Gotthelf, Jeremias - Der Verschwender


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

43 Seiten, Note: Sehr Gut


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INHALTSVERZEICHNIS

1. Vorwort

2. Politischer Hintergrund - Der „Vormärz“ in Österreich

3. Biedermeier und Vormärz - Literatur zwischen 1818 und 1848
3.1. Das Biedermeier
3.1.1. Lebensweise der Bürger
3.1.2. Literatur
3.2. Der Vormärz
3.2.1. Literatur
3.2.1.1. Das Junge Deutschland
3.2.1.2. Politische Tendenzdichtung
3.2.1.3. Bevorzugte literarische Formen

4. Charakteristika der Literatur

5. Dichter des Biedermeier
5.1. Österreichische Dichter des Biedermeier

6. Ferdinand Jakob Raimund
6.1. Biographie
6.2. Werke
6.3. Gedichte

7. Dichtungsgattung
7.1. Drama
7.2. Das Volksstück

8. Entstehungsgeschichte

9. Inhalt

10. Interpretation

11. Personencharakteristik
11.1. Julius von Flottwell
11.2. Valentin Holzwurm
11.3. Rosa Holzwurm
11.4. Wolf

12. Rezeptionsgeschichte

13. Nachwort

14. Zitatenverzeichnis

15. Literaturverzeichnis

16. Bildnachweis

1. Vorwort

Was an dem Stück „ Der Verschwender “ so geheimnisvoll fesselt, ist ja nicht der Umstand, das Flottwell sein Geld sinnlos verschwendet, sondern dass er mit dem Geld sein Leben sinnlos verschwendet. Er hat, wenn man das so sagen darf, sein Vermögen wie sein Leben geerbt - nicht selbst erworben.

Eine Mahnung an die Söhne reicher Väter. Eine Mahnung an die Menschen, mit ihrem Leben sorgsam umzugehen. 1

2. Politischer Hintergrund - Der „ Vormärz “ in Österreich

Mit Vormärz wird die Zeit vor der Märzrevolution des Jahres 1848 bezeichnet, parallel zum sogenannten Biedermeier mit dem Wiener Kongress 1815 beginnend, zuweilen aber auch enger gefasst und auf die Jahre nach der Julirevolution in Frankreich 1830, als der reaktionäre Karl X. gestürzt und der „Bürgerkönig“ Louis Phillipe von Orléans eingesetzt wird, beschränkt.

Der Vormärz ist für Mitteleuropa eine Zeit des äußeren Friedens und der inneren Unterdrückung. Gekennzeichnet durch die als Metternichsches System bezeich- nete Politik des Hauptpräsentanten der Restauration, Haus-, Hof- und Staats- kanzler Klemens Wenzel Fürst Metternich, der jede revolutionäre Veränderung durch militärische Intervention zu verhindern sucht, entwickelt sich Österreich zu einem Polizeistaat, der keine offenen liberaldemokratischen oder nationalen Ideen duldet. Die sogenannten Karlsbader Beschlüsse und ihre Verschärfung auf der Wiener Ministerkonferenz bieten die rechtliche Grundlage für diese Ent- wicklung.

Scharfe Zensurbestimmungen und ein streng organisierter Polizeiapparat richten sich vor allem gegen die literarisch Schaffenden. Bereits 1819 erklärte Metter- nich: 2

„ Das größ te und demnach das dringendste Übel ist heute die Presse. “ 3

Der österreichische Hofrat und konservative Publizist Friedrich von Gentz versteift sich gar zu der geradezu grotesk erscheinenden Forderung:

„ Es soll zu Verhütung des Missbrauches der Presse binnen Jahren gar nichts gedruckt werden. Punktum. Dieser Satz als Regel, mitäußerst wenigen Ausnahmen. Die ein Tribunal von anerkannter Superiorität zu bestimmen hätte, würde uns in kurzer Zeit zu Gott und zur Wahrheit zurückführen. “ 4

Die Zensur richtet sich gegen jede Form populärer Schriften, Zeitungen und Zeitschriften, Flugblätter und Broschüren. Die politische Dichtung eines Eduard von Bauernfeld, Franz Grillparzers oder Anastasius Grün zeugt von Auseinandersetzungen dieser Zeit.

Die patriotische Geschichtsschreibung eines Joseph Freiherr von Hormayr oder Joseph Chmel wird zwar offiziell gefördert, findet aber nur eine geringe Breitenwirkung - beeinflusst aber positiv die Heranbildung einer bodenständigen Geschichts- und Kulturforschung in Österreich. Dadurch wir vor allem die Gründung von Landesmuseen wesentlich vorangetrieben.

Es wächst auch das städtische Industrieproletariat und mit ihm die soziale Frage, ohne dass die Regierung Verständnis für die sich zuspitzende soziale Krise zeigt. Soziale Not und Unzufriedenheit über die politische Unterdrückung werden so zum Damoklesschwert für die Monarchie. Zudem wächst der Nationalismus der Völker im Kaiserreich Österreich, in dem - wie in den anderen europäischen Staaten - das Volk zunehmend empfänglich wird für revolutionäre I- deen, die 1848 tatsächlich zum Ausbruch kommen. 5

3. Biedermeier und Vormärz Literatur zwischen 1815 und 1848

Die Zeit des Biedermeier beginnt 1815 mit dem Ende der napoleonischen Herrschaft in Europa und dem Wiener Kongress 1815 und endet 33 Jahre später 1848 mit der bürgerlichen Revolution, der sogenannten „Märzrevolution“. Deshalb wird diese Epoche auch Vormärz genannt. 6

3.1. Das Biedermeier

Der Epochenname Biedermeier stammt von dem Parodisten Ludwig Eichroth, der seit 1855 Gedichte des schwäbischen Schullehrers Gottlieb Biedermeier und seines Freundes Horatius Treuherz veröffentlicht und darin das Spießertum der zurückliegenden Zeit kritisch betrachtet. Erst seit etwa 1900 wird der Begriff „Biedermeier“ positiv verstanden und zur Epochenbezeichnung sowohl der In- nenarchitektur und bildenden Kunst als auch der Literatur dieser Zeit ver- wendet. 7

3.1.1. Lebensweise der Bürger

Die typische Einstellung des Biedermeier spiegelt die Stelle aus Grillparzers „ Der Traum ein Leben “ wieder: 8

„ Eines nur ist Glück hienieden,

Eins: des Innern stiller Frieden

Und die schuldbefreite Brust;

Und die Gr öß e ist gefährlich,

Und der Ruhm ein leeres Spiel;

Was er gibt, sind nicht ’ ge Schatten;

Was er nimmt, es ist zu viel. “ 9

3.1.2. Literatur

Als literarische Formen findet man im Biedermeier neben Drama und Lyrik Skizzen, Stimmungsbilder, Märchen, Erzählungen, Novellen und Romane. 10

Im Biedermeier haben die Dichter keinen geschlossen Kreis mit einem einheitli- che Programm gebildet. Sie leiden zwar unter dem Polizeistaat in Österreich, sind politisch aber sehr zurückhaltend und versuchen den Zwiespalt zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu verdecken und die Gegensätze in Einklang zu bringen. Das Ziel, das die Biedermeierdichter verfolgen, ist, sich trotz aller Ge- fahren ein ausgeglichenes Leben, durch Ordnung, Selbstbeherrschung und Ver- zicht zu ermöglichen. Die Hauptthemen waren Religion, Heimat und Familie.

Auch in der Literatur stammen die meisten Themen und Motive aus der privaten Umwelt. Viele Dichter schauen melancholisch auf das Vergangene zurück, des- halb findet man in dieser Epoche viele Kindheitsgeschichten, die Sehnsucht nach dem einfachen Leben, die Vorliebe für das Einsame. Die Handlung be- schränkt sich auf engen Raum und sind von der Umwelt des Dichters geprägt.

Im Biedermeier wird das Volksstück zum Publikumsliebling, eine Entwicklung die untrennbar mit den Namen Ferdinand Raimund und Johann Nepomuk Nestroy verbunden ist. Der Bürger betritt als „Held“ die Theaterbühne, und von dort aus die politische Bühne des bürgerlichen Zeitalters. 11

3.2. Vormärzliteratur

3.2.1. Literatur

Mit Vormärz verbindet man eine Literatur mit liberalen, später sozialpolitischen Zielen. Unterteilt wird die Literatur des Vormärz in „Junges Deutschland“ und in den eigentlichen Vormärz, auch „politische Tendenzdichtung“ genannt. 12

3.2.1.1. Das Junge Deutschland

Darunter versteht man eine lose Vereinigung politisch engagierter Schriftsteller (Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Theodor Mundt, Anastasius Grün, Ludwig Börne, Heinrich Heine). Sie sprechen sich für eine Erneuerung der Literatur und die Überwindung der klassischen und romantischen Ästhetik aus, sowie gegen Zensur und Willkür der Herrscher, gegen Konventionen und Feudalismus, für die Emanzipation der Frauen, für Bürgerrechte, Pressefreiheit und die Trennung von Staat und Amtskirche.

Am 10. Dezember 1835 werden die gesamten Schriften des Jungen Deutschland durch den Deutschen Bundestag verboten.

3.2.1.2. Politische Tendenzdichtung

Literatur dient auch nach dem Verbot der Schriften des Jungen Deutschland als Medium im politischen Emanzipationskampf. Die soziale Situation des Arbei- terstandes (Verarmung, Elend, Rechtlosigkeit) findet zum ersten Mal Eingang in die Literatur.

Vertreter dieser politischen Tendenzdichtung sind Georg Weerth, Ferdinand Freiligrath, Georg Herwegh, Hoffmann von Fallersleben, Robert Prutz.

3.2.1.3.Bevorzugte literarische Formen:

-lyrische Texte
-Romane
-Reiseberichte
-Briefe
-Flugblätter
-journalistische Texte
-Feuilletons 13

4. Charakteristika der Literatur

-Oft melancholisch

-Einfach

- Sprache
- Form
- Alltägliche Sachen
- Exakte Beschreibung 14

5. Dichter des Biedermeier

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Jeremias Gotthelf

Gotthelf nimmt eine vom Christentum geprägte Gegenposi- tion zum antikirchlichen und zum Teil atheistischen Libera- lismus der Vormärzzeit ein. Er ist Begründer des realisti- schen Bauernromans ( „ Uli, der Knecht “ ; „ Uli, der Päch- ter “ ) und Meister der Novellenkunst ( „ Die schwarze Spin- ne “ ).

Annette von Droste-Hülshoff

Annette von Droste-Hülshoff schreibt Natur- und Bekenntnislyrik, Balladen und Novellen.

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Eduard Mörike

Mörike steht zwischen Romantik und Realismus. Sein Roman „ Maler Nolten “ weist spätromantische Züge auf. 15

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5.1. Österreichische Dichter des Biedermeier

Franz Grillparzer

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Das dramatische Werk des für das Wiener Burgthea- ter schreibenden Franz Grillparzer wurzelt in der ös- terreichischen Ausprägung der Aufklärung (Josephi- nismus), im Vanitas-Empfinden und der barocken Theatertradition, im Humanitätsgedanken der Wei- marer-Klassik und der traditionellen Ordnung der Habsburger-Monarchie.

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Ferdinand Raimund

Der Autor und Schauspieler Ferdinand Raimund schreibt Theaterstücke (Zauberpossen, „Originalstücke“) in bie- dermeierlicher Tradition, wonach das wahre Glück, die wirkliche Größe des Menschen, in der Selbstbescheidung und im Verzicht liegt.

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Johann Nepomuk Nestroy

Nestroy, ein im Gegensatz zu Raimund realistischer, kritischer und illusionsloser Dichter, schreibt 79 dramatische Texte. Diese gliedern sich in Zauberpossen, Charakterpossen und Revolutionspossen.

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Adalbert Stifter

Adalbert Stifter ist Vermittler traditioneller Werte, das Leben der „Helden“ seiner Prosadichtungen ist geprägt durch Streben nach Harmonie, leidenschaftslose Zunei- gung, Verzicht, Resignation und Demut vor der Schöp- fung. Stifter steht in der Tradition der mittelhochdeut- schen Klassik und der Weimarer Klassik, indem er die

Menschen nicht so schildert, wie sie sind, sondern wie sie sein und werden könnten.

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Nikolaus Lenau

Lenau schreibt in seinen politischen Gedichten gegen die Macht des Adels, gegen die Untertanenmentalität des österreichischen Volkes und für politische und religiöse Freiheit. Die Motive in seinen Natur- und Liebesgedichten sind Schwermut, Melancholie, Verzweiflung, Sehnsucht und Tod. 16

6. Ferdinand Jakob Raimund

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6.1. Biographie

„ Es ist ewig schad ’ um mich “, klagte Ferdinand Raimund nach der Aufführung von Grillparzers Drama „ Der Traum ein Leben “, und er meinte damit, ihm sei die schwungvolle, schöne Sprache versagt, die man freilich, „an den Wiener Vorstadttheatern nie verstehen werde“. Seine Leistung bestand darin eine ganz neue, beseelte und liebenswürdige Volksspielkunst zu schaffen. 17

Ferdinand Raimund (eigentlich Raimann, Raimund ist sein Künstlername) wurde am 1. Juni 1790 in der Wiener Vorstadt Mariahilf als Sohn eines Handwerkers geboren. Nach dem frühen Tod seiner Eltern begann er eine Zuckerbäckerlehre, die er aber 1809 abbrach.

Raimunds Weg zum Theater war steinig: Anfangs hatte er wegen seines R- Fehlers und seiner Stimme große Schwierigkeiten, ein Engagement zu bekommen, doch mit ungeheurem Fleiß und Ehrgeiz konnte er seine Verwandlungsfähigkeit nahezu vervollkommnen.

1819 lernte er die Tochter eines bekannten Kaffeehausbesitzers, Antonie Wag- ner, kennen und lieben, wurde aber von deren Eltern abgewiesen. Enttäuscht wendete er sich der Schauspielerin Louise Gleich zu, die bald darauf ein Kind erwartete. Widerstrebend, aber durch den Druck der Öffentlichkeit gezwungen, heiratete Raimund sie am 8. April 1820. Die Tochter starb kurz nach der Geburt, die Ehe zerbrach. Am 22. Januar 1822 wurde die Scheidung ausgesprochen. 18

Der Schauspieler Raimund wuchs an seinen eigenen dichterischen Schöpfungen und der Dichter Raimund an der Charakterisierungskunst des Schauspielers. Als Theaterdirektor im Leopoldstädter Theater war er streng und gefürchtet, er in- szenierte seine Stücke mit großer Sorgfalt und autoritär. Seine angeborene Schwermut wurde durch unglückliche Lebensumstände zu düsterer Melancholie gesteigert. 19

Er schrieb oft Szenen für seine Rollen neu, und schließlich, aus Unzufriedenheit über die ihm vorgelegten Stücke, sein erstes Stück „ Der Barometermacher auf der Zauberinsel “ . Der große Erfolg veranlasste ihn zu seinem zweiten Gelingen, „ Der Diamant des Geisteskönigs “. Noch während Raimund mit Louise Gleich verheiratet war, fand er wieder mit Toni Wagner zusammen. Die beiden besie- gelten ihre Lebensgemeinschaft 1821 vor der Mariensäule in Neustift. Erst 1827 erkannten die Eltern Antonies die Gemeinschaft an. Doch wirklich glücklich wurde die Verbindung nicht, Raimunds Hypochondrie und Schwermut, aber auch Eifersucht überschatteten die Beziehung.

1825 befielen Raimund Depressionen. In der Zeit schrieb er einige Gedichte und begann mit „ Der Bauer als Millionär “ oder „ Das Mädchen aus der Feen- welt “. 20

Raimund erzählt:

„ Durch die fortwährend geistige und physische Anstrengung und Kränkungen im Leben, verfiel ich im Jahre 1824 in eine bedeutende Nervenkrankheit, welche mich der Auszehrung nahe brachte (...) Ich wurde durch homöopathische Curart ganz hergestellt, und danke diese Rettung meinem Freunde, dem Doktor Lichtenfels. Das Publikum nahm günstigen Anteil an meiner Krankheit, die die Aufführung des ‚ Bauern als Millionär ’ um ein ganzes Jahr verzögerte. Bei seinem Erscheinen hatte er das Glück, so sehr zu gefallen, dass mich meine Neider gar nicht als den Verfasser wollten gelten lassen. “ 21

1826 entstanden „ Die gefesselte Phantasie “, im Jahr darauf „ Moisasurs Zauberfluch “ und einige Gedichte. 22

Die Gestalten seiner Zauberstücke, die er zum Teil selber spielte, sind keine gro- tesken Narren mehr, sie haben immer Gehalt bei aller Phantastik der Handlung. „ Der Verschwender “, „ Der Alpenkönig und der Menschenfeind “ und „ Der Bauer als Millionär “ sind die vollendetsten Blüten des österreichischen Volks- schauspiels, frei von fremden Einflüssen, herzerfrischend, voll Humor, voll Feen und Zauberwesen, sauber in der Gesinnung, echte Dichtungen, denen Ernst und Tiefsinn nicht mangelt, Kostbarkeiten der gesamtdeutschen Literatur. 23

Am 20. Jänner 1836 trat Raimund in der Rolle des Valentin zum letzten Mal in Wien auf, zum letzten Mal auf der Bühne stand er am 1. Mai in Hamburg. 24

Im Spätsommer des Jahres 1836 erschoss er sich bei Gutenstein - wo er auch beerdigt wurde - aus Angst, er könnte von dem Hund, der ihn 5 Tage zuvor gebissen hatte, die Tollwut bekommen. Die Kugel blieb im Schädel stecken, die aus Wien herbeigerufenen Ärzte konnten ihm nicht mehr helfen.

Ferdinand Raimund starb am 5. September 1836. Mit ihm vollendete sich und endete das klassische Wiener Volksschauspiel. 25

6.2. Werke

-1823 Der Barometermacher auf der Zauberinsel
-1824 Der Diamant des Geisterkönigs
-1826 Das Mädchen aus der Feenwelt oder Der Bauer als Millionär
-1826 Die gefesselte Phantasie
-1827 Moisasurs Zauberfluch
-1828 Der Alpenkönig und der Menschenfeind
-1829 Unheilbringende Zauberkrone
-1834 Der Verschwender 26

Die Suche nach einem eigenen höheren dramatischen Stil versuchte Raimund auf zwei verschiedene Arten zu erreichen:

1. durch die Welt des Mythos und der Allegorie und weitgehender Trennung von der wirklichkeitsbezogenen Volksstück-Realität besonders in der „ Ge- fesselten Phantasie “ , „ Moisasurs Zauberfluch “ und als wahrhaft „barocke“ Übersteigerung und Belastung der Wirklichkeitshandlung in der „ Unheil- bringenden Zauberkrone “;
2. durch die Abstufung der Stilebenen in einer engen Interaktion zwischen Ü- berwelt und irdischem Geschehen, zunächst bemerkbar schon in „ Das Mäd- chen aus der Feenwelt “ oder „ Der Bauer als Millionär “, dann zum ersten Mal erfolgreich im „ Alpenkönig und Menschenfeind “ durchgeführt und am intensivsten im „ Verschwender “, dessen ursprünglicher Titel bezeichnen- derweise „ Bilder aus dem Leben eines Verschwenders “ lautete. 27

6.3. Gedichte

Alle aufgefundenen Gedichte sind meist als biographische Aussagen gewertet worden.

-An die Dunkelheit (1825)
-An die Ungetreue ( 1825)
-An Gutenstein (1827)
-Der Menschenfeind (1828)
-An Gutenstein (1833)
-Das letzte Lied (1836)

Diese Gedichte korrespondieren die Stimmungen des einsamen Ichs mit dem Geschehen der Natur. Der Skeptiker, den die Menschenwelt tausendfähig be- trügt, flüchtet zur Natur als dem einzigen Hort des wahren Lebens. 28

„ Mag man mich immer einen Träumer nennen,

O! dürft ich nie von meinem Tram mich trennen!

Wohl dem, der seine Träume lange liebt!

Traum schenkt noch Glück, wenn Wirklichkeit zerstiebt! “

(Auszug aus Raimund’s Gedicht An Gutenstein) 29

Gutenstein stellt für Raimund das Ideal der unvergänglichen Natur im Gegensatz zur zerbrechlichen seelischen Konstitution des Menschen dar.

Tatsächliche Realität und dichterischer Traum werden im Bild eins; Natur- schönheit und Schönheit des Gemüts entsprechen einander. Raimund vermag Traum und Wirklichkeit nicht miteinander in Einklang zu bringen, auch nicht als Dichter, der die „Liebe seiner Nation“ ähnlich wie Schiller, als Bildner des Volks erringen will, aber in den Augen der Umwelt „Lokalgröße“, Mundarten- schriftsteller bleibt. 30

7. Dichtungsgattung

7.1. Drama (griechisch: Handlung)

Das Wort „Drama“ ist der Oberbegriff für jegliche Art von Theaterstücken. Die Dramatik ist neben Epik und Lyrik die dritte Grundgattung der Dichtkunst. Das Drama bezeichnet die dichterische Gestaltung eines Geschehens, das von Schau- spielern auf der Bühne dargestellt wird. Der Zuschauer wird Zeuge einer unmit- telbar vor ihm ablaufenden Handlung. Die handelnden Personen stehen einander in einer Konfliktsituation gegenüber; daraus entsteht die dramatische Spannung. Die sprachliche Form des Dramas ist der Dialog. Er kann durch den Monolog ersetzt werden, wenn die Gedanken einer handelnden Person wiedergegeben werden sollen, die sich außerhalb des Schauplatzes abgespielt haben.

Formen sind etwa Tragödie, Komödie, Tragikkomödie, Posse, Lustspiel, Farce, Monodrama, Volks-, Lehr- oder Antistück. Zumeist nach Akten und Szenen gegliedert - zurückgehend auf die Ars poetica des Horaz waren lange Zeit fünf Akte verbindlich. 31

7.2. Das Volkstück

Das Volksstück ist eine Form des Schauspiel für das Volk und über das Volk. Es ist im Gegensatz zum Theater der Oberschicht (Hoftheater), ein Theater des Volkes, womit sich zeigt, dass Volksdramatik eine Alternativdramatik zum Bil- dungstheater ist.

Eine Gattung von Bühnenstücken für städtische Volkstheater und Vorstadtbühnen mit einer aus dem Volksleben entnommenen Handlung in volkstümlicher schlichter, leichtverständlicher Form, oft auch mit Stehgreif-Einlagen oder mit Einalgen von Musik, Gesang und Tanz, ohne den ernsten und zum Teil selbst tragischen Grundton zu verlieren. 32

8. Entstehungsgeschichte

Der Misserfolg seines tragisch-komischen Zauberspiels „ Die unheilbringende Krone “ am 4. Dezember 1829 hatte Ferdinand Raimund im Innersten getroffen. Nicht nur, dass sich der Dichter in seinem höchsten Streben unverstanden fühlte, er empfand die frostige Haltung des Theaterpublikums, das zuvor seinem „ Bauer als Millionär “ und seinem „ Alpenkönig und Menschenfeind “ zugejubelt hatte, als einen Akt der Undankbarkeit.

Dass er sich auf die Dauer allerdings nicht unterdrücken ließ, bestätigt die Ent- stehungsgeschichte des „ Verschwenders “. Innerhalb weniger Wochen wurde dieses Original-Zaubermärchen im Spätherbst des Jahres 1833 niedergeschrie- ben.

Hatte Raimund auch vier Jahre lang geschwiegen, aus persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen waren ihm entscheidende Anregungen zugeflossen. Die Über- zeugung, dass ein Grundübel der menschlichen Natur die Undankbarkeit sei, hatte sich in dem enttäuschenden Gemüt des Dichters immer mehr gefestigt; in seinen Briefen kommt er vielfach auf diesen Punkt zurück. Kein Wunder, dass die künstlerische Phantasie das Wunschbild eines wirklich dankbaren Menschen umkreiste und dass dieses in der Figur „Valentins“ allmählich Gestalt annahm. Wo aber vermochte sich solche Dankbarkeit sinnfälliger zu bewähren als einem Menschen gegenüber, der vom Gipfel irdischen Glücks in den Abgrund tiefsten Elends gestürzt war? Unter diesem Zeichen vereinigte sich das Raimund so stark bewegende Motiv der Dankbarkeit mit dem Verschwenderthema. Das Ergebnis war eine seiner geschlossensten künstlerischen Konzeptionen, ein Markstein in der Geschichte des süddeutschen Volksstücks, das im „ Verschwender “ nunmehr seinen „Klassiker“ gefunden hatte. 33

9. Inhalt

Der reiche Edelmann Julius von Flottwell gibt auf seinem prächtigen Schloss eine Jagdgesellschaft. Nach dem Ausritt trifft er sich mit seiner Geliebten, dem Bauernmädchen Minna, das in Wahrheit die in Menschengestalt auftretende Fee Cheristane ist. Vor vielen Jahren war sie von der Feenkönigin auf die Erde ent- sandt worden, um würdigen Menschen Wohltaten zu erweisen, hatte sich in den damals siebzehnjährigen Julius verliebt und in den Jahren seither ihm zu seinem großen Reichtum verholfen. Nun erst enthüllt sie ihm ihre wahre Natur; sie muss ins Feenreich zurückkehren und der verzweifelte Flottwell schenkt ihr zum Abschied auf ihre Bitten hin ein Jahr seines Lebens.

Nach drei Jahren verschwendet er in immer glanzvolleren Festlichkeiten seinen Reichtum. Er verliebt sich in Amalie, die Tochter des Präsidenten von Klugheim, und will sie heiraten - gegen den Willen ihres Vaters, der Flottwells Verschwendungssucht als Vorzeichen einer Katastrophe durchschaut und Amalie dem soliden Baron Flitterstein zugedacht hat.

Aber nach einem turbulenten Fest bei Flottwell, in dessen Verlauf dieser sich mit dem Widersacher duelliert, gelingt den beiden Liebenden die Flucht. 34 Der Kammerdiener Wolf weigert sich, mitzukommen, weil er so die Situation ausnutzen und Flottwell um sein Geld betrügen kann. 35

Nach zwanzig Jahren kehrt Flottwell, mittellos und als Bettler auftretend, aus England zurück. Frau und Kind sind tot, das Vermögen ist verschwendet, das Schloss seiner Väter zur Ruine verfallen; seinen früheren Kammerdiener, inzwi- schen „von Wolf“, findet er als Herrn des neuen Schlosses vor. Valentin nimmt Flottwell auf, der mit Rosa und vielen Kindern in zufriedener Bescheidenheit sein Tischlerhandwerk betreibt und sich immer noch in der Dan- kesschuld seines früheren wohltätigen Herrn empfindet. Rosa allerdings ist ganz anderer Meinung. 36

„ Verhältnisse bestimmen dieÄußerungen der Menschen ... Können Sie von uns fordern, dass wir in unserer eingeschränkten Lage noch einen Mann erhalten, dem wir nichts zu danken haben als unseren richtigen Lohn ... “ 37

Mit diesen Worten weist sie Flottwell aus dem Haus und erst Valentins Dro- hung, sie samt den Kindern zu verlassen, bewirkt, dass Rosa ihre Meinung än- dert.

Flottwell ist mittlerweile zur Ruine seines Schlosses gelangt. 38

„ Ich kehre nie zu eurer Welt zurück,

Denn mein Verbrechen schließt mich aus dem Reich

Des Eigennutzes aus. Ich habe mich

Versündigt an der Majestät des Goldes. “ 39

In dieser Phase, einer grundlegenden Sinnesänderung des „Verschwenders“, er- scheint wieder jener seltsame Bettler; es ist Azur, den Cheristane als Schutzen- gel ihres geliebten Flottwell entsandt hat. Er gibt ihm die Kostbarkeiten zurück, die er einst von ihm „erbettelt“ hatte. Während Valentin wieder in Flottwells Dienste tritt, verheißt Cheristane ihm ein Wiedersehen „in der Liebe grenzenlo- sem Reichs“. 40

10. Interpretation

Im „ Verschwender “ ist der große vielfache Zwiespalt wieder ganz Form geworden. Der Verschwender Flottwell ist der Held, aber nicht so sehr an ihm wie an dem Tischler Valentin nehmen wir Anteil, dieser aber ist an dem dramatischen Geschehen nur peripher beteiligt. Die Einmischung der Feenwelt in das Menschenleben hat höchst moralische, doch nicht dramatisch zwingende Funktionen. Die Sprache ist gelegentlich verstiegen, unfreiwillig-komisch: 41

„ O seht dieses schöne Tal,

Wo prangt die Erd ’ durch höhern Reiz?

Dem Kenner bleibt hier keine Wahl,

Der Anblickübertrifft die Schweiz. “ 42

In zwei Dialogsätzen drückt sich unübertrefflich die große Zweigleisigkeit von Hohem und Echtem selbsterkennend aus: 43

Flottwell: „ O Diener-Treu, du gleichst dem Mond; wir sehen dich erst, wenn unsere Son- ne untergeht. “

Valentin: „ Das ist eine schöne Rede, aber ich hab ’ sie nicht verstanden. “ 44

Spaltung in „poetische“ und wahrhaftige Sphären also, Spaltung in einen Helden und eine Raimund-Hauptrolle, Spaltung auch, bemerkenswerter- und interessan- terweise von himmlischer und irdischer Liebe, dargestellt von Cheristane und Amalie. 45

Der erste dramatische Entwicklungsraum, in den Raimund uns im „ Verschwender “ führt, erweist sich als Bewährungsraum für alle seelischen und sittlichen Daseinsbedingungen. 46

Valentin wandelt sich innerhalb dieses dramatischen Prozesses; der unbeküm- merte, ein wenig ängstliche, fleißige, aber sorglos in den Tag lebende Bediente des ersten Aktes und der tüchtige, feinfühlige, immer noch unendlich einfach, aber doch so sehr erlebnisgereifte Handwerksmeister des dritten Aktes, zeigen eine bedeutsame Spannweite der Entwicklungsfähigkeit. 47

Wir nannten diesen Entwicklungsraum des „ Verschwenders “ den Bewährungsraum. Er erfüllte diese Aufgabe im Verlauf des ersten Aktes in zunehmendem Maße und gewaltiger Steigerung.

Von diesen Ansätzen aus erhebt sich nun am Ende des zweiten Aktes mit dop- pelter Heftigkeit die ewige Menschenfrage: Wozu leben wir? Wird die wund gewordene Seele den Weg der Umkehr einschlagen, um aus dem Chaos der Willkür zu einer Sinngebung des Lebens vorzudringen? Oder wird dieses maß- los gewordene Ich nun auch noch die letzten Brücken zum Zwischenmenschli- chen abbrechen und sich Mensch und Gott mit dem Widerstand des einzig auf sich selbst Gestellten rachsüchtig gegenüberstellen wollen?

Dieses zweite Entfaltungsstadium wird gegenüber solchen Grundfragen nicht mehr einfühlende und steigend sich vortastende Bewährung, sondern Krise für die Seele und nicht nur für den Helden, sondern in ähnlichem Maße für die Ge- genspieler, deren Daseinsgestaltung im Reflex der Flottwellschen Lebenskrise erkennbar wird. 48

Dieser ganze zweite Akt hat wenig mit dem ersten und dem dritten Akt zu tun und wird durch szenarische Einlagen etwas mühselig am Leben erhalten. 49

„Drei Jahre später“ spielt dieser Akt, nun schon im neuen, noch viel protzigeren Schloss; das heißt: der Dichter schafft damit ein Pathos der Distanz, das den nächsten Schritt des seelischen Wandels um so deutlicher erkennen lässt. Die ursprünglich gutmütige Ziellosigkeit des unmäßigen Verschenkers ist nun gewichen. Es ist nicht mehr ein schrankenloser Optimismus auf materialistischer Grundlage der Ausgangsort von Flottwells Weltbild, sondern ein ebenso materialistisch ausgerichteter Pessimismus.

Weil dieser Umsturz der Seele von der Tragik des Eros seinen Ausgang nahm, wird in diesem der Krise zutreibenden Entfaltungsstadium nun erst recht die Liebesproblematik in die Mitte aller Entscheidungen gerückt. 50 Alle echte Größe konzentriert sich im Schlussakt. Wird der Ausklang des dritten Aktes auf die Krise des zweiten hin den Untergang oder den Versuch einer Schicksalsversöhnung bringen? Seine lösenden Kräfte können ihren Ausgang neuerlich nur von jener göttlichen Weltgerechtigkeit nehmen, die das Ordnungs- gefüge des zwischenmenschlichen Lebens von keiner individualistisch gerichte- ten Kraft stören lässt.

„Zwanzig Jahre später“ setzt dieser Schlussakt des Dramas und der Lebensgestaltung ein. Zwanzig Jahre eines nur nach außen gewandten, selbstsüchtigen Lebens suchen nach ihrer Vergeltung.

In diesem Akt singt Valentin sein Tischlerlied, im Sprachgebrauch zum „Hobellied“ geworden, dreimal acht Zeilen zur Musik aus seinem „eigenen Kopf“. Es ist ein Testament, es ist ein Letztes, es ist vielleicht auch insofern ein Schlusspunkt, als es dem Leben ein Ziel setzt, ein Ziel, vor dessen Erreichung kein Ende sein konnte, und dieses Ziel erreicht. 51

Raimunds Vater war Drechsler gewesen, hatte den Knaben, weil dieser zum Theater wollte, verflucht und war mit diesem Fluch, an diesem Fluch gestorben. Psychologen werden die Bedeutung dieser makabren Szene für Raimund Le- bens- und Todeskrankheit zu deuten wissen. Und es mag sein, dass die Apotheo- se des alten Handwerkers mit seinem Hobel eine äußerste Aufgabe war, die sich Raimunds Krankheit stellte, ehe sie sich die Erlösung im Tod vergönnte: Berei- nigung des Konfliktes mit dem Vater, Rechtfertigung der Berufswahl, Verklä- rung beider Berufe durch den Sohn, Loblied auf den Tischler, auf dem Theater dargebracht, Versöhnung. 52

„ Da streiten sich die Leut herum

Oft um den Wert des Glücks,

Der eine heißt den andern dumm.

Am End ’ weißkeiner nix. “ 53

Der „Wert des Glücks“ wird in Frage gestellt, nicht das Glück, der Wert des Glücks und alle philosophischen Ausflüchte aus der Not der Existenz; „am End“, und Raimund steht am Ende, am Ende weiß man nichts. Insgeheim ist dieses Lied schon von seinem Anfang an in das Zeichen des Todes gestellt. 54

„ Da ist der allerärmste Mann

Dem andern viel zu reich.

Das Schicksal setzt den Hobel an

Und hobelt s ’ beide gleich. “ 55

Auch hier ist der Tod vorweggenommen. In der zweiten und dritten Strophe wird der Hobel dem Valentin zugehören, hier führt ihn die Hand des Schicksals; Valentin-Raimund wird sein eigenes Schicksal gestalten, wird endlich den anderen gleichen, wenn er „den“ Hobel ansetzt, wenn der Streit der Leute endet, wenn man nichts mehr von Wert und Unwert des Glücks weiß und wenn der Reichtum nicht mehr zählt, wenn er, in Wirklichkeit „der allerärmste Mann“, den anderen endlich nicht mehr viel zu reich erscheint, nur weil er vermögend, erfolgreich, mit irdischen Gütern gesegnet ist. 56

„ Die Jugend will halt stets mit G ’ walt

In allem glücklich sein,

Doch wird man nur ein bisserl alt,

Da find ’ t man sich schon drein. “ 57

„Nur ein bisserl alt“, Raimund ist dreiundvierzig, als er das schreibt, er hat noch zwei Jahre vor sich, er meint sich selbst, den vor der Zeit Alternden, er schreibt hiermit, ein Jahrzehnt nach seinem Erstlingswerk, sein Spätwerk, er gibt nicht näher an, worein man sich findet, er findet sich „drein“, ganz allgemein, ohne Objekt, er schließt gleich das „Weib“ an, die himmlisch-irdische Toni, deren Lieblingsvokabel aus den Tagebuchaufzeichnungen - zanken - orthographisch richtig, einseitig ihr zugeteilt, hier wiederkehrt. Er hat sich mit der Unerfülltheit der Liebe abgefunden. 58

„ Oft zankt mein Weib mit mir, o Graus!

Das bringt mich nicht in Wut.

Da klopf ich meinen Hobel aus

Und denk, du brummst mir gut. “ 59

Auch wenn die Ehe mit Toni zustande gekommen wäre, wie Valentin- Papagenos Ehe mit Rosl-Papagena, wäre da nur Zank und Graus und Brummen gewesen - und Cheristane, die himmlisch Liebende und Wiedergeliebt, unerreichbar in den Wolken.

Die ganze Umwelt in der ersten, die Zeit und die Liebe in der zweiten Strophe, klassisches Paradigma des Wiener Strophenliedes übrigens, das eine These auf- stellt, sie in der zweiten Strophe auf die Liebe und in der dritten auf Sterben und Himmel anwendet; nun, in der dritten Strophe wird der Tod ganz direkt be- schworen: 60

„ Zeig sich der Tod einst mit Verlaub

Und zupft mich: Brüderl, kumm!

Da stell ich mich am Anfang taub

Und schau mich gar nicht um. “ 61

Er stellt sich taub, er schaut sich nicht um, sonst hätte er der Lockung des Todes längst nachgegeben. 62

„ Doch sagt er: Lieber Valentin!

Mach keine Umständ! Geh! “63

Mit dreimaligen Ausrufungszeichen wird die Dringlichkeit akzentuiert, das „Brüderl“ Tod meint es gut, sonst würde es nicht „Lieber Valentin!“ sagen. Ge- nug Umstände gemacht, der Vater ist versöhnt, geh! Und „geh“ heißt im Wiene- rischen auch so viel wie „sei so gut“, es leitet die freundlich-liebenswürdige

Aufforderung ein; so betrachtet, wird der dreifache Anruf ganz freundlich, man kann nicht herzlich vertraulicher aufgefordert werden. Und man geht: 64

„ De leg ich meinen Hobel hin

Und sag der Welt Adje. (Ab). “ 65

„Da“ legt er den Hobel hin, „da“, nicht „dann“, die Erlösung wird in der Phantasie schon vorweggenommen, in die Gegenwart verlegt, die szenische Bemer- kung „ab“ wird transparent, man hat sein Werk getan, man nimmt Abschied, man sagt nicht: „Ich werde den Hobel hinlegen und gehen“, der Tod „zeigt sich“, er „zupft“, er „sagt“, er ist ganz „da“. Da legt man den Hobel hin und sagt „Adje“, das halb hohe, halb volkstümliche Wort, mit dem Namen Gottes, in Gottes Namen macht man Schluss.

Als Raimund, halb gelähmt, die tödliche Kugel im Kopf, auf seinem Schmerzenslager war, schrieb er mit der linken Hand zwei Worte auf: „Gott anbeten“, ein Vermächtnis, das Reue und Dank zugleich in sich schließt. Er ist als Valentin mit „Adje“, als Ferdinand Raimund mit Gott abgegangen. 66

Die uralte Weisheit des Volkes vom Ewig-Menschlichen und die Demut vor dem Ewig-Unerforschlichen gehen ein in dieses Lied, das der stürmischen Jugend mit weisem Lächeln die leiderprobte Reife gegenüberrückt, und das den Tod nicht düster drohendes Verhängnis, sondern als freundlich-wienerischen Mahner zum Weg ins Unendliche zeigt.

Wie eine alte Volksballade aber klingt das ganze „ Verschwender “ -Drama vor uns auf; und es entfaltet sich als ein Drama des dienenden Lebens. Noch einmal fließen darin alle letzten Erkenntnisse des Raimundschen Lebens zusammen, werden Gestalt und verschmelzen zu einer großen, in sich geschlossenen Ein- heit.

Das „ Verschwender “ -Drama wird zur Kampfansage an die lässige Lebensphilo- sophie der Liberalen, an kapitalistische und materialistische Entartungen und an die individualistische Ausgliederung des Ichs aus der Gemeinschaft. Das Rai- mundsche Lebensideal vom Ordnungsgefüge des dienenden Lebens strahlt hier noch einmal in erhöhtem Glanz auf. Der Humor aber löst alle verbissene Tragik der Menschengestaltung und ermöglicht, zur wahrhaftigen Lebenstotalität zu gelangen, die immer und ewig Lachen und Weinen zugleich umschließt. Gibt es überhaupt einen „schöpferischen Humor“ in der Welt des deutschen Dramas, dann lebt er in Raimunds humoristischer Lebensenergie. Heilend und ordnend will Raimund gerade auch mit diesem Drama eingreifen in seine eigene Zeit und in jede gefahrenumdrohte Epoche, in der es noch Empfänglichkeit gibt für den volkseigenen Sinn menschlichen Zusammenlebens und für die gottgegebene Ordnungskraft aller Lebendigen. 67

Das Resümee des Stückes? Valentin singt es am Schluss:

„ Der Reiche liegt schlaflos im goldenen Saal,

doch kummerlos schlummert die Kuh in dem Stall! “ 68

11. Personencharakteristik

11.1. Julius von Flottwell

Julius von Flottwell lebt jahrelang sehr verschwenderisch und kann seinen Reichtum in keinster Weise schätzen.

Er wird als Schwärmer dargestellt: seine Traumwelt gaukelt ihm Wirklichkeiten vor, die sie nicht sind. Sein ererbter Reichtum aber treibt ihn nicht in die rationa- le Geizwelt, sondern im Gegenteil: in eine überhebliche Philosophie der Geld- verachtung - ohne dass er das Geld entbehren könnte - die glaubt, sich einem souveränen Optimismus hingeben zu dürfen, weil alles schicksalhaft dem Rei- chen zu Füßen liegt. 69

„ Oh, wär ’ ichüberreich! Ich wünscht ’ es nur zu sein, um meine Schätze mit der Welt zu teilen. (...) Das Geld ist viel zu sehr geachtet - drum ist ’ s so stolz. Es will nie in des armen Mannes Tasche bleiben und strömt nur stolz dem Reichen wieder zu. (...) Düstern Philosophen glaub ’ ich nicht. (...) Die ernsten Wolken sind zwar kummervolle Tage, doch Frohsinn ist ein flüchtiger Wind, der sie verjagt. “ 70

Ein Fatalismus des Leichtsinns brandet hier auf, der sich dem Lebenskampf entzieht, weil es für sein zwar gutmütiges, aber doch schrankenloses Genießertum eine Fragwürdigkeit des Lebens und seiner letzten Ziele nicht gibt. 71

Seine Verschwendungssucht wird in den kommenden Jahren immer größer und treibt ihn im Laufe der Zeit in den Ruin.

Er lernt von seinem ehemaligen Bedienten Valentin, was Großherzigkeit wirklich bedeutet, und dass man diese Eigenschaft nicht durch Geld erkaufen kann. Erst nach zwanzig Jahren erkennt er seinen Drang nach Vergeudung und will sich das Leben nehmen, doch durch einen abermaligen Anflug des Glücks bekommt er einen Teil seines Reichtums zurück.

11.2. Valentin Holzwurm

Valentin Holzwurm ist Flottwells Bedienter - ein äußerst treuer, sehr liebeswürdiger und hilfsbereiter Mensch - und somit als Gegenspielergestalt von Flottwell selbst gedacht; sie stellt auch zugleich das charakterliche Gegenteil des Kam- merdieners Wolf dar.

„ Heissa lustig ohne Sorgen

Leb ich in den Tag hinein,

Niemand braucht mir was zu borgen,

Schön ists, ein Bedienter z ’ sein. (...)

Zweitens kann ich viel ertragen,

Hab ein lampelfrommen Sinn,

Vom Verstand will ich nicht sagen,

Weil ich zu bescheiden bin. “ 72

Valentin ist ein lebensfrohes und durchaus optimistisches Geschöpf, voll von Naivität und Leichtgläubigkeit.

Als seiner Rosa von Flottwell Unrecht getan wird, bewahrheitet sich Valentins Sinnbild der Ehrlichkeit und des Stolzes und er und Rosa verlassen Flottwells Schloss.

„ Die Livree bleibt da, die gehört dem Herrn. Mir gehört aber mein Tischlerrock, den ich mit hergebracht habe. Die andere Bagage brauch ’ ich nicht, ich bin mit dir allein zufrieden. “ 73

Nach zwanzig Jahren benötigt sein ehemaliger Gebieter Hilfe und Valentin, die eigentliche Hauptgestalt des dritten Aktes, beweist seine Personifikation der Treue und Dankbarkeit.

„ (...) Ich laßEuer Gnaden nimmer aus. (...) Ich muss mit meinen gnädigen Herrn nach Haus gehen jetzt.(...) Solang der Valentin was hat, werden Euer Gnaden nicht zugrund gehen. (...) Vivat! unsern Vatern sein gnädiger Herr soll leben! “ 74

11.3. Rosa Holzwurm

Komplizierter scheint die Figur der Rosa zu sein. Hantig von Anbeginn, nimmt sie zum Schluss etwas fast bösartig Zänkisches an. Sie weist dem ins Elend geratenen Flottwell kurzerhand die Tür. Sie muss die Familie zusammenhalten, für deren Existenz sorgen, da kann sie keinen weiteren Esser brauchen. 75

„ Mein Mann ist ein guter Lapp (...) Das wär ’ eine schöne Wirtschaft! (...) Wer ’ s Maul nicht aufmacht, muss den Beutel aufmachen. “ 76

Doch sie hat im Grunde ein gutes Herz und fügt sich schließlich.

11.4. Wolf

Wolf, der Kammerdiener, ist geldgierig und geizig. Er beachtet die Gefühle seiner Mitmenschen nicht - er lebt für sich alleine.

Er weist hinterlistige Züge auf und versucht aus allen Ereignissen seinen Vorteil zu ziehen.

Wolf wird in Flottwells Fluchtpläne eingeweiht und der Schuft verlässt seinen Herrn erst recht.

„ Du schiffst nach England. Günstigen Wind! Ich bleibe hier und will mein Schifflein in den Hafen lenken. (...) Wer ist nun zu beneiden? Er? (...) oder ich, der sanfte, der bescheidene Kammerdiener, der sein still erworbenes Schäfchen demütig ins trockene bringen kann? (...) Darum will ich lächelnüber die Erbärmlichkeit, solange ich noch zu leben habe, und dann eine laute Lache aufschlagen, auf welche Grabesstille folgt. “ 77

12. Rezeptionsgeschichte

Am 20. Februar 1834 wurde „ Der Verschwender “ zum erstenmal im Josefstädter Theater aufgeführt. Auch damit scheint sich der Ring dieses Lebens zu schließen: Wo Raimund seinen ersten Schritt zur schöpferischen Selbstständigkeit unternommen hatte, erlebte nun eines seiner reifsten Werke einen Triumph, der weit über den der Einzelleistung hinausging. 78

Raimund selbst spielte den Valentin. Seine Leistung hatte einen seiner Kollegen, das Mitglied des Burgtheaters Costenoble, zu den bewundernden Worten veran- lasst:

„ So wie Raimund ist kein jetzt lebender Schauspieler ins menschliche Herz gedrungen, und keiner hat das Vermögen, das Aufgefasste in so hoher Vollendung wiederzugeben. “ 79

Die Musik stammte aus der Feder Konradin Kreutzers. Raimund hatte Kreutzer mit der Melodie des „ Hobelliedes “ allerdings ein nicht zu unterschätzendes künstlerisches Geschenk gemacht, sie ist sein Eigentum und an sie denkt man auch zunächst, wenn man von der „ Verschwender-Musik “ spricht. 80

An einem spielfreien Abend versuchte auch Costenoble einen Sitz zu ergattern; trotzdem er doppeltes Eintrittsgeld bot, war es ihm nur mit größter Mühe möglich, einen unnummerierten Platz zu erhalten. Höchst kritisch, wenn auch mit angespannter Leidenschaft, folgte er noch in den ersten beiden Akten. Dann aber riss ihn die Begeisterung mit:

„ Wie ein großes strahlendes Gestirn durch zwei wolkenvolle Nächte sich hindurchgearbeitet hat - so tritt der dritte Akt des ‚ Verschwenders ’ aus den Vorgängern der Gewöhnlichkeit her- aus.(...)Dichter Raimund und Darsteller Raimund haben hier den Kulminationspunkt bis hierher möglicher Gr öß e erreicht. Man weißnicht, ob man den Verfasser oder den Schauspieler mehr anstaunen und bewundern und ... lieben soll!(...)Sein Tischler Valentin ist nur ein ganz gemeiner Mensch nach Rangordnung der kultivierten Welt; aber wie weißunser Künstler diesen Niedriggeborenen durch den Zauber seines hochpoetischen Spieles zum al- lerhöchst geborenen Wesen zu verklären, in welch einer Glorie von Menschenwürde, Gr öß e und Edelmut den tiefempfindenden Handwerker hinzustellen! “ 81

Den „Gottbegabten“ nannte Costenoble seinen Freund, den er neidlos bewunder- te:

„ Ich habe seit Jahren nicht so lebhaft-jugendlich im Theater empfunden wie heute, und ich ging, trotz Schnee, Regen und Kälte, mit innerer undäußerer Wärme, wie im Freudentaumel nach Hause. “ 82

In kurzer Zeit fanden 42 „ Verschwender “ -Aufführungen bei andauerndem Zustrom der Besucher statt. Sie wurden nur abgebrochen, weil Direktor Stöger ein Gastspiel eines Ensembles in Prag vorhatte.

Auch im Reich hinterließ „ Der Verschwender “ bei den 1835 folgenden Gast- spielen tiefen Eindruck. Die Münchner „riss er zu höchster Bewunderung hin“: 83

„ Raimund ist unstreitig eine der außerordentlichsten Bühnenerscheinungen; er hatüberraschendeÄhnlichkeit mit einigen Jean Paulschen Lieblingscharakteren und von mancher Seite mit Jean Paul selbst. “ 84

In Hamburg setzte sich „ Der Verschwender “ erst nach einigen Wiederholungen, dann aber um so dauerhafter durch. So traf man gerade in der Hamburger „Thalia“ eine besonders feinfühlige Charakteristik, die man für die Wirkungsge- schichte des „ Verschwenders “ stellvertretend das gesamte norddeutsche Echo zu deuten vermochte: 85

„ Wie Hoffmann in der Novelle, hat Raimund im Drama versucht, die Poesie des Märchens mit der neueren Alltagswelt zu verweben, und beiden ist es gelungen. “ 86

Aber „ Der Verschwender “ blieb nicht allein im deutschen Lebensraum wirk- sam. Schon wenige Jahre nach Raimunds Tod (1840) wurde er von Smith ins Englische übersetzt und auf vielen englischen Bühnen, ja sogar in Philadelphia, „mit dem außerordentlichsten Beifall aufgeführt“. Er ist seither in die meisten Kultursprachen übersetzt worden.

Raimund sehnlichster Wunsch, den „ Verschwender “ auch am Burgtheater aufgeführt zu sehen, den viele unter den Bewunderern teilten, wurde freilich erst im Herbst 1885 erfüllt. Zu Raimunds Lebzeiten war die vorgefasste Meinung zu starr, die das Burgtheater immer och notwendig in jene Grenzlinien einschloss, die ihm einst, als der Pflegestätte der geregelten Schaubühne, gegenüber dem Volkstheater gezogen wurden. Immerhin war „ Der Verschwender “ das erste Raimund-Drama, das für burgtheaterfähig erachtet wurde. 87

13. Nachwort

Das Lesen des „ Verschwenders “ hat mir sehr viel Spaß bereitet, da das Buch nicht schwer geschrieben ist und in ein Märchen mit Moral eingepackt ist, welche für mich deutlich erkennbar war.

Das Stück zeigt das Zusammenleben standesunterschiedlicher Abstammung und deren Entwicklung. Es zeigt also Menschen, die es heutzutage überall gibt und mit denen wir täglich Kontakt haben.

Sei es ein verschwenderischer Flottwell, der sich Glück, Zufriedenheit und Lie- be erkaufen will - oder ein hinterlistiger Kammerdiener, der versucht sich aus allen einen Nutzen zu ziehen - oder aber auch ein liebenswürdiger Valentin, auf den man sich verlassen kann und der durch und durch das Sinnbild der Treue darstellt.

Das Schöne an dem Stück ist, dass das Gute siegt. Auch das Vertrauen steht im „ Verschwender “ im Mittelpunkt, dennoch muss man sich seine „Freunde“ sorgsam auswählen.

Vor allem war es für mich ein Ansporn, immer mehr und neue Informationen über das Stück oder den Autor selbst zu finden.

Das Verfassen dieser Arbeit empfand ich als Training für die Zukunft.

Wo bekomme ich Informationen her? Was sind die wichtigsten Botschaften und wie setze ich mein Wissen um? Diese und mehr Fragen wurden im Laufe meiner Recherchen beantwortet.

Auch der Gedanke, dass diese Facharbeit durch mich seine Vollendung fand, erfüllt mich mit Stolz.

14. Zitatenverzeichnis

15. Literaturverzeichnis

Primärliteratur

RAIMUND Ferdinand,

Der Verschwender, Stuttgart 1996

Sekundärliteratur

INTERNET

members.yline.com

www.beepworld.de/members5

www.krref.krefeld.schulen.net/referate/deutsch

www.pausenhof.de/referate

www.sewanee.edu/german

www.veritas.at/deutsch/stichwort_literatur/epochen/biedermeier

KALWODA Michael Carl,

Raimund-Almanach 1984, Wien 1984

KERN Norbert, RAINER Eva, RAINER Gerald,

Stichwort Literatur - Geschichte der deutschsprachigen Literatur, Linz 1995

KINDERMANN Heinz,

Ferdinand Raimund, Wien 1982

KLEINDEL Walter,

Die Chronik Österreichs, Dortmund 1984

MIKLIN Richard,

Harenberg Schauspielführer - Die ganze Welt des Theaters, Dortmund 1997

MÖBIUS Werner,

Grosse Männer der Weltgeschichte, Klagenfurt 1987

OTTO Gabriel,

Kindlers neues Literatur-Lexikon, München 1988

PUCHARSKY Astrid,

Literaturgeschichte Österreichs, Graz 1996

WEIGEL Hans,

Flucht vor der Größe, Wien 1978

ZEHMAN Herbert,

Die Österreichische Literatur/Ihr Profil im 19. Jahrhundert, Graz 1982

16. Bildnachweis

Quelle: I www.gutenberg.aol.de/autoren/gotthelf

Quelle: II www.drostegesellschaft.de/annette/index

Quelle: III www.biblint.de/moerike

Quelle: IV www.gutenberg.aol.de/autoren/grilprz.

Quelle: V members.yline.com

Quelle: VI www.uni-karlsruhe.de

Quelle: VII www.gutenberg.aol.de/autoren/stifter

Quelle: VIII www.gutenberg.aol.de/autoren/lenau

Quelle: IX members.yline.com

[...]


1 Raimund - Almanach 1984 Seite 10

2 Die Chronik Österreichs Seite 325

3 ebda Seite 325

4 ebda Seite 325

5 Vgl. ebda Seite 325

6 www.pausenhof.de/referate Seite

7 Stichwort Literatur Seite 195

8 www.pausenhof.de/referate Seite

9 Stichwort Literatur Seite 219

10 ebda Seite 194

11 www.pausenhof.de/referate Seite

12 Vgl. Stichwort Literatur Seite 195

13 Vgl. www.veritas.at/deutsch Seite

14 www.sewanee.edu/german Seite

15 Vgl. www.veritas.at/deutsch Seite

16 Vgl. edda Seite

17 Vgl. Große Männer der Weltgeschichte Seite 379

18 Vgl. members.yline.com

19 Vgl. Große Männer der Weltgeschichte Seite 379

20 Vgl. members.yline.com Seite

21 Vgl. Die Österreichische Literatur im ausgehenden . und 19. Jahrhundert Seite 334f.

22 members.yline.com Seite

23 Große Männer der Weltgeschichte Seite 379

24 members.yline.com Seite

25 Große Männer der Weltgeschichte Seite 379

26 Harenberg Schauspielführer Seite 824

27 Die Österreichische Literatur - Ihr Profil im Jahrhundert Seite 318

28 members.yline.com Seite

29 ebda

30 ebda Seite

31 www.beepworld.de/members5 Seite

32 www.krref.krefeld.schulen.net/referate/deutsch/ Seite

33 Vgl. Reclam Seite 91

34 Vgl. Kindlers neues Literatur-Lexikon Seite 910

35 member.yline.com Seite

36 Vgl. Kindlers neues Literatur-Lexikon Seite 910

37 Reclam Seite 79

38 Kindlers neues Literatur-Lexikon Seite 910

39 Reclam Seite 85

40 Kindlers neues Literatur-Lexikon Seite 910

41 Flucht vor der Größe Seite 62

42 Reclam Seite 51

43 Flucht vor der Größe Seite 62

44 Reclam Seite 75

45 Vgl. Flucht vor der Größe Seite 62

46 Ferdinand Raimund Seite 447

47 ebda Seite 451

48 ebda Seite 458f.

49 Flucht vor der Größe Seite 63

50 Vgl. Ferdinand Raimund Seite 447

51 Vgl. Flucht vor der Größe Seite 63

52 ebda Seite 63

53 Reclam Seite 76

54 Flucht vor der Größe Seite 63f.

55 Reclam Seite 76

56 Flucht vor der Größe Seite 64

57 Reclam Seite 76

58 Flucht vor der Größe Seite 65

59 Reclam Seite 76

60 Vgl. Flucht vor der Größe Seite 65

61 Reclam Seite 77

62 Flucht vor der Größe Seite 66

63 Reclam Seite 77

64 Flucht vor der Größe Seite 66

65 Reclam Seite 77

66 Flucht vor der Größe Seite 66

67 Vgl. Ferdinand Raimund Seite 475f.

68 Reclam Seite 89

69 Vgl. Ferdinand Raimund Seite 453

70 Reclam Seite 21f.

71 Ferdinand Raimund Seite 454

72 Reclam Seite 14

73 ebda Seite 53f.

74 ebda Seite 71f.

75 Raimund - Almanach 1984 Seite 11

76 Reclam Seite 79

77 ebda Seite 57

78 Vgl. Ferdinand Raimund Seite 435

79 Reclam Seite 92

80 Vgl. ebda Seite 92

81 Ferdinand Raimund Seite 92

82 ebda Seite 440

83 Vgl. ebda Seite 440

84 ebda Seite 440

85 ebda Seite 440f.

86 ebda Seite 441

87 Vgl. ebda Seite 442

43 von 43 Seiten

Details

Titel
Gotthelf, Jeremias - Der Verschwender
Note
Sehr Gut
Autor
Jahr
2001
Seiten
43
Katalognummer
V106811
ISBN (eBook)
9783640050864
Dateigröße
757 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gotthelf, Jeremias, Verschwender
Arbeit zitieren
Nicole Kiss (Autor:in), 2001, Gotthelf, Jeremias - Der Verschwender, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/106811

Kommentare

  • Gast am 24.9.2007

    Note: sehr gut???.

    Als Referat ist diese Arbeit unbrauchbar, sie besteht hauptsächlich nur aus Zitaten.
    Diese Arbeit ist mehr ein Sammelwerk.

    Dieses Referat wäre an meiner Schule mit nem glatten "Nicht Genügend" zu beurteilen.

    TGM Wien

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