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Sind Naturkindergärten eine Alternative zum Regelkindergarten in der vorschulischen Erziehung?

Vergleich von Naturkindergärten und Regelkindergärten in Deutschland

Titel: Sind Naturkindergärten eine Alternative zum Regelkindergarten in der vorschulischen Erziehung?

Hausarbeit , 2017 , 27 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Benjamin Waldmann (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Alternative Pädagogikkonzepte in Kindergärten freuen sich wachsender Beliebtheit. Doch der Regelkindergarten ist weiterhin und mit großem Vorsprung die erste Anlaufstelle für frischgebackene Eltern. Eine besondere Alternative erhält in den letzten Jahren jedoch immer mehr Aufmerksamkeit und das trotz - oder insbesondere weil - es mit traditionellen Vorstellungen einer örtlich festen Anlaufstelle bricht. Die Rede ist vom Natur- oder Waldkindergarten.

Laut dem Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten in Deutschland gibt es aktuell über 1500 Natur- und Waldkindergärten bzw. Gruppen in Deutschland. Diese Zahl ist umso erstaunlicher, wenn man beachtet, dass der erste Waldkindergarten in Deutschland erst 1993 in Flensburg gegründet wurde. Selbst aktuelle Literatur und Veröffentlichungen sind daher in der Angabe der Anzahl von Naturkindergärten schnell überholt. Als die am weitreichendste Forschung ist wohl die Inauguraldissertation von Peter Häfner zu nennen, der die Unterschiede von Kindern aus Wald- und Regelkindergärten im Hinblick auf den Übergang zur Grundschule untersucht hat. Zur gleichen Zeit widmete sich Roland Gorges intensiv den Waldkindergärten und begründete mit ersten Erhebungen die empirische Forschung zur Schulfähigkeit von Kindern aus Naturkindergärten.

Erstmal klingt es ungewohnt, dass Kinder an jedem Tag, zu jeder Jahreszeit und bei (fast) jedem Wetter draußen in der freien Natur spielen, lernen und gemeinsam essen. Naturkindergärten haben bis auf einen kleinen Unterstand oder einen Bauwagen weder Wände noch Dächer oder selbst sanitäre Anlagen. Befürworter führen dabei verschiedenste Vorteile und Argumente an, weshalb diese Lernatmosphäre in der freien Natur für Kinder besonders wertvoll ist. Als einleuchtend ist dabei das ökopädagogische Argument nach einer besseren Umweltbildung zu nennen. Aber auch eine gesundheitliche Stärkung der Kinder wird angeführt. Ein stärkeres Immunsystem, weniger Erkältungskrankheiten und weniger Allergien sind nur ein paar der genannten Vorteile. Doch welche Veränderungen sind festzustellen beim Sozialverhalten, bei der Konzentration oder den kognitiven Fähigkeiten der Kinder. Wichtige Punkte, die im Hinblick auf die Schulfähigkeit und dem Verhalten im Klassenverbund im Übergang zur Grundschule als „Schulreife“ vorausgesetzt werden.

Daher geht diese Hausarbeit der Frage nach, ob Naturkindergärten eine Alternative zum Regelkindergarten in der vorschulischen Erziehung darstellen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Naturkindergärten

2.1. Ursprung und Definition

2.2. Formen von Naturkindergärten

2.2.1. „Reine“ Naturkindergärten

2.2.2. Integrierte Naturkindergärten

2.2.3. Feste Naturgruppe

2.2.4. Flexible Natur- oder Wandergruppen

2.2.5. Naturprojekte, -wochen oder -tage

2.3. Konzeptionelle Leitgedanken

2.4. Pädagogische Praxis

3. Vergleich mit Regelkindergärten in der vorschulischen Erziehung

3.1. Unterschiede zwischen Natur- und Regelkindergärten

3.2. Ansprüche an die Schulfähigkeit

3.3. Vorstellung empirischer Untersuchungen

4. Fazit

5. Verzeichnis der Diagramme

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob Naturkindergärten eine pädagogisch wertvolle und gleichwertige Alternative zum traditionellen Regelkindergarten darstellen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie sich der Besuch eines Naturkindergartens auf die Schulfähigkeit und das Sozialverhalten der Kinder beim Übergang zur Grundschule auswirkt.

  • Historischer Ursprung und Definition von Naturkindergärten
  • Differenzierung der verschiedenen Organisationsformen (rein, integriert, fest/flexibel)
  • Konzeptionelle Leitgedanken und Pädagogik der Naturerfahrung
  • Vergleich der pädagogischen Praxis: Natur vs. Regelkindergarten
  • Analyse der Schulfähigkeit unter Einbeziehung empirischer Studien

Auszug aus dem Buch

Freispiel

In der Freispielphase haben die Kinder alle Möglichkeiten sich frei zu beschäftigen ohne Anleitung durch Erzieher:innen. Dabei entstehen kleinere und größere Gruppen oder auch Einzelbschäftigung. Spielsachen oder -geräte werden nicht mit in den Wald genommen - gespielt wird mit den Objekten, die in der Natur gefunden werden. Neben der Fantasie schärft dieses Spiel auch die kognitiven und kommunikativen Kompetenzen der Kinder. Amanda und Judy Kane beschreiben dieses Kernelement der pädagogischen Praxis in ihrem Artikel „Waldkindergarten in Germany“: „There are no human-made toys in the woods. Children use their imaginations to create fantasy objects. Some childrens have found evergreen branches and are pretending to paint a tree, using the branches as imaginary brushes. The branches are then transformed into brooms, and the children clean the Forest floor. One child pushen a knob on a tree to sound an imaginary fire alarm, and others run for safety! Creative fantasy play, where objects are transformed in countless ways, is an essential component in these schools. This symbolic fantasy play develop abstract thinking and comprehension of spatial relationships, skills that young children do not get from traditional pencil and paper tasks or from toys with predetermined meanings. They are also role-playing and learning cooperative social skills, other important developmental tasks“ (2011, S. 17).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema und Darlegung der Relevanz von Naturkindergärten sowie der Forschungsfrage bezüglich ihrer Eignung als Alternative zur vorschulischen Erziehung.

2. Naturkindergärten: Definition des Begriffs, Beschreibung der verschiedenen Formen von Naturkindergärten sowie Erläuterung der zugrunde liegenden konzeptionellen Leitgedanken und der pädagogischen Praxis.

3. Vergleich mit Regelkindergärten in der vorschulischen Erziehung: Gegenüberstellung der institutionellen Rahmenbedingungen, Anforderungen an die Schulfähigkeit und detaillierte Präsentation empirischer Untersuchungen zu den Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung.

4. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage sowie Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen der Naturpädagogik.

5. Verzeichnis der Diagramme: Auflistung der verwendeten grafischen Darstellungen und Tabellen aus der Arbeit.

6. Literaturverzeichnis: Dokumentation der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur zur Fundierung der Argumentation.

Schlüsselwörter

Naturkindergarten, Waldkindergarten, Regelkindergarten, vorschulische Erziehung, Schulfähigkeit, Naturpädagogik, Sozialverhalten, empirische Forschung, pädagogische Praxis, Bildungslandschaft, Umweltbildung, Kindesentwicklung, Ganztagsbetreuung, frühkindliche Bildung, Kompetenzförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, ob Naturkindergärten als pädagogische Alternative zum klassischen Regelkindergarten fungieren können und inwieweit sie Kinder auf die Schule vorbereiten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben der Definition verschiedener Naturkindergartenformen stehen die pädagogischen Konzepte, die praktische Umsetzung im Alltag sowie der Vergleich der Schulfähigkeitsentwicklung im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob Naturkindergärten den Anforderungen an eine vorschulische Erziehung gerecht werden und eine vollwertige Alternative zum Regelkindergarten darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender empirischer Studien und Untersuchungen, wie beispielsweise jener von Peter Häfner und Roland Gorges.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Konzeptionen/Praxis) und einen detaillierten Vergleich der beiden Einrichtungen, inklusive einer kritischen Betrachtung empirischer Forschungsergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Naturkindergarten, Waldkindergarten, Schulfähigkeit, pädagogische Praxis, Sozialverhalten und empirische Forschung.

Wie unterscheiden sich die Bildungsergebnisse von Kindern in Natur- und Regelkindergärten laut der Untersuchung?

Die Studien deuten darauf hin, dass Kinder aus Naturkindergärten in Bereichen wie Motivation, Konzentration und Sozialverhalten tendenziell überdurchschnittliche Werte aufweisen.

Welche Rolle spielt die "Schulreife" im Kontext dieser Analyse?

Die Arbeit reflektiert kritisch über das Konzept der Schulreife und stellt fest, dass Sorgen bezüglich etwaiger Nachteile für Waldkindergartenkinder durch die untersuchten Ergebnisse weitgehend entkräftet werden können.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sind Naturkindergärten eine Alternative zum Regelkindergarten in der vorschulischen Erziehung?
Untertitel
Vergleich von Naturkindergärten und Regelkindergärten in Deutschland
Hochschule
Universität Bielefeld
Veranstaltung
Theorien & Institutionen
Note
1,3
Autor
Benjamin Waldmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
27
Katalognummer
V1066275
ISBN (eBook)
9783346475749
ISBN (Buch)
9783346475756
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Naturkindergarten Waldkindergarten Regelkindergarten Kindergarten Kita Schule Schulfähigkeit Vorschule Erziehung Bildung Vorschulische Erziehung Naturpädagogik Umweltpädagogik Natur Umwelt Ökologie Verhäuslichung Verinselung Wald Strand Häfner Gorges Vergleich Empirie quantitative Studie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Benjamin Waldmann (Autor:in), 2017, Sind Naturkindergärten eine Alternative zum Regelkindergarten in der vorschulischen Erziehung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1066275
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Leseprobe aus  27  Seiten
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