Zur Diffusion von Umweltinnovationen unter Einbeziehung des Lead-Markt Modells


Seminararbeit, 2001

23 Seiten, Note: 1,0


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was sind Umweltinnovationen
2.1. Das Erscheinungsbild von Umweltinnovationen
2.2. Die Entstehung von Umweltinnovationen

3. Die Diffusion von Umweltinnovationen
3.1. Die Porter-Hypothese
3.2. Das Modell der Lead-Markt
3.3. Die Bedeutung der Lead-Markt Position

4. Eine Einschätzung des Lead-Markt Modells als Diffusionsmodell von Umweltinnovationen
4.1. Allgemeine Gültigkeit des Lead-Markt Modells für Umweltinnovationen
4.2. Das Ende einer Lead-Markt Position
4.3. Die Lead-Markt Faktoren
4.4 Die Planbarkeit erfolgreicher Innovationsdesigns
4.5. Der Ursprung des Wettbewerbs

5. Schlussfolgerung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Grenzen der Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen als auch die der Belastbarkeit der Umwelt sind in den letzten Jahren immer augenscheinlicher geworden.1 In immer stärkeren Maße werden daher Innovationen als das Mittel zur Lösung aktueller und zukünftiger Probleme ökonomischer sowie ökologischer Art angesehen.

In der wissenschaftlichen Debatte kommt Umweltinnovationen insofern eine wichtige Bedeutung zu, als dass sie als eine Möglichkeit angesehen werden, im weltweiten Wettbewerb eine Entwicklung in Richtung ökologischer Nachhaltigkeit einzuleiten (Nill/Hübener/Rickert 2000: 45). In letzter Zeit ist geradezu ein „Ergrünen“ in der Innovationsforschung zu erkennen.2

Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Diffusion von Umweltinnovationen. Um diesen Sachverhalt allerdings eingehend betrachten zu können bedarf es zunächst einer Klärung grundlegender Aspekte. Der erste Teil der Arbeit dient daher der Beschreibung und Definition von Umweltinnovationen. So soll die Frage beantwortet werden, was Umweltinnovationen charakterisiert und inwiefern sich innerhalb der Kategorie der Umweltinnovationen Unterschiede feststellen lassen. Obgleich von einigen Autoren bereits eine finale Definition des Begriffs „Umweltinnovation“ konstatiert wird,3 ist eine genauere Betrachtung nützlich, wenn nicht sogar notwendig. Zudem soll untersucht werden, ob Umweltinnovationen und „normale“ Innovationen prinzipiell als gleichwertig anzusehen sind. Herangezogen werden hierzu Grundannahmen Schumpeters über das Wesen von Innovationen.

Im zweiten Teil der Arbeit soll anschließend ein Konzept zur Diffusion von Umweltinnovationen genauer untersucht werden. Hierbei soll nach einer theoretischen Betrachtung über die Mechanismen und Abläufe der Diffusion von Umweltinnovationen das Lead-Markt Modells näher betrachtet werden. Als theoretische Grundlage dient hierbei neben er Innovationstheorie Schumpeters auch die Porter-Hypothese zur Wettbewerbsfähigkeit von Nationen. Neben der Klärung der Frage, welche Annahmen dem Modell zu Grunde liegen soll die Frage geklärt werden, welche Vorteile sich für Inhaber einer Lead-Markt Position ergeben. Zudem soll überprüft werden, ob das Lead-Markt Modell - unter Berücksichtigung der Annahme der Gleichheit von Innovationen und Umweltinnovationen - auch als Modell zur Diffusion von Umweltinnovationen herangezogen werden kann.

Da das Lead-Markt Modell ein noch sehr junges Konzept zur Erklärung und Beschreibung von Innovationen ist, das bislang nur wenig wissenschaftliche untersucht wurde,4 soll es im letzten Abschnitt kritisch betrachtet und auf seine Anwendbarkeit hin untersucht werden. Hierbei sollen insbesondere die Schwächen des Konzepts dargestellt werden und Empfehlungen für eine Erweiterung bzw. Verbesserung gegeben werden.

2. Was sind Umweltinnovationen?

Schumpeter hat mit seinen Theorien dargestellt, dass die Einführung neuer Technologien und die intelligente Nutzung von akkumuliertem Wissen - was anders formuliert als technischer Fortschritt bezeichnet werden kann - die treibende Kraft der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Wohlstand der Nationen ist (Schumpeter 1950: 137ff.).5 Dieser Fortschritt ist wiederum eng an das Auftreten von Innovationen geknüpft, weshalb ihnen also wichtige ökonomische Bedeutung zukommt (Erdmann 1993: 1).

Innovationen sollten nicht einfach mit Neuerungen oder Fortschritt gleichgesetzt werden. Es gibt mitunter eine größere Anzahl von Fällen, in die sie aufzuteilen sind. Dementsprechend empfiehlt es sich als Diskussionsgrundlage, den Begriff der Umweltinnovation gegenüber den der anderen Innovationen abzugrenzen.

Theoretisch besitzen Innovationen und Umweltinnovationen die gleichen Eigenschaften und sind somit prinzipiell als gleichwertig anzusehen. Die Besonderheit von Umweltinnovationen resultiert aus dem öffentlichen-Gut-Charakter von Umweltgütern. Werden diesen durch Regulierung Preise zugerechnet und werden so zu normalen Gütern, entfällt ebenfalls die Unterscheidung von Innovationen und Umweltinnovationen (Blazejcak et al. 1999: 11).6

Basierend auf den Überlegungen Schumpeters kommt den Innovationen im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklung eine besondere Bedeutung zu, da sie häufig stellvertretend für den technischen Fortschritt stehen. So münden Innovationsentscheidungen in einem Kosten-Nutzen-Kalkül, wonach in Produktionsprozessen bei einer gleichbleibenden Inputmenge ein höherer Output bzw. bei geringerem Input eine zumindest gleichbleibende Outputmenge zu erreichen ist (Erdmann 1999: 67ff.). Diese Rationalität ist auch auf Umweltinnovationen übertragbar. Hierbei stellt die Umweltentlastung die Variable des Kosten-Nutzen-Kalküls dar: Durch eine Umweltinnovation werden bei gleichbleibenden Kosten stärkere Umweltentlastungen erzielt bzw. entstehen gleiche Umweltentlastungen bei geringerem Kostenaufwand. Basierend auf dieser Überlegung können Umweltinnovationen demnach als Neuerungen bezeichnet werden, die bei gleicher Qualität von Gütern mit einer Verringerung umweltschädlicher Effekte einhergehen, was einer erhöhten Umweltproduktivität entspricht (Linscheidt 2000: 14).

In einem vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) initiierten Forschungsverbund innovativer Wirkungen umweltpolitischer Instrumente (FIU) wurden als „Umweltinnovationen“ unter der Berücksichtigung verschiedener Aspekte wie folgt definiert:

Als Umweltinnovationen sollen alle Maßnahmen der relevanten Akteure (...) angesehen werden, mit denen neue Ideen und Verhaltensweisen, Produkte und Produktionsverfahren entwickelt, angewandt oder eingeführt werden, und die Umwelt entlastet bzw. zu einer ökologisch bestimmten Nachhaltigkeit beigetragen wird. (FIU 1997).

Die Finalität, die Lehr und Löbbe dieser Definition zurechnen, ist durch die fehlende Berücksichtigung der Kosten-Nutzen-Überlegung (s.o.) wenig plausibel.7 Man kann nicht mit Gewissheit feststellen, ob eine umweltfreundliche Neuerung tatsächlich als Umweltinnovation anzusehen ist, da nicht auszuschließen ist, dass mit einer erzielten Umweltentlastung gleichzeitig eine Steigerung der Produktionskosten einhergeht. Soll beispielsweise ein kurzfristiger Nutzenverlust durch eine langfristige Nutzenmaximierung ausgeglichen werden und diese jedoch ausbleibt, ist die wirtschaftliche Bilanz negativ, die Umweltbilanz allerdings positiv, was eine Einordnung problematisch macht (Linscheidt 2000: 15). Eine Erweiterung um eine ökonomische Komponente erscheint daher durchaus sinnvoll (vgl. Blazejcak et al.1999: 10).

Umweltinnovationen werden im Folgenden als eine neue Idee oder Produktionsform verstanden, die bei gleichbleibenden Input zu einer erhöhten Umweltproduktivität, bzw. bei geringerem Ressourceneinsatz zu einer gleichbleibenden Umweltproduktivität führt.

2.1. Das Erscheinungsbild von Umweltinnovationen

Nach den Überlegungen Schumpeters lassen sich Innovationen in fünf Gruppen subsumieren: So können sie in Form von neuen Konsumgütern, neuen Produktionsmethoden, neuen Bezugsquellen, neuen Absatzmärkten oder neuer Organisationsmethoden auftreten (Schumpeter 1926: 100f). Folglich umschreibt Schumpeter damit den Innovationsbegriff nicht nur als technische, sondern gleichfalls als nicht-technische Veränderung im Wirtschaftsprozess (Keßler 1992: 15). Analog zur Schumpeterschen These verfügen auch Umweltinnovationen über unterschiedliche Formen, die sich, in Fortführung zur seiner Theorie, in zwei Bereiche unterteilen lassen (Lehr/Löbbe 1999):

- Die technisch- ö konomischen Innovationen

Technisch- ö konomische Innovationen beziehen sich hauptsächlich auf die Entwicklung und Anwendung neuer Produktionsverfahren und Produkte sowie auf die Erschließung und Nutzung natürlicher Ressourcen. Sie lassen sich nochmals unterscheiden in Innovationen im Bereich von end-of-pipe Technologien sowie im Bereich von integrierten Technologien (Hemmelskamp 1997: 488). Während Innovationen integrierter Technologien unmittelbar am Produkt bzw. Produktionsprozess ansetzen, handelt es sich bei end-of-pipe Technologien um nachgeschaltete Verfahren zur Beseitigung bzw. Reduktion von Produktionsrückständen.

- Die institutionellen Innovationen

Innovationen in Form von Neugestaltungen der gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Ordnungsprinzipien wie etwa Gesetze, Verträge etc. werden als institutionelle Innovationen bezeichnet. Dem hinzuzufügen sind soziale Innovationen, die sich auf die Veränderungen des Verhaltens bzw. Konsumstils der Verbraucher, wie beispielsweise die Änderung des Mobilitätsverhaltens, beziehen.

Als weitere Unterteilung sind die organisationsbezogene oder strategische Innovationen anzusehen, die Veränderungen in der betrieblichen Organisationsstruktur, in den Unternehmensstrategien und in der Unternehmenskultur mit sich bringen.8

Grundsätzlich können Innovationen in Basisinnovationen und Verbesserungsinnovationen sowie radikale und inkrementelle Innovationen unterschieden werden (vgl. Hemmelskamp 1997: 484). Unter Basisinnovationen wird die erstmalige Anwendung neuen Wissens verstanden, die grundlegende Veränderungen implizieren, wie etwa die Entstehung neuer Märkte und Industriezweige. Verbesserungsinnovationen hingegen stellen Neuerungen an bereits bestehenden Prozessen, Produkten und Organisationsformen dar. Unter inkrementellen Innovationen versteht man mehr oder minder regelmäßig auftretende Erscheinungen; Hierzu ergänzend bezeichnen radikale Innovationen unregelmäßig auftretende Erscheinungen wie beispielsweise auf Forschungs- und Entwicklungsarbeit basierende Innovationen (Hemmelskamp 1997: 485ff).

Als problematisch erscheint allerdings die ungenaue Unterscheidung von Umweltinnovationen nach ihrer Neuigkeit, da der jeweilige Bezugsrahmen unterschiedlich ist. Während Innovationen auf Unternehmensebene als grundlegende Neuerungen und somit als Basisinnovationen aufzufassen sind, entsprechen sie auf gesamtwirtschaftlicher Ebene Neuerungen, die vorher noch nicht angewendet worden sind (Erdmann 1993: 209).

2.2. Die Entstehung von Umweltinnovationen

Innovationen grenzen sich von Inventionen dadurch ab, dass sie nicht zeitpunktbezogen, sondern prozessbezogen sind. Der Entstehungsprozess von Innovationen kann dabei in drei Phasen unterteilt werden: Invention, Innovation und Diffusion (Hemmelskamp 1997: 498). In der ersten Phase findet die Forschung und Entwicklung (FuE) von neuen Produkte statt. In der zweiten Phase kommt es zur (wirtschaftlichen) Nutzbarmachung des neuen Produktes bzw. Verfahrens. In der dritten Phase findet schließlich die Annahme und Verbreitung des Produktes bzw. des Prozesses statt. Dieser Ablauf gilt soweit auch für Umweltinnovationen.

Umweltinnovationen unterliegen in ihrer Entstehung und Verbreitung zwar denselben Impulsen und Einflüssen wie sonstige Innovationen, reagieren jedoch besonders sensibel auf die Ausgestaltung des Regulierungsmusters und auf den Politikstil (Lehr/Löbbe 1999: 157). Die Beziehung zwischen politischen Instrumenten und Reaktionen seitens des Innovationssystems ist allerdings nicht eindeutig nachvollziehbar. So unterliegen Umweltinnovationen weder einzelnen Determinanten noch einzelnen umweltpolitischen Instrumenten unterliegen, sondern werden vielmehr von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst (Pfriem/Zundel 1999: 159).9 Im folgenden Kapitel soll nun die Verbreitung von Umweltinnovationen näher betrachtet werden.

3. Die Diffusion von Umweltinnovationen

Nach Schumpeter wird eine Erfindung bei entsprechender Nachfrage durch die Gesellschaft und der Möglichkeit der (technisch) sinnvollen Realisierung zum Zeitpunkt der Markteinführung zur Innovation. Im Anschluss daran kommt es zu der mehr oder minder starke Adaption und Imitation der Neuerung durch andere Wirtschaftseinheiten, was schließlich zur räumlichen und gesellschaftlichen Diffusion führt (Schumpeter 1950: 137ff). Folglich versteht man unter der Diffusion die allgemeine Verbreitung von Innovationen über die jeweilige Akteursgruppe hinaus. Die Geschwindigkeit, mit der Innovationen verbreitet werden, hängt vor allem von der Marktstruktur (Unternehmensgröße, Wettbewerbsgrad, etc.) und den Nachfragebedingungen (Konjunkturlage, Präferenzen, etc.) ab (Wiegand 1996: 34). Die Ausbreitung von Umweltinnovationen verläuft je nach ihrer Art in unterschiedlichen Mustern. Jänicke (2000: 9) bietet dazu ein Modell für unterschiedliche Ausbreitungsmuster im Zusammenspiel mit politischen Mechanismen.10

Es ist festzustellen, dass Umweltinnovationen - im Gegensatz zu anderen Innovationen - mehr oder weniger ausgeprägte positive Externalitäten nach sich ziehen. Zum einen kommt es zu positive externe Nutzen, die als „spill-overs“ bezeichnet werden (Linscheidt 2000: 14). Sie treten grundsätzlich bei Forschungs- und Entwicklungsbewegungen bei jeder Art von Innovationen auf. Das aus der Innovation hervorgegangene Wissen um Produkte oder Prozesse kann gleichzeitig von anderen Unternehmen genutzt werden, und dort zu weiteren Innovationen führen. Zum anderen kann der Innovator bzw. Pionier den Vorteil dieser positiven Externalität aufgrund der geringeren marktlichen Zahlungsbereitschaft für Umweltinnovationen weniger für sich beanspruchen, als dass die positiven externen Effekte von anderen Unternehmen aufgenommen und nachgeahmt werden (Linscheidt 2000:14). Anders formuliert werden vom Markt zu geringe Anreize für die Umweltinnovationsentwicklung gegeben, da die externen Nutzen nicht entlohnt werden.

Aus dieser sogenannten „doppelten Externalität“ lässt sich die Rechtfertigung für staatliche Maßnahmen wie zum Beispiel Regulierungsmaßnahmen zur Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen und Anreizmechanismen ableiten, um die Umsetzung und Nutzung von Umweltinnovation zu ermöglichen. Allerdings kommt nicht nur den staatlichen Akteuren eine intervenierende Position zu; Auch für nicht- staatliche Akteure besteht auch die Möglichkeit, auf einem ansonsten staatlich regulierten Markt für Umweltinnovationen eine marktschaffende Rolle einzunehmen (Jänicke 2000: 5).11 Dennoch bleibt die Regulierungsnotwendigkeit durch den Staat ein wesentliches Merkmal bei der Untersuchung von Umweltinnovationen.12

So lässt sich der Einfluss der staatlichen Aktivitäten und Zielvorgaben beispielsweise durch Ankündigungseffekte beobachten, die noch vor dem Inkrafttreten einer neuen oder modifizierten Verordnung auftreten (Klemmer/Lehr/Löbbe 1999: 102). Auch zwischenstaatliche Absprachen auf internationaler Ebene fördern Innovationsdiffusionen, wobei insbesondere das Verhalten von Vorreiterländern von Bedeutung ist.13 Insgesamt hat sich gezeigt, dass die Diffusionsphase in vergleichsweise starkem Maße durch umweltpolitische Regulierungen beeinflusst wird, und Umweltinnovationen oft auf diese Weise in Nischenmärkten oder künstlich geschaffen Märkten adaptiert werden oder diffundieren (Pfriem/Zundel 1999: 161).

Die Diffusion von Umweltinnovationen wird insbesondere durch Informationen und Informationsvermittlung möglich. Hierbei ist Wissensdiffusion durch Publikationen, Wechsel von Mitarbeitern, informelle Kontakte und bilateralen Austausch hervorzuheben. Mit einer ansteigenden Zahl von „Trittbrettfahrern“, die von kostenlosen spill-overs profitieren, sinkt allerdings auch die Bereitschaft der Innovatoren, in FuE-Aktivitäten zu investieren, da Innovationen von Unternehmen nur dann angestrebt werden, wenn sie sich ex ante eine hohe Wahrscheinlichkeit ausrechnen, aus ihren FuE-Kosten auch Kapital ziehen zu können (Hemmelskamp 1999: 76). Somit hat der Informationsaustausch sowohl eine anregende als auch eine hemmende Wirkung auf Diffusionsprozesse; Informationsdefizite hingegen haben ausschließlich negative Auswirkungen auf das Diffusionsverfahren.

Umweltinnovationen weisen in besonders hohem Maße Problembezogenheit auf, da sie auf bereits vorhandene oder vorhersehbare Probleme reagieren. Besitzen diese Probleme zudem globale Komponenten, haben darauf basierende Umweltinnovationen tendenziell die Chance, auf eine weltweite Nachfrage zu stoßen (Jänicke 2000: 5). Zu der Theorie der internationalen Diffusion von Umweltinnovationen bieten sowohl die Porter-Hypothese als auch das Lead-Markt Modell, die in den folgenden Kapiteln betrachtet werden, Erklärungsansätze an.

3.1. Die Porter-Hypothese

Die von Michael Porter aufgestellte und nach ihm benannte These14 setzt sich mit den Auswirkungen von Umweltpolitik auf die Wettbewerbsfähigkeit von Nationen auseinander. Kern dieser These ist die Annahme, dass die strikte Umweltpolitik eines Staates Unternehmen zu Qualitätsverbesserungen bzw. zu Innovationen zwingt, was wiederum mittel- und langfristig zu Wettbewerbsvorteilen für die angesprochenen Staaten im internationalen Vergleich führt (Porter 1990: 647ff.).

Die Porter-Hypothese lässt sich in zwei primäre Mechanismen unterteilen: Der erste Mechanismus stellt grundsätzlich den Gesichtspunkt einer Vorreiterrolle eines nationalen Umweltbewusstseins bzw. einer nationalen Umweltpolitik in den Mittelpunkt. Durch die internationale Diffusion von Umweltinnovationen verfügt der Vorreiter über eine dominierende Position sobald die Innovation in anderen Staaten adaptiert worden ist - er verfügt so über einen first-mover Vorteil (Porter 1990: 648). Hierbei ist allerdings die Notwendigkeit des Erkennens zukünftiger internationaler Trends von immenser Bedeutung (Porter 1990: 648). Hinsichtlich der internationalen Diffusion der strikten Umweltpolitik geht Porter von zwei Möglichkeiten aus: Erstens kann durch die Umweltpolitik ein internationaler Trend vorweggenommen werden (exogener Auslandsnachzug). Zweitens kann ein solcher Auslandsnachzug wahrscheinlich durch die Vorreiterrolle einer Nation -„im Sinne des Demonstrationseffekts“ (Taistra 2000: 35) - hervorgerufen oder beschleunigt werden (Porter 1990: 648f).

Der zweite Mechanismus der Porter-Hypothese bezieht sich auf das Innovationsverhalten der Innovatoren und auf die Vorteile, die diese aus ihrem Innovationsverhalten beziehen. Taistra (2000: 35ff) unterteilt diese Vorteile, die auch als „innovation offsets“ bezeichnet werden (Porter/Von der Linde 1995: 78), in zwei Bereiche: Auf der einen Seite steht die free-lunch-Hypothese.15 Sie besagt, dass die Einführung von Umweltinnovationen - egal welcher Art - für die Innovatoren von wirtschaftlichem Vorteil ist, da die Innovationskosten vollständig kompensiert bzw. überkompensiert werden. Von wichtiger Bedeutung sind dabei die langfristigen offsets.16 Fallen durch die angewandten Umweltinnovationen Kosteneinsparungen an, ergibt sich eine erhöhte Nutzenkomponente im folgenden Produktionsprozess.

Auf der anderen Seite vertritt Porter die Auffassung, dass nicht in allen Fällen die Innovationskosten sofort kompensiert werden können (partielle innovation offsets). Er geht allerdings davon aus, dass ein solcher Wettbewerbsnachteil lediglich temporärer Natur ist, da sich aus der Vorreiterrolle und dem Auslandsnachzug dieser Nachteil in einen Vorteil abwandelt.

Porter spricht sich aufgrund seiner Überlegungen für eine innovationsorientierte Umweltpolitik aus, da sie aufgrund der von ihr induzierten Produkt- und Prozessinnovationen langfristig zu einer Vorreiterrolle und damit auch zu Wettbewerbsvorteilen führen würde. Diese Theorie mit einbeziehend, stellt das Modell der Lead-Märkte ein Diffusionskonzept von Innovationen dar.17

3.2. Das Modell der Lead-Märkte

In Zusammenhang mit dem Einnehmen einer Vorreiterrolle ist das Erkennen des Innovationspotentials und dessen Umsetzung von grundlegender Bedeutung. Während Porter mit seiner Hypothese ein Gedankenmodell zum Nutzen von Innovationsdiffusionen bzw. den aus diesem Prozess resultierenden Wettbewerbsvorteilen aufstellt, bietet das Modell der Lead-Märkte ein pragmatischeres Erklärungsmodell für die internationale Diffusion von Innovationen.18

In Anlehnung an den first-mover-advantage (s.o.) ergibt sich ein internationaler Wettbewerbsvorteil für einen Markt, der als erster eine Innovation aufgegriffen hat, die später international nachgefragt und verbreitet wird. Entscheidend ist hierbei nicht die im Land nachgefragte Adoption und Diffusion von Innovationen von Bedeutung, sondern die internationale Diffusion (Beise 2001: 1; Beise/Gemünden 2001:1).

Die internationale Diffusion erfolgreicher Innovationen wird durch länderspezifische Muster beeinflusst: Einige Länder greifen Innovationen früher auf und standardisieren diese eher als andere Länder. Dieses Verhalten ist auf die unterschiedlichen Bedingungen in den einzelnen Ländern zurück zu führen, die so einer Innovationen in verschiedenen Ländern unterschiedlichen Nutzen zukommen lassen. Verfügen diese Länder außerdem über Eigenschaften, die eine Verbreitung ihrer standardisierten Innovationen positiv beeinflussen, - die sogenannten LeadMarkt Faktoren - können sie eine Lead-Markt Position einnehmen.

Eine sehr umfassende Definition von Lead-Märkten bietet Beise (2001: 2) an:

Lead-Märkte sind regionale Märkte (in der Regel Länder), die ein bestimmtes Innovationsdesign früher als andere Länder nutzen und über spezifische Eigenschaften (Lead-Markt Faktoren) verfügen, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass andere Länder das gleiche Innovationsdesign ebenfalls nutzen

- im Vergleich zu Innovationsdesigns anderer Länder.

Unter ökologischen Lead-Märkten sind demnach regionale oder nationale Märkte für umweltgemäße(re) Technologien zu verstehen, die durch höhere Umweltpräferenzen eines Landes, spezielle Fördermaßnahmen oder politische Marktinterventionen angeregt wurden. Die daraus ausgelöste Prägung des Wettbewerbs in anderen Marktregionen löst entsprechende Anpassungsreaktionen und schließlich die internationale Diffusion der Innovationen aus (Jänicke 2000: 12).

Lead-Märkte sind also - im Gegensatz zu Pilotmärkten, die lediglich als Testmärkte für Neuerungen zu verstehen sind - regionale Märkte, die ein bestimmtes Innovationsdesign früher als andere Märkte standardisieren. Beispiele zeigen zudem, dass nicht der Ort der Innovation, sondern der Ort der ersten Standardisierung Ausgangspunkt der internationalen Diffusion ist. Ein häufig genannte Beispiel für diese Behauptung ist die Diffusion der Mobilfunktechnik.19

Von besonderer Bedeutung bei dem Modell der Lead-Märkte ist der Begriff des Innovationsdesigns. So versteht Beise unter einem Innovationsdesign eine „technische Spezifikation einer Innovationsidee“ (Beise 2001: 3). Ein solches Design, das sich schließlich gegenüber anderen Innovationsdesigns im Ausleseprozess auf dem Markt durchgesetzt hat, wird als „dominantes Design“ bezeichnet. Ein international erfolgreiches Innovationsdesign kann daher als global dominantes Design bezeichnet werden (Beise 2001: 3). Aufgrund der Tatsache, dass Länder aufgrund unterschiedlicher Marktbedingungen unterschiedliche Innovationsdesigns präferieren, können global dominante Designs zudem als diejenigen bezeichnet werden, die als erste internationale Unterschiede überwinden konnte. Beispiele zeigen, dass sich ein dominantes Design häufig zuerst in einem Land standardisiert wurde und erst anschließend international verbreitet wurde. Also ist nicht nur der nationale Erfolg eines Innovationsdesigns wichtig, sondern auch die internationalen Ausstrahlungseffekte. Ohne sie würde keine Lead-Markt Position entstehen.

Hinsichtlich der Innovationsfähigkeit von Ländern unterscheiden Beise/Gemünden zwei mögliche Eigenschaften (Beise/Gemünden 2001: 4ff.): Länder sind als antizipatorisch-innovativ einzuordnen, wenn das von ihnen favorisierte und adaptierte Innovationsdesign auch international nachgefragt wird. Idiosynkratisch-innovativ sind hingegen Länder, deren adoptierten Innovationsdesigns international keine Verbreitung finden. Lead-Märkte sind demnach antizipatorisch-innovative Märkte. Interessanterweise heben Beise/Gemünden den Einfluss des Staates und seiner Regulierungsmöglichkeiten hinsichtlich der Beeinflussung der Innovationsfähigkeit hervor. So sollen Lead-Markt Positionen durch Subventionen, Exporterleichterungen, FuE-Unterstützungen, Wettbewerbsförderung und durch die Vorwegnahme internationaler Verträge gefördert werden (Beise/Gemünden 2001: 21ff). Im Bezug auf die Größe eines Landes bestehen dem Lead-Markt Modell zufolge keine Einschränkungen: So können auch kleine Länder als Lead-Markt in Erscheinung treten (Meyer-Krahmer 1997: 2).20 Allerdings führt eine gewisse Größe des Einführungsmarktes zu Kostenvorteilen, was wiederum die Diffusion eines Innovationsdesigns positiv beeinflusst (Beise 2001: 5). Somit scheint die Größe des Landes Auswirkungen auf sein Lead-Markt Potential zu haben.

3.3. Die Bedeutung der Lead-Markt Position

Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Marktstruktur und der Innovationsaktivität von Unternehmen. Von großer Bedeutung ist dabei die vorhandene bzw. potentielle Marktmacht des Innovators (Strecker 1997: 6). Die Annahme, dass sich eine Monopolstellung oder zumindest ein hoher Grad der Konzentration auf diese positiv auswirkt, lässt sich auf Schumpeter zurückführen.21 Aus dem Erlangen einer solchen Vorreiterrolle bzw. Lead-Markt Position für bestimmte Innovationen ergeben sich mehrere Vorteile:

Der Porter-Hypothese folgend kann erstens eine Vorreiterrolle durch den first- mover Vorteil zu einer dominierenden Weltwirtschaftsposition führen (Taistra 2000: 31). Zweitens können Innovationen zu einer Verstärkung des technischen Fortschritts führen, und durch das Sinken der Grenzvermeidungskosten zu einer partiellen Kostenkompensierung für den Umweltschutz führen (Taistra 2000: 29). Drittens lässt such eine Verbesserung der Umweltqualität durch eine erhöhte Umweltproduktivität erreichen, was viertens durch Nachahmungseffekte Wettbewerbsvorteile mit sich bringt. Die aus Kostenersparnissen resultierende Wettbewerbsvorteile wurden bereits oben erwähnt. Die Vorteile einer Lead-Markt Position lassen sich in daher fünf Gruppen einteilen, von denen jeweils ein eigenständiger Lead-Effekt ausgehen kann (Beise 2001: 4):

- Preis- oder Kostenvorteile (aufgrund technologischer Vorsprünge, Marktgröße und Marktwachstum)
- Nachfragevorteile (durch frühzeitiges Erkennen und Aufgreifen globaler Trends);
- Exportvorteile (durch frühzeitiges Berucksichtigen der Gegebenheiten im Ausland);
- Transfervorteile (durch „aktive“ Verbreitung des nationalen Standards);
- Marktstrukturvorteile (durch einen hohen nationalen Wettbewerbsgrad).

Alle diese Vorteile sind länderspezifisch. Sie werden vom sozialen, kulturellen, politischen und ökologischen System und von der ökonomischen Situation des Landes bestimmt. Interessanterweise resultieren diese Vorteile nach Beise aus den bestehenden Lead-Markt Faktoren: Diese länderspezifischen Vorteile bringen die potentiellen Nutzer dazu, ebenfalls das vom zukünftigen Lead-Markt präferierte Innovationsdesign zu adaptieren, was wiederum zur Bildung der Lead-Markt Position führt. Theoretisch besitzen alle Umweltinnovationen das Potential, in ihren Wirkungen eine Lead-Markt Position einzunehmen, allerdings greift das Lead-Markt Modell lediglich auf technologische Innovationen zur Modellerklärung zurück.

4. Eine Einschätzung des Lead-Markt Modells als Diffusionsmodell von Umweltinnovationen

In dem vorrangegangenen Kapitel wurde das Lead-Markt Modell unter Einbeziehung der Porter-Hypothese skizziert dargestellt. In diesem Abschnitt sollen nun Schwächen des Modells aufgeführt werden, die sich aus den bereits getroffenen Annahmen über Umweltinnovationen und deren Diffusion, aber darüber hinausgehend auch aus allgemeinen Kritikpunkten ergeben.

4.1. Allgemeine Gültigkeit des Lead-Markt Modells für Umweltinnovationen

Aus den Schumpeterschen Überlegungen über das Wesen von Innovationen, die im ersten Teil behandelt wurden, sind als Schlussfolgerungen die theoretische Äquivalenz von Innovationen und Umweltinnovationen sowie die unterschiedlichen Gestaltungsformen von Umweltinnovationen/Innovationen zu ziehen. Auch die free- lunch Überlegung der Porter-Hypothese lässt die Schlussfolgerung zu, dass die Einführung neuer, umweltfreundlicher Technologien für den Innovator vorteilhaft sind, und zu einer Kostenkompensierung führen (s.o.). Dieser Annahme zur Folge sind alle Arten von Umweltinnovationen für das Erreichen dieses Effekts einsetzbar.

Aus diesen beiden Überlegungen lässt sich also eine Gleichheit aller Innovationstypen ableiten. Um ein allgemeingültiges Modell zur Diffusion von Innovationen aufzustellen, müssen diese Schlussfolgerungen mit in Betracht gezogen werden. Bei den Überlegungen zum Lead-Markt Modell ist dies allerdings nicht der Fall. Durch das eindeutige Hervorheben des technologischen Wesens der Innovationsdesigns wird eine eindeutige Selektion betrieben und auf diese Art und Weise ein Großteil der unterschiedlichen Innovationsausformungen gänzlich vernachlässigt. Dieser Feststellung folgend ist dem Lead-Markt Modell die Allgemeingültigkeit abzusprechen. Wenngleich auch für die von Beise bzw.

Beise/Gemünden ausgewählten Modelle ex post eine Entwicklung nach dem Lead- Markt Konzept zu erkennen ist, bleibt jedoch fraglich, ob auch nicht-technologische Innovationen einen solchen Werdegang einnehmen können.

4.2. Das Ende einer Lead-Markt Position

Innovationswettbewerb kann als ein stetig andauernder Prozess der Innovationsdurchsetzung und Imitation verstanden werden (Keßler 1992: 40). Demnach wird mit Hilfe einer Innovation ein temporärer Marktvorteil gegenüber den Wettbewerbern erzielt, der durch erfolgte Nachahmung wieder abgebaut wird. Dieses Prinzip entspricht dem Prozess des Informationsaustausch und den daraus entstehenden spill-over Effekten. Da sich durch die Imitation von erfolgreichen Innovationen in der Regel Gewinne erzielen lassen, besteht ein genereller Anreiz für Nachahmungsaktivitäten (Keßler 1992: 42ff.).22 Aus diesen Anreizen zur Imitation resultiert ein Ende des quasi-monopolistischen Marktvorteils. Diese Überlegung ist daher eine Ergänzung zu dem Diffusionsmodell von Umweltinnovationen (s.o.).

Im Lead-Markt Modell wird allerdings der Zeitpunkt des Erlöschens der Lead- Markt Position nicht erwähnt. Es ist jedoch zu vermuten, dass ein Lead-Markt ebenfalls über einen temporären Marktvorteil verfügt, der durch die sich ausbreitende Imitation ebenfalls verschwinden kann. Die weit ausgedehnte geographische Verbreitung, die tiefe Verwurzelung im Markt selber sowie die Tatsache, dass das von einem Lead-Markt verbreitete dominante Innovationsdesign bereits erfolgreich mehrere Phasen der Innovation durchlaufen hat, und deshalb im Vergleich zu seinen Konkurrenten anfänglich über deutliche Kostenvorteile und somit Preisvorteile verfügt, lassen die Annahme zu, dass der Prozess der Ablösung nur langsam stattfinden wird.

Es bedarf daher weiterer Untersuchungen über den zeitlichen Rahmen von LeadMarkt Positionen als auch über die Rolle der Trittbrettfahrer, die von den kostenlosen Wissens-spill-overs (s.o.) profitieren und somit nur geringe Kosten im Verbreitungsprozess zu tragen haben.

4.3. Die Lead-Markt Faktoren

Ein Kernpunkt des Lead-Markt Modells ist das Vorhandensein von länderspezifischen Vorteilen, welche die Wahrscheinlichkeit erhöhen, eine LeadMarkt Position einnehmen zu können. Es bleibt allerdings fraglich, aus welchen Fragmenten sich diese Vorteile einzelner Länder zusammensetzen. Einerseits werden von Beise Ansätze zur Beschreibung der Faktoren skizziert - er nennt Umweltbedingungen, Faktorpreise, Lebenstraditionen, Geschmack - die durch ihre unterschiedliche Kombinationen die Bildung von Innovationsdesigns zum einen prägen, und zum anderen die Wahrscheinlichkeit des Einnehmens einer Lead-Markt Position erhöhen (Beise 2001: 1). Andererseits begründet er nahezu tautologisch durch die Existenz bereits bestehender Wettbewerbsvorteile die später aus der LeadMarkt Rolle hervorgehenden Vorteile (Beise 2001: 4ff., s.o.).

Durch diese recht vereinfachte Erklärung ist nicht eindeutig dargestellt, aus welchem Grund manche (länderspezifische) Einflüsse die Diffusion des adaptierten Innovationsdesigns möglich machen. Es bedarf daher einer Spezifizierung der länderspezifischen Vorteile im Lead-Markt Modell.

Ein Ansatz dafür findet sich in dem Konzept der national innovative capacity von Stern/Porter/Furman (2000). National innovative capacity stellt die Fähigkeit eines Landes zur Produktion und Kommerzialisierung von Innovationen über einen längeren Zeitraum dar. Anhand der Auswertung empirischer Daten werden Rückschlüsse auf die Auswirkungen einzelner Determinanten auf die national innovative capacity gezogen.23 Da die Studie bislang allerdings einen sehr kleinen Rahmen umfasst, erscheint eine Erweiterung sinnvoll. Im Bezug auf das Lead-Markt Modell könnte das Konzept durchaus hilfreich zur Konkretisierung der länderspezifischen Lead-Markt Vorteile sein.

4.4. Die Planbarkeit erfolgreicher Innovationsdesigns

Innovationen sind besonders risikoreich, da das einzelne Unternehmen mit ihnen neue und meist unerprobte Pfade einschlägt. Besteht zu einem Zeitpunkt Unsicherheit über die marktwirtschaftliche Entwicklung der neuen Innovationen, muss das Risiko, die FuE-Kosten über den Umsatz nicht amortisieren zu können, vom Innovator einkalkuliert werden (Weigand 1996: 20). Auch im Modell der Lead- Märkte taucht eine solche Grundunsicherheit im Bezug auf die Innovationen auf. Es geht allerdings mehr um die Diffusionsmöglichkeiten und die daraus resultierenden Marktpositionen. Da erst ex post festgestellt werden kann, ob sich eine Innovation national oder international etabliert, ist auch das Innovationsverhalten der Innovatoren aus oben genannten Gründen in seiner Grundart als zögerlich einzustufen.

Obwohl Beise/Gemünden anhand Beispielen die unterschiedlichen Innovationsfähigkeiten zu belegen versuchen,24 erscheint das Modell aufgrund der Unmöglichkeit einer ex ante Aussage über den Innovationserfolg unbefriedigend. So erreichen viele national erfolgreiche Innovationsdesigns die internationale Diffusion nicht.

Als Klassifikationsmöglichkeiten für das Innovationsverhalten von Märkten scheint die Einteilung in antizipatorisch und idiosynkratisch sinnvoll; Es werden allerdings Schlussfolgerungen gezogen, deren Umsetzung schwer möglich scheint: So sollen die Regierungen aufgrund ihres Interesses an einer antizipatorischen Position ihres Landes dessen Wettbewerbsbedingungen auf einen solchen Vorteil hin verändern. Dies erscheint zum einen durch die fehlende Vorhersagbarkeit von ex post Beobachtungen dominanter Designs als nicht möglich. Erschwert wird dieser Umstand noch dadurch, das gewissermaßen „doppelt“ geplant werden müsste: Die Durchsetzung eines internationalen Innovationsdesigns bedarf zunächst einer nationalen Diffusion.

Zum anderen wird eine Einflussmöglichkeit und Regelungsfunktion des Staates vorausgesetzt, über die dieser nicht verfügt. Umweltinnovationen und Innovationen sind vielmehr durch einzelne staatliche Instrumente weder zu bewirken noch zu erklären (Jänicke 1999: 163), weshalb ein antizipatorisches Innovationsverhalten nicht nur durch einen Instrumenteneinsatz des Staates hervorgerufen werden kann.

Aufgrund dieser Überlegungen erscheint das Lead-Markt Modell lediglich über die Möglichkeit zu verfügen, ex post Aussagen zum Innovationsverhalten einer Nation treffen zu können; Ex ante Aussagen scheinen schwer möglich.

4.5. Der Ursprung des Wettbewerbs

Firms, not nations, compete in international markets (…) In modern international competition, firms need not to be confined to their home nation. They can compete with global strategies in which activities are located in many countries.

Dieser Aussage Porters folgend (Porter 1990: 33), ist weniger die Nation, sondern das Unternehmen Wettbewerber auf den internationalen Märkten. Das Lead-Markt Modell stellt im Gegensatz zu Porter die Bedeutung der Nationen in den Vordergrund.

Da sich die Anzahl und das Marktgewicht transnationaler Unternehmen in den letzten Jahren offensichtlich vergrößert hat, stellt sich die Frage, inwiefern sie sich in das Lead-Markt Modell intrigieren lassen. Beise führt zwar auf, das multinationale Unternehmen sowie globale Netzwerkexternalitäten dazu beitragen, die Nachfrage nach einem bestimmten Innovationsdesign auf internationaler Ebene zu steigern, er rechnet den daraus resultierenden (Lead-Markt) Vorteil aber nur einzelnen Ländern zu (Beise 2001: 6f; Beise/Gemünden 2001: 17). Die Feststellung, dass die alleinige Gestaltungsmöglichkeiten des Staates zum Erlangen einer Lead-Markt Position nicht gegeben ist (s.o.), relativiert diese Aussage von Beise und Beise/Gemünden und stellt vielmehr die Bedeutung der Unternehmen in den Vordergrund. Verstärkt wird dieses Argument durch die Annahme, dass die Branche der Ort des Wettbewerbs ist, auf den die Unternehmen reagieren und den sie versuchen zu beeinflussen (Porter 1990: 34f). Demnach ist die Rolle des Staates äußerst beschränkt und somit nicht unmittelbarer Nutznießer von Lead-Markt Vorteilen. Es sollten allerdings die Vorteile, die der Staat aus den Lead-Markt Vorteilen von Unternehmen erringt - beispielsweise ein erhöhtes Steueraufkommen, Arbeitsplätze, etc. - genauer untersucht werden.

5. Schlussfolgerung

In dieser Arbeit wurden zum einen der Begriff und das Wesen von Umweltinnovationen untersucht und zum anderen deren Diffusion unter besonderer Beachtung des Lead-Markt Modells betrachtet. Hinsichtlich der zentralen Fragen des ersten Teils der Arbeit über des Wesen von Umweltinnovationen lassen sich folgende Feststellungen treffen:

- Aus den Überlegungen Schumpeters lässt sich eine prinzipielle Gleichheit von Innovationen und Umweltinnovationen ableiten; Für letztere gelten allerdings einige Besonderheiten: Diese sind erstens der öffentliche-Gut Charakter, zweitens die besondere Abhängigkeit von der Ausgestaltung des Regulierungsmusters und dem Politikstils und drittens die Abhängigkeit von einer Vielzahl von Faktoren („Multiimpulshypothese“).
- Unter Umweltinnovationen sind neue Ideen oder Produktionsweisen zu verstehen, die bei gleichbleibenden Input zu einer erhöhten Umweltproduktivität bzw. bei geringerem Ressourcenverbrauch zu einer gleichbleibenden Umweltproduktivität führt.
- Innovationen sind nicht als eine einheitliche Größe anzusehen; Sie verfügen vielmehr über unterschiedliche Ausprägungen, wonach sie sich grundsätzlich in technisch-ökonomische sowie institutionelle Innovationen unterscheiden lassen.

Die Diffusion von Umweltinnovationen hängt von vielen Variablen wie z.B. der Marktstruktur und den Nachfragebedingungen ab und verläuft je nach ihrer Art in unterschiedlichen Mustern. Die aus spill-overs und dem Markt resultierenden doppelten Externalitäten verringern die Anreize für Innovationsentwicklungen. Hieraus lässt sich eine Rechtfertigung für staatliche Maßnahmen ableiten.

Das im zweiten Teil betrachtete Lead-Markt Modell ist ein Konzept für die internationale Diffusion von Innovationen. Aus der Betrachtung des Modells lassen sich folgende Schwachpunkte bzw. Unklarheiten feststellen:

- Durch die selektive Auswahl von Innovationen bzw. Umweltinnovationen besitzt das Lead-Markt Modell nur eine begrenzte Aussagekraft und Gültigkeit. Erst eine Einbeziehung aller Innovationstypen würde das Modell komplettieren.
- Der zeitliche Verlauf zum Erlangen einer Lead-Markt Position sowie ein Ende wird nicht berücksichtigt;
- Die Vorteile, die zum Einnehmen einer Lead-Markt Position führen, sind nicht ausreichend genug geklärt. Hierbei ist vor allem die Erklärung durch die länderspezifischen Vorteile, aus denen ein Lead-Markt resultiert, und von denen er anschließend auch profitiert, zu bemängeln;
- Das Lead-Markt Modell dient nur zu einer ex post Erklärung von Innovationsverhalten. Somit kann ein Lead-Markt - wie von Beise und Beise/Gemünden angenommen - nicht ex ante geplant, sondern bestenfalls erahnt werden. Dies reicht meiner Meinung nach nicht aus, um als Modell für Innovationsverhalten sowie zur Erklärung von Diffusionen allgemeingültige Aussagen treffen zu können..
- Das Modell der Lead-Märkte rückt die Nationen in den Mittelpunkt der Erklärung. Damit wird dem eine Staat Lenkungsgewalt des Innovationssystems zugeteilt, über die er durch die ihm zur Verfügung stehenden Instrumentarien nicht alleine verfügt; Vielmehr ist das Unternehmen als Wettbewerber auf dem internationalen Märkten.

Hinsichtlich der Fragestellung lässt sich somit feststellen, dass das Lead-Markt Modell - ausgehend von der festgestellten Gleichheit von Innovationen und Umweltinnovationen - unter Berücksichtigung der aufgeführten Schwächen kein ausreichend zufriedenstellendes Konzept zur Diffusion von Umweltinnovationen darstellt. Durch die Fokussierung auf technologische Innovationen bleibt fraglich, inwiefern überhaupt ressourcenschonende Innovationen durch das Lead-Markt Modell Verbreitung finden könnten, die nicht aus dem Bereich der Umwelttechnologie stammen. Es ist zu vermuten, dass das Lead-Markt Modell lediglich für solche technologischen Umweltinnovationen als Diffusionsmodell herangezogen werden kann.

Darüber hinaus hat sich gezeigt, dass sich weitere Schwachpunkte in dem Modell finden, die es meines Erachtens nach auszuräumen gilt, um als Diffusionsmodell Gültigkeit zu erlangen.

6. Literaturverzeichnis

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TAISTRA, Gregor (2000): Die Porter-Hypothese zur Umweltpolitik, Frankfurt a.M.

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[...]


1 So bezeichnete der Sachverständigenrat für Umweltfragen 1994 in seinem Umweltgutachten die aus der Umweltverschmutzung und Ressourcenverbrauch entstehenden und weiter zunehmenden Umweltverschmutzung als eine der großen Herausforderungen unserer Zeit.

2 Sowohl R.Pfriem / S. Zundel als auch J.Nill/K. Hübner /C.Rickert veröffentlichten Arbeiten mit dem Titel „Greening (of) the innovation system?“

3 Lehr/Löbbe sprechen der Definition des Forschungsverbunds innovativer Wirkungen umweltpolitischer Instrumente (FIU) eine Finalität zu. Allerdings werden einige Aspekte außer Acht gelassen, so dass immer noch der Bedarf einer Erweiterung besteht.

4 Zum Konzept der Lead-Märkte liegen lediglich Aufsätze von Beise, Beise/Gemünden und Meyer- Krahmer zu Grunde, die sich bislang meines Wissens nach am ausführlichsten mit dem Thema befasst haben.

5 Schumpeter verwendet jedoch nicht den Begriff „Innovation“, sondern spricht von „neuen Konsumgütern, (...) neuen Produktions- und Transportmethoden, (...) neuen Märkten, (und) neuen Formen der industriellen Organisation“ (Schumpeter 1950: 137).

6 Im Folgenden werden daher Innovationen und Umweltinnovation als gleichwertig angesehen; Die ihnen im weiteren Verlauf zugeschrieben Eigenschaften gelten somit auch für beide, auch wenn dies nicht explizit hervorgehoben wird.

7 Sie schließen sogar den Einfluss ökonomischer Gesichtspunkte eindeutig aus (vgl. Lehr/Löbbe 1999: 155).

8 Lehr/Löbbe rechnen die organisationsbezogenen bzw. strategischen Innovationen den technischökonomischen Innovationen zu. Es erscheint allerdings angebracht, die Innovationen, die für den Produktionsprozess unmittelbar von Bedeutung sind, von denen, die generell in organisatorischer Hinsicht von Nutzen sind, voneinander abzutrennen.

9 Aus dieser Annahme resultiert die sogenannte Multiimpulshypothese (vgl. Pfriem/Zundel 1999: 159f).

10 An diesem Modell ist allerdings zu bemängeln, dass Jänicke, im Bezug auf die Bandbreite der Umweltinnovationen, eine Selektion betreibt, da er lediglich technologische Umweltinnovationen in seine Überlegungen einbezieht. Eine Erweiterung des Modells um die restlichen Kategorien von Umweltinnovationen zum Erstellen einer generellen Aussage erscheint sehr interessant und sinnvoll.

11 Als Beispiel sei hier auf den Einfluss von Greenpeace auf die Herstellung eines Drei-Liter-Autos hingewiesen.

12 Dieser Untersuchungsgegenstand wird in dieser Arbeit wissentlich vernachlässigt.

13 Es ist allerdings darauf hinzuweisen, dass die Einflussmöglichkeiten dieser Nationen von ihrem politischen Gewicht im internationalen System abhängig sind.

14 Die These wurde von Porter erstmals 1990 in seinem Buch The Competitive Advantages of Nations und etwa zeitgleich im Havard Business Review vorgestellt. Später bezeichneten Oates/Paler/Portney diese Überlegungen als „Porter-Hypothese“ (vgl. Taistra 2000: 33).

15 Porter geht davon aus, dass Unternehmen gewinnbringende Innovationsmöglichkeiten übersehen, was durch die Umweltpolitik gelöst werden kann. „Free lunch“ bezeichnet dabei die vollständige Kompensation der Kosten (vgl. Taistra 2000: 36).

16 Porter vernachlässigt allerdings diesen Punkt.

17 Hauptsächlich dient das Lead-Markt Modell zur Erklärung von Innovationen im Allgemeinen. Aufgrund der Annahmen über die prinzipielle Gleichheit von Innovationen und Umweltinnovationen müsste es folglich für beide in gleichem Maße anwendbar sein.

18 Der Charakterisierung des Modells der Lead-Märkte liegen aufgrund der relativen Neuigkeit dieser Theorie hauptsächlich die Arbeiten von Marian Beise sowie Beise/Gemünden und Meyer-Krahmer zu Grunde. Beise ist meines Wissens nach derjenige, der sich bislang am ausführlichsten mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat.

19 Es bestand lange Zeit ein gleicher Wissensstand in Europa, ehe die skandinavischen Länder einen Mobilfunk-Standart entwickelten, der schließlich zum internationalen Standart wurde.

20 Die Schweiz beispielsweise nimmt eine Lead-Markt Position in den Bereichen der medizinischen Implantate und der klinischen Instrumente ein, während - wie bereits erwähnt - die skandinavischen Länder bei den Mobilfunkstandarts führend sind (vgl. Meyer-Krahmer 1997: 2).

21 So führt Schumpeter aus: „In Wirklichkeit stehen ... dem Monopolisten überlegende Methoden zur Verfügung, die der Menge der Konkurrenten entweder nicht oder nicht so rasch zur Verfügung stehen.“ (Schumpeter 1950: 165).

22 Theoretisch können sowohl der Innovator als auch der Imitator Gewinne erzielen, wobei der Innovator über den Vorteil verfügt, zu einem früheren Zeitpunkt als der Konkurrent Gewinne erwirtschaftet zu haben. Daher fällt sein Gewinn höher aus (Keßler 1992: 46).

23 Herangezogen werden hierbei Daten einiger OECD Länder, die den Zeitraum der letzten 25 Jahre umfassen.

24 Sie nennen das Beispiel der Fax-Maschine an, die durch die Durchsetzung auf dem japanischen Markt diesem zu einer Führungsrolle auf dem internationalen Markt verholfen hat.

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Details

Titel
Zur Diffusion von Umweltinnovationen unter Einbeziehung des Lead-Markt Modells
Hochschule
Freie Universität Berlin
Note
1,0
Autor
Jahr
2001
Seiten
23
Katalognummer
V106114
Dateigröße
464 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ich bin sehr an Kommentaren und Anregungen jeglicher Art interessiert. Viel Spass bei Lesen!
Schlagworte
Diffusion, Umweltinnovationen, Einbeziehung, Lead-Markt, Modells
Arbeit zitieren
Ulf-Manuel Schubert (Autor), 2001, Zur Diffusion von Umweltinnovationen unter Einbeziehung des Lead-Markt Modells, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/106114

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