Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Studies (General)

Partizipation im Alltag der stationären Hilfe. Partizipationsmöglichkeiten in der stationären Kinder- und Jugendhilfe aus der Nutzerperspektive

Title: Partizipation im Alltag der stationären Hilfe. Partizipationsmöglichkeiten in der stationären Kinder- und Jugendhilfe aus der Nutzerperspektive

Bachelor Thesis , 2021 , 73 Pages , Grade: 18/20

Autor:in: Jacques Glod (Author)

Social Studies (General)
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit sollte sein, die Partizipation der Jugendlichen in der stationären Hilfe qualitativ im Feld zu erforschen und die Resultate und Analysen zu dokumentieren. Anhand empirischer Arbeit, wie zum Beispiel durch Interviews mit den Heimbewohnern, sollte anschließend erfasst werden können, ob dieser nach außen positiv scheinende Wandel auch bei der Zielklientel angekommen ist oder eventuell noch Handlungsbedarf besteht.

Im ersten Kapitel dieser Arbeit wird die Entwicklung des Arbeitsfeldes der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere die des Heimbereiches in Luxemburg, kurz beschrieben. Da es diesbezüglich sehr wenig Material über partizipative Ansätze in Luxemburg gibt, wird dennoch versucht anhand der wenigen Schriftstücke eine gewisse Entwicklung zu beschreiben. Seit der UN-Konvention für Kinderrechte wuchs der partizipative Gedanke rasant und wurde im Jahr 2008 erstmals verpflichtend im AEF-Gesetztext verankert.

Da Partizipation seit den 1960er Jahren durch Arnsteins „ladder of participation“ visuell in Stufen dargestellt wird und sich bis heute weiterentwickelt, wird diese Thematik im zweiten Kapitel vertieft. Der Versuch zu anderen Methoden und Theorien Verbindungen zu schaffen, sollte ebenfalls erfolgen. Wichtig bleibt zu erwähnen, dass fortwährend auf den Bezug zum Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendarbeit verwiesen wird. Für den Bereich der stationären Hilfen in Luxemburg gab es in der Vergangenheit quantitative Befragungen. Basierend darauf, dass es keine qualitativen Studien diesbezüglich gab oder nicht publiziert wurden, werden die Befragungen in dieser Arbeit nach qualitativen Methoden stattfinden

Um eventuelle Veränderungen in Punkto Partizipation zu definieren und um die Resultate mit dieser empirischen Arbeit vergleichen zu können, wird darüber hinaus im Kapitel der forschungsleitenden Annahmen auf diverse Umfragen, Forschungsresultate und Theorien eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

4 Kontext der Studie - Stationäre Kinder- und Jugendhilfen in Luxemburg

4.1 Definition von stationärer Hilfe

4.2 Einblick in die Geschichte der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Luxemburg

4.3 Aktuelle Lage der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Luxemburg

4.4 Entwicklung vom Schutz- und Hilfsgedanken im Arbeitsfeld „Kinder und Jugend“ in Luxemburg

5 Partizipation

5.1 Definitionen

5.2 Die partizipative Wende

5.3 Richtlinien zur Partizipation

5.4 Theorien und Partizipation

5.4.1 Empowerment

5.4.2 Lebensweltorientierter Ansatz

5.4.3 Signs of Safety

5.5 Formen der Partizipation

5.6 Partizipation im Heimbereich

5.7 Grenzen der Partizipation

6 Theoretische und empirische Perspektiven und daraus resultierende forschungsleitende Annahmen

6.1 Die Forschungsfrage

7 Konzeption der qualitativen Untersuchung - Methodologie

7.1 Definieren des Samples

7.2 Forschungsdesign. Begründung für die Wahl qualitativer Methoden

7.3 Interviewmethode

7.4 Einzel- oder Gruppeninterviews?

7.5 Aufbau des Leitfadens

7.6 Durchführung der Interviews

7.7 Auswertung der Interviews

7.8 Methode der erwägungsorientierten Pyramidendiskussion

7.9 Methodische Reflektion

8 Ergebnisse und Analyse der Umfrage

8.1 Bewertung der Möglichkeiten und Grenzen der Partizipation

8.1.1 Biographieplanung im Heim

8.1.2 Gruppenprozesse

8.1.3 Einrichtungsprozesse

8.1.4 Biographieplanung in Beruf und Schule

8.1.5 Nutzung Medien

8.1.6 Alltag, Konsum, Freizeit und Sonstiges

8.1.7 Zusatz: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Partizipationsverständnis der Heimbewohner

8.2 Diskussion

9 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die Partizipationsmöglichkeiten jugendlicher Bewohner in der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Luxemburg qualitativ zu erforschen und zu bewerten. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie der von außen positiv wahrgenommene Wandel im Bereich der Partizipation bei der Zielklientel ankommt und ob in der Praxis weiterhin Handlungsbedarf besteht.

  • Partizipation in stationären Hilfen in Luxemburg
  • Empirische Nutzerperspektive von Jugendlichen
  • Analyse von Beteiligungsbarrieren und Ermöglichungsstrukturen
  • Einfluss von Pandemie-Restriktionen auf Partizipationsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

8.1.1 Biographieplanung im Heim

In diesem Teil der Arbeit sollte die Partizipation an der Ausarbeitung der Hilfeplanung, des Erziehungsplanes und der Berichte an das ONE oder die Jugendgerichte bewertet werden.

Auf die Frage ob die Jugendlichen wüssten, was Hilfeplanung sei, antworteten sieben der neun Befragten mit nein. Zwei Jugendliche, die einige Begriffe aus der Hilfeplanung erklären konnten, kamen aus dem gleichen Heim. Festgehalten wurde hier, dass Partizipation und das Mitentscheiden die eigenen Kompetenzen stärken würden. Es wurde nicht erwähnt, ob und wie Eltern an der Hilfeplanung beteiligt wurden. Einige Teilnehmer kritisierten, dass in den Berichten oft das Negative im Vordergrund stehen und die eigene Person oft unter Wert beschrieben würde.

„Aah, dat mat den Zieler a sou? Bei mir ass, dat weess ech lo mol sou, gëtt meeschtens bei mir geschriwwen, wann ech keng gutt Situatioun hunn oder hat an der Läscht. T’gëtt just geschriwwe wann et negativ ass. Jo effektiv, heiansdo klengt dat wierklech, wéi wann ech ee Monster wier, oder sou.“ (I4, Z. 454-458)

Zusammenfassung der Kapitel

4 Kontext der Studie - Stationäre Kinder- und Jugendhilfen in Luxemburg: Historische Entwicklung und aktuelle Situation der stationären Unterbringung in Luxemburg unter Berücksichtigung rechtlicher und struktureller Rahmenbedingungen.

5 Partizipation: Theoretische Fundierung des Partizipationsbegriffs, Vorstellung relevanter Modelle und Diskussion von Richtlinien zur Teilhabe im Heimbereich.

6 Theoretische und empirische Perspektiven und daraus resultierende forschungsleitende Annahmen: Einordnung der Forschungsfrage auf Basis früherer Studien und theoretischer Konzepte zur Beteiligung.

7 Konzeption der qualitativen Untersuchung - Methodologie: Detaillierte Beschreibung des Forschungsdesigns, der Stichprobenauswahl, der Interviewmethode sowie der Vorgehensweise bei der Datenauswertung.

8 Ergebnisse und Analyse der Umfrage: Darstellung der Interviewergebnisse in Bezug auf spezifische Beteiligungsbereiche sowie eine Diskussion der Auswirkungen der Pandemie auf die Partizipation.

9 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, die trägerspezifische Unterschiede bei der Partizipationsumsetzung aufzeigt und Verbesserungspotenziale für die Praxis ableitet.

Schlüsselwörter

Partizipation, stationäre Kinder- und Jugendhilfe, Empowerment, Heimerziehung, Nutzerperspektive, qualitative Forschung, Hilfeplanung, Mitbestimmung, Jugendhilfe Luxemburg, Lebensweltorientierung, Sozialarbeit, Pandemie-Auswirkungen, Partizipationsleiter, Qualitätsstandards, Beteiligungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in Luxemburg ihre Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Beteiligung im Alltag wahrnehmen und bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind Partizipationsstrukturen in Heimen, das Erleben von Hilfeplanungsprozessen, der Einfluss der professionellen Haltung der Erzieher sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die gelebte Teilhabe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ermitteln, ob und wie Partizipationsmöglichkeiten aus Sicht jugendlicher Bewohner in der Praxis ankommen und wo Handlungsbedarf zur Verbesserung der Teilhabe besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das problemzentrierte Einzel- und Gruppeninterviews mit Jugendlichen durchführt und diese mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Partizipation, die Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und die detaillierte Analyse der empirischen Daten zu verschiedenen Lebensbereichen der Jugendlichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Partizipation, Heimerziehung, Empowerment, Nutzerperspektive und Jugendhilfe Luxemburg beschreiben.

Welchen Einfluss hatte die Corona-Pandemie auf die Untersuchung?

Die Pandemie-Restriktionen werden als ein wesentlicher Faktor beschrieben, der die Partizipationsmöglichkeiten einschränkte und psychische Belastungen bei den befragten Jugendlichen verstärkte.

Gibt es signifikante Unterschiede zwischen verschiedenen Trägern?

Ja, die Studie zeigt erhebliche trägerspezifische Unterschiede auf; während einige Einrichtungen einen gelebten partizipativen Geist zeigen, finden sich in anderen Einrichtungen deutliche Barrieren und Defizite in der Beteiligungskultur.

Welche Rolle spielt die Haltung des Fachpersonals?

Die Haltung der Erzieher wird von den Jugendlichen als entscheidender Faktor identifiziert; eine empathische, offene und vertrauensvolle Haltung wird als Grundvoraussetzung für gelingende Partizipation angesehen.

Excerpt out of 73 pages  - scroll top

Details

Title
Partizipation im Alltag der stationären Hilfe. Partizipationsmöglichkeiten in der stationären Kinder- und Jugendhilfe aus der Nutzerperspektive
Grade
18/20
Author
Jacques Glod (Author)
Publication Year
2021
Pages
73
Catalog Number
V1060957
ISBN (eBook)
9783346472472
ISBN (Book)
9783346472489
Language
German
Tags
Partizipation Beteiligung Teilnahme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jacques Glod (Author), 2021, Partizipation im Alltag der stationären Hilfe. Partizipationsmöglichkeiten in der stationären Kinder- und Jugendhilfe aus der Nutzerperspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1060957
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  73  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint