Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, die körperschaftsteuerliche Organschaft genau zu analysieren. Der Schwerpunkt wird auf die steuerlichen Konsequenzen bei deren Misslingen gelegt. Des Weiteren werden dem Lesenden die verschiedenen Tatbestandsmerkmale und Gestaltungsmöglichkeiten einer Organschaft vorgestellt. Auf Basis obiger Zielsetzung basierend kann diese Bachelorarbeit in folgende Teilbereiche aufgegliedert werden.
In Kapitel zwei werden die Voraussetzungen zur Begründung der körperschaftsteuerlichen Organschaft genauer erläutert, zudem wird hierbei differenziert zwischen sachlichen und persönlichen Voraussetzungen. Die sachlichen Grundlagen beinhalten sowohl den GAV, als auch die finanzielle Eingliederung und die Betriebsstättenzurechnung. Bei den persönlichen Voraussetzungen wird auf die Anforderungen der Rechtsträger (Organträger, Organgesellschaft) eingegangen. Darauffolgend wird in Kapitel 3 die steuerliche Beurteilung der Rechtsfolgen auf Ebene des Organträgers wie auch auf Ebene der Organgesellschaft genauer analysiert. Zusätzlich werden in Kapitel drei die Ausgleichszahlung, die Mehr- oder Minderabführung, das Feststellungsverfahren sowie die Motive eine Organschaft zu gründen vorgestellt. Im vierten Kapitel werden letztendlich die Konsequenzen bei Misslingen der Organschaft analysiert. Hierbei wird zunächst auf den Begriff der misslungenen Organschaft eingegangen. Anschließend werden die vielfältigen Gründe, welche zu deren Scheitern führen können, aufgezählt und veranschaulicht. Und zuletzt werden die Folgen der misslungenen Organschaft diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundlagen einer körperschaftsteuerlichen Organschaft
- Persönliche Voraussetzung der Rechtsträger
- Organgesellschaft
- Organträger
- Sachliche Voraussetzung
- Finanzielle Eingliederung
- Unmittelbare Beteiligung
- Mittelbare Beteiligung
- Art der Berücksichtigung von Beteiligungen
- Dauer der finanziellen Eingliederung
- Gewinnabführungsvertrag
- Grundlagen
- Mindestlaufzeit
- Tatsächliche Durchführung
- Betriebsstättenzurechnung
- Finanzielle Eingliederung
- Persönliche Voraussetzung der Rechtsträger
- Steuerrechtliche Beurteilung der Rechtsfolgen
- Ertragsteuerliche Betrachtung
- Allgemeine Steuerpflicht und Haftung
- Einkommensermittlung auf Ebene der Organgesellschaft
- Einkommensermittlung auf Ebene des Organträgers
- Besonderheiten bei Organschaften
- Verdeckte Gewinnausschüttung und verdeckte Einlage
- Spenden
- Verlustberücksichtigung
- Bruttomethode
- Steuerabzug beim Organträger
- Ausgleichszahlung
- Mehr- oder Minderabführung
- Regelungsziel
- Vororganschaftliche Mehr- oder Minderabführung
- Innerorganschaftliche Mehr- oder Minderabführung
- Feststellungsverfahren gem. § 14 Abs. 5 KStG
- Motive eine Organschaft zu gründen
- Ergebniskonsolidierung
- Keine Schachtelstrafe i.S.d. § 8b Abs. 5 KStG
- Abzug von Beteiligungsaufwendungen
- Zinsschranke
- Keine Kapitalertragsteuer
- Ertragsteuerliche Betrachtung
- Konsequenzen einer misslungenen Organschaft
- Begriff der misslungenen Organschaft
- Gründe für das misslingen der Organschaft
- Folgen der misslungenen Organschaft
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Analyse der steuerlichen Konsequenzen einer misslungenen körperschaftsteuerlichen Organschaft. Ziel ist es, die rechtlichen Grundlagen und Folgen einer solchen Situation aufzuzeigen und zu erläutern, welche Auswirkungen dies auf die beteiligten Unternehmen hat.
- Rechtliche Grundlagen der Organschaft
- Steuerliche Behandlung von Organschaften
- Folgen einer misslungenen Organschaft
- Mögliche Gründe für das Misslingen der Organschaft
- Praxisrelevante Aspekte der Organschaftsproblematik
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit stellt die Grundlagen der körperschaftsteuerlichen Organschaft vor und erklärt die Voraussetzungen für deren Begründung. In Kapitel zwei werden die steuerlichen Folgen einer Organschaft im Detail betrachtet, einschließlich der Ertragsteuerlichen Betrachtung, der Ausgleichszahlung und der Mehr- oder Minderabführung. Kapitel drei befasst sich mit dem Thema der misslungenen Organschaft und erläutert die rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen. In der Zusammenfassung werden die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst.
Schlüsselwörter
Körperschaftsteuerliche Organschaft, Misslungene Organschaft, Steuerliche Konsequenzen, Finanzielle Eingliederung, Gewinnabführungsvertrag, Betriebsstättenzurechnung, Ertragsteuerliche Betrachtung, Mehr- oder Minderabführung, Feststellungsverfahren, Folgen, Praxisrelevanz, Rechtliche Grundlagen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Voraussetzungen für eine körperschaftsteuerliche Organschaft?
Zu den Voraussetzungen gehören die finanzielle Eingliederung der Organgesellschaft in den Organträger sowie der Abschluss und die tatsächliche Durchführung eines Gewinnabführungsvertrags (GAV) über mindestens fünf Jahre.
Was passiert, wenn eine Organschaft steuerlich "misslingt"?
Ein Misslingen führt dazu, dass die steuerliche Ergebniszurechnung rückwirkend oder für die Zukunft versagt wird. Dies kann erhebliche Steuernachzahlungen und die separate Besteuerung von Organträger und Organgesellschaft zur Folge haben.
Warum gründen Unternehmen überhaupt eine Organschaft?
Die Hauptmotive sind die Ergebniskonsolidierung (Verrechnung von Gewinnen und Verlusten innerhalb des Konzerns), die Vermeidung der Schachtelstrafe und Vorteile bei der Zinsschranke.
Welche Rolle spielt die finanzielle Eingliederung?
Der Organträger muss ununterbrochen vom Beginn des Wirtschaftsjahres an die Mehrheit der Stimmrechte an der Organgesellschaft halten (unmittelbar oder mittelbar).
Was versteht man unter Mehr- und Minderabführungen?
Dies sind Differenzen zwischen dem Handelsbilanzgewinn der Organgesellschaft und dem steuerlichen Gewinn, die in der Organschaft besonders behandelt werden müssen, um Doppelbesteuerungen oder Steuerfreistellungen zu vermeiden.
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- Anonym (Author), 2021, Steuerliche Konsequenzen. Analyse einer misslungenen körperschaftsteuerlichen Organschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1064238