Die drei Phasen des Vietnamkrieges. Nationale und internationale Auswirkungen


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
9 Seiten, Note: 1

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GLIEDERUNG

Einleitung:

1. Die erste Phase 1946-1954
1.1 Ergebnisse der Genfer Indochinakonferenz (21.07.1954)
1.2 Entwicklung Vietnams von 1954-1964 22

2. Die zweite, die ,,Amerikanische" Phase des Krieges
2.1 Die Tet-Offensive
2.2 ,,Vietnamisierung" des Krieges (1969-1971)
2.3 Verhandlungsstillstand
2.4 Erneute Eskalation
2.5 Vorlä ufiger Frieden

3. Die dritte Phase des Krieges: Der Bürgerkrieg

4. Vietnam nach dem Krieg
4.1 Auswirkungen des Krieges in Zahlen

5. Solidarität mit Vietnam

6.Glossar

Einleitung: - gliedert sich in 3 Phasen

1. französische Phase oder auch Indochinakrieg (1946-1954)

2. amerikanische Phase (1955-1973 wobei von 1964-1973 aktive kriegerische Phase

3. Bürgerkriegsphase zwischen Nord- und Südvietnam (1973-1975)

1. Die erste Phase 1946-1954

- Vietnam wie Laos und Kambodscha in französischen Kolonialbesitz

- Im 2.W.K. von Japan okkupiert

- Zurückdrängung der Japaner durch die Vietminh unter Führung von

Ho Chi Minh (Partisanenkrieg)

- 02.09.1945 Proklamierung der DEMOKRATISCHEN REPUBLIK VIETNAM in Hanoi

- Ho Chi Minh Präsident der DRV Forderung nach uneingeschränkter Souveränität Vietnams

Konflikt mit Frankreich (wollten Wiederherstellung der Kolonialherrschaft)

- 23. 11. 1946 Ausbruch des Krieges durch Angriff der Franzosen auf Hafenstadt Haiphong

- 1949 Gründung der Republik Vietnam durch Frankreich

Staatschef wurde der ehemaliger Kaiser Bao Dai

- Ab 1950 erhält Vietminh bei Unabhängigkeitskampf von VR China militärische Unterstützung

- Frankreich erhält finanzielle u. militärische Unterstützung von USA

- 07. 05. 1954 entscheidende Niederlage Frankreichs bei Dien Bien Phu

1.1 Ergebnisse der Genfer Indochinakonferenz (21.07.1954)

- Waffenstillstand zwischen Vietminh & Frankreich

- vorläufige Teilung Vietnams am 17. Breitengrad in Nordvietnam und Südvietnam

- sofortiger Abzug der franz. Truppen aus Nordvietnam sowie deren Abzug aus Südvietnam innerhalb von zwei Jahren

- freie demokratische Wahlen zur Wiedervereinigung 1956

1.2 Entwicklung Vietnams von 1954-1964

- in Nordvietnam lebte die DRV mit Unterstützung von SU und VR China unter Ho Chi Minh wieder auf

- im Süden Gründung der Republik Vietnam

- Ngo Dinh Diem von USA zu deren Regierungschef ernannt amerikanische Marionettenregierung

- Diem erklärt Beschlüsse der Genfer Konferenz als ungültig und spricht sich für Annexion der DRV aus Verhinderung der Volksabstimmung über Einheit Vietnams

- Zunahme des Engagement der USA in Südvietnam

- zahlreiche Militärberater kamen ins Land

- Stationierung von Truppen auf dem Gebiet

- Legitimierung ihres Handels mit Dominotheorie

- Anwachsen von allgemeinem Unmut in der Bevölkerung Aufgrund von:

- Unterdrückung jeglicher Opposition

- Einschränkung der Ausübung der buddhistischen Religion durch Diem Regime

- 1960 Zusammenschluss zahlreicher südvietnamesischer Wiederstandsgruppen zur FNL bzw. Vietcong

2. Die zweite, die ,,Amerikanische" Phase des Krieges

- Anfang August 1964: Eskalation des Krieges in Folge d. ,,Tonking Zwischenfalles"

- Angriff Nordvietnamesischer Torpedoboote am 2 u. 4. August auf 2 US-Zerstörer (im Golf von Tonking)

- 7.08.1965: Präsident Lyndon B. Johnson erhält vom Kongress die Generalvollmacht zur Kriegsführung gegen Nordvietnam

- Februar 1965: Bombenangriffe d. USA auf strategisch wichtige, militärische u. wirtschaftliche Ziele in Nordvietnam

- USA verstärkt Truppenpräsenz in Vietnam bis Ende 1968 auf 543 000 Mann

- Nordvietnam lehnt Verhandlungsversuche d. USA ab

- Verstärkung der Bombardements in Nordvietnam

- Zerstörung der Wirtschaft und Infrastruktur

- N.V. fast vollständig auf Militär u. Wirtschaftshilfe aus China u. Sowjetunion angewiesen

- allerdings hohe Verluste auf Seiten der USA( bis 1967:15058 Tote, 109527 Verletzte)

2.1 Die Tet-Offensive

- groß angelegte, überraschende Offensive d. Vietcong- Truppen auf zahlreiche südvietnamesische Städte, besonders Hu?

- Im Januar 1968 unter der Leitung d. nordvietnamesischen Generals Vo Nguyen Glap durchgeführt u. benannt nach dem Beginn d. Offensive im Monat Tet (Januar) des vietnamesischen Kalenders

- militärisch gescheitert, allerdings effektvolle Demonstration d Schlagkraft d. Vietcongs(Schock für USA)

- 31.03.1968: Johnson verkündet Ende d. Luftangriffe auf Nordvietnam

- Gegenleistung: Aufnahme von Friedensgesprächen

- finden am 13.05.68 in Paris statt

- keine Ergebnisse, Krieg in Südvietnam ging weiter

- Johnson verzichtet auf eine erneute Kandidatur als US-Präsident

2.2 ,,Vietnamisierung" des Krieges (1969-1971)

- Richard M. Nixon zum Nachfolger von Johnson gewählt

- stellt sein Programm der ,,Vietnamisierung" des Krieges vor:

- stufenweiser Rückzug d. USA aus dem Krieg

- Tod v. ho Chi Minh am 3.September 1969

- Nordvietnam nun durch eine Vierer Gruppe regiert

2.3 Verhandlungsstillstand

- Anfang 1972: Aufstellung eines Friedensplanes sowohl v. Vietcong als auch von d. USA

- 23.03.1972: Abbruch der Verhandlungen in Paris

- 30.03.1972: Offensive v. Nordvietnam bis in die Provinz Quang Tri

- Gegenoffensive d. USA am 8.05.1972

2.4 Erneute Eskalation

- erneute Friedensgespräche in Paris

- Nordvietnam stimmt Friedensplan zu

- Abbruch der Friedensgespräche am19.12.1972

- massive Bombardierung v. Hanoi u. Haiphong von Nixon angeordnet

2.5 Vorläufiger Frieden

- 27.01.1973: Unterzeichnung eines Abkommens zur Beendigung d. Krieges und zur Wiederherstellung d. Friedens durch Nordvietnam, Südvietnam u. USA

- In Kraft treten d. Waffenstillstandes am 28.01.73

- Abkommen forderte unter anderem:

- Abzug d. ges. Truppen d. USA innerhalb v. 60 Tagen

- Herausgabe d. Kriegsgefangenen beider Seiten innerhalb v. 60 Tagen

3. Die dritte Phase des Krieges: Der Bürgerkrieg

- Abzug sämtlicher amerikanischer Truppen aus Vietnam bis Ende März 1973

- erneute kämpfe in Vietnam trotz d. Waffenstillstandsabkommens

- Ende 1974: Großoffensive nordvietnamesischer Truppen

- Fall d. wichtigen Städte Hu? (1975) u. Saigon (30.04.1975)

- Kapitulation Südvietnams am selben Tag

- 2.Juli 1976: Errichtung d. Sozialistischen Republik Vietnam und Wiederherstellung d. gesamtvietnamesischen

4. Vietnam nach dem Krieg

- Nach Beendigung des Krieges durch Sieg der Nordvietnamesen

- gesamtvietnamesische Wahlen die nationale Einheit wieder herstellt

- 2. Juli Gründung der Sozialistischen Republik Vietnams

- danach folgten Jahre mit großen wirtschftl. und polit. Problemen

- Ende siebziger - Anfang achtziger Konflikt mit China

- Anfang achtziger Inflation und Hungersnöte - große Flüchtlingsströme

- Durch Kurs der ,,Erneuerung" (Doi Moi) (teilweise Anpassung an marktwirtschaftliche Mechanismen) vollzog sich Trendwende in der wirtschaftlichen Entwicklung. Vietnam sieht sich selbst heute in einer Übergangsphase zum Sozialismus

4.1 Auswirkungen des Krieges in Zahlen

- Hohe Brutalität des Krieges wird Anhand von Opferzahlen deutlich - 3 Mio. Vietnamesen ließen Leben (darunter 90% Zivilisten) - ca. 57´000 amerikanische Soldaten fielen und ca. 150´000 verwundet

- durch Nutzung von Pestiziden und anderen Kampfstoffen wie ,,Napalm" und ,,Agent Orange" 24

- irreparable ökologische Schäden auf 24´000 km² (10%) der gesamten Anbaufläche Vietnams ca. 50´000 Kinder mit genetischen Schädigungen (Verkrüpplungen)

- durch Einsatz von insgesamt 7,5 Mio. Tonnen Bomben (4x mehr als im 2.WK.)

- Zerstörung von Wirtschaft und Infrastruktur

- 9000 von 15000 Dörfern dem Erdboden gleich gemacht

- etwa 12 Mio. Menschen verloren Heimat

- Kosten für USA:

- insgesamt ca. 720 Mrd. US-Dollar

- Rüstungsausgaben zwischen 1961-1975 entsprachen 9% des gesamten Bruttosozialprodukts

5. Solidarität mit Vietnam

- Weltweite Proteste gegen das Vorgehen der USA in Vietnam - Entscheidender Inhalt der 68er Bewegung

- SDS thematisierte u.a. Rolle der Medien(vor allem Springer) im Krieg

- (,,Enteignet Springer!")

- Berichterstattung größtenteils einseitig z.B. Gräuelmärchen von Vietcong diese sollten kath. Priester in Ameisenhaufen gesteckt haben - ab Tet-Offensive

- In USA neben Großdemonstrationen mit mehreren Hunderttausend Teilnehmern auch massenweise Kriegsdienstverweigerungen, Desertionen

- Auch in 3. Welt Massenproteste so z.B. in Mexiko wobei mehrere hundert Personen erschossen wurden

- In Osteuropa Blutspendeaktionen für Vietnamesen

6.Glossar

Viet Minh:

,,Liga für die Unabhängigkeit Vietnams"

Guerillagruppe die 1941 auf Initiative Ho Chi Minhs und der Kommunistischen Partei Indochinas gegründet wurde

Ho Chi Minh:

,,Ozean des Lichts" oder ,,der Erleuchtete" bürgerlicher Name Nguyen Sinh Cung

* 19. 05. 1890 Kim Lien

03.09.1969 Hanoi

gelernter Anwalt und Gärtner

erster Kontakt mit Kommunisten 1917

Gründungsmitglied der Kommunistischen Partei Indochinas (1930) Gründer und Präsident der DRV

Dominotheorie:

Nach Etablierung des Sozialismus in einem Land soll sich diese Entwicklung auf die

angrenzenden Länder übertragen.(Dominoeffekt) Dominotheorie wurde von westlichen

Mächten in die Welt gesetzt um ihre starke Präsenz bzw. Krieg in Vietnam als Kampf gegen die Gefahren des ,,Kommunismus" zu rechtfertigen.

FNL/Vietcong:

« Front National de Libération du Viêt-Nam Sud »

Dt.: ,,Nationale Befreiungsfront Südvietnams" bzw. Vietcong abk. für ,,Viet-Nam Cong San" (vietnamesischer Kommunist) 1960 in Südvietnam gegründete von Nord-Vietnam unterstützte Guerillagruppe

SDS

Sozialistischer Deutscher Studentenbund ursprünglich Studentenbund der SPD Trennung: 1961

Kern der 68er Bewegung Auflösung 1970

Quellen:

Encarta Enzyklopädie 2001

Bertelsmann Lexikon 2000

Warum sie nicht siegten (Buch)

Internet:

www.winfried-wolf.net

www.wissen.de

www.weltchronik.de

www.fotomr.uni-marburg.de/kunstimkrieg www.sozialisten.de

http://members.tripod.de/koreaprojekt/vietnam.htm www.grin.de

9 von 9 Seiten

Details

Titel
Die drei Phasen des Vietnamkrieges. Nationale und internationale Auswirkungen
Hochschule
Schadow Gymnasium Berlin
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
9
Katalognummer
V106526
Dateigröße
464 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vietnamkrieg
Arbeit zitieren
Oliver Gäbe (Autor), 2001, Die drei Phasen des Vietnamkrieges. Nationale und internationale Auswirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/106526

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