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Die Funktion intertextueller Bezüge in der Netflix-Serie "Stranger Things"

Postmodernes Erzählen, Emotionalisierung durch Nostalgie der 80er Jahre und Analyse intertextueller Bezüge

Titel: Die Funktion intertextueller Bezüge in der Netflix-Serie "Stranger Things"

Hausarbeit , 2020 , 34 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Alina Behnen (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll herausgearbeitet werden, inwiefern intertextuelle Bezüge in die filmische Gestaltung der Serie „Stranger Things“ einfließen und wie durch postmoderne Ästhetik eine Nostalgie der 1980er geschaffen wird.

Die Serie Stranger Things (2016-), welche am 15. Juli 2016 auf der Streaming-Plattform Netflix angelaufen ist, wird bereits nach der ersten Staffel von vielen Kritikern und Zuschauern ambivalent bewertet. Einerseits wird die Serie als ein Mix der größten kinematischen Klassiker der 1980er hoch gelobt und andererseits als ein leeres Gefäß gefüllt mit popkulturellen Referenzen bemängelt.

Wenn Artikel oder Kritiken über die erfolgreiche Show erscheinen, fallen im Zusammenhang die großen Namen der Autoren und Regisseure der Popkultur wie Steven Spielberg, Stephen King und John Carpenter.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Postmodernes Erzählen

3. Emotionalisierung durch Nostalgie

4. Analyse der intertextuellen Bezüge

4.1 Figuren und Darsteller

4.2 Ästhetik und Gestaltung

4.3 Genre und Lebenswelten

5. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern intertextuelle Bezüge in die filmische Gestaltung der Netflix-Serie Stranger Things einfließen und wie durch postmoderne Ästhetik eine Nostalgie für die 1980er-Jahre erzeugt wird. Ziel ist es, mittels einer Filmanalyse aufzuzeigen, dass die Serie nicht nur eine Ansammlung von Zitaten ist, sondern diese Referenzen innovativ nutzt, um aktuelle gesellschaftliche Ängste zu reflektieren und die traditionellen Rollenbilder der 1980er-Jahre zu dekonstruieren.

  • Analyse postmoderner Erzählstrategien und Intertextualität im zeitgenössischen Serienformat.
  • Untersuchung der psychologischen und soziologischen Dimensionen von Nostalgie (restaurativ vs. reflektierend).
  • Analyse der Figurenkonstellationen, Archetypen und der Abkehr von klassischen Stereotypen.
  • Untersuchung der audiovisuellen Ästhetik, Lichtgestaltung und musikalischen Einflussnahme.
  • Kontextualisierung der Serie durch Genrehybridisierung und sozio-politische Rückbezüge.

Auszug aus dem Buch

4.1 Figuren und Darsteller

„With the kids… there’s the Spielberg stuff… the Spielberg stuff like E.T.”22 berichten die Duffer Brüder in einem Interview 2016 mit dem Magazin The Hollywood Report. Die Regisseure haben bereits in etlichen Interviews bestätigt, dass sie sich bei den Figurenzeichnungen nach den Stereotypen sowohl aus Steven Spielbergs Klassikern E.T.– Der Außerirdische (1982) und Die Goonies (1985), als auch aus den Filmgeschichten Stand By Me – Das Geheimnis eines Sommers (1986) und Stephen Kings Es (1990) vom Autor Stephen King gerichtet haben. Dementsprechend machen die Zwillingsbrüder den Rezipienten in Interviews bewusst, dass das Dargestellte keine Neuerfindung ist und sie sich ihrer Selbstreferentialität durchaus bewusst sind. Die erzählte Geschichte von Stranger Things und die Suche nach dem Jungen Will Byers ist dennoch komplex, da sie auf mehreren Ebenen der Figuren verläuft, und zwar einmal über die Kinder, die Teenager und die Erwachsenen. Die Gruppen treten meist getrennt auf, sind aber interaktiv durch die Geschichte verbunden.

Betrachtet man die Gruppendynamik aus dem Abenteuerfilm Die Goonies, so entspricht sie der Dynamik von Mike Wheeler, Will Byers, Dustin Henderson und Lucas Sinclair aus Stranger Things. Ihr Mantra in englischer Ausgabe Friends don’t lie bildet den Gegensatz zu Goonies never say die! Da sich die Figuren aus Die Goonies genrebedingt nie wirklich in Gefahr begeben, können die Filmemacher diese Unbeschwertheit auf die Stranger Things Kindertruppe übertragen.23 Die Einzigartigkeit, Kinder als Protagonisten zu verwenden, gelingt auch Stephen King in seinen Novellen Die Leiche (1982) und Es (1986). Die Kinder treten als Einheit in einer Gruppe auf, was als „Collective Child Protagonist“24 bezeichnet wird, und bestärken die Themen Freundschaft und Zusammenhalt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Forschungsinteresse sowie die zentrale Fragestellung zur Funktion intertextueller Bezüge und der Nostalgie-Konstruktion in der Serie dar.

2. Postmodernes Erzählen: Der theoretische Rahmen für die Analyse wird durch eine Definition des postmodernen Films, insbesondere durch das Konzept der Intertextualität, gesteckt.

3. Emotionalisierung durch Nostalgie: Es wird untersucht, wie Nostalgie als soziales und psychologisches Phänomen sowie als Marketingstrategie in der Filmbranche fungiert.

4. Analyse der intertextuellen Bezüge: Im Hauptteil wird die Serie anhand von Figurenzeichnungen, Ästhetik und Genreeinordnung auf ihre intertextuellen Funktionen hin untersucht.

4.1 Figuren und Darsteller: Untersuchung der adaptierten Archetypen und der bewussten Abkehr von klassischen Stereotypen durch komplexe Charakterentwicklungen.

4.2 Ästhetik und Gestaltung: Analyse der technischen und visuellen Mittel, die einen nostalgischen Retro-Look erzeugen, um die Ästhetik der 1980er-Jahre zu evozieren.

4.3 Genre und Lebenswelten: Beleuchtung der Genrehybridisierung und der Verknüpfung der 1980er-Jahre-Kulisse mit heutigen gesellschaftlichen Ängsten.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Bestätigung der These, dass die Serie über eine rein nostalgische Referenzebene hinausgeht.

Schlüsselwörter

Stranger Things, Postmoderne, Intertextualität, Nostalgie, Achtziger Jahre, Genrehybridisierung, Filmanalyse, Popkultur, Doppelcodierung, Duffer Brothers, Steven Spielberg, Serielle Narration, Medienkompetenz, Slasher-Film, Kindheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie die Netflix-Serie Stranger Things durch gezielte intertextuelle Bezüge auf Filme der 1980er-Jahre eine nostalgische Stimmung erzeugt und ob sie über bloße Referenzialität hinausgeht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf das postmoderne Erzählen, die verschiedenen Ausprägungen von Nostalgie (restaurativ und reflektierend), die Figurenzeichnung sowie die audiovisuelle Ästhetik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern fließen intertextuelle Bezüge in die filmische Gestaltung ein und wie wird durch postmoderne Ästhetik gezielt eine Nostalgie der 1980er-Jahre geschaffen?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf dem methodischen Ansatz der Filmanalyse nach Lothar Mikos, mit Fokus auf Ebenen wie Figuren, Ästhetik/Gestaltung sowie Kontexte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die konkrete Umsetzung von Intertextualität in den Figuren, die technische und visuelle Gestaltung der nostalgischen Ästhetik und die Einordnung in den Genremix.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie Intertextualität, Nostalgie, Postmoderne, Genrehybridisierung und die kritische Auseinandersetzung mit der Reagan-Ära.

Wie unterscheidet sich die Serie von den Vorbildern der 80er-Jahre?

Die Arbeit zeigt, dass Stranger Things die klassischen Vorbilder nicht nur kopiert, sondern durch eine „Inversion“ (Umkehrung) den Charakteren mehr Tiefe verleiht und aktuelle gesellschaftliche Ängste in die Handlung integriert.

Welche Rolle spielt die Musik für das Nostalgiegefühl?

Die auditive Ebene, bestehend aus Synthwave-Klängen und Post-Punk-Musik, dient als „Grenzkraft“, um die Kommunikation zwischen verschiedenen Welten zu ermöglichen und die Charakterentwicklungen musikalisch zu kommentieren.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Funktion intertextueller Bezüge in der Netflix-Serie "Stranger Things"
Untertitel
Postmodernes Erzählen, Emotionalisierung durch Nostalgie der 80er Jahre und Analyse intertextueller Bezüge
Hochschule
Universität Siegen
Note
1,7
Autor
Alina Behnen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
34
Katalognummer
V1061017
ISBN (eBook)
9783346479570
ISBN (Buch)
9783346479587
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Postmodernes Erzählen Nostalgie Emotionalisierung Intertextualität Intermedialität Jens Eder Stranger Things 80er Ästhetik Spielberg Steven King John Carpenter Horrorfilme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alina Behnen (Autor:in), 2020, Die Funktion intertextueller Bezüge in der Netflix-Serie "Stranger Things", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1061017
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Leseprobe aus  34  Seiten
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