Radikale religiöse Gruppen


Facharbeit (Schule), 2002
19 Seiten, Note: gut plus

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Inhaltsangabe

1. Fundamentalismus - Was bedeutet das?

2. Radikale religiöse Gruppen im Christentum
2.1 Quäker
2.2 pietistische Tradition
2.3 Pfingstbewegung
2.4 Erweckungsbewegung
2.5 Mormonen

3. Taliban

4. Reaktionen der Öffentlichkeit auf die Gefangenenhaltung der Al - Qaida Kämpfer auf Kuba durch die USA

5. Stellungnahme

6. Quellenangabe

7. Anhang

Vorwort

Ich möchte das Vorwort nutzen und kurz darlegen warum ich mich bei der Facharbeit für das Fach Religion und für das Thema Fundamentalismus entschieden habe und wie meine Arbeit strukturiert ist.

Als ich von der Aufgabenstellung hörte, dass eine Facharbeit in dem Jahrgang 12.2. zu schreiben wäre, dachte ich direkt an das Fach Religion. Es fiel mir als erstes ein, da ich dachte, dass ein größeres und interessanteres Themengebiet in keinem anderen Fach zu finden ist. Die Themensuche gestaltete sich, wie vermutet, problemlos. Das Thema radikale religiöse Gruppen, bzw. Fundamentalismus, kam durch die Geschehnisse seit dem 11. September sehr stark in das Interesse der Öffentlichkeit. Vor allem vor dem Hintergrund sah ich eine interessante Aufgabe darin, den Fundamentalismus im Allgemeinen aber auch im Hinblick auf radikale religiöse Gruppen und speziell die Taliban zu untersuchen.

Ich werde über die Pietistenbewegung, die Erweckungsbewegung, die Quäker, über die Pfingstbewegung und die Mormonen informieren.

Ein weiterer Aspekt, mit dem ich dann meine Facharbeit beenden werde, auf den ich eingehen werde sind die Reaktionen der Öffentlichkeit auf die Gefangenschaft der Al - Quaida Kämpfer auf Kuba. Wie war die Stimmung zu diesem Zeitpunkt und was war die Meinung der breiten Öffentlichkeit? Dies werden Fragen sein, die ich mir stellen werde.

1. Fundamentalismus - Was bedeutet das?

Fundamentalistisch bezeichnet man eine Weltanschauung oder eine religiöse Überzeugung dann, wenn diese von den Anhängern als die absolut wahre und gültige dargestellt wird. Die Anhänger beruhen sich meist auf eine Schrift, ihre „heilige Schrift“. Diese Schrift wird weder durch Einwände noch durch Einschränkungen relativiert. „ Fundamentalisten beharren auf den absoluten Wahrheitsanspruch ihrer Fundamente“1, die religiöse Texte, wie die Bibel bei den Christen und der Koran bei den islamischen Fundamentalisten, verbreiten. Da die Anschauungen der Fundamentalisten in ihren Augen als die einzig wahren, als unumstößlich gelten, werden sie mit allen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen versucht durchzusetzen. Wenn es sein muss wenden sie auch Gewalt an. In ihrer, durch den Fundamentalismus, verengten Sicht lehnen viele von ihnen moderne Prinzipien wie Toleranz und Weltoffenheit ab.

Ein bei Fundamentalisten oft zu treffendes Merkmal ist die pauschale Ablehnung der modernen Gesellschaft. Viele Fundamentalisten sehen sich sogar als „Opposition gegen die Auswüchse der Modernität“2.

Das typisch fundamentalistische Weltbild ist das von „gut“ und „böse“. Gut sind immer „wir“, als Vertreter des Guten. Die „bösen“ sind immer die „anderen“. Sie verkörpern im Fundamentalismus häufig die Vertreter der Welt, die den falschen, den bösen Wahrheiten anhängen. Auch typisch ist die beinahe „formelhafte“ Abwehrhaltung gegenüber allen anderen Ansichten. Sie lassen erst gar nicht auf eine kritische, vernünftige Auseinandersetzung über ihre Standpunkte ein.

Die Anhänger von Fundamentalismen beharren sehr oft einfach auf dem absoluten Wahrheitsanspruch ihres Glaubens. Sie fürchten um eine Aushöhlung der eigenen absoluten Wahrheiten durch Angriffe oder Hinterfragungen von außen. Ihre Taktik ist meist sich hinter nicht zu hinterfragenden Tabus zu verschanzen. So wird es dann nach einiger Zeit als Wahrheit akzeptiert, denn es wird sogar schon zum Tabu den Glauben zu hinterfragen. So werden die Zurechtgelegten absoluten Wahrheiten als einzig und allein wahre und für jedermann gültig dargestellt. Es ist leider keine Seltenheit, dass diese Wahrheiten auf Kosten anderer Weltbilder mit allen Mitteln, auch mit Gewalt, durchgesetzt werden.

Das fundamentalistische System beruht auch auf ihren Feindbildern. So spielen die Gegner ein wichtige Rolle. Meist ist der Gegner eines jeden Fundamentalisten die moderne Welt als solche. Manchmal allerdings sind auch anders denkende Gruppierungen, Bewegungen oder andere Systeme die Feinde. Immer jedoch werden die Gegner zu „emotionalisierten Feindbildern hochstilisiert“3. Dies ermöglicht einen besseren Zusammenhalt in der Gruppe und sorgt zugleich für eine sehr strikte Ausgrenzung anderer aus der Gruppe und verhindert somit die Integration anderer in das System.

Eine weitere wichtige Rolle im fundamentalistischen System spielt der Führer. Die Funktion des Führers kann sowohl ein Gott selbst oder eine menschliche Person einnehmen. Diese Führungsgestalt ist sehr wichtig, denn diese gibt dem Fundamentalisten Sicherheit. Sie erleichtert ihnen außerdem das fundamentalistische Handeln, weil der Befehl des Führers nicht mehr hinterfragt zu werden braucht. Eine Art Eigenverantwortung gibt es daher kaum noch. „Fundamentalisten haben daher eine ausgeprägte Autoritätsgläubigkeit und Autoritätsbedürftigkeit.4

Der Name „Fundamentalismus“ leitet sich von einer Zeitschriftenreihe ab, die Anfang des 20. Jahrhunderts in nordamerikanischen - protestantischen Kreisen publiziert wurde. „The fundamentals. A testimony of truth“ wendet sich in ihrem Gedankengut gegen die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaft und gegen die moderne Theologie und setzt sich vehement für die Zuverlässigkeit der Bibel in ihrem Wortlaut ein.

2. Radikale religiöse Gruppen im Christentum

2.1 Quäker

Der Begriff Quäker war ursprünglich ein Spottname für „Zitterer“, „die sich Schüttelnden“. Das ist die Bezeichnung für die 1652 gegründete „Gesellschaft der Freunde“. Damit meint man die Freunde Jesu. Die Quäker ist eine protestantische Gruppierung die auf George Fox zurückgeht. Der Grundgedanke dieser Gruppierung ist die Vorstellung einer Erleuchtung durch Gott, die jeden Menschen „als Quelle der Gottesbekenntnis und einer wirklich christlichen Lebensführung“5 erreichen kann.

Die zentrale Person dieser Gruppe, George Fox, erlebte eine solche Erleuchtung, was ihn in ein starkes Schütteln versetzte, wie es heute auch noch auf den Versammlungen der Quäker erlebt wird. Der Name „Quäker“ stammt von dieser für Außenstehende ein wenig witzig aussehenden Prozedur.

Bei den Quäkern werden die Kindertaufe und das Abendmahl verworfen, die in allen Kirchen gemeinsamen Sakramente. Vergnügen im allgemeinen wird bei ihnen als anrüchig angesehen. Außerdem wird bei ihnen der Kriegsdienst kategorisch abgelehnt. Die Gemeinden der Quäker werden von den jeweils ältesten geleitet. Die Quäker zählen ca. 200.000 Anhänger. Die meisten davon leben und agieren in England und den USA. Nach dem zweiten Weltkrieg organisierten die amerikanischen Quäker umfangreiche Hilfsaktionen für das zerstörte Europa und sie erhielten für diese Taten 1947 den Friedensnobelpreis.

2.2 Die pietistische Tradition

Bei dieser Tradition handelt es sich um die zweite freikirchliche Welle im 17. Jahrhundert, bei der es um den gelebten Glauben ging. Man sprach auch von der „praxis pietatis“. Aus diesen Begriffen erklärt sich der Name Pietismus, der sich für diese Tradition breit gemacht hat. Dazu gehörten beispielsweise die bekannte „evangelisch - methodistische Kirche“ (EMK), die Heilsarmee und die Herrnhuter Brüdergemeine. In diesem Jahrhundert blühte der Pietismus „in der Gemeinschaftsbewegung des Neupietismus und der Bewegung der Evangelikalen wieder auf.“6 Mit dieser Tradition wird das Anliegen des persönlichen Gaubensweges in der Hingabe an Jesu Christus mit dem Glauben an die Bibel als unfehlbares Wort Gottes verbunden. Es ist bekannt das dieser Glaube oft schon fanatische und damit fundamentalistische Formen annahm und ist somit in der Öffentlichkeit oft als Sekte abgestempelt worden ist.

Bekannte Gruppen aus dieser neupietistischen Bewegung sind der „evangelische Brüderverein“, die „freien Missionsgemeinder“, die „Chrischona - Gemeinden“ und viele andere.

2.3 Pfingstbewegung

Die Pfingstbewegung hat ihren Ursprung am Anfang unseres Jahrhunderts. Sie ist der Aufbruch zu einem enthusiastischen Christentum. Sie rechnen mit dem speziellen Wirken des Heiligen Geistes. Das Vorbild dieser Bewegung ist die Erfahrung der ersten Christen in Jerusalem. Sie schwärmen von der urchristlichen Gemeinschaft, wie sie in der Apostelgeschichte der Bibel beschrieben ist. Hierzu sind die „Schweizerische Pfingstmission“, die „freien Christengemeinden“, „christliche Zentren“ und die „Gemeinde für Urchristentum“ zu zählen.

Eine weitere Welle ist in dieser Bewegung seit den 70er Jahren zu beobachten. Die Entstehung der charismatischen Erneuerungsbewegung. „Charisma“ heißt soviel wie „Gnadengabe“. Das bezieht sich auf die speziellen, vom heiligen Geist gewirkten Begabungen. Es gab einen entscheidenden Unterschied zwischen der ersten Welle, der Pfingstbewegung, und der charismatischen Bewegung. Jetzt waren nicht nur freikirchliche Kreise involviert. Die charismatische Bewegung geht durch alle Kirchen durch und äußert sich auf vielfältigste Art und Weise. Innerhalb der katholischen und reformierten Landeskirchen wird man mit dieser Bewegung konfrontiert. („Basileia - Bewegung Bern“, „Gemeinde Erneuerungs - Bewegung“, u.a.). „Eine Eigenart dieser Gruppen ist es freikirchliches, pfingstlerisches Denken mit evangelikaler Gesinnung zu verbinden und diese Strukturen auch zu leben.“7 Dieser Versuch führt unter den Parteien jedoch oft zu Spannungen.

2.4 Erweckungsbewegung

Die Erweckungsbewegung ist eine Richtung des Protestantismus. Sie hat sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts gebildet. Die Gründung der Erweckungsbewegung hatte die Entstehung einiger Freikirchen zur Folge. Diese Bewegung verstand sich als Rückkehr des religiösen in den protestantischen Glauben. Dieser wurde von den Gründern als zu rationalistisch und kapitalistisch empfunden. Diese Bewegung kann auch als Gegenbewegung zur Aufklärung verstanden werden, in der die alten Werte sehr hochgehalten wurden. Die „Erweckungschristen“ erkannten, dass ihr persönlicher Glaube nicht mit dem des führenden Systems übereinstimmen musste. Auf der anderen Seite, waren die liberalen Theologen. Sie wollten an „Volks - und Nationalkirchen“ festhalten. Das wollten sie, um dem katholisch - konservativen Lager als eine Einheit gegenübertreten zu können.

Nachdem viele Fraktionen der Erweckungsbewegung in den Sektenbereich abgerutscht waren, bekam die Bewegung schnell den Ruf des unseriösen Radikalismus. Außerdem kamen Geschichten von Sektendramen auf, bei denen mehrere Mitglieder durch andere Sektenmitglieder getötet wurden.

2.5 Mormonen

Am 06. April 1830 fanden sich ca. 30 Personen im westlichen Teil des Bundesstaates New York zusammen um eine neue Religionsgemeinschaft zu gründen. Dies war nötig, weil sie glaubten, dass die anderen Kirchen allesamt von der biblischen Lehre abgefallen waren. Sie glaubten daran, dass Gott sich ihnen offenbart hatte um die wahre Kirche wiederherzustellen. Doch den Versammelten Personen ging es nicht nur um eine Restauration der urchristlichen Organisationen und Ämter. Den Gläubigen sollten längst verheißene Gaben wiedergegeben werden. So sollten sie z.B. Prophetie, Zungenreden und Wunderheilung wiedererlernen. Außerdem versprachen sie sich vermisste heilige Schriften wieder zu finden. Rätselhafte Stellen in der Bibel sollten ihnen verständlich gemacht werden und die göttliche Lehre in „ihrer Fülle von neuem offenbart werden.“8

Im Mittelpunkt der Gläubigen stand der damals 24jährige Joseph Smith. Die Meinungen über Joseph Smith hätten damals nicht weiter auseinander gehen können. Für die anderen Gläubigen war er der Prophet, der mit Gott sprach und dem ein Engel erschienen war, die „normalen“ Bürger hingegen sahen in ihm nur einen arbeitsscheuen Scharlatan, der die Leichtgläubigkeit seiner Mitbürger zu seinem Vorteil ausnutzt. Eines jedoch war jedem klar. Die Person Joseph Smith war ein ganz wichtiger Faktor. Er war eine so charismatische Persönlichkeit, dass sie ihm für seine neue Gemeinschaft nur von nutzen sein konnte.

Schon ein Jahr vor Gründung der Kirche war Joseph Smith erleuchtet worden. Die Anhänger der neuen Gemeinschaft nannten sich schnell die „Heiligen der Letzten Tage“. Sie nahmen die Aufforderung an die sich ihnen stellte. Sie zogen ins Land um die Menschen von der frohen Botschaft der Wiederherstellung der Kirche Jesu zu verkünden und sie vor dem drohenden Strafgericht zu warnen. Was sie zu sagen hatten, fand viele Hörer unter den Menschen. Bis zum Ende des Jahres 1830 war die Zahl der Anhänger von anfangs 30 auf 280 gestiegen. 1931, ein Jahr später waren es schon 680 Mitglieder und zehn Jahre später waren es dann 17.000 Gläubige.

Zur Jahrtausendwende nannten sie sich offiziell die „Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage“. Da waren sie schon eine Gemeinschaft von 280.000 Mitgliedern. 1998 überschritt diese Zahl die 10 Millionen Marke.

Von skeptischen Zeitgenossen wurden die Anhänger Joseph Smiths „Mormonen“ genannt. Dieser Name leitet sich von dem Buch „Mormon“ ab. Das war angeblich eine mehrere Jahrhunderte alte Schrift. Joseph wollte diese Schrift, die von den Vorfahren der Indianer verfasste worden sein soll, aufgefunden haben und sie auch ins Englische übersetz haben. Das Buch Mormon erklärte unter anderem die Herkunft der Ureinwohner der neuen Welt. Es beanspruchte außerdem von früheren Propheten zu stammen und als heilige Schrift eine Art Bibel auf amerikanisch zu sein. Dies stieß auf viel Kritik. Smith wurde als Ketzer und Spinner bezeichnet. Die stetig wachsende Gemeinschaft stand nicht nur deshalb seit der Gründung mit großen Teilen der Umwelt im Konflikt. Ein weiterer Reibungspunkt lag außerhalb der Offenbarungen und theologischen Neuerungen Smiths. Die Mormonen wollten in eine Art „Babylon“ fliehen. Sie wollten sich auf amerikanischen Boden niederlassen. Doch egal wo sich die Mormonen niederließen, sahen sich die Ansässigen durch sie bedroht. Die „Andersgläubigen“ glaubten durch das Ansiedeln dieser schnell wachsenden Gemeinschaft in ihrer Gegend politische und wirtschaftliche Nachteile tragen zu müssen. Diese Ängste, die Intoleranz und das Unverständnis führten dazu, dass das beide Seiten eskalierten und es immer wieder zu Gewalttätigkeiten kam. So mussten die Mormonen in den ersten Jahrzehnten ihrer turbulenten Entstehungsgeschichte immer wieder ihren Besitz aufgeben und weiterziehen. Der letzte große Exodus begann 1846 und endete mit der Errichtung des Mormonenstaates Desert im Gebiet eines großen Salzsees, aus dem später das Territorium und schließlich der Staat Utah hervorgegangen ist. Das Mormonentum wurde nicht letztlich durch das Sesshaft werden in ihrem sozialen Stand, in der Bildung, Kultur und Würde gehoben. Mit der Gemeinschaft in Utah gefestigt, hat es sich mit einer umfassenden Lebensweise ausgestattet. Man genießt in breiten Kreisen der Mormonen sogar den nicht selbstverständlichen Ausbildungsstandart von Universitäten. Utah hat die geringste Analphabetenrate der USA. „Die Mormonen sind heute in Bezug auf ihr Einkommen, ihre Lebensweise und ihre Werte fest in der amerikanischen Mittelschicht verankert.“9 Tief verwurzelte Ablehnung und sogar Hass schlägt ihnen eigentlich nur noch aus dem Lager der protestantischen Fundamentalisten entgegen.

Die Mormonenkirche hat heute ein Heer von 50.000 Missionaren die ihnen eine stetig steigende Mitgliederzahl garantieren werden. Manche Religionswissenschaftler sehen in den Entwicklungen um die Mormonen die Entstehung einer neuen Weltreligion.

3. Taliban

Schon vor Beginn der letzten drei Jahrzehnte des Krieges war Afghanistan eines der ärmsten Länder der Welt. Es fehlt dem Land an interner ökonomischer Entwicklung und an Bodenschätzen, die ihm wenigstens minimalen Wohlstand garantiert hätte. Die wichtigsten Exportgüter sind Rosinen, Tierhäute, Halbedelsteine und ein wenig Erdgas. Industrie in unserem Sinne gibt es nicht. Es wird geschätzt, dass 80% der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben.

Auch die geographischen Gegebenheiten machen es dem Land nicht leicht. Es ist sehr zerklüftet und dadurch im Allgemeinen schwer zugänglich. Dementsprechend war in Afghanistan traditionell die politische Macht verteilt. Stammesoberhäupter, traditionelle Anführer und religiöse Führer bestimmten das Leben auf dem Land. Über dem ganzen Land „regierte“ eine Regierung in Kabul, die auf die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Stammesgrößen angewiesen war, wenn sie außerhalb der Städte etwas erreichen wollte. Nicht einmal eine grundlegende Staatstätigkeit wie das Steuerwesen funktionierte auf dem Land. Somit stand die Regierung in Kabul einer traditionalistischen, islamischen Gesellschaft eingeschränkt handlungsfähig gegenüber. Da Rechtswesen lag z.T. in den Händen von religiös bestimmten Gerichtshöfen. Auf dem Land existierte nicht einmal ein Schulwesen, was zur Folge hatte, dass 90% der Bevölkerung Analphabeten waren.

Verschiedene Regierungen in Kabul hatten versucht, diese Zustände zu durchbrechen. Die britische Zeitung „The Independent“ schrieb zu der katastrophalen Lage: „Wenn jemals ein Land eine Revolution nötig hatte, dann war es Afghanistan.“10 Bis zum Ende der siebziger Jahre hatten viele verschiedene Regierungen die zentralen Aufgaben des Landes nicht einmal annähernd lösen können. „Die traditionelle afghanische Gesellschaft bot keine Lösungsperspektive: sie war das Grundproblem.“

Im April 1978 erfolgte in Afghanistan ein Umsturz; die so genannte „April - Revolution“. Damals hatten Militäreinheiten, die mit der Volkspartei Afghanistans (PDPA) verbunden waren, die Regierung des damals amtierenden Präsidenten Daoud gestürzt. Es ging den Beteiligten um eine völlige Umgestaltung der ökonomischen und politischen Verhältnisse des Landes. Sie wollten eine umfassende Modernisierung der veralteten Machtstrukturen hervorrufen.

Die „April - Revolution“ war keine Revolution im klassischen Sinne. Die Revolutionspartei PDPA war im Land kaum gefestigt. Ihre Basis bestand aus nur wenigen Bevölkerungsschichten. Es waren im wesentlichen Intellektuelle, Staatsbeamte, Lehrer oder Offiziere. Geographisch lag der Einfluss der PDPA in der Hauptstadt und in einigen anderen Städten. Das bedeutet, dass die „April - Revolution“ nicht mehr war als eine Revolte bestimmter Teile der städtischen Mittelschicht. Zusätzlich war die Partei durch innere Machtkämpfe gespalten und dadurch geschwächt. Dennoch hatte die Partei ein Programm zur Umgestaltung der afghanischen Gesellschaft. Dieses beinhaltete die Förderung der Gleichberechtigung der ethnischen Minderheiten, eine Landreform, die Emanzipation der Frau und Schulbildung und Erziehung für alle. Das waren auch die zentralen Probleme, die die PDPA mit ihrem Programm versuchte in den politischen Mittelpunkt zu drücken. Doch es war schwerer al erwartet. Vor allem auf dem Land bildete sich ein Widerstand gegen die „April - Revolutionäre“. Die Bevölkerung auf dem Land fühlte sich zu brutal und unsensibel behandelt, bei der ansatzweisen Durchsetzung der ersten Reformen. Dieser Widerstand, wie so oft in der afghanischen Geschichte, nahm schnell gewaltsame Formen an.

„Die PDPA begriff sich als marxistisch - leninistische Kaderpartei und legte von Anfang an großen Wert auf die enge Zusammenarbeit mit der Sowjetunion.“11 Um die machtpolitischen Möglichkeiten an der Südseite des Landes nutzten zu können, unterzeichnete die Sowjetunion einen afghanisch - sowjetischen Freundschaftsvertrag. Etwa im Juni des Jahres 1979 begann die verstärkte Lieferung von Waffenmaterial an die afghanische Regierung. Im Verlauf des Dezembers 1979 wurden die ersten Truppen nach Afghanistan verlegt. Weihnachten dieses Jahres erfolgte dann die „Intervention“. Ein neuer Präsident wurde ernannt, von dem sich die Sowjetunion eine stärkere Bindung im Land erhoffte. Es galt außerdem politischen Übereifer zu vermeiden. Sowjetische Militäreinheiten wurden im Land gebraucht um die militärische Lage zu stabilisieren und um den Zusammenbruch der Armee zu vermeiden. Die Ergebnisse der „Intervention“ waren genau entgegen gesetzt zu dem was sich ihre Macher von ihr versprochen hatten. Sie fügte dem Widerstand einen neuen, starken Grund hinzu. Nun konnten sie auch noch einen Kampf gegen die fremden Eindringlinge führen.

Die Sowjetunion und die Regierung in Kabul waren nicht in der Lage, den Krieg gegen die Mudschahedin für sich zu entscheiden. Dafür fehlte es ihnen an Unterstützung aus dem Volk. Aus innen - und außenpolitischen Gründen war die Sowjetunion nicht bereit ihr Engagement zu erhöhen. Mit dem Amtsantritt des neuen Präsidenten der Sowjetunion Michail Gorbatschow wurde auch gleichzeitig eine Wende in der sowjetischen Außenpolitik vollzogen. Es wurde erkannt das der Abzug der Truppen notwendig war. 1988 kam es dann zu einem Durchbruch, dem Genfer Afghanistan - Abkommen. Dieses Abkommen sollte die internationalen Aspekte des Krieges regeln. Unterzeichnet wurde es von den Regierungen Afghanistans, Pakistans, der Sowjetunion und der USA. Das Abkommen beinhaltete unter anderem die wechselseitige Verpflichtung zur Nicht - Einmischung in innere Angelegenheiten Afghanistans und Pakistans. Außerdem wurde in dem Abkommen der Abzug der sowjetischen Truppen innerhalb von neun Monaten festgelegt. Dieses Abkommen war zweifelsohne wichtig. Es trug vor allem zur De - Internationalisierung des Krieges bei. Somit wurde der afghanische Bürgerkrieg auf seine innerpolitischen Dimensionen zurückgeführt. Das bedeutete noch längst nicht Frieden, war aber ein wichtiger Schritt.

Der Rückzug der sowjetischen Truppen führte nicht, wie erwartet, zu sofortigen Zusammenbruch der Regierung in Kabul, sondern eher zu ihrer Stärkung. Die Mudschahedin starteten eine Großoffensive um die Provinzhauptstadt Jalalabad und erlitten eine schwere Niederlage. Damit war ein enormer Prestigeverlust verbunden. Die Regierungsarmee hingegen gewann an Selbstvertrauen und an Motivation, seitdem sie ohne sowjetische Hilfe auskommen mussten. Nach diesem Sieg wurde die Regierung das erste Mal von der Bevölkerung als „Herr im eigenen Haus“ ernst genommen. Die Regierung hatte zwar keine Chance die Mudschahedin militärisch zu schlagen, konnten von ihnen aber auch nicht besiegt werden. Innerhalb der Widerstandsgruppen wuchs damit die Bereitschaft mit der Regierung in Verhandlungen zu treten.

Trotz alle dem kam es im April 1992 zum Sturz der Regierung und der Herrschaft der PDPA. Der Grund dafür lag zum großen Teil an den Widersprüchen innerhalb des PDPA - Regimes. Aber auch externe Faktoren waren für den Sturz verantwortlich. So hatte die UNO an einem Friedenskonzept für Afghanistan gearbeitet. Dies beinhaltete eine Übergangsregierung zur Vorbereitung von Wahlen. Doch es machte sich schnell die Meinung breit der amtierende Präsident sei nur eine Zwischenlösung ohne Zukunft. Am Ende nahmen sogar ranghohe Militärführer Minister und Mitglieder des Politbüros Kontakt zu den Mudschahedin auf, um sich für die zukünftige Entwicklung abzusichern. Damit war der Zerfall der Partei und der Regierung eingeleitet. Als ein ebenso wichtiger Faktor entpuppte sich die Kombination ethnischer und ökonomischer Widersprüche in der Regierung. Die katastrophale Finanzlage war der letzte Grund, weshalb die Regierung zusammenbrach. Nach dem Sturz lösten sich der Regierung, der Staatsapparat und die Armee praktisch auf. Die Mudschahedin konnten in Kabul einziehen, ohne auch nur einen Schuss abgeben zu müssen. In der westlichen Öffentlichkeit waren die Mudschahedin häufig als „Freiheitskämpfer“ betrachtet worden, die gegen die russischen Invasoren ihre Waffen erhoben hätten und deren Hauptziel darin bestehe, ihr Land von den Eindringlingen zu befreien. Bereits während des „Heiligen Krieges“ kämpften die Mudschahedin an zwei Fronten. Auf der einen Seite leisteten sie erbitterten Widerstand gegen die russischen Invasoren und die PDPA, auf der anderen Seite kämpften sie um die Herrschaft in den eigenen Lagern und teilweise auch um materielle Vorteile. Die Machtübernahme der Mudschahedin in Kabul weder zu Frieden, noch zu einer Beruhigung der Lage in Afghanistan. Nachdem Abzug der sowjetischen Truppen und dem Sturz der PDPA fragte sich die Bevölkerung nach dem Sinn des Krieges. Der Bevölkerung wollte nicht verstehen warum immer noch kein Friede möglich war, den sie schon nach dem Abzug der sowjetischen Truppen erwartet hatten. Die Kriegsmüdigkeit und die Unzufriedenheit mit den regierenden Mudschahedin wuchsen. Immer stärker wurden sie nicht als Befreier, sonder als Quelle des ganzen Übels wahrgenommen.

Zu diesem Zeitpunkt der afghanischen Geschichte kamen die Taliban ins Spiel. Wie aus dem nichts schien diese unbekannte neue Miliz aufgetaucht zu sein. Es wird noch heute spekuliert, ob nicht der pakistanische Geheimdienst wesentlich an dem Aufbau der Taliban beteiligt war. Denn von Anfang an besaßen die Taliban schwere Waffen wie Panzer und Flugzeuge. Man kann sagen, dass die Taliban zu diesem Zeitpunkt drei wesentliche Vorteile hatte. Der erste war der Ansehensverlust der Mudschahedin unter der Bevölkerung. Man hatte erkannt, dass ihnen nicht der Islam oder andere Werte wichtig waren, sonder nur das eigene Wohl. Der zweite Vorteil war, dass die Bevölkerung sich ausgesprochen nach Frieden sehnte und sogar manche Mudschahedin - Kämpfer mit der Zeit kriegsmüde geworden sind. Diese beiden Punkte stellte die Taliban auch in das Zentrum ihrer politischen Arbeit. Der dritte und gewichtigste Punkt war, dass die Taliban eine neue und unverbrauchte Kraft darstellten, die weder Verantwortung für die Korruption im Land noch für den Krieg zu tragen hatte. Sie waren als einzige Organisation glaubwürdig. Sie stellten sich gerne als „ islamische Studenten“ dar. Sie galten als überparteiisch und unabhängig. In der Bevölkerung war die Taliban durchaus beliebt, da sie diszipliniert und rücksichtsvoll waren. Sie genossen den Respekt vieler. Diese Stärken führten dazu, dass die Taliban in der Anfangsphase ihrer Offensive das halbe Land einnehmen konnten, ohne wirklich Krieg führen zu müssen. In den meisten Fällen übergaben ihnen die Gegner ihre Städte ohne Widerstand. Das hatte zur Folge, dass das Prestige der Taliban noch weiter anstieg. Im September 1996 nahmen sie die Hauptstadt Kabul in ihren Besitz. Diese Serie fast gewaltloser Siege erweckte den Anschein, dass die neue Kraft auch moralisch überlegen war. Mit machten Schluss mit dem Krieg und den ständigen Kämpfen. Wo vorher nur über den Islam geredet wurde, ließen die Taliban Taten folgen. Sie machten dann tatsächlich Ernst mit „dem Islam“. Sie ließen Mohnfelder abbrennen und die Heroinlabors zerstören. Später waren dreiviertel des Landes unter ihrer Kontrolle. Was viele Afghanen als letzte Hoffnung auf Frieden begrüßt hatten, entwickelte sie sich schnell zu einer terroristischen Gewaltherrschaft unter dem Deckmantel des Islam. Männer wurden gezwungen sich Bärte wachsen zu lassen, Frauen wurden verstärkt unterdrückt und das Tragen der burqa (Ganzkörperschleier) wurde den Frauen aufgezwungen.

Heute gilt die Taliban als zerschlagen. Sie wurde nach den Terroranschlägen in den USA, für die sie verantwortlich gemacht werden, zu großen Teilen auch durch militärische Schritte zerstört.

4. Reaktionen der Öffentlichkeit auf die Gefangenenhaltung der Al - Qaida Kämpfer durch die USA auf Kuba

Nachdem die USA in Afghanistan zahlreiche Al - Qaida Kämpfer festgenommen hatten, sperrten sie diese in ein eigens dafür eingerichtetes Gefangenenlager in Guantanamo auf Kuba. Doch die Art der Gefangenenhaltung führte zu heftigen Diskussionen über die Rechte der Gefangenen. Angeheizt wurden die Diskussionen durch Fernsehbilder die Gefangene zeigen, wie sie vor Wärtern knien und Fesseln und undurchsichtige Brillen tragen.

Viele Menschenrechtsorganisationen forderten von den USA, die Gefangenen müssen als Kriegsgefangene angesehen werden und somit auch nach den in der Genfer Konvention festgelegten Gefangenen - Schutzrechte behandelt werden. Auch der amerikanische Außenminister Colin Powell forderte dies.

Doch der US - Präsident Bush und seine Regierung argumentieren, die Gefangenen würden auch ohne den Kriegsgefangenenstatus nach den internationalen Rechten behandelt. Senatoren und Abgeordnete der Regierung besuchten die Gefangenenlager auf Kuba. Sie berichteten von sehr humanen Bedingungen, die die Gefangenen zu ertragen hätten. Für manche der Gefangenen sei es sogar eine der ersten medizinischen Behandlungen die sie dort erfahren. Auch das Essen sei, wie einer der Besucher berichtete, angemessen. "Wenn man bedenkt, dass es sich nicht um ein Vier-Sterne-Hotel handelt, dann sind wir wirklich zufrieden."

Die Regierung möchte die Gefangenen nur als „illegale Kämpfer“ einstufen und nicht als Kriegsgefangene, um ihnen nach dem Krieg einen Prozess machen zu können.

Es ist anzunehmen, dass vor allem die amerikanische Öffentlichkeit nach den schmerzlichen Anschlägen in New York für eine strikte Behandlung gegenüber den Gefangenen ist. Es würde dem Präsidenten wohl zu viele Sympathien im eigenen Land kosten, die Gefangenen zu „lasch“ zu behandeln.

5. Stellungnahme

Ich bin nach der Bearbeitung der Facharbeit der Meinung, dass man die radikalen religiösen Gruppen und deren Anhänger nicht nur positiv oder nur negativ sehen kann. Sicherlich ist der Begriff „radikal“ in den letzten Monaten besonders durch die Geschehnisse um den 11. September in Verruf geraten.

In vielen Fällen ist es auch eher negativ zu sehen nur einer Denkweise zu folgen und sich einer radikalen Gruppe anzuschließen. Häufig ist es für die Anhänger dieser Gruppen, aber auch für deren Umfeld, gefährlich, denn sie folgen ihrem Glauben blind, manchmal sogar bis in den Tod. Es wird besonders gefährlich, wenn die Gruppen gewaltbereit sind und deren Anhänger das selbstständige Denken aufgegeben haben. Was dabei herauskommen kann sieht man an den Anschägen in den USA.

Doch es gibt auch positive Aspekte an der Anhängerschaft einer radikalen religiösen Vereinigung. Wenn nämlich die Gruppen einem positiven Weltbild folgen und deren Anhänger, auch wenn sie nicht selbstständig denken, diesem Weltbild nacheifern, so ist das durchaus positiv. Die Mormonen sind da ein gutes Beispiel. Ihr Weltbild ist vielleicht nicht in jedermanns Augen nacheifernswert, doch schaden tut es auch keinem.

Abschließend finde ich, dass ein eigenständiges Denken mit einem von eigener Überzeugung geprägten Weltbild noch das Beste ist. Es ist aber durchaus nicht negativ sich an einem vorgedachten Gedanken entlang zu hangeln, wenn man selber nicht in der Lage ist sich ein eigenes Bild zu machen, solange dieser Gedanke ein der Gesellschaft nicht schädlicher ist. Doch leider ist das oft nicht der Fall. Deshalb ist es in unserer Gesellschaft weit verbreitet Organisationen die einen solchen Gedanken verbreiten negativ wahrzunehmen. Doch man muss sie auch sehr kritisch beäugen, denn sie können auch viel Schaden anrichten, wie die jüngsten Ereignisse gezeigt haben.

6. Quellenangabe

- http://www.eurotheo.org/umat/fund.htm
- http://www.hausarbeiten.de/rd/archiv/islam/islam-funda/islam-funda.shtm
- http://www.relinfo.ch/evangelikalismus/fundamentalismus.html
- http://www.quaeker.org/ueberq/index.html
- http://www.kclc.or.jp/humboldt/itog.htm
- http://www.gemeindedienst.de/weltanschauung/texte/cft.htm
- http://www.mormonismus-online.de/
- http://www.friedenskooperative.de/themen/terrhg19.htm
- http://www.derriere.de/International/Taliban_index.htm
- http://de.fc.yahoo.com/t/taliban.html
- http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,179354,00.html
- http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,179796,00.html
- http://de.news.yahoo.com/020125/12/2m2st.html
- http://www.jochen-hippler.de/Aufsatze/Afghanistan
- Der religiöse Fundamentalismus. Christentum, Judentum, Islam. Klaus Kienzler, 1996, C.H.Beck
- Brock Haus, Band 8, Seite 33/34

[...]


1 http://www.eurotheo.org/umat/fund.htm

2 http://www.eurotheo.org/umat/fund.htm

3 http://www.hausarbeiten.de/rd/archiv/islam/islam-funda/islam-funda.shtml

4 http://www.relinfo.ch/evangelikalismus/fundamentalismus.html 5

5 http://www.quaeker.org/ueberq/index.html

6 http://www.kclc.or.jp/humboldt/itog.htm

7 http://www.gemeindedienst.de/weltanschauung/texte/cft.htm

8 http://www.mormonismus-online.de/

9 http://www.mormonismus-online.de/

10 http://www.friedenskooperative.de/themen/terrhg19.htm

11 http://www.friedenskooperative.de/themen/terrhg19.htm 12

19 von 19 Seiten

Details

Titel
Radikale religiöse Gruppen
Note
gut plus
Autor
Jahr
2002
Seiten
19
Katalognummer
V107035
Dateigröße
432 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Radikale, Gruppen
Arbeit zitieren
Thorsten Krings (Autor), 2002, Radikale religiöse Gruppen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107035

Kommentare

  • Gast am 16.3.2003

    Nicht übel!!.

    Wahrlich nicht übel, deine Arbeit. Diffenziert und in jeder Hinsicht
    über das hinaus gehend, was von einer Arbeit für die Schule je zu erwarten ist.

    Wer mag, kann trotzdem ein paar Dinge bemängeln. Mir sind als politisch zur Zeit besonders einflussreich (Bush-Administration) die Erweckungskirchen und deren Weltsicht zu kurz gekommen.

    Außerdem hatte ich an einigen Stellen den Eindruck, dass der "Autor" weite Passagen inhaltsgleich, wenn nicht sogar wortgleich aus den Quellen übernommen hat - und an diesen Stellen die Arbeit eben nicht Ergebnis einer eigenen Reflektionsarbeit darstellt. Es gehört zur Autorenehre, dies kenntlich zu machen! (nebenbei: eine Schularbeit macht man damit gewiss nicht schlechter)

    Dennoch sehr schön - interessant und überraschend - z.B. die Passage zu Afghanistan.

    Und ein vorletzter Kritikpunkt: Mir scheint der Anteil eigener Meinung am Schluss etwas zu gering zu sein - man kann das auch etwas mutlos nennen, was gemessen an der guten Recherchearbeit nicht angemessen erscheint.

    Zuletzt: Ein paar Mängel der zweifellos überragenden und interessanten Arbeit mögen auch in der Quellenwahl begründet sein, die sich vor allem auf das Internet stützt. Tja, man findet im Internet leider nicht immer Informatonen in der erforderlichen Bandbreite und Qualität.

    Trotz aller Kritik: Suuuper! Weiter so!!!

    Du hast bewiesen, dass dein Differenzierungsvermögen bereits auf das Erfreulichste ausgeprägt ist. Damit steht du z.B. auch weit über vielen Lehrern, die mir bislang begegnet sind.

  • Gast am 16.9.2004

    Quäker, radikale Gruppe?.

    Hallo Herr Huber,

    zu den Quäkern sollten Sie sich besser informieren. Sie sind keine Fundamentalisten.

    Zur Wehrdienstverweigung, zu denen sie die Vorreiter waren, lässt sich wohl streiten, ob das radikal ist. Radikal ist meines Erachtens Krieg.

    Sie haben keine Lehre, keine Dogmen, betrachten sich selbst "als Gruppe" nicht als Christen. Ein Quäker kann jeder Religion oder Konfession angehören.

    Neben Sklavenbefreiung, Friedensvertrag mit Indianern, Gefängnis- u. Psychiatriereformen,Frauenrechtsbewegung, Mediation, humane Hilfen im 1. u. 2. Weltkrieg, vielem mehr, ist diesen, die im zunächst in der Bill right, dann im Grundgesetz verankerte Glaubens- u. Gewissensfreiheit zu verdanken.

    Mfg
    A. Uhle

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Titel: Radikale religiöse Gruppen


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