1 Zielgruppe
1.1 Schulische Vorbildung
Der Auszubildende hat mit dem Abschluß der Sekundarstufe I die Fachoberschulreife erlangt.
1.2 Alter und Entwicklungsphase
Der Auszubildende ist 16 Jahre alt und sowohl körperlich als auch geistig altersgemäß entwickelt.
1.3 Ausbildungsstand
Der Auszubildende befindet sich im ersten Halbjahr des ersten Ausbildungsjahres zum Chemielaboranten. Seine Probezeit ist noch nicht beendet.
2 Didaktische Analyse
2.1 Ausbildungsrahmenplan
Der Ausbildungsrahmenplan sieht für das erste Ausbildungsjahr die sog. berufliche Grundbildung vor. Darunter versteht man
_ die Einführung in die Berufsausbildung und Kennenlernen der Arbeitsgeräte;
_ die Einweisung in die Maßnahmen zur Unfallverhütung und Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz;
_ die Handhabung, Pflege und Instandhaltung von Laborgeräten und stationären Einrichtungen einschließlich der Bearbeitung von Werkstoffen und des Einsatzes von Energie;
_ das Kennenlernen und Umgehen mit Arbeitsstoffen;
_ das Erlernen der chemischen und physikalischen Methoden zur Vereinigung, Trennung, Reinigung, Förderung, Untersuchung (Bestimmung physikalischer Größen und Stoffkonstanten, sowie Kennenlernen der Grundlagen qualitativer und quantitativer Analysenmethoden) und Lagerung von Arbeitsstoffen (Chemikalien);
_ das Anwenden mikrobiologischer Arbeitstechniken;
_ das Dokumentieren der Arbeitsabläufe und der Arbeitsergebnisse (Protokollführung, technisches Zeichnen, Literaturbearbeitung).
Gliederung
1 Zielgruppe
1.1 Schulische Vorbildung
1.2 Alter und Entwicklungsphase
1.3 Ausbildungsstand
2 Didaktische Analyse
2.1 Ausbildungsrahmenplan
2.2 Betrieblicher Ausbildungsplan
2.3 Fachlicher Inhalt
2.4 Bedeutung für den Auszubildenden
2.5 Thema der vorangegangenen Unterweisung
2.6 Thema der nachfolgenden Unterweisung
2.7 Zusammenhang mit dem Berufsschulunterricht
3 Lernziele
3.1 Leitlernziel
3.2 Richtlernziel
3.3 Groblernziel
3.4 Feinlernziele
3.5 Lernzielkontrolle
3.6 Qualifikationen
4 Lernzielbereiche
4.1 Der kognitive Lernbereich
4.2 Der affektive Lernbereich
4.3 Der psychomotorische Lernbereich
5 Taxonomie der Lernziele
6 Organisation
6.1 Arbeitsmittel
6.1.1 Benötigte Geräte
6.1.2 Benötigte Chemikalien
6.2 Lernort
6.3 Unfallverhütung und Arbeitssicherheit
7 Geplanter Unterweisungsverlauf
7.1 Vier-Stufen-Methode
7.1.1 Vorbereiten
7.1.2 Vormachen
7.1.3 Nachmachen
7.1.4 Üben und Transfer
7.2 Durchführung der Unterweisung
8 Kontrolle des Ausbildungserfolges
8.1 Selbstkontrolle durch den Auszubildenden
8.2 Fremdkontrolle durch den Ausbilder
9 Literatur
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient der systematischen Planung und Durchführung einer Einzelunterweisung im Rahmen der Ausbildereignungsprüfung (AEVO). Ziel ist es, dem Auszubildenden das fachgerechte Bestimmen der Dichte von Flüssigkeiten mittels Aräometern zu vermitteln, wobei insbesondere die praktische Anwendung physikalischer Grundprinzipien und der korrekte Umgang mit Laborgeräten im Fokus stehen.
- Methodische Gestaltung von Unterweisungen nach der Vier-Stufen-Methode.
- Physikalische Grundlagen der Dichtebestimmung (Archimedisches Prinzip).
- Umgang mit Laborgeräten, Sicherheitsaspekten und Messgenauigkeit.
- Förderung von Fach- und Schlüsselqualifikationen bei Chemielaboranten.
- Didaktische Einordnung in den betrieblichen Ausbildungsplan.
Auszug aus dem Buch
7.1.2 Vormachen
Einfüllen des destillierten Wassers in einen Meßzylinder: Das Aräometer muß ungehindert und vollständig in die Flüssigkeit eintauchen; es soll eine gerade ausreichende Flüssigkeitsmenge genommen werden.
Vorsichtiges Eintauchen der Grobspindel in das destillierte Wasser bei gleichzeitig leichtem Drehen der Spindel um die eigene Achse: Durch das leichte Drehen wird sichergestellt, daß das Aräometer allseitig vollständig benetzt und evtl. anhaftende Luftblasen entfernt werden (Vermeiden von Meßfehlern!).
Ablesen des Meßwertes (Meßbereich) auf der Skala und entsprechende Auswahl der Feinspindel: Die Ablesung erfolgt an der Flüssigkeitsoberfläche ohne Berücksichtigung eines am Aräometer entstehenden Meniskus.
Vorsichtiges Eintauchen der Feinspindel in das destillierte Wasser bei gleichzeitig leichtem Drehen der Spindel um die eigene Achse: Das Aräometer darf die Gefäßwand nicht berühren und sich am herausragenden Teil der Skala nicht benetzen. Durch das leichte Drehen wird sichergestellt, daß das Aräometer allseitig vollständig benetzt und evtl. anhaftende Luftblasen entfernt werden (Vermeiden von Meßfehlern!).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Zielgruppe: Beschreibung der persönlichen Voraussetzungen des Auszubildenden sowie dessen schulischer Vorbildung und Ausbildungsstand.
2 Didaktische Analyse: Einordnung des Themas in den Ausbildungsrahmenplan sowie Begründung der Bedeutung für den Chemielaboranten und den Zusammenhang zum Berufsschulunterricht.
3 Lernziele: Definition von Leit-, Richt-, Grob- und Feinlernzielen sowie der Kriterien zur Lernzielkontrolle und Qualifikationsentwicklung.
4 Lernzielbereiche: Unterteilung der angestrebten Lernziele in kognitive, affektive und psychomotorische Bereiche.
5 Taxonomie der Lernziele: Beschreibung der gewählten Lernstufen (Reproduktion, Reorganisation, Transfer) zur Strukturierung der Unterweisung.
6 Organisation: Auflistung der benötigten Arbeitsmittel, Festlegung des Lernortes sowie Erläuterung der relevanten Sicherheitsmaßnahmen.
7 Geplanter Unterweisungsverlauf: Detaillierte Darstellung der Vier-Stufen-Methode mit konkreten Lernschritten für Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen sowie Üben und Transfer.
8 Kontrolle des Ausbildungserfolges: Darlegung der Methoden zur Selbst- und Fremdkontrolle zur Überprüfung des Lernerfolgs.
9 Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Lehrbücher zur Erstellung der Unterweisungsprobe.
Schlüsselwörter
Ausbildereignungsprüfung, AEVO, Chemielaborant, Unterweisung, Dichtebestimmung, Aräometer, Vier-Stufen-Methode, Didaktik, Labortechnik, Archimedisches Prinzip, Lernziele, Arbeitssicherheit, Ausbildung, Fachqualifikation, Schlüsselqualifikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisungsprobe grundsätzlich?
Die Arbeit beschreibt eine strukturierte Einzelunterweisung für Auszubildende zum Chemielaboranten zur Dichtebestimmung von Flüssigkeiten.
Welche zentralen Themenfelder deckt das Dokument ab?
Die Themen umfassen die didaktische Planung, die praktische Durchführung mittels Aräometern, Sicherheitsvorschriften im Labor und die Kontrolle des Ausbildungserfolgs.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Der Auszubildende soll nach der Unterweisung in der Lage sein, die Dichte von Flüssigkeiten eigenständig, fachgerecht und präzise mit einem Aräometer zu bestimmen.
Welche methodische Vorgehensweise wird verwendet?
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode angewandt, bestehend aus Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen sowie Üben und Transfer.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische Analyse, die Festlegung von Lernzielen, die organisatorische Vorbereitung und die detaillierte Ablaufplanung der Unterweisung.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?
Chemielaborant, Aräometer, Dichtebestimmung, Vier-Stufen-Methode, Didaktik, Arbeitssicherheit und Ausbildung.
Warum ist die Dichtebestimmung mittels Aräometer trotz moderner Technik noch relevant?
Die Methode ist bei ausreichenden Probenmengen besonders schnell und unkompliziert anzuwenden und hilft dabei, physikalische Grundzusammenhänge anschaulich zu vermitteln.
Wie wird mit Fehlern des Auszubildenden während des Nachmachens umgegangen?
Fehler werden sofort korrigiert, wobei durch gezielte Hilfestellung und wertendes Feedback (Lob und Kritik) die Sicherheit des Auszubildenden gefördert wird.
- Quote paper
- Christian Caspari (Author), 2000, Dichtebestimmung von Flüssigkeiten mit Hilfe von Aräometern (Unterweisung Chemielaborant / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107260