Psychologie des Gesundheitsverhaltens


Einsendeaufgabe, 2018

16 Seiten, Note: 2,6


Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 AUFGABE 1: SELBSTWIRKSAMKEITSERWARTUNG
1.1 Definition „Selbstwirksamkeitserwartung“
1.2 Auswertung des Fragebogens „sportliche Aktivität“
1.2.1 Dokumentation der Ergebnisse
1.2.2 Bewertung der Ergebnisse
1.3 Literaturrecherche „Selbstwirksamkeitserwartung“
1.3.1 Tabellarischer Vergleich
1.3.2 Kritischer Vergleich

2 LITERATURRECHERCHE ZUM THEMA „SUCHTERKRANKUNGEN“
2.1 Definition Suchterkrankung
2.2 Theoretische Grundlagen
2.3 Entstehung
2.4 Überblick über aktuelle Daten und Zahlen
2.5 Preventions- und Interventionsprogramme zur Reduktion von Gesundheitsrisiken
2.6 Konsequenzen für eine gesundheitsorientierte Beratung

3 BERATUNGSGESPRÄCH
3.1 Einordnung in den Prozess der Verhaltensveränderung mit Zielsetzung
3.2 Die Rolle des Beraters und erste Schritte
3.3 Gesprächsverlauf

4 LITERATURVERZEICHNIS

5 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
5.1 Abbildungsverzeichnis
5.2 Tabellenverzeichnis

1 Aufgabe 1: Selbstwirksamkeitserwartung

1.1 Definition „Selbstwirksamkeitserwartung“

Um sich mit der Umwelt und dessen Widerstandsfaktoren zu befassen, braucht der Mensch ein gewisses Gut oder auch eine gewisse Eigenschaft, um gewissen Umständen entgegenzuwirken. Sie wird Selbstwirksamkeitserwartung oder auch Kompetenzerwar­tung genannt. Das Individuum schaut sich bei Aufgaben, die schwierig zu bewältigen sind, zunächst seine eigenen Fähigkeiten und Eigenschaften an, sowie auch die Voraus­setzungen , die nötig sind, um diese zu Lösen. Danach wird sich für eine, dem angepass­te Handlung entschieden. Man muss von seinen eigenen Fähigkeiten überzeugt sein, um entsprechend Handeln zu können und diese Gedanken dürfen nicht mit dem Handlungs­ergebnis, welches man erwartet, in Verbindung stehen (Schmitz, 2000, S. 11).

Es ist zu konstatieren, dass die Kompetenzerwartung also die Zuversicht und das Ver­trauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken wiederspiegelt, um Hindernisse zu über­winden und diverse schwierige Handlungen zu beenden oder gar zu beginnen. Die eige­ne Subjektive Meinung kommt darin auch zum Tragen, da Barrieren und Widerstände mit „positiven Gedanken“ und dem Hinterfragen der Handlung überwunden werden können (Jerusalem, Hopf, 2002, S. 28-29).

1.2 Auswertung des Fragebogens „sportliche Aktivität“

1.2.1 Dokumentation der Ergebnisse

Zur Messung der spezifischen Selbstwirksamkeit von 5 ausgewählten Personen zum Thema „sportliche Aktivität“, wurde folgende SSA-Skala erstellt. Jene Personen befin­den sich im Umfeld des Autoren. Sie sind zu unterteilen in: einen Freund der Fußball spielt (Person 1), eine Freundin die nicht häufig Sport treibt (Person 2), einen anderen Freund der sehr aktiv im Fitnessstudio tätig ist (Person 3), den Vater des Verfassers die­ser Aufgabe (Person 4) und die Mutter (Person 5). Die Skala geht von 12-84.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: SSA-Skala zur Messung der Selbstwirksamkeit (eigene Darstellung)

1.2.2 Bewertung der Ergebnisse

In der oben stehenden Abbildung kann man erkennen, dass Person 1 und 3 eine hohe spezifische Selbstwirksamkeit besitzen. Ihr Gesamtwert liegtjeweils bei 61 und 67, von einen maximal erreichbaren Wert von 84. Person 2, 3 und 5 liegen unter der Hälfte der maximal erreichbaren Punktzahl der Selbstwirksamkeit. Demzufolge haben sie eine re­lativ niedrige spezifische Selbstwirksamkeit. Wenn man sich die Personen anschaut, ist dieses Ergebnis zu erwarten gewesen, da Person 1 und 3 sehr aktiv im sportlichen Be­reich tätig sind und die restlichen Personen nicht. Was allerdings festzustellen ist, es gibt Gemeinsamkeiten hinsichtlich der einzelnen Werte bzw. Fragen. Zum Beispiel sind sich alle Personen relativ sicher bei schlechtem Wetter Sport treiben zu können, jedoch weniger wenn Freunde zu Besuch sind, andere Personen etwas unternehmen wollen oder noch viel Arbeit zu erledigen ist.

Zusammenfassen kann man sagen, dass eine hohe Selbstwirksamkeit die sportliche Ak­tivität fördert. Es gibtjedoch Faktoren und Umstände die hemmend wirken und diesen Faktor negativ beeinflussen.

1.3 Literaturrecherche „Selbstwirksamkeitserwartung“

1.3.1 Tabellarischer Vergleich

Die nachfolgende Tabelle behandelt den Vergleich zweier wissenschaftlicher Studien zum Thema Selbstwirksamkeitserwartung.

Tab. 1: Tabellarischer Vergleich Thema „Selbstwirksamkeitserwartung“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3.2 Kritischer Vergleich

Beide Studien befassen sich mit Selbstwirksamkeitserwartungen und dessen Ursachen und Wirkungen. Dohnke, Müller-Fahrnow & Knäusper gehen dabei spezifisch auf Re­habilitationen nach dem Ersatz von Hüftgelenken ein und untersuchen den körperlichen Gesundheitszustand, das emotionale Wohlbefinden und behandlungsbezogener Erfarun- gen , während Schneider & Rief sich mit den Bereichen der Schmerzbewältigung und Beeinträchtigung. Die Anzahl der Patienten variiert auch stark. Bei Dohnke & Co sind es 1065 Patienten und bei Schneider & Rief 316. Auch beeinflusst der Faktor der Reichweite, in dem Fall, dass bei Dohnke, Müller-Fahrnow & Knäusper die Untersu­chungen in 13 Kliniken durchgeführt wurde und bei Schneider & Rief in einer, die Fes­tigkeit der Studien. Diese Variationen der Tragfähigkeit lassen darauf schließen, dass Studie und Ergebnisse von Dohnke, Müller-Fahrnow & Knäusper, als ansprechender und stabiler zu erachten sind. Jedoch führen beide Studien zu signifikanten Ergebnissen und sind als wissenschaftlich relevant zu protokollieren.

2 Literaturrecherche zum Thema „Suchterkrankungen“

2.1 Definition Suchterkrankung

Laut Ulatowski (2016, S.32) definiert sich eine Suchterkrankung dadurch, dass ein Pa­tient das unwiderstehliche Verlangen hat, eine Substanz unaufhörlich und kontinuierlich einzunehmen. Darüber hinaus sagt sie, dass ebenfalls Tätigkeiten abhängig machen können und diese wiederholt getätigt werden müssen, andernfalls fallen Entzugserschei­nungen an, die körperlich oder psychisch in Erscheinung treten können. Man teilt sie in den Bereich der chronischen Erkrankungen ein. Zu betonen ist, dass sie nicht heilbar sind aber „durch Abstinenz zum Stillstand gebracht werden können“ (Gold et al., 2014, S. 402). Infolge von krankhaftem Einnehmen bestimmter Substanzen können unkontrol­lierte Verhaltensweisen auftreten und auch selbstschädigend wirken (Schnieders, 2004 , S. 27).

2.2 Theoretische Grundlagen

Nach Ducki (2013, S. 3) kann man Sucht in 2 Suchtformen unterscheiden. Zum einen in stoffgebundene und zum anderen in die stoffungebundene Suchtform. Stoffgebundene Süchte, wie zum Beispiel die Alkoholabhängigkeit, werden als Abhängigkeitssyndrom oder Entzugssyndrom klassifiziert. Sie weisen die Eigenschaften auf, dass der Patient einen Drang verspürt, die Stoffe und Substanzen einzunehmen, er im Falle des Nichtein­nehmens Entzugserscheinungen unterliegen kann in seinem willentlichen Handeln ein­geschränkt wird. Das kann sogar soweit führen, dass der Patient einen absoluten Kon­trollverlust erleiden kann. Man spricht hier vom „point of no return“. Ab diesem Mo­ment hat die Person keine Kontrolle mehr über den Konsum und stellt Gefühle und Ge­danken in den Hintergrund(Gold et al. 2014).

Ducki (2013, S. 4)sagt, dass diese Abhängigkeit durch die Einnahme verschiedenster Mittel erreicht werden kann und dies auch in Kombiantion. Beispiele sind:

- Alkohol
- Medikamente
- illegale Drogen
- und Nikotin,

jedoch am Häufigsten verbreitet sind hier der Alkohol- und Nikotinmissbrauch.

Stoffungebundene Süchte werden unter „Abnormen Gewohnheiten und Störungen der Impulskonntrolle“ gelistet und zählen laut Ducki (2013, S. 3), nicht zu den Abhängig­keitserscheinungen. Beispiele sind hier:

- Arbeits-
- Internet-
- und Spielsucht.

Bei dieser Art von Sucht verhalten sich die Betroffenen Personen „ohne vernünftige Motivation und können meist nicht kontrolliert werden. Zumal es auch passieren kann, dass Interessen geschädigt werden können, auch anderer Menschen (ICD 10, 2009, S. 209). Ziel dieser Art von Sucht kann es sein, der Wirklichkeit zu entfliehen und sich in einer virtueller Welt zu verstecken. Das sieht man deutlich an der Spiel- bzw. Internet­sucht. Die Betreffenden stürzen sich in die weiten der jeweiligen Medien und obliegen dem Verlangen der Tätigkeiten und verletzen, wie bereits gesagt die Interessen anderer. Gemeinsamkeit beider Suchtarten ist, dass das Verhalten nicht angemessen kontrolliert werden kann. (Ducki, 2013, S. 4).

2.3 Entstehung

Für Tölle & Windgassen (2014, S.138) spiegelt sich der Beginn einer Sucht mit dem Gefühl von Glück oder einer Erfahrung wieder, die auf den betroffenen faszinierend und erfüllend wirkt. Es werden positive Eindrücke gewonnen und die Person hat das Gefühl, als hätte sie etwas vollbracht und sie könnte der Welt den Rücken kehren. 2 Gründe für das Erreichen solcher Empfindungen können zum einen, das Einnehmen von psychotroper Substanzen sein, oder aber eine Leidenschaft und Hingabe für etwas, oft eine Tätigkeit die mit Hingabe geleistet wird. Das Suchtverhalten kann zu keiner Verbesserung der Situation führen, aber nur der Moment gestaltet sich angenehmer. Ein Zeichen für das Verschlimmern der Sucht kann es sein, wenn sich die angenehme Wir­kung, die sich für den Moment darlegt, immer schwächer wird. So kann das Verlangen nach den Suchtmitteln immer größer werden und sich wiederholen, bis man sich in einer Endlosschleife befindet. Letztendlich kann die positive und beglückende Wirkung im­mer geringerer ausfallen und es werden mehr Substanzen oder Tätigkeiten nötig, um das entsprechende Ergebnis zu erzielen.

2.4 Überblick über aktuelle Daten und Zahlen

Man kann die Anzahl Alkoholabhängigen laut der DHS (2011, S. 11) an 1,3 Millionen Menschen bestätigen. 1,4 Millionen Menschen sind Medikamentenabhängig. In Deutschland sind also mehr Menschen nach Medikamenten abhängig als nach Alkohol. Auch die Zahl an Glücksspielsüchtigen beläuft sich laut der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen auf 540.000.

In Deutschland starben laut den Drogenbeauftragte der Bundesregierung mindestens 110.000 Menschen den den Folgen der Einnahme von Tabak, 40.000 Menschen an den Folgen von Alkohol und aufgrund dem Missbrauch von illegalen Drogen sterben etwa 1300 Menschen im Jahr.

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Psychologie des Gesundheitsverhaltens
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
2,6
Autor
Jahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V1064372
ISBN (eBook)
9783346474988
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Psychologie des Gesundheitsverhaltens, gesundheit, Psychologie, Gesundheitsverhalten
Arbeit zitieren
Christopher Barz (Autor:in), 2018, Psychologie des Gesundheitsverhaltens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1064372

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