Frauenbild und Frauenkleidung im Nationalsozialismus


Ausarbeitung, 2002
12 Seiten, Note: 1,7

Gratis online lesen

Frauenbild und Frauenkleidung im Nationalsozialismus

Gliederung:

0 Einleitung

1 Die Frauenrolle im Nationalsozialismus
1.1 Weimarer Republik
1.2 Die NS-Propaganda/ Ideologie
1.3 Die Realität

2 Frauenkleidung im Nationalsozialismus

Klausurthema: Frauenbild und Frauenkleidung im Nationalsozialismus

0 Einleitung

Hitlers totalitärer NS-Staat begnügte sich nicht mit der Besitzergreifung der offiziellen Machtpositionen, sondern verlangte von jedem zu jeder Zeit Gefolgschaft und aktive Mitarbeit. Der NS-Staat nahm auch Einfluss auf jene Bereiche, die normalerweise dem Zugriff des Staates entzogen sind. Alle Bereiche wurden von den Nationalsozialistenbeansprucht und ideologisch beeinflusst wie z.B. Familie, Religion, Freizeit etc. Folglich wurden alle Lebensbereiche von den Nationalsozialisten beansprucht und ideologisch beeinflusst. Die Parteiideologen schufen auch ein NS- Ideal der Weiblichkeit und versuchten die Frauen auf Gebärfähigkeit und Mutterschaft zu reduzieren. Das NS-Ideal wirkte sich wiederum auf die Mode aus. Die mageren „Garconnetypen“ der 20er Jahre wurden von einem weichen, weiblichen Ideal abgelöst mit dem Ziel der „Rückkehr zum deutschen Brauchtum“.

1 Die Frauenrolle im Nationalsozialismus

1.1 Weimarer Republik

Die wichtigsten Organisationen der bürgerlichen Frauenbewegung in der Weimarer Republik brachten dem faschistischen Staat keinen Widerstand entgegen. Dies lag daran, dass bei den meisten Frauen in Deutschland in den 20er Jahren keine tatsächliche Emanzipation stattgefunden hat. Die Gleichberechtigung der Frau wurde in der Weimarer Verfassung zwar formal postuliert, aber nicht eingelöst. Stattdessen wurden die wesentlichen Bestandteile patriarchalischer Tradition, die auch im Faschismus eine große Rolle spielten, in der bürgerlichen Frauenbewegung propagiert und von der konservativen Mehrheit vertreten. Diese bestand zum einen aus dem „Dogma der geschlechtlichen Polarität“, d.h. man vertrat aufgrund der „Andersartigkeit“ der Frau eine scharfe Geschlechtertrennung. Zum anderen bestand diese aus der „Propagierung der patriarchalisch-monogamen Kleinfamilie“ als wichtigste gesellschaftliche Institution und Sicherung der weiblichen Existenz und der „Idee der neuen Mütterlichkeit“ dar. Mit der Rückbesinnung auf die mütterliche Frau, die zu einer „Vermenschlichung“ der Gesellschaft beitragen sollte, hoffte man die Verhältnissen der Weimarer Republik wieder in den Griff zu bekommen.

Es gab aber durchaus auch in der Weimarer Republik Gegenbewegungen zum Faschismus, sowie viele nicht völkisch denkende Frauen, die für eine Gleichberechtigung eintraten, einer qualifizierten Berufsausbildung nachgingen oder arbeiteten. Die ersten frauenfeindlichen NS-Schlagworte wie z.B. „die Welt der Frau ist klein, verglichen mit der des Mannes“ löste bei ihnen Empörung hervor. Aufgrund der Wählerinnenstimmen modifizierten die NS ihre radikalen Ansichten. Die Frau galt nun vorerst als „Geschlechts- und Arbeitsgenossin des Mannes“. Tatsächlich hatten die Nazis allerdings nie einen Zweifel daran gelassen, dass sie mit den Zielen und Ergebnissen der Frauenemanzipation überhaupt nicht übereinstimmten.

1.2 Die NS-Propaganda/ Ideologie

Seit der Gründung der NSDAP 1919 verstand sich die Partei als Männerbund, der Frauen von leitenden Positionen ausschloss und der „Frauenfrage“ kaum Aufmerksamkeit schenkte. Hitlers Anmerkungen zur Rolle der Frau in „Mein Kampf“ sind unspezifisch und wenig konkret geblieben. Das Frauenbild der Nazis war nicht einheitlich. Je ungenauer man es formulierte, desto flexibler blieb die Partei im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen.

Untersucht man Schulbuchtexte und Reden der Parteioberhäupter oder betrachtet man das Frauenbild faschistischer, weiblicher Erziehungsinstitutionen, so lässt sich ein „offiziöses“ Frauenbild feststellen (vgl. Wittrock). Was man dort über die Frau, ihr Wesen und ihre Aufgaben sagte, wurde größtenteils von traditionellen patriarchalischen Auffassungen übernommen. Im Mittelpunkt aller auf Frauen bezogenen Themen stand die deutsche Mutter. Die Nationalsozialisten propagierten die „totale Mutterschaft“ im Rahmen der Familie: „In meinem Staat ist die Mutter die wichtigste Staatsbürgerin“ (Hitler), die Welt der Frau sei „die Familie, ihre Kinder, ihr Heim“ (Hitler), die Frau habe die Aufgabe „schön zu sein und Kinder zur Welt zu bringen“ (Goebbels), sowie „Gebärin und Hüterin der Rasse“ zu sein. Die Ehe wurde nicht mehr als Selbstzweck betrachtet, sondern als „Mittel zur Vermehrung und Erhaltung der Art und Rasse“ gesehen. Eine unverheiratete Frau, die diese Rolle nicht erfüllte, galt als minderwertig. Als Konsequenz solcher Vorstellungen sprach sich Hitler in „Mein Kampf“ dafür aus, den weiblichen Staatsangehörigen die volle deutsche Staatsbürgerschaft erst mit der Eheschließung zuzusprechen.

Das Frauenideal war eine blonde, blauäugige und breithüftige deutsche Mutter mit „nordischem Stil“(ungeschminkt, geflochtene Haartracht, weiblich-schlichte Kleidung). Sie äußerte keine eigenen Wünsche, ihr Lebensinhalt war die Familie, sie litt, opferte, diente und erhielt erst durch ihre Lebensaufgabe, Kinder zu gebären, ihre Identität. Die Frau sollte aus allen Bereichen der Öffentlichkeit verdrängt werden, um sich als Mutter und sorgende Hausfrau zu bewähren. Neben Haus und Herd standen ihr allenfalls Berufe oder Engagements auf sozialem Gebiet offen. Hitler nutzte als Propaganda dafür nicht nur das angebliche mangelnde Bewusstsein der Frauen, sondern auch bewusst psychische Charakterstrukturen, wie Schwäche oder Emotionalität.. Nach Hitlers Machtergreifung 1933 wurden nicht integrationsfähige „Elemente“ ausgesondert, adaptionswillige gleichgeschaltet. Die BDF-Satzung (BDF = Bund der deutschen Frauen) erlaubte keinen Anschluss an eine andere Organisation und wurde folglich aufgelöst, womit das Ende einer eigenständigen Frauenbewegung besiegelt wurde. Frauen wurde jegliche politische Tätigkeit verboten, da Politik der Frau etwas „Artfremdes“ sei. Sie durften zwar Parteimitglieder werden, doch blieben ihnen Führungsämter versperrt. Mädchen mussten ab ihrem 10. Lebensjahr in den BDM eintreten, in dem die so lange wie möglich organisatorisch erfasst und politisch kontrolliert wurden, so dass der Übergang vom „BDM-Mädel“ zur künftigen Hausfrau und Mutter problemlos ablief. Die Mädchenerziehung war nicht darauf ausgerichtet, selbstständig zu denken und zu handeln, sondern sich auf die Rolle der kommenden Mutter vorzubereiten. Auf geistige Fähigkeiten, abgesehen von kulturellen Grundtechniken zur Haushaltsführung, wurde kein Wert gelegt. Stattdessen standen Leibesertüchtigung, Sauberkeit und Gesundheit im Vordergrund, denn „nur eine gesunde Mutter, kann gesunde Kinder zur Welt bringen“.

Die Frauenfeindlichkeit der Nazis fand ihren Niederschlag in zahlreichen Erlassen und Gesetzen: 1933 trat das „Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit“ in Kraft, das unter dem §1 „Förderung der Eheschließung“ die Vergabe von „Ehestandsdarlehen“ vorsah. Diese wurden ausgezahlt, sobald die Ehefrau ihren Beruf nach der Heirat aufgab. Die Rückzahlung wurde bei der Geburt eines Kindes zu einem Viertel erlassen.

Mittels der Reform sollte die Frau vom Arbeitsmarkt verdrängt werden. Gleichzeitig wollte man aber auch möglichst viele Familien stabilisieren und der sinkenden Geburtenrate entgegenwirken.

1933 standen nur maximal zehn Prozent der Studienplätze für Studentinnen zur Verfügung.

1943 wurde die Todesstrafe für aktive Abtreibung eingeführt.

Der Mutterkult fand seinen Höhepunkt in der Vergabe des „Ehrenkreuzes der deutschen Mutter“, ein Orden für die Gebärfreudigkeit (ab 4 Kindern) der deutschen Frau, der seit

1939 jährlich am Muttertag verliehen wurde.

Neben der deutschen Mutter wurde noch ein zweiter Frauentyp, „Typ der neuen deutschen Jugend/ die Führerin“, propagiert, der jedoch nicht so sehr im Vordergrund stand wie die „deutsche Mutter“. Dieser verkörperte eine selbstständige, häufig alleinstehende Frau, die zum politischen Geschehen in engerer Verbindung stand als zur Funktion der Mutterschaft. Sie war immer im Dienst, besaß Tatkraft und Durchsetzungsvermögen. An das zweite Frauenbild knüpfte die Propaganda in der Zeit des 2. Weltkriegs an, um die Frau für Kriegszwecke zu mobilisieren.

1.3 Die Realität

Die NS-Ideologie hinsichtlich der Frauenrolle war oft widersprüchlich und entsprach nicht der Realität. So gingen beispielsweise trotz aller propagandistischer Appelle immer mehr Frauen einer Erwerbstätigkeit nach. Da die Löhne 40% unter denen der männlichen Arbeitern lagen, verzichte der Arbeitgeber nicht auf billige, weibliche Arbeitskräfte. Außerdem konnten viele Familien auf das Einkommen der Ehefrauen nicht verzichten. Es kam zu einer deutlichen Doppelbelastung der Frau, die sich vor allem bei den Landfrauen widerspiegelte, deren Männer zum Arbeiten in die Stadt gingen oder später in den Krieg zogen. Den Großteil der Verantwortung trug nun die Frau. Diese ständige Arbeitslast der Bäuerinnen hatte sich schon Anfang der 30er Jahre unter den Bedingungen des „Dritten Reichs“ vergrößert, da die „Nahrungsfreiheit“ Deutschlands als „unentbehrliche Ergänzung einer starken Wehrmacht“ propagiert wurde. Man hob die Bedeutung der Bäuerin hervor und motivierte sie zur Produktionssteigerung durch verschiedene Werbekampagnen, (als Dank für die „Adolf-Hitler-Flachsspende“ gab es eine Urkunde).

In den Städten entstand spätestens 1935/36 ein großer Arbeitskräftemangel. Man benötigte Frauen in der Rüstungsindustrie und in der Wissenschaft, so dass auch wieder zum Studium ermutigt wurde. Größtenteils wurde die Frauenarbeit aber auf ungeistige Tätigkeiten festgelegt. Goebbels, der immer wieder die Rückkehr der Frau in den Haushalt gefordert hatte, erklärte nun, dass kinderlose, unverheiratete Frauen die letzte Reserve an Arbeitskräften darstellen würden. Entsprechend wurde 1937 das Ehestandsdarlehen auch Frauen gewährt, die einer Beschäftigung nachgingen. 1938 wurde das Pflichtjahr für alle schulentlassenen Mädchen angeordnet, das dazu zwang, ein Jahr lang in Land- und Hauswirtschaft zu arbeiten.

1939 wurde die Reichsarbeitsdienstpflicht eingeführt, die zu einer sechsmonatigen Arbeit aller Frauen zwischen 17 und 25 Jahren verpflichtete. Dieser Pflichtdienst ist ein Beispiel für die widerstrebende Zielsetzung der NS-Frauenpolitik. Während Hitler darauf beharrte, der Dienst müsse vorwiegend politisch-pädagogischen Charakter tragen, kam es den Interessensvertretern der Rüstungsindustrie darauf an, so viele Frauen wie möglich für die kriegswichtige Produktion zu mobilisieren. Einer allgemeinen Dienstpflicht zwischen 14 und 60 Jahren, wie Göring sie vorschlug, widersetzte sich Hitler jedoch vehement. Ideologische, bevölkerungspolitische und machtstrategische Erwägungen sprachen dagegen. Während des Krieges wurde 1943 eine umfassende Meldepflicht zur Überprüfung der Arbeitsfähigkeit eingeführt, die jedoch sehr viele Ausnahmebestimmungen enthielt. Während sich die Frauen aus den bürgerlichen Schichten dem Arbeitseinsatz entzogen, wurden die Arbeiterinnen in der Industrie durch Fließbandarbeit und schwere, ungewohnte Maschinenarbeit, die mehr als achtstündige Arbeitszeiten beinhaltete und mangelhafte Schutzbedingungen aufwies, ausgebeutet. Die extremste Form der Verwertung weiblicher Arbeitskräfte stellte der Einsatz weiblicher Häftlinge in der Rüstungsindustrie dar, die 1942 zwangsverpflichtet wurden. 1944 gab es eine Meldepflicht für die Reichsverteidigung, so dass man zu Hilfsdiensten für den Volkssturm gezwungen werden konnte. Dort wurden die sog. „Blitzmädel“ als Nachrichtenhelferin, Telefonistin o.ä. eingesetzt.

Der Wechsel vom Mutterkult zur Arbeiterin stellte keinen ideologischen Gesinnungswechsel der Nationalsozialisten dar. Selbstverständlich sollte die Frau nach dem „Endsieg“ wieder in ihre vorhergesehen Rolle als Hausfrau und Mutter zurückfinden.

Die „arische Schönheit“ gesund, natürlich, schlicht und sehr weiblich, wurde zwar propagiert, aber die Wirklichkeit sah auch in diesem Bereich anders aus: Vor allem die Frauen der Parteifunktionäre kleideten sich sehr elegant, schminkten sich, rauchten, tranken Alkohol und zeigten viel nackte Haut.

In der Realität des „Dritten Reichs“ gab es neben den Frauen, deren Fortpflanzung gefördert werden sollte und deren Kinder akzeptabel waren, auch Frauen, die kinderlos bleiben sollten und mussten. Ideologisches Ziel der Nationalsozialisten war die Zurückversetzung der deutschen Bevölkerung in den altgermanischen Zustand angeblicher „Rassenreinheit“. Menschen der „minderwertigen Rasse“ sollten eliminiert und der verbleibende Rest zur „Herrenrasse“ hochgezüchtet werden.“ Diese „minderwertige Rasse“ kam natürlich nicht in den „Genuss der NS-Mütterverehrung“. Schon 1933 wurde das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ erlassen mit dem Ziel der totalen Erfassung aller Frauen unter eugenischen Gesichtspunkten. „Minderwertige Frauen“ wurden zur Sterilisation und Abtreibung gezwungen. Als 1941 in Auschwitz die Gaskammern in Betrieb genommen wurden, schickte man hauptsächlich Frauen und Kinder unmittelbar nach der Ankunft in die Kammern, während vielen Männern die „Vernichtung durch Arbeit“ bestimmt war.

-Ziel der NS-Frauenideologie war zusammenfassend die möglichst vielfache Reproduktion „wertvollen“ Erbguts zur Vermehrung und „Erhaltung der Herrenrasse“, sowie die aktive Mithilfe im Krieg an der „Heimatfront“. Folglich wurden Frauen in doppelter Hinsicht ausgebeutet: als Mutter, „Gebährmaschine“ und als Arbeiterin. Die dargestellte Frauenrolle wirkte sich auch auf die Frauenkleidung der damaligen Zeit aus, da Mode immer schnell auf die öffentlichen Ereignisse reagiert und sich von ihnen beeinflussen lässt.

2 Frauenkleidung im Nationalsozialismus

Ziel der Nazis war es, die Mode reichseinheitlich zu organisieren, sich im Gewerbe eine gebührende Stellung zu schaffen, fremde Einflüsse - vor allem aus Paris - zu meiden, aufgrund der Autarkiebestrebungen eine eigenständige deutsche Mode aus deutschem Material zu entwerfen und die jüdischen Coutiers aus der Modebranche auszuschließen. Außerdem versprach man sich durch den Export der „arischen“ Erzeugnisse große Summen für die Wirtschaft und vor allem für die Aufrüstung. Es kam daher zu einer Gleichschaltung der deutschen Modezeitschriften und zu Zusammenschlüssen der deutschen „Textil- und Bekleidungsindustrie“ (z.B. in das „Deutsche Mode-Institut Berlin“ und in das „Frankfurter Modeamt“). Dort sollte im Rahmen der allgemein gültigen Weltmode unter Verwendung deutschen Stoffen, eine deutsche Mode geschaffen werden, die dem Charakter und der Wesensart der neuen deutschen Frau gemäß sei. In erster Linie richteten sich die Nazis aber gegen die „Verjudung der Modebranche“, was eine Eliminierung der jüdischen Textilschaffenden aus der Modewirtschaft und eine „Arisierung“ des Sektors zur Folge hatte. Spätestens nach dem Novemberprogrom 1938, dem die Legitimation „zur Ausschaltung der Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben“ und zur Enteignung ihres Vermögens folgte, hatte man das Ziel erreicht.

Zusätzlich ging es darum, die in den 20er Jahren entstandene Lebensauffassung von Individualität und Lebenslust zu unterdrücken. Man richtete sich gegen eine Mode, die Ausdruck eines liberalen, demokratischen Verständnisses war und diffamierte sie als „niedrigste Sittlichkeit“, und „schamlose Erotik“. Der androgyne Modestil der 20er mit seiner Sachlichkeit, der den Emanzipationsprozess der Frauen widerspiegelte, wich nun mit der Rückkehr der traditionellen, patriarchalischen Strukturen einem „Romantizismus“. Entsprechend dem „Idealbild der deutschen Frau“ als Mutter und Ehefrau, und dem „Typ der Führerin“, der sich durch „Einfachheit, Kameradschaft, Gläubigkeit und Bereitschaft auszeichnete, sollten Kleiderformen entstehen. Voraussetzungen für den Kleiderstil des zweiten Typs war das von Sport, Natur und Gemeinschaftserlebnis bestimmte Lebensgefühl. Die Kleidung sollte preiswert, praktisch, natürlich, schlicht und sauber sein und die Aufmerksamkeit auf den schönen, wohlgeformten Körper der Frau lenken. Als geeignetes Kleid hierfür erschien das Dirndl, das aus einem weit geschnittenen Rock, einer Schürze, einem enganliegenden Mieder mit angeschnittenen Ärmeln oder ärmellos und einer darunter getragenen Bluse bestand. Es sollte den Ausdruck der „deutsch-arischen Wesensart“ und des „völkischen Bewusstseins der Gemeinschaft“ verstärken, sowie das Nationalbewusstsein betonen: Kleidung, die von einer bestimmten Gruppe getragen wird, schließt diese enger zusammen und sondert sie gleichzeitig von anderen ab. Jeder ordnet sich in die Gemeinschaft ein und bringt dies durch die Kleidung zum Ausdruck.

Die Trachtenkleidung einschließlich des Dirndls wurde in erster Linie für Landfrauen empfohlen und sollte den Bauernstand als Ganzes im Volk hervorheben. Vor allem den Bäuerinnen wurde suggeriert, keine Konfektionsmode zu kaufen, denn nur selbstverarbeiteten Materialien könnten Stoffe für das „echte bäuerliche Kleid“ entstehen. So führte die Propagierung der „bäuerlichen Kleidung“ zur Renaissance von Spinnrad und Webstuhl, was das Streben nach Autarkie unterstützten sollte.

Das Dirndl war aber auch ein geeignetes Kleid für die Jugend und wurde sowohl von den BDM-Mädels bei besonderen Anlässen, als auch von der NS-Frauenschaft als Uniform getragen. Die Gleichheit der Tracht entspricht allerdings nicht die der Uniform. Bei der Uniform ist im Gegensatz zur Tracht alles genau vorgeschrieben, wie z.B. die Kragenhöhe, die Anzahl der Knöpfe etc. Individuelles kommt nicht zur Geltung. Die Uniform weist ein Maximum an Symmetrie auf, das für Ordnung, Angepasstheit und konservative Erstarrung im System steht. Sie suggerierte und produzierte im „Dritten Reich“, wie auch die Tracht, Gemeinschaft, Gleichheit und Gruppenverhalten und diente zur Herstellung von Einheitlichkeit. Sie diente außerdem als integraler Faktor eines „Gesamtkunstwerks“. Standen z.B. die BDM-Mädels zusammen, bildeten sie ein körperloses Ganzes.

Auch das Modeamt Frankfurt passte sich dem neuen Regime an. Man entwarf das sog. „Bauernschaftskleid“ als Kleid zwischen Tracht und städtischer Kleidung. Einige Modellkleider hatten einen „alpenländischen“ Brustausschnitt und miederartige Oberteile. „Kapuzenhütchen“ und steife runde Hüte verarbeiteten auch Anregungen aus der Tracht (18). Später flossen zudem Elemente der Uniform mit ein. Um dem „Idealbild der deutschen Frau“ gerecht zu werden, wurden die natürlichen weiblichen Körperformen wieder berücksichtigt und die Kleider nach dem Bild der jungen Frau und kommenden Mutter geformt. Zwischen 1930 und 1938 war das äußere Erscheinungsbild der Frau daher durch feminine, die Figur weich umspielende Kleider geprägt, die Rundungen unterstreichen sollten. Dieses Erscheinungsbild floss auch in die Entwürfe der deutschen „Hochmode“ mit ein. Für die Coutiers war die Körperhaltung der Frauen (straffe Formen, aufrechte Haltung) von primärer Bedeutung. Das weibliche Körperideal wurde im „ovalen Akt“, einem gewölbten, langgestreckten Körper, gesehen. Oval meinte die Partie zwischen Hals und Knien. Busen und Taille sollten besonders betont werden. Bis zum Frühjahr 1935 war diese neue, schlanke Linie verbindlich, die sich in der Tageskleidung durch schmale, gerade Formen und in der Abendkleidung durch anliegende, meist ärmellose und weit ausgeschnittene Roben mit Schleppen widerspiegelte. Enge, ausgeschnittene Mieder kombiniert mit weiten Schleppröcken sollten den weiblichen Körper im Sinne des „ovalen Akts“ betonen. Die Frau erschien daher meist weiblich und zugleich damenhaft-elegant. Noch vor Kriegsbeginn (1938) entwickelte sich eine strenge, militärisch anmutende Modelinie: Die Schultern wurden durch Rosshaareinlagen extrem betont, was männlicher wirkte, und die Röcke aufgrund der Stoffrationierungen immer kürzer und enganliegender. Die Kostümjacke bekam einen Uniformcharakter und unterschied sich bis auf die Taillenbetonung kaum vom Herrensakko: Die Schultern waren stark gepolstert, die Revers klein und streng, Schulterklappen und Manschetten betonten die „Neue Sachlichkeit“. Diese Modelinie hielt aufgrund des 2. Weltkriegs fast 10 Jahre an. Natürlich gab es auch Abweichungen, wie z.B. die „Kleinmädchen-Silhouette“ im Jahre 1939. Dieser Typ wirkte frischer, jüngerer und sauberer als die Jahre zuvor unterstützt durch Marineblau und Karomuster, Streifen und Tupfen, weiße Blusen und Schulmädchen-Hüte. Kennzeichnend für die „Kleinmädchen-Kleider“ waren Unterröcke aus Taft und Stickerei, schmale Hüften, enge Jacken und Oberteile, sittsame, weiße Krägen, Manschetten und Smok.

Auch das sog. „Gesellschaftskleid“ (dunkel, hochgeschlossen mit großen Krägen und glockenförmigen Röcken) erhielt 1939 seinen Einzug. Daneben stand besonders das figurbetonte „Prinzesskleid“ im Mittelpunkt der Mode: Tagsüber hochgeschlossen, wadenlang, mit weißem Kragen und Manschetten aufgeputzt, abends bodenlang mit kleiner Nixenschleppe und verführerisch dekolletiert. Der sog. „Schrägschnitt“ des Kleides kam aus Paris. Trotz einiger Ansätze deutschen Schaffens war die Mode nach wie vor französisch beeinflusst. Das Bild der deutschen Frau, die ausschließlich deutsche Mode trägt, konnte sich nur teilweise durchsetzen. Viele Frauen blieben weiterhin selbstbewusst und orientierten sich am Leitbild Paris, da auch bis zum Kriegsausbruch in allen deutschen Modezeitschriften Pariser Couture gebracht wurde. Eine offizielle Stellungnahme der führenden Nazis zur Entwicklung der Mode ist nicht bekannt. Es lässt sich schließen, dass die „arische“ Mode allein der Verschärfung des Antisemitismus’ dienen sollte.

Auf Verzierungen, Falten und Glocken der Röcke musste schließlich ganz verzichtet werden. Seiden- und Kunstseidenstrümpfe wurden gar nicht mehr hergestellt, so dass man Söckchen zum Abendkleid trug oder sich die Beine braun anmalte und die Naht mit einem Augenbrauenstift nachzeichnete. Der Turban wurde modern, verdeckte er doch unfrisierte Köpfe und schützte vor Schmutz und Staub. Überhaupt rückten nach Kriegsanfang die praktischen Bedürfnisse in den Vordergrund. 1940 wurde die „Gebrauchskleidung“ (Berufsuniformen, Arbeitsanzügen, Hausarbeitskleider) entworfen, die Zweckmäßigkeit und Schönheit verband. Die Frau sollte auch bei schwerster körperlicher Arbeit nicht darauf verzichten Frau zu sein. Die Tageskleidung war durch einen schlichteren Stil geprägt. Noch vorhandene Stoffstücke wurden miteinander kombiniert. Die schlanke Silhouette stand im Mittelpunkt, um ein Mindestmaß an Material zu verbrauchen. Zu der Tageskleidung gehört auch das Verwandlungskleid, das zu mehreren Anlässen durch kleine Veränderungen getragen werden konnte.

Die „Hochmode“ als „Welt des schönen Scheins“ konnte bis 1943 aufrechterhalten werden. Man verschob dann die Modefrage auf die Zeit nach dem „Endsieg“. Bis dahin lief die Propagandamaschine auch während des Kriegs munter weiter, in dem Modenschauen abgehalten wurden und neue Mode entworfen wurde. Diese bestand während des „dritten Reichs“ vorwiegend aus exklusiven Einzelstücken, die hauptsächlich für die wohlhabende bürgerliche Schicht, für Schauspielerinnen und für den Export bestimmt war. Die Kleidung wurde z.B. gegen schwedischen Stahl eingetauscht.

Bestimmte Trends der deutschen Hochmode wurden trotz der Exklusivität von den anderen Modesalons und -geschäften übernommen, die allerdings auch immer die Zweckmäßigkeit der Kleider berücksichtigten. Dennoch sah die Wirklichkeit anders aus als die oben beschriebene „Scheinwelt“. Schon 1936 wurde der Zusammenhang zwischen Aufrüstung und Mangel auf dem zivilen Bekleidungssektor deutlich. Das Regime hatte aus den „Hamstereinkäufen“ der Bevölkerung während des 1. Weltkriegs gelernt und begann nun viel früher mit Rationierungsvorbereitungen (Vierjahresplan), um den Mangel zu kanalisieren. Es kam zu Warenknappheit und Preissteigerungen, die in den folgenden Jahren immer größer wurden. 1938 orientierte sich die Wirtschaft auf Kriegsproduktion um. Von da an war der Kauf eleganter und aufwendiger Kleidung für die Bevölkerung nicht mehr möglich. Spätestens nach Ausbruch des 2. Weltkriegs spielte die Versorgung der nun im Krieg befindlichen Truppen für die Bekleidungsindustrie die Hauptrolle. Nur ein geringer Teil der Branche produzierte noch für den Export.

1939 wurde als Nachfolger des Bezugsscheinsystem die Reichskleiderkarte eingeführt, die 100 Punkte aufwies und vom 1.11. an ein Jahr gültig war. Für Schuhe und Mäntel waren weiterhin Bezugsscheine nötig, für deren Aushändigung der Nachweis eines wirklichen Bedarfs gekoppelt war. Die Karte bestand aus vier Bewertungskategorien, je nach Materialzusammensetzung. Bei dem Kauf eines Anzugs blieben z.B. nur 30 Punkte für das restliche Jahr übrig. Man musste sich also ganz genau überlegen, welche Kleidungsstücke man wirklich benötigte.

Wegen der Rationierungen war man außerdem gezwungen sich praktisch und einfach zu kleiden. Alte Kleider wurden aufgetrennt, zertrennt und neu zugeschnitten, alte Stoffe neu verwendet. Man trug nicht die schicken Overalls der Hochmode, sondern abgelegte Kleider mit Schürzen und Kitteln.

Aufgrund des Rollenwechsels der Frau im Krieg wurde die Frauenhose, ein vorher als unweiblich verpöntes Kleidungsstück, nun als praktische Zweckkleidung für Arbeit, Luftschutzkeller, zum Spielen mit den Kindern etc. empfunden.

Das Vorführen von „Selbstanfertigung der Kleidung und stoffsparende Gestaltung“ wurde vom Regime unterstützt. Aufgrund der Stoffknappheit wurde zudem immer häufiger zu Altkeider- und Spinnstoffsammlungen aufgerufen. Das „Winterhilfswerk“ beschlagnahmte alle verfügbaren Pelzmäntel für die Frontsoldaten, so dass viele Menschen ihre Kleidung versteckten. Goebbels appellierte immer wieder an die Spendenwilligkeit der Bevölkerung. Auch er, wie alle anderen führenden Nazi-Politiker, würde als gutes Vorbild voran gehen. In Wirklichkeit wurde ausgerechnet Goebbels auch während des Kriegs mit Haute Couture-Ware beliefert und trug nach wie vor Kleidung aus Samt und Seide, während die restliche Bevölkerung vorwiegend Kleider aus Ersatzstoffen tragen musste.

Schon nach der Machtübernahme Hitlers war klar, dass Deutschland für den Kriegsfall eine Import unabhängige Versorgung mit Textilstoffen brauchte. Man musste vom Ausland unabhängig sein, so dass die Entwicklung des Kunstseiden- und Zellwollgeschäfts gefördert wurde. Im Rahmen dieser Autarkiepolitik sollten Devisen eingespart, die einheimische Produktion gefördert und die Qualität der Waren vereinheitlicht werden. So wurde Zellwolle (allgemeine Bezeichnung für künstlich hergestellte und auf eine bestimmte Länge geschnittene Fasern), die aus Holzgewächsen, Kartoffelkraut, Flachs, Hanf, Raps, Stroh etc. gewonnen wurde, als Ersatz für Baumwolle verwendet. Da Naturrohstoffe knapp waren, begann man nach synthetischen Faserrohstoffen zu suchen und entwickelte die PeCe-Faser aus der wenig später die Perlonfaser, dann die Polyester, Polyamid und die Polyacrylfaser entstand. Zeitzeugen berichten jedoch, das die Qualität der Stoffe sehr schlecht war, was man vor allem spüren konnte.

Außerdem wurden aus Abfällen der Plexiglasverarbeitung Sandalenverschlüsse und Absätze hergestellt und Fischhäute zur Herstellung von Jacken, Gürteln, Blusen etc. genutzt. Neben der Kleidung war es spätestens während des Krieges nur sehr schwer an Schuhe zu kommen, da Leder nur noch für die Stiefel der Frontsoldaten verarbeitet wurden. Man nutzte Fischleder oder Stoff, Filz, Stroh und Gras. Holz und Kork wurde für die Sohlen genutzt. Die meisten Menschen versuchten die Schuhe immer wieder reparieren zu lassen.

Viele trugen während des gesamten Krieges die gleichen Kleidungsstücke und die gleichen Schuhe. Als 1943 die Reichskleiderkarte vorläufig gesperrt wurde, war die Bevölkerung dazu gezwungen Kleider zusammenzusuchen und umzuarbeiten, während die Frauen der Parteifunktionäre bis zuletzt elegante Mode trugen.

Literaturliste:

Bock, Gisela: Nationalsozialistische Geschlechterpolitik und die Geschichte der Frauen. In: Duby, Georges/ Perrot, Michelle (Hg.): Geschichte der Frauen Bd. 5, Frankfurt am Main 1995, S. 173-204.

Benz, Ute: Frauen im Nationalsozialismus. Dokumente und Zeugnisse. München 1997.

Frevert, Ute: Zwischen Tradition und Moderne: Frauen im „Dritten Reich“. In: Dies.: Frauen-Geschichte zwischen bürgerlicher Verbesserung und neuer Weiblichkeit. Frankfurt am Main 1986, S. 200-243.

Grube, Frank/ Richter, Gerhard: Frauenehre, Frauenwürde, Mutterglück. In: Dies. (Hg.):

Alltag im Dritten Reich. So lebten die Deutschen 1933-1945. Hamburg 1982, S. 105- 121.

Jacobeit, Siegrid: Die Wandlung vom „bäuerlichen Kleid“: zur Kleidung von Klein- und Mittelbäuerinnen im faschistischen Deutschland 1933-1945. In: Kleidung zwischen

Tracht und Mode: aus der Geschichte des Museums 1889-1989. Hgg. V. Staatliche Museen zu Berlin/ Museum für Volkskunde. Berlin (DDR) 1989, S. 145-151.

Jacobeit, Siegrid: Zur Kleidergeschichte im faschistischen Deutschland. In: Iggers, Georg (Hg.): Ein anderer historischer Blick: Beispiele ostdeutscher Sozialgeschichte. Frankfurt am Main 1991, S. 139-154.

Jacobeit, Siegrid & Wolfgang: Kleidung und Hygiene. In: Dies.: Illustrierte Alltags- und Sozialgeschichte Deutschlands 1900-1945. Münster 1995, S. 286-319.

Jacobeit, Siegrid: „...dem Mann Gehilfin und Knecht. Die ist Magd und Mutter...“ Kleinund Mittelbäuerinnen im faschistischen Deutschland. In: Werckmeister, Johann (Hg.): Land-Frauen-Alltag. Marburg 1989, S. 66-92.

Junker, Almut (Hg.): Frankfurt macht Mode. Frankfurt am Main 1999.

Koonz, Claudia: Die Funktion der Geschlechtertrennung. In: Dies.: Mütter im Vaterland. Frauen im Dritten Reich. Reinbeck 1994, S. 423-457.

Mosse, Georg L.: Der nationalsozialistische Alltag. Frankfurt am Main 1993.

Redlin, Jane: An ihren Kleidern sollt ihr sie erkennen...: Kleidung als Zeichen in Deutschland 1933-1945. In: Kleidung zwischen Tracht und Mode: aus der Geschichte des Museums 1889-1989. Hgg. v. Staatliche Museen zu Berlin/ Museum für Volkskunde. Berlin (DDR) 1989, S. 122-129.

Roberts, Ulla: Starke Mütter - ferne Väter. Töchter reflektieren ihre Kindheit im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit. Frankfurt am Main 1994.

Sigmund, Anna Maria: Die Frauen der Nazis. Wien 1998.

Sultano, Gloria: Wie geistiges Kokain. Mode unterm Hakenkreuz. Wien 1995.

Szepansky, Gerda: „Blitzmädl“, „Heldenmutter“, „Kriegerwitwe“ - Frauenleben im Zweiten Weltkrieg. Frankfurt am Main 1987.

Wittrock, Christine: Weiblichkeitsmythen. Das Frauenbild im Faschismus und seine Vorläufer in der Frauenbewegung der 20er Jahre. Frankfurt am Main 1983.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

12 von 12 Seiten

Details

Titel
Frauenbild und Frauenkleidung im Nationalsozialismus
Hochschule
Universität zu Köln
Note
1,7
Autor
Jahr
2002
Seiten
12
Katalognummer
V106874
Dateigröße
433 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diesen Text habe ich für meine Examensklausur in Textilgestaltung (kleines Fach) gelernt.
Schlagworte
Frauenbild, Frauenkleidung, Nationalsozialismus
Arbeit zitieren
Christiane Bernd (Autor), 2002, Frauenbild und Frauenkleidung im Nationalsozialismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/106874

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Frauenbild und Frauenkleidung im Nationalsozialismus


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden