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Die sozialpädagogisch-hermeneutische Diagnose von Uwe Uhlendorff

Title: Die sozialpädagogisch-hermeneutische Diagnose von Uwe Uhlendorff

Term Paper , 2020 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Laura Linn (Author)

Social Work
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In dieser Arbeit wird auf den Nutzen von Diagnosen in der Jugendhilfe und auf die spezifischen Merkmale sozialpädagogisch-hermeneutischer Diagnosen eingegangen, um im Anschluss den Zusammenhang dieser Diagnoseform mit Wahrnehmungs-, Wirklichkeits- und Realitätskonzepten aufzuzeigen und die Möglichkeiten, die hieraus, in Hinblick auf die Bedeutung von Sprache, resultieren, herauszuarbeiten. Die vorliegende Ausarbeitung bezieht sich auf unsere Präsentation vom fünften Juni 2020 zum Thema der sozialpädagogisch-hermeneutischen Diagnose nach Uwe Uhlendorff. Anders als in der Präsentation, werden die Entstehungsgeschichte der Diagnose in der Jugendhilfe und die historische Entwicklung des Begriffs an dieser Stelle nicht erneut skizziert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Die Diagnose in der Sozialen Arbeit

2.1 Diagnosen in der Jugendhilfe

2.2 Die Besonderheiten von Diagnosen in der Jugendhilfe

3 Die sozialpädagogisch-hermeneutische Diagnose

3.1 Warum sozialpädagogisch-hermeneutische Diagnosen?

3.2 Das Vorgehen beim Stellen von sozialpädagogisch-hermeneutischen Diagnosen

4 Realität und Wirklichkeit

4.1 Was ist Realität? Oder: Was ist wirklich?

4.2 Die Erzeugung von sozialer Wirklichkeit durch Sprache

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Konzept der sozialpädagogisch-hermeneutischen Diagnose nach Uwe Uhlendorff. Ziel ist es, den Nutzen und die spezifischen Merkmale dieses Diagnoseverfahrens in der Jugendhilfe herauszuarbeiten und den Zusammenhang zwischen dieser Diagnoseform und Konzepten von Wahrnehmung, Realität und Sprache zu beleuchten, um die Bedeutung von Dialogen im diagnostischen Prozess zu verdeutlichen.

  • Debatte um Sinnhaftigkeit diagnostischer Verfahren in der Sozialen Arbeit
  • Herausforderungen und Besonderheiten der Diagnostik in der Jugendhilfe
  • Grundlagen und Anwendung der sozialpädagogisch-hermeneutischen Diagnose
  • Konstruktivistische Perspektiven auf Realität, Wirklichkeit und Sprache
  • Bedeutung von Partizipation und Reflexion im sozialpädagogischen Handeln

Auszug aus dem Buch

Die Erzeugung von sozialer Wirklichkeit durch Sprache

Das erschaffen von Wirklichkeiten ist eng mit dem ‚Reich der Sprache‘ verknüpft. Sprache ist das Instrument, dessen wir uns bedienen, um, gemeinsam mit anderen, Wirklichkeit zu konstruieren. Sie ist daher nicht lediglich Kommunikationsmittel, sondern darüber hinaus gleichermaßen ‚Wahrnehmungsorgan‘. In dieser Funktion ermöglicht sie es, analog zur Konstruktion von Wirklichkeit, Bewusstsein zu konstruieren.

Sie ist das Mittel, das wir nutzen, um uns mit anderen über unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit auszutauschen und somit unsere Konzepte und Selbst- und Weltdeutungsmuster weiterzuentwickeln. Die gemeinsamen Wirklichkeiten einzelner Systeme, die diese als Konsens darüber konstruieren wie Dinge zu sehen sind, basieren auf dem Austausch durch Sprache. Es erfolgt demnach keine wechselseitige Verhaltensregulation durch die einzelnen Individuen innerhalb eines Systems, sondern vielmehr werden durch die Konversation Bedeutungen erzeugt, die eine gemeinsame Darstellung der Wirklichkeit konstruieren (vgl. Schlippe/Schweitzer 2016: 151f.).

In Bezug auf die sozialpädagogisch-hermeneutische Diagnose bedeutet das, dass der Austausch zwischen Fachkraft und Klient_in immer auch den Prozess des Konstruierens von Wirklichkeit in sich trägt und sprachliche Äußerungen nicht zwangsläufig wahre, objektive und reale Beschreibungen der individuellen Lebenswelt liefern, sondern sie zugleich die Erfahrung von Wirklichkeit prägen (vgl. Schlippe/Schweitzer 2016: 152). Indem Sprache genutzt wird, entstehen immer Ursache-Wirkungsverknüpfungen, Erklärungen, Sinn und Realitätsbezug. Dieser Umstand resultiert aus dem System Sprache und dessen Orthographie, Syntax und Interpunktion, denn wenn Sprache genutzt wird, so ist dies ausschließlich in dem Rahmen der durch sie vorgegebenen Bedingungen möglich. Es kommt durch das Nutzen von Sprache zu einer Trivialisierung von komplexen Zusammenhängen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Dieses Kapitel skizziert den Anlass der Arbeit sowie die inhaltliche Fokussierung auf den Nutzen und die Merkmale der sozialpädagogisch-hermeneutischen Diagnose unter Einbezug von Sprach- und Wirklichkeitskonzepten.

2 Die Diagnose in der Sozialen Arbeit: Hier wird der historische Diskurs über Diagnostik in der Sozialen Arbeit und die spezifische Problematik der Anwendung in der Jugendhilfe dargestellt.

3 Die sozialpädagogisch-hermeneutische Diagnose: Dieses Kapitel erläutert, warum rekonstruktive Diagnoseverfahren in der Jugendhilfe sinnvoll sind und wie das praktische Vorgehen bei diesem speziellen Diagnosekonzept strukturiert ist.

4 Realität und Wirklichkeit: Abschließend wird der theoretische Rahmen um Realitäts- und Wirklichkeitskonstruktionen sowie die zentrale Rolle der Sprache bei der Sinnstiftung und Diagnoseerstellung erläutert.

Schlüsselwörter

Sozialpädagogik, Hermeneutik, Diagnose, Jugendhilfe, Lebensweltorientierung, Konstruktivismus, Sprache, Hilfeplanung, Klientenzentriertheit, Wirklichkeitskonstruktion, Fallarbeit, Deutungsmuster, Partizipation, Sozialisation, Diagnostik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Konzept der sozialpädagogisch-hermeneutischen Diagnose im Kontext der Jugendhilfe und untersucht dessen Bedeutung für die fallbezogene Hilfeplanung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die diagnostische Praxis in der Jugendhilfe, die hermeneutische Herangehensweise an Klientenbiografien sowie die theoretischen Grundlagen der Konstruktion von Realität durch Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Mehrwert einer hermeneutischen Diagnostik für die pädagogische Praxis aufzuzeigen und zu begründen, warum dieser Ansatz eine klientenzentrierte und dialogische Hilfeplanung unterstützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literatur- und Theorieanalyse, um das Konzept nach Uwe Uhlendorff in den Diskurs der Sozialen Arbeit einzuordnen und mit systemtheoretischen Sprachkonzepten zu verknüpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die kritische Auseinandersetzung mit der Diagnostik in der Jugendhilfe, die Vorstellung der sozialpädagogisch-hermeneutischen Methode und die theoretische Fundierung durch den Konstruktivismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Lebensweltorientierung, hermeneutisches Fallverstehen, Wirklichkeitskonstruktion, Hilfeplanung und Klientenzentriertheit charakterisiert.

Wie unterscheidet sich dieser Diagnoseansatz vom medizinischen Modell?

Im Gegensatz zum medizinischen Modell, das oft auf Defizite und Heilung fokussiert, stellt der sozialpädagogisch-hermeneutische Ansatz das Verstehen der Lebenswelt und der Selbstdeutung des Klienten in den Vordergrund, um gemeinsam Handlungsoptionen zu entwickeln.

Welche Rolle spielt die Sprache bei der Diagnoseerstellung laut der Autorin?

Sprache ist für die Autorin nicht nur Kommunikationsmittel, sondern ein aktives Wahrnehmungsorgan, das Wirklichkeit konstruiert und somit zentral für den therapeutischen und pädagogischen Austausch ist.

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Details

Title
Die sozialpädagogisch-hermeneutische Diagnose von Uwe Uhlendorff
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main
Course
Vertiefungsmodul: Gesellschaft und Persönlichkeit – Schwerpunkt Bildung und Erziehung
Grade
1,0
Author
Laura Linn (Author)
Publication Year
2020
Pages
12
Catalog Number
V1064818
ISBN (eBook)
9783346478313
ISBN (Book)
9783346478320
Language
German
Tags
Gesellschaft Persönlichkeit Bildung Erziehung sozialpädagogisch hermeneutisch Diagnose sozialpädagogische Diagnose hermeneutische Diagnose sozialpädagogisch-hermeneutische Diagnose Soziale Arbeit Sozialarbeit Sprache Wirklichkeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura Linn (Author), 2020, Die sozialpädagogisch-hermeneutische Diagnose von Uwe Uhlendorff, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1064818
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