufbau von ETFs
3.2 Nachbildungsverfahren
3.3 Arten von ETFs
3.4 Anlagestrategien
3.5 Chancen und Risiken
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des passiven Portfoliomanagements unter besonderer Berücksichtigung von Exchange Traded Funds (ETFs) als zentrale Anlageinstrumente. Ziel ist es, die Funktionsweise, Struktur und Diversifikationsvorteile von ETFs wissenschaftlich einzuordnen und dabei Chancen sowie Risiken in Abhängigkeit von verschiedenen Replikationsmethoden kritisch zu beleuchten.
- Grundlagen des aktiven und passiven Portfoliomanagements
- Struktur und Funktionsweise von ETFs sowie deren Marktmechanismen
- Differenzierung zwischen physischer und synthetischer Replikation
- Strategische Anlagerelevanz, inklusive ESG-Integration und Core-Satellite-Ansätzen
Auszug aus dem Buch
3.1 Aufbau von ETFs
Wie bereits erläutert definieren sich ETFs als börsengehandelte Indexfonds. Damit ETFs an der Börse gehandelt und von privaten und institutionellen Investoren erworben werden können müssen jedoch zunächst handelbare Einheiten des jeweiligen ETF erstellt werden. Daher ist zunächst die Veranschaulichung der dem ETF zugrundeliegenden Funktionen und Zusammenhänge von Nöten. Während für den Investor, welcher sich entscheidet einen Anteil an einem ETF zu erwerben, nur die Transaktion des Erwerbs jenes Anteils sichtbar ist, finden im Hintergrund verschiedene weitere Transaktionen bei der Erstellung der ETF-Einheiten statt. Daher wird zwischen dem sogenannten Sekundärmarkt, auf welchem die Transaktion zwischen dem Investor und dem Anbieter des ETF, bzw. der Börse stattfindet, und dem Primärmarkt, auf welchem die Transaktionen von Sicherheiten zur Erstellung der ETF-Anteile vollzogen werden, unterschieden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz von ETFs durch deren stetiges Wachstum in den letzten Jahrzehnten und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Portfoliomanagement: Hier werden die theoretischen Grundlagen der modernen Portfoliotheorie dargelegt und die konzeptionellen Unterschiede zwischen aktivem und passivem Management herausgearbeitet.
3. Exchange Traded Funds: Das Kernkapitel erläutert detailliert den Aufbau, die technischen Nachbildungsverfahren (physisch/synthetisch), verschiedene ETF-Arten, Anlagestrategien sowie eine umfassende Abwägung der Chancen und Risiken.
4. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle von ETFs als kostengünstiges Instrument für diversifizierte Anlagestrategien unter Einbeziehung kritischer Aspekte.
Schlüsselwörter
Exchange Traded Funds, ETFs, Portfoliomanagement, Passives Investment, Index Tracking, Physische Replikation, Synthetische Replikation, Tracking Error, ESG-Investing, Core-Satellite-Strategie, Markteffizienz, Asset Allocation, Risikomanagement, Kapitalmarkt, Diversifikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen und der praktischen Anwendung des passiven Portfoliomanagements durch den Einsatz von Exchange Traded Funds (ETFs).
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Abgrenzung zum aktiven Management, der technische Aufbau von ETFs, die verschiedenen Replikationsverfahren sowie die Chancen und Risiken für den Investor.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die fundierte Einordnung von ETFs als Anlageklasse und die Analyse, inwieweit diese Instrumente die moderne Portfoliotheorie in der Praxis effizient umsetzen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse aktueller Fachliteratur und finanzwirtschaftlicher Modelle, ergänzt durch die Auswertung marktspezifischer Entwicklungen und Kennzahlen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden neben den Grundlagen des Portfoliomanagements die Funktionsweise von Primär- und Sekundärmarkt, die Unterschiede zwischen physischer und synthetischer Replikation und Strategien wie ESG- oder Core-Satellite-Anlagen erörtert.
Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?
Besonders prägend sind die Begriffe ETF, passives Portfoliomanagement, Replikationsverfahren, Tracking Error, Diversifikation und Markteffizienz.
Welche Rolle spielen die "Authorized Participants" (APs) bei ETFs?
APs bilden die Verbindung zwischen Primär- und Sekundärmarkt, indem sie durch Creation- und Redemption-Prozesse sicherstellen, dass der Marktpreis des ETFs nahe an seinem Net Asset Value (NAV) bleibt.
Wie unterscheidet sich die synthetische von der physischen Replikation?
Während bei der physischen Replikation die echten Basiswerte gekauft werden, nutzt die synthetische Replikation Swap-Verträge mit Kontrahenten, um die Wertentwicklung eines Index abzubilden, was Kosten senken kann, aber Kontrahenten-Risiken birgt.
- Arbeit zitieren
- Mattis Fritzowsky (Autor:in), 2021, Passives Portfoliomanagement mit Exchange Traded Funds, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1060766