Prinz Genji - der japanische Don Juan (?)


Wissenschaftlicher Aufsatz, 1995
14 Seiten, Note: 2-

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1. Biographie der Genji-Autorin Murasaki Shikibu

Das Geburtsjahr der Genji-VerfasserinMurasaki Shikibu steht nicht mit Sicherheit fest, vielleicht ist es kurz vor der Jahrtausendwende 978. Schon als Mädchen fiel sie durch besondere Klugheit auf, und ihr Vater soll, wie sie in ihrem Tagebuch schreibt, es einmal bedauert haben, daß sie kein Junge war. Sie las nicht nur gern japanische Literatur, sondern interessierte sich, was eine Frau damals selten tat, auch für die chinesische; sie kannte sich sogar gut in buddhistischen Schriften aus, und sie soll mit besonderem Geschick musiziert haben. Im Jahre 996 begleitete sie ihren Vater in die Provinz Echizen, wo er sein Amt als Präfekt antrat. Nach ihrer Rückkehr, im Jahre 997 oder 999, heiratete sie den zwanzig Jahre älteren Nobutaka und gebar ihm eine Tochter. Ihr Mann starb aber bereits im Jahre 1001. Möglicherweise griff sie, um sich in ihrer plötzlichen Vereinsamung zu trösten, zum Schreibpinsel. Als sie, vermutlich im Jahre 1007, von der neunzehnjährigen Kaiserin Akiko als Hofdame aufgenommen wurde, waren Teile des Genji-Romans wohl schon fertig und kursierten am Hof. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Kaiserin sie deswegen als ihre Hofdame wählte, weil sie Murasakis große literarische Begabung bewunderte. Wegen ihrer außerordentlichen Belesenheit war Murasaki am Hof sehr geschätzt, auch der Kaiser Ichijo war ihr zugetan; doch sie wurde auch sehr beneidet, gegen ihren Willen in manche Intrige verstrickt, und sie scheint sich, wie aus Andeutungen in ihrem Tagebuch hervorgeht, im Palast nicht sehr wohlgefühlt zu haben. Ihr Tagebuch endet mit dem Jahr 1010; ab 1013 fehlt jede Spur von ihr, sie starb womöglich schon im darauffolgenden Jahr, war aber wohl bis zu ihrem Tod im Dienst der seit 1011 verwitweten Kaiserin.

2.1 Der Stellenwert des Genji monogatari in der Weltliteratur

Als sich nach jahrhundertelangem Einfluß durch die ältere und überlegene Kultur Chinas allmählich eine eigenständige japanische Geisteshaltung zu entwickeln begann, schrieb Murasaki Shikibu um die Jahrtausendwende den Roman vom Prinzen Genji und gestaltete in ihm Ideal und Wirklichkeit ihrer Zeit. In diesem Werk haben sich die Japaner aller Epochen wiedererkannt. Es gilt bis heute als Japans hervorragendster Beitrag zur Weltliteratur. Der zugleich erste psychologische Roman in der Literaturgeschichte ist überdies einer der längsten. Arthur Waleys Übersetzung, die nicht länger ist als das Original, umfaßt etwa 63000 Wörter. Murasakis Roman ist also doppelt so lang wie der Don Quixote, Krieg und Frieden oder Die Brüder Karamasow, hat aber nur ein Drittel der Länge von A la recherche du temps perdu.

2.2 Genji monogatari: Liebes- und Gesellschaftsroman

Der Genji monogatari ist der erste große Liebensroman Japans und zugleich der große Gesellschaftsroman, in dem sich das hochzivilisierte Leben des Kaiserhofs im 10. Jahrhundert so reich und bunt entfaltet wie auf einer japanischen Bilderrolle. Zwar ist Murasaki Shikibus Roman frei erfunden, aber die meisten Gestalten sind so lebensauthentisch dargestellt, daß man annehmen könnte, die Verfasserin habe zahlreiche Erfahrungen und Beobachtungen aus der Zeit, als sie am Kaiserhof weilte, in ihre Erzählung und Schilderungen einfließen lassen. Die Handlung zieht sich über mehr als drei Viertel eines Jahrhunderts hin und umfaßt vier Generationen. Es treten, nicht gezählt die Boten, Bediensteten und namenlosen Arbeiter, etwa 430 Charaktere auf. Die meiseten von ihnen sind miteinander verwandt, und die frühen Kommentatoren leisteten jahrelange Sisyphusarbeit bei der Erstellung genealogischer Tafeln, in denen fast jede Figur des Romans aufgeführt war. Diese Tradition ist von modernen Gelehrten fortgeführt worden: Ikedas Enzyklopädie der Geschichte vom Prinzen Genji beinhaltet über siebzig kleingedruckte Seiten mit Genealogien. Murasaki gehörte einer rigiden Klassengesellschaft an, in der familiäre Bindungen das Wichtigste waren, und während der Arbeit am Roman muß sie eigene Tabellen verwendet haben, um die Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb der riesigen Schar ihrer Darsteller überblicken zu können, denn bezüglich der verwandtschaftlichen Beziehungen selbst der unbedeutendsten Charaktere irrt sie kein einziges Mal.

3.1 Das erste Buch: Die Liebensabenteuer des Prinzen Genji

Das große Werk zerfällt in zwei Teile: der erste, 44 Kapitel umfassend, handelt vom Leben und den taten des Prinzen Genji, von seiner Geburt bis zu seinem Tod. Bei seinen Taten handelt es sich überwiegend um Liebesabenteuer; wenngleich er sich dabei als japanischer Don Juan präsentiert, wobei er geringes sittliches Empfinden an den Tag legt, ist er im Gegensatz zu seinem späteren europäischen Pendant mitunter von großer Rücksichtnahme und Herzlichkeit und vergißt seinen zahlreichen Freundinnen und Geliebten nicht die Beglückungen, die ihm durch diese zuteil geworden sind. Er erfährt indessen auch eine innere Entwicklung; die mittlere Epoche seines Lebens ist von Versuchen durchzogen, sich für das nach dem Tod zu erwartende vorzubereiten, ein ausgesprochener Kontrapunkt gegenüber der Geisteshaltung des Molina'schen Ur-Dom Juan.

3.2 Das zweite Buch: Das Leben Kaorus, Sohn des Prinzen Genji

Der zweite Teil des Romans, der lediglich an dieser Stelle aufgrund seiner wenig ergiebigen Don Juan-Relevanz Erwähnung finden soll, umfaßt die Kapitel 45 - 54 und erzählt in der Hauptsache die Schicksale des Prinzen Kaoru, des angeblichen Sohnes von Genji. Er spielt in Uji bei Kyoto und wird daher mit dem Sondertitel «Die zehn Kapitel von Uji» bezeichnet. Prinz Kaoru und Prinz Niou sind die Spieler und Gegenspieler. Je glücklicher Genji in seinen Liebesabenteuern gewesen ist, da keine Frau seinen Werbungen widerstehen konnte, um so zahlreicher sind die Enttäuschungen Kaorus, weil stets sein Rivale Niou zwischen ihn und seine Geliebte tritt.

4.1 Die zentrale Thematik des Genji monogatari: Die Vergänglichkeit

Die Geschichte vom Prinzen Genji gestaltet sich um einige zentrale Ideen bzw. Themen, z.B. die historische Thematik der Fujiwara-Zeit und die menschliche Thematik der Vergänglichkeit, die sich miteinander zu einer künstlerischen Einheit verbinden. Dies ist einer der Aspekte, die erlauben, Murasakis Werk als Roman zu beschreiben, eine Bezeichnung, die auf keinen seiner uns überlieferten Vorläufer zutrifft. Unüberhörbar durchtönt die kunstvolle Darstellung der spätzeitlichen, nur dem Schönen, der Musik, der Dichtung und der Liebe hingegebene Hofgesellschaft die Idee der Vergänglichkeit alles Irdischen. Geschildert wird eine Endzeit, und Murasaki wundert sich immer wieder, daß eine so zaubervolle Persönlichkeit wie die Genkis in einer so wertlosen Zeit auf Erden erschienen sei.

4.2 Das Stilmittel der Vorwegnahme

Ein Mittel, das Murasaki besonders gekonnt anwendet, besteht in der Erzeugung von Spannung durch Vorwegnahme. Häufig deutet sie die Existenz einer Figur an, lange bevor diese Person in die Handlung des Romans eintritt, oder sie skizziert eine Folge von Ereignissen, die erst viele Jahre später geschehen werden. Eines der Anfangskapitel z.B. zeigt Genji und seine jugendlichen Freunde, wie sie auf einem Hügel stehen und die Schönheit einer in der Ferne liegenden Landschaft diskutieren: «Wie schön», rief Genji. «... Wie könnte jemand, der an einem solchen Ort lebt, auch nur für einen Augenblick unglücklich sein!» Hier deutet Murasaki nicht ohne Ironie die Ereignisse an, die acht Jahre (und sieben Kapitel) später eintreten werden. Die Landschaft nämlich, die Genji so verliebt betrachtet, wird der Schauplatz seiner traurigen Verbannung aus der Hauptstadt werden. Sein Freund erzählt ihm nun die Geschichte des seltsamen alten Laienpriesters von Akashi und dessen hübscher kleiner Tochter. Dies weckt sowohl die Neugier des jungen Prinzen als auch die des Lesers und bereitet den Weg für Genjis Liebesabenteuer mit der Dame Akashi nebst all den Verwirklichungen, die dies später nach sich zieht.

4.2.1 Vorwegnahme als strukturierendes Element

Die weitaus berühmteste Vorwegnahme in der Geschichte vom Prinzen Genji findet sich im zweiten Kapitel. Genji und seine jugendlichen Freunde treffen sich in einer regnerischen Nacht, diskutieren über die verschiedenen Arten von Frauen, die sie gekannt haben, und vergleichen ihre Vorzüge miteinander. Diese Episode, mit ihren detaillierten Bemerkungen über verschiedene Frauentypen, die später im Roman auftreten, ist häufig als Schlüssel zum Aufbau des ganzen Werkes gewertet worden, nicht unaähnlich dem Beginn einer Symphonie, in dem der Komponist bereits die Themen, die er später entwickelt, angelegt hat.

4.3 Wiederholung als Variation

Die bewußte Wiederholung von Szenen, Schauplätzen und Beziehungen zwischen Charakteren ist ein weiteres Merkmal in Murasakis Stil, das zur Straffung der Erzählstruktur dient. Die Geschichte vom Prinzen Genji enthält gewisse Handlungsmuster, die mit Variationen an weit voneinander entfernten Punkten des Romans auftreten. Auch dies erinnert an A la recherche du temps perdu mit seinen subtilen immanenten «Rhythmen».

4.3.1 Wiederholung von Handlung als Spiegel von Persönlichkeits- entwicklung

Beispielhaft für Murasakis Technik, die Protagonisten immer wieder mit bereits ähnlich erlebten Situationen zu konfrontieren, d.h. für ihre Methode, mit der Zeit umzugehen, sind die beiden ehebrecherischen Liebesaffären des Romans, Genjis Abenteuer mit Fujitsubo und das seiner Frau Onna San-no-miya mit Kashiwagi. Fujitsubo leidet darunter und wird Nonne, Genji fühlt sich dagegen weder schuldig noch verantwortlich. Andererseits verwirrt es ihn ebensowenig, daß Fujitsubos Kind Kaiser wird und er selbst, als Vater des Kaisers, den Status eines ehemaligen Kaisers erlangt und ein prachtvolles Leben führt. Es kommt ihm daher auch nicht in den Sinn, daß der Ehebruch seiner Frau eine Folge seines eigenen früheren Verhaltens sein könnte. Die Wiederholung ähnlicher Ereignisse steht nicht etwa unter dem Vorzeichen eines buddhistisch begründeten Kausalzusammenhangs, sondern macht dem Leser die Veränderung der Rolle Genjis in verschiedenen Situationen und dadurch die Vergänglichkeit von Zeit bewußt.

4.4. Projektion von Vergangenem auf Gegenwärtiges

Murasaki Shikibus zweite Methode, den Fluß der Zeit zu verdeutlichen, liegt im Sichtbarmachen der Vergangenheit in der Gegenwart. Frühere Eindrücke der Figuren werden von gegenwärtigen wiederbelebt und bilden zusammen mit diesen wieder neue. Der Kaiser Kiritsubo z.B. liebt Fujitsubo, weil sie ihn an seine verstorbene Frau, die Dame Kiritsubo, erinnert. Genji ist von Murasaki fasziniert, weil sie in ihm Erinnerungen an Fujitsubo hervorruft. Er fühlt sich zu Tamakazuna hingezogen, weil sie ein lebendes Abbild ihrer jung verstorbenen Mutter ist. Kaoru liebte Uji no Ooigimi, und als er nach ihrem Tod ihre Halbschwester Ukifune trifft, verliebt er sich in sie. Diese Männer sehen in einer Frau, was sie an einer anderen geliebt haben, und die vergangene Liebe wirft ihre Schatten auf die beginnende. Indem die Autorin auf diese Weise Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in der Intensität eines einzigen Gefühls verschmelzen läßt, macht sie überzeugend das Vergehen von Zeit und das Empfinden von Zeitlosigkeit erfahrbar. Um das Phänomen Zeit so klar zu veranschaulichen, mußte in der Tat ein sehr langer Roman geschrieben werden.

4.5 Der Traum als tragendes Motiv

Die Verwendung «tragender Motive» dient ebenfalls dazu, zeitlich weit auseinanderliegende Teile des Romans zu verknüpfen. So zieht sich beispielsweise das Traummotiv in allen möglichen Variationen durch den Roman und unterstreicht so eines der zentralen Themen - die verschwommene, unwirkliche Seite der Welt um uns und die Vorstellung vom Leben als einer «Traumbrücke» (so lautet auch die Überschrift des letzten Kapitels), die man auf dem Weg von einem Existenzstadium ins nächste überquert.

5. Kurze Inhaltsangabe des Romans

Der Hauptteil des Romans (die ersten 40 Kapitel) beschäftigt sich mit der Karriere und den Abenteurn des «Leuchtenden Prinzen» Hikaru Genji. Der Text beginnt mit einer Liebesgeschichte zwischen Genji und seiner Stiefmutter, der Dame Fujitsubo (im Kapitel «Wakarumasaki»), und endet mit dem Ehebruch, den seine Frau Onna Sanno-miya mit Kashigawa - Sohn seines besten Freundes Too no Chuujoo - begeht («Wakana»), und dem Tod von Genjis anderer Frau Murasaki («Minori»). Dazwischen liegen Genjis Aufstieg am Hof, sein Exil («Suma», «Akashi») und seine Rückkehr. Die lange Serie seiner Abenteuer mit unterschiedlichen Frauen wird in Form selbständiger Erzählungen beschrieben, die im Gesamtzusammenhang des Romans wie eingefügte Kurzgeschichten wirken. Die letzten 13 Kapitel erzählen von denen, die nach Genjis plötzlichem Tod, der jedoch nicht beschrieben wird, weiterleben. Im Mittelpunkt steht jetzt das Dreiecksverhältnis zwischen Kaoru - dem unehelichen Sohn von Genjis Frau und Kashigawa -, Prinz Niou - dem Enkel Genjis - und der schönen Ukifune. Dies alles wird fast zu einem zweiten Roman.

6. Die ästhetische Idealisierung des Helden

Im Genji monogatari gibt es keine übernatürlichen Elemente; zwar werden magische buddhistische Zeremonien beschrieben, dies aber nur, weil sie Teil des täglichen Lebens der Heian- Hofgesellschaft waren. Ihrer Natur nach unterscheiden sich die magischen Elemente des Genji monogatari grundsätzlich von den wundersamen Ereignissen, die von der Musik der Koto im Utsuho monogatari, einer anderen monumentalen Erzählung Japans, ausgehen. Hinsichtlich der Beschreibung des aristokratischen Alltags steht das Genji monogatari dem Ochikubo monogatari wesentlich näher. Die Gestalt des Priinzen Genji ist natürlich idealisiert; doch sehr zum Unterschied vom Helden des Utsuho monogatari, der eher einem Gott ähnelt, wird Genji wie ein Mensch beschrieben. Seine Idealisierung hat nichts mit der geistigen Welt des Ochibuko monogatari zu tun, dessen Held und Heldin verherrlicht werden, weil sie das konfuzianische Ideal verkörpern. Genji hingegen wird ästhetisch und gefühlsmäßig idealisiert: Er sieht gut aus, ist künstlerisch begabt und hat bemerkenswerte Qualitäten als Liebhaber. Moralisch gesehen macht er sich hin und wieder durchaus schuldig gemacht - etwa durch seine Affäre mit der Kaiserin -, leidet dann aber auch selbst daraunter, ein Charakterzug, der dem Don Juan offensichtlich nicht zu eigen ist.

7. Buddhismus versus Konfuzianismus

Den philosophischen Hintergrund des Genji monogatari bildet der Buddhismus. Natürlich kann man auch Spuren konfuzianischer Moralvorstellungen finden, sie sind aber keinesfalls so wichtig wie im Ochikubo monogatari oder im Utsuho monogatari. Zwei Aspekte des Buddhismus lassen sich erkennen: das Vertrauen auf die Wirkung magischer Rituale in dieser Welt und die Sehnsucht nach Erlösung in der nächsten. Ersteres hat seinen Ursprung in institutionalisierten Gebräuchen früherer höfischer Gesellschaften, das zweite geht auf den Einfluß des Joodo-Buddhismus, wie er im Ojooyooshuu dargestellt wird, zurück.

7.1 Die Dominanz des «weltlichen» Buddhismus

Typisch für den weltlichen Buddhismus sind die wieder und wieder angestimmten Gebete und Gesänge für Genesung, leichte Geburt und zur Austreibung des Teufels. Bei solchen Zeremonien waren unzählige Mönche beschäftigt, und die Prachtentfaltung bei den Beschwörungsritualen konnte den Anschein erwecken, als seien sie der eigentliche Sinn dieser Veranstaltungen.

7.2 Durch Schicksalsinterpretation determiniertes Handeln

Andererseits kommen Passagen vor, die auf den Glauben der Autorin an den jenseitigen Aspekt des Buddhismus schließen lassen. Zum Beispiel benutzt sie häufig das Wort «sukuse», wenn es darum geht, das unerbittliche Schicksal einer Person darzustellen. Es ist ein Begriff, der impliziert, daß Taten eines vergangenen Lebens ebenso Einfluß auf das jetzige Leben haben, wie sich Handlungen dieses Lebens auf zukünftige Existenzen auswirken. Auf diesem Prinzip beruht die Sehnsucht des Joodo-Buddhismus nach dem Jenseits. Nonne zu werden ist nicht Konvention, sondern Vorbereitung auf das nächste Leben und gehörte für Murasaki Shikibu offensichtlich zu den wichtigsten Aspekten einer weiblichen Persönlichkeit, da ihre Protagonistin, Murasaki, diesen Wunsch ausspricht.

7.3 Altruismus als buddhistische Idealvorstellung

In der Beschreibung des Oberpriesters von Yogawa, die angeblich dem Bild Genshins nachempfunden ist, spiegelt sich die ideale Vorstellung der Verfasserin vom Buddhismus wider. Dieser Mönch rettet Ukifune gegen den Widerstand seiner Schüler vor dem Selbstmord und bewegt sie dazu, Nonne zu werden. Als seine Schüler sich darüber mokieren, daß er wegen einer Frau den Berg verläßt und seinen Ruf gefährdet, antwortet der Mönch: «Mittlerweile bin ich über sechzig, und es ist mir wirklich gleichgültig, was die Leute reden.» (Kapitel «Tenarai») Ukifune, die zwei Männern in Liebe verfallen ist und deshalb Selbstmord begehen will, hat gute Gründe, das Jenseits herbeizusehen; der Mönch aber kann sie allein durch die Kraft, die ihm sein Glaube verleiht, dazu bewegen, Nonne zu werden.

7.4 Die Unentschlossenheit Genjis zwischen diesseitiger und jenseitiger Religionsphilosophie

Prinz Genji selbst ist von diesen beiden «Angeboten» des Buddhismus hin und hergerissen. Nach dem Tod seiner geliebten Frau Murasaki sehnt er sich zutiefst nach dem jenseitigen Leben. Hierbei handelt es sich nicht nur um einen konventionellen Ausdruck von Trauer, vielmehr beschäftigt sich Genji ernsthaft mit jener Welt. Doch seine Betroffenheit ist nicht stark genug, um ihn gänzlich von seinen diesseitigen Interessen abzubringen. Sein Wunsch, einem Orden beizutreten, wird von der Frage begleitet, was wohl die Leute sagen werden. Das Verhalten Genjis entspricht an dieser Stelle ganz eindeutig den Ansichten Murasaki Shikibus, denen sie im Murasaki Shikibu nikki Ausdruck verliehen hat. Sie identifiziert sich nicht mit dem Oberpriester von Yogawa, sondern mit Genji.

7.5 Autochthoner Buddhismus

Der Buddhismus des Genji monogatari ist wesentlicher Bestandteil des ganzen Romans. Während die detaillierte Beschreibung jeder Kleinigkeit des täglichen Lebens als Ausdruck des profanen Charakters der autochthonen Weltsicht gelten kann, wird man die in dem so langen Roman durchgängig eingehaltene Struktur auf die Disziplin buddhistischer Kontemplation zurückführen müssen. In diesem Sinne darf man das Genji monogatari als ein Werk bezeichnen, dessen Fundament ein von einheimischen Bräuchen geprägter Buddhismus ist.

8. Das Bewußtsein um die Einmaligkeit und Endlichkeit menschlichen Daseins

Den tiefsten Eindruck hinterlassen allerdings weder die im Genji mongatari verlebendigte buddhistische Philosophie noch die am Beispiel des «Sukuse» vorgeführte buddhistische Schicksalsinterpretation, noch die idealisierten Portraits der schönen Männer und Frauen, die das Buch bevölkern. Die Essenz des Romans liegt auch nicht in den prägnant beschriebenen psychologischen Beziehungen zwischen Männern und Frauen. Die Besonderheit des Romans ist vielmehr in der ungewöhnlichen Präsenz des Zeitflusses manifestiert, einem Bewußtsein der Vergänglichkeit von Zeit, das alle Handlungen und Gefühle der Menschen relativiert und zugleich intensiviert. Das Genji mongatari beschreibt die gefühlsmäßige Verfassung von Menschen, die sich der Einmaligkeit ihrer irdischen Existenz bewußt sind. «Das Leben ist kurz, aber mach das Beste daraus, auch wenn dir nur noch ein, zwei Tage bleiben», heißt es im Kapitel «Tenarai». Ausgedrückt werden soll hier die Endlichkeit des Menschen und die Ewigkeit, «in ein, zwei tage eingefangen», dessen sich Molinas Don Juan ebenfalls bewußt ist, ja, es sogar provoziert.

9. Die realitätsintensivierende, zeithistorische Kontinuität des Romans

Mit Ausnahme der letzten 13 Kapitel kann das Genji monogatari als Biographie seines Helden gelesen werden. Den roten Faden des Romans bildet Genjis Leben: Geburt, Erziehung, seine Liebesabenteuer, das Exil, sein Aufstieg und, im Alter, seine Sehnsucht nach einem Leben nach dem Tod. Die herausragende Qualität des literarischen Stils verleiht der Erzählung Authentizität und sorgt, trotz einiger selbständiger Anekdoten und Geschichten, für Kontinuität. Es liegt aber nicht an diesen beiden Faktoren, daß die Realität der Zeit so eindringlich erfaßbar wird.

10. Die zeithistorische Hintergrundhandlung des Romans

Im Verlauf des Genji monogatari verändern sich die natürliche und gesellschaftliche Umgebung ebenso wie die verschiedenen Charaktere, nicht nur Genji. Seit dem «Kokinshuu» wurde die Empfindsamkeit gegenüber dem Wechsel der vier Jahreszeiten gepflegt, und sie spielt auch hier - in meist etwas trivialen Geschehnisse - eine Rolle. So beginnt Genjis Exil in Suma am Ende des dritten Monats, «als die Tage lang sind». Kaum hat er sich dort ein wenig eingelebt, beginnt die Regenzeit, und er fängt an, sich nach den Frauen in der Hauptstadt zu sehnen. Seine zahllosen Erinnerungen an Frauen stehen in bemerkenswertem Einklang mit dem unaufhörlichen Regen, eine Parallele zur Bedeutung der Nacht bei Don Juan. Den gesellschaftlichen Hintergrund dazu bildet der Hof, an dem Veränderungen durch den Wechsel der Kaiser betsimmt werden. Der Roman umfaßt die Herrschaftszeit von vier Kaisern und drei Regenten; einer von ihnen ruft Genji von Akashi zurück in die Hauptstadt. Sozusagen über Nacht hat sich die Position Genjis und seiner Familie bei Hofe vollständig verändert.

11. Persönlichkeitsentwicklung der Protagonisten anhand zeitlich bedingter Handlungsvariationen

Viele andere Charaktere des Romans, Männer wie Frauen, erfüllen ihr Schicksal bis zur Reife und entwickeln dabei ihre Persönlichkeit. Als Kind wird die schöne Murasaki in Genjis Obhut gegeben; sobald sie erwachsen ist, heiratet sie ihn, erkrankt und wird bis zu ihrem Tod von Genji gepflegt. Weiterhin ist da die Liebe Fujitsubos, die nicht einmal endet, nachdem sie Nonne geworden ist. Dann gibt es den Knaben Kaoru, der erst nach Genjis Tod aufwächst und in den letzten 13 Kapiteln die Hauptrolle spielt. Bei all diesen Beispielen fällt auf, wie außerordentlich lang die Zeitabschnitte sind, die die Autorin ständig zu vergegenwärtigen sucht. Zeit wird aber nicht nur durch Veränderungen in der Kontinuität der Welt verdeutlicht, sondern auch an Personen, die nach langen Jahren in eine ähnliche Situation wie früher geraten und sich darin anders verhalten.

12. Der kontrastive Aspekt zwischen dem Prinzen Genji Kyotos und dem Don Juan Sevillas

12.1 Der shintoistisch geprägte Buddhismus des Prinzen Genji versus den orthodoxen Katholizismus des mittelalterlichen Spaniens

Und gibt es nicht, trotz einiger signifikanter Unterschiede, ebenso augenfällige Parallelen zwischen Genji, dem Helden Muasakis, und Don Juan, dem (Anti- )Helden Tirso de Molinas? Nur eine solch edle und kultivierte Gesellschaft wie die des Kyoto des 10. Jahrhunderts hat einen dergestalt romantischen Charakter wie den des Prinzen Genji hervorbringen können. Eine der Besonderheiten dieser Gesellschaft, in deren Zeit Genjis psychologisches Portrait gezeichnet wird, ist die untergeordnete Position der Frau. Die Rolle der Frau beschränkt sich auf das ausschließlich Widerspiegeln der glamourösen Prinzengestalt und den Gehorsam, dessen Wünschen zu willen zu sein. Hier setzt der komparatistische Aspekt zwischen Genji, dem japanischen Don Juan, und dem westlichen Don Juan des Mittelalters an. Don Juan, der unter der Sonne Spaniens geboren wurde, ist ebenfalls von nobler Geburt, wohlhabend, mutig, stolz und charmant im Umgang mit dem weiblichen Geschlecht, solange es dem Erfolg seiner Zielsetzung zuträglich ist. Gleichzeitig erweist er sich als verantwortungslos, egoistisch, untreu und ständig auf der Suche nach neuen Abenteuern. Der japanische Typ des Don Juan ist personifiziert in der Gestalt eines Prinzen, des Sohns des Gottkaisers (und einer seiner Konkubinen), und steht somit an der Spitze der japanischen Gesellschaft. Dieser Umstand sorgt für die Leitidee der Heldenverehrung: Murasaki idealisiert Genji, indem sie ihn mit allen Attributen von Macht, Verführungskunst, Ansehen und Schönheit ausstattet. Vor allem bei den Frauen ist er erfolgreich, wobei er keines seiner Abenteuer bereut, da er keines als Sünde begreift; jegliches Schuldgefühl geht ihm ab. Genji befindet sich zu keiner Zeit in Gefahr von Verdammnis, auch deshalb, weil ihm die der Polygamie aufgeschlossene Gesellschaft seine Liebesabenteuer nachsieht. Zwar gehen seine sexuellen Vergnügungen nicht ständig einher mit den damaligen Moralvorstellungen, andererseits unterliegen sie nicht ausdrücklich Verboten, so daß er weder Hölle noch ewige Verdammnis fürchten muß. Ganz im Gegensatz zu dieser shintoistisch-buddhistischen Geisteshaltung sieht der Christianismus mit seinem orthodoxen Katholizismus Spaniens einen schier endlosen Sanktionskatalog vor, mit dem sich der Antipode Genjis konfrontiert sieht. An dieser Stelle beginnt die tatsächliche Separierung der beiden Titelhelden. Diese religiös-philosophische Differenzierung manifestiert sich darüber hinaus in der Sichtweise der Literaturkritik zwischen Ostasien im allgemeinen, hier Japan im besonderen, und Europa. Der chinesische Don Juan Hsi Men in Chin Ping Mei beispielswise repräsentiert den pragmatischen, rein sachlichen und nüchternen Charakter der Chinesen; als Sohn eines Apothekers gehört er selbst als Händler eher der Mittelschicht an.

12.2 Die aristokratische Gesellschaft der Heian-Zeit und deren Moralbegriff

In einem Artikel mit dem Titel «Contemporary Studies of Genji Monogatari» beschäftigt sich Professor Akio Abe mit dem Hintergrund des sozial-historischen Phänomens der aristokratischen Gesellschaft der Heian-Zeit, in der Die Geschichte vom Prinzen Genji entstand. Demnach typifiziert Murasaki die Widersprüche der Gesellschaft, die sie beschreibt und die hauptverantwortlich für den Kollaps der alten Aristokratie gewesen sein sollen, wobei Genji selbst der Inbegriff an sozialen Widersprüchen und Dekadenz ist. Ein Vertreter einer konservativeren Kritikrichtung, Norinaga Motoori, geht weniger auf den Charakter oder die soziale Bedeutung Genjis ein, sondern widmet sich der Bestimmung und dem Moralbegriff Genjis als Symbolen menschlicher Erfahrung, deren Erklärung und moralische Rechtfertigung er im Buddhismus verankert sieht.

12.3 Don Juan, der sich kasteiende Rebell der Gesellschaft

Wenden wir uns nunmehr dem Archetyp Don Juans zu: In Spanien gilt er als Edelmann, wenn auch nicht gerade von hohem Rang, ohne große Reichtümer, dafür aber ausgestattet mit allen männlichen Attributen eines Ritters jener Zeit: Mut, Kraft, Macho-Auftreten. Er ist ein durchschnittlicher Kavalier mit durchschnittlichen Qualitäten, Schwächen, Fehlern und Idealen eben eines Kavaliers seiner Epoche, allerdings besitzt er dies in starker Ausprägung, da es sich um den Titelhelden handelt. Er ist von unbeugsamem Stolz bis hin zum Hochmut geprägt, verfügt über schier unerschöpfliche Energie und den Willen eines Fanatikers. Er leidet unter dem schmerzvollen Durst nach Liebe, die er fälschlicherweise in ausschließlich physische Liebe kanalisiert. Dieses Verlangen nach sexueller Befriedigung ist so unstillbar, daß es sich in einem noch stärkeren und wichtigeren Bedürfnis fortsetzt, einer mystischen Seelenqual im Angesicht des Todes. Liebe, Religion und Tod sind die Protagonisten seiner Abenteuer; er geht von einer Frau zur anderen, bleibt niemals am gleichen Ort. Don Juan geht im Dunkel der Nacht durch die engen Gassen Sevillas oder erklimmt die Mauer eines Klosters, wobei er sein Leben für das Vergnügen eines kurzen Schäferstündchens aufs Spiel setzt. Er trotzt der Gesellschaft, der Kirche und letztendlich Gott. Der Ansporn für seine Eroberungen ist nicht allein, daß er Schönheit besitzen will und seine Vergnügungssucht durch dauernden Betrug stillt, sondern hauptsächlich die unwiderstehliche Anziehungskraft desSündigen, mit einer unbestimmten Sicherheit einer finalen Sühne.

12.4 Der erotische Mystizismus der «Alumbrados»

Mystizismus mit solch starker erotischer Anreicherung wurde seinerzeit durch die Atmosphäre physischer Ekstase erklärt, die in Spanien in einigen relgiösen Bewegungen propagiert wurde. Ein Beispiel dafür sind die «Alumbrados», die Nonnen und gläubigen Frauen niederen Standes predigten, sexuelle Beziehungen mit Alumbrado-Mönchen und Priestern einzugehen, um Propheten zu gebären.

13. Don Juans irregeleitetes Streben nach dem Absoluten

In seiner Studie über Don Juan verteidigt Gregorio Marañon seine These, Don Juan sei nicht der Prototyp an Männlichkeit, da der perfekte «varon» ein strikt monogamer Mann sei, also jemand, dessen Nachstellungen ausschließlich einer auserwählten Frau gelte und der nicht Sex suche wie etwa ein pubertierender Jüngling. Marañon geht sogar so weit, daß er Don Juan einen untypischen spanischen Charakter nennt; er sei ein exotischer Import ohne nationale Wurzeln. Für Marañon ist der männliche Typ eines spanischen Liebhabers, eines «Latin Lovers», «el médico de su honra» - der Verwalter und Verteidiger seiner Ehre: monogam, genügsam, ausschließlich für sein Zuhause lebend, mit zahlreichen Kindern und einem einzigen Kult, der Aufrechterhaltung seiner Ehre, sei es durch Gewalt, Opferbereitschaft, Rache und, falls notwendig, durch Verbrechen. Marañon, der wahrscheinlich selbst den Typ des «el médico de su honra» repräsentierte, war besessen von seiner moralischen Obsession und ignorierte das literarische Umfeld und den Don Juan des Tirso de Molina. Die Schilderung des Don Juan-Charakters Marañons erinnert stark an Sancho Panza als Antipode zu Don Quixote. Letzterer, möglicherweise weniger mannhaft als Sancho Panza, ist dennoch couragierter, risikofreudiger und abenteuerlustiger. Er ist ebenso ambitioniert in seiner unnachgiebigen Verfolgung seiner Visionen und Ideale wie es Don Juan in seinem Traum nach Erlangen des Absoluten in der Liebe ist. Der grundlegende Unterschied ist, daß «el médico de su honra» ein widerstreitender Mann ist, der sich an seiner ruhigen und beschränkten Liebe erfreut. Don Juan, ebenso wie Don Quixote, bewegt sich auf einem Weg, der ihm niemals erlaubt, sein Streben nach dem Absoluten aufzugeben.

14.1 Die positive Symbolfigur Genji und dessen konformistisches Ende

Im Vergleich zum Don Juan westlicher Provenienz stellt sich Genji, sein Vorläufer japanischer Herkunft, als anerkannte soziale Symbolfigur dar: er ist ein positiver Held, ein einflußreiches Regierungsmitglied, überhäuft mit Ehrungen und Ehrerbietungen und von allen Frauen bewundert. Sein Trachten nach Vergnügungen wird keineswegs als antisozial empfunden, er ist kein Ausgestoßener. Schließlich erleidet er das, was Zeit und Dekadenz für jeden Mann bereithält und, obwohl er ein typischer Romanheld ist, endet er als Konformist. Auf der anderen Seite erweist sich Don Juan bis zu dessen Ende als ein von Gott und der Gesellschaft Verdammter.

14.2 Don Juan: Nonkonformist bis zum bitteren Ende

Während sich der japanische Don Juan den Zugang zu erregenden Abenteuern auf ziemlich unkomplizierte Weise verschafft - was angesichts seiner noblen Herkunft eher normal ist in einer Gesellschaft, wo striktes Hierarchiedenken der Garant für die Nutznießung von Privilegien ist und die Damenwelt seiner wagemutigen Männlichkeit nicht zu widerstehen vermag -, muß der spanische Don JUan die Gunst seiner Liebhaberinnen hart erkämpfen und sogar in Dutzenden von Duellen sein Leben aufs Spiel setzen. Schließlich erliegt er selbst einer betrügerischen Täuschung, ohne jedoch seinem lasterhaften Leben im Angesicht des Todes abzuschwören.

15. Don Juans Hybris

Don Juan ist ein großer Rebell - er rebelliert gegen die Gesellschaft und gleichzeitig gegen Gott selbst. Weil er Gott herausfordert, ist er jedoch noch lange kein Atheist; seine größte Versuchung liegt in der Verleugnung der Größe Gottes. Seine Kränkungen und Beleidigungen sind nur beim ersten Hinsehen gegen die Frauen gerichtet, vielmehr gelten sie Gott selbst.

16. Unterordnender fernöstlicher Konservativismus versus westlicher Prometheusianismus

Hier nun ist der Punkt erreicht, an der sich der fundamentale Unterschied zwischen den beiden Kulturen herauskristallisiert: Fernöstliche Kultur ist ästhetisch, konservativ und unaufgewühlt angesichts des Fluches nach unaufhörlichem Absolutheitsstreben. Die westliche Kultur hingegen versucht ständig, jenseits des eigenen Ichs zu gelangen, ist niemals zufriedengestellt, ist essentiell «prometheusianisch» in ihrem Streben nach höherer Freiheit und gibt niemals ihre Versuche auf, den Göttern die Glut ihrer Kreativität zu entreißen.

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14 von 14 Seiten

Details

Titel
Prinz Genji - der japanische Don Juan (?)
Note
2-
Autor
Jahr
1995
Seiten
14
Katalognummer
V106318
ISBN (Buch)
9783640116843
Dateigröße
465 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Im Rahmen des DaF-Zusatzstudiums mussten zwei komparatistische VL belegt werden. Thema des Seminars war die kontrastive Betrachtung des Don Juan-Motivs in anderen Nationalliteraturen.
Schlagworte
Prinz, Genji, Juan
Arbeit zitieren
Guido Oebel (Autor), 1995, Prinz Genji - der japanische Don Juan (?), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/106318

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