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Blühensdrang - Das Ich und der nahende Tod. Analyse des Gedichts 'O Nacht' von Gottfried Benn

Title: Blühensdrang - Das Ich und der nahende Tod. Analyse des Gedichts 'O Nacht' von Gottfried Benn

Term Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 2

Autor:in: Andreas Cirikovic (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Ich werde mich in folgender Arbeit mit dem 1936 erstmals erschienenen Gedicht ,,O Nacht :-"1 von Gottfried Benn2 beschäftigen. Nachdem ich vor Wochen zum ersten Male etwas von Benn las (,,Nachtcafe"3), ließ mir sein Schreibstil, sein Ideenreichtum, seine Schreibgewandtheit keine Ruhe mehr. Wie schafft er es, solche tiefgründigen Charaktere zu Papier zu bringen? Beim erstmaligen Lesen all seiner Werke stellt sich sofort das Gefühl ein, sich in die sprechenden/denkenden Figuren mit Leichtigkeit hineinversetzen zu können - sei es der Sänger in ,,Der Sänger"4, sei es das Ich in dem Gedicht ,,O Geist"5. Doch was ist die Ursache für diese leichtfallende Identifikation, für die absolute Glaubwürdigkeit der ungewöhnlichen Figuren? Da ich selber schreibe, liegt mir viel daran herauszufinden, mittels welcher sprachlicher Figuren, mittels welcher Möglichkeiten des Reimschemas, Benn das Gefühlsleben des Ichs in diesem zu analysierenden Gedicht beleuchtet. Dies ist das Ziel folgender Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufbau des Textes (Textelemente)

3. Wer spricht hier mit der Nacht?

4. Aussageinstanz(en)

5. Vers- und Satzstruktur

5.1. Syntaktische Analyse

5.2. Syntaktische Figuren

6. Metrum, Reimschema und Kadenzen

7. Rhetorische Figuren

7.1. Klangfiguren

7.2.1 Wiederholungsfiguren

7.2.2 Das Ichgefühl des Ichs

7.2. Substitutionsfiguren (Tropen)

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die sprachlichen Gestaltungsmittel und Strukturen des Gedichts „O Nacht :-“ von Gottfried Benn zu analysieren, um das darin dargestellte Gefühlsleben des lyrischen Ichs im Kontext des nahenden Todes zu beleuchten.

  • Untersuchung des formalen Aufbaus und der Versstruktur des Gedichts.
  • Analyse der Sprechinstanz und der Perspektive des lyrischen Ichs.
  • Untersuchung der syntaktischen Gestaltung sowie von Metrum und Reimschema.
  • Identifikation und Interpretation rhetorischer Figuren und deren Wirkung.
  • Deutung der symbolischen Ebene in Bezug auf Drogenrausch, Vergänglichkeit und Tod.

Auszug aus dem Buch

7.4. Substitutionsfiguren (Tropen)

Das Gedicht bedient sich etlicher Substitutionsfiguren – teils um den Leser vollends in die absurde Gedankenwelt eines Drogennehmenden einzugliedern, teils um ihm die Ursachen der Depressionen des Ichs vor Augen zu führen. Vielleicht wird diese Methode deutlich, wenn ich einige Beispiele heranziehe:

Die Metonymie dient in der traditionellen Rhetorik der Vermeidung wörtlicher Wiederholungen, man ersetzt ein Wort durch ein anderes, wobei eine Nähe zwischen eben diesen beiden bestehen sollte. Erkennt man diese Metonymien in „O Nacht :-“, fällt einem die starke Akzentuierung des Wunsches nach Leben auf. Das lyrische Ich spricht davon „zurück zu Kelch und Krone“ zu wollen, die Nacht soll es „heimgebären“. Der Begriff „Gewerde“ taucht im neunzehnten Vers auf, ganz auffällig ist jedoch vor allem die zweimalige Erwähnung des „Blühens“ (Vers 5, Vers 20). Erkennt man, dass diese Worte alle eine Wortverwandtschaft bilden, merkt man auch, dass sich der Lebenswunsch des Ichs („im Überschwange vorm Vergängnis blühn“) wie ein roter Faden durch das Werk zieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation des Autors zur Analyse sowie der Zielsetzung der Arbeit.

2. Aufbau des Textes (Textelemente): Beschreibung der formalen Struktur des Gedichts, insbesondere der Aufteilung in Abschnitte und der parallelen Zeilen- und Wortzahl.

3. Wer spricht hier mit der Nacht?: Erörterung der Problematik des lyrischen Ichs und dessen Abgrenzung vom realen Autor Gottfried Benn.

4. Aussageinstanz(en): Bestimmung der Erzählsituation des Gedichts als extradiegetisch-homodiegetischer Monolog.

5. Vers- und Satzstruktur: Analyse der Spannung zwischen Zeilen- und Satzstruktur sowie Verwendung syntaktischer Figuren wie Enjambements, Ellipsen und Parallelismen.

6. Metrum, Reimschema und Kadenzen: Untersuchung des jambischen Versmaßes, des komplexen Reimschemas und der Kadenzen als Ausdruck der Gefangenheit des Ichs.

7. Rhetorische Figuren: Analyse von Klangfiguren, Wiederholungsfiguren und Substitutionsfiguren (Metonymien, Personifikationen) zur Unterstützung der inhaltlichen Aussage.

Schlüsselwörter

Gottfried Benn, O Nacht, Gedichtanalyse, Lyrisches Ich, Metrum, Reimschema, Rhetorische Figuren, Enjambement, Metonymie, Todesgedanken, Rausch, Vergänglichkeit, Syntax, Sprachanalyse, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer detaillierten literaturwissenschaftlichen Analyse des Gedichts „O Nacht :-“ des deutschen Dichters Gottfried Benn aus dem Jahr 1936.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die formale Struktur, die metrische und syntaktische Gestaltung sowie der gezielte Einsatz rhetorischer Figuren zur Darstellung eines inneren Zustands.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel besteht darin, herauszufinden, mit welchen sprachlichen Mitteln und formalen Möglichkeiten Benn das Gefühlsleben des lyrischen Ichs und seine Auseinandersetzung mit dem nahenden Tod beleuchtet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systematische Gedichtanalyse angewandt, die Aspekte der Struktur-, Stil-, Metrik- und Rhetorikforschung kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Aufbau, Sprechinstanz, Vers- und Satzbau, Metrik, Reimstruktur sowie eine eingehende Betrachtung der rhetorischen und substitutiven Stilmittel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Gottfried Benn, Lyrisches Ich, Metrum, Reimschema, Rhetorische Figuren, Todesgedanken, Rausch und Vergänglichkeit.

Wie interpretiert der Autor das lyrische Ich im Gedicht?

Der Autor lehnt eine Identifizierung mit dem realen Autor ab und betrachtet das lyrische Ich als eine „Leerdeixis“, die den Zustand eines Drogennehmenden widerspiegelt, der sich mit dem Ende seines Lebens auseinandersetzt.

Welche Bedeutung kommt der „Nacht“ in der Analyse zu?

Die Nacht wird als eine Personifizierung des nahenden Todes gedeutet, wobei alle damit verwandten Begriffe im Text als Todesmetaphorik interpretiert werden.

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Details

Title
Blühensdrang - Das Ich und der nahende Tod. Analyse des Gedichts 'O Nacht' von Gottfried Benn
College
University of Frankfurt (Main)  (NDL)
Course
Proseminar NDL
Grade
2
Author
Andreas Cirikovic (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V10626
ISBN (eBook)
9783638169974
Language
German
Tags
Gottfried Benn Nacht Lyrik Gedicht Gedichtanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Cirikovic (Author), 2003, Blühensdrang - Das Ich und der nahende Tod. Analyse des Gedichts 'O Nacht' von Gottfried Benn, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10626
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