Die Widerspiegelung von Problemen Jugendlicher (v.a. Drogenkonsum und Alkoholismus) unserer heutigen Zeit in der Literatur der Gegenwart:


Facharbeit (Schule), 2002

26 Seiten, Note: 1


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Gliederung

0. Einleitung

1. Jugendbücher
1.1 Die Jugendliteratur im 20. Jahrhundert und Besonderheiten von Themenwerken: Alkohol und Drogen
1.2 Problematik: Jugendalkoholismus, Drogenszene u.a. in der Gegenwart
1.2.1 Gründe für Suchtverhalten bei Jugendlichen
1.2.2 Überblick von einigen Autoren und ihren Werken zu diesem Thema

2. Christiane F. - „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“
2.1 Zur Werkentstehung
2.1.1 Die Autoren
2.1.2 Hintergründe zur Entstehung des Werkes
2.2 Die Jugend der Christiane F.
2.2.1 Inhaltsübersicht
2.2.2 Wirkung und Risiken von Heroin
2.2.3 Ihre Familie und deren Einfluss
2.2.4 Freunde und Gruppenzwang
2.2.5 Der Ausstieg aus der Drogenszene und die Zeit danach
2.3 Das Werk im Vergleich zu anderen Jugendbüchern dieser Art

3. Zusammenfassung

0. Einleitung

Die Tatsache, dass allein in Deutschland jedes Jahr mehrere Tausend an den Folgen von Drogen sterben, erschreckte mich. Doch zugleich wuchs mein Interesse, mich mit Gründen und Literatur zu diesem Thema auseinanderzusetzen. In diesem Zusammenhang bewegte mich besonders die Biografie der Christiane Vera F. unter dem Titel „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“. Nach reichlicher Überlegung kam ich zu dem Entschluss, mich auch in meiner Jahresarbeit mit dem Problem Drogenkonsum und Alkoholismus von Jugendlichen zu beschäftigen. Vorallem werde ich auf die literarische Verarbeitung eingehen, insbesondere auf das oben genannte Werk. Weiterhin werden Ursachen und soziale Einflüsse für Rauschmittel eine große Rolle spielen. Es scheint mir unmöglich, alle Autoren und ihre Lektüren näher zu untersuchen. Deshalb erläutere ich nur einige ausgewählte Schriften. Mit den ausschlaggebenden Faktoren für Drogenkonsum jeglicher Art beschäftigte ich mich ebenfalls intensiv und werde in meinen Untersuchungen Gründe nennen. In meiner Arbeit möchte ich in bezug auf diese Geschichte vorallem auf die Werkentstehung, den Einfluß von Familie und Freunden und das Leben nach dem Entzug eingehen.

1. Jugendbücher

1.1 Die Jugendliteratur im 20. Jahrhundert und Besonderheiten von Themenwerken: Alkohol und Drogen

Die Jugendliteratur bildete sich in Deutschland erstmals im literarischen Zeitalter der Aufklärung gegen Ende des 18. Jahrhunderts heraus. Die Ziele damals waren in erster Hinsicht moralisch und sachlich zu belehren und gleichzeitig zu unterhalten. Auch Jahre später verloren diese Werke weder an ihrer Bedeutung noch an ihrer Aufgabe.

Früher wie heute kennzeichneten sie sich in erster Linie dadurch aus, dass sie für Jugendliche publiziert werden. Werke dieser Art, bevorzugt von Heranwachsenden gelesen, sind meist in erzieherischer Absicht formuliert und versuchen die psychische und soziale Entfaltung des jungen Lesers zu fördern (vgl. Quelle 9; Seite 195).

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigt sich dieser Literaturstil vermehrt mit Themen der Gegenwart (z. B.: Großstadtleben, gesellschaftliche Konflikte, Kriminalität etc.) und die oft noch kindlichen Helden treten in den Vordergrund der Geschichte (vgl. Quelle 9; Seite 195). Sie greifen ihre Probleme selbst auf, wie zum Beispiel Erich Kästners „Emil und die Detektive“ (1929). Die Jugendliteratur wurde während des Nationalsozialismus für die Ideologie stark genutzt (vgl. Quelle 9; Seite 195).

Eher kreative märchenhafte Elemente (z. B.: Sagen, mystische Gestalten etc.) tauchten in der Nachkriegszeit auf u.a. Michael Ende „Die unendliche Geschichte“ (1979) und Otfried Preussler „Der Räuber Hotzenplotz“ (1962). Vorallem in den 70-er Jahren griff man realistisch-sozialkritische Themen auf wie Christine Nöstlinger „Gretchen Sachmeier“ (1981). Auch britische, französische und skandinavische Autoren genossen immer größere Beliebtheit, wie zum Beispiel Enid Blyton, Antoine de Saint-Exupery und Astrid Lindgren.

In der jungen Deutschen Demokratischen Republik entstand aus der ideologisch geprägten Jugendliteratur eine moderne Art des zeitgeschichtlich-realistischen Kinderbuchs, welches vorallem durch Erwin Strittmatter (u.a. „Tinko“, 1954) geprägt wurde (Quelle 9, Seite 196). Eine Abenteuerliteratur, die sich in der Zeit des Kolonialismus (nach 1945) herausbildete (siehe Begriffserklärung), und ein Stil, der sich mit Konflikten im Alltag beschäftigte, entstanden neu. Man entdeckte die sogenannte Fantasyliterature (siehe Begriffserklärung) und das poetische Spiel wieder, zum Beispiel mit Franz Fühmann und „Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm zu Babel“ (1978). Vermehrt in den 70-er und 80-er Jahren setzen sich die Autoren, wie zum Beispiel Ulrich Plenzdorf mit „Die neuen Leiden des jungen W.“ (1973), mit den Problemen der sozialistischen Gesellschaft auseinander, die auch Alltagsthemen umfassten. Erweitert wurde das Konfliktfeld seit den 80-ern und 90-ern. Jugendthemen im Zusammenhang mit Drogen, Ausländerfeindlichkeit, Nationalismus, Kriminalität, Alkoholismus und Aussteigerverhalten werden aufgegriffen. Eine besondere Mischung stellt hier das erzählende Sachbuch „Sofies Welt“ (1991) dar. Jostein Gaarder erzählt in seinem populären Roman die Geschichte der Philosophie für die heutige Jugend ‚neu‘. (vgl. Quelle 9; Seite 195-196)

Es ist schwer, die Entfaltung der Jugendliteratur seit dem 20.Jahrhundert einzuteilen, da sich Schreibstile, neue Formen der Literatur und verschiedene Themen zeitlich überlappen. Dieses Muster zeichnet sich vorallem in den 70-ern ab, in welchen sozial-realistische Themen, märchenhafte Erzählungen, moderne Poesie und die Fantasyliterature sich überschlagen. Erst ab dem Ende der 80-er bis heute läßt sich eine klare Trennung festmachen.

In den letzten ein bis zwei Jahrzehnten setzte man vorsätzlich persönliche Probleme von Jugendlichen, die sich im Laufe der letzten Jahre immer stärker entwickelt haben, ein (u.a. Kriminalität und eine aufgeklärte Sexualität). Am häufigsten sind immer wieder die sozialen und politischen Themen Alkoholismus und Drogenkonsum zu finden.

Hervorstechende Werke in diesem Komplex sind „Fragt mal Alice“ (1971) und „Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ (1976). In beiden spielt die Identitätssuche eine entscheidende Rolle. Bei dem ersten Werk steht der Drogensuizid am Ende (vgl. Quelle 4; Seite 1).

Ein wichtiger Wert der literarischen Helden ist der Wunsch, ein Leben in freier Selbstbestimmung zu führen, ein sehr traditionelles Thema der Jugendliteratur. Eine relativ neue Variante scheint der Drogensuizid, das heißt: den Freitod durch Rauschmittel zu wählen. Nennenswerte Beispiele wären hierfür Angelika Mechtel „Cold Turkey“ (1992) oder Klaus Kordon „Die Einbahnstraße“ (1979). Einen besonderen Platz erhält die deutschsprachige Drogenliteratur durch ihren dokumentierenden Charakter. Die Erzählsituation hält sich dennoch sehr traditionell. Der Autor berichtet meist von der durch bestimmte Umstände erschwerten Suche nach der Identität oder dem Überlebenskampf in der Drogenwelt (vgl. Quelle 4; Seite 1-2)

Sehr eigen verhalten sich daher auch Drogenromane, welche sich mit Guatemala, San Salvador, New Mexiko oder Bolivien (siehe Begriffserklärung) beschäftigen. Sie erzählen eher vom Drogenhandel, -schmuggel und -geschäft (vgl. Quelle 4; Seite 2)

In Romanen ist oft die neumodische Denk- und Sprechweise der Jugendlichen durch einen radikal unvollständigen Satzbau wiederzufinden.

Alkoholliteratur dagegen ist in der Regel nicht so exzessiv und läßt sich üblicherweise nicht allzu sehr vom vulgären Jargon der Straße einholen, wie zum Beispiel Dagmar Chidolues „Magic Müller“ (1992) und Jill Eisenstadt „Rockaway“ (1985). Auch in diesem speziellen Bereich der Jugendliteratur haben vorallem amerikanische und britische Autoren großen Erfolg. Daher sollte es auch nicht ungewöhnlich sein, dass einige Werke in Bolivien oder anderen Südamerikanischen Ländern spielen. In diesen sozial schwachen Ländern laufen Kinder und Jugendliche größere Gefahr, mit Drogen in Berührung zu kommen. Ursachen für diese Krise sind hier vorallem finanzielle Probleme, fehlendes Sicherheitsgefühl und eine ungewisse Zukunftsperspektive.

Die Literatur der jungen Generation beschäftigt sich seit den letzten zwei Jahrzehnten stärker mit Problemen, die auch eine große Zahl von Lesern betreffen. Besondere Merkmale bildeten sich so aus den einzelnen Themengebieten heraus und formten damit die Abteilung Jugendalkoholismus und Drogenszene in der Literatur der Gegenwart.

1.2.1 Gründe für Suchtverhalten bei Jugendlichen

Abhängigkeit setzt man anfangs nur mit einem Wunsch gleich, den jeder sich erfüllen will: Sich wohl zu fühlen. So verschieden die Seiten der Problematik Sucht scheinen, so unterschiedlich verhalten sich auch die Gründe dafür. Dennoch sind immer wieder allgemeine Hauptursachen wiederzuerkennen.

„Jugendliche haben eine Vielzahl von Entwicklungsaufgaben zu erledigen, sollen in die Welt der Erwachsenen hineinwachsen, sich vom Elternhaus lösen, psychische, soziale und materielle Unabhängigkeit erlangen, eine eigene Persönlichkeit und eine reife, befriedigende Sexualität entwickeln.“ (Quelle 3; Seite 3). Viele Jugendliche zweifeln an ihren individuellen Kräften, sich diesen vielfältigen Belastungen zu stellen. Einige suchen deshalb nach Auswegen, Entspannungen oder Entlastungen. Ein Teil von ihnen findet seinen Weg, indem er Enttäuschungen und Niederlagen einsteckt, Konflikten und Problemen gegenübertritt und sich stets bemüht für ihn die beste Richtung einzuschlagen. Jedoch gelingt dies nicht allen und sie entdecken ihren Ausgleich in Rauschmitteln. Die positiven Effekte der Drogen sehen die Jugendlichen als Problemlöser. Sich entspannen, Glücksgefühle neu entwickeln, Hemmungen überwinden oder einfach gegen die Normen verstoßen, sind einfache Gründe, die sie selbst angeben (vgl. Quelle 3; Seite 3).

Ursachen für Suchtmittelmißbrauch beginnen meist schon in der Kindheit. Eltern, die ihren Schützlingen zu wenig Aufmerksamkeit schenken, sind oft zu sehr auf sich selbst konzentriert. Ein sehr zeit- oder arbeitsaufwendiger Beruf (z. B.: Arzt, Anwalt etc.), Geldprobleme, Liebschaften, Depressionen, eigene Suchtprobleme oder eine schwere Krankheit lassen die Kinder dann zur Nebensache werden. Doch auch Erlebnisse, die nicht verarbeitet wurden, wie zum Beispiel der Tod eines Freundes, können Auslöser sein. „Unzureichendes Selbstbewußtsein, mangelnde Konfliktfähigkeit, Zweifel am Sinn der Dinge, das Gefühl, es nicht zu schaffen, können genauso Gründe sein wie Probleme im familiären und sozialen Umfeld oder suchtfördernde Verhältnisse in der Gesellschaft.“ (Quelle 3; Seite 3). Durch Werbung von Alkohol und Zigaretten regt man vorallem die Heranwachsenden zum Kauf an, ohne sich den verheerenden Folgen bewußt zu sein. Eine weitere Ursache liegt in der steigenden Arbeitslosenzahl. Ausbildungsplätze und Lehrstellen fallen weg und immer mehr Jugendliche stehen ohne Lehre und Beruf da. Aggressionen werden einerseits in brutalen Gewaltakten und in politischen Gruppierungen ab- bzw. aufgebaut. Andere flüchten in den Rausch, vorallem in den Alkoholismus.

Freunde spielen eine große Rolle im Bereich Sucht und Drogen. Für viele ist es ein Muss, Ecstasy und andere Designerdrogen (siehe Begriffsklärung) zu nehmen. Doch auch alkoholische Getränke, wie Bier und Schnaps, bilden für die Heranwachsenden einen Anziehungspunkt. In der Gruppe fühlt man sich stark und glaubt mächtiger als die Suchtmittel zu sein. Die Kameraden nehmen ständig etwas ein und trinken regelmäßig. Schließt man sich ihnen nicht an, bleibt man am Rande stehen. Doch gerade Jugendliche, die in der Clique anerkannt sein wollen und sich nur im Kreise dieser richtig wohl fühlen, ertragen es nicht, einen Außenseiter darzustellen.

Wenn Heranwachsende unter hohem Druck stehen, sehen sie manchmal nur noch den Griff zur Flasche oder das wohltuende Beruhigungsmittel (z. B. Valium - siehe Begriffserklärung) als Ausweg. Dieser Streß kann durch die Schule, durch Freunde, Familie oder ein Idealbild (v.a. durch Medien) vermittelt werden. Oft sind einige den Anforderungen der Lehrer nicht gewachsen, wollen die Eltern nicht enttäuschen, können bei den Freunden nicht als „Verlierer“ dastehen und müssen einem Wunschbild aus der Werbung entsprechen.

Dabei vermittelt eine bestimmte Zigarettenmarke zum Beispiel das Gefühl von Freiheit oder Männlichkeit, andere Biere repräsentieren Glück oder Stärke.

Somit wirken Faktoren, die mit dem Betroffenen selbst zu tun haben (mangelndes Selbstbewußtsein etc.), und die von der Umwelt begründet werden (Schule, Freunde etc.).

Inzwischen leben wir in einer Welt, in der es leichter geworden ist, sich legale und illegale Drogen (siehe Begriffserklärung) zu beschaffen und genauso schnell von ihnen abhängig zu werden. Gerade deshalb sollten schon Kinder aufgeklärter erzogen sein und Freunde, Eltern, Lehrer etc. aufmerksamer und früh genug reagieren. Denn Jugendliche, die einmal von Drogen probierten, sind nicht automatisch abhängig - aber gefährdet.

1.2.2 Überblick von einigen Autoren und ihren Werken zu diesem Thema

Im folgenden Teil werde ich drei verschiedene Jugendbücher mit ihren Autoren vorstellen. Sie handeln alle von Drogen, Alkohol und den Folgen, doch auch wie man sich geholfen und vielleicht vor dem Tod gerettet hat.

Zu einer der bekanntesten Jugendbuchautorinnen gehört Ilse Kleberger (siehe Material 1), 1921 in Potsdam geboren. Eine Frau, die den Zweiten Weltkrieg durchlebte und deshalb ihre Karriere als Journalistin vorerst aufgeben mußte. Sie studierte Medizin und eröffnete ihre eigene Praxis. „Geschrieben habe ich nebenbei immer, Lyrik, Reisefeuilleton und Kinderbücher für meine Tochter und zwei Neffen.“ (Quelle 10) meint Kleberger selbst. In ihrem Werk „Die Nachtstimme“ stellt sie sachkundig „[...] die Ursachen und Konsequenzen von Alkoholismus bei Jugendlichen [dar].“ (Quelle 13; Seite 2). Die Erzählung handelt von einem 17-Jährigen, der nach einer Knochenerkrankung in der Schule nicht mehr mitkommt. „Ich wußte echt nicht mehr, was ich anfangen sollte. Fühlte mich so mies und klein. Totaler Versager. Da blieb mir nur noch eins übrig: Saufen!“ (Quelle 13, Seite 29). Schon hier fällt auf, dass auch Kleberger auf einen radikal verkürzten Satzbau und den Straßenjargon zurückgreift. Der Jugendliche Benjamin versucht mehrmals den Alkohol loszulassen, doch durch Krisen kehrt er schnell wieder in den Teufelskreis zurück. Er ist sehr kreativ und kann dieses Talent nur als Schaufensterdekorateur beweisen, was ihn nicht befriedigt. Immer wieder gibt er sich auf, schlägt seine Mutter, mit der er allein lebt. Es entstehen große Gewissenskonflikte. Beim Service der Beratungsstellen für Jugendliche findet er Hilfe. „Als er in seiner Verzweiflung nachts bei der Telefonseelsorge anruft, hört er die Stimme einer jungen Frau, die für ihn Hoffnung bedeutet.“ (Quelle 13; Bucheinband Rückseite). Der erste Wandel tritt ein. Benjamin bessert sich von Tag zu Tag, doch wird enttäuscht, als er erfährt, dass die in seiner Fantasie ausgemalte Frau im Rollstuhl sitzt. Benjamin erleidet einen Rückfall und betrinkt sich eines nachts wieder. Doch schon bald schöpft er neuen Mut, durch seine „Nachtstimme“ Ruth. Die selbstbewußte und starke Frau macht ihm die Situation klar: „Deine Krankheit ist heilbar, [...] [w]enn du es wirklich willst, wenn du mitmachst! [...]“ (Quelle 13, Seite 101). Ruth stellt plötzlich den Mittelpunkt für den jungen Alkoholiker dar, ohne dass sie sich wirklich ihrer Aufgabe bewußt ist. Benjamins Besserung im familiären Verhältnis, auf Arbeit und seiner Sucht gegenüber, gelingen ihm nicht aus eigener Willenskraft. Sein Ziel besteht nur darin, seiner neuen Freundin etwas zu beweisen, sowie Lob und Anerkennung von ihr zu bekommen, da sie seine einzige vertraute Bezugsperson scheint. Eine zweite wichtige Rolle nimmt ein Mädchen namens Margaritta ein, die heroinsüchtig (siehe Begriffserklärung) ist und eine Prostituierte in Benjamins Alter verkörpert. Ihr gegenüber empfindet der Junge Mitleid und Sorge, versucht ihr zu helfen, doch scheitert, da er selbst noch zu labil scheint. Nach ihrem Tod macht er sich große Vorwürfe, doch nun erkennt er ernsthaft, was es heißt zu leben und das zu nutzen. Fortan will er nicht nur für andere lernen und entziehen, sondern in erster Linie für sich selbst. Man findet in diesem Werk eine Phase der Besserung, das bedeutet eine Zeitspanne zwischen der Ausgangssituation als Alkoholiker und einem Rückfall. Während dieser Periode wird das soziale Umfeld anders wahrgenommen, wesentlich angenehmer. Die Geschichte läßt das Ende nicht offen. Ilse Kleberger verdeutlicht in ihrem Werk die verzweifelte Situation aus der Sicht von einem jungen Alkoholiker, der einerseits eine starke Frau namens Ruth als Vorbild hat und zur anderen ein labiles, unreifes Mädchen. Aus der Sicht des Lesers ist zu erkennen, dass Margaritta die Vergangenheit und die Schwäche Benjamins darstellt, dagegen Ruth Stärke, Zukunftsperspektive und Selbstbewußtsein verkörpert.

Eine andere tragische Geschichte ist Ann Ladiges‘ (siehe Material 7) „Hau ab, du Flasche!“. Die Autorin studierte unter anderem Germanistik, Literatur- und Erziehungswissenschaften. Anfangs war sie nur als Lehrerin tätig, bis sie 1965 freie Moderatorin einer erfolgreichen Fernsehreihe wird. Ihr Werk „Hau ab, du Flasche!“ spiegelt die Entwicklung eines 16-jährigen Alkoholikers von Kindheit an wider. Sie ist in kleine Ereignisgeschichten geteilt, die berichten wie sich der Junge namens Roland entfaltet. Das Besondere an Ladiges‘ Erzählung ist, dass die Folgen des Alkoholismus schon am Anfang deutlich werden. Der erste Abschnitt gibt einen Einblick, was geschehen wird, doch greift dann die Kindheitsjahre Rolands auf. Die Eltern versagen hier als Vorbild. Der Vater gönnt seinem Sohn schon mit sechs Jahren die ersten Schlucke Alkohol und trinkt selbst regelmäßig. Die Mutter steht meist unter starken Beruhigungsmitteln, leidet an Depressionen und läßt sich leicht von anderen beeinflussen. So sind die Erziehungsberechtigten für Roland nicht gleichzeitig Vertrauenspartner. Einen Freund findet er in dem Jungen Buddi, dem er durch möglichst starken Rauschzustand Kraft und Stärke beweisen will. Immer weiter steigern sich die beiden hinein - verwüsten eine Baustelle, stehlen, versagen vollends in der Schule. Doch statt Hilfe bekommt Roland nur Schläge und Drohungen von seinem Vater. Als Buddi in ein Internat geschickt wird, fühlt sich Roland allein gelassen. Von nun an betrinkt er sich öfter und leidet an Entzugserscheinungen. Sein Vater meinte: „Fange immer am Morgen mit dem an, womit du am Abend aufgehört hast. Eine alte Weisheit.“ (Quelle 6; Seite 13). Dieser spielt die Figur der Schwäche, das heißt, er verkörpert das Scheinbild von Selbstbewußtsein, Macht und Autorität, doch versteckt darunter nur Angst und Leichtsinn. In diese Rolle entwickelt sich auch Roland. Den positiven Ruhepol bildet später seine erste Freundin Elisabeth. Durch sie gelingt es ihm, kurzzeitig vom Alkohol loszukommen. Das besondere an ihr ist, dass das Mädchen ihm nie Vorwürfe macht oder ihn auf seine Sucht anspricht. Dennoch hat Roland das Gefühl, ihr etwas beweisen zu müssen. Die Geschichte endet damit, dass der Junge seinen alten Freund Buddi wieder trifft und sich betrinkt. Der offene Schluss verdeutlicht das Wechselspiel zwischen Selbstbewußtsein und Schwäche, was in einem Drogenkonsumenten den Gewissenskonflikt bildet. An einigen Tagen überwiegt die Sucht, an anderen der Mut, diese zu überwinden. Anders als bei Kleberger hat Roland keine Bezugsperson. Auch findet man in diesem Werk keine Phase, in der sich Roland bessert oder die Sucht mindert. Konkrete Hilfe wird dem Minderjährigen nicht angeboten.

Ein drittes ausgewähltes Werk stammt von Marliese Arold, die als jüngste von drei Geschwistern 1958 in Erlenbach geboren wird. Seit 1983 ist sie freie Autorin und schrieb bis heute über 70 Bücher. Ich sehe in ihr eine vielseitig interessierte Frau, da sie sich intensiv über Dinge, die im Zusammenhang mit ihren Lektüren stehen, informiert. „Voll der Wahn - Verena steht auf Ecstasy“ zeigt die Geschichte eines 17-jährigen Mädchens, das ein gutes Beispiel für die Neugierde und Lust auf Drogen Jugendlicher ist. Es beginnt damit, dass die Hauptfigur Verena „[a]m liebsten jedes Wochenende auf eine[m] Rave […] [Spaß haben will]“ (Quelle 12; Bucheinband Rückseite; Rave - siehe Begriffserklärung). Mit ihrer Freundin Jill lernt sie auf einer dieser Partys auch ihren zukünftigen Freund Daniel kennen, der mit Drogen dealt (siehe Begriffserklärung). Blind vor Liebe nimmt sie die kleinen Pillen als Geschenk an und kann bald im Unterricht darauf nicht mehr verzichten. Die wirkliche Gefahr kommt allerdings erst, als Daniel von der Polizei beschattet wird und seine Kunden nicht mehr versorgen darf. Verena empfindet Mitleid für ihren Freund und redet sich ein, an seinen Problemen schuld zu sein. Schließlich erklärt das Mädchen sich bereit, die Geschäfte für ihn zu übernehmen. Die nächsten Wochen schwebt sie zwischen Stolz, Mut, Verzweiflung und Schuldgefühlen ihrer Familie und sich gegenüber. Als sich Daniel tagelang nicht meldet, gibt Verena das Dealen auf und erfährt von einem tragischen Unfall ihrer besten Freundin Jill, die eine Überdosis Ecstasy nahm. Auch hier läßt Arold das Ende offen und regt damit zum Nachdenken an. Die Erzählung umfasst einen Zeitraum von nur wenigen Wochen. Das soll verdeutlichen, wie schnell man in gefährliche Drogengeschäfte und dem wachsenden Konsum verfallen kann. Auffällig und gegensätzlich zu den beiden bereits vorgestellten Werken ist, dass Verena aus einem sehr intakten Elternhaus kommt. Ihre Eltern sind beide Arzt und führen eine Praxis. Ihre Geschwister werden liebevoll und nachsichtig dargestellt. Dennoch trügt der heile Familienschein. Denn gerade weil Mutter und Vater so angesehen sind, bleibt oft wenig Zeit für die drei Kinder. Der Tochter werden zu viele Freiheiten gelassen und man schenkt ihr zu viel Vertrauen. Marliese Arold verdeutlicht eine typische Situation einer Familie mit Kindern, die heimlich aus Spaß Drogen konsumieren. Eltern wissen sich oft nicht zu helfen und versuchen, lange Zeit ihre Vorahnungen zu leugnen. Obwohl es keinen Abschluss gibt, denkt der Leser an einen positiven Ausgang. Das wird durch Verenas Aussage bzw. Handeln deutlich: „Die Pillen durften keinen Schaden mehr anrichten! Sie selbst würde keine einzige mehr schlucken! […] Was für eine Täuschung! Jede einzelne [Ecstasypille] konnte einen Menschen umbringen!“ (Quelle 12; Seite 149).

2. „Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“

2.1.1 Die Autoren

Die einzigartige Biografie der Christiane Vera F. entstand nach einem Tonprotokoll, das die beiden Autoren Kai Hermann und Horst Rieck nach zweimonatlicher Dokumentation, in Zusammenarbeit mit Überlebenden der Fixer-Clique (siehe Begriffserklärung) und Christianes Eltern, veröffentlichen. Beeindruckend verdeutlicht dieses Werk, welchen Einfluß die Gesellschaft auf die Entwicklung der Jugendlichen ausübt, und in welcher Beziehung soziale, psychische wie auch körperliche Unterdrückung zu ihrer Entfaltung stehen.

Nicht zuletzt verdankt der Roman seinen großen Erfolg dem Redakteur Kai Hermann, 1938 in Hamburg geboren. Er studierte Geschichte und Politik in Tübingen, Hamburg, Vancouver und Harvard. Als Journalist machte er sich einen Name, indem er als politischer Redakteur bei DIE ZEIT und als Chefredakteur von TWEN arbeitete. Doch Hermann war auch als Autor beim SPIEGEL, KONKRET und STERN tätig. Unter anderem veröffentlichte er noch „Die Revolte der Studenten“ (1968), „Andi“ (1980), „Die Starken“ (1989), „Entscheidung in Mogadischu“ und „Yakuza“ (1990). Er schrieb die Drehbücher für zahlreiche Verfilmungen seiner Werke zum Beispiel für „Andi“ (mit Peter Zadek, 1982), „Die Fälschung“ (mit Volker Schlöndorff, 1987) und „Der Absturz“ (1998). Kai Hermann erhielt den Theodor-Wolff-Preis und die Carl-von-Ossietzky- Medaille. Für seine „STERN“-Reportage „Hexe und Zottel“, auf der das Drehbuch von „engel + joe“ basiert, überreichte man ihm 1998 den Egon-Erwin-Kisch-Preis. Heute lebt er als freier Journalist in Landsatz, Kreis Lüchow-Dannenberg, und ist immer noch Autor für zahlreiche Dokumentationen im STERN (gesamter Absatz vgl. Quelle 14).

Doch auch Horst Rieck trug als Co-Autor viel zu „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ bei. Der Mitarbeiter, 1941 in Berlin geboren, von STERN beschäftigt sich vorwiegend mit Problemen von Jugendlichen. Er arbeitete als Redakteur für TWEN und DIE ZEIT und ist heute auch freiberuflich in Berlin und Damnatz, Kreis Lüchow-Dannenberg, tätig.

Derzeit ist bekannt, dass das Verhältnis zwischen den beiden Autoren nicht mehr stimmt. „Rieck [...] mag es nicht, wenn „Stern“-Journalist Hermann als „Autor“ des populären Buches [„Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“] bezeichnet wird. Richtig ist, so steht es auch in den Verträgen: „Co-Autor“. Weil der Ullstein-Verlag den feinen kleinen Unterschied trotz Ermahnung in seiner Internet- Werbung unbeachtet ließ, musste er jetzt […] [10.000DM Schadensersatz zahlen].“ (Quelle 11).

2.1.2 Hintergründe über Entstehung des Werkes

Die Journalisten Hermann und Rieck trafen im Auftrag von der Hamburger Illustrierten STERN Christiane in Berlin. Geplant war die Recherchen über die Situation von Jugendlichen zu vervollständigen. Doch daraus entstand ein prägendes Werk, welches das Schweigen vieler brechen und Fragen anderer beantworten sollte.

Nach einem Prozeß wegen illegalen Mißbrauch von Betäubungsmitteln (u.a. Heroin) im Juli 1977 wurde das Mädchen Christiane Vera F. (siehe Material 3) ein knappes Jahr später auf Bewährung entlassen. Danach verabredete man sich zu einem gemeinsamen Interview, das nicht mehr als zwei Stunden einnehmen sollte. Die damals 15-Jährige wollte das Schweigen über Heroinsucht von Jugendlichen brechen, deshalb schilderte sie mit minuziösem Erinnerungsvermögen und rückhaltloser Offenheit ihre Vergangenheit und Drogenprobleme. Während dieser Zeit nahm Christiane keine Drogen. Bewundernswert ist die Offenheit des Mädchens, was auch ein Anlaß war, dass aus zwei Stunden zwei Monate wurden. Vier- bis fünfmal in der Woche trafen sich die Autoren mit dem Ex-Junkie (siehe Begriffserklärung). Man zeichnete das Gespräch auf Tonband auf, nachdem dann später auch das Buch entstand. Ihre Familie und ehemalige Freunde halfen die Geschichte abzurunden.

Inzwischen hatte sie schon mehrmals einen Entzug gestartet (siehe Begriffserklärung). Das erste Mal entzog das Mädchen mit vierzehn Jahren im Januar 1977, wobei ihr damals noch ihre Mutter half und der Freund zur gleichen Zeit mit ihr versuchte, von Heroin loszukommen. Nur einige wenige Wochen später injizierte Christiane sich wieder die tödliche Droge und probierte dennoch fast kraftlos bei ihrer Großmutter auf dem Land in Gesellschaft von Verwandten und Bekannten die Sucht zu besiegen. Am 27.Juli 1977, zwei Monate nachdem sie sich zwei Polizeikontrollen unterziehen mußte, wurde die Anklageschrift verlesen. In dieser hieß es unter anderem: „Die Schülerin Christiane Vera Felscherinow wird angeklagt, als Jugendliche mit Verantwortungsreife in Berlin nach dem 20. Mai 1976 fortgesetzt vorsätzlich Stoffe bzw. Zubereitungen, die den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes unterstehen, ohne erforderliche Erlaubnis des Bundesgesundheitsamtes erworben zu haben.“ (Quelle 7; Seite 12). Durch dieses Gerichtsverfahren griff man Christiane ins Auge, um ihr Fragen über Drogensucht von Jugendlichen zu stellen, die Dokumente einer STERN-Reportage vervollständigen sollten. Man beauftragte die Journalisten Kai Hermann und Horst Rieck, die sich schon vorher intensiv mit Aufzeichnungen in der Jugendszene auseinandergesetzt hatten. Es entstand ein Bericht über den Teufelskreis von Sucht, Beschaffungskriminalität und damit verbundener Prostitution. Das aus einer Reportage inzwischen ein Buch umfassender Inhalt entstand, der unter dem Titel „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ lief, schreckte zu Beginn viele Verleger ab, die Biografie zu veröffentlichen. Manche schienen eingeschüchtert durch die harte Realität, wie sie in dieser Dokumentation widergespiegelt wird, doch gerade deshalb drängten die Autoren so auf eine Erscheinung. Es sollte endlich ans Licht, was zu oft übersehen wurde. Im Vorwort des Buches schildert Horst-Eberhard Richter, dass „[...]es so schwierig ist und auch schwierig sein sollte, dieses einzigartige Buch zu ertragen.“ (Quelle 7; Seite 11).

Zwei Jahre stand es auf Platz eins der Bestellerliste in Deutschland und wird bis heute verkauft. Der Film feierte wenig später auch große Erfolge, was beides durch den Fakt begründet werden kann, „[...]dass Christiane ein Mädchen wir jedes andere war und die Leute sich mit ihr identifiziert haben […]“ (Quelle 8).

2.2.1 Inhaltsübersicht

Christiane Vera Felscherinows Geschichte beginnt als sie sechs Jahre war. Damals zog sie mit ihrer Familie nach Berlin in eine Gegend, die sich Gropiusstadt nannte. Die Versprechungen der Eltern, dass ein neues besseres Leben beginnen sollte, wurden bald enttäuscht.

Die Mutter und der Vater wollten eine Heiratsvermittlung eröffnen und entschieden sich deshalb vom Land in die Großstadt Berlin zu gehen. Recht schnell scheiterte die Idee, eine solche Kontaktvermittlung zu bewirtschaften. Vorallem die beiden Kinder Christiane und ihre ein Jahr jüngere Schwester Sabine hatten darunter zu leiden. In ihrem Stadtviertel, dem mit Abstand abstoßendstem Teil Berlins, schien fast alles verboten zu sein und ihr Vater terrorisierte sie mit seinen Wutausbrüchen. Er schlug und mißhandelte seine Kinder und seine Frau auf brutalste Art und Weise, bis die sich endlich zur Scheidung durchrang. Christiane und ihre Schwester zogen mit zu dem neuen Freund ihrer Mutter. Plötzlich genoß die damals 11-Jährige ihre Freiheiten. Man erlaubte ihr bis 22 Uhr auszubleiben, erfüllte ihr alle Wünsche und ließ kleine Fehler (z.B.: Zuspätkommen) durchgehen. Dennoch machte der Freund der Mutter, Klaus, den beiden Mädchen zu schaffen. Er war sehr misstrauisch und eifersüchtig auf die Kinder, deshalb verließ Sabine sie und ging zurück zu ihrem leiblichen Vater. Dieser versprach, sich gebessert zu haben. Dies konnte das Mädchen ihrer kleinen Schwester nie verzeihen, da sie es nicht verstand. Auf dem Gymnasium fand sie anfangs keinen Anschluss. Wahre Anerkennung und Respekt fand sie erst als sie Kraft und Stärke bewies. Christiane protestierte gegen die Lehrer und schreckte auch nicht vor Gewalttaten gegenüber ihren Mitschülern zurück. Doch diese Tatsache interessierte die Schule nicht und somit konnte ihre Entwicklung mit katastrophalen Folgen voranschreiten. Ihre neue Freundin Kessi nahm sie mit ins „Haus der Mitte“. In diesem Jugendclub rauchte man Haschisch. Bald machte auch Christiane so ihre ersten Erfahrungen mit Drogen, obwohl sie sich am Anfang aus Angst dagegen sträubte. Einige Wochen danach wurde sie durch ihre neuen Freunde zu LSD gebracht (siehe Begriffserklärung). Später machte die damals 13-Jährige einen Streifzug durch die pharmazeutischen Mittel.

Die Diskothek „Sound“ zieht sie immer mehr an. Fast jedes Wochenende verbringt sie dort mit ihren Freunden, die nun mehr und mehr auf härtere Drogen umsteigen. Sie lernte dort ihren ersten Freund Andreas „Atze“ W. kennen. Doch nachdem er sie betrog, findet sie ein neues Gefühl von Liebe bei Detlef R. (siehe Material 5). Dieser bringt sie dann auch zum Heroin. Anfangs geht Christianes Freund auf den Strich, um das Geld für die wohl gefährlichste Droge zu verdienen. Bald nimmt die Sucht solch extreme Ausmasse an, dass auch sie sich verkaufen muß. Lange Zeit bemerkt die Mutter nichts, will die Befürchtungen ihres Lebenspartners nicht wahrhaben, verdrängt die Gefährdung. Doch als sie Christianes Spritzbesteck (siehe Begriffserklärung) für das Heroin findet, kann auch sie der Wahrheit nicht mehr entfliehen. Zusammen mit Detlef entschied sie sich für einen Entzug, doch nur eine Woche später injizierten beide sich wieder die tödliche Droge. Immer wieder bildet sich das Mädchen ein, nicht abhängig zu sein und jeder Zeit von Heroin die Finger lassen zu können. Man schickt sie aufs Land und in Gesellschaft ihrer Verwandten schafft sie es, nochmals zu entziehen. Doch Detlef, der keinen ernsthaften weiteren Entzug will, zwingt sie indirekt weiterzumachen, da es sonst zwischen den beiden aus sei.

Letztendlich zieht Christiane zu ihrer Tante nach Hamburg aufs Land und macht dort eine andere Therapie, die den Schluss offen läßt, ob sie den Sprung aus dem Teufelskreis schafft.

2.2.2 Wirkung und Risiken von Heroin

Eine der gefährlichsten Rauschgifte auf dem Drogenmarkt ist Heroin. Wie Tausend andere in Deutschland verfällt auch Christiane Vera F. dieser fatalen Droge. Im folgenden Teil kläre ich, was Heroin ist, welche Wirkungen es hat und welche Risiken bei der Einnahme oft unterschätzt werden.

Der Stoff Morphin (siehe Begriffserklärung) wird aus dem Milchsaft der unreifen Fruchtkapseln des Schlafmohns gewonnen. Durch chemische Umsetzung dieses Morphins entsteht die wohl gefährlichste Droge Heroin. Traditionell wurde in den Ländern, in denen Schlafmohn angebaut wird, auch die Rohmasse (Opium genannt) dieser Pflanze geraucht.

Heroin ist im Moment mit Abstand das meist konsumierteste Rauschmittel. Neuerdings kommt eine Kombination von Heroin und Kokain (siehe Begriffserklärung) in Mode. Diese ist unter dem Namen Speedballs oder Cocktail eher geläufig. Besondere Bedeutung wird dieser Verbindung zugesagt, da sie die Aggressivität steigert.

Die Einnahme von Heroin kann auf unterschiedlichste Weise erfolgen und somit den Grad der Wirkung bestimmen. Einmal inhaliert oder schluckt man das Gift, andererseits injiziert man es sich mit einer Spritze direkt in die Vene, was die Wirksamkeit deutlich verstärkt. Die Droge ist durch ihr besonders schnell schmerzstillendes und narkotisches Ergebnis beliebt. Sämtliche negative Empfindungen wie Schmerz, Sorgen, Unwillen und Angst werden abgeschaltet. Dazu kommt ein stark spürbares Glücksgefühl (genannt „Flash“). Dieser Zustand verliert aber schon nach relativ kurzer Zeit (ca. vier Stunden) seine Wirkung und der Körper verlangt nach der Droge. Daher macht Heroin bei regelmäßigem Konsum psychisch wie auch physisch extrem abhängig und das in einem sehr geringen Zeitraum. So kann bei Jugendlichen die Ersteinnahme zur Abhängigkeit führen.

Heroin erzeugt einen Rauschzustand, der als höchste Euphorie (siehe Begriffserklärung) empfunden und in dieser Intensität von keiner anderen Droge erreicht wird. Dieses unbeschwerte und aufregende Gefühl liefern allerdings nur die ersten Injektionen. Was dann folgt, gleicht einer nahezu endlosen Flucht vor der Zeit, in der die Wirkung der letzten Einnahme nachläßt. Das angenehme Wonnegefühl scheint jetzt nur noch eine kurze Pause vor den erneuten, immer heftigeren und in kürzeren Abständen auftretenden Entzugserscheinungen darzustellen. Diese treten in Form von Wahnzuständen, Bewußtlosigkeit, erhöhter Erstickungsgefahr, Schweißausbrüchen und starken körperlichen Schmerzen auf.

Bei einer Überdosis oder giftigen Beimengungen kommt es zum Herzversagen bzw. zur Atemlähmung, was oft den Tod zur Folge hat. Ein besonders großes Risiko stellen auch die unsauberen Spritzbestecke dar, die Infektionskrankheiten wie Hepatitis und Aids zur Folge haben können. Deshalb haben Drogenberatungsstellen in Großstädten wie Frankfurt und Berlin mittlerweile Automaten mit Spritzen aufgestellt oder verteilen sie direkt an Konsumenten. Ein Großteil der Heroinabhängigen (ca. 80 %) leidet an Hepatitis C, einer Leberentzündung, die nach einigen Jahren in Leberkrebs übergeht. Weitere Gefahren entstehen durch die Beschaffungs- kriminalität und die Prostitution.

Die geschilderten Wirkungen des Heroins machen deutlich, dass die Droge unkontrollierbar ist. Der beim Konsum in Gang gesetzte Teufelskreis scheint sich in Bezug auf Verlangen, Frequenz und Dosis des Rauschgiftes ständig zu steigern. Sobald der Morphinspiegel im Blut sinkt, wird der Süchtige leicht reizbar, verstimmt, depressiv und aggressiv.

Zu den psychischen Störungen kommt ein sich verschlechternder Körperzustand hinzu, der sich in fahlem Aussehen, Schweißausbrüchen, Magen-Darm-Störungen bzw. Appetitlosigkeit und somit ständigem Gewichtsverlust, Hautausschlägen und Juckreiz sowie Unfruchtbarkeit äußert. Somit zählt Heroin zu den gefährlichsten Suchtmitteln auf dem internationalen Drogenmarkt.

2.2.3 Ihre Familie und deren Einfluss

Die familiäre Beziehung spielt eine sehr große Rolle bei der Frage nach Ursachen für Drogen- bzw. Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Auch im Fall der Christiane Vera F. nahmen die Eltern wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung ihrer Tochter. Zunächst möchte ich die Familienmitglieder einzeln charakterisieren und danach ihre Wirkung auf die Geschichte der Heroinsüchtigen näher erläutern.

Die mit Abstand größte Rolle in der Biografie spielt die Mutter, die allerdings nicht mit Namen genannt wird. Anfangs leidet sie unter der Brutalität ihres Mannes. Nach der Scheidung kann sie nur wenig Zeit für die Kinder aufbringen und versucht nun diesen Verlust durch materielle Dinge wettzumachen. Ihre Erziehung soll den Kindern Freiheiten geben und diese sollen ihre eigenen Interessen und Ideen mühelos verwirklichen können. Die Sucht ihrer ältesten Tochter Christiane will sie lange Zeit nicht wahrhaben, verdrängt den Gedanken und macht sich später um so mehr Vorwürfe für ihr Versagen. Die zu Beginn sehr labile Frau entwickelt sich zu einer starken Person, die um das Leben von Christiane kämpft. Doch trotz ihrer positiven Persönlichkeitsentwicklung gibt sie ihre Tochter mehrmals auf und überläßt ihrem Ex-Mann die Verantwortung für sie, da sie nicht mehr die Kraft hat, sich um sie zu kümmern.

Der Vater, ebenfalls nicht benannt, sieht Gewalt als einfachen Problemlöser. Nachdem die Familie in die Großstadt umzog, will er sich selbst verwirklichen mit der Eröffnung einer Heiratsvermittlung. Er verfällt aber dem Alkohol, als sein Plan scheitert. Seine Frau und die beiden Kinder haben Angst vor ihm. Dies geht soweit, dass er seine Familie verleugnet. Positiv in Erscheinung tritt er erst zum Schluss der Erzählung als er Christiane aus einer Sekte befreit und zu sich nimmt. Mit einer strengen und harten Erziehung versucht er, sie ergebnislos zum Entzug zu bringen. Er schreckt nicht vor dem Einschließen seiner eigenen Tochter zurück. Doch seine Liebe beweist er auch als er ihre Freundin über das Jugendamt aus dem Gefängnis holt und bei sich aufnimmt.

Christianes jüngere Schwester Sabine gilt anfangs als sehr gute Freundin. Die beiden Mädchen vertrauen sich alles an und suchen gegenseitig Halt. Doch als Sabine zurück zu ihrem leiblichen Vater zieht, stößt sie bei ihrer Schwester auf Wut und Unverständnis. Allerdings kehrt sie nach drei Jahren zu ihrer Mutter und deren neuen Freund zurück, da die Erziehung des Vaters zu streng sei. Das Verhältnis zwischen den beiden Geschwistern läßt sich dennoch nicht mit dem früheren vergleichen.

Trotz der Brutalität „[...] liebte und achtete [Christiane ihren] Vater […]“ (Quelle 7; Seite 20). Mehrmals versucht er einen Neuanfang. Beginnend mit dem Umzug, dann folgen mehrere Versprechungen sich zu ändern, es kommt die Scheidung und eine neue Frau in seinem Leben. Zu Christianes Entwicklung trägt dieses unsichere Verhalten bei, dass sie sich einredet, immer wieder von vorn beginnen zu können. Mehrmals startet sie einen Entzug, verfällt kurz darauf wieder der Sucht und schenkt der Illusion, beim nächsten Mal kappt es, Glauben. „Ich lernte das Spiel langsam: selber Macht über andere oder unterdrückt werden.“ (Quelle 7; Seite 21), das weist auf die Gewalt in ihrer Familie hin. Christiane fängt an ihre Schwester für Hausarbeiten auszunutzen, da ihr Vater es so mit seiner Frau vormachte. Das Mädchen wird früh selbständig, zum Beispiel erledigt sie mit acht Jahren schon erste Stallarbeiten auf einem Reiterhof. Das liegt daran, dass sie oft allein mit ihrer jüngeren Schwester ist und für sich selbst sorgen muß. Bald beachtet der Vater seine Familie überhaupt nicht mehr „Und er sagte auch kein Wort mehr zu uns. Das war irgendwie schlimmer als Schläge. Mein Vater schlug mich nie wieder.“ (Quelle 7; Seite 36). Ein schlechtes Vorbild zeigt sich als der neue Freund der Mutter, Klaus, der Ex-Mann und die Kinder in der selben Wohnung leben. Liebe und Hass sind so zusammen auf engstem Raum, was sich später in Christianes Leben als Parallele widerspiegelt. Ihren Freund Detlef liebt sie über alles, doch reagieren beide aggressiv und habgierig, wenn es sich um Heroin handelt. Durch einen neuen Freundeskreis rückt sie immer weiter von ihrer Familie fort „Ich wollte nichts mehr mit [den] Leuten zu tun haben.“ (Quelle 7; Seite 50).

Da die Mutter viel arbeitet und wenig Zeit für ihre Kinder aufbringen kann, bemerkt sie lange nichts vom Doppelleben ihrer ältesten Tochter. In anderen Heroinabhängigen findet Christiane eine neue Familie „Meine Familie war die Clique.[...] [Sie] waren wie Brüder zu mir.“ (Quelle 7; 60 u. 103). Das junge Mädchen vermisst ein geregeltes Verhältnis der Verwandten und sucht deshalb in ihrem Freundeskreis und mit ihrem Freund Detlef ein solches aufzubauen. Gemeinsam träumen sie von einem Leben ohne Drogen und dies völlig anders aufzubauen wie ihre Eltern. Als die Süchtige körperlich am Ende ist, weiß sich auch die Mutter keinen Rat mehr „[…] [I]ch wußte nicht mehr weiter […] [und wollte] vorübergehend aus der Verantwortung für Christiane […] flüchten.“ (Quelle 7; Seite 241). Doch der Versuch das Mädchen einzusperren, mit Gewalt und einem fest geregelten Tagesablauf zur Vernunft zu bewegen, scheitert kläglich, da sie Ordnung, Angst und Regeln schon längst nicht mehr kannte. Schließlich entschließen sich die Eltern für eine andere Variante, „Ich sagte mir: Gut, wenn sie es nicht anders will, dann soll sie sehen, wo sie bleibt. Ich hörte auf, nach ihr zu suchen. […] Sie sollte spüren, daß meine Geduld zu Ende war.“ (Quelle 7; Seite 304). Daraufhin empfindet Christiane erstmals ein gewisses Gefühl von Dankbarkeit für sie, denn sie weiss, dass ihre Eltern sie so vor dem sicheren Tod gerettet haben. Das Mädchen nimmt sich von nun an ein Beispiel an der Kraft und dem Durchhaltevermögen ihrer Mutter und schafft tatsächlich vorerst den Absprung vom Heroin.

Anfangs spielt die Familie eine große Rolle. Doch mit der beginnenden Sucht rückt diese in den Hintergrund und wird erst wieder wichtiger, als das Mädchen am Ende ist. Von den Eltern aus stellt es sich nicht anders dar: die Sorge um Christiane wächst als sie körperlich fertig ist. Das alles weist darauf hin, dass die Heroinabhängige ihrer Familie und dem Umgang in ihr sehr ähnlich kommt.

2.2.4 Freunde und Gruppenzwang

Wie schon in den Gründen für Suchtverhalten bei Jugendlichen hat der falsche Freundeskreis einen großen Einfluss auf die Einnahme und den Umfang von Drogen. Gegen den Druck, anderen etwas beweisen zu müssen, kämpfen nur die wenigsten an und können sich so in eine fatale Sucht hineinsteigern. An Christianes Heroinabhängigkeit scheint auch der Antrieb durch Freunde schuld zu sein. Wer sind ihre Freunde und in wie weit geht der Gruppenzwang innerhalb der Clique? Zu Beginn der Geschichte ist es die gleichaltrige Kessi, die Christiane durch ihre Stärke und ihren Durchsetzungswillen imponiert. Aggressivität und Kraft beeindrucken die damals 12-Jährige, da ihr brutaler Vater immer noch ein Vorbild darstellt. Die beiden Mädchen experimentierten viel mit Drogen und machten einen Streifzug durch die pharmazeutischen Mittel. Sie probieren damals noch als leicht eingestufte Drogen wie Haschisch, Marihuana, Valium, LSD (siehe Begriffserklärung) oder Alkohol. Zusammen gehen sie regelmäßig heimlich in die Diskothek „Sound“, doch eines nachts erwischt , Marihuana, Valium, LSD (siehe Begriffserklärung) oder Alkohol. Zusammen gehen sie regelmäßig heimlich in die Diskothek „Sound“, doch eines nachts erwischt Kessis Mutter ihre Tochter und verbietet ihr den Umgang mit Christiane. Von nun an sucht das Mädchen sich einen neuen Freundeskreis, zu dem auch ihr erster fester Freund Detlef R gehört. Er nahm mit 16 erstmals Heroin und Christiane war verzweifelt. „Detlef war weg. In einer Welt, zu der ich nicht gehörte. Mit einem Schlag, mit einem Druck war nichts gemeinsames mehr zwischen uns.“ (Quelle 7; Seite 77). Daraufhin fängt sie an, sich ebenfalls die Droge zu injizieren, um das gleiche Gefühl wie er zu haben. Die Beziehung der beiden basierte nur auf den Rauschmitteln. Manchmal schlug Detlef seine Freundin und träumten ein anderes Mal von einem Leben ohne die gefährliche Droge. Nach jedem Entzug war vorallem er es, der Christiane immer wieder zum Heroin brachte. Dennoch beteuert sie bis zum Ende stets, sie liebe ihn. Zwei andere gute Freundinnen waren Catherine „Stella“ Sch. (siehe Material 6) und Babette „Babsi“

D. (siehe Material 8), die Stieftochter eines berühmten Pianisten. An der zuletzt genannten läßt sich gut zeigen, dass auch hier durch mangelnde Aufmerksamkeit und Zuwendung der Eltern, selbst Kinder von großen Persönlichkeiten dem Heroin verfallen können. Mehrmals betont Babette D., sie wolle nicht zurück nach Hause, was auf ein zerstörtes Familienverhältnis hinweist. Die drei Freundinnen leben im ständigen Streit um Freier und Heroin. Sie beklauten sich gegenseitig und regen sich untereinander zum Drogenkonsum an auch nach einem Entzug. Als die damals 13-jährige Babette D. stirbt, verlöscht auch ein Teil in der 14-jährigen Freundin Christiane.

In der 5. Klasse war es das größte, sich gegen die Lehrer aufzustellen und zu rebellieren, dies tat auch Christiane Vera F., um sich den anderen anzupassen. Auch als ihre Freunde zu Rauschgiften wie Haschisch griffen, widersprach sie nicht „Denn ich wollte ja zu der Clique gehören. […] Ich hatte unheimlich viel erreicht. […] [jetzt gehörte ich] richtig zur Clique […]“ (Quelle 7; Seite 44 u. 47). Zunehmend fängt sie an, Heroinabhängige von außen zu bewundern für ihren Mut, ihre Ruhe und ihr Äußeres. Diese Süchtigen behandeln Leute, die kein Heroin nehmen, wie Außenseiter und beachten sie gar nicht, was Christiane enttäuscht und anregt, selbst die Droge zu konsumieren. Ihr Freundeskreis, mit dem sie Haschisch geraucht hatte und in dem auch Kessi war, zerbrach langsam, doch „Es machte mir nicht so viel aus, daß unsere Clique am H[erion] kaputtging.“ (Quelle 7; Seite 76). Von nun an will jeder jeden mit seinen Drogenerfahrungen und Dosierungen übertreffen. Sie wollte den anderen etwas beweisen und mitreden können, so nahm auch Christiane Heroin „Das war am 18.April 1976, einen Monat vor meinem 14. Geburtstag. Ich werde das Datum nie vergessen.“ (Quelle 7; Seite 83), da es ihr Leben zerstörte. Freundschaften beruhten nur noch auf gemeinsamen Probleme durch die Droge und das Gefühl, das sie vermittelte. Für das Mädchen waren die Heroinkonsumenten Stars. Das änderte sich erst, als wieder ein Freund von ihr daran starb „Mit Atzes Tod war das ganze gute Feeling, ein Fixer-Star zu sein, der mit dem Dope [(siehe Begriffserklärung)] umgehen konnte, weg.“ (Quelle 7; Seite 197). Je mehr Christiane in die Abhängigkeit hinein rutscht, desto mehr Freundschaften gingen in die Brüche, entweder durch den Tod oder durch Streit um Geld und Heroin. Mit Babette D. traute sie sich sogar, ihren eigenen Vater zu hintergehen und zu beklauen. Doch mit ihrem sich zunehmend verschlechterten psychischen und physischen Gesundheitszustand sucht sie immer häufiger Hilfe bei der Familie und zieht sich von ihren Freunden zurück. Als das Mädchen einen endgültigen Entzug bei den Verwandten in der Nähe von Hamburg machen soll, findet sie dort neue Freunde, die Haschisch nehmen. Das zeigt, dass sie nie von den Drogen wegkommen wird. Sie akzeptieren Christiane so wie sie ist. Abschließend meint sie an ihrem Lieblingsplatz in einer Kalkgrube „Wir sind ganz allein in diesem Wahnsinnstal. Vor der übrigen Welt liegen ringsum die senkrechten Kalkwände. Es kommt kein Geräusch von draußen rein. Das einzige Geräusch machen die Wasserfälle.“ (Quelle 7; Seite 324). Mit dieser Metapher will das junge Mädchen sagen, dass Drogensüchtige von der Gesellschaft ausgeschlossen werden und sich selbst isolieren. Senkrechte Mauern hindern sie, zurück in den Alltag zukehren, das bedeutet, es scheint ein steiler Pfad vom Heroin loszukommen.

2.2.5 Der Ausstieg aus der Drogenszene und die Zeit danach

Eine Sucht zu heilen erfordert meist therapeutische und ärztliche Hilfe. Viele versuchen den Absprung auch ohne die Hilfen zu schaffen, scheitern damit oft kläglich. Für Heroinabhängige scheint der Entzug der härteste, da diese Droge körperlich wie auch geistig stark süchtig macht. Auch Christiane versuchte mehrmals von dem Rauschgift loszukommen, diese Ansätze sowie ihre weiterführende Geschichte habe ich hier zusammengefasst.

Am 18. April 1976 nimmt die damals 13-jährige Christiane Vera Felscherinow erstmals Heroin. Es dauert lange, bis das Mädchen die wahre Gefahr der Droge erkennt. An einem Sonntag Ende Januar 1977 wird ihrer Mutter zum ersten Mal bewußt, dass ihre Tochter süchtig ist „Sie war wohl schockiert von ihrer eigenen Ahnungslosigkeit [über meinen Drogenkonsum] in den vergangen zwei Jahren.“ (Quelle 7; Seite 143). Kurz darauf versucht Christiane mit ihrem Freund Detlef zu entziehen. Nach einer Woche sind beide körperlich nicht mehr abhängig. Sie begingen aber den Fehler und nahmen wieder Heroin, wobei sie immer noch psychisch süchtig waren. „Wir wurden an einem unsichtbaren Faden gezogen, ohne daß uns das bewußt war. Und dann standen wir auf dem Bahnhof Zoo.“ (Quelle 7; Seite 149; Bahnhof Zoo - siehe Begriffserklärung). Einige Wochen bemerkt ihr familiäres Umfeld nichts von der Sucht, doch dann gesteht das Mädchen alles und wird sofort zur Großmutter aufs Land geschickt. Allerdings schreckt sie nicht zurück, gleich wieder mit der Einnahme von Heroin zu beginnen. Als sie körperlich am Ende scheint, meldet sie sich wegen fehlenden Therapieplätzen bei „Narkonon“ an. Diese Institution entpuppt sich als Sekte, die es nur auf das Geld der Eltern abgesehen hat. Während der Aufenthaltes bei „Narkonon“ flüchtet Christiane mehrmals und nimmt wieder das Rauschgift. Mit Gewalt holt man sie von dieser sinnlosen und kostenintensiven Therapie fort. Bei ihrem Vater versucht sie den Absprung erneut, doch schafft es auch hier nicht. Mit einer Überdosis Heroin will sie sich umbringen, überlebt aber. Daraufhin folgen Aufenthalte in der Nervenheilanstalt „Bonnies Ranch“ und im Krankenhaus. Sie flüchtete und wurde am 13. November 1977 von der Polizei aufgefangen. Ihre Mutter brachte sie zu einem endgültigen Entzug in ein Dorf in der Nähe von Hamburg zu Verwandten.

Christiane ging weiter auf die Realschule, doch man entließ sie dort frühzeitig wegen ihrer Drogenvergangenheit. Sie wechselt ungern auf eine Hauptschule. Zu Beginn des Jahres 1978 treffen die Stern-Journalisten Kai Hermann und Horst Rieck das Mädchen wieder in Berlin, wo sie noch als Zeugin in einem Prozess aussagte. Nach ihrem Hauptschulabschluss bekam sie zunächst keine Lehrstelle, erst nach dem Erfolg des Buches „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ bot man ihr etwas in einem Buchhandel an. In Hamburg lernte sie dann einen Musikanten der Punkband „Einstürzende Neubauten“ kennen. Mit der Gruppe und einem anderen Mädchen lebte sie dann in einer WG zusammen. Später lebte sie dann mit ihrem Freund in Berlin-Kreuzberg. Sie zog mit den Musikern durch die USA, meldete sich in Hollywood und unterschrieb einen Plattenvertrag. 1982 kommt ihr Lied "Final Church" heraus. Weiterhin spielte sie in einem absurden Drogenfilm die Hauptrolle. Im selben Jahr verfällt sie erneut dem Heroin und erleidet einen lebensgefährlichen Rückfall. Daraufhin lebt sie einige Zeit bei einer Verlegerfamilie in Zürich, wo sie allerdings auch Drogen nahm. Sie kehrt 1985 mit nur 23 Jahren zurück nach Berlin und wird bald wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu zehn Monaten Haft verurteilt. Christiane Vera F. sitzt diese in der Frauenhaftanstalt Plötzensee ab, obwohl sie auch die Möglichkeit gehabt hätte, eine Therapie zu machen.. Nach ihrer Entlassung wohnte sie zunächst in Berlin, flüchtete dann aber 1987 vor der ihr immer wieder näher kommenden Drogenszene und den alten Freunden nach Griechenland. Dort macht Christiane die Bekanntschaft von einem drogensüchtigen Griechen namens Panagiotis und verliebte sich in ihn. Beide planten mehrmals einen Entzug und einen Neubeginn in Athen. Doch nach einem Raubüberfall kam ihr Freund ins Gefängnis.

Christiane lebt jetzt in ihrer Berliner Eigentumswohnung und hat sich fest vorgenommen, nie wieder Heroin zu nehmen, da sie erkannte, welche bedrohliche Gefahr die Droge darstellt.

2.3 Das Werk im Vergleich zu anderen Jugendbüchern dieser Art

Im Punkt „Überblick von einigen Autoren und ihren Werken zu diesem Thema“ habe ich drei Schriftsteller und eines ihrer Bücher vorgestellt. Was bei dem Werk „Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ für mich so anders ist, möchte ich gern in den folgenden Abschnitten darstellen. Dabei beleuchte ich sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede.

Verglichen mit Klebergers „Die Nachtstimme“ fällt auf, dass beide Betroffene aus zerrütteten Familienverhältnissen stammen und die Mutter das alleinige Sorgerecht für die Kinder besitzt. Benjamin ist ein Einzelkind und Christiane fühlt sich ebenfalls sehr allein, da ihre Schwester fortzieht und von nun an nicht mehr für sie da sein kann. In beiden Werken wenden die Erziehungsberechtigten wenig Zeit für ihre Kinder auf, was in allen zwei Fällen durch den Beruf bedingt wird. Man findet den Straßenjargon in Ladiges Geschichte wie auch in der Biografie. Unterschiedlich allerdings ist, dass Christiane nicht wie Benjamin eine Bezugsperson hat, der sie alles anvertrauen will. Bei ihr spaltet sich das engste Vertrauen auf verschiedene Menschen auf, wie Freunde, Mutter oder Drogenberatungsstellen. Da Hermann und Rieck das Buch nach Tonbandprotokoll schrieben, kommen oft Wörter aus der Drogenszene mit ins Spiel wie Fixer, H (siehe Begriffserklärung) und Dope. Anders ist auch, dass der Junge sich helfen lassen will, Christiane lehnt diese lange Zeit strikt ab.

In Ann Ladiges Erzählung „Hau ab, du Flasche“ lassen sich ebenfalls einige Gemeinsamkeiten erkennen. Wie bei dem oben genannten Werk, leben beide in einer Familie, in der Gewalt eine große Rolle spielt und die Eltern sich nicht ausreichend kümmern. Beide Jugendliche lassen sich nicht helfen, wobei Christiane ab einem bestimmten Punkt ihre Situation klar sieht und Hilfe annimmt. Ladiges schreibt in kurzen Erlebnisberichten, die einen geringen Zeitraum einnehmen. Dagegen berichten die Kinder vom Bahnhof Zoo sehr ausführlich, detailliert und in größeren Zeitspannen. Die Entzugserscheinungen bei Alkohol- und Heroinsucht werden in beiden Büchern verdeutlicht. Auch die Umgangssprache findet in sich beiden wieder, da sie die Geschichte dem Leser näher bringt und ihn mehr einbezieht. Ladiges bevorzugt einfache und kurze Sätze, mit der typischen Stellung Subjekt, Prädikat, Objekt wie „Ich kann das verstehen. Ich hab auch manchmal solche Zeiten […]“ (Quelle 6; Seite 66) oder „Buddi wurde ungeduldig. […] Die Alte stand auf […]. Sie nahm ein drittes Glas aus dem Schrank […].“ (Quelle 6; Seite 86 u. 87). Bei Christiane F. findet man dagegen ausgebaute Sätze, zum Beispiel „Am genausten beschrieben wir uns schließlich die miesen Ablinker, die hinterher das Geld zurück wollten und es sich manchmal auch mit Gewalt nahmen, weil sie angeblich nicht zufrieden waren.“ (Quelle 7; Seite 139).

Zum Schluss möchte ich noch Marliese Arold „Voll der Wahn - Verena steht auf Ecstasy“ mit Hermann und Riecks Werk vergleichen. Beide weiblichen Hauptfiguren verwenden Begriffe aus der Drogenszene, wie E oder XTC (siehe Begriffserklärung). Jedoch verzichtet Arold ansonsten auf den üblichen Straßenjargon. Verena stammt aus einem intakten Elternhaus, doch gleich wie bei Christiane ist, dass diese wenig Zeit für ihre Kinder aufbringen. „Voll der Wahn“ spielt in einem sehr kurzem Zeitraum von nur wenigen Wochen, wobei sich die Geschichte der Heroinsüchtigen über mehrere Jahre hinzieht. Verenas Mutter und Vater haben keinen sehr großen Einfluß in die Erzählung und die Entwicklung der Drogenmisere, anders als bei Christiane. Der Großteil von Arolds Werk ist auch in Dialogen wiedergegeben. Auf diese Form verzichten Hermann und Rieck darauf meistens und binden nur kurze Gespräche mit ein.

Abschließend ist zu sagen, dass es viele Gemeinsamkeiten in der Sprache, den familiären Verhältnissen und dem Freundeskreis der Drogenopfer gibt. Dennoch erkennt man deutliche Unterschiede, da jedes Werk eine andere Geschichte erzählt und Christianes eine wahre Begebenheit darstellt.

3. Zusammenfassung

Abschließend möchte ich meine Erkenntnisse aus dieser Arbeit zusammentragen und die wesentlichen Aspekte noch einmal unterstreichen.

Die Jugendliteratur tauchte das erste Mal nennenswert am Ende des 18. Jahrhunderts auf, der literarischen Epoche der Aufklärung. Im 20. Jahrhundert bestehen die Ziele darin, Jugendliche zu unterhalten, aufzuklären und ethisch wie praktisch zu belehren. In den 70-er Jahren entstehen neue verschiedene Schreibstile und Themen, die verarbeitet werden. Dazu zählen märchenhafte Erzählungen, moderne Poesie und Fantasyliterature, die ein umfangreiches Gebiet von gesellschaftlich bestehenden Themen behandeln. Ab Ende der 80-er Jahre läßt sich eine deutliche Trennlinie ziehen. Bis heute werden vor allem persönliche Probleme von Jugendlichen wie Kriminalität, Sexualität und Drogen dargestellt. So läßt sich sagen, dass Inhalte über Alkohol und Rauschmittel sehr aktuell sind sowie Sprache und Stil der Jugendliteratur beeinflußt haben.

Bei der Suche nach Gründen für Abhängigkeit von Minderjährigen, sind viele Antworten und Studien zu finden. Jeder Süchtige gerät durch andere Umstände in diese Misere. Oft sind es äußere Einflüsse, wie Gesellschaft, Schule, Eltern, Medien und Freunde, die Ausschlag geben. Wie externe Komponenten wirken können, wurde in den drei ausgewählten Werken verdeutlicht. Auffallend ist, dass sie in vielen Aspekten übereinstimmen, was wieder auf die Beeinflussung der Jugendliteratur durch die Umgangssprache und den neuen Problemen von Heranwachsenden schließen läßt.

Bei meinen Recherchen über die Hintergrundgeschichte von Christiane Vera Felscherinow fiel mir auf, dass Jugendliche mit Drogenproblemen oft erst dann wirklich ernsthaft wahrgenommen werden, wenn sie sich entweder vor Gericht für ihre Sucht verantworten müssen oder Freunde durch diese ums Leben gekommen sind.

Ihre Familie hatte in diesem Fall eine besonders große Rolle gespielt. Christianes Kindheit war für sie mit den vielen schlechten und brutalen Erfahrungen sehr prägend. In der Erziehung fehlten Zärtlichkeit, Liebe, Wissen über die eigenen Kinder und vor allem Grenzen. Den Familienersatz bilden dann Freunde, die sich durch gegenseitige Drogengeschichten und Dosierungen übertreffen wollten. Somit waren es nie wahre Freundschaften.

Christianes zahlreich missglückten Versuche zu entziehen, verdeutlichen wieder einmal sehr gut, wie gefährlich und hart Heroin ist.

Für mich persönlich habe ich festgestellt, welche einzigartig traurigen und zugleich beängstigenden Geschichten, wie sie Christiane Vera F. schildert, sich jeden Tag aufs neue abspielen. Ich lernte viel über die heutige Jugendliteratur und ihre Aufgabe. Mit deutlich mehr Gefühl, Wissen und Ausführlichkeit setzte ich mich mit den drei ausgesuchten Werken und den Biografien ihren Autoren auseinander.

In Hermanns und Riecks Erzählung von der jungen Heroinabhängigen regt mich zum Nachdenken. So bin ich zu dem Schluss gekommen, dass nicht nur in Berlin oder Deutschland, sondern weltweit Drogenprobleme von Jugendlichen ernsthafter genommen werden müssen, damit wir eine solche Geschichte in Zukunft nur noch als ausgedachte lesen können.

Begriffserklärungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quellenangaben

Quelle 1 Merkblatt für Sozialarbeiter - Obdachlosenheim Riesa. Blatt 3.

Quelle 2 http://www.wir-kinder-vom-bahnhof-zoo-photos.de

Quelle 3 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Ich will mein Kind vor

Drogen schützen. Bonn/C. Padberg o.J. (= Elternbroschüre zur Suchtprävention, 2).

Quelle 4 Orian: Themen/Aspekte, Kinder- und Jugendliteratur. Bd.6. o.O. o.J. Seite 1,2.

Quelle 5 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Suchtmittel, Behandlungsmöglichkeiten, Beratungsstellen. Bonn/C. Padberg o.J. (= Elternbroschüre zur Suchtprävention, 3). Seite 4, 5.

Quelle 6 Ladiges, A.: „Hau ab, du Flasche!“. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2000. Seite 2, 13, 66, 86, 87.

Quelle 7 Hermann, K./Rieck, H./Dr. Funk, W. (Hrsg.): Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Hamburg 2001. Seite 11,12, 20, 21, 36, 44, 47, 50, 60, 76, 77, 83, 103, 139, 143, 149, 197, 241, 304, 324.

Quelle 8 wysiwyg://28/http://www.geocities.com/prittikittikat/kai.html

Quelle 9 Hirschelmann, F.: Das grundlegende Wissen zur Literatur, zu Schriftstellern und ihren Werken, Einblicke in Theater-, Sprach- und Medienwissenschaften. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich ³2000 (=Schüler Duden). Seite 195,196.

Quelle 10 http://www.deutschdigital.de/literaturimnetz.pthml?doc_id=30&kap_id=3

Quelle 11 http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,165957,00.html

Quelle 12 Arold, M.: Voll der Wahn - Verena steht auf Ecstasy. Bindlach: Loewe ²1997. Seite 149, 154, Bucheinband Rückseite.

Quelle 13 Kleberger, I.: Die Nachtstimme: vom Ende der Einsamkeit. Bd. 2523. Würzburg: Arena ³1993. Seite 2, 29, 101, Bucheinband Rückseite.

Quelle 14 http://www.engelundjoe-derfilm.de/fla/set.html

Quelle 15 Dr. Feldbaum, Matthias (leitende Redaktion): Neues Universal Lexikon In Farbe von

A-Z. München 1999. Seite 211, 233, 244, 252, 266, 364, 422, 458, 460, 525, 576, 586, 759.

Literaturverzeichnis

Bücher

Arold, M.: Voll der Wahn - Verena steht auf Ecstasy. Bindlach: Loewe ²1997.

Bundesministerium für Gesundheit (Hrsg.): Hilfe anbieten - Schäden begrenzen Neue Wege in der Drogen- und Suchtpolitik. Bonn o.J.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Ich will mein Kind vor Drogen schützen. Bonn/C. Padberg o.J. (= Elternbroschüre zur Suchtprävention, 2).

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Hrsg.): Suchtmittel, Behandlungsmöglichkeiten, Beratungsstellen. Bonn/C. Padberg o.J. (= Elternbroschüre zur Suchtprävention, 3).

Dr. Feldbaum, M. (leitende Redaktion): Neues Universal Lexikon In Farbe von A-Z. München 1999.

Dr. Scholze-Stubenrecht, W. (leitende Redaktion): Duden Die deutsche Rechtschreibung. Bd.1. Mannheim 1996.

Hermann, K./Rieck, H./Dr. Funk, W. (Hrsg.): Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo.

Hamburg 2001.

Hirschelmann, F. (Hrsg.): Das grundlegende Wissen zur Literatur, zu Schriftstellern und ihren Werken, Einblicke in Theater-, Sprach- und Medienwissenschaften. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich ³2000 (=Schüler Duden).

Hirschelmann, F. (Hrsg.): Die Geschichte. Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich ²1988 (=Schüler Duden).

Kleberger, I.: Die Nachtstimme: vom Ende der Einsamkeit. Bd. 2523. Würzburg: Arena ³1993. Ladiges, A.: „Hau ab, du Flasche!“. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2000. Orbis (Hrsg.): Wörterbuch Englisch - Deutsch Deutsch - Englisch. München 1992. Orian (Hrsg.): Themen/Aspekte, Kinder- und Jugendliteratur. Bd.6. o.O. o.J.

Internetadressen

http://www.amazon.de/exec/ASIN/B000059Z3G/ref

http://www.deutschdigital.de/literaturimnetz.pthml?doc_id=30&kap_id=3 http://www.engelundjoe-derfilm.de/fla/set.html

http://www.dem.de/entertainment/stars/k/kai_hermann_i_01.html http://www.greifswald-online.de/hp/philo_math/Heroin.htm http://www.inter-nationes.de/d/frames/gaz/didak1978.html http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,165957,00.html http://www.stuttgart.de/chilias /literatur/aut_a-d/arold.htm http://www.uni-koeln.de/phil-fak/thefife/stblatt.htm#3.3. http://www.wir-kinder-vom-bahnhof-zoo-photos.de wysiwyg://28/http://www.geocities.com/prittikittikat/kai.html

Filme

Jim Carroll - In den Straßen von New York (Scott Kalvert, 1995) Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (Ulrich Edel, 1981)

Sonstige

Merkblatt für Sozialarbeiter - Obdachlosenheim Riesa.

Ohne Angaben. „Süchtig?“ Apotheken Umschau Nr. 1, 02.01.2002, 30-34.

Ehrenwörtliche Erklärung

Ich erkläre hiermit ehrenwörtlich, dass ich meine Facharbeit mit dem Thema:

Die Widerspiegelung von Problemen Jugendlicher (v.a. Drogenkonsum und Alkoholismus) unserer heutigen Zeit in der Literatur der Gegenwart:

Erklären Sie diese Problematik am Beispiel der Dokumentation „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“.

ohne fremde Hilfe angefertigt habe.

Weiterhin bestätige ich, die Übernahme wörtlicher Zitate aus Literatur sowie die Verwendung von Gedanken anderer Autoren an den entsprechenden Stellen innerhalb der Arbeit kennzeichnete.

Die Facharbeit wurde bei keiner anderen Prüfung vorgelegt.

Ich bin mir bewußt, dass eine falsche Erklärung rechtliche Folgen haben wird.

25 von 26 Seiten

Details

Titel
Die Widerspiegelung von Problemen Jugendlicher (v.a. Drogenkonsum und Alkoholismus) unserer heutigen Zeit in der Literatur der Gegenwart:
Note
1
Autor
Jahr
2002
Seiten
26
Katalognummer
V107359
Dateigröße
480 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Widerspiegelung, Problemen, Jugendlicher, Drogenkonsum, Alkoholismus), Zeit, Literatur, Gegenwart
Arbeit zitieren
Nadja Siber (Autor), 2002, Die Widerspiegelung von Problemen Jugendlicher (v.a. Drogenkonsum und Alkoholismus) unserer heutigen Zeit in der Literatur der Gegenwart:, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107359

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