Der Kridwiß-Kreis in Thomas Manns Doktor Faustus


Seminararbeit, 2001

17 Seiten, Note: 1


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Gliederung

A) Einleitung

B) Der Kridwiß-Kreis in Thomas Manns Doktor Faustus
I. Inhalt und Aufbau des Kridwiß-Abschnitts
II. Das Gedankengut des Kridwiß-Kreises
III. Die Kridwiß-Gespräche im Zusammenhang des 34. Kapitels und die daraus resultierenden Rollen von Leverkühn und Zeitblom
IV. Die Figuren des Kridwiß-Kreises und ihre Vorbilder
a) Kridwißund Breisacher
b) Unruhe, Vogler und Zur Höhe
V. Die Namensgebung der Figuren und Thomas Manns Luther-Bild
a) Zur Namensgebung
b) Zu Manns Luther-Bild
C) Schluss

Literatur

Erklärung

A) Einleitung

Bei der ersten unbedarften Begegnung mit Thomas Manns „Doktor Faustus“ stößt man sehr bald auf lange Passagen, in denen der Erzähler abstrakte Vorträge oder Gespräche wiedergibt. Die Handlung scheint auszusetzen - oder doch nicht? Man kämpft sich durch, recht oder schlecht ahnend, wovon eigentlich die Rede ist, in der Hoffnung, es möge bald wieder etwas passieren. Schließlich hat man sich vorgenommen das dicke Buch von Anfang bis Ende durchzuackern... Doch auch bei diesen mühevoll zu „absolvierenden“ Abschnitten und ganzen Kapiteln strafft sich hie und da das Fragezeichen im Kopf des Lesers zu einem Ausrufezeichen: Ah, eine Anspielung auf den Nationalsozialismus!

Das Thema der deutschen Schuld ist auf beiden zeitlichen Ebenen des Romans präsent. Der Erzähler Serenus Zeitblom fasst die Biographie seines Freundes Adrian Leverkühn nach dessen Tod im Zeitraum von 1943 bis 1945 ab und reflektiert immer wieder die Geschehnisse seiner eigenen Gegenwart. Vorausdeutungen auf diese enthält aber auch die Darstellung von Adrians Umfeld auf der zeitlichen „Hauptebene“ des Werkes, insbesondere die oben charakterisierten Passagen. Am augenfälligsten treten solche Anspielungen bei den Treffen des Kreises um Sixtus Kridwißin dessen Schwabinger Wohnung zu Tage.

Die Debatten in diesem Zirkel werden in der vorliegenden Arbeit genauer untersucht. Nach einem Überblick über Inhalt und Aufbau des Romanabschnittes, der die Gespräche behandelt, gehe ich in einer ersten Zusammenfassung auf das zu Grunde liegende Gedankengut ein. Anschließend beschäftige ich mich mit der Einbettung des Abschnittes in den Romanzusammenhang, bevor die einzelnen Figuren und ihre Namen zur Sprache kommen. Mann gestaltete sie nach reellen Vorbildern, was einigen Aufschluss über seine Interpretation der Geschichte des deutschen Charakters gibt.

B) Der Kridwiß-Kreis in Thomas Manns „Doktor Faustus“

I. Inhalt und Aufbau des Kridwiß-Abschnitts

Dem Kreis um Sixtus Kridwißist der mittlere Teil des dreigeteilten 34. Kapitels gewidmet. Damit sind die dort formulierten gesellschaftlichen Ideen eingebettet in die „Apocalipsis cum figuris“ (S. 476)1, Leverkühns zeitgleich, d. h. um 1919 entstehendes Werk, auf das Zeitblom im ersten und dritten Kapitelteil eingeht. Der Erzähler hat schon im ersten Teil des 34. Kapitels mit einigen Bemerkungen auf den Kridwiß-Kreis vorgegriffen und erklärt nun überleitend, die Abende in diesem Zirkel hätten zusammen mit Adrians Werk sein Körpergewicht drastisch reduziert (S. 481).

Nach dieser Vorbemerkung charakterisiert Zeitblom rückblickend zunächst die Teilnehmer und das Ziel der Runde. Es handelt sich um „intime Round-table- Sitzungen von nicht mehr als acht bis zehn Personen“ (S. 481), deren Gedankenaustausch nicht selten durch ihr unterschiedliches intellektuelles Niveau in Plauderei abdriftet (S. 482). Dennoch geht „es der Konferenz um Ausblicke auf soziologische Wirklichkeit [...], um Feststellung des Seienden und Kommenden“ (S. 484), wobei ihr die bloße Erkenntnis ohne jegliche Bewertung genügen will. Die Teilnehmer gehören verschiedensten wissenschaftlichen Richtungen an. Als dem Leser bereits bekannte Figuren treten Dr. Chaim Breisacher, Fabrikant Bullinger und Helmut Institoris auf, des weiteren der Gastgeber Sixtus Kridwiß, vorgestellt als „Graphiker, Buchschmuckkünstler und Sammler ostasiatischer Farbenholzschnitte und Keramik“ (S. 481), „zwei in München studierende Mitglieder des großherzoglich Hessen-Nassauischen Hauses“ (S. 482), der philosophische Paläozoologe Dr. Egon Unruhe, der Literarhistoriker Professor Georg Vogler, der Kunstgelehrte und Dürerforscher Professor Gilgen Holzschuher sowie der Dichter Daniel Zur Höhe. Zeitblom kann sich zu niemandem von ihnen „so recht ein Herz fassen“ (S. 482). Über den Grund für sein Misstrauen gibt die Beschreibung der Arbeiten einzelner Mitglieder Aufschluss, auf die ich später noch zurückkommen werde. Der Ästhetizismus von Zur Höhes Dichtung ist Serenus Zeitblom zuwider. Er bezeichnet diese, „versteht sich, nur symbolische Poesie“ (S. 484) dreimal hintereinander als „schön“ (S. 484), wobei er sich durch die Verwendung von Anführungszeichen von dieser Einschätzung des Werkes durch die Allgemeinheit distanziert. Vielmehr ist es für ihn „der steilste ästhetische Unfug“ (S. 484).

An die Vorstellung des Kreises und seiner Mitglieder schließt sich eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse ihrer Debatten an. Unser Chronist geht dabei von der Feststellung aus, dass der Erste Weltkrieg in den besiegten Ländern „scheinbar gefestigte[...] Lebenswerte“ (S. 484), vor allem die Achtung vor dem Individuum zerstört habe. Diese Länder hätten dadurch „einen gewissen geistigen Vorsprung“ (S. 484) vor den Siegerländern, deren geistige Verfassung durch den Sieg bestätigt worden und daher „weit konservativer“(S. 469) sei.

Die Runde empfindet den Wertverlust lebhaft, der allerdings kein Produkt des Krieges, sondern von ihm nur vollendet worden sei. Schon vorher habe er sich „einem neuen Lebensgefühl [...] zugrundegelegt“ (S. 485). Nun wird die Achtlosigkeit gegenüber dem Individuum nicht etwa bedauert, vielmehr leistet sie einer „umfassende[n] Kritik [...] an den Werten der Bildung, Aufklärung, Humanität“ (S. 485) Vorschub, die mitunter sogar unter „selbstgefällig-geistesfrohem Gelächter“ (S. 485) geübt wird. Denn wie Zeitblom treffend bemerkt haftet auch der bloßen Erkenntnis, „eben aus Freude an der Erkenntnis, immer etwas von Gutheißung“ (S. 485) an. Die Weimarer Republik erkennen die versammelten „Männer der Bildung, des Unterrichts, der Wissenschaft [...] nicht einen Augenblick als ernstzunehmende[n] Rahmen für das visierte Neue“ (S. 485) an.

Worin besteht dieses Neue? Die Herren berufen sich auf Alexis de Tocqueville und Sorel und kommen zu dem Schluss, alles laufe auf „Diktatur, auf Gewalt“ (S. 486) hinaus. Sie entwerfen eine Gesellschaft, die nur noch aus kontakt- und hilflosen Massen besteht, und deren politische Willensbildung nicht mehr über „parlamentarische Diskussion“ (S. 486) funktioniert. Statt dessen müssen die Massen mit „Fabeln, Wahnbilder[n], Hirngespinste[n]“ (S. 487) versorgt werden. Ebenso wie das Individuum wird also die Wahrheit entwertet. Zu Gunsten der Gemeinschaft müssen diese Werte den Hut nehmen.

Den Höhepunkt bildet eine Gerichtsverhandlung, die die Herren in einer Art Rollenspiel darstellen. Die Protagonisten eines der oben genannten Massenmythen sind „der ‘Lüge’ und ‘Fälschung’“ (S. 487) angeklagt. Da aber die Ebene der Wahrheit und Wissenschaft in dieser Gesellschaft vollkommen irrelevant ist, können die Parteien nur „aufs lächerlichste“ (S. 487) aneinander vorbeireden. Dem Beobachter Zeitblom ist „unwohl [...] in der Magengrube“ (S. 488), denn die Mitglieder des Kreises können „sich nicht genugtun im Amusement über das verzweifelte Anrennen von Kritik und Vernunft gegen den durch sie ganz unberührbaren [...] Glauben“ (S. 488). Konsequenterweise muss auch die „Jurisprudenz, die im Volksempfinden zu ruhen und sich nicht von der Gemeinschaft zu isolieren“ (S. 488) wünscht, die Angeklagten freisprechen und „die Wissenschaft mit langer Nase abziehen“ (S. 488) lassen.

Zeitblom versucht zwar sich zu verstellen, kann aber nicht umhin vorzuschlagen, man solle doch der Wahrheit den Vorzug vor der Gemeinschaft geben, da auch der zweiten auf die Dauer mit der ersten „besser gedient sei“ (S. 489). In seinem Rückblick bezeichnet Zeitblom diese Bemerkung als „taktlos, da sie nicht in die geistige Stimmung paßte“ (S. 489) sowie als von einem „bis zur Abgeschmacktheit bekannten Idealismus eingegeben“ (S. 489), weshalb sie in der Runde auch vollkommen unbeachtet bleibt.

Zwar werden „die an die Idee des Individuums gebundenen Werte [...]: Wahrheit, Freiheit, Recht, Vernunft, völlig entkräftet“ (S. 489) und die Welt dadurch in „mittelalterliche Zustände“ (S. 489) zurückversetzt. Doch für den Kridwiß-Kreis handelt es sich dabei um eine „neuigkeitsvolle[...] Rückversetzung“ (S. 489), die darum nicht reaktionär ist. Die Forschung hat weiterhin Voraussetzungen, nämlich „die Gewalt, die Autorität der Gemeinschaft“ (S. 490). Und „die individuelle Kühnheit des Gedankens“ (S. 490) sei noch nie durch unbedingte Lebensvoraussetzungen bedroht gewesen, wie auch der Mensch im Mittelalter „weit mehr Phantasiemensch gewesen [sei], als der Bürger des individualistischen Zeitalters“ (S. 490).

Am Schluss des Kapitelabschnittes stellen sich die Herren des Kridwiß-Kreises die methodischen Veränderungen vor, die dieses „Alt-Neue“ (S. 490) einigen Lebensbereichen bringen werde. Dabei enthüllt sich dem Leser vollständig, dass sich in der kritik- und „leidenschaftslosen Erkenntnis des Wirklichen“ (S. 485) durch den Kridwiß-Kreis der Nationalsozialismus vorbereitet. Der Begriff der „Re- Barbarisierung“ (S. 491) fällt, der die Bereitschaft bezeichnet, „sogenannte kulturelle Errungenschaften [...] fallenzulassen, um einer als notwendig und zeitgegeben empfundenen Vereinfachung willen“ (S. 491). Als Beispiel führt die Runde „die wachsende Neigung der Zahnärzte“ an, „Zähne mit abgestorbenem Nerv kurzerhand auszureißen [...] - nach einer langen [...] Entwicklung der Wurzelbehandlungstechnik im 19ten Jahrhundert“ (S. 491). Sie gehen in der „Re-Barbarisierung“ noch weiter und zweifeln nicht daran, dass man einmal zur „Nicht-Bewahrung des Kranken im größeren Stil, [zur] Tötung Lebensunfähiger und Schwachsinniger“ übergehen werde, und zwar mit „volks- und rassehygienisch[er]“ Begründung (S. 492). Dies sei eine „Absage an alle humane Verweichlichung“ (S. 492), mit der sich die Menschen „in Form bringen [...] für ein Zeitalter umfassender Kriege und Revolutionen“ (S. 492), das noch hinter das Mittelalter zurückführen und „die dunkle Epoche [...] nach dem Zusammenbruch der antiken Kultur zurückbringen werde“ (S. 492).

II. Das Gedankengut des Kridwiß-Kreises

Im Folgenden möchte ich die Ideen und Vorstellungen, die in den Diskussionen in der Kridwiß’schen Wohnung zum Ausdruck kommen, noch einmal zusammenfassend darstellen und auf ihre Hintergründe eingehen.

Eine grundlegende Geisteshaltung der Diskussionsteilnehmer stellt der Ästhetizismus dar. Daniel Zur Höhes Poesie ist für Zeitblom „der steilste ästhetische Unfug“ (s. o.), den die Allgemeinheit allerdings schätzt. Vor allem Helmut Institoris hat dafür „viel übrig“ (S. 484). Ihn hat der Leser schon früher als nicht eben schönes, ewig kränkelndes „Männchen“ kennengelernt, dessen Ideal eine „von Blut und Schönheit“ rauchende Welt ist (S. 386). Zeitblom bezeichnet - wie Mann - den Ästhetizismus als „Wegbereiter der Barbarei“ (S. 495). Das „Paradigma für den tragischen Zusammenhang von Ästhetizismus und Barbarei, für die implizit bösen Folgen einer hochmütig-einsamen, abstrakt-apolitischen Geistigkeit“2 ist für Mann Friedrich Nietzsche.

Über die, im Sinne Nietzsches, nihilistische Feststellung des Wertverlusts des Individuums und die daran anschließende „Kritik [...] an den Werten der Bildung, Aufklärung, Humanität“ (s. o.) kommen Kridwiß’ Freunde auf Tocqueville und Sorel zu sprechen. Der französische Historiker und Politiker Alexis de Tocqueville (1805 - 1859) ist bedeutend „als Kritiker der Französischen Revolution und des amerikanischen Parlamentarismus, als ‘Prophet des Massenzeitalters’“3. Der Mensch hat seiner Ansicht nach die Wahl zwischen „freien Einrichtungen“ und der „absoluten Macht“ (S. 485), wobei der Kridwiß-Kreis die Möglichkeit der Freiheit von vornherein negiert. In der Lehre des französischen Sozialphilosophen Georges Sorel (1847 - 1922) stellt Gewalt die politische Triebkraft dar (Über die Gewalt, 1908).

Die Schlussfolgerung von der Massengesellschaft, die mit Wahnbildern versorgt wird, statt sich ihre politische Meinung in der parlamentarischen Diskussion zu bilden, ist bereits eine Vorhersage des Nationalsozialismus, der ebenfalls eine Massen“kultur“ und eine alle Lebensbereiche beeinflussende Propaganda entwickelte. Ebenso schlossen sich Wahrheit und Gemeinschaft aus: Wer die Wahrheit vertrat, konnte an der Gemeinschaft nicht teilhaben. Die von den Zirkelmitgliedern dargestellte Gerichtsverhandlung lässt an Prozesse des Dritten Reiches denken, in denen Widerstandskämpfer ihrer humanen Gesinnung wegen zum Tod verurteilt wurden.

Wie auch Institoris wird Dr. Chaim Breisacher schon früher im Roman eingeführt, der die Geschichte der Kultur als „Verfallsprozess“ betrachtet und dem Wort „Fortschritt“ nur Hohn spricht (S. 373). Diese dekadente Gesinnung prägt auch den Kridwiß-Kreis. Er schafft die Wissenschaft ab und fordert den Abschied von kulturellen Errungenschaften durch „Re-Barbarisierung“ (s. o.). Wissenschaft und Forschung waren auch im Nationalsozialismus nur solange erwünscht, wie sie die braune Ideologie begründen halfen. Die konkreteste und daher vielleicht schmerzlichste Prophezeiung ist jene bezüglich des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms: Der „volks- und rassehygienisch“ begründeten „Tötung Lebensunfähiger und Schwachsinniger“ (s. o.).

III. Die Kridwiß-Gespräche im Zusammenhang des 34. Kapitels und die daraus resultierenden Rollen von Leverkühn und Zeitblom

Die Gespräche des Kridwiß-Kreises fügt Zeitblom ein in seine Ausführungen über die Entstehung von Adrians „Apocalipsis cum figuris“ (S. 476), denn die jeweils zu Grunde liegenden Ideen hängen eng zusammen. Im ersten Abschnitt des 34. Kapitels beschreibt Serenus die Arbeitsweise seines Freundes, der nach langer Krankheit im Frühling 1919 in eine neue, exzessive Schaffensphase gerät und in nur viereinhalb Monaten den Hauptteil seines Werkes niederschreibt. Dazu versenkt er sich nicht nur in die Apokalypse nach Johannes - deren Illustration von Dürer die Grundlage für seine Komposition bildet - sondern ebenso in die Lektüre „der früh-christlichen und mittelalterlichen Visionsliteratur und Jenseitsspekulation“ (S. 474). Alle Elemente dieser „von wiederkehrenden Motiven erfüllte[n] Überlieferungssphäre“ will er in seinem Werk wie „in einem Brennpunkt“ sammeln um der Menschheit im „Spiegel der Offenbarung“ zu zeigen, „was nahe herangekommen“ (S. 474/475). Zeitblom, „dem Manne der Bildung“, wird Leverkühns Apokalypse zu einem „ihm beängstigend nahestehenden Werk“, da er es mit „vertrauten Kultur-Monumenten“ vergleicht (S. 477).

Auch die Gespräche im Kridwiß-Kreis sind von apokalyptischen Gedanken durchsetzt. Diese Elemente müssen nach Hermanns auf jeden Fall „vor dem mittelalterlichen Hintergrund des ersten Kapitelteils gesehen werden und sind nichts Anderes als eine Aktualisierung altbestehender Denkmodelle.“ Für sie fungiert der Kreis hauptsächlich als „Exempel gesellschaftlicher Apokalypse“4.

Im dritten Kapitelteil schließlich kommt der Erzähler auf Arians Komposition zurück. Er muss erkennen, dass die Musik seines Freundes genau jenen, in Kridwiß’ Wohnung propagierten, „Weg um die Kugel“ verwirklicht, „in dem Rückschritt und Fortschritt, das Alte und Neue, Vergangenheit und Zukunft eins“ (S. 494) werden. So verwendet Adrian etwa sehr häufig den Gleitklang, „ein barbarisches Rudiment aus vormusikalischen Tagen [...]. Das Geheul als Thema - welches Entsetzen!“ (S. 496/497). Zeitblom erläutert noch viele weitere kompositorische Mittel Adrians, mit denen er bewusst grundlegende Errungenschaften der Musikgeschichte rückgängig macht, und die den Komponisten dem Vorwurf der Barbarei ausliefern. Sein Werk bedient sich bereits der barbarischen Verfahrensweisen, die im Kridwiß-Kreis als das Kommende vorausgesagt werden. Nicht zuletzt dadurch wird Adrians Biographie zum Symbol für die deutsche Geschichte.

Dem widerspricht Kurzkes Auffassung von Adrians Musik als „nicht faschistisch“. Sie sei „vielmehr Erkenntnis des Faschismus“5, was ja auch Zeitbloms eigene Formulierung, Adrians Musik werde der Menschheit „den Spiegel der Offenbarung“ vorhalten (s. o.), nahe legt. Daher sei die Parallele zwischen Adrians und Deutschlands Schicksal „brüchig geworden“. Statt Adrian trägt nach Kurzkes Meinung Serenus Zeitblom die Strukturebene des Deutschlandromans, denn dieser repräsentiert die Hilflosigkeit des deutschen Bürgers. Während Adrian an den Zusammenkünften des Kridwiß-Kreises niemals teilnimmt, eben weil er an der Apokalypse arbeitet, ist Serenus der leidende Beobachter, den die „abstrakten Zumutungen“ der dort geführten Diskussionen „tatsächlich gut vierzehn Pfund“ seines Gewichts kosten (S. 481). Obgleich er dem Leser immer wieder versichert, dass er sich bei diesen Debatten nicht wohl fühle, bringt er es gegenüber den Herren nur zu einem schwachen Einwand, der auch gar nicht beachtet wird. Fortan hält er selbst es für taktvoller, kein „Spielverderber“ (S. 488) zu sein und die „Zusammenarbeit mit Kridwißens Freunden“ (S. 490) nicht zu scheuen. Zeitblom bleibt stumm, obwohl ihm klar ist, dass es der Runde in Wirklichkeit nicht um die bloße Erkenntnis „des Seienden und Kommenden“ (S. 484) geht: „Sie sympathisierten mit dem, was sie erkannten und was sie, ohne diese Sympathie, wohl gar nicht erkannt hätten“ (S. 493). Die Tatsache, dass der Bildungsbürger Zeitblom „dem heraufziehenden Faschismus“6 nichts entgegenzusetzen hat, lässt Kurzkes These durchaus plausibel erscheinen.

IV. Die Figuren des Kridwiß-Kreises und ihre Vorbilder

Thomas Mann gestaltete viele seiner Romanfiguren nach reellen Vorbildern, mit denen sich Bergsten ausführlich beschäftigt. Oft löste er dazu die zu Grunde gelegten wirklichen Personen „aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang“7 heraus um sie geschickt seiner Romanwelt einzuverleiben. Doch mitunter erstehen in seinen Werken auch historische oder zeitgenössische Personen samt „ihrer authentischen sozialen und ideenmässigen Umgebung“8 wieder. Dies ist insbesondere bei den Mitgliedern des Kidwiß-Kreises der Fall und verleiht dem Dargestellten ein „Gepräge von authentischer Exaktheit.“9

a) Kridwißund Breisacher

Der Gastgeber selbst, den Mann bzw. Zeitblom relativ ausführlich beschreibt, ähnelt Emil Preetorius, dem Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Wie auch Kridwißwar er „Graphiker, Buchschmuckkünstler und Sammler ostasiatischer Farbenholzschnitte und Keramik“ (S. 481).

In dem scharfsinnigen Juden Dr. Chaim Breisacher, den Zeitblom nicht leiden kann, hat man den jüdischen Privatgelehrten Oskar Goldberg erkannt. Während Breisachers Erscheinung mit der von Goldberg übereinstimmt, entstammen seine Ansichten jedoch eher Oswald Spenglers Werk Der Untergang des Abendlandes, das 1918 - 1922 erschien und in Deutschland gelesen und geschätzt wurde. In diesem Text kommt die allgemeine Kulturmüdigkeit zum Ausdruck, die einen Nährboden für präfaschistische Ideen wie die des Kridwiß-Kreises darstellte10. Besonders Breisachers Vorhersage über „die Tötung Lebensunfähiger und Schwachsinniger“ (S. 492) zeigt ihn als jüdischen Faschisten. Es stellt sich die Frage, ob Mann auf diese Weise Oskar Goldberg zum jüdischen Faschisten stempeln wollte. Tatsächlich war Goldberg ein „außerordentlich [...] engagierter Kritiker der Juden“11, dessen Werk Die Wirklichkeit der Hebräer (1925) Mann „als das eines typischen jüdischen Faschisten“12 vorkam. Goldberg bezeichnet die Juden als „das Volk der verpaßten Gelegenheiten. [...] Ihre Streichung aus dem Buch der Geschichte steht bevor. [...] Entweder die Juden tun ihre Pflicht, oder sie werden ausgeschaltet.“13 Doch das ist für Harald kein hinreichender Grund für den Vorwurf des Faschismus: „Goldberg selbst war Jude und w a r n t e vor einer Gefahr, die er unweigerlich heraufziehen sah“. Vielmehr drängt sich ihm der Gedanke auf, Manns eigene Gesinnung habe antisemitische Tendenzen aufgewiesen.14

b) Unruhe, Vogler und Zur Höhe

Wie in der Inhaltszusammenfassung angesprochen, ist Zeitblom gegenüber den Zirkelteilnehmern misstrauisch, ohne recht zu wissen warum. Dem Leser fällt es jedoch nicht schwer, diese Frage zu beantworten. Bei der Beschreibung der Arbeiten von Unruhe, Vogler und Zur Höhe erinnert sich der Leser an das schon früher von Zeitblom geschilderte

„Gefühl, daßeine Epoche sich endigte, die nicht nur das neunzehnte Jahrhundert umfaßte, sondern zurückreichte bis zum Ausgang des Mittelalters, bis zur Sprengung scholastischer Bindungen, zur Emanzipation des Individuums, der Geburt der Freiheit, eine Epoche, die ich recht eigentlich als die meiner weiteren geistigen Heimat zu betrachten hatte, kurzum, die Epoche des bürgerlichen Humanismus“ (S. 469).

Dr. Unruhes Bemühungen gelten der „wissenschaftlichen Verifizierung uralten Sagengutes [...], sodaßin seiner Lehre [...] alles wahr und wirklich wurde, woran im Ernst zu glauben eine entwickelte Menschheit längst aufgehört hatte“ (S. 482). Voglers „vielbeachtete Geschichte des deutschen Schrifttums“ (S. 483) sieht den Dichter „unter dem Gesichtspunkt der Stammeszugehörigkeit“ (S. 483) und also nicht als „universal erzogene[n] Geist, sondern als blut- und landschaftsgebunden[...]“ (S. 483) an. Nicht zuletzt erregt Zur Höhe die instinktive Abneigung des Humanisten, wenn er in seiner Dichtung „todbereite Truppen zur Unterwerfung des Erdballs“ (S. 483) wirbt, „Armut und Keuschheit“ sowie „frag- und grenzenlosen Gehorsam[...]“ fordert (S. 483). Die Werke dieser Zirkelmitglieder zeigen eine deutliche Abwendung von bürgerlich-humanistischen und aufklärerischen Werten wie Freiheit, Rationalismus, universelle Bildung etc.

Den drei Herren können ganz bestimmte Zeitgenossen Thomas Manns zugeordnet werden. Vorbild für den philosophischen Paläozoologen Egon Unruhe ist der Paläontologe Edgar Dacqué aus München15. In Georg Vogler hat man den Literaturhistoriker und Wiener Professor Joseph Nadler erkannt. Dessen vierbändige Literaturgeschichte der deutschen Stämme und Landschaften ist geprägt von „unverhüllt aggressivem Nationalismus“, der sich schon in den Titeln der Einzelbände ablesen lässt. Er unterteilt die Literaturgeschichte in Volk (800 - 1740), Geist (1740 - 1813), Staat (1813 - 1914) und Reich (1914 - 1940)16. Der Dichter Daniel Zur Höhe schließlich ist dem Georgeschüler Ludwig Derleth nachgebildet. Schon in Manns früherer Novelle Beim Propheten taucht dieser als Daniel auf, der einer ausgewählten Zuhörerschaft in seiner Schwabinger Dachkammer die Proklamationen vorträgt. Bruchstücke aus dieser Novelle montierte Mann in seinen Doktor Faustus ein. Auch Ludwig Derleths Werk nennt sich Proklamationen und weist Parallelen zu Daniel Zur Höhes terroristischer Dichtung auf17.

Sixtus Kridwiß’ Wohnung, in die er zu den Treffen des Kreises lädt, liegt in Schwabing. Das ist auch der Vorort Münchens, in dem George seine Schüler um sich versammelte, und „in dem viele Extremisten der Kunst, der Musik, der Literatur und der Politik des frühen zwanzigsten Jahrhunderts lebten“18. Georg Fuchs bezeichnete Schwabing als einen „Treffpunkt aller Dämonien [...]: ein[en] ‚Hexensabbat’“, von dem Bolschewismus und Nationalsozialismus ausgegangen seien19. Nach Bergsten hat der Kreis um Kridwißauch insgesamt Merkmale dieser Zeit übernommen.

V. Die Namensgebung der Figuren und Thomas Manns Luther-Bild

a) Zur Namensgebung

Reelle Personen dienten Thomas Mann nicht nur als Vorbilder für seine Figuren, sondern ebenso als Namenvettern. Während allerdings die Vorbilder aus der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts stammen, finden sich viele Namen aus dem Doktor Faustus in den Briefen Luthers wieder. Thomas Mann markierte sie in seinem Exemplar der Luther-Briefe. Der Reformator stand mit dem „Kanzler in Ansbach“ Georg Vogler, einem Herrn namens Heinrich Bulliger und dem „Richter zu Torgau“ Anton Unruhe in Briefwechsel. Der Nürnberger Patrizier Holzschuher hatte keinen direkten Bezug zu Luther, war aber sein Zeitgenosse, ebenso wie Institoris, der den Hexenhammer mit verfasste. Für Bergsten repräsentiert der Kridwiß-Kreis auf diese Weise drei verschiedene zeitliche Ebenen: Die „Zeit der fiktiven Erzählung [1919/1920], [...] die zukünftige Epoche des Nationalsozialismus, sowie [...] die Zeit Luthers und des historischen Doktor Faustus.“20

b) Zu Manns Luther-Bild

Warum erinnert Mann im Doktor Faustus gezielt an die Reformationszeit? Was hat Luther mit der deutschen Gesellschaft um 1920 oder gar mit dem Nationalsozialismus zu tun? Für Thomas Mann bildet die Zeit der Reformation die Grundlage für die Entwicklung des „deutschen Volkscharakters“21. Durch Luthers Forderung „Jedermann sein eigener Priester!“ lernte der Mensch „sein Innerstes als neuen Bezugspunkt kennen“22 - denn nur durch den Glauben und ein persönliches Verhältnis zu Gott konnte er Gnade erlangen. Doch Thomas Mann sieht in Luther nicht nur „einen Verbreiter deutscher Innerlichkeit, sondern einen Provokateur teufelsnaher Handlungen und Gedanken“23 - wie ihm auch „der Teufel, Luthers Teufel, Faustens Teufel [...] als eine sehr deutsche Figur erscheinen“24 will. So symbolisieren die Namen aus der Reformationszeit direkt den Bund mit dem Teufel.25 - zusätzlich zu Adrian, dessen Teufelspakt den deutschen Nationalsozialismus verkörpert.

Auf Luther gründet sich nach Mann ebenso der deutsche Freiheitsbegriff. Luther war zwar „ein Freiheitsheld - aber in deutschem Stil, denn er verstand nichts von Freiheit“26, von der Freiheit des Bürgers, wie sie in der Französischen Revolution durchgesetzt wurde. Vielmehr hasste der Reformator „die Revolution wie die Sünde.“27 Es hat auch keine der deutschen Revolutionen (1525, 1813, 1848, 1918) funktioniert. Während die Deutschen jeglicher Obrigkeit hörig waren, wandten sie ihren Freiheitsbegriff nach außen, so dass er das Recht bezeichnete „deutsch zu sein, nur deutsch und [...] nichts darüber hinaus, [...] und der Nationalsozialismus nun gar übersteigerte dies Mißverhältnis von äußerem und innerem Freiheitsbedürfnis zu dem Gedanken der Weltversklavung durch ein Volk, das zuhause so unfrei war wie das deutsche.“28

Der Einfluss Luthers auf den deutschen (Un-)Geist reicht für Mann also bis hin zum Nationalsozialismus. Thomas Mann schreibt Luther wörtlich „stark nazistische Elemente“29 zu und fasst in seinem Tagebuch zusammen: „Deutsche Kultur: Luther und Hitler.“30 Hier allerdings beklagt Hermanns den subjektiven und unzureichenden Kenntnisstand Thomas Manns in Bezug auf Luther und den Inhalt seiner Lehre: Den Luther „zugewiesenen nazistischen Charakterzügen [...] haften diffamierende Tendenzen an.“31

C) Schluss

Die Passage über den Kridwiß-Kreis bringt die Handlung des „Doktor Faustus“ tatsächlich nicht voran. Trotzdem ist sie für den Roman wichtig, weil sie auf der Grundlage von wirklich erschienenen philosophischen Werken (Nietzsche, Spengler, Tocqueville, Sorel) präfaschistisches Gedankengut veranschaulicht. Dieses wiederum kommentiert Adrians Komposition und soll die Parallele Adrian - Deutschland stützen. Durch die Verarbeitung reeller Persönlichkeiten zu Romanfiguren zeichnet Thomas Mann ein authentisches Bild der gesellschaftlichen Elite in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Seine Vorstellung von der Geschichte des deutschen Charakters vermittelt er durch die Verwendung von Namen aus der Luther-Zeit.

Die Erkenntnisse des heutigen durchschnittlichen Lesers jedoch werden sich auf die deutlichen Vorgriffe auf den Nationalsozialismus und die diesbezügliche Hilflosigkeit des Bürgertums beschränken. Ihm sind weder die Vorbilder der Figuren bekannt, noch assoziiert er ihre Namen mit der Reformationszeit. Wie Kurzke treffend feststellt, vermittelt das Werk heutzutage erst die Bildung, die für die Dekodierung der vielen Wirklichkeitselemente notwendig wäre.32 Das muss kein Nachteil sein, erschwert es dem Leser aber auf jeden Fall, das dicke Buch wirklich durchzuackern.

Literatur

Primärliteratur:

Mann, Thomas (1947): Doktor Faustus. Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn, erzählt von einem Freunde. Frankfurt am Main.

Mann, Thomas (1945): Deutschland und die Deutschen. Zitiert nach: Völker, Klaus (1999): Faust. Ein deutscher Mann. Berlin. S. 168 - 175.

Sekundärliteratur:

Bergsten, Gunilla (1963): Thomas Manns Doktor Faustus. Untersuchungen zu den Quellen und zur Struktur des Romans. Berlingska Boktryckeriet Lund.

Harald, Jacob (o.J.): Erscheinungen konservativer Revolution im Doktor Faustus. URL: http://www.geocities.com/Athens/Bridge/7774/drfaustus.htm

Hermanns, Ulrike (1994): Thomas Manns Roman Doktor Faustus im Lichte von Quellen und Kontexten. Europäische Hochschulschriften, Reihe I, Bd. 1486. Frankfurt am Main.

Kurzke, Hermann (1991): Thomas Mann. Epoche - Werk - Wirkung. 2., überarbeitete Auflage, München.

Erklärung

Die Unterzeichnete versichert, dass sie die vorliegende schriftliche Seminararbeit selbstständig verfasst und keine anderen als die von ihr angegebenen Hilfsmittel benutzt hat.

Die Stellen der Arbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinne nach entnommen sind, wurden in jedem Fall unter Angabe der Quellen (einschließlich des World Wide Web und anderer elektronischer Text- und Datensammlungen) kenntlich gemacht.

München, den 28.02.2002

[...]


1 Mann (1947): Doktor Faustus. Die Belege für Zitate aus Doktor Faustus werden im Folgenden nur als Seitenangaben direkt hinter die Zitate gesetzt. Alle anderen zitierten Werke erscheinen in Fußnoten.

2 Kurzke (1991), S. 273

3 Harald, Abschnitt 4.2

4 Hermanns (1994), S. 92

5 Kurzke (1991), S. 280

6 Kurzke (1991), S. 280

7 Bergsten (1963), S. 34

8 Bergsten (1963), S. 34

9 Bergsten (1963, S. 40

10 Bergsten (1963), S. 35

11 Manfred Voigts, zitiert nach Harald, Abschnitt 5.

12 Thomas Mann, zitiert nach Harald, Abschnitt 5.

13 Oskar Goldberg, zitiert nach Harald, Abschnitt 5.

14 Harald, Abschnitt 5.

15 Bergsten (1963), S. 40

16 Bergsten (1963), S. 36

17 Bergsten (1963), S. 37/38

18 Bergsten (1963), S. 39

19 Fuchs, Georg (1936): Sturm und Drang in München um die Jahrhundertwende. München, S. 99. Zitiert nach: Bergsten (1963), S. 39/40

20 Bergsten (1963), S. 42

21 Hermanns (1994), S. 102

22 Hermanns (1994), S. 102

23 Hermanns (1994), S. 102

24 Mann (1945), zitiert nach Völker (1999), S. 168

25 Hermanns (1994), S. 102

26 Mann (1945), zitiert nach Völker (1999), S. 171

27 Mann (1945), zitiert nach Völker (1999), S. 171

28 Mann (1945), zitiert nach Völker (1999), S. 173

29 Hermanns (1994), S. 103

30 Hermanns (1994), S. 104

31 Hermanns (1994), S. 103

32 Kurzke (1991), S. 283

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Details

Titel
Der Kridwiß-Kreis in Thomas Manns Doktor Faustus
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Proseminar
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
17
Katalognummer
V107327
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Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kridwiß-Kreis, Thomas, Manns, Doktor, Faustus, Proseminar
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Simone Hofmann (Autor), 2001, Der Kridwiß-Kreis in Thomas Manns Doktor Faustus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107327

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