Publius Ovidius Naso - Ars amatoria 2,641-665


Facharbeit (Schule), 2002

18 Seiten


Gratis online lesen

Inhaltsverzeichnis:

1.Vorwort

2.Allgemeines über die Ars amatoria
2.1.Biographie Ovid
2.2.lateinischer Text
2.3.Übersetzung
2.4.Interpretation von 2.2.
2.5.Schönheitsfehler 3,255-280
2.6. Vergleich von 2,640-662 und 3, 255-280

3. Schönheitsoperationen als Instrument der heutigen Zeit außerliche Mängel zu beheben
3.1.Nachwort
3.2.Literaturverzeichnis
3.3.Schlusserklärung

Publius Ovidius Naso

“ Si quis in hoc artem populo non novit amandi,

hoc legat et lecto carmine doctus amet ”1

„… Kennt einer in diesem Volk die Liebeskunst nicht, so lese er dieses Gedicht und sei danach ein Meister in der Liebe... “ 2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Vorwort

Bei meiner Auswahl des Themas der Facharbeit war von Anfang an klar, dass ich mich mit Ovids Ars amatoria beschäftigen möchte. Eine Ausstellung einer anderen Klasse aus unserer Schule hat mich auf dieses Thema hingewiesen. Ovid beschäftigt sich mit dem Thema wie man in der Liebe miteinander umgeht. Dort waren verschieden Texte Übersetzt und bildlich mit modernen Schönheitsidealen dargestellt. Darin beschreibt er wie man äußerliche Unzulänglichkeiten weniger bösartig sondern in einer liebenswerten Sichtweise darstellen kann. Da ich der Meinung bin, dass heutzutage Menschen vorwiegend nach ihrem äußerlichen Eindruck beurteilt werden, würde ich mir wünschen, dass dieses etwas in den Hintergrund gestellt wird und das innere Werte mehr an Bedeutung gewinnen würden. Seine Lehrgedichte über die Kunst der Verführung gehören bis heute zu den berühmtesten und meist gelesenen Werken in der Antiken Literatur.

2. Allgemeines über die Ars amatoria -„das Buch der Liebe“

Der Stein des Anstosses in drei B ä nden...“: Die Ars amatoria versuchen dem Leihen verständlich zu machen wie ein Liebhaber erobert und festgehalten werden kann, zwei Bände für den Herrn, der dritte Band als „Waffe der Amazone” für die Dame.1 Die Ars amatoria stellt das gesellschaftliche Leben der Kaiserzeit dar, welches in der Liebe häufig als Spiel aufgefasst wurde. Kaiser Augustus hat das Werk aus den öffentlichen Bibliotheken entfernen lassen, da er es für zu anstößig hielt. Ovids Ars amatoria bestehen aus 50 Elegien2 in drei Büchern und haben fast ausschließlich die Liebe zum Inhalt. Eine Ausnahme bildet z..B. liber I, 15: In dieser Elegie besingt Ovid den ewigen Dichterruhm des kurz zuvor verstorbenen Tibull. Die Ars amatoria sind der historisch nicht fassbaren Corinna gewidmet, die zu Ovids Zeit eine der schönsten Frauen Roms gewesen sein muss. Im Anschluss an die drei Bände der Liebeskunst, verfasste Ovid die Remedia amoris, die „Fortsetzung” des in Ars amatoria beschriebenen: “Wie beendet man eine Liebesbeziehung“.3

2.1. Publius Ovidius Naso: „Ovid“

Ovid wurde am 20.März des Jahres 43 v.Chr. in Sulmo (dem heutigen Sulmona) in der Nähe von Rom geboren. Er stammte aus einer sehr wohlhabenden Ritterfamilie und genoss eine ausgezeichnete Ausbildung, unter anderem auch in der Rhetorik. Während Ovids Bruder, der allerdings schon mit zwanzig Jahren starb, die juristische Laufbahn einschlug, interessierte er sich schon als junger Mann für die Dichtkunst. Auf Wunsch seines Vaters schlug er eine Laufbahn als Beamter bzw. Anwalt ein, wo er jedoch nicht über zwei niedrige Richterstellen beruflich hinauskam. Nach dem Tod des Vaters ging Ovid nach Athen, um seine Ausbildung abzuschließen, schlug aber nun den Weg der Dichtkunst ein. Später reiste er mit seinem Freund, dem Dichter Aemilus Macer, durch Asien und Sizilien. Als wohlhabender Erbe führte er ein sorgenfreies, aber auch teils exzentrisches Leben. In Rom, wo er bis zu seinem 50. Lebensjahr blieb und einige öffentliche Ämter übernahm, stand er in der Gunst zahlreicher Mäzene, zu denen auch Kaiser Augustus gehörte. Nach dem Tod von Horaz wurde Ovid zum bekanntesten Autor Roms: Im Jahr 8 n. Chr. jedoch musste er nach Tomis (dem heutigen Constanta in Rumänien) ins Exil. Ovid selbst nannte als Grund die Veröffentlichung seiner Ars Amatoria, ein Langgedichtes über die Liebe, dass dem Kaiser moralisch verwerflich erschien. Wahrscheinlicher ist aber, dass er in der Gunst des Augustus sank, da er von einem Skandal Kenntnis hatte, in den die Enkelin des Kaisers verwickelt war. Ovids Ersuche um Begnadigung blieben erfolglos: Etwa 17 n. Chr. starb er als Ehrenbürger der Stadt Tomis.

2.2. Ars amatoria II. 641-662: Fehler als Vorzüge

Parcite praecipue, uitia exprobrare puellis,

Utile quae multis dissimulasse fuit:

Nec suus Andromedae color est obiectus ab illo,

Mobilis in gemino cui pede pinna fuit.

Omnibus Andromache visa est spatiosior aequo: 645

Unus, qui modicam diceret, Hector erat.

Quod male fers, adsuesce: feres bene: multa vetustus

Leniet; incipiens omnia sentit amor.

Dum novus in viridi coalescit cortice ramus,

Concutiat tenerum quaelibet aura, cadet: 650

Mox eadem ventis, spatio durata, resistet,

Firmaque adoptivas arbor habebit opes.

Eximit ipsa dies omnes e corpore mendas,

Quodque fuit vitium, desinit esse mora.

Ferre novae nares taurorum terga recusant: 655

Adsiduo domitas tempore fallit odor.

Nominibus mollire licet mala: `fusca` vocetur,

Nigrior Illyrica cui pice sanguis erit:

Si paeta est,`Veneri similis`: si rava, `Minervae`:

Sit `gracilis`, macie quae male viva sua est; 660

Dic `habilem`, quaecumque brevis, quae turgida, `plenam`;

et lateat vitium proximitate boni.

2.3. Übersetzung

Haltet vor allen Dingen den Mädchen ihre Fehler nicht vor, es hat schon vielen genützt, sie nicht wahrhaben zu wollen:

Perseus mit den Flügelschuhen machte Andromeda ihre dunkle Hautfarbe nicht zum Vorwurf.

Alle hielten Andromeda für zu groß; Hektor aber war der einzige, der sie für mittelgroß erklärte.

Was du nur schwer erträgst, daran musst du dich gewöhnen; bald wirst du es leichter ertragen.

Die Zeit wird vieles lindern.

Nur am Anfang nimmt man in der Liebe alles wahr.

Während ein frischer Zweig noch an der grünen Rinde heranwächst, wird er herabfallen, wenn ihn, zart wie er ist, auch nur das geringste Lüftchen erschüttert.

Bald wird der Baum durch die Zeit gefestigt sein, sogar den Winden widerstehen und seinen Reichtum unerschütterlich festhalten.

Alleine die Zeit nimmt dem Körper alle Fehler und was ein Mangel war, hört auf ein Hindernis zu sein.

Nasen, denen der Geruch neu ist, finden Stierleder unerträglich.

Werden sie sich im Laufe der Zeit daran gewöhnen, bemerken sie den Geruch nicht mehr.

Es steht uns frei, die Übel zu mildern, indem wir sie anders benennen:

Als braun werde die bezeichnet, deren Blut schwärzer ist als illyrisches Pech;

Schielt sie, so heiße sie „der Venus gleich“; sind ihre Augen graugelb, so gleiche sie Minerva; stirbt sie fast vor Magerkeit, sei sie „schlank“; nenne eine jede, die klein ist, „handlich“, die Dicke „vollschlank“.

So sei jeder Fehler unter dem benachbarten Vorzug verborgen.

2.4. Interpretation von 2.2

Die Frage, wie man mit körperlichen Unvollkommenheiten eines Freundes oder Bekannten umgeht, steht im Mittelpunkt der Interpretation Ovids. Einem Fremden körperliche Unzulänglichkeiten vorzuhalten, wäre eine grobe Unhöflichkeit, doch wie behandelt man die "Schönheitsfehler" seines Partners oder Freundes? Ovid rät seinen Lesern, diese Fehler nicht zu verleugnen, sondern sie durch die Wortwahl positiv zu interpretieren.

Halte dich ü ber niemands Gestalt, Wuchs und Bildung auf! Es steht in keines Menschen Gewalt, diese zu ä ndern. Nichts ist kr ä nkender, niederschlagender und emp ö render f ü r den Mann, der ungl ü cklicherweise eine etwas auffallende Gesichtsbildung oder Figur hat, als wenn er bemerkt, dass diese der Gegenstand der Verspottung oder Befremdung wird. Leute die ein wenig mit der gro ß en Welt bekannt sind und unter Menschen von verschiedenstem Ä u ß eren gelebt haben, sollte man daran eigentlich gar nicht mehr erinnern d ü rfen, aber leider trifft man hier und da, selbst unter vornehmen Personen, besonders unter Damen, solche an, die so wenig Gewalt ü ber sich oder die Eindr ü cke, welche ein ungew ö hnlicher Anblick dieser Art auf sie macht, nicht verbergen k ö nnen .- Das ist schwach, und wenn man noch dabei ü berlegt, wie relativ und dem verschiedenen Geschmack unterworfen die Begriffe von Sch ö nheit und H ä sslichkeit sind... ,so sieht man leicht, dass man sehr selten Recht hat, aus dem ä u ß eren Ansehen eines Menschen f ü r ihn nachteilige Folgerungen zu ziehen ... “ 1

Ovid gibt uns mit seiner direkten Anrede und sein scheinbar alltäglichen Wortschatz das Gefühl selbst angesprochen zu sein.Den ersten Abschnitt über Schönheitsoperationen bzw. körperliche Mängel der Frau, leitet Ovid mit einer imperativ Form von pacere (parcite-haltet...) ein. Hiermit verweißt er auf die Notwendigkeit die vielleicht vorhandenen Mängel nicht offen auszusprechen und sie ihnen nicht vorzuhalten!. Der Überraschungseffekt des Textes wird dadurch gesteigert, dass der Hauptsatz jeweils die Umschreibung nennt und der Nebensatz den Schönheitsfehler aufgreift.

Die Alliteration pede pinna unterstreicht, dass sogar Perseus mit den Fl ü gelschuhen (er, als erhobener) einer Frau ihre „schönheitsfehler nicht vorwirft, so dass „normale“, sterbliche Männer es erst recht nicht machen sollten. „ Alleine die Zeit nimmt dem K ö rper alle Fehler und was ein Mangel war, h ö rt auf ein Hindernis zu sein. “ 2 Im Alter spielen Äußerlichkeiten nurnoch eine untergeordnete Rolle. Die inneren Werte nehmen an Bedeutung zu, wie z.B. Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Loyalität.

2.5. Ars amatoria 3, 255-280: „Der Ausgleich der körperlichen Mängel“

Es kommt die Masse, um sich belehren zu lassen, schöne und hässliche Mädchen, und immer ist das Schlechtere zahlreicher als das Gute. Die Schönen brauchen nicht die hilfreichen Lehren der Kunst; sie haben ihre eigene Gabe, nämlich die Schönheit, die ohne Kunst mächtig ist: Wenn das Meer still ist, kann der Seemann sorglos müßig gehen; ist das Meer aufgewühlt, dann treibt er seine Helfer eifrig an.

Selten ist freilich ein Gesicht fehlerlos: Verbirg also die Fehler und verstecke, soweit du es kannst, deinen körperlichen Mangel. Wenn du klein bist, so sitze, damit du nicht zu sitzen scheinest, wenn du stehst; und liege, so klein du auch bist, auf deinem Bett (auch hier sieh zu, dass deine Füße unter dem darüber gelegten Gewand verborgen sind, damit man, wenn du daliegst, deine Länge nicht messen kann); eine, die allzu mager ist, trage dichtgewebte Stoffe, und der Mantel falle ihr weit von den Schultern herab; die Bleiche trage Gewänder mit purpurnen Längsstreifen; bist du zu dunkel, so nimm deine Zuflucht zu dem pharischen Fisch; ein hässlicher Fuß werde stets in feinem schneeweißen Leder verborgen, dürre Schenkel befreie nie von ihren Binden; zu hohen Schultern passen flache Schnallen; um eine zu schmächtige Brust schlinge sich eine Binde; nur mit sparsamen Gesten untermale diejenige ihre Reden, die dicke Finger und spröde Nägel hat; eine, die einen lästigen Mundgeruch hat, rede niemals, solange sie noch nichts gegessen hat, und halte immer Abstand zum Munde des Mannes; hast du zu schwarze oder zu große oder schief gewachsene Zähne, so wirst du durch Lachen den größten Schaden davontragen.1

2.6 Vergleich der Textstellen 2, 640-662 und 3, 255-280

Die erste große Gemeinsamkeit der beiden Textstellen ist, dass sie beide die Schönheit und ihre Fehler behandeln. Ovid nimmt jeweils Beispiele und gibt Rat wie man die wohlmöglich vorhandenen „Schönheitsfehler“ beheben kann.

Wenn man diese Texte vergleichen will oder gegenüber stellt, muss man darauf achten, dass eine für die Frau ist, und dass der andere ein Rat für Männer ist, wie man die Fehler seiner Liebsten positiv interpretieren kann, ohne Sie vor den Kopf zu stoßen. Dies zeigt die Absicht Ovids, die Schönheitsfehler untergeordnet zu betrachten. Ovid will den Männern an die Hand geben ihre Betrachtungsweise zu ändern. Um vorhandene Fehler abzuschwächen muss man sie aus einer positiven Sichtweise betrachten. (Beispiel aus der heutigen Zeit: Das Glas ist Halb voll.- Das Glas ist halb leer. Beides beschreibt die gleiche Situation, jedoch ist Die erste Aussage positiver). In dem zweiten Text für den Mann erwähnt Ovid anfangs direkt, wie viele „hässliche“ Frauen es gibt, jedoch wenig hübsche.

Ovid reiht die „Schönheitsfehler“ ,wie z.B. eine zu kleine Brust, hintereinander auf und trennt diese durch Komma. Durch das aneinander reihen und durch die Kommatrennung erscheint dies wie eine Auflistung aller häufig auftretenden Schönheitsmängel, um den Männern zu gefallen, trotz Mängel gibt Ovid ihnen Ratschläge wie Sie ihren Männern doch noch gefallen könnten.

Bei beiden texten fällt auf, dass Ovid sich mit seinen Ratschlägen und Tipps ausschließlich aus der Sicht des Mannes mit Fehlern der Frau befasst. Umgekehrt werden der Frau keine Instrumente an die Hand gegeben Unzulänglichkeiten des Mannes freundlicher darzustellen. In dem ersten Text verbirgt er die „schönheitsfehler“ in den Nebensätzen, so dass sie nicht zu auffällig sind und der Mann es auch verstehen kann.

3.0 Schönheitsoperationen als Instrumente heutiger Zeit aüßerliche Mängel zu beheben

Während in der Antike Ovid eher Bewusstseinsänderungen zur Einstellung bei vorhandener äußerlichen Mängel und deren Kaschierung durch kleine Tricks beschrieben werden, greift man in der heutigen Zeit zu gravierenderen Eingriffen, wie z.B. Schönheitsoperationen. Unter Schönheitsoperationen versteht man medizinische Eingriffe, die keine gesundheitlichen, sondern kosmetische Gründe haben. Der Fachmann spricht von der Ästhetischen Chirurgie. In der Verwaltungssprache wird auch häufig von komfortmedizinischen Operationen gesprochen.

Die plastische Chirurgie befasst sich mit der Wiederherstellung ganz allgemein. Sie ist nicht spezialisiert auf eines oder wenige Organe des menschlichen Körpers.

Ausgegangen mag dies alles sein von dem Bestreben der Menschheit, nach körperlicher Unversehrtheit. Versuche einer plastischen Chirurgie sind schon in vorchristlicher Zeit bekannt geworden.

Die ästhetische Chirurgie nahm zu Beginn des letzten Jahrhunderts unter jenen Gruppen in Europa und den USA ihren Anfang, die ihr Aussehen dem der Majorität ihrer Umgebung anpassen wollten. Irische Einwanderer ließen sich in New York ihre "Boxernasen" in "englische Nasen" umwandeln, Juden ließen ihre Nasen in Deutschland korrigieren, um öffentlich nicht als Jude kenntlich zu sein. Die Patienten wollen ihren Körper vergessen, um eins zu werden mit denen, die sich vermeintlich um die Erwünschtheit ihrer Körper nicht zu sorgen brauchten. Diese politisch brisante Verknüpfung von Aussehen und gesellschaftlicher Anerkennung erweist sich auch heute noch häufig als Motivation für schönheitschirurgische Eingriffe.1 Schönheitsoperationen gehören für die heutige Gesellschaft dazu. Es wird nicht mehr tabuisiert wie vor ca 10 Jahren. Fast niemand hat ein Problem zuzugeben, dass er sich einer Schönheitsoperation unterzogen hat. Die Meisten Menschen vergessen aber dabei, dass es ein chirurgischer Eingriff an unserem Körper ist. Schönheitsoperationen können einerseits sehr hilfreich für Menschen sein, die z.B. einen schweren Unfall hatten und eine OP brauchen um ihr Leben wieder lebenswert zu machen, andererseits machen es die meisten Menschen aus ästhetischen oder sogar gesellschaftlichen Gründen.

Der Mensch ist sozusagen eine Art Prothesengott geworden, recht gro ß artig, wenn er alle seine Hilfsorgane anlegt, aber sie sind nicht mit ihm verwachsen und machen ihm gelegentlich noch viel zu schaffen. Sigmund Freud

Schon zu Lebzeiten von Sigmund Freud schienen Schönheitsoperationen Gesprächsthemen zu sein. Allerdings kann man dem Zitat entnehmen, dass niemand bzw. er, dem nicht wirklich zustimmte.

Immer mehr Menschen unterziehen sich schmerzhaften Schönheitsoperationen, die Werbung präsentiert uns makellose Körper und in Talkshows werden Themen wie "Du bist häßlich - mach was aus dir" und "Ich bin der Schwarm aller Frauen" täglich breitgetreten. Aber ist das Aussehen denn wirklich von so großer Bedeutung? Um dies herauszufinden habe ich Freunde und Bekannte befragt.

Nach der Auswertung kam ich zu dem Ergebnis, dass das Aussehen in einer Freundschaft und Partnerschaft zwar eine Rolle spielt, aber keine so große, dass die inneren Werte nebensächlich werden. Ich sehe mich in meiner Hypothese bestätigt, dass uns die Medien ein nicht der Realität entsprechendes Bild vorgaukeln.

Hier sind zwei Diagramme, die zeigen, dass sich nur wenige der Befragten an einem Ideal orientieren. Unter denen die jedoch ein Ideal haben, möchte der Großteil diesem nur charakterlich gleichen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Auffällig bei den Diagrammen ist, dass zwar gleich viele Frauen wie Männer ein Ideal haben, bei der Frage in welcher Hinsicht sie diesem gleichen wollen jedoch eine ganz unterschiedliche Verteilung stattfindet.

3.1 Nachwort

Bei der Bearbeitung meiner Facharbeit ist mir klar geworden wie viel Aufwand es braucht um eine umfangreiche Arbeit zu erstellen. Meine Erwartungen bezüglich der Methoden Schönheitsfehler zu kaschieren, hatte sich nicht erfüllt, weil die Wichtigkeit und das Verstecken von Schönheitsfehlern in der Antike und heute sind grund verschieden. In 2.6 Schönheitsoperationen, wird gesagt, dass der Grundstein der Schönheitsoperationen in der Antike liegt. Es sollen zu dieser Zeit kleinere Nasenoperationen an Kaisern vollzogen worden sein. Allerdings frage ich mich im nachhinein, wie diese ausgesehen haben müssen, da nach meinen Recherchen Ovid die vorhandenen Schönheitsfehler nicht operiert, sondern in ein positives Licht rückt oder kleine Tipps gibt wie man sie „verstecken“ kann. Gefreut hätte mich, wenn Ovid die Kritik, Beurteilung und Verschleierung äußerlicher Mängel auch Frauen gegenüber Männern nahegelegt hätte. Ansonsten bin ich erstaunt gewesen wie schwer es ist verwendbare Materialien zu finden und diese gerecht umzusetzen. Zum Ende hin war ich froh endlich fertig zu sein und hoffe, dass sich der Aufwand gelohnt hat.

3.2 Literaturverzeichnis

-von Albrecht, Michael: Ars amatoria, Reclam
-Rüdiger, Horst (Hrsg.): Lateinische Gedichte, Heimeran Verlag München
-Glücklich, Hans-Joachim (Hrsg.): Consilia, Lehrerkommentare, G. Fink/ K.-H. Niemann, Ovids „Ars Amatoria“ im Unterricht, Vandenhoeck & Ruprecht
-http://www.studienpreis.de
-www.phil.uni-erlangen.de/~p2latein/ovid/amores/vorwort.html
-Berlin, 1891. Dr. Fr. Herz

3.3 Schlusserklärung

Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegenden Arbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel verwendet habe. Insbesondere versichere ich, dass ich alle wörtlichen und sinngemäßen Übernahme aus anderen Werken als solche kenntlich gemacht habe.

Herne, den 22.03.2002

Unterschrift:

[...]


1 Publius Ovidius Naso; Ars amatoria, Reclam

2 Übersetzt von Michael von Albrecht; Ars amatoria, Reclam

3

1 Berlin, 1891. Dr. Fr. Herz

2 Elegie: (Antike) Gedicht in Distichen; (später) wehmutsvolles, klagendes Gedicht [-grch. Elegeia „lyrisch-epiches, in Distichen verfasstes Gedicht“], Wahrig deutsches Wörterbuch, Gerhard Wahrig, Mosaik Verlag

1 zitiert nach Freiherr von Knigge; Consilia, G.Fink / K.-H. Niemann, Ovids „Ars amatoris“ im Unterricht

2 Zitiertt nach Ovid aus der Interpretation

1 übersetzt von Michael von Albrecht; Ars amatoria, Reclam

1 http://www.studienpreis.de

18 von 18 Seiten

Details

Titel
Publius Ovidius Naso - Ars amatoria 2,641-665
Autor
Jahr
2002
Seiten
18
Katalognummer
V106512
Dateigröße
492 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Publius, Ovidius, Naso
Arbeit zitieren
Anne Knobloch (Autor), 2002, Publius Ovidius Naso - Ars amatoria 2,641-665, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/106512

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Publius Ovidius Naso - Ars amatoria 2,641-665



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden