Sastra Melayu-Tionghoa: Die Literatur der ethnischen Chinesen in Indonesien 1870 bis heute


Hausarbeit, 2002

33 Seiten, Note: 1,7


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Inhalt

I. Einleitung

II. Anmerkungen zur sogenannten sino-malaiischen Sprache
1. Zur Abgrenzung zwischen Sino-Malaiisch (Melayu Tionghoa) und dem Niederen Malaiisch (Melayu Rendah)
2. Lie Kim Hok, „der Vater des Sino-Malaiischen“

III. Die historische Entwicklung der sino-malaiischen Literatur, ihre wesentlichen Inhalte und Charakteristika sowie ihre herausragenden Vertreter
1. Übersetzungen aus der chinesischen Literatur
Sam Kok
Sam Pek – Eng Tai
Kung Fu-Geschichten (cerita silat)
2. Das Pressewesen und die ersten authentischen Werke
der Peranakan
Soewatoe tjerita jang betoel soeda terdjadi di
Syair
Groschenromane (roman picisan)
3. Das nationale Erwachen Chinas in der Literatur
4. Herausragende Vertreter der sino-malaiischen Literatur
Kwee Tek Hoay
Njoo Cheong Seng
Liem Khing Hoo
5. Die Literatur der Peranakan seit Indonesiens Unabhängigkeit
1945-1965
1965-heute

IV. Zusammenfassung

V. Bibliographie

I. Einleitung

Die ethnischen Chinesen in Indonesien verfügen über ein reichhaltiges literarisches Erbe, das für lange Zeit in Vergessenheit geraten und gar verleugnet worden ist. Erst in diesen Jahren wird es allmählich wieder entdeckt. Während der Blütezeit dieser sogenannten sino-malaiischen Literatur zwischen etwa 1870 bis 1960 entstand ein eindrucksvoller Korpus von mindestens 3000 Werken aus der Hand von rund 800 Autoren - wesentlich mehr, als die „moderne indonesische Literatur“ hervorgebracht hat.[1] Doch selbst viele der monumentalsten Werke ethnischer Chinesen – einer Minderheit, die nicht in der Standardsprache schrieb und in der späten Kolonialzeit, während der japanischen Besatzung und seit der Unabhängigkeit Indonesiens ideologisch und kulturell zeitweise an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurde – blieben aus dem Kanon der indonesischen Literatur ausgeschlossen und finden sich heute in nur vielleicht noch ein, zwei Bibliotheken in der Welt.[2] Trotz (oder gerade wegen) dieser Marginalisierung der sino-malaiischen Literatur stellt sich die Frage: Wie gross war der kulturelle Einfluss aus China auf die werdende indonesische Nation und ihre Literatur?

Seit sich Immigranten aus China, meist Hokkien aus der südchinesischen Provinz Fujian, ab etwa dem 15. Jahrhundert im indonesischen Archipel und besonders in Java in grösserer Zahl niederliessen, heirateten sie einheimische Frauen und erzogen ihre Kinder als Chinesen. Aus diesen Verbindungen gingen die sogenannten Peranakan -Chinesen[3] hervor, während frisch angekommene Einwanderer Totok[4] genannt werden. Schon nach wenigen Generationen waren die Peranakan des Chinesischen nicht mehr mächtig und sprachen die Lokalsprachen ihrer neuen Umgebung, später auch das sogenannte Sino- Malaiisch (Melayu Tionghoa). Die lingua franca in den Hafenstädten der malaiischen Inselwelt - von Aceh über die Küstenstädte rings um die Java-See bis hin zu den ostindonesischen Häfen war das relativ konventionslose Basar- Malaiisch oder Niedere Malaiisch (Melayu Rendah). Das Sino-Malaiische unterschied sich kaum von dieser urbanen lingua franca (siehe II).

In der zweiten Hälte des 19. Jahrhunderts begannen die Peranakan, althergebrachte chinesische Geschichten in der romanisierten Form des Sino- Malaiisch niederzuschreiben.[5] Diese frühe Peranakan -Literatur basierte auf mündlichen Überlieferungen oder Übersetzungen von chinesischen Klassikern und Kurzgeschichten wie etwa Sam Kok (ein Zyklus aus der Zeit der drei Königreiche) oder Sam Pek – Eng Tai (einer klassischen chinesischen Liebesgeschichte). Auch Adaptationen der traditionellen malaiischen Versform

syair waren häufig. Etwa ab dem frühen 20. Jahrhundert schrieben die Peranakan selbst zahlreiche kreative Werke, die Themen aus ihrem unmittelbaren Umfeld aufgriffen. Mit dem Erwachen des chinesischen Nationalismus und der Pan- Chinesischen Bewegung seit der Revolution Sun Yat-Sens 1911 drückten viele Peranakan -Autoren in Kurzgeschichten und Romanen ihr neues Selbstverständnis als überseeische Angehörige der chinesischen Nation aus, ihrer „imagined community.“[6] Ferner machten sich europäische Einflüsse bemerkbar, indem Peranakan Romane aus dem Niederländischen, Englischen und Französischen ins Melayu Tionghoa übersetzten.

Die Presse der Peranakan sowie vielfältige literarische Zeitschriften boten ihnen ein lebhaftes Forum. Kosmopolitische Peranakan waren die ersten Nicht- Niederländer, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Autoren, Zeitungs- und Buchverleger in malaiischer Sprache auftraten. Sie gehörten daher zu den Pionieren einer landesübergreifenden Sprache und Literatur in Niederländisch-Indien und halfen mit, die spätere indonesische Nation zu

„schreiben.“[7] Sie taten dies jedoch im volksnahen Melayu Rendah, nicht in der standardisierten Hochsprache Melayu Tinggi, wie sie die niederländische Kolonialregierung ab 1901 durch Van Ophuysens Rechtschreibung, über die Schulen und ab 1908 durch den staatlichen Verlag Kantoor voor de Volkslectuur (Balai Pustaka) propagierte. Obschon auch bekannte einheimische, nationalistische Autoren wie Raden Mas Tirto Adhi Soerjo, Mas Marco und Semaun Melayu Rendah benutzen, erlangte Balai Pustaka spätestens ab den 1920er Jahren die Hegemonie über die Standards der Bahasa Indonesia mit der Veröffentlichung der Gedichte Muhammad Yamins und der ersten Romane von Autoren aus Minangkabau in Sumatra, wie Merari Siregar’s Azab dan sengsara (1920), Marah Roesli’s Sitti Noerbaja (1922) oder Noer St. Iskandar’s Karena mentoea (1932).[8] Nach dem Diktat des Balai Pustaka galt Melayu Rendah als drittklassig und subversiv, die sino-malaiische Literatur damit als nicht lesenswert.[9] Als Indonesien nach dem Zweiten Weltkrieg die Unabhängigkeit erlangte, gaben sich indonesische Schriftsteller und Intellektuelle, selbst aus Kreisen der Peranakan, gegenüber dem literarischen Erbe der Peranakan verschlossen. Die Ansicht, sämtliche Werke in Melayu Rendah seien von schlechter Qualität, hatte sich unter ihnen durchgesetzt.[10] Ausnahmen bildeten Pramoedya Ananta Toer, ein führender indonesischer Schriftsteller, der mehrere Artikel über den Übergang der indonesischen Literatur aus dem Melayu Rendah ins Indonesische schrieb,[11] sowie Nio Joe Lan, der 1962 eine allgemeine Einführung in die Peranakan - Literatur der Kolonialzeit veröffentlichte.[12] Nio gab einen Überblick über die verschiedenen Genres der sino-malaiischen Literatur und fasste die wichtigsten Werke zusammen. Seine Ansicht jedoch, die Peranakan- Literatur sei mit der Unabhängigkeit Indonesiens an ihrem Endpunkt angelangt,[13] ist vielfach kritisiert worden. Das Niedere Malaiisch kam auch unter dem Druck des indonesischen Nationalismus nur allmählich aus dem Gebrauch. Die Peranakan -Autoren verloren mit der Annahme der indonesischen Staatsbürgerschaft nicht über Nacht ihre Eigenheiten. Der Übergang war vielmehr fliessend.[14]

Später haben C.W. Watson (1971), John B. Kwee (1977) und Jakob Sumardjo (1983) anhand gemeinsamer Themen und Handlungsstränge gezeigt, wie sehr die indonesische Literatur von der sino-malaiischen Literatur beeinflusst worden ist. Ein Beispiel von vielen sind die beliebten Kung Fu-Geschichten, die seit den 1950er Jahren nicht mehr allein von Peranakan -Autoren verfasst werden und auch heute noch in ganz Indonesien ein grosses Publikum finden.

Die bisher umfassendste Arbeit über die sino-malaiische Literatur hat Claudine Salmon (1981) vorgelegt. In dieser Bibliographie hat sie 3005 bis dahin schwer zugängliche Titel (73 Theaterstücke, 183 Gedichte, 233 Übersetzungen westlicher Titel, 759 Übersetzungen chinesischer Titel und 1.398 authentische Romane und Kurzgeschichten)[15] aus der Feder von Peranakan- Autoren in Bibliotheken weltweit lokalisiert und in ihren historischen Kontext seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gestellt. Sie hat damit gezeigt, dass die Ursprünge der indonesischen Literatur weit vor Balai Pustaka anzusetzen sind[16] und der Schatz an sino-malaiischer

Literatur zu reichhaltig ist, um ihn weiterhin zu ignorieren.[17] Den „kritischen

Wendepunkt“ der sino-malaiischen Literatur hat Salmon auf die frühen 1960er Jahre datiert, als die Peranakan weitgehend in der indonesischen Gesellschaft aufgegangen seien. Suryadinata (1995b) indes sieht ihr Ende in der Assimilations- politik der Neuen Ordnung unter General Suharto seit Mitte der 1960er Jahre.

Seit Salmon’s Buch erschienen ist, haben sich einige weitere Forscher der sino-malaiischen Literatur angenommen, so unter anderen Dede Oetomo und Leo Suryadinata (siehe Bibliographie). Myra Sidharta gab 1989 einen Sammelband über Kwee Tek Hoay heraus, einen der profiliertesten Peranakan- Autoren des frühen 20. Jahrhunderts. Von Kwee Tek Hoay wird auch in dieser Arbeit noch ausführlicher die Rede sein. Thomas Rieger, ein deutscher Literatur- wissenschaftler, hat zu diesem Sammelband eine Besprechung von Kwee Tek Hoay’s Drama di Boven Digoel beigetragen, seiner Meinung nach ein

„monumentales Werk“ vergleichbar mit Pramoedya’s Roman Bumi Manusia.[18]

Doch der Versuch, das literarische Erbe der Peranakan einer breiten indonesischen Öffentlichkeit zugänglich zu machen, konnte erst mit dem Widerruf des Präsidialdekrets von General Suharto von 1967 (Inpres 14/1967) durch die Regierung Abdurrahman Wahid Anfang 2000 beginnen. Seither dürfen die Peranakan -Chinesen in Indonesien ihre Kultur und Religion wieder frei ausüben. Kurz darauf ist der erste Band einer Anthologie sino-malaiischer Literatur erschienen, die einmal 25 Bände umfassen soll, um die Rolle der Peranakan - Chinesen im Prozess der Entwicklung des indonesischen Volkes aufzuzeigen.[19]

Schöpfend aus dem Fundus der oben genannten Primär- und Sekundärliteratur versucht diese Arbeit, die historische Entwicklung der sino- malaiischen Literatur, ihre wesentlichen Inhalte und Charakteristika sowie einige ihrer herausragenden Vertreter zu skizzieren. Im letzten Teil wird die Entwicklung der Peranakan -Literatur seit der Indonesischen Unabhängigkeit kurz umrissen, bevor die wesentlichen Fragestellungen zur sino-malaiischen Literatur aus literaturgeschichtlicher Perspektive in einer kurzen Zusammenfassung noch einmal zur Sprache kommen. Im Mittelpunkt steht dabei die Eingangsfrage: Wie gross war der kulturelle Einfluss aus China auf die werdende indonesische Nation und ihre Literatur? Einige Anmerkungen zur sogenannten sino-malaiischen Sprache (Melayu Tionghoa) seien vorangestellt.

II. Anmerkungen zur sogenannten sino-malaiischen Sprache

1. Zur Abgrenzung zwischen Sino-Malaiisch(Melayu Tionghoa)und dem Niederen Malaiisch(Melayu Rendah)

Der Begriff der sino-malaiischen Sprache ist ungenau. Das Melayu Tionghoa ist lediglich eine mit Hokkien-Vokabeln gespickte Variation des Melayu Rendah, das vor allem unter der Bourgeoisie nicht nur der Peranakan- Chinesen, sondern vieler ethnischer Gruppen in den Städten Niederländisch-Indiens in kreolischen Dialekten gebräuchlich war, besonders ab dem 19. Jahrhundert.[20] Es diente in den urbanen Zentren der gesamten malaiischen Welt (alam Melayu) als lingua franca (bahasa perhubungan) und galt als fortschrittlich und modern im Gegensatz zu den Regionalsprachen wie etwa Acehnesisch, Javanisch oder Makassarisch.[21] Einen enormen Beitrag zur Verbreitung und Vereinheitlichung dieses Melayu Rendah leistete die sino-malaiische Presse, die sich nicht nur an die Peranakan richtete, sondern an alle Menschen in Niederländisch-Indien, die Malaiisch verstanden – unabhängig von ihrer ethnischen Zugehörigkeit.[22] Bis in die 1920er Jahre war das in der Presse Javas gebräuchliche Malaiisch ihren niederländischen, eurasischen, javanischen und chinesischen Lesern gleichermassen verständlich. Von einer sino-malaiischen Sprache, die von den gebräuchlichen Varianten des Melayu Rendah klar abgrenzbar ist, kann nur in den Übersetzungen aus traditioneller chinesischer Literatur die Rede sein, in denen ihre Peranakan- Übersetzer viele chinesische Wörter übernahmen.[23]

Der Ursprung des Begriffs einer sino-malaiischen Sprache ist vielmehr in der Sprachpolitik der niederländischen Kolonialregierung zu suchen, die das Riau- Malaiisch aus Sumatra propagierte und im Gegensatz dazu alles, was ausserhalb ihrer Kontrolle, vor allem eben von Peranakan- Chinesen publiziert wurde, als

„wilde Presse“ und „Schundliteratur“ abstempelte.[24] Einheimische und niederländische Autoren, die sich anfangs durchaus an der Entwicklung einer Literatur in Melayu Rendah beteiligt hatten,[25] neigten fortan eher dazu, das durch die Kolonialregierung standardisierte Melayu Tinggi zu übernehmen als die Peranakan, die das Melayu Rendah länger beibehielten.[26]

Dabei war das Melayu Rendah im frühen 20. Jahrhundert wesentlich weiter verbreitet als das standardisierte Melayu Tinggi. So begrüsste Raden Mas Tirto Adhi Soerjo im Jahre 1910 das Erscheinen einer neuen chinesischen Zeitung namens Pembrita Tjoeng Wa, die vielerlei Informationen über Ereignisse in China und Niederländisch-Indien in Melayu Rendah bot, mit den Worten, diese Sprache werde „leicht verstanden“ und sei „die Sprache eines Grossteils der Bevölkerung Niederländisch-Indiens“ („ itoe semoea orang nanti dapet taoe dengan membatja soerat kabar Pembrita Tjoeng Wa sebab ini soerat kabar ada pake bahasa

Melajoe rendah, soeatoe bahasa jang gampang orang mengerti dan jang djadi bahasanja sebagian besar pendoedoek di Hindia Nederland.“)[27]

Um die Besonderheiten zu illustrieren, die das Melayu Rendah vom standardisierten Melayu Tinggi unterschied, aus dem später die Nationalsprache Bahasa Indonesia hervorgehen sollte, lässt sich aus diesem Zitat beispielsweise die unorthodoxe Benutzung des Wortes ada heranziehen, wie in dem Satz ini soerat kabar ada pake bahasa Melajoe rendah (diese Zeitung benutzt Niederes Malaiisch). Im damaligen Standard-Malaiisch würde es heissen: soerat kabar ini memakai bahasa Melajoe rendah. Typisch ist auch das Vorziehen von itu (das, jenes) und ini (dies, dieses) vor das Nomen, hier ini soerat kabar (diese Zeitung) oder etwa itoe toewan (dieser Herr, Standard-Malaiisch: toean itoe).[28] Hier einige weitere typische Unterschiede zwischen Standard-Malaiisch und Melayu Rendah, die unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit eines Autors auftraten:[29]

[...]


[1] Salmon (1981), i. Die klassische Studie der „modernen indonesischen Literatur,“ auf die Salmon sich bezieht, ist Teeuw (1967). Teeuw hat bis dahin 175 indonesische Schriftsteller identifiziert, die rund 400 Werke hervorgebracht haben (ausgenommen Übersetzungen).

[2] Maier (1993), 284.

[3] Das Wort Peranakan bedeutet soviel wie Mischling; Kind (anak) eines Ausländers mit einer indonesischen Mutter. Auch Mischlinge arabischen oder indischen Ursprungs werden Peranakan genannt. Unter den Peranakan- Chinesen wird der Begriff aber hauptsächlich als Abgrenzung zu den Totok verstanden. Es soll hier daher ausreichen, wenn wir von Peranakan sprechen, nicht von Peranakan -Chinesen.

[4] Totok heisst „vollblütig“ und meint hier die erste Generation von chinesischen Einwanderern, die noch in China geboren und der Chinesischen Sprache mächtig sind sowie ihre „vollblütigen“ Nachkommen.

[5] Die klassische malaiische Literatur wurde bis hinein ins 19. Jahrhundert in arabischen Schriftzeichen geschrieben (Jawi).

[6] Der Begriff stammt von Anderson (1983).

[7] Der Begriff von „writing the nation“ geht zurück auf Homi K. Bhaba (1990b). Siehe auch Rieger (1996b), 154.

[8] Maier (1993), 284.

[9] Maier (1991), 75.

[10] Suryadinata (1995b), 262.

[11] Toer (1982), 1-16; siehe auch Salmon (1981), i; Suryadinata (1995b), 261-262.

[12] Nio Joe Lan (1962).

[13] „Setelah Indonesia merebut kembali kedaulatan pada 17 Agustus 1945, sejarah sastera Indonesia-Tionghoa ini dengan resmi tiba pada akhirnya. Pencipta dan pendukungnya telah menjadi orang Indonesia. (...) Dan perbendaharaan sastera Indonesia-Tionghoa kini beralih menjadi sastera umum Indonesia,“ Nio Joe Lan (1962), 4. [„Nachdem Indonesien am 17. August 1945 die Unabhängigkeit zurück erlangte, gelangte die Indonesisch-Chinesische Literatur offiziell an ihr Ende. Ihre Schöpfer und Liebhaber waren zu Indonesiern geworden. (...) Und der Schatz der Indonesich- Chinesischen Literatur ist in der allgemeinen Indonesischen Literatur aufgegangen,“ Übersetzung des Autors.]

[14] Siehe Kratz (1992); Suryadinata (1995b), 263-264.

[15] Salmon (1981), i.

[16] Salmon (1981), 94.

[17] Suryadinata (1995b), 268.

[18] „ ... Drama di Boven Digoel harus dianggap sebagai karya penting dalam kancah sastra Indonesia. Dengan panjang sebanyak 718 halaman dan cara penggarapannya yang sangat teliti roman itu dapat dikatakan salah satu karya monumental dalam sastra Indonesia yang baru tertandingi oleh serangkaian roman Bumi Manusia oleh Pramoedya Ananta Toer setengah abad kemudian,“ Rieger (1989), 123. [„ ... Drama di Boven Digoel has to be considered as an important work in the Indonesian literary field. With the length of 718 pages and a detailed and meticulous writing style, the novel can be said to be a monumental work which can only be compared with the series of novels such as Pramoedya Ananta Toer’s Bumi Manusia half a century later,“ Übersetzung von Suryadinata (1995b), 267-268.]

[19] „Setiap tulisan yang dipilih dinilai dapat menunjukkan peranan masyarakat Peranakan Tionghoa dalam proses terbentuknya kebangsaan Indonesia,“ Pengantar Redaksi in A.S., Marcus und Pax Benedanto, Hrsg. (2000), xi. [„Jede Schrift, die ausgewählt wurde, soll dazu dienen, die Rolle der Peranakan -Chinesen im Prozess der Entwicklung des indonesischen Volkes aufzuzeigen,“ freie Übersetzung des Autors.]

[20] Oetomo (1991), 64.

[21] Maier (1993), 275.

[22] Salmon (1981), 115.

[23] Salmon (1981), 120; Oetomo (1991), 64.

[24] Maier (1991), 75. G.W.J. Drewes, langjähriger Direktor des Balai Pustaka, hob in einem zeitgenössischen Artikel die „Erfolge“ der Sprachpolitik der Kolonialregierung hervor: „It would be hard indeed to underestimate the important role that the Administration plays in keeping control over the development of good taste in this time of transition (...) it succeeded in pushing back the usually expensive Schund literatur that those Chinese publishers are trying to sell,“ zitiert in Maier (1991), 79.

[25] Sumardjo (1989), 90.

[26] Oetomo (1991), 64-65.

[27] Zitiert in Salmon (1981), 115.

[28] Oetomo (1991), 62-63.

[29] Beispiele nach Kwee (1977), 4 und Oetomo (1991), 56-57.

33 von 33 Seiten

Details

Titel
Sastra Melayu-Tionghoa: Die Literatur der ethnischen Chinesen in Indonesien 1870 bis heute
Hochschule
Universität Passau
Note
1,7
Autor
Jahr
2002
Seiten
33
Katalognummer
V107161
Dateigröße
1127 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sastra, Melayu-Tionghoa, Literatur, Chinesen, Indonesien
Arbeit zitieren
Reinhard Schulze-Hönighaus (Autor), 2002, Sastra Melayu-Tionghoa: Die Literatur der ethnischen Chinesen in Indonesien 1870 bis heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107161

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