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Therapeutische Interventionen im Kontext von Partnerschaftsstörungen junger Paare. Am Beispiel der Emotionsfokussierten Paartherapie

Titel: Therapeutische Interventionen im Kontext von Partnerschaftsstörungen junger Paare. Am Beispiel der Emotionsfokussierten Paartherapie

Bachelorarbeit , 2021 , 60 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Juliana Sudas (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit erforscht, ob sich Partnerschaftsstörungen von jungen Paaren durch die Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) beheben lassen können. Der Erkenntnisgewinn war, dass sich Konflikte in den drei wichtigsten Bereichen der Paarqualität, die bei langfristiger Dysfunktionalität zu einer Partnerschaftsstörung führen, durch die EFT beheben lassen. Diese drei Bereiche sind mangelnde Zuwendung des Partners, Sexualität und Kommunikation. Die Verbesserung der Zuwendung ließ sich durch eine Studie über die Verbesserung von Intimitätsformen der Beziehung durch die EFT aufzeigen. Auch die steigende Sexualität in der Paarbeziehung durch die EFT ließ sich anhand diverser Studien belegen. Nur beim Konfliktthema Kommunikation sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass Paaren durch die EFT keine speziellen Kommunikations- und Konfliktlösekompetenzen beigebracht werden. Die Kommunikations- und Konfliktlösungskompetenzen steigen durch die sichere Bindung und das Vorbildmodell des Therapeuten. Auf Grund der hohen Wirksamkeit der EFT wird appelliert, diese Therapie in der deutschen Praxis und Forschung mehr zu unterstützen. Außerdem spielen die Ergebnisse für die sozialarbeiterische Paarberatung eine wichtige Rolle: Durch das Umsetzen emotionsfokussierter Vorgehensweisen kann Paaren mit einer hohen Wirksamkeit geholfen werden. Dies bringt in vielen Bereichen positive Auswirkungen mit sich. Zusätzlich wird aufgefordert, mehr Forschung im Bereich der Paarberatung auszuüben, um wirksame Methoden nachzuweisen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Rahmen

2.1 Paarbeziehungen

2.1.1 Definition von Paarbeziehung

2.1.2 Definition von Liebe

2.1.3 Gründe für das Eingehens von Paarbeziehungen

2.2 Junge Paare

2.2.1 Definition junge Erwachsene

2.2.2 Definition junge Paare

2.2.3 Partnerwahl

2.3 Partnerschaftsstörungen

2.3.1 Partnerschaftsqualität und -stabilität

2.3.2 Definition Partnerschaftsstörungen

2.3.3 Partnerschaftsstörungen im biopsychosozialen Verständnis

2.3.4 Partnerschaftsstörungen von jungen Paaren

2.4 Die Emotionsfokussierte Paartherapie

2.4.1 Grundlagen der Emotionsfokussierten Paartherapie

2.4.2 Die neun Schritte der Emotionsfokussierten Paartherapie

3. Methode

4. Ergebnisse

5. Diskussion

5.1 Partnerschaftsstörungen von jungen Paaren und die Emotionsfokussierte Paartherapie

5.2 Limitationen dieser Arbeit

5.3 Kritische Würdigung der Emotionsfokussierten Paartherapie

5.4 Bedeutung der Ergebnisse für die Soziale Arbeit

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob Partnerschaftsstörungen bei jungen Paaren durch die Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) effektiv behoben werden können. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Übertragbarkeit der Methode auf die drei häufigsten Konfliktbereiche von Paaren, um durch eine gestärkte Bindung die Beziehungsqualität nachhaltig zu verbessern.

  • Analyse zentraler Konfliktfelder: Zuwendung, Sexualität und Kommunikation.
  • Bindungstheoretische Grundlagen der Paartherapie.
  • Die Wirksamkeit der Emotionsfokussierten Paartherapie (EFT) bei jungen Erwachsenen.
  • Übertragung der EFT-Methodik in den Kontext der Sozialen Arbeit.
  • Biopsychosoziale Betrachtung von Partnerschaftsstörungen.

Auszug aus dem Buch

2.4.2 Die neun Schritte der Emotionsfokussierten Paartherapie

In der EFT versucht der Therapeut durch neun Schritte, die intime Bindungsbeziehung des Paares wieder aufzubauen. Die neun Schritte sind in drei Phasen eingeteilt.

Die erste Phase nennt sich „Deeskalation negativer Interaktionszyklen“ und beinhaltet die ersten vier Schritte. Der erste Schritt meint, ein Bündnis zwischen dem Paar und dem Therapeuten aufzubauen und Konfliktthemen zu identifizieren, welche die Bindungsbeziehung gefährden. Im zweiten Schritt wird der negative Interaktionszyklus vom Therapeuten erkannt, mit dem diese Themen zum Ausdruck gebracht werden. In diesen beiden Schritten versucht der Therapeut, eine Verbindung zwischen den Partnern herzustellen und gleichzeitig beiden mit Akzeptanz zu begegnen, damit sich Vertrauen aufbauen kann und das Paar sich in seinen Bedürfnissen verstanden fühlt. Wenn beide das Ziel der Verbesserung der Paarbeziehung haben, versucht der Therapeut zu erschließen, wie die negativen Interaktionen stattfinden und dem Paar diese im Gespräch bewusst zu machen. In Schritt drei wird versucht, die Primäremotionen der Partner herauszufinden, während in Schritt vier die Bindungsbedürfnisse auf Grund der Analyse der Primäremotionen neu beschrieben werden. Bei den beiden Schritten wird der destruktive Zyklus als gemeinsamer Feind des Paares dargestellt, da dieser den Grund für die Entfremdung und das Leiden darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zum Thema, Darstellung der Relevanz für junge Paare und Definition der Zielsetzung der Arbeit.

2. Theoretischer Rahmen: Umfassende Aufarbeitung der Grundlagen zu Paarbeziehungen, Bindungstheorie, Partnerschaftsstörungen und den Konzepten der EFT.

3. Methode: Beschreibung der angewandten Sekundärforschung zur Beantwortung der Forschungsfrage.

4. Ergebnisse: Analyse, wie EFT die Konfliktbereiche Zuwendung, Sexualität und Kommunikation positiv beeinflussen kann.

5. Diskussion: Kritische Reflexion der Wirksamkeit, der Limitationen dieser Arbeit sowie der Anwendung der EFT in der Sozialen Arbeit.

6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage und Appell zur Förderung der Paarberatung im deutschen Raum.

Schlüsselwörter

Emotionsfokussierte Paartherapie, EFT, Partnerschaftsstörung, Junge Erwachsene, Paarberatung, Bindungstheorie, Beziehungsqualität, Sexualität, Kommunikation, Zuwendung, Soziale Arbeit, Psychosoziale Gesundheit, Interaktionszyklus, Bindungssicherheit, Konfliktlösung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Emotionsfokussierte Paartherapie (EFT) geeignet ist, um Partnerschaftsstörungen bei jungen Paaren in Deutschland zu beheben.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf den drei am häufigsten auftretenden Konfliktbereichen in Partnerschaften: Zuwendung, Sexualität und Kommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erforschen, wie durch eine Verbesserung der emotionalen Bindung mittels EFT die Häufigkeit von Konflikten in Paarbeziehungen reduziert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Sekundärforschung, bei der Fachliteratur und klinische Studien zum Thema Bindungstheorie und EFT ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Analyse der Konfliktbereiche sowie die kritische Würdigung der EFT und deren Anwendungsmöglichkeiten in der Sozialen Arbeit.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Kernbegriffe sind Emotionsfokussierte Paartherapie, Bindungstheorie, Partnerschaftsqualität, junge Erwachsene und Paarberatung.

Warum ist die Arbeit speziell auf junge Erwachsene ausgerichtet?

Junge Erwachsene stehen in einer Lebensphase mit besonderen Herausforderungen und Entscheidungen, weshalb eine frühzeitige Förderung stabiler Beziehungen von hoher gesellschaftlicher Relevanz ist.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für die Soziale Arbeit?

Die Autorin plädiert dafür, emotionsfokussierte Methoden stärker in die Paarberatung zu integrieren, da dies präventiv wirkt und langfristig die physische und psychische Gesundheit der Klienten sowie die kindliche Entwicklung positiv beeinflusst.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Therapeutische Interventionen im Kontext von Partnerschaftsstörungen junger Paare. Am Beispiel der Emotionsfokussierten Paartherapie
Hochschule
Hochschule Coburg (FH)
Note
2,0
Autor
Juliana Sudas (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
60
Katalognummer
V1066539
ISBN (eBook)
9783346476418
ISBN (Buch)
9783346476425
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Paartherapie Emotionsfokussierte Paartherapie junge Erwachsene junge Paare Soziale Arbeit Paarberatung Ehetherapie Eheberatung Partnerschaftsstörungen Therapie Sue Johnson Kommunikation Sexualität Zuwendung EFT
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Juliana Sudas (Autor:in), 2021, Therapeutische Interventionen im Kontext von Partnerschaftsstörungen junger Paare. Am Beispiel der Emotionsfokussierten Paartherapie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1066539
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Leseprobe aus  60  Seiten
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