Einführung in das angewandte eGovernment


Ausarbeitung, 2002
12 Seiten, Note: 2,3

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Inhaltsverzeichnis

2. Begriffsdefinition

3. Praxisbeispiele v. „Vorreiter“ Kanada

4. Nutzen & Vorteile

5. Gefahren & Risiken

6. Technische Umsetzung & Sicherheitsmaßnahmen

7. Ausblick: Wirtschaftliche u. gesellschaftliche Auswirkungen

8. Drei Durchführungsbeispiele

2. Begriffsdefinition

Angebot und Umsetzung von „Behörden- Dienstleistungen“ mit Hilfe von IT- Technologien u. Infrastrukturen (Hardware wie Server u. PC; Software wie Firewalls u. Individualprogramme) auf virtuellem Wege zwischen Bürgern, Regierung, Unternehmen und öffentlicher Verwaltung.

Kurz: Das sog. „virtuelle Rathaus“

(Quelle: Angelehnt an Accenture, BMWi, KPMG)

3. Praxisbeispiele v. „Vorreiter“ Kanada

Das „virt. Rathaus“ in Kanada bietet bereits heute fortgeschrittene „eGov.- Services“ an:

Bereich 1: „G to C“

- Einkommens-Steuererklärung
- Hunde-Steuermarke
- Einwohner-Anmeldung u. Abmeldung
- virt. Kommunal-Wahlen
- „virt. Lotsen-Service“ für Erziehungs- u. Bildungs-Institutionen
- „part.-virt.“ Schulen und Universitäten

Praxisbeispiele G to G in Kanada

Kanada ist der Sieger des „eGov. Wettbewerbs“ 2001 von KPMG und Peoplesoft organisiert u. gesponsert

Bereich 2: G to G (Kommunikation zwischen öffentlicher Verwaltungs-Institutionen)

- In 60 % der Behörden haben mind. 80% der Mitarbeiter Internetzugang (in Deu. nur 20%)
- Fast 100% der MA sind über e- Mail erreichbar (in Deu. sind es 70 %)
- Fast jede 2. Behörde in Deu. befindet sich bzgl. eGov. noch im sog. „Diskussionsstadium“
- Ca. 30% befinden sich im „Pilot-Projekt-Stadium“ Etwa 20% sind bereits als „Marktreif“ zu betrachten (in Deu.).
- Trotz hoher Einführungs- u. Einrichtungskosten hat sich eGov. als Modernisierungs-Instrument in Kanada, Norwegen und Holland bewährt.
- Experten und Berater empfehlen der Bundesregierung weitere „Pilotprojekte zu initialisieren“ um die eGov.-Entwicklung zu forcieren und den Ausbau zu gewährleisten.

(Quelle: eGov.-Wettbewerb 2001 von KPMG, Mummert & Partner und Ernst & Young)

4. Nutzen & Vorteile

Nutzen:

- weniger Emissionsbedarf u. somit eine geringere Umweltbelastung
- Modernisierung des „Staates“ bzw. der öff. Verwaltung durch „Virtualisierung“
- Zeitliche u. finanzielle Effizienz- bzw. Wirkungssteigerung der drei Staatsgewalten (Exek., Judi., u. Legis.)
- Prozessoptimierung innerhalb der Behörden (Einführung von Prozessorganigrammen sowie Dokumenten- und Wissensmanagement)
- Erhöhte Lebensqualität dank verstärkter und wirkungsvoller Kommunikation zwischen den Gruppierungen (Bürger, öff. Verwaltung, ...)
- Anwendung findet bei ca. 70% auf kommunaler Ebene, 17% Landes-Ebene u. 13% auf Bundes-Ebene in Deu. statt
- Findet Anwendung nach folgenden Fachressorts (in Deu.) :

30% Innenverwaltung,

20% Finanzverwaltung,

18% Sozialverwaltung,

16% Umweltverwaltung,

12% Kultusverwaltung,

8% Wirtschaftsverwaltung,

6% Justizverwaltung,

2% Verteidigungsverwaltung

TOP 10 Aktivitäten im eGov. (in Deu.)

1. Mitarbeiterinformation 20%
2. Online Auskunft 16%
3. Kooperation innerhalb des eigenen Ressorts 14%
4. Darstellung des Leistungsanbots 11%
5. Kooperation außerhalb des eigenen Ressorts 11%
6. Handbücher im Intranet 9%
7. Anfrage über Internet 8%
8. Beratung über Internet 5% (großes Potential)
9. Ausschreibungen 4%
10. Prozessabwicklung 3%

(Quelle: Price Waterhouse Coopers)

Vorteile:

- Kostenersparnisse pro Dienstleistung von 25 bis 50% im Vergleich zum „live-G.“ (ab dem zweiten Betriebsjahr)
- Zeitersparnisse seitens der Behörde pro „Service - Einheit“ von 20 bis 33%
- Vereinfachte Suchwege und kürzere Suchzeiten für den Bürger
- Verbesserte Konditionen für eine erhöhte Bürgernähe; klassisches Argument: „Mehr Bürgernähe“

Gefahren & Risiken

Gefahren:

- Organisierte „virt. Kriminalität“ überfällt gezielt mit sog. Virenattacken Websites
- Passwörter werden „entschlüsselt“; Kreditkarten-Missbrauch
- Netzwerke werden physisch mutwillig beschädigt - Bedarf an dig. Langzeitrekordern
- Selbst hohe Sicherheitsvorkehrungen wie PGP haben eine Gewährleistung von lediglich vier bis max. sieben Jahre

Risiken:

- Unterbelegung d. Städte u. Dörfer wegen geringerem Bedarf an Publikumsverkehr

- Grad der Angreifbarkeit erhöht

- Erhöhte Kosten für IT-Sicherheit könnten seitens der Unternehmen unterschätzt werden

- Interne Daten u. Informationen haben mehr Optionen von den falschen Adressaten empfangen zu werden

- Digitale Unterschrift befindet sich noch im Entwicklungsstadium;

- Experten halten sie erst in zwei Jahren für Marktreif;
- „Cracker-Bande“ gelang es vor 2 Jahren Bill Gates Kreditkarten-Nr. zu ent- schlüsseln

Technische Umsetzung

- Internet: Dezentrale Vernetzung v. Rechnern d. Kommunikation erfolgt über das TCP/ IP Protokoll. Die Anbindung erfolgt i.d.R. über einen Webserver, d. Datenaustausch über öffentliche Leitungen (z. B. Telefonnetz).
- Extranet: Organisationsübergreifende Vernetzung, die den Austausch von internen Daten gewährleisten soll (von Intranet zu Intranet); Erweiterte Zugriffs- und Zugangsrechte (Abwicklung über das Internet)

- Electronic Data Interchange (EDI):

Standarisierte u. zwischen den Geschäfts- partnern vertraglich vereinbarten Daten- austausch mit Dokumenten u. Protokollen. Der gängige Standart ist EDIFACT. Hierbei werden Datenpakete nach einem festgelegten Muster zwischen den Kommu- nikationsstellen ausgetauscht, beispiels - weise Bestellungen od. Bestätigungen.

- EDI gilt als eines der bisher bewährtesten Daten-Sicherheitsinstrumente -

Sicherheitsmaßnahmen

- Firewalls: Zugangsausschließungs- Instrument im „www“
- Virenscanner: Prüft erkennt u. beseitigt mögliche Viren
- ID - Cards - Verschlüsselung (mind. 1:7 Mrd.-Kombinationsoptionen)
- Dig. Kryptologie: webbasierte Verschlüsselungs-Technologie

- Asymetrische Verschlüsselung: Verschlüsselungsmethode m. Schlüsselpaaren. Die Nachricht wird zweimal verschlüsselt, zunächst in privaten u. dann in den öffentlichen Schlüssel

- Authentifikation: Verfahren zur Festlegung, dass eine Nachricht von denjenigen Partner stammt, von dem sie vorgibt, erstellt worden zu sein

- PGP-DVS (Pretty Good Privacy- Datenverschlüsselungssystem) Anwendung: Verschlüsselte E-Mails („Schlüssellänge“ von 4096 bit „binäre Zahlen“) sog. Gnupp-Software Version 1.1 vom BMWi (Bundesministerium f. Wirtschaft u. Technologien)
- PGP basiert auf dem Private-Key-Verfahren. Zur Dechiffrierung z. B. einer E-Mail benötigt der Empfänger im Gegensatz zum Public-Key-Verfahren einen Dechiffrier- Code, der nur ihm bekannt ist.
- Der Absender muss diesen "Private Key„ deshalb vorher dem Empfänger auf einem sicheren Kommunikationsweg mitteilen. - Gilt als sicherstes DV-Systems

7. Ausblick: Wirtschaftliche u. gesellschaftliche Auswirkungen

Wirtschaftliche Auswirkungen:

- Beitrag zur Senkung der Staatsquote
- Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze (IT - Experten, Hardware - Facharbeiter)
- „Low-Service-Arbeitsplätze“ werden zunehmend überflüssig
- Eine Steigung der Teilzeit-Arbeitsplätze wird unausweichlich um die Zahl der Erwerbslosen gering zu halten

Gesellschaftliche Auswirkungen:

- Mehrere Teilzeitjobs, wie sie heute in den USA oder in den Niederlanden als Standart gelten, pro Monat parallel durchzuführen wird in spätestens drei Jahren auch in Deu. nicht zu verhindern sein. (BDI -Bundesverband der Deutschen Industrie- / Regierungsberater)
- Der „kompetente Umgang“ mit PC u. Internet wird bald als Schulfach in der Grundschule, wie bereits in den USA auch in Deu. eingeführt werden. (Quelle: McKinsey)

8. Drei Durchführungs-Beispiele

1. „Bafög-Anspruch-Rechner“

(www.das-neue-

bafoeg.de/bafoeg_default.html)

2. Antrag für eine Gewerbeanmeldung

bei bevorstehendem Eintritt in die Selbständigkeit

(www.stadt-burg.de/formular/a-z.html)

3. Steuererklärung in Deu. via Internet

ausfüllen (www.us-gaap.de) Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

- Fragen, Kommentare oder

konstruktive Kritik?

[...]

12 von 12 Seiten

Details

Titel
Einführung in das angewandte eGovernment
Note
2,3
Autor
Jahr
2002
Seiten
12
Katalognummer
V107080
Dateigröße
822 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Präsentation.
Schlagworte
Einführung
Arbeit zitieren
Silvio Sgroi (Autor), 2002, Einführung in das angewandte eGovernment, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107080

Kommentare

  • Gast am 18.10.2003

    Praxisbezone Arbeit. Ev. nicht tiefgreifend genug.
    Gute Präsentation. - Toni Wilson

  • Gast am 14.2.2005

    Kommentar zur Hausarbeit.

    ...sehr interessante Ansätze, aber wie sehe ein Modell für e-gorvernment in der Praxis nun KONKRET aus? Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, und ich muss sagen, dass sehr vielschichtig ausfallen kann aber jedoch nicht "komplex" für die Anwendung es "Kunden" sein darf. - Pierre Dubois

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