Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Allgemeines und Grundlagen

Fälschungen kompletter Interviews im ESS. Gibt es verdächtige Interviewer?

Titel: Fälschungen kompletter Interviews im ESS. Gibt es verdächtige Interviewer?

Hausarbeit , 2020 , 48 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Olivia Mantwill (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Grundlagen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Arbeit wird das absichtlich komplett gefälschte Interview thematisiert, eine sogenannte "Totalfälschung". Diese Art der Fälschung wurde gewählt, da es sich neben der Teilfälschung um die häufigste Form und schwerwiegendste Form handelt. Zudem ist sie statistisch in diesem Rahmen am eindeutigsten herauszufinden. Die vollstände Forschungsfrage lautet demnach: Welche Interviewer sind verdächtig, im ESS vollständige Interviews gefälscht zu haben?

Dies wird anhand einer Abwandlung der Variabilitätsmethode nach Schäfer et al. (2005) am ESS (European Social Survey) überprüft. Dafür werden SPSS-Datensätze des Surveys in einen mithilfe von Python-Pandas selbstgeschriebenen Algorithmus eingespeist. Diese Methode bezieht mehrere literaturbasierte, eigens kombinierte Indikatoren, anhand derer Fälschungen erkennbar sein könnten, in einen Gesamtscore ein und bietet die Möglichkeit, anhand dieser Ergebnisse ein Ranking zu erstellen, wie wahrscheinlich es pro Interviewer ist, dass er gefälscht haben könnte. Da Daten zu gefälschten Interviews vom ESS nicht veröffentlich werden, ist dies eine möglichst valide Methode, um Verdachtsfälle von Fälschungen selbst herauszufinden.

Die Arbeit ist so aufgebaut, dass nach der Herleitung der verwendeten Definitionen und des groben Vorgehens zunächst die verwendete Datenbasis, die Operationalisierung der verwendeten Indikatoren und das methodische Vorgehen thematisiert werden. Anschließend werden die Ergebnisse vorgestellt und zuletzt zusammengefasst und kritisch beleuchtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und theoretische Überlegungen

2 Forschungsstand und resultierendes Vorgehen

3 Datengrundlage

3.1 Untersuchter Datensatz

3.2 Sample

4. Berechnungsgrundlage

4.1 Methodisches Vorgehen

4.2 Konstruktion und Deskription der Indikatoren

5 Ergebnisse

5.1 Indikatoren

5.2 Gesamtscore

6 Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, verdächtige Interviewer innerhalb des European Social Survey (ESS) zu identifizieren, die potenzielle Fälschungen vorgenommen haben könnten. Da keine verifizierten Daten zu Fälschungen vorliegen, entwickelt die Arbeit einen methodischen Ansatz, der verschiedene formale Indikatoren (wie Interviewdauer, Filternutzung und Antwortverhalten) zu einem Gesamtscore kombiniert, um statistische Auffälligkeiten und damit verbundene Verdachtsfälle systematisch aufzudecken.

  • Methodische Entwicklung eines Fälschungs-Scores auf Basis von ESS-Daten
  • Analyse von Antwortmustern und Paradaten zur Identifikation von "At-risk-Interviewern"
  • Anwendung statistischer Verfahren wie T-Tests zur Validierung von Verdachtsfällen
  • Kritische Reflexion der Unterscheidung zwischen ehrlichem und gefälschtem Antwortverhalten

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung und theoretische Überlegungen

Fälschungen von Interviews durch Interviewer sind nicht nur ein Randproblem in der empirischen Forschung (z.B. Blasius/Thiessen 2018), sondern von Relevanz in ihrer umfassenden Überprüfung (AAPOR 2003: 7) und der Methode des Herausfilterns. Je nach Studie schwanken die Hinweise auf gefälschte Interviews und reichen bis zu fünf Prozent (Blasius 2019: 379). Problematisch ist daran die nicht zu unterschätzende Beeinflussung der Umfrageergebnisse. Ihre Verfälschung steigt mit zunehmender Anzahl von Fälschungen und besonders bei multivariaten Analysen können auch schon wenige gefälschte Interviews starke Verzerrungen bewirken (Schnell 1991).

Zu beachten bei einigen Definitionen der Interviewerfälschung ist, dass beispielsweise schon bei einer Random-Walk-Anweisung das (versehentliche) Abkommen vom Weg als Fälschung zu betrachten wäre (Blasius 2019: 380). Im vorliegenden Text werden solche Abweichungen nicht gesondert thematisiert; als Fälschungen zählen hier beabsichtigte Falschinformationen, was im weiteren Verlauf noch näher definiert wird. Es sollen sogenannte At-risk-Interviewer herausgefunden werden, die eine erhöhte Wahrscheinlichkeit aufweisen, Interviews zu fälschen (Hood und Bushery 1997). In der vorliegenden Arbeit wird, begrenzt wegen des Umfangs, das absichtlich komplett gefälschte Interview thematisiert, eine sogenannte „Totalfälschung“ (Bredl et al. 2012: 1). Diese Art der Fälschung wurde gewählt, da es sich neben der Teilfälschung um die häufigste Form und schwerwiegendste Form handelt (Schreiner et al. 1988: 493). Zudem ist sie statistisch in diesem Rahmen am eindeutigsten herauszufinden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und theoretische Überlegungen: Das Kapitel führt in die Problematik der Interviewerfälschung ein, definiert den Fokus auf "Totalfälschungen" und leitet die Forschungsfrage sowie das methodische Vorgehen ab.

2 Forschungsstand und resultierendes Vorgehen: Hier werden theoretische Hintergründe, die Definition von Fälschungen durch die AAPOR und bisherige Ansätze zur Fälscherfindung sowie deren Grenzen im ESS-Kontext erläutert.

3 Datengrundlage: Dieses Kapitel beschreibt den ESS-Datensatz, die Auswahl der deutschen Runde 1 und die Zusammensetzung des Samples nach der Bereinigung um nicht valide Fälle.

4. Berechnungsgrundlage: Der Abschnitt erläutert die methodische Konstruktion der sieben Indikatoren, deren binäre Codierung und die Aggregation zum Gesamtscore mittels T-Test zur Identifikation von Verdachtsfällen.

5 Ergebnisse: Hier werden die deskriptiven Verteilungen der einzelnen Indikatoren präsentiert und das abschließende Ranking der verdächtigen Interviewer anhand des berechneten Gesamtscores dargestellt.

6 Zusammenfassung und Diskussion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die methodischen Einschränkungen und gibt Empfehlungen für zukünftige, umfassendere Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Interviewerfälschung, ESS, Umfrageforschung, Totalfälschung, Fälscheridentifikation, Variabilitätsmethode, Paradaten, Filterfragen, Item-Nonresponse, Straightlining, Antwortverhalten, Statistik, Datenqualität, Verdachtsfälle, Indikatoren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Identifikation von potenziell gefälschten Interviews durch Interviewer im European Social Survey (ESS).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Interviewerfälschung, die Analyse von Antwortmustern als Indikatoren für Betrug und die statistische Auswertung von Surveydaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage: "Welche Interviewer sind verdächtig, im ESS vollständige Interviews gefälscht zu haben?"

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine abgewandelte Variabilitätsmethode genutzt, bei der mehrere formale Indikatoren zu einem Gesamtscore kombiniert und mithilfe eines T-Tests auf statistische Auffälligkeit geprüft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Datengrundlage, die Operationalisierung von sieben spezifischen Indikatoren zur Fälschungserkennung sowie die Präsentation der Ergebnisse der statistischen Analyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Interviewerfälschung, Datenqualität, ESS, T-Test und verschiedene Antwort-Indikatoren wie Straightlining oder Item-Nonresponse charakterisiert.

Warum wurde eine "Totalfälschung" als Untersuchungsobjekt gewählt?

Die Totalfälschung wurde gewählt, da sie neben der Teilfälschung eine der häufigsten und schwerwiegendsten Formen darstellt und statistisch in diesem Rahmen am eindeutigsten identifizierbar ist.

Stellen die identifizierten Ergebnisse einen direkten Beweis für Fälschungen dar?

Nein, es handelt sich lediglich um statistische Verdachtsfälle. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Wahrscheinlichkeit für Auffälligkeiten, die eine weitere, qualitative Überprüfung erfordern würden.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fälschungen kompletter Interviews im ESS. Gibt es verdächtige Interviewer?
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
2,0
Autor
Olivia Mantwill (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
48
Katalognummer
V1064401
ISBN (eBook)
9783346477774
ISBN (Buch)
9783346477781
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fälschungen interviews gibt interviewer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olivia Mantwill (Autor:in), 2020, Fälschungen kompletter Interviews im ESS. Gibt es verdächtige Interviewer?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1064401
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  48  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum