Das Leben an der Heimatfront während des 2.Weltkriegs in Deutschland und Großbritannien


Referat / Aufsatz (Schule), 2002
24 Seiten

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Gliederung

1. Einleitung

2. Das Leben an der Heimatfront in Deutschland
2.1. Die Mobilmachung
2.2. Die Familie
2.3. Der Terror
2.4. Der Zusammenbruch

3. Das Leben an der Heimatfront in Großbritannien
3.1. Lebensverhältnisse in Großbritannien vor dem 2. Weltkrieg
3.2. Der Weg Großbritanniens in den 2. Weltkrieg
3.3. Leben im Kriegszustand
3.4. Ein ganzes Land im Aufwind

4. Literaturverzeichnis

5. Anhang

1. Einleitung

Bei der Behandlung des 2. Weltkriegs stellt sich die Frage, wie ihn die Menschen wahrhaftig erlebten. Daraus ergibt sich meine Studienarbeit - Das Leben an der Heimatfront in Deutschland und England während des 2. Weltkriegs. Wie haben die Menschen jene Zeit überstanden, die nicht an den Fronten kämpften, sondern zu Hause in ihrer Heimat blieben? Wie haben sie den Terror, die grausame Entbehrung, die Bombennächte und die Flucht ausgehalten? Meine Studienarbeit soll diesem Thema auf den Grund gehen und den Alltag im Zweiten Weltkrieg wiedergeben.

2. Das Leben an der Heimatfront in Deutschland

2.1. Die Mobilmachung

Am 1. September 1939 fuhr Adolf Hitler früh Morgens von der Neuen Reichskanzlei zur Krolloper1. Dies war der provisorische Versammlungsort des Reichtages am Königsplatz. Dort wollte er gegen zehn Uhr seine persönliche Version der besonderen Ereignisse der vergangenen Nacht verkünden, denn Einheiten der deutschen Wehrmacht hatten fünf Stunden zuvor die Grenzen zu Polen überschritten und die polnischen Befestigungen auf der Westerplatte bei Danzig beschossen. In der Stadt selbst wurde gekämpft. Es kam im Laufe des Vormittags zu ersten Bombenangriffen auf das Stadtgebiet von Warschau. Nun war es allen klar, Deutschland befand sich im Krieg. Bei einem öffentlichen Auftritt Hitlers an der Wilhelmstraße war der Beifall der Passanten und wenigen Schaulustigen für den „Führer“2zurückhaltend, nach Aussage von einigen Beobachtern sogar kühl. Im Ausland hatte man über eine ängstliche und apathische Stimmung der Bevölkerung berichtet. Zu ähnlichen Reaktionen wie in der Stadt Berlin kam es in vielen Teilen Deutschlands, als man von der Nachricht vom Kriegsausbruch hörte.

Der Leiter der NSDAP in Schwaben, Karl Wahl prägte diesen Tag mit der Aussage: „Nichts von alledem, was ich 1914 erlebte, habe ich auf dieser Reise feststellen können, keine Begeisterung, keine Freude, kein Jubel. Überall, wohin man kam, herrschte eine bedrückende Ruhe, um nicht zu sagen Niedergeschlagenheit. Das ganze deutsche Volk schien von lähmenden Entsetzen gepackt zu sein, dass es weder zu Beifalls- noch zu Missfallenäußerungen befähigte.3

Eine leichte Niedergeschlagenheit war erkennbar, denn viel zu groß waren die schlechten Erinnerungen aus dem 1.Weltkrieg. Überraschend kam der Krieg auf keinen Fall. Das NS-Regime hatte sofort nach ihren Machtantritt am 30. Januar 1933 mit der Aufrüstung begonnen. Es kam zu einem regelrechten Rüstungsboom in Deutschland (siehe Anhang 1), denn es flossen riesige Summen in die Waffenproduktion. Die Wehrmacht wurde komplett neu ausgestattet und auf verschiedenen Schauplätzen getestet. Minister Joseph Goebbels erlies einen Tag nach der Besetzung Prags eine Presseanweisung an alle deutschen Zeitungen Texte und Nahrichten zu drucken, welche sich gegen Polen richteten. Während man sich in der Armee auf künftige Aufgaben vorbereitet, musste man auch die Heimatfront auf ihre neue Rolle einstellen. Bei einer Geheimrede, welche Hitler am 10. November 1938 vor 400 deutschen Verlegern und Journalisten hielt, wies er der Presse die Aufgabe zu „ein glaubensstarkes, geschlossenes, zuversichtliches deutsches Volk“4 hinter ihm zu schaffen. Eindeutig in Richtung eines Krieges zeigte die Schlussbemerkung: „die pazifistische Platte sei nunmehr abgespielt.“4

Fünf Monate nach der Geheimrede und vier Monate vor dem Angriff auf Polen und der eingangs beschriebenen bedrückenden Fahrt kam es zu einem komplett anderen Auftritt des Führers (siehe A2). Hitler war Teil einer gewaltigen Inszenierung, welche der psychologischen Vorbereitung auf den Einsatz vom Militär dienen sollte. Hunderttausende Menschen versammelten sich auf den Straßen und feierten seinen 50. Geburtstag. Die Wehrmacht ist zur Heerschau gekommen. Hitler befand sich auf einem Gipfel der Popularität. Die Massen jubelten ihm zu. Ingeborg Seger, eine gebürtige Berlinerin, sagte 1998: „ Ich war stolz darauf, mit dabei zu sein. Das musste so sein, ich fand es gut. Es wurde „Heil“ geschrieen, es wurden Veranstaltungen gemacht, ich war auf dem Maifeld mit dabei mit Hunderttausenden und ich fühlte mich da nicht als irgendein kleiner Fisch, sondern ich war stolz darauf, mit dabei zu sein. Das muss ich heute noch ehrlich sagen. Die Bedenken kamen dann erst viel später.“6

Die Heerschau wurde in Schrift, Ton und Bild festgehalten. Dies zeigt die doppelte politische Zielrichtung der Militärschau. Hitler selbst verlangte von seinem Außenminister Joachim von Ribbentrop:

„Zur Feier meines Geburtstags bitte ich Sie, eine Reihe ausländischer Gäste einzuladen, unter ihnen möglichst viele feige Zivilisten und Demokraten, denen ich eine Parade der modernsten aller Wehrmächten vorführen werde.“7Mit eigens produzierten Filmaufnahmen sollte bei den Deutschen ein Eindruck militärischer Stärke, Präzision und Organisationsgabe gezeigt werden. Die aufwendige Propagandainszenierung verfehlte ihre Wirkung nicht. Die Fahrten durch Berlin am 20.April 1939 und am 1. September 1939 zeigten den emotionalen

Spannungsbogen, in dem sich die Deutschen im Frühjahr und Sommer 1939 wiederfanden. Einerseits der Stolz auf das schon Erreichte und andererseits die düstere Vorahnung und Niedergeschlagenheit der Menschen.

1933 betrug die offizielle Zahl der gemeldeten Erwerbslosen über sechs Millionen. Der Durchschnitt des Jahres 1932 lag bei 4,8 Millionen. Man behauptete jedoch, dass die wahre Arbeitslosigkeit um einiges höher lag.

Ca. 36% der Bevölkerung lebten direkt von öffentlichen Unterstützungen. Die nationalsozialistische Herrschaft wollte sich deshalb mit der Verringerung der Arbeitslosigkeit unter der Bevölkerung Respekt verschaffen. Aus diesem Grund kam es zu einer Rede, in der er sich die „Rettung des deutschen Arbeiters.“5zu Herzen nahm. Die Zahlen der Erwerbslosen der kommenden Jahre zeigten die Erfolge seiner Politik. Wahrhaftig gelang es, die Arbeitslosigkeit innerhalb von vier Jahren fast vollständig zu beseitigen. 1938 war sogar der Bedarf an Arbeitskräften höher, als die Zahl der Erwerbslosen.

Die nationalsozialistische Propaganda8 wurde mit der Zeit immer größer. Vor Kriegsbeginn wurde die Bevölkerung über die 1939 ca. elf Millionen Rundfunkapparate aufgeklärt. Es gab einen speziellen politisch- propagandistischen Zeitfunk, welcher die Situation der Deutschen in Polen beinnahe täglich thematisiert. Durch Zufall ausgewählte Zeitungen und Zeitschriften vom Mai 1939 zeigten die gegen Polen gerichtete Propaganda und welches schlechte Klima damit erreicht werden sollte. „Deutscher Fischer von Polen erstochen“, „Gottesdienstbesucher von polnischem Pöbel aus der Kirche hinausgeprügelt“, „Polnische Horden überfallen deutsche Kolonistendörfer“9.

Durch diese antipolnische Propaganda sollte das rücksichtloses Handeln legitimiert werden.

2.2. Die Familie

Zwischen 750 000 und eine Million Soldaten entfernten sich in den ersten Monaten des letzten Kriegsjahres vom Heer. Es waren kurz vor Kriegsende mindesten 20 000 Fahnenflüchtige untergetaucht. Als die Soldaten von der Heimat erneut an die Front fuhren, stiegen einige einfach während der Fahrt aus den Zügen und schlugen sich bis zur Heimat durch. Als den Soldaten klar war, dass Deutschland den Krieg verloren hat und man sich nur noch als Teil eines sinnlosen Gemetzel fühlte, erhoffte sich der Soldat einen sogenannten „Heimatschuss“10, um zu Mutter und Vater zu gelangen, um zur Frau und zu den Kindern heimkehren zu können.

Mit den Rüstungsbeschränkungen des Versailler Vertrags wollten die Siegermächte Deutschland politisch schwächen und den Einfluss des Militärs auf die Gesellschaft einschränken. Das Ziel dieses Friedensvertrages wurde jedoch eindeutig verfehlt.

Es kam zur Entwicklung einer weitreichenden zivilen Militarisierung mit einem unübersichtlichen Geflecht von militarisierten Organisationen, wie zum Beispiel Freikorps, Wehrverbänden, Vaterländische Vereine und die SA11. Außerdem kam es zu einer großen Akzeptanz von Gewalt in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Gewalt gegen Andersdenkende und politische Morde waren an der Tagesordnung.

Noch lange vor der Machtergreifung Hitlers hatte sich die deutsche Gesellschaft an die Anwendung von Gewalt und militärische Befehlsstrukturen in zivilen Institutionen gewöhnt.

In der Familienpolitik befürchtete man eine Vermännlichung der Frau und eine verminderte Gebärdenunfähigkeit (siehe A3). In der Tat hatte sich die Geburtenrate seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ständig verringert und nach 1920 halbiert. Schon in der Weimarer Republik war man bemüht, Familien zu motivieren, mehr Kinder aufzuziehen. Man befürchtete ein „Aussterben des deutschen Volkes“12. Prägend für die Familie war die Entstehung des Bürgertums. Es gab eine strikte Arbeitsteilung, welche durch die Natur definiert war. Als das oberste Glied stand der Mann. Er versorgte und beschützte die Familie. Die Frau und die Kinder mussten sich ihm unterordnen. Die traditionellen Aufgaben der Frau waren die Erziehung der Kinder (siehe A4), die liebende Fürsorge für den Ehemann und die Führung des Haushaltes. Somit beschränken sich die Aufgaben der Frau naturbedingt auf das Haus(siehe A5). Der aufgeklärte Mann führte die Nation jedoch wirtschaftlich und politisch nach vorne.

Die wirtschaftlichen und politischen Folgen des 1.Weltkrieges, wie zum Beispiel das Wahlrecht, veränderten die Situation der Frau und somit auch der Familie. Der Nationalsozialismus13hatte zwar eine relativ moderne Familienpolitik, tat jedoch wieder einen Schritt zurück in das 19.Jahrhundert. Es vermischten sich Propaganda, Frauenfeindlichkeit, Rassismus und Konkurrenzdenken. Man war der vollen Überzeugung, dass Frauen für die deutsche Politik nicht geeignet waren und deswegen in keiner führenden Rolle im Staat geduldet werden.

Die NSDAP war schon sehr früh bemüht, die Bevölkerung auf einen neuen Krieg vorzubereiten. Somit sollten krisenhafte Erscheinungen an der Heimatfront vermieden werden. Hierzu gehörten Einübung von Gehorsam und militärischer Disziplin, Rot - Kreuz - Kurse, Arbeitseinsätze und Luftschutzübungen. Aber ganz besonders durch die Propaganda wurde die deutsche Bevölkerung auf ihre Pflichten in der Heimat hingewiesen. Ein enges Netzwerk von Jugendorganisationen gliederte Kinder und Jugendliche schon früh in die Volksgemeinschaft ein, sofern sie den rassistischen Vorraussetzungen entsprachen. Hitler stellte im Dezember 1938 in Reichenberg vor Angehörigen der Hitlerjugend (HJ) (siehe A6) fest: „ Diese Jugend, die lernt ja nichts anderes als deutsch denken, deutsch handeln, und wenn nun diese Knaben mit ihren zehn Jahren in unsere Organisationen hineinkommen und dort so oft zum erstenmal überhaupt eine frische Luft bekommen und fühlen, dann kommen sie vier Jahre später vom Jungvolk in die Hitlerjugend und dort behalten wir sie wieder vier Jahre, und dann geben wir sie erst recht nicht zurück in die Hände unserer alten Klassen- und Standeserzeuger, sondern dann nehmen wir sie sofort in die Parteien oder in die Arbeitsfront, in die SA oder in die SS, in das NSKK und so weiter.“14

Diese Betreuung der Jugend sollte ein selbstständig denkendes Individuum schon von vornherein unterbinden und ein kontrollierbaren „Volkskörper“14schaffen. Hitler erklärte seinen Volksgenossen dieses System ohne jegliches Bedenken: „Sie werden nicht mehr frei ihr ganzes Leben und sie sind glücklich dabei“.14Dies zeigt die Manipulation der Jugendlichen ganz deutlich. Es gab getrennte Abteilungen, welche vom Geschlecht abhängig waren. Für die 10- bis 14jährigen existierten die „Jungmädels“ und das „Jungvolk14“. Es folgte der Bund deutscher Mädel (BDM) und die Hitlerjugend (HJ) für die 14- bis 18jährigen (siehe A7). Schließlich gab es noch den Reichsarbeiterdienst. Die Freizeitangebote, das gemeinsame Singen und das Reisen wurde von den Jugendlichen gern angenommen. Man wollte Selbstständigkeit beweisen und mit Gleichaltrigen zusammen sein. In der Gruppe wurde man auf den Arbeitsdienst und auf das Militär vorbereitet. Soziale Unterschiede wurden ausgelöscht. Zwei Jahre vor Kriegsbeginn wurden Richtlinien für den Mobilisierungsfall von Frauen entworfen.

Diese Ordnungs- und Disziplinvorstellungen erfasste also schon vor dem Ausbruch des 2.Weltkrieges die Familie. Else Gillmann, Mutter von drei Kindern, sagte: „Für mich war´s ja nicht unerwartet. Ich wusste ja, Hitler und Krieg, dass war so ein Slogan, dass hat man gleichgestellt. Das begann ja schon vorher. Die Rüstung lief faschistisches Regime errichtete.

auf Hochtouren, die Autobahnen wurden gebaut. Also, irgendwie wusste man, wenn man sich damals mit Politik befasst hat, das zielt auf einen Krieg hin, so dass es so sehr überraschend nicht war. Und meine Einstellung zum Krieg war damals schon ganz, ganz ablehnend.“16

Im Laufe der Zeit kam es zu einer deutlichen Wahrnehmung, dass man sich kurz vor einem neuen Krieg befindet. Man hatte sich durch die drohende Kriegsgefahr in den Jahren 1938/39 mit den Vorstellungen eines Krieges beschäftigt und versucht, sich daran zu gewöhnen. In vielen Familien sah man den Kriegsausbruch am 1. September 1939 nicht als drastische Veränderung des Alltags. Die entscheidende Umstellung war oftmals nur die Einberufung des Mannes, Vaters oder des Sohnes zum Kriegsdienst. Die Zeitzeugin Else Gillmann sagte:

„Der letzte Abschiedsmoment, bevor mein Mann an die Front musste, war natürlich betrüblich. Denn man wusste ja, nach Russland, da hatte man schon das Gefühl, das geht nicht gut, es ist ein so großes Land. Obwohl es da noch keine Niederlagen gab. Die kamen dann erst. Es gab immer noch Siege bis kurz vor Moskau. Aber trotzdem, man hatte ein laues Gefühl. Und nun war ich natürlich auf mich allein gestellt. Und begannen die Ängste und das Warten auf die Post. Und die Ungewissheit. Und dann immer wieder das Umfeld. Die Bekannten, die plötzlich nicht mehr da waren, die jüdischen Freunde, die fehlten. Und die Fliegeralarme. Obwohl damals noch nie was passiert war. Aber es war beängstigend.“17

Oft warf der Ausbruch des Krieges berufliche Pläne über den Haufen. Es mussten sogar sie Hochzeiten verschoben werden. Die meisten davon fanden jedoch niemals statt.

Es kam mit Beginn des Krieges zu einer wahnsinnigen Bürokratie der Organisation des Kriegsalltags. Lebensmittelkarten wurden ausgegeben, um die Versorgung zu regulieren. Es gehörte wahrscheinlich einiges dazu, um den Umgang mit der Ration zu erlernen. Später wurden sogar auf dem Land Lebensmittel gegen Wertobjekte eingetauscht. Hausfrauen sollten sparsam mit der Verpflegung umgehen. Herta Rübner berichtet: „Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie wir Großmutters gesammelte Kriegsrezepte hervorholten und versuchten, dies unter den gegebenen Umständen umzusetzen. Es war nicht immer leicht, gehungert haben wir aber nie.“18 Es kam im dritten Kriegsjahr zu Versorgungsengpässen von Heizmaterial. Kohle, Holz oder und Torf. Die unzureichende Ernährung und oft schlechte Wohnungssituation hatten häufig Krankheiten zur Folge. Schule und Einkaufsmöglichkeiten waren von niedriger Qualität.

In den Kriegsjahren war Freizeit und Unterhaltung Mangelware. Ein bis zwei Mal besuchte man das Kino oder das Theater (siehe A8). Da es immer zu einem neuem Alarm kommen konnte, verließen die Familien nur selten ihr Haus. Viele Frauen suchten auf Grund der Abwesenheit Kontakte und Beziehungen. Die meisten Familien bekamen durch die Einberufung der Männer Familienunterhaltsgeld. In machen Familien wurden bei Kriegsende alle männlichen Mitglieder der Familie betrauert. Auch Faktoren wie Wohnungsnot, soziale Herkunft, Beruf, Religion oder auch politische Einstellung bestimmten das jeweilige Schicksal. Stadtbewohner litten jahrelang unter Bombardierungen, mussten mit dem gesamten Verlust ihres gesamten Hab und Gut leben.

Oft gab es Evakuierungen oder man musste manchmal den Arbeitsplatz wechseln. Im Gegensatz dazu veränderte sich der Alltag in den kleinstädtischen und ländlichen Bereichen nur gegen Kriegsende durch die Einquartierung von Flüchtlingen. In Briefen und Tagebucheintragungen, den wichtigsten privaten Zeugnissen aus dieser Zeit, wird deutlich, dass der Charakter des Alltags im Krieg ein anderer als im Frieden ist. Es ist die Mischung aus Hoffen und warten auf das lang ersehnte Kriegsende. Die Routine des Alltags wirkte oft als Stütze. Die Versorgung der Familie, der Arbeitsrhythmus, kleine Feste oder Auflüge verkürzten das Warten auf die Liebsten und machten das Leben erträglich.

Auch der Unterricht in den Schulen litt unter den vielfältigen Auswirkungen des Krieges. Schulgebäude wurden durch Bomben oft komplett zerstört. Viele Lehrer wurden eingezogen und mussten an die Kriegsfront.

Ab 1943 wurden ganze Familien, zumeist Frauen mit Kindern, aus den großen Städten evakuiert. Viele Schulen wurden 1944 auf das Land verlegt oder gar ganz geschlossen. Viele Kinder übernahmen die Aufgaben ihrer Väter, die im Felde an der Front standen oder gar gefallen waren (siehe A9). Die östlichen Gebiete, von Mecklenburg bis nach Ostpreußen wurden hierbei bevorzugt. Dies war jedoch mit viel Bürokratie verbunden. Anträge auf Räumungsfamilienunterhalt musste gestellt werden.

Für die Kinder war die Welt voller Frauen, die Ehemänner kamen nur selten auf Heimaturlaub. Aber auch Männer empfanden die Abwesenheit von Zuhause als traumatisch. Es ergab für viele keinen Sinn für die eigene Familie in den Krieg zu ziehen, obwohl man sie kaum sah. Die Männer erwarteten die volle Aufmerksamkeit der Frauen. Sie wollten umsorgt und verwöhnt werden. Frauen wiederum fühlten sich oft alleingelassen. Trotzdem freute man sich immer den Mann wiederzusehen. Else Gillmann erzählte: „Das Wiedersehen, ja, das war schon überwältigend und tränenreich. Vor allem auch wegen des Kindes, dass ja inzwischen zwei Jahre alt geworden ist.“19Jedoch gab es auch Familien, welche einen bestimmten Widerstand gegen das eigene Regime lebten. Der Alltag unterschied sich oftmals nicht von dem ihrer Nachbarn.

Innerhalb dieser Familien gab es nur ein ungeschriebenes Gesetz. Nichts durfte nach außen dringen. Die Briefe waren verschlüsselt, weil man eine Zensur befürchtete. Falls man doch etwas mitbekommen hatte, kam es zu langwierigen Gerichtsverfahren, Lager und manchmal sogar zur Hinrichtung. Es gab tausende verhaftete, verschleppte und ermordete Menschen.

Johanna Krüger berichtete: „Dann morgens, statt „Guten Morgen“ sollte man als Gruß „Heil Hitler“ sagen. Das habe ich lange genug vermieden, wurde dann auch denunziert und habe dann „Nei Liter“ gesagt, so genuschelt. Das klingt lächerlich, aber war doch kein „Heil Hitler“. Man muss bedenken, ich war erst kurz über 20 Jahre alt, man sieht auch die Gefahren nicht so sehr.“20

Gegen Ende des Krieges wuchs auch im 2.Weltkrieg die Zahl der Verweigerer. Oft nutzten die Soldaten den Heimataufenthalt, um sich abzusetzen und zu verstecken. Diejenigen, die dem Soldaten Unterschlupf verschafften, mussten meist auf die Hälfte ihrer Lebensmittelration verzichten. Wurde der Soldat dann jedoch in der Wohnung gefunden, wurde er angeklagt. Tausende Kriegsdienstverweigerer wurden zum Tode verurteilt und exekutiert.

Viele Studien über die Haltung der Heimatfront zu Krieg zeigten, dass man sich zwar oft über den Krieg beschwerte, dass jedoch die Unzufriedenheit der Bevölkerung trotzdem begrenzt waren. Es kam nicht, wie im 1.Weltkrieg zu Aufständen und Unruhen gegenüber dem faschistischen System. Viele Faktoren haben dazu beigetragen. Zunächst einmal war die Versorgung der Familien im 2.Weltkrieg wesentlich besser. Ein weiterer Faktor ist, dass viele Menschen keine Alternative zum Krieg sahen. Einschüchterung, Kontrolle und Terror machte die potentiellen Kritiker mundtot. Diese Verschwanden im Konzentrationslager21. Der Glaube an die Allmacht Hitler erlaube es, über den Alltag zu schimpfen. Ein Bericht des Sicherheitsdienstes (SD) vom November 1943 bemerkte hierzu: „Auffallend ist, dass viele Maßnahmen der Partei und führender Persönlichkeiten von den Frauen im stärkeren Maße als von den Männern kritisiert würden, jedoch stellten sich die meisten Frauen stets hinter die Person des Führers. Allgemein werde von den Frauen immer der Standpunkt vertreten, dass der Führer bestimmt Abhilfe schaffen würde, wenn er alles wüsste.“22Am Ende des 2.Weltkrieges glaubten nur noch wenige Menschen daran, dass der propagierte Endsieg eintritt. In manchen Situationen verhalfen sich die Menschen mit Ironie und Witz. Es wurde oft vom Frieden und von der Heimkehr der Männer geträumt. Viele vertrauten oft auf ein glückliches Ende.

Das Elend vieler Familien fing in den letzten Monaten des Krieges erst an. Die Heimatfront brach zusammen, die militärische Front trieb sie vor sich her. Ganze Familien gingen daran zugrunde. Manche Frauen verloren ihre Kinder. Geschwächte Großeltern starben. Es war Winter. Die Toten konnten in der harten Erde oft nicht einmal begraben werden. Der letzte schreckliche Höhepunkt war 1945 die Bombardierung Dresdens. Der Kampf um Berlin dauerte mehrere Wochen und hinterließ nur Trümmer. Nach alliierten Bombardements verloren in Deutschland mehr als 7,5 Millionen Menschen ihr Obdach. So waren in Köln und Würzburg bei Kriegsende 70% des Wohnungsraums zerstört. Am 8. Mai 1945 kam es zum offiziellen Ende des Krieges. Es war nicht nur eine Niederlage des Reiches, sondern auch eine persönliche Katastrophe. Ein großer Teil der Bevölkerung sah dies jedoch auch als Befreiung und Neuanfang. Nachdem selbst die Großväter und männlichen Schulkinder zum Krieg eingezogen wurden, blieben die Frauen oftmals nur unter sich. Als das schießen aufhörte, krochen sie aus den Kellern, hissten weiße Fahnen und hofften auf Vergebung der Sieger.

2.3. Der Terror

Ein unverzichtbares Element der nationalsozialistischen Diktatur23 ist der nationalsozialistische Terror an der Heimatfront. Wie bedenkenlos die NSDAP Gewalt für die Erreichung ihrer Ziele einsetzen würde, zeigte sich schon viel früher. Es kam schon vor der Machtergreifung zur Anwendung von Terror gegen politische Gegner. „Der Terror auf Arbeitsstätten, in der Fabrik, im Versammlungslokal und anlässlich der Massenkundgebung“, so ließ Hitler in „Mein Kampf“ seine Leser wissen, „wird immer von Erfolg begleitet sein, solange nicht ein gleich großer Terror entgegentritt.“24

Hunderte wurden schon in der Weimarer Republik Opfer der NSDAP sowie anderer antidemokratischer Gruppierungen. Als Hochverrat galt dabei der Besitz oder das Verteilen von Flugblättern, das Anbringen regimekritischer Wandparolen und das Schmuggeln von verbotener Literatur aus dem Ausland. Das gemeinsame Anhören von Radio Moskau konnte vor Kriegsbeginn ebenso bestraft werden. Der Zeitzeuge Günther Debski sagte: „Eine Mutter mit ihren beiden Töchtern, die eine mag 14, 15 Jahre gewesen sein, die andere schon so ungefähr 17,18. Alle drei auch an die Pfähle ran. Es wurde verlesen: „Wegen Plündern nach Bombenangriff“, die wollten sich tatsächlich nur aus den Trümmern Kochtöpfe suchen. Und ohne Rücksicht, da wurden die drei erschossen.“25

Insgesamt wurden von den bis zu sechs Senaten des Volksgerichthof über 5000 Todesurteile verhängt. Unter den Opfern waren Hans Scholl, Sophie Scholl und Christoph Probst, Mitglieder der im Herbst 1942 gegründeten Widerstandsgruppe Weiße Roße (siehe A10). Im Februar wurden sie nach einer Flugblattaktion in München verhaftet und hingerichtet. Im sozialdarwinistischen Weltbild der Nationalsozialisten war für Behinderte und für geistig oder psychisch Kranke kein Platz. Mit der Entfesselung des Zweiten Weltkrieges sah die NS-Führung die Chance, die Menschen, die von regimetreuen Wissenschaftlern und Medien als „Ballastexistenzen“26bezeichnet wurden, zu töten.

Es kam zum Massenmord von etwa 120.000 Menschen. Man bezeichnete dies als „Vernichtung lebensunwerten Lebens“27. Und dies alles unter Verantwortung des Staates. Über 5 Millionen Juden wurden Opfer des nationalsozialistischen Staatsterrors. Zu Beginn der Verfolgung dominierte der Psychoterror. So etwa bei dem berüchtigten Boykott jüdischer Geschäfte am 1. April 1933. Im Weiterem kam es zum ausgedehnten Alltagsterror gegen jüdische Minderheiten.

Dies geschah mit der Hilfe von Verordnungen, Gesetzen, Gerichtsentscheidungen und den ständigen Diskriminierungen28der Verfolgten. Am 9. und 10. November 1938 kam es zur Reichskristallnacht. Der angeblich dem entfesselten Volkszorn entspringende Angriff auf jüdische Geschäfte, Privathäuser und Synagogen war in Wahrheit eine von NSDAP und SA durchorganisierte Aktion, bei der keineswegs nur die Fensterscheiben von über 7.000 jüdischen Geschäften, 29 Warenhäusern und beinahe sämtlichen Synagogen zerstört wurden. Zahlreiche Gebäude waren nach der Gewaltnacht abbruchreif. Die durch die Straßen tobenden, u. a. mit Brandsätzen bewaffneten Nationalsozialisten ermordeten zudem im Verlauf der Nacht mindestens 91 Menschen. Im Anschluss an die Pogromnacht wurden etwa 30.000 Juden vorübergehend in Konzentrationslagern interniert und eine kollektive Sondersteuer in Höhe von über einer Milliarde Reichsmark erhoben, die von den jüdischen Bürgern zu zahlen war. Die Reichskristallnacht bildete den signalkräftigen Auftakt zu den grausamen Maßnahmen der Judenverfolgung und -vernichtung.

Der Zeitzeuge Herbert Schreiber schilderte: „Einmal kam einer unserer Lockführer und sagte: „Heute habe ich solch einen Zug gefahren, Güterzug, auch voller Menschen.“ Er wusste noch nicht einmal, ob´s Juden waren. Und irgendwo, wo er dann gelandet ist, musste er auf einen Bahnhof abkoppeln und dann den Zug in ein Gleis schieben. Und dann habe er von weitem nur ein hölzernes Tor gesehen, und da stand „Arbeit macht frei“. Wir haben uns gar nichts vorgestellt. Für uns bedeutete, dass die Menschen in ein Arbeitslager kommen, nicht? Da war von Vergasen oder so überhaupt noch keine Rede! Und Arbeitskräfte wurden ja damals gebraucht, nicht?“29 Die aktiven Gegner des nationalsozialistischen Systems blieben jedoch in der gesamten NS-Zeit eine kleine Minderheit. Dies lag zum großen Teil daran, dass man sich angesichts mancher außen- und innenpolitischer Erfolge mit dem Reich identifizierte.

2.4. Der Zusammenbruch

Am 2. Februar 1943 kam es zur Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad. Spätestens zu dieser Zeit wurde den Deutschen klar, dass der 2.Weltkrieg nicht mehr zu gewinnen war. 90.000 deutsche Offiziere und Soldaten gingen in sowjetische Gefangenschaft. In dieser Zeit gab es ein „bisher nicht bekannter Tiefstand“30in der deutschen Bevölkerung.

Es begann nun für viele Menschen die schwerste Zeit. Flächenbombardements (siehe A11), Versorgungsmängel, verschärfter Terror, Flucht und Vertreibung standen an der Tagesordnung. Zunächst bäumte sich das nationalsozialistische System wieder auf. Der Reichsminister Joseph Goebbels fragte am 18. Februar 1943 mit überschlagender Stimme im Berliner Sportpalast: „Wollt ihr den totalen Krieg?“ Mit Menge brüllte ein unüberhörbares „Ja!“31zurück. Man mobilisierte alle Kräfte der Wehrmacht, des Terrorapparats der SS32, der Wirtschaft und Industrie. Deutschland wurde nun entgültig zur Heimatfront. Das Leben der Deutschen musste sich nun voll den Erfordernissen der Kriegsführung unterwerfen. Im Januar 1943 wurden verstärkt Schüler und junge Frauen als Luftwaffenhelfer herangezogen. Das Regime forderte die Bevölkerung auf, alle Kräfte für den Endsieg zu aktivieren. Die Amerikaner und Briten verstärkten unterdessen ihre Luftangriffe auf Deutschland. Man war Mitte 1943 immer stärker der Fliegeralarme unterworfen. In bestimmten Ballungsräumen mussten die Menschen fast jede Nacht für mehrere Stunden in die drangvolle Enge der Luftschutzkeller und Bunker hinabsteigen. Die Zeitzeugin Annelise Karrhausen berichtete: „Also, wir hatten, ehe wir noch ausgebrannt waren, da hatten wir einen Trainingsanzug neben dem Bett liegen, das Luftschutzköfferchen und die Schuhe. Und so wie die Sirene ging, mit Nachthemd, was wir dann anhatten, in den Trainingsanzug, das Köfferchen, und dann gingen wir zur Borngasse in der Aachen- Münchener in den öffentlichen Keller. Immer mit dem Luftschutzköfferchen, jeder.“33 Verschlafene, weinende Kinder an der Hand prägten das Bild. Im Handgepäck verstaute man nur das Allernötigste. Das waren Familiendokumente, Schmuck und vielleicht noch ein paar Fotos.

Besonders schwere Luftangriffe gab es im Ruhrgebiet und in Köln. Im August war Hamburg das Ziel der Alliierten. Dabei kamen mehr als 30.000 Menschen ums Leben.

Im September 1944 gab das Regime eine erschreckende Botschaft an die Bevölkerung. Sowjetische Truppen im Osten und US-amerikanische Truppen im Westen überschritten die Grenzen des Deutschen Reiches. Viele Menschen hatten das unmittelbare Kriegsgeschehen bis dahin kaum berührt. Als sowjetische Armeespitzen Mitte Oktober 1944 im Memelland und Ostpreußen erstmals auf deutsches Gebiet vorstoßen, nahm der 2.Weltkrieg eine komplett neue Dimension an. Es kam zu Vergewaltigungen und Massakern an der Zivilbevölkerung. Somit stiegen die Ängste der Menschen. Auch an der Westfront hielten die deutschen Verteidigungslinien nicht lange stand. Am 21. Oktober 1944 eroberten US- Panzerverbände Aachen, welches als erste deutsche Großstadt eingenommen wurde. Das war ein Zeichen für die anbahnende Niederlage. Viele Menschen begegneten den Siegern im Laufe der Zeit mit einer Mischung aus Misstrauen, Zurückhaltung und Erleichterung. Es breitete sich Freude über das nahe Ende des Krieges aus.

Die Amerikaner und Briten trafen auf erschöpfte, statt auf aggressiv und feindselige Menschen. Es entwickelte sich in den besetzten Gebieten rasch eine Art von Zweckbündnis zwischen Besetzern und Besetzten. Ganz anders war die Lage im Osten. Die sowjetische Großoffensive begann sich dort für die Deutschen zu einer Tragödie ungeheueren Ausmaßes zu entwickeln. Nachdem Hitler am 25. Juli 1944 Joseph Goebbels zum Reichsbevollmächtigten ernannte, kam es zur Mobilisierung der letzten menschlichen und materiellen Reserven des Landes. Am 25. September erging ein Hitler-Erlass über die Aufstellung des Volkssturms. Alle waffenfähigen Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren wurden zum Wehrdienst verpflichtet. Es war ein aussichtsloser und völlig sinnloser Kampf, in den die alten Männer und halben Kinder geschickt wurden. Ursula von Kardorff vermerkte im Oktober 1944 in ihrem Tagebuch: „Indessen ist der Volkssturm gegründet worden. Alle Männer zwischen sechszehn und sechzig Jahren werden rekrutiert. Das letzte Aufgebot der Lahmen und der Krüppel, der Kinder und der Greise. Aber diese neue Garde, zum größten Teil gepresst, wird die Niederlage nicht mehr aufhalten.“34Es gab keine Uniformen für die Volkssturmmänner mehr. Sie waren nur durch Armbinden kenntlich gedacht wurden. Ihre Bewaffnung bestand lediglich aus Panzerfäusten uns Karabinern. Auch die Munition war Mangelware. Viele bekamen nur 5 Patronen. In den letzten Jahren lernten über 400.000 junge Frauen die Kriegswirklichkeit als aktiv Beteiligte kennen.

Das kulturelle Leben war in dieser Zeit fast vollkommen erloschen. Die Kinos, welche nicht von den Luftangriffen zerstört waren, blieben weiterhin in Betrieb, wenn auch die Vorführungen häufig auf Grund von neuen Luftalarmen unterbrochen werden mussten.

Der leittragende Teil zum Ende des Krieges war immer die Bevölkerung, welche nun zu den Bombenangriffen noch Hunger klagen mussten. Im Endstadium des Krieges hatte viele Menschen das Vertrauen in die NS-Spitze verloren.

In einem Spitzelbericht aus Berlin von Anfang des Monats April 1945 heißt es: „Allgemein wird die Partei als Trägerin der Macht für die Lage verantwortlich gemacht und dementsprechend angegriffen. Vor allem in den vom Bombenterror in letzter Zeit besonders betroffenen Stadteilen nimmt man in dieser Hinsicht kein Blatt vor den Mund. Es werden häufig Worte des Führers aus seinen Reden oder aus „Mein Kampf“ in ironischer Weise zitiert.“35

Wie ich schon erwähnte, kam es im Gegensatz zur Besetzung durch Briten und Amerikaner, im Osten durch die Sowjets zu Angst und Schrecken. Wo die Rote Armee Anfang 1945 in den deutschen Ostgebieten auf die Zivilbevölkerung traf, kam es sehr häufig zu zahlreichen Erschießungen und Massenvergewaltigungen. Es gab eine ungeheure Angst vor den Russen. Aus den Gebieten um Memel und Tilsit kamen die ersten Flüchtlingstruppen im Herbst 1944 in die noch als sicher geltenden mittleren und westlichen Bereiche Ostpreußen. Das waren insgesamt mehrere zehntausend Menschen. Kurzzeitig kam bei manchen Deutschen die Hoffnung wieder, als die Wehrmacht die eingedrungenen sowjetischen Verbände Anfang November 1944 zurückschlugen. Als jedoch im Januar 1945 die sowjetische Offensive losbrach, gab es in der deutschen Bevölkerung kein Halten mehr.

Es kam zu endlosen Schlangen aus hochbepackten Pferdespannen. Diese bewegten sich bei endloser Kälte und Schneestürmen in Richtung Westen. Es war ein ungewöhnlich strenger Winter, die Temperaturen sanken 1945 auf minus 20° C. Einen großen Teil ihres Hab und Guts mussten die Flüchtlinge in der Heimat lassen. Es flohen vor allem Frauen, Kinder und alte Menschen. Die Zeitzeugin Christel Kluge erinnerte sich: „Jeder hat nur daran gedacht, bloß weg, weg. Dem Russen nicht in die Hände fallen. Das war bei uns allen, die aus dem Osten kamen, der Gedanke. Man spricht immer wieder von Vertreibung, ich empfinde das nicht so. Ich bin nicht vertrieben worden, ich bin geflüchtet.“36Die Strecke der Flüchtlinge war immer mit Gefahren verbunden.

Eine Bauersfrau berichtete: „Die Eisdecke war noch nicht so stark, dass sie die ganze Last tragen konnte. Ich habe gesehen, wie eine ganze Reihe von Wagen eingebrochen sind. Als wir noch eine Stunde gefahren waren, wurden wir von Fliegern angegriffen. Ein furchtbares Drama spielte sich ab.

Die Bomben schlugen Löcher und ganze Reihen von Wagen gingen unter. Wir hatten keinen Lebensmut mehr und warteten sehnsüchtig auf den Tod.“37 Viele hunderttausende Flüchtlinge, Soldaten und Verwundete versuchten mit dem Schiff über die Ostsee aus dem eingekesselten Ostpreußen zu fliehen. Die Schiffe waren meist hoffnungslos überfüllt und den Angriffen sowjetischer U-Boote und Tiefflieger ausgesetzt. Es kam dabei zu mehreren Tragödien. Am 30. Januar wurde die „Wilhelm Gustloff“ von einem sowjetischen U-Boot in der Danziger Bucht torpediert. In den eisigen Fluten kamen mehr als 5.000 Menschen ums Leben. Gerade einmal 1.000 Menschen konnten gerettet werden. Am 10. Februar 1945 kam es zum Tod von 3.000 Menschen, als das Passagierschiff „Steuben“ nach einem Torpedoangriff sank. Die Evakuierung aus Ostpreußen war von der NS-Führung viel zu spät angeordnet worden. In einigen Städten im Osten Deutschlands wurde sie komplett untersagt. Insgesamt befanden sich ab Herbst 1944 mehr als 3,1 Millionen Menschen auf der Flucht aus Ostpreußen, Ostpommern und dem Raum Danzig. Etwa 1,5 Millionen Menschen waren in diesem Gebiet zurückgeblieben und nach der Besetzung den sowjetischen Truppen ausgeliefert. Aus Schlesien und Ostbrandenburg flohen am Ende des Krieges weitere 3,5 Millionen Menschen. Ab dem Herbst 1944 verloren etwa 6,9 Millionen Flüchtlinge ihre Heimat in den Ostgebieten Deutschlands. Bei der Flucht und Vertreibung kamen etwa zwei Millionen Menschen ums Leben.

Anfang 1945 wurde der deutschen Bevölkerung, neben den verheerenden Bombenangriffen, der geistige Terror der Gestapo38und SS zum Verhängnis. Am 19. März 1945, nachdem die Alliierten bis nach Deutschland vorgedrungen waren, ordnete er mit dem so genannten „Nero-Befehl” die Zerstörung aller lebenswichtigen Produktionsanlagen an. Seiner Auffassung nach war das deutsche Volk gescheitert und hatte sein Existenzrecht verwirkt. Gegenüber dem Rüstungsminister Albert Speer sagte er: „Wenn der Krieg verloren geht, wird auch das deutsche Volk verloren sein. Es ist nicht notwendig, auf die Grundlagen, die das Volk zu seinem primitivsten Weiterleben braucht, Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil ist es besser, selbst diese Dinge zu zerstören. Das Volk hat sich als das Schwächere erwiesen. Alle militärischen, Verkehrs-, Nachrichten, Industrie- und Versorgungsanlagen, die sich der Feind nutzbar machen kann, sind zu zerstören.“39 Viele Menschen sahen Deutschland nach dem Kriegsende mit einer Mischung aus Bangen und Hoffen entgegen. Die Tochter Carl Goerdelers war nach dem 20. Juli 1944 in Sippenhaft genommen und ins KZ geschleppt worden. Schließlich wurde sie von Amerikanern befreit. Sie sagte später: „Unbeschwert waren diese jungen Amerikaner, die unsere Betreuer waren. Sie verwöhnten uns, schafften wärmere Kleidung herbei und sorgten für reichliche und allerbeste Kost. Wir waren wirklich frei.“40

Als die Wehrmacht im September 1939 in Polen eingefallen und in den folgenden Monaten von Sieg zu Sieg marschiert war, hatten sich auch manch Skeptiker von einer nationalistischen Begeisterung mitreißen lassen. Da die Front so weit war, bestanden die Schlachten für die Bevölkerung nur aus Siegesmeldungen. Doch der Krieg kam näher und nahm für die Menschen in der Heimat im Gegensatz zum 1.Weltkrieg eine komplett neue und grauenhafte Dimension an. Anzeichen dafür gab es bei den ersten Luftangriffen auf Hamburg, Bremen und Berlin. Ab Mitte 1942 wurden die deutschen Städte immer mehr zum Teil des Kriegsgeschehen. „Der totale Krieg hatte zunächst jeden Flecken, jeden Betrieb, jedes Haus in Deutschland zur „Heimatfront“ erklärt und schließlich in eine totale Niederlage gerissen.“41

3. Das Leben an der Heimatfront in Großbritannien

3.1. Lebensverhältnisse in Großbritannien vor dem 2. Weltkrieg

Die Verluste, die man nach dem 1.Weltkrieg zu beklagen hatte, war für die Menschen nicht sofort zu verschmerzen. Es gab 947.000 Gefallene und 2.122.000 Verwundete. David Kennold sagte: „Meine Eltern dachten, dass es nie wieder Krieg geben wird. Man wollte in England keinen Krieg mehr und war froh, dass man in einer ruhigen Zeit lebte.“42Fast jeder dritte junge Mann, der 1914 zwischen 13 und 24 Jahre alt war, wurde im 1.Weltkrieg getötet. Dies stärkt den Begriff „verlorene Generation“ “43. Nach dem Krieg versprach man den Menschen: „ ... erstens adäquate Häuser zu bauen uns zweitens die Deutschen dafür bezahlen zu lassen “44Es wurden aber nur wenig Häuser für die Helden, aber auch für die anderen Menschen gebaut. Da während des Krieges das Ausbildungssystem zum Stillstand gekommen ist, gab es in Großbritannien kaum erfahrene Bauarbeiter. Familien lebten in ausrangierten Eisenbahnwaggons, in Baracken und auf Lastkähnen.

Als die Polizei mit der Forderung nach einer eigenen Gewerkschaft in den Streik trat, nutzten einige Chaoten in Liverpool die Gunst der Stunde und plünderten viele Läden. Soldaten eröffneten das Feuer. Folgen waren hunderte Festnahmen und ein Toter. Dieser Vorfall zeigt, dass die Zeiten nach dem 1.Weltkrieg keinesfalls nur ruhig waren.

Man befürchtete eine Revolution. 1919 gingen 35 Millionen Arbeitstage aufgrund von Arbeitsniederlegungen verloren. Einem Aufruf zu einem Massenstreik in Glasgow beendete man mit dem Schlagstock. Es wurden 12.000 Soldaten und Panzer eingesetzt, um die Lage zu beruhigen. Der schottische Linkspolitiker Willie Gallagher sagte: „Hätte es eine erfahrene revolutionäre Führung für diese großartigen und heroischen Massen gegeben, dann hätten wir die Soldaten davon überzeugen können, sich uns anzuschließen, und Glasgow wäre unser gewesen.“45

Man sagte: „Der Boom der Nachkriegsjahre loderte so hell und kurz wie ein Feuerwerk.“46Die Verschuldung des Staates war seit 1914 um das Zwölffache auf acht Milliarden Pfund angestiegen. Die Einkommenssteuer kletterte auf 30%. Es gab auf dem Markt eine starke Grundstückshäufung. Der Herzog von Sutherland verkaufte in Schottland weit über 10.000 Hektar und der Herzog von Rutland trennte sich von der Hälfte seines Landbesitzes. Das waren knapp 12.0000 Hektar. Bis 1921 wechselte ein Viertel von Großbritannien den Besitzer. Die Arbeitslosenzahl stieg im Frühjahr 1921 auf 1.3 Millionen Menschen.

Die Flugzeugindustrie hatte sich zwar zur größten der Welt entwickelt, welche 350.000 Menschen Arbeit verschaffte, jedoch ging die Hälfte der Werke im Laufe der Zeit bankrott und man musste Kurzarbeiten betreiben. Die garantierten Preise für das Getreide wurden aufgehoben. Billige Importe ruinierten die einheimische Produktion. 1920 brachten zwölf Kilo Getreide 80 Schilling ein, 1920 nur noch 47 Schilling.

Trotzdem kann man sagen, dass die Gesellschaft zwischen den Kriegen geistreich und wagemutig war. Man hielt sich zumindest dafür. Im Laufe der 20ger Jahre entdeckte man Kokain und Cocktails. Die Röcke wurden kürzer und die Karomuster größer. Der Spaß war ein natürliches Gegenmittel zur Bekämpfung der Erinnerungen an die Schützengräben. Für die Hochzeit des Jahres lässt sich Edwina Ashley vom Kirchendiener eine Schleppe richten, bevor sie 1924 die Kirche betritt, um Lord Louis Mountbatten zu heiraten. Die Jugend präsentierte sich bewusst sexy und aufreizend. Die ganze Welt war eine Bühne für die britischen Talente.

3.2. Der Weg Großbritanniens in den 2. Weltkrieg

Als es am 1. September 1939 zum Einmarsch deutscher Truppen in Polen kam, waren die Würfel gefallen. Britannien forderte den sofortigen Rückzug der Streitkräfte auf das Reichsgebiet. Nachdem die beiden Ultimaten nicht eingehalten wurden, trat am 3. September der Kriegszustand ein.

Großbritannien, Frankreich und die Dominions waren die einzigen, die sofort den Krieg an Hitler erklärten. London und Paris setzten schon im September einen Obersten Kriegsrat ein. Die ersten vier britischen Divisionen setzten nach Frankreich über.

Innerhalb von 12 Monaten sollten ihnen 28 weitere Divisionen folgen. Durch die britische Regierung kam es aufgrund der Emergency Powers Act vom 24. August 1939 zu weitgehenden Eingriffsrechte in die Wirtschaft, Arbeit, Eigentum und Leben erhalten. Von einem Krieg selbst merkte man Anfangs wenig. Es kam am 3. September nur zu einem falschen Luftalarm, der die Bevölkerung in kurzzeitigen Schrecken versetze. Das, was die Menschen in Großbritannien fühlten, waren die Schutzmaßnahmen der Regierung. Beispiele dafür waren die Verdunklung, die bis 1945 dauern sollte. Bedeutend war außerdem die sofortige Evakuierung von 1,4 Millionen Einwohnern aus den Großstädten, die bis Januar 1940 größtenteils wieder rückgängig gemacht wurde.

3.3. Leben im Kriegszustand

W. H. Auden sagte treffend, als der Frieden zusammenbrach: „All die klugen Hoffnungen eins erbärmlichen, verlogenen Jahrzehnts schwinden dahin.“47Seit dem vergangenen Krieg ist die Lebenserwartung um etwa 15 Jahre gestiegen und die Kindersterblichkeit hatte sich halbiert.

Die soziale Lage hielt sich stabil. Die Zahl der durch Streik verlorenen Arbeitstage lag 1926 noch bei 162 Millionen. Bis 1938 sank sie auf 1,8 Millionen.

Die Menschen in Großbritannien fürchteten sich vor den Krieg wie nie zuvor. Sie glaubten, dass durch deutsche Luftangriffe 600.000 Zivilisten in den ersten Tagen getötet und doppelt so viele verletzt werden könnten.

Der Zeitzeuge Bertrand Russel48sagte voraus: „London wird ein einziges Tollhaus sein. Die Krankenhäuser werden gestürmt, der Verkehr wird zusammenbrechen und Obdachlose werden nach Frieden schreien. Die Stadt wird ein Pandämonium sein.“49Am 25. September 1938 mobilisierte man die Luftschutzeinheiten und bereitete Schützengräben und Sperrballons vor. Es wurden in London Evakuierungspläne für zwei Millionen Menschen veröffentlicht.

Chamberlain50 sagte: „Es ist grauenhaft, wahnwitzig und unglaublich, dass wir Gräben ausheben und Gasmasken anprobieren müssen, nur weil sich Leute, von denen wir nichts wissen, in einem fernen Land aneinandergeraten sind...“ 51Nachdem Chamberlain erneut von Hitler nach Deutschland eingeladen wurde, sagte er am 1. Oktober 1928: „Ich glaube, dass wir nun Frieden haben.“52 Den meisten war jedoch klar, dass die Briten mit dem Münchner Abkommen lediglich einen Zeitschub erreicht haben.

Nach diesem Abkommen kam es zur allmähligen Aufrüstung der britischen Armee. Nach dem Ende der Appeasment - Politik Mitte März 1939 kam es am 1.April zu Einführung der britischen Wehrpflicht.

Am 25. August 1939 explodierte in der Hauptstraße von Coventry eine Bombe, welche fünf Menschen das Leben nahm. Jeder war davon überzeugt, dass sie von einem deutschen Flugzeug stammte. Tatsächlich war es jedoch ein Anschlag der IRA.

Im Morgengrauen des 1. September marschierten die Deutschen in Polen ein. Als das BBC - Fernsehen diese Nachricht erhielt, strahlten sie gerade einen Mickey - Maus - Film aus. Der Sender wurde sofort abgeschaltet. Mit „rauer und metallischer“ Stimme erklärte Chamberlain am 3. September 1939 um 11.45 Uhr den Kriegseintritt von Großbritannien.

Die Menschen reagierten mit großer Verzweiflung, denn der letzte Krieg saß noch tief in den Knochen. Das sich die Feindseligkeit gegenüber Deutschland immer noch in Grenzen hielt, erkannte man daran, dass die großen Zeitungen noch immer von „Herrn Hitler“53schrieben. Man hörte die ersten Alarmsirenen in London schon 10 Minuten nach der Radiorede von Chamberlain. Die Menschen waren geschockt und voller Panik. Ein Zeitzeuge berichtete: „Wir stellten uns die Saint-Pauls-Kathedrale als Ruine vor und dass dort, wo das Parlamentsgebäude stand, nun ein tiefes Loch klafft.“54Eine geraume Zeit später stellte sich jedoch heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Es war ein kleines französisches Transportflugzeug.

Innerhalb von einer Woche kam es zur Evakuierung von 1,4 Millionen Menschen. (siehe A15). Viele von ihnen stammten aus den ärmsten Slums. Die ländliche Mittelschicht, bei denen sie untergebracht wurden, war schockiert über ihren Zustand. Manche Kinder mussten im Bett bleiben, bis ihre verdreckten Kleider gewaschen oder verbrannt waren. Andere wiederum waren „in einem Stück Kattun eingenäht und hatten nur einen Mantel darüber.“55

Da sich die Krankenhäuser in den Großstädten auf Opfer von Luftangriffen vorbereiteten, mussten die meisten Kranken in Lazarette auf das Land umziehen. Ebenso verließen viele Reiche und Ausländer die Großstädte. Fast die Hälfte der prunkvollen Stadthäuser standen zum Verkauf. Viele Banken in den Innenstädten wurden verlegt. Jeder, der in London Sympathien gegenüber dem Feind hatte, wurde in ein Lager auf der Pferderennbahn von Surrey inhaftiert. Jüdische Flüchtlinge erlitten oft dasselbe Schicksal. Im Zoo von London wurden giftige Spinnen und Schlangen mit Chloroform56getötet, damit gefährliche Tiere nach Bombenangriffen nicht entfliehen können. Vor Tiger- und Löwenkäfigen patrollierten bei Sirenenalarm sogar bewaffnete Männer. „Das Wasser des Aquariums wurde abgelassen und der Inhalt verspeist.“57Von den zwei Millionen Katzen und Hunden, welche in London lebten, brachte man fast ein Viertel um. Folge dessen war eine Mäuse- und Rattenplage.

Das erste deutsche Flugzeug sichtete man am 20. November 1939 über London. Als es jedoch unter Beschuss geriet, drehte es sofort ab. Für zwei Schilling pro Tag wurden fast eine Million Männer eingezogen. Britische Bomber warfen über deutschen Städten Millionen von Anti - Nazi - Flugblättern ab.

Obwohl es außerhalb von Großbritannien schlimm zuging, wurden in London zu Weihnachten Bastelmodelle der Maginotlinie verkauft und die Kinos wieder eröffnet. Da der Winter auf dem Land sehr kalt und rau war, strömten die Hälfte der Evakuierten wieder zurück in die Städte. Es war der kälteste Winter des Jahrhunderts. Ein Beispiel dafür war die zugefrorene Themse.

Durch den Einbruch der Baubranche kam es zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahl auf 1,6 Millionen. Am 8. Januar 1940 kam es zur Rationierung der Lebensmittel. Jeder Bürger bekam wöchentlich nur noch 114 Gramm Butter und ebensoviel Speck oder rohen Schinken. Außerdem bekam man noch 350 Gramm Zucker. Dies war immerhin mehr als die Ration in Deutschland.

Nun wurde es auch jedem klar, Großbritannien befand sich im Krieg. Die Schriftstellerin Rebecca West beobachtete im Londoner Regent´s Park: „... wie die Menschen die Rosen auf eine ganz außergewöhnliche Art beobachteten und ihren Duft einsogen, als wenn sie damit ausdrücken wollten, dass sie endlich wieder Frieden haben wollen.“58Nach dem Kriegseintritt Italiens gab es in Großbritannien vereinzelte Angriffe auf italienische Cafés und Restaurants. Italienische Spezialitätenläden nannten sich in British Food Shop um. 1943 stellten 90 % aller arbeitsfähigen Ausländer ihre beruflichen Fähigkeiten für einen Sieg ein. Nur 486 Ausländer mussten den Krieg in einem Lager verbringen.

Wäre es den Deutschen gelungen, bis zur Küste Englands vorzudringen, hätten sie keinen großen Widerstand gehabt. Die Verteidigungsmöglichkeiten der Soldaten an Englands Küste bestanden Karren und Bettgestelle, Autowracks und munitionslose Panzer. Dies zeigt, dass das Meer die einzige Verteidigungsmöglichkeit war und das man in der Heimat nicht besonders gut auf einen Landkrieg eingestellt war.

In der Zeit der Luftschlacht um England zwischen August und September 1940 konnten Privatpersonen ein einzelnes Flugzeug sponsern. Dies kostete 6.000 Pfund. Ein indischer Maharadscha spendete gleich für eine ganze Staffel. Außerdem wurde die Öffentlichkeit aufgefordert, ihr Kleingeld dem Spitfire - Fond zu stiften. In den letzten beiden Augusttagen flog die deutsche Luftwaffe 28.000 Einsätze gegen britische Fliegerhorste. Die Angriffe waren teils so heftig, dass der Saint Mellons Golf Club seine Regeln erweitern musste: „Ein Spieler, dessen Schlag durch die Detonation einer Bombe oder durch Maschinengewehrfeuer beeinträchtigt wird, darf einen weiteren Schlag ausführen.“59hieß es darin.

Am 7. September sah man London in leuchtendroten Flammen und in „öligschwarzen Rauch gehüllt, die Themse war von einem lodernden Film überzogen“60Um die englische Hauptstadt zu bombardieren, hatten die Deutschen ihre bisherige Strategie geändert und eine gewaltige Formation von beinahe 1.000 Flugzeugen losgeschickt. Ein Feuerwehrmann flehte: „Schickt alle Pumpen her, die ihr kriegen könnt! Die ganze verdammte Welt steht in Flammen.“61(siehe A16).

Von September 1940 bis zum folgenden Mai kamen die Deutschen jede Nacht, um die Heimat von Millionen zu zerstören. Zunächst konzentrierte sich in London alles auf die Dockanlagen und die nahe gelegenen Slums im East End. Als die Deutschen ihre Angriffe auf die gesamte Stadt ausweiteten, war die englische Regierung erleichtert. Der Zeitzeuge Clement Attlee berichtete: „Wenn die Deutschen die Gegend westlich der London Bridge nicht bombardiert hätten, dann hätte es in diesem Land eine Revolution gegeben. Nun ist aber das Gleichgewicht wieder hergestellt.“62Es wurden in Großbritannien jedoch auch zahlreiche andere Städte zerstört. Plymouth wurde so oft angegriffen, dass es dort Nachts kaum Geräuche mehr hörte. Dies lag daran, dass die meisten Einwohner auf dem Land übernachteten und tagsüber wieder in die Stadt kamen. Aber auch Städte, die über bedeutende Werften verfügten, wurden mehrmals bombardiert. Liverpool brannte nach einem Angriff eine gesamte Woche lang. Viele Menschen starben an der Folge einer Rauchvergiftung. Im schottischen Clydebank war nahezu jedes Haus zerstört. 449 Bomber drangen am 14. November 1940 in den Luftraum über Coventry ein und legten das mittelalterliche Stadtzentrum mit, seiner berühmten Kathedrale, in Trümmer. Über 500 Menschen kamen dabei ums Leben. Und dies nur bei einem einzigen Angriff. Trotzdem hatte die Londoner Bevölkerung am meisten zu leiden (siehe A19). Es gingen in der Stadt 19.000 Tonnen Bomben nieder. Andere Städte bekamen nur ein Zehntel davon ab. Viele Londoner hatten ihr Leben den Anderson - Schutzräumen zu verdanken. „Sie bestanden aus zwei gebogenen Stücken gewellten Stahl, wobei der Eingang durch eine Stahltür und eine Erdaufwerfung gesichert wurde. Das Dach war ebenfalls mit Erde bedeckt, auf der manchmal Blumen blühten.“63Wer diese Unterkünfte für unzureichend empfand, schlief in den U - Bahnstationen. Egal wo man sich aufgehalten hatte, Sicherheit gab es nirgends. In einem Fall wurden die Menschen nach einem Wasserrohrbruch in Sand und Schlamm begraben. In der Station Bank starben 111 Menschen durch eine detonierte Bombe, deren Druckwelle sie vor einen einfahrenden Zug schleuderte. Über 150 Menschen wurden durch einen überfüllten Fahrstuhl zerschmettert.

Granatensplitter von Flakgeschützen tötete mehr Menschen, als durch feindliche Flieger umkamen. Symbolischen Wert hatte es für die Einwohner von London, dass die Saint-Pauls-Kathedrale inmitten der Flammen unbeschädigt blieb. Eine Gruppe von Männern, die Gasleitungen und Elektrokabel aus acht Meter Tiefe herausbuddelten, bekamen das neu eingeführte Georgskreuz. Es stand für das Heldentum jenseits der Schlachtfelder. Viele waren der Meinung, dass in Wahrheit London das Schlachtfeld war.

In Großbritannien wurden psychiatrische Kliniken für Stressopfer errichtet, Patienten kamen jedoch keine. Dies sprach für die mutigen und starken Menschen, die Zerstörung ihres Landes nicht einfach so hinnehmen wollten. Außerdem gab es in dieser Zeit weniger Trunkenheit und Selbstmorde. Im Londoner Zoo stellte man fest, dass die Schimpansen zwar die Bomben und das Artilleriefeuer ignorierten, sich jedoch vor den Sirenen fürchteten. Das die Engländer ihr Leben nicht vollkommen vom Krieg beherrschen ließen, sieht man daran, dass weiterhin Fußballspiele stattfanden. Als Polizisten während eines Luftangriffes ein Spiel unterbrachen, wurden sie ausgebuht. Das Heulen der Sirenen ging beim Beifallschrei unter. Der Zeitzeuge David Kennold sagte: „Wir sind eine Fußballnation. Der Fußball stammt aus unserem schönen Land. Wenn man sich das noch einmal überlegt ist es eigentlich richtig lustig. Die Deutschen versuchten uns mit ihren Bomben zu besiegen und was machten wir, wir spielten Fußball.“64

Viele Menschen waren der Meinung, dass der letzte Angriff auf London der schlimmste war. Er fand am 10. Mai 1941 statt. „Es war Vollmond und die Themse führte Niedrigwasser, günstige Aussichten für Bomber.“65Der Weltbekannte Big Ben wurde von einer Bombe getroffen. Das Skurrile dabei war, dass er dennoch weiter läutete. Westminster Abbey, der London Tower und der Gerichtshof wurden stark beschädigt. Die meisten zentralen Bahnhöfe wurden lahmgelegt. Die Sonne wurde am nächsten Tag im Umkreis von 50 Kilometern von umherfliegenden Papierfetzen verdunkelt. Grund dafür war die Bombardierung des British Museum und die Verbrennung einer Viertelmillion Bücher. Die Stadt London stank nach verbrannter Seife aus der zerstörten Palmolive-Fabrik. Es kamen bei diesem Angriff 1436 Menschen ums Leben. Weitere Bomber tauchten in einer solchen massiver Formation nie wieder auf.

In acht Monaten wurden in Großbritannien 39.678 Menschen getötet, allein in London waren es 20.000. Etwa 16% Londons war komplett ausgebombt.

3.4. Ein ganzes Land im Aufwind

Über eine Million Menschen, die das Pensionsalter überschritten hatten, arbeiteten trotzdem weiter. Durch die Anwendung von allerlei Tricks, wurde die Produktivität erhöht. Für die Fabriken kam es zum Beispiel täglich zur zweimaligen Ausstrahlung der Sendung „Music While You Work“. Dies steigerte die Arbeitsleistung um 15%. Fast alle Vorkriegsarbeitslosen fanden Arbeit. Die Kriegsproduktion machte auf dem Höhepunkt fast die Hälfte des Bruttosozialprodukts aus.

Ab Mitte 1941 war in der britischen Heimat sowohl Kleidung als auch Lebensmittel rationiert. Frauen konnten mindestens drei Wollkleider, zwei Paar Schuhe, vier Blusen und einen Regenmantel kaufen. Da es in dieser Zeit kaum Strümpfe gab, färbten sich die Frauen die Beine mit Selbstbräunungslotion oder Zwiebelsuld. Die Hosen hatten keine Aufschläge mehr, Röcke und Hemdenschöße wurden kürzer. Kinder und Erwachsene bekamen maximal je ein halbes Pfund Süßigkeiten pro Monat. Das Bier wurde in Großbritannien nicht rationiert. Es kam hauptsächlich zur Halbierung des Alkoholgehaltes.

Die ersten Amerikaner kamen bereits im April 1942 nach London. Mitte 1944 waren es schließlich so viele, dass für ihre Unterbringung über 230.000 Quadratmeter Fläche benötigt wurde. Die Gegend um den Grosvenor Square nannte man „Klein Amerika“.66Sie waren in England keineswegs beliebt. Der Zeitzeuge David Kennold berichtete: „Die Amerikaner taten so, als wären sie die Größten. Es gab natürlich auch nette. Aber die meisten kamen mit der Einstellung, dass nur durch sie der Krieg gewonnen werden kann. Das gefiel uns nicht.“67

Die farbigen Soldaten, die sieben Prozent der amerikanischen Streitkräfte ausmachten, waren dagegen bei den Londonern beliebt. Angeblich hatten sie bessere Manieren und waren freundlicher, als die Weißen. Trotzdem waren die Unterschiede eindeutig spürbar. Restaurants und Hotels lehnten die Farbigen ab aus Angst, ihre weiße amerikanische Kundschaft zu verlieren. Über 50.000 britische Frauen hatten amerikanische Freunde oder Ehemänner und folgten ihnen nach dem Krieg in die USA. Als es zu ersten Anzeichen einer großen Invasion kam, standen schließlich im Frühjahr 1944 in England 3,5 Millionen Mann an den Waffen. Darunter gab es eine halbe Million Amerikaner.

Erneut wurden in Großbritannien Kinder und Mütter evakuiert. Eine Million Menschen hatten London verlassen. Evelyn Waugh schrieb über die Evakuierung: „Es war unpersönlich wie eine Epidemie, als würde die Stadt von riesigen, giftigen Insekten heimgesucht werden.“68Trotzdem war man in der Heimat der Meinung, dass der Krieg spätestens Weihnachten beendet ist.

Der Zugverkehr vom Londoner Bahnhof Victoria Station in Richtung Kontinent wurde im Januar 1945 nach fünf Jahren Unterbrechung wider aufgenommen. Die letzte Rakete wurde am 27.März 1945 auf England abgeschossen. Obwohl es zum Sieg nicht lange dauerte, wurde den Briten bewusst, dass sie an nationaler Größe verloren hatten. Das erste Mal seit Jahrhunderten gab es Mächte, gegenüber denen sich die Briten als minderwertig empfanden.

4. Literaturverzeichnis

- Siegfried Bünger, Hella Kaselitz, 1989, „Geschichte Großbritanniens von 1918 bis zur Gegenwart“, 1. Auflage, VEB Deutscher verlag der Wissenschaften, Berlin

- Brian Moynahan, übersetzt von Annabel Merullo und Sarah Jackson, 1997, „Das Jahrhundert Englands“, 1. Auflage, Bertelsmann Verlag Gmbh, München

- Fachbereich Landschaftsarchitektur, 4.1.1999, „Fachhochschule Erfurt -Richtlinien zur formalen Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, Eigenverlag Fachhochschule Erfurt, Erfurt

- Brigitte Esser un Michael Venhoff mit Einleitung von Prof. Jost Dülffer, 1994, „Chronik des 2.Weltkriegs“, 1.Auflage, Chronik Verlag, München

- Wolfgang Brenner, Gabriele Trost, Sabine Mieder, Jürgen Brühns, 1999, „Heimatfront - Kriegsalltag in Deutschland“, 1.Auflage, Nicolai Verlag, Berlin

- Leonard Mosley, 1979, „Die Luftschlacht um England“, 1.Auflage, Bechtermünz Verlag, Eltville am Rhein

- Donna Hughes, Franz X, Christian Gotsch, 1995, „London in Photographien“, 2.Auflage, Eulen Verlag, Freiburg

- Gerhard Hellwig, 1991, „Fremdwörterlexikon“, 1.Auflage, Wissen Verlag Gmbh, Herrsching

- Gerhard Paul, Klaus-Michael Mallmann , 2000, „Die Gestapo im Zweiten Weltkrieg.Heimatfront und besetztes Europa.“, 1.Auflage, Primus Verlag, München

- Julian Barnes, 10. September 1999, „England, England“, 1.Auflage, Picador- Verlag, Hamburg

- Bünger, Kaselitz, 1989, Geschichte Großbritanniens von 1918 bis zur Gegenwart

- Internet: Æ www.encarta.de

http://www.encarta.de/find/search.asp?search=gestapo

Æ www.worldwar-2.net

[...]


1„Die Krolloper, benannt nach ihrem Begründer Josef Kroll, war als Vergnügungsstätte (1. 2. 1851) errichtet worden. Nach dem Brand des Reichstagsgebäudes hatte hier während der Zeit des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland der Reichstag seine Sitzungen abgehalten.“ ( vgl. http://www.berlin-online.de/wissen/berlin_chronik/.html/art1951-3.html)

2Wolfgang Brenner, „Heimatfront- Kriegsalltag in Deutschland“, S.14

3Wolfgang Brenner ,a.a.O., S.15

4Wolfgang Brenner ,a.a.O., S.16

6Wolfgang Brenner ,a.a.O., S.17

7Wolfgang Brenner ,a.a.O., S.18

5Wolfgang Brenner ,a.a.O., S..22

8 Propaganda (lateinischpropagare:ausbreiten), Verbreitung von Ideen und Informationen mit dem Ziel der Manipulation. (Vgl. http://www.encarta.de/find/Concise.asp?z=1&pg=2&ti=761569545)

9Wolfgang Brenner ,a.a.O., S..20

10 Brigitte Esser und Michael Venhoff, „Chronik des 2. Weltkriegs“, S.383

11 Abkürzung für Sturmabteilung, die uniformierte und bewaffnete Kampf-, Schutz- und Propagandatruppe der NSDAP und ihre mitgliederstärkste Organisation (vgl. http://www.encarta.de/find/Concise.asp?z=1&pg=2&ti=721526428)

12Gabriele Trost , „Heimatfront- Kriegsalltag in Deutschland“, S.112

13Nationalsozialismus: extrem nationalistische, völkisch-antisemitische, revolutionäre Bewegung in Deutschland, die sich unter der Führung Adolf Hitlers in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) organisierte und auf deren Basis Hitler 1933 in Deutschland ein

14Gabriele Trost ,a.a.O., S.. S.57

16Gabriele Trost ,a.a.O., S.118

17Gabriele Trost ,a.a.O., S.119

18Zitat aus dem Interview mit der Markkleebergerin Herta Rübner am 19.09.2002 (87 Jahre alt)

19Gabriele Trost ,a.a.O., S.131

20Gabriele Trost ,a.a.O., S.136

21(Abkürzung KZ), gefängnisähnliche Einrichtung zur massenhaften Internierung von politisch und weltanschaulich missliebigen Personen. vgl. http://www.encarta.de/find/Concise.asp?z=1&pg=2&ti=761577899&hs=KZ)

22Gabriele Trost ,a.a.O., S.139

23Bezeichnung für eine Staats- oder Herrschaftsform, die im Gegensatz zum demokratischen Rechts- und Verfassungsstaat steht.

24Sabine Mieder, „Kriegsalltag in Deutschland“, S.144

25Sabine Mieder, a.a.O., S.150

26Leonard Mosley„Chronik eines Landes“ S.67

27Sabine Mieder, a.a.O., S.153

28„jede Situation, in der eine Gruppe oder ein Individuum aufgrund von Vorurteilen benachteiligt behandelt wird. Die Vorurteile können sich dabei auf Volkszugehörigkeit, Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Religion, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Status, Alter oder Behinderungen des Diskriminierten stützen.“ (vgl. http://www.encarta.de/find/Concise.asp?z=1&pg=2&ti=761573635)

29Jürgen Brühns, „Heimatfront- Kriegsalltag in Deutschland“, S.156

30Jürgen Brühns, a.a.O.,S.176

31Jürgen Brühns, a.a.O.,S.176

32Abkürzung für Schutzstaffel. Die im Umfeld der nationalsozialistischen Bewegung an-

gesiedelte paramilitärische Gruppe wurde 1925 zunächst als so genannte „Stabswache"

zum persönlichen Schutz Adolf Hitlers und später auch anderer NSDAP-Funktionäre gegründet.

33Jürgen Brühns, a.a.O.,S.182

34Jürgen Brühns, a.a.O.,S.185

35Jürgen Brühns, a.a.O.,S.193

36Jürgen Brühns, a.a.O.,S.194

37Jürgen Brühns, a.a.O.,S.195

38Abkürzung für Geheime Staatspolizei, gängige Bezeichnung für die politische Polizei im nationalsozialistischen Deutschland zwischen 1933 und 1945 (vgl. http://www.encarta.de/find/Concise.asp?z=1&pg=2&ti=761565085)

39Jürgen Brühns, a.a.O.,S.199

40Jürgen Brühns, a.a.O.,S.202

41Jürgen Brühns, a.a.O.,S..204

42Zitat aus einem Interview auf der Studienfahrt

43Brian Moynahan, „Das Jahrhundert Englands“, S.117

44Brian Moynahan, a.a.O.,S.129

45Leonard Mosley, „Chronik eines Landes“, S. 289

46Brian Moynahan, a.a.O.,S.137

47Brian Moynahan, a.a.O.,S.166

48pazifistischer Philosoph

49Brian Moynahan, a.a.O.,S.167

50Chamberlain, Arthur Neville (1869-1940), britischer Premierminister (1937-1940)

51Brian Moynahan, a.a.O.,S.168

52Brian Moynahan, a.a.O.,S.169

53(vgl. http://www.encarta.de/find/Concise.asp?z=1&pg=2&ti=761566542)

54Brian Moynahan, a.a.O.,S.170

55Brian Moynahan, a.a.O.,S.171

56farblose Verbindung aus der Gruppe der Chlorkohlenwasserstoffe, die früher in der Medizin, speziell in der Anästhesie als Narkosemittel zum Einsatz kam (Vgl. http://www.encarta.de/find/Concise.asp?z=1&pg=2&ti=1201501214)

57Brian Moynahan, a.a.O.,S.171

58Brian Moynahan, a.a.O.,S.167

59Brian Moynahan, a.a.O.,S.182

60Brian Moynahan, a.a.O.,S.182

61Brian Moynahan, a.a.O.,S.182

62vgl. http://www.encarta.de/find/Concise.asp?z=1&pg=2&ti=761566542

63Brian Moynahan, a.a.O.,S. 183

64Zitat aus einem Interview auf der Studienfahrt

65Brian Moynahan, a.a.O.,S.187

66Brian Moynahan, a.a.O.,S.197

67Zitat aus einem Interview auf der Studienfahrt

68Brian Moynahan, a.a.O.,S.200

24 von 24 Seiten

Details

Titel
Das Leben an der Heimatfront während des 2.Weltkriegs in Deutschland und Großbritannien
Veranstaltung
Hildebrand Fest
Autor
Jahr
2002
Seiten
24
Katalognummer
V107184
Dateigröße
502 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leben, Heimatfront, Weltkriegs, Deutschland, Großbritannien, Hildebrand, Fest
Arbeit zitieren
René Rübner (Autor), 2002, Das Leben an der Heimatfront während des 2.Weltkriegs in Deutschland und Großbritannien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107184

Kommentare

  • Gast am 29.10.2002

    Mein Kommentar.

    Diese Arbeit ist eine sehr bildhafte Schilderung des Kriegsalltages. Es war fuer mich interessant, auch mal zu erfahren, wie der Krieg in anderen Laendern erlebt wurde, da hier bei uns in den Buechern meist nur ueber Deutschland berichtet wird. Interessant finde ich auch, wie die Haltung der Briten gegenueber den ankommenden amerikanischen Streitkraeften geschildert wird.
    Insgesamt also ein guter Einblick in das Weltgeschehen, sodass man die Zusammenhaenge neu begreifen kann und heute einander besser verstehen kann. Denn dadurch wird man toleranter und weltoffener, was heutzutage ein wichtiger Faktor im internationalen Zusammenleben ist. Und vielleicht wird dabei auch die Einstellung der Menschen gegenueber dem Krieg geaendert.
    Ich finde, diese Aspekte, wie sie in der Arbeit geschildert wurden, sollten auch bei eventuellen zukuenftigen kriegerischen Auseinandersetzungen finden.

  • Gast am 18.12.2002

    Hausarbeiten.de.

    Sehr geehrter Herr Rübner. Da sie einen Nutzwert von 100% haben wird dieses Werk zur Arbeit des Monats gekürt.

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