Textzusammenfassung - Karl Marx / Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei 1848


Seminararbeit, 2003
11 Seiten, Note: gut

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Textzusammenfassung

Literaturverzeichnis

Textzusammenfassung

Mit dem weltweiten Fall des Eisernen Vorhangs in den frühen neunziger Jahren zerbrach ein Großteil der kommunistischen Systeme, samt des Mutterlandes Sowjetunion. Sechzig Jahre standen sich zwei Parteien gegenüber, deren Unterschiedlichkeit nicht in der Farbe der Fußballtrikots zu finden war, sondern in der grundlegend verschiedenen Ideologie des Systems. Gerade im Ostblock waren Schulbücher und öffentliche Zeitungen gefüllt mit Hetzen und Verleumdungen gegen den „Feind“ gegenüber. So ward das Leben der Bevölkerung als ein steter Kampf von Gut gegen Böse, Arm gegen Reich, Frieden gegen Krieg und Arbeiter gegen Kapitalist verschrien. In Wirklichkeit aber war es ein Ringen um das vorherrschende Staatssystem, Kommunismus und Sozialismus gegenüber Demokratie und Kapitalismus.

Dieser Kampf ist in der Geschichte kein neuer. Schon vor dem Zeitalter der Industrialisation haben sich zwei Klassen gebildet, deren Vorstellungen des modernen Staates weites gehend divergierten. Die Arbeiterschaft, das Proletariat, hat sich zu einer, den alten Schichten entgegenstehenden, Macht entwickelt. Der daraus resultierende Herrschaftsanspruch, den sie den Besitzenden, dem Adel kurzum der Bourgeoisie abverlangte, entlud sich in Aufständen und Revolutionen des 19. Jahrhunderts.

Viele Vertreter des „denkenden“ Proletariats forderten eine umfassende Veränderung des bestehenden Status quo. Die folgende Textzusammenfassung über das „Manifest der Kommunistischen Partei“ von Karl Marx soll ein Beispiel für einen solchen Aufruf geben und die Probleme und Überlegungen der Menschen aufzeigen.

Doch bevor man sich mit den Gedanken des Autors auseinandersetzt, ist eine Betrachtung der Person Karl Marx von Nöten.

Karl Marx wurde am 5.5. 1818 in Trier als drittes von insgesamt neun Kindern geboren. Sein Elternhaus war strengen jüdischen Glaubens, jedoch widersprachen die Weltanschauungen des Vaters den religiösen Einstellungen, so dass Marx „...in einem Elternhaus groß [ wurde ], in dem Aufklärung und liberale Geistesart hoch im Kurs standen...“[1]. Er besuchte von 1830 bis 1835 das Trierer Gymnasium, wo besonders sein Direktor und Geschichtslehrer Johann Hugo Wyttenbach ein frührevolutionärer Liberalist „...den entscheidenden Einfluß...bildete...“[2] Im Oktober 1835 verließ er das Trierer Elternhaus um in Bonn Rechtwissenschaft zu studieren. Die Universität galt „...als geistiges Zentrum des Rheinlandes; hier herrschte ganz die romantische Schule, und die beliebtesten Vorlesungen waren die des alten August Wilhelm von Schlegel über Philosophie“[3] - an denen Marx teilnahm. Im März 1837 verlobte sich der erst achtzehn Jahre alte Marx mit der vier Jahre älteren Jenny Westphalens, die Tochter einer wohl situierten Adelsfamilie seiner Heimatstadt Trier. Mittlerweile an der Berliner Universität, auf die er im Oktober 1836 wechselte, Philosophie studierend, verschrieb sich Marx immer mehr der Poesie, wodurch er in starken Konflikt mit seinen Vater gerat. Nach einer kurzen romantischen Periode erinnerte er sich wieder seines eigentlichen Studiums und besuchte, angetrieben von seinem rechtswissenschaftlichen Vorwissen, Vorlesungen des Berliner Rechtslehrers Eduard Gans. Dieser liberale „... Hegelianer, der sich in seinen brillanten Vorlesungen über den Hegelschen Gedanken einer rationalen Entwicklung der Geschichte ausließ, wobei er besonders den Aspekt der Willensfreiheit und die Bedeutung der sozialen Fragen betontehieß die Julirevolution gut...“[4]. Im März 1841 promovierte Marx an der philosophischen Fakultät der Universität Jena und beendete das Studium mit einer gefestigten Meinung und Vorstellung über den Wert des Menschen, was er mit dem Beitritt in den Kreis der radikalen Junghegelianer bestätigte.

1842 bis 1843 arbeitete Marx als Chefredakteur der liberal-oppositionellen „Rheinischen Zeitung“ in Köln. Während seiner Berichterstattung kam er in Berührung mit dem aus Frankreich herüber „schwappenden“ Kommunismus, den er zu dieser Zeit als „...dogmatische Abstraktion...[und]...nicht einmal theoretische Wirklichkeit“[5] ansah. Im Juni 1843 heiratete Marx seine Verlobte und mit dem Verbot der Zeitung durch die preußische Zensur ging Marx im Oktober des selben Jahres nach Paris. Dort konzentrierte er sich auf die Herausgabe der Deutsch-Französischen Jahrbücher, in denen junge Talente der Hegelianischen Schule, darunter auch Friedrich Engels, Texte verfassten, die für eine rücksichtslose Kritik allem Bestehenden galten. In der Arbeiterschaft des wirtschaftlich florierenden Paris fand Marx einen Kritikpunkt zur Hegelschen Philosophie und Staatsauffassung, die seinen Beitritt der entstehenden Arbeiterbewegung erklären. Für ihn bestand die Frage nach einer Emanzipation des Individuums im Vordergrund, die für ihn in der Aufnahme kommunistischen Gedankengutes endete. Die Zeit in Paris brachten Karl Marx unter dem Einfluss Ludwig Feuerbachs zum philosophischen Materialismus, unter dem der französischen Sozialisten zum revolutionären Sozialismus.

[...]


[1] Euchner, Walter: Karl Marx. S. 9.

[2] McLellan, David: Karl Marx - Leben und Werk. S. 18.

[3] McLellan, a.a.O., S. 25.

[4] McLellan, a.a.O., S. 32.

[5] Euchner, a.a.O., S. 19.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Textzusammenfassung - Karl Marx / Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei 1848
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (FB Soziologie)
Note
gut
Autor
Jahr
2003
Seiten
11
Katalognummer
V10705
ISBN (eBook)
9783638170628
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Textzusammenfassung, Karl, Marx, Friedrich, Engels, Manifest, Kommunistischen, Partei
Arbeit zitieren
Maik Teichgräber (Autor), 2003, Textzusammenfassung - Karl Marx / Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei 1848, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10705

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