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Riesen und Zwerge in der Wiener Virginal. Merkmale und Funktionen

Titel: Riesen und Zwerge in der Wiener Virginal. Merkmale und Funktionen

Hausarbeit , 2020 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Wiener Virginal lebt von und mit den ihr innewohnenden Wesen. Anhand von primärtextbasierten Belegen wird aufgezeigt, wie Zwerge und Riesen charakterisiert sind, welche physischen und psychischen Wesenszüge ihnen zugeschrieben werden und welche Lebensgewohnheiten sie zu besitzen scheinen.

Im Abgleich mit Sekundärliteratur wird geklärt, welche Merkmale dem Rezipienten aus der mittelhochdeutschen Literatur bekannt sind. Den gesammelten Beschreibungen schließt sich dann die Frage an, in welchen Zusammenhängen welche Funktion(en) von den Wesen in der Handlung eingenommen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zwerge und Riesen als menschenähnliche Wesen

2.1. Merkmale und Wesen der Zwerge

2.2. Merkmale und Wesen der Riesen

3. Funktionen in der Handlung – Rollen der Figuren

3.1. Angehörige eines Hofes

3.2. Boten

3.3. Beschützer

3.4. Gegenspieler

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Charakterisierung und die handlungsleitenden Funktionen von Zwergen und Riesen in der mittelhochdeutschen Wiener Virginal. Im Fokus steht dabei die Analyse, wie diese menschenähnlichen Wesen durch spezifische Attribute, Lebensweisen und Rollenbilder innerhalb des höfischen und heldenepischen Kontextes dargestellt werden und inwieweit eine Entmythologisierung bzw. Vermenschlichung stattfindet.

  • Physische und psychische Wesenszüge von Zwergen und Riesen
  • Die Rolle der Wesen als Hofdiener, Boten, Beschützer und Gegenspieler
  • Vergleich zwischen traditionellen literarischen Mustern und der spezifischen Darstellung in der Wiener Virginal
  • Bedeutung der Namensvergabe für die Heldencharakterisierung
  • Ambivalenz von Zivilisiertheit und Wildheit bei Riesenwesen

Auszug aus dem Buch

2.1. Merkmale und Wesen der Zwerge

Zwerge werden in der Wiener Virginal unterschiedlich benannt. Zum einen tauchen vornehmlich drei unterschiedliche Schreibweisen auf, geczwerck, czwerge und czwerk. Daneben wird mehrfach die diminutive Form czwerglein angewandt. Zum anderen finden sich jedoch Umschreibungen, wie beispielsweise den kleinen (Str.334, V.8), der kleine man (Str.340 V.7) oder kleine gaste (Str.818, V.8). Diese und ähnliche Ersatzformen finden sich auch in anderen Werken und Lecouteux schlägt vor, dass sie auf eine Bedeutungsverkleinerung des Ausdrucks ‚Zwergs‘ hindeuten. Es handelt sich zudem um Begriffe, wie sie auch in einem höfischen Rahmen verwendet werden. Bereits hier zeigt sich ein höfisches Potential der Zwergwesen, welches im Folgenden sowie in Kap. 3.1 näher beleuchtet wird. Neben der sachlichen Bezeichnung finden sich auch Eigennamen für einzelne Zwerge – Elegast (Str.12, V.5), Bibung (Str.259, V.2), Sigram (Str.624, V.1) und Lodober (Str.798, V.1) sind Teil der Virginal.

Häufig in Verbindung mit der jeweiligen Bezeichnung werden die Zwerge auch mit Attributen versehen. Ein ganz grundlegendes, charakteristisches Merkmal ist die Größe, welche immer wieder durch die Adjektive kurz und klein betont wird. Eine nähere Beschreibung der physischen Konstitution findet jedoch nicht statt, auch keine Hässlichkeit oder Missbildungen werden hervorgehoben, wobei sich die Virginal damit im Einklang mit der mittelhochdeutschen Dichtung befindet. Auch das Gegenteil ist nicht der Fall, bis auf die Betonung des Aussehens Lodobers, wobei sich das auch auf das Adjektiv hubsch (Str.798, V.1) beschränkt. Auf das menschliche Aussehen der Zwerge kann jedoch geschlossen werden, da scheinbar nur die Größe Anstoß für Verwunderung bei anderen Figuren birgt – so wundert sich beispielsweise Hildebrandt über die Größe seines Tischnachbarn und dessen Schwert (vgl. Str.350 V. 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Zwergen und Riesen in der Literatur dar und definiert die Zielsetzung, diese Wesen spezifisch in der Wiener Virginal zu untersuchen.

2. Zwerge und Riesen als menschenähnliche Wesen: Dieses Kapitel analysiert die physischen Merkmale, die Namensgebung sowie die seelisch-ethische Konstitution der Zwerge und Riesen.

3. Funktionen in der Handlung – Rollen der Figuren: Das Kapitel untersucht die spezifischen Rollen der Wesen als Angehörige eines Hofes, Boten, Beschützer und Gegenspieler im Handlungskontext.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die starke Vermenschlichung und Entmythologisierung der Wesen in der Wiener Virginal hervor.

Schlüsselwörter

Wiener Virginal, Zwerge, Riesen, mittelhochdeutsche Literatur, Heldendichtung, Vermenschlichung, Entmythologisierung, ritterliche Ideale, Figurenrollen, Bibung, Dietrich von Bern, höfische Kultur, Botenfunktion, Gegenspieler, literaturwissenschaftliche Analyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der literaturwissenschaftlichen Untersuchung von Zwergen und Riesen in der Wiener Virginal, einem Werk der mittelhochdeutschen Heldenepik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Charakterisierung dieser Wesen anhand von physischen und psychischen Merkmalen sowie ihre spezifischen Funktionen innerhalb der erzählten Handlung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, mittels Primärtextbelegen herauszuarbeiten, wie Zwerge und Riesen in dem Werk dargestellt werden und inwiefern eine Tendenz zur Vermenschlichung oder Entmythologisierung vorliegt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine primärtextbasierte Analyse, kombiniert mit einem Abgleich durch aktuelle Forschungsliteratur (Sekundärliteratur) zur mittelhochdeutschen Literatur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der Wesensmerkmale (Größe, Fähigkeiten, Tugenden) und eine Analyse ihrer Rollen als Boten, Beschützer oder Gegenspieler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Wiener Virginal, Zwerge, Riesen, Vermenschlichung, Heldenepik, höfische Ideale und Figurenrollen.

Welche Rolle spielen Zwerge im höfischen Kontext der Wiener Virginal?

Zwerge treten oft in höfischen Funktionen auf, etwa als Dienstboten, Begleiter oder sogar als Turnierteilnehmer, wobei sie ritterliche Attribute annehmen.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Riesen von der der Zwerge?

Während Zwerge eher als helfende, höfische Akteure erscheinen, sind Riesen meist mit Wildheit, Zorn und Gewaltbereitschaft assoziiert, erfahren aber durch familiäre Bande und Dienstverhältnisse ebenfalls eine Vermenschlichung.

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Details

Titel
Riesen und Zwerge in der Wiener Virginal. Merkmale und Funktionen
Hochschule
Universität Bayreuth  (Ältere deutsche Philologie)
Veranstaltung
Proseminar Lienhart Scheubels Heldenbuch
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V1066476
ISBN (eBook)
9783346477279
ISBN (Buch)
9783346477286
Sprache
Deutsch
Schlagworte
riesen zwerge wiener virginal merkmale funktionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Riesen und Zwerge in der Wiener Virginal. Merkmale und Funktionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1066476
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Leseprobe aus  17  Seiten
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