Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik

Innerschulische Kooperation zwischen Lehrkräften. Eine Untersuchung des Ausmaßes und der Gelingensbedingungen für Lehrerkooperation an Ganztagsschulen

Titel: Innerschulische Kooperation zwischen Lehrkräften. Eine Untersuchung des Ausmaßes und der Gelingensbedingungen für Lehrerkooperation an Ganztagsschulen

Hausarbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Larissa Hild (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Fragestellung der vorliegenden Arbeit lautet: Innerschulische Kooperation am Beispiel der Lehrerkooperation – In welchem Ausmaß und unter welchen Bedingungen findet Lehrerkooperation an deutschen Ganztagsschulen statt?

Nach dem PISA Schock 2000 und den daraus resultierenden Erkenntnissen, u.a. dass der Erfolg im deutschen Bildungssystem sehr stark von der sozialen Herkunft abhängt, beschloss die Kultusministerkonferenz die Ganztagsschulen auszubauen und weiterzuentwickeln. Aufgrund derer Zielstellungen und vielseitigen Arbeitszusammenhänge sind Kooperationen unerlässlich. Dies zeigte auch ein Ergebnis der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG). So soll die Ganztagsschule a) als Lernunterstützung im Schullalltag, b) als Unterstützung für persönliche Entwicklung und c) Rahmen für gezielte individuelle Förderung, fungieren. Um die umfangreichen Aufgabenbereiche der Ganztagsschule mit weiteren lebensweltlichen Bereichen sowie den Bedürfnissen der Schüler*innen zu verknüpfen und diesen gerecht zu werden, ist eine Kooperation unverzichtbar
.
Eine wichtige innerschulische Kooperation ist die Lehrerkooperation, da sie u.a. als Gelingensbedingung für die Entwicklung von Schule und Unterricht sowie auch als Faktor für Belastungsreduktion gilt . Trotz dieser Erkenntnis gibt es einige Befunde die zeigen, dass Lehrerkooperation insgesamt selten stattfindet und sich häufig auf den Austausch beschränkt. Es ist auf den ersten Blick unverständlich, wieso Lehrerkooperation nur selten und in geringer Form stattfindet. Aufgrund dessen beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Ausmaß an Lehrerkooperation an Ganztagsschulen sowie mit den Faktoren und Bedingungen, die eine Lehrerkooperation begünstigen.

Zunächst wird die Ganztagsschule bezüglich ihrer Zielsetzungen und Erwartungen betrachtet und in Verbindung mit der Relevanz von Kooperation gesetzt. Danach erfolgt eine Annäherung an die Definition(en) von Kooperation sowie eine Übersicht über mögliche innerschulische Kooperationen. Im Anschluss wird die Lehrerkooperation anhand ihrer Relevanz und ihrer Formen unter Einbezug verschiedener Studien erörtert, um schließlich die Bedingungen und Faktoren darzulegen. Darauffolgend werden die Ergebnisse eingeordnet und interpretiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Ganztagsschulen

2.1 Gründe und Ziele

3.0 Kooperation

3.1 Definition von Kooperation

3.2 Innerschulische Kooperation

3.2.1 Personalkooperation

3.2.2 Schülerpartizipation

3.3.3 Elternpartizipation

4.0 Innerschulische Kooperation am Beispiel der Lehrerkooperation

4.1 Wozu Lehrerkooperation?

4.2 Drei Formen der Kooperation nach Gräsel, Fussangel und Pröbstel

4.3 Studien zur Lehrerkooperation in Deutschland

4.4 Faktoren und Bedingungen

4.4.1 Individuelle Faktoren

4.4.2 Schulische Rahmenbedingungen

4.5 Einordnung und Interpretation der Ergebnisse

5.0 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ausprägung und die beeinflussenden Faktoren von Lehrerkooperation an deutschen Ganztagsschulen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Ausmaß sowie die förderlichen und hemmenden Bedingungen kooperativer Arbeitsbeziehungen in diesem spezifischen Schulumfeld zu gewinnen.

  • Relevanz und Ziele von Ganztagsschulen
  • Begriffsbestimmung und Formen der Lehrerkooperation
  • Analyse aktueller Studien zur Lehrerkooperation in Deutschland
  • Einfluss individueller Faktoren (z.B. Selbstwirksamkeit, Berufserfahrung)
  • Bedeutung schulischer Rahmenbedingungen und Ressourcen

Auszug aus dem Buch

4.2 Drei Formen der Kooperation nach Gräsel, Fussangel und Pröbstel

Die Bedeutsamkeit von Lehrerkooperation ist klar ersichtlich, dennoch haben einige Forschungsarbeiten ergeben, dass Lehrkräfte nur in geringer Form kooperieren. Die Studien werden im Laufe dieser Ausarbeitung näher erläutert. Die Literatur verweist häufig auf die Differenzierung von Gräsel, Fussangel und Pröbstel (2006), die Kooperation in drei Formen unterteilen: Austausch, Arbeitsteilung und Kokonstruktion.

Der Austausch von Materialien und Informationen dient als gegenseitige Unterstützung, sodass alle Lehrkräfte ungefähr auf dem gleichen Wissensstand sind und ihren Unterricht dementsprechend vorbereiten können. Diese Form ist insgesamt mit wenig Aufwand verbunden, da die Lehrkräfte keine gemeinsame Aufgabe bzw. spezifische Ziele benötigen und sie weitestgehend autonom agieren können (vgl. Fussangel 2008, S. 116). Der Austausch wird in der Literatur als „low cost“-Form der Kooperation betrachtet, da das Konfliktpotential und die Bedrohung des Selbstwertes eher gering sind und keine langwierigen Arbeitsprozesse stattfinden (vgl. Gräsel, Fussangel, Pröbstel 2006, S. 210).

Die Arbeitsteilung dient zur Koordination von Aufgaben mit mehreren Lehrkräften. Eine gemeinsame Zielsetzung wird hier vorausgesetzt und um diese effektiv zu erreichen, übernimmt jede Lehrkraft eine Aufgabe. Dennoch ist eine gemeinsame Arbeit im engeren Sinne nicht nötig, da die Aufgaben individuell erledigt werden. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass die Kompetenzen und Neigungen der Beteiligten berücksichtigt werden (vgl. ebd.). Zudem wird ein Vertrauen in die angemessene Bearbeitung durch die Kolleginnen und Kollegen benötigt, um die eigenen Erwartungen bzw. das Ziel zu erfüllen. Diese Form der Kooperation schränkt die Autonomie der Lehrkraft ein, da zwar die Aufgaben individuell erledigt werden, aber sowohl für das Ziel als auch das Ergebnis eine Abstimmung mit den Beteiligten erforderlich ist (vgl. ebd.). Gräsel et al. (vgl. ebd.) bezeichnen den Nutzen der arbeitsteiligen Kooperation als Effizienzsteigerung, zum Beispiel bezogen auf die Vorbereitung von Unterrichtseinheiten und die Erstellung bzw. die Korrektur von Lern- und Prüfungsaufgaben.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung von Ganztagsschulen nach dem PISA-Schock und verdeutlicht die Notwendigkeit von Kooperation zur Qualitätssteigerung und Entlastung im Schulalltag.

2.0 Ganztagsschulen: Dieses Kapitel erläutert die politischen Zielsetzungen von Ganztagsschulen, wie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler.

3.0 Kooperation: Es erfolgt eine theoretische Annäherung an den Kooperationsbegriff und eine Gliederung der innerschulischen Kooperation in die Bereiche Personalkooperation, Schüler- und Elternpartizipation.

4.0 Innerschulische Kooperation am Beispiel der Lehrerkooperation: Das Kernkapitel diskutiert die Relevanz der Lehrerkooperation, klassifiziert deren Formen nach Gräsel et al. und analysiert empirische Studien sowie individuelle und schulische Einflussfaktoren.

5.0 Resümee: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bestätigt die geringe Ausprägung komplexer Kooperationsformen und weist auf die Notwendigkeit weiterer Forschung hin.

Schlüsselwörter

Lehrerkooperation, Ganztagsschule, Schulentwicklung, Austausch, Arbeitsteilung, Kokonstruktion, multiprofessionelle Zusammenarbeit, individuelle Faktoren, Rahmenbedingungen, Schulleitung, Unterrichtsqualität, Partizipation, Bildungsungleichheit, Selbstwirksamkeit, berufliche Belastung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Thema der innerschulischen Kooperation, wobei der Fokus gezielt auf der Lehrerkooperation an deutschen Ganztagsschulen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Notwendigkeit von Kooperation in Ganztagsschulen, die theoretische Definition verschiedener Kooperationsformen sowie die Analyse von Faktoren, die eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften fördern oder hemmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet: In welchem Ausmaß und unter welchen Bedingungen findet Lehrerkooperation an deutschen Ganztagsschulen statt?

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die verschiedene bestehende Studien (u.a. StEG, Richter und Pant, Drossel) auswertet, miteinander vergleicht und in den Kontext der Lehrerkooperation einordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition von Kooperation, die Beschreibung der innerschulischen Teilbereiche, die detaillierte Analyse der Kooperationsformen nach Gräsel et al. sowie die Untersuchung individueller und schulischer Einflussfaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Lehrerkooperation, Ganztagsschule, Kooperationsformen, Schulentwicklung und Rahmenbedingungen geprägt.

Welche drei Formen der Lehrerkooperation werden nach Gräsel, Fussangel und Pröbstel unterschieden?

Die Autoren unterscheiden zwischen Austausch (niedrige Schwelle, geringer Aufwand), Arbeitsteilung (individuelle Aufgaben, gemeinsame Koordination) und der intensivsten Form, der Kokonstruktion (gemeinsame Entwicklung neuer Konzepte).

Welchen Einfluss haben individuelle Merkmale wie Selbstwirksamkeit auf das Kooperationsverhalten?

Die Studie zeigt, dass Lehrkräfte mit hoher Selbstwirksamkeit und Enthusiasmus für den Unterricht tendenziell häufiger kooperieren als Lehrkräfte mit geringer Ausprägung dieser Merkmale.

Gibt es signifikante Unterschiede in der Kooperation zwischen verschiedenen Schulformen?

Ja, aktuelle Studien zeigen, dass Lehrkräfte an vollgebundenen Ganztagsschulen komplexere Kooperationsformen (Kokonstruktion) häufiger praktizieren als Lehrkräfte an teilgebundenen oder offenen Ganztagsschulen sowie Halbtagsschulen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Innerschulische Kooperation zwischen Lehrkräften. Eine Untersuchung des Ausmaßes und der Gelingensbedingungen für Lehrerkooperation an Ganztagsschulen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
BW-E
Note
1,0
Autor
Larissa Hild (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V1064744
ISBN (eBook)
9783346476364
ISBN (Buch)
9783346476371
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lehrerkooperation Ganztagsschule Innerschulische Kooperation Bildungswissenschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Larissa Hild (Autor:in), 2020, Innerschulische Kooperation zwischen Lehrkräften. Eine Untersuchung des Ausmaßes und der Gelingensbedingungen für Lehrerkooperation an Ganztagsschulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1064744
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum