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Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Gesprächsdokumentation und Forschungsbericht

Titel: Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Gesprächsdokumentation und Forschungsbericht

Hausarbeit , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Laura Linn (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um einen Forschungsbericht eines qualitativen Forschungsinterviews, genauer gesagt um die Darlegung eines ethnographischen Protokolls. Thema des Interviews ist dabei der Themenkomplex der sexuellen Vielfalt. Nach einer Auswertung des eigentlichen Interviews werden zudem die Begriffe Stereotyp, Vorurteil und Diskriminierung nochmals näher erleuchtet und ausgeführt. Zum Abschluss werden auf Basis dieses Interviews nochmals mögliche Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit aufgezeigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Ethnographisches Protokoll

2 Sequenzieller Bericht

3 Reflexion

4 Stereotyp, Vorurteil und Diskriminierung

5 Theoretisches Konzept zur Analyse des Interviews

6 Unterstützende Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit

7 Rechtliche Rahmenbedingungen

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist die Untersuchung und Dokumentation biographischer Erfahrungen mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sowie die Analyse damit verbundener Diskriminierungsprozesse unter Anwendung wissenschaftlicher Identitätsmodelle und sozialarbeiterischer Handlungskonzepte.

  • Biographisch-narrative Erhebung individueller Lebensgeschichten im Kontext von LGBTQI*.
  • Analyse von Stereotypisierung, Vorurteilen und Diskriminierung anhand von Fallbeispielen.
  • Anwendung des Phasenmodells homosexueller Identitätsbildung nach Cass (1979).
  • Reflexion über die Rolle der Sozialen Arbeit bei der Förderung von Regenbogenkompetenz.
  • Diskussion rechtlicher Rahmenbedingungen und Schutzmöglichkeiten gegen Diskriminierung.

Auszug aus dem Buch

1 Ethnographisches Protokoll

Ich habe den Schwerpunkt Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt gewählt, da ich bereits Workshops zum Thema LGBTQI* in Schulen gegeben habe und auch in meinem Umfeld häufig mit dem Thema konfrontiert bin. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele Umstände von Betroffenen nicht als Diskriminierung aufgefasst werden, da sie zu ihrer Normalität gehören oder lediglich impliziert beziehungsweise subtil geäußert oder getätigt werden. Vor dem Hintergrund dieses subjektiven Eindrucks, empfinde ich eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema Diskriminierungserfahrungen im Kontext LGBTQI* und den rechtlichen Hintergründen als wichtig und notwendig.

Da sich mein privates Umfeld und somit die Gespräche über die Thematik auf einen Altersbereich zwischen 25 und 35 eingrenzen lassen und ich sowohl durch die Projekte in Schulen als auch die Arbeit in einer LGBTQI*-Jugendgruppe Einblicke in die Lebenswelt und Erfahrungen jüngerer Personen gewinnen konnte, habe ich mich entschieden, das Interview mit einer Person zu führen, die außerhalb dieses Altersbereichs liegt. Bei meinem Interview-Partner handelt es sich um den Ex-Freund meines Cousins A.. Da die beiden eine Fernbeziehung führten und ich zum damaligen Zeitpunkt nicht in der Nähe meines Cousins wohnte, haben P. und ich uns lediglich einmal zu Silvester gesehen, uns jedoch nicht näher kennen gelernt und keinen privaten Kontakt gepflegt.

Da A. und P. gemeinsame Hunde haben und weiterhin ein freundschaftliches Verhältnis pflegen, findet vierteljährlich ein Treffen zwischen den beiden statt. Über A. habe ich bei P. angefragt, ob er sich vorstellen kann, bei seinem nächsten Besuch ein Interview mit mir zu führen. P. sah dies als gute Gelegenheit zu erfahren, wie es ist auf der Seite des_der Interviewten zu stehen, da er sonst in seiner seelsorgerischen Arbeit meist der befragende ist. Wir vereinbarten einen Termin für das Interview. Dieses fand, auf Wunsch von P., in der Wohnung von A. statt, wobei sich Letzterer in einem anderen Raum aufhielt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Ethnographisches Protokoll: Beschreibt die Auswahl des Interviewpartners, die Motivation für das Thema sowie den setting-spezifischen Rahmen und Ablauf der Gesprächsführung.

2 Sequenzieller Bericht: Bietet eine detaillierte Zusammenfassung der Interviewergebnisse in zeitlicher Abfolge und fokussiert auf die für den Interviewpartner bedeutungsschweren biographischen Momente.

3 Reflexion: Analysiert den eigenen Prozess des narrativen Interviews, die Herausforderungen der Gesprächsführung und die methodische Einordnung der Datenerhebung.

4 Stereotyp, Vorurteil und Diskriminierung: Erläutert theoretische Begriffe der Diskriminierungsforschung anhand konkreter im Interview genannter Beispiele und Vorurteilsstrukturen.

5 Theoretisches Konzept zur Analyse des Interviews: Wendet das Phasenmodell homosexueller Identitätsbildung nach Cass an, um die individuellen Entwicklungsschritte des Interviewten zu strukturieren.

6 Unterstützende Handlungsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit: Diskutiert die Notwendigkeit von Aufklärungsarbeit und Regenbogenkompetenz, exemplifiziert am Projekt SCHLAU.

7 Rechtliche Rahmenbedingungen: Untersucht die vorliegenden Diskriminierungserfahrungen unter Berücksichtigung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und der juristischen Durchsetzbarkeit.

Schlüsselwörter

Sexuelle Vielfalt, Geschlechtliche Identität, LGBTQI*, Biographisch-narratives Interview, Diskriminierung, Stereotypisierung, Vorurteile, Regenbogenkompetenz, Identitätsbildung, Soziale Arbeit, Coming-out, AGG, Identitäts-Synthese, Seelsorge, Heteronormativität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den biographischen Diskriminierungserfahrungen einer schwulen Person und reflektiert diese unter sozialwissenschaftlichen und rechtlichen Gesichtspunkten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind sexuelle Identitätsfindung, der Umgang mit Diskriminierung im Alltag sowie die Relevanz von Aufklärung und professioneller Regenbogenkompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erforschung individueller Bewältigungsstrategien einer schwulen Person im Wandel der Zeit sowie die Herleitung von Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode des biographisch-narrativen Interviews nach Rosenthal und Loch zur Datenerhebung sowie qualitative Analysemodelle zur Auswertung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in ein ethnographisches Protokoll, eine sequenzielle Auswertung, eine methodische Reflexion sowie eine theoretische Einordnung in Identitätsmodelle und Diskriminierungstheorien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Regenbogenkompetenz, Identitäts-Synthese, heteronormative Vorannahmen und die kritische Auseinandersetzung mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.

Wie hat das Setting des Interviews die Ergebnisse beeinflusst?

Das durch den Interviewpartner gewählte, vertraute Setting ermöglichte eine sehr offene und ausführliche Erzählung, die über das erwartete Maß hinausging.

Welche Rolle spielt die Kirche in den Erzählungen des Interviewpartners?

Die Kirche bildet sowohl einen Erfahrungsraum für Stigmatisierung als auch ein Umfeld, in dem der Interviewpartner durch seelsorgerische Arbeit und Austausch eine Identitäts-Synthese erreichen konnte.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Gesprächsdokumentation und Forschungsbericht
Hochschule
Frankfurt University of Applied Sciences, ehem. Fachhochschule Frankfurt am Main
Note
1,3
Autor
Laura Linn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V1066356
ISBN (eBook)
9783346477156
ISBN (Buch)
9783346477163
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sexuelle Vielfalt geschlechtliche Viefalt Jugend Sexualität Sexualpädagogik Gesprächsdokumentation Soziale Arbeit Sozialarbeit Vielfalt LGBTQI Sexuelle Entwicklung Coming Out Outing Interview
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Laura Linn (Autor:in), 2020, Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Gesprächsdokumentation und Forschungsbericht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1066356
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Leseprobe aus  15  Seiten
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