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Musical oder Sitcom? "Mein Musical" als Beispiel für Intermedialität zwischen Theater und Fernsehen

Titel: Musical oder Sitcom? "Mein Musical" als Beispiel für Intermedialität zwischen Theater und Fernsehen

Hausarbeit , 2019 , 24 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Falk Neubert (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll es darum gehen, inwiefern die Folge "Mein Musical" (2007) sich theatraler Elemente bedient, um die Sitcom Scrubs situativ zu einem Filmmusical zu machen. Wie gelingt der Wechsel zwischen den verschiedenen Genres? Welche Wirkung wird dadurch erzielt? Um diese Fragen anhand der genaueren Betrachtung und Analyse einiger Szenen beantworten zu können, sollen zunächst in einem Theorieteil die typischen Stilmittel einer Sitcom beziehungsweise der Sitcom Scrubs betrachtet werden. Anschließend werden typische theatrale Elemente des Musicals und des Filmmusicals dargestellt, um abschließend in der Analyse untersuchen zu können, inwieweit diese typischen Elemente der verschiedenen Genres vermischt wurden und welche Wirkung damit erzielt wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sitcoms

2.1 Scrubs

3. Theater im Film

4. Mein Musical

4.1 Die narrative Struktur

4.2 Inszenierung

4.3 Intermedialität zwischen Musical und Sitcom

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Intermedialität zwischen Theater und Fernsehen am Beispiel der Scrubs-Folge "Mein Musical". Das primäre Ziel ist es zu analysieren, wie die Serie ihre spezifischen Genreeigenschaften als Sitcom mit den artifiziellen Konventionen eines Filmmusicals verbindet, ohne dabei ihre narrative Identität zu verlieren.

  • Analyse der Sitcom-Definitionen und der spezifischen Struktur von Scrubs
  • Untersuchung der theatralen Elemente im Filmkontext
  • Analyse der narrativen Strategien und Inszenierungstechniken im "Musical"-Kontext
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Serienrealität und "idealdiegetischer" Musical-Fantasie

Auszug aus dem Buch

4.1 Die narrative Struktur

„Die Serie SCRUBS wird von der Hauptfigur Dr. John „J.D.“ Dorian erzählt. Er steht als Ich-Erzähler im Mittelpunkt und berichtet die stattfindenden Ereignisse aus seiner eigenen Perspektive“ (Angermann 2014, 88). Genau das ist jedoch in dieser Folge nicht der Fall. J.D. eröffnet zwar anfangs ganz normal mit einleitenden Worten die Folge. Sobald aber die Patientin Patti Miller ihren ersten Auftritt hat, ändert sich das. In ihrer ersten Szene bricht sie im Park zusammen (TC 00:00:45). Einige Leute, unter anderem J.D. und Elliott kommen zur Hilfe gelaufen und fragen sie, ob alles in Ordnung ist. Ab hier beginnt das “Musical”, denn von nun an wird aus der Sicht der Patientin erzählt - was sich auch dadurch bemerkbar macht, dass die Darsteller plötzlich anfangen zu singen.

Sie wundert sich noch darüber (“Why are you singing – wait – why am I singing?”) bevor ihr schwarz vor Augen wird und sie ins Krankenhaus gebracht wird. Erst zum Abschluss der Serie, als die Patientin durch eine Operation geheilt ist und keine Musik mehr hört, das Musical also vorbei ist, übernimmt J.D. wieder die Rolle des Erzählers (Timecode 00:21:13). Damit werden Sitcom und Musical voneinander abgegrenzt. Es entsteht der Eindruck, als würde innerhalb der Folge zwischen Sitcom und Musical gewechselt werden. Das hat einige Vorteile: Die Serie gibt nicht ihre komplette Struktur auf, und fügt sich damit viel nahtloser in den Gesamteindruck der Serie ein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Serie Scrubs vor und definiert das Untersuchungsziel der Arbeit hinsichtlich der Vermischung von Sitcom-Stilmitteln mit dem Genre des Filmmusicals in der Folge "Mein Musical".

2. Sitcoms: Dieses Kapitel erläutert das Genre der Sitcom anhand theoretischer Ansätze und beschreibt die Besonderheiten von Scrubs als Dramedy.

3. Theater im Film: Hier wird der theoretische Rahmen der Intermedialität zwischen Theater und Film sowie die Bedeutung von Artifizialisierung und theatraler Inszenierung erörtert.

4. Mein Musical: Dieser Hauptteil analysiert die narrative Struktur, die Inszenierung durch Licht, Kostüme und Raum sowie die spezifische Art und Weise, wie Musical-Elemente in die Serie integriert werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Serie durch die Abgrenzung der Musical-Inhalte als Fantasie der Patientin einen erfolgreichen Kompromiss zwischen Sitcom-Realität und theatraler Künstlichkeit findet.

Schlüsselwörter

Scrubs, Mein Musical, Sitcom, Filmmusical, Intermedialität, Theatralität, Artifizialisierung, Idealdiegese, Realdiegese, Narrative Struktur, Dramedy, Medientheorie, Inszenierung, Genre, Fernsehen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die medienübergreifende Gestaltung der Scrubs-Folge "Mein Musical" und analysiert, wie die Serie Elemente des Filmmusicals in das Format der Sitcom integriert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Sitcoms, die Theatralität im Film sowie die Analyse von narrativen und ästhetischen Mitteln zur Genre-Vermischung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu erklären, wie durch eine bewusste Abgrenzung der "Musical-Welt" von der Sitcom-Realität ein hybrides Werk entsteht, das beide Genres harmonisch verbindet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine medienwissenschaftliche Filmanalyse durchgeführt, die auf dem Vergleich von theoretischen Genreeigenschaften (nach Autoren wie Mills, Wolff und Göken) mit der praktischen Umsetzung in der spezifischen Serienfolge basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der narrativen Struktur, dem Einsatz von Farbfiltern, Kostümdesign und dem räumlichen Arrangement, um theatrale Effekte im Kontext einer Krankenhaus-Serie zu erzeugen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Intermedialität, Artifizialisierung, Idealdiegese und das Spannungsfeld zwischen filmischer Realität und theatraler Inszenierung.

Warum wird in "Mein Musical" auf die sonst üblichen Tagträume von J.D. verzichtet?

Anstatt der individuellen Tagträume von J.D. dient die Wahrnehmung der Patientin Patti Miller als zentrale narrative Klammer, um die Gesangseinlagen innerhalb der Folge glaubhaft zu rahmen.

Wie trägt die Kleidung der Nebenfiguren zur theatralen Inszenierung bei?

Die Nebenfiguren agieren als farbenfrohe, kontrastreiche "Requisiten", während die Hauptfiguren in ihren gewohnten, eher neutralen Arztklamotten verbleiben, um die Anbindung an die Serienrealität zu wahren.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Musical oder Sitcom? "Mein Musical" als Beispiel für Intermedialität zwischen Theater und Fernsehen
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Medienkultur und Theater)
Note
1,7
Autor
Falk Neubert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
24
Katalognummer
V1066643
ISBN (eBook)
9783346520968
ISBN (Buch)
9783346520975
Sprache
Deutsch
Schlagworte
musical sitcom mein beispiel intermedialität theater fernsehen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Falk Neubert (Autor:in), 2019, Musical oder Sitcom? "Mein Musical" als Beispiel für Intermedialität zwischen Theater und Fernsehen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1066643
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Leseprobe aus  24  Seiten
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