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Kernenergie/Kernkraftwerke

Title: Kernenergie/Kernkraftwerke

Presentation / Essay (Pre-University) , 2002 , 9 Pages , Grade: 1

Autor:in: Paul Lindner (Author)

Physics - Nuclear Physics
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Summary Excerpt Details

Kernenergie- die scheinbar saubere Energiequelle wenn man die dunklen Rauchschwaden über Kohlekraftwerken aufsteigen sieht. Das ist sie eigentlich auch, wenn man bedenkt, dass ein Atomkraftwerk ein fast in sich geschlossener Kreislauf ist und dass man das 2,5-
millionenfache an Steinkohle aufwenden muss, um die gleiche Energieausbeute zu erreichen.
Doch ein großes Problem ist nicht nur in Deutschland die Entsorgung der ausgebrannten Brennstäbe, denn seit Beginn des Atomzeitalters gibt es ironischerweise noch kein Endlager für diese Art Müll.
Die folgen einer Katastrophe wurden am 26. April 1986 in Tschernobyl deutlich, bei dem im Kraftwerk ein Reaktor außer Kontrolle geriet und damit den bisher folgenschwersten Reaktorunfall auslöste. Grund war ein Test an den Turbogeneratoren in Block 4.Nach sowjetischen Angaben wurden 31 Menschen durch diesen Unfall getötet, die Zahl der durch die Strahlung verursachten Todesfälle ist bis heute unbekannt. Mehr als 100 000 Menschen wurden aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich evakuiert. Die Nahzone (ca. fünf Kilometer
um das Reaktorgebäude) ist bis auf unbewohnbar. Von den unmittelbar verantwortlichen Funktionären wurden 1987 sechs zu Haftstrafen in Arbeitslagern verurteilt.

In dieser Arbeit wird auf neun Seiten folgenden Fragen nachgegangen:
Kann man mit Kernenergie die Energieversorgungsprobleme lösen ? – und wenn ja, ist Kernenergie sicher und kontrollierbar genug ?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Fragestellung

3. Faktenteil

4. Positionen/Meinungen

5. Eigene Meinung

6. Beantwortung der Fragen

7. Möglichkeiten der Einflussnahme

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Kernenergie als Energiequelle, beleuchtet dabei sowohl die technischen Grundlagen und Potenziale zur Lösung von Energieversorgungsproblemen als auch die sicherheitsrelevanten und ethischen Risiken, die mit ihrer Nutzung verbunden sind.

  • Technische Grundlagen der Kernspaltung und Funktionsweise von Reaktoren
  • Gegenüberstellung von Pro- und Kontra-Argumenten zur Kernenergienutzung
  • Analyse der Sicherheitsrisiken am Beispiel der Katastrophe von Tschernobyl
  • Diskussion über Entsorgungsfragen und langfristige Umweltfolgen
  • Betrachtung der Bedeutung von Brutreaktoren und Alternativen zur Kernenergie

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Reaktortypen

Eine Vielfalt von Reaktortypen, die durch die Art des verwendeten Brennstoffs, Moderators oder Kühlmittels charakterisiert werden können, hat man im Lauf der Entwicklung dieser Technik weltweit für die Erzeugung von elektrischem Strom gebaut. In Deutschland sind Siedewasser-, Druckwasser- und Hochtemperaturreaktoren in Betrieb. Man unterscheidet sie auch nach dem Zweck: Leistungsreaktoren zur Energieerzeugung, Produktionsreaktoren zur Gewinnung von waffenfähigem Plutonium oder Uran sowie Forschungsreaktoren. Meist wird als Kernbrennstoff Uranoxid verwendet, das auf etwa 3 Prozent Uran 235 angereichert ist. Als Moderator und Kühlmittel zugleich kann dann Wasser (mit gewöhnlichem Wasserstoff) eingesetzt werden. Reaktoren dieses Typs werden als Leichtwasserreaktoren bezeichnet.

Reaktoren, die nicht angereichertes Natururan „verbrennen”, können kein gewöhnliches Wasser als Moderator verwenden. In diesem Fall würden zu viele Neutronen durch das normale Wasser absorbiert werden und so die Kettenreaktion abbrechen. In diesen Reaktortypen wird mit reinem Graphit oder so genanntem Schwerem Wasser (Deuteriumoxid) D2O – also mit dem Isotop Deuterium anstelle von Wasserstoff – moderiert. Aufgrund dessen bezeichnet man sie auch als Schwerwasserreaktoren.

Im so genannten Druckwasserreaktor (z. B. Brockdorf, Biblis, Stade) steht das Kühlwasser unter einem Überdruck von etwa 150 Atmosphären (Bar). Das Kühlwasser wird durch den Reaktorkern gepumpt und dort auf 325 °C erhitzt. Das auf diese Weise überhitzte Wasser (es kann aufgrund des Überdruckes nicht sieden) wird anschließend durch einen Dampfgenerator gepumpt, wo mit Hilfe von Wärmetauschern in einem Sekundärkreis Wasser erhitzt und in Dampf umgewandelt wird. Dieser Dampf treibt über Turbinen Generatoren an und kondensiert zu Wasser, das zurück zum Dampfgenerator gepumpt wird. Der Sekundärkreis ist vom Kühlwasser des Reaktors getrennt und daher nicht radioaktiv.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Dieses Kapitel thematisiert die Diskrepanz zwischen der vermeintlich sauberen Energiequelle Kernkraft und der ungelösten Problematik der radioaktiven Abfallentsorgung sowie den Gefahren durch Reaktorunfälle.

2. Fragestellung: Hier werden die zentralen Forschungsfragen aufgeworfen, ob Kernenergie zur Lösung der Energieversorgungsprobleme beitragen kann und inwiefern sie ein ausreichend sicheres und kontrollierbares Instrument darstellt.

3. Faktenteil: Dieser Abschnitt erläutert die physikalischen Grundlagen der Kernspaltung, die Funktionsweise verschiedener Reaktortypen und die Rolle von Brutreaktoren zur effizienteren Brennstoffnutzung.

4. Positionen/Meinungen: Eine tabellarische Gegenüberstellung, die ökologische, sicherheitstechnische und ökonomische Argumente sowohl befürwortend als auch ablehnend gegenüberstellt.

5. Eigene Meinung: Der Autor reflektiert über die Notwendigkeit der Kernenergie in der aktuellen Energiebilanz, äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der Langzeitrisiken und der Endlagerproblematik.

6. Beantwortung der Fragen: Dieses Kapitel zieht ein Fazit zu den eingangs formulierten Fragestellungen und bewertet die Kontrollierbarkeit der Technologie kritisch.

7. Möglichkeiten der Einflussnahme: Hier werden konkrete Handlungsoptionen für den Einzelnen aufgezeigt, um gesellschaftliche Veränderungen in der Energiepolitik aktiv mitzugestalten.

Schlüsselwörter

Kernenergie, Kernspaltung, Atomkraftwerk, Reaktortypen, Tschernobyl, Radioaktivität, Brennstäbe, Endlager, Moderator, Leichtwasserreaktor, Druckwasserreaktor, Kettenreaktion, Energiewende, Strahlenbelastung, Plutonium.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über die Kernenergie, beleuchtet deren Funktionsweise sowie die kontroverse Debatte zwischen Nutzen und existentiellen Risiken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die physikalische Energieerzeugung, die Sicherheitstechnik von Reaktoren, die ökologischen Auswirkungen sowie die wirtschaftliche Bedeutung im Kontext der Stromerzeugung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob Kernenergie eine tragfähige Lösung für Energieversorgungsprobleme darstellt und inwieweit sie unter Sicherheitsaspekten vertretbar bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse sowie eine komparative Methode, um technische Fakten und Argumentationslinien (Pro/Kontra) systematisch gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen (Kernspaltung, Reaktortypen), eine kritische Analyse der Sicherheitsrisiken anhand historischer Beispiele und eine abwägende Diskussion der Argumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernenergie, Kernspaltung, Sicherheit, Radioaktivität, Reaktortypen, Tschernobyl, Endlagerung und Energiepolitik.

Wie unterscheidet sich die Stabilität von Leichtwasserreaktoren von russischen Reaktortypen?

Leichtwasserreaktoren gelten als selbststabilisierend, da eine Erhitzung des Kühlwassers zu Blasenbildung führt, was die Leistung drosselt; russische Graphit-Reaktoren sind hingegen instabiler und erfordern komplexere Sicherheitsmaßnahmen.

Welche Rolle spielen Brutreaktoren bei der langfristigen Uranversorgung?

Brutreaktoren sind in der Lage, mehr spaltbares Material zu erzeugen, als sie verbrauchen, wodurch das Potenzial natürlicher Uranvorräte deutlich effizienter genutzt werden kann.

Warum ist das Thema der radioaktiven Entsorgung so kritisch?

Aufgrund der extrem langen Halbwertszeiten der radioaktiven Abfallprodukte stellt die sichere Verwahrung für Jahrtausende eine bisher nicht vollständig gelöste Herausforderung dar.

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Details

Title
Kernenergie/Kernkraftwerke
Grade
1
Author
Paul Lindner (Author)
Publication Year
2002
Pages
9
Catalog Number
V106127
ISBN (eBook)
9783640044061
Language
German
Tags
Kernkraft+Kernkraftwerke+Kernenergie+Atomkraftwerke Thema Kernkraft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul Lindner (Author), 2002, Kernenergie/Kernkraftwerke, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/106127
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