Diese Arbeit untersucht die bestehenden Methoden und Instrumente zur Personalgewinnung/-erhaltung im Rahmen der Forschungsfrage: Wie lassen sich bestehende Methoden und Instrumente zur Personalgewinnung/-erhaltung optimal in Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland einsetzen?
Zunächst soll erklärt werden, wie Freiwillige Feuerwehren definiert und strukturiert sind. Anschließend wird die bestehende Personalproblematik, deren Entwicklung und mögliche Ursachen näher beschrieben. Im weiteren Verlauf werden sogenannte „Non-Profit- Organisationen“, d. h. gemeinnützige Organisationen, am Beispiel der Feuerwehren mit Unternehmen verglichen und dargestellt, wie sich bestehende Instrumente und Methoden der Personalgewinnung/ -erhaltung unterscheiden. Abschließend soll im Rahmen einer Diskussion und eines Fazits geklärt werden, ob und wie diese optimal in Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt werden können.
Die zunehmende Problematik der Personalgewinnung und Personalerhaltung ist immer wieder Thema, sobald eine Auseinandersetzung mit dem Begriff “Ehrenamt“ stattfindet. Die Freiwilligen Feuerwehren, in Deutschland als sogenannte „Non-Profit-Organisation“ im Ehrenamt organisiert, bleiben vor diesen Problemen nicht verschont. Seit Jahren ist ein Rückgang der Mitgliederzahlen zu beobachten, welcher sich voraussichtlich noch beschleunigt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Freiwillige Feuerwehr als Ehrenamt
2.1 DEFINITION EHRENAMT
2.2 DEFINITION FREIWILLIGE FEUERWEHR
2.3 STRUKTUR, AUFBAU, MITGLIEDER
3 Personalproblematik
3.1 MITGLIEDERSTATISTIK
3.2 MÖGLICHE URSACHEN
4 Methoden und Instrumente zur Personalgewinnung/-erhaltung
4.1 ANALYSE: ALLGEMEINE UNTERSCHIEDE VON UNTERNEHMEN UND FREIWILLIGEN FEUERWEHREN (NON-PROFIT/ GEMEINNÜTZIGEN ORGANISATIONEN)
4.2 METHODEN UND INSTRUMENTE IN UNTERNEHMEN
4.3 METHODEN UND INSTRUMENTE IN FREIWILLIGEN FEUERWEHREN
4.3.1 Nordrhein- Westfalen (NRW)
4.3.2 Niedersachsen
4.3.3 Sachsen
4.3.4 Sachsen- Anhalt
4.3.5 Hessen
4.4 ZUSAMMENFASSUNG DER METHODEN UND INSTRUMENTE
5 Diskussion
6 Fazit
6.1 ZUSAMMENFASSUNG
6.2 AUSBLICK
6.3 AUS DER HAUSARBEIT ABGELEITETE FORSCHUNGSFRAGEN
7 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Personalproblematik in Freiwilligen Feuerwehren und analysiert bestehende Methoden sowie Instrumente zur Mitgliedergewinnung. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie lassen sich bestehende Methoden und Instrumente zur Personalgewinnung/-erhaltung optimal in Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland einsetzen?“
- Struktur und Definition des Ehrenamts sowie der Freiwilligen Feuerwehr.
- Ursachenanalyse der rückläufigen Mitgliederzahlen in deutschen Feuerwehren.
- Vergleich von Personalgewinnungsstrategien zwischen gewinnorientierten Unternehmen und Non-Profit-Organisationen.
- Untersuchung landesspezifischer Ansätze, Projekte und Leitfäden zur Mitgliedergewinnung.
- Ableitung von Empfehlungen zur Optimierung der Personalgewinnung und -bindung.
Auszug aus dem Buch
4.2 Methoden und Instrumente in Unternehmen
Um zu untersuchen, wie verschiedene bestehende Methoden und Instrumente der Personalgewinnung in Freiwilligen Feuerwehren optimal eingesetzt werden können, müssen diese Möglichkeiten zunächst in Unternehmen betrachtet werden.
Es existieren prinzipiell zwei Wege der Personalgewinnung:
interne Personalgewinnung
externe Personalgewinnung
Zunächst muss definiert werden, was der Begriff „Personalgewinnung“ überhaupt bedeutet:
„In der Unternehmensorganisation wird die Personalgewinnung als Bereich der Personalwirtschaft [Herv. im Original] gesehen […]. Die Personalgewinnung soll dafür Sorge tragen, dass es keine Personalengpässe gibt, die zu Problemen im Ablauf oder bei der Erledigung von Aufträgen [Herv. des Verf.] und Projekten führen könnten (Warkentin, 2020, S.1)
Da sich die interne Personalgewinnung auf bestehende Arbeitsverhältnisse bezieht und innerhalb eines Unternehmens geschieht, soll hauptsächlich auf die Möglichkeiten der externen Personalgewinnung eingegangen werden, da diese vermutlich eher mit den Methoden und Instrumenten zur Personalgewinnung in Freiwilligen Feuerwehren korrelieren.
Laut Bergmann dient die externe Personalgewinnung dazu, Arbeitskräfte zu binden, welche bisher für das Unternehmen noch nicht tätig gewesen sind (Vgl. Bergmann, 2013, S.92).
„Die externe Personalgewinnung lässt sich auf [sic!] hierbei grundsätzlich nach sieben Wegen klassifizieren“ (Bergmann, 2013, S. 92):
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Problematik des Mitgliederschwunds bei freiwilligen Feuerwehren und formuliert die Forschungsfrage zur Optimierung der Personalgewinnung.
2 Freiwillige Feuerwehr als Ehrenamt: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Ehrenamt sowie Freiwillige Feuerwehr und erläutert die gängige Organisationsstruktur am Beispiel Hessens.
3 Personalproblematik: Hier werden statistische Daten zum Mitgliederrückgang präsentiert und Ursachen wie veränderte Arbeitswelten oder ein wachsendes Freizeitangebot diskutiert.
4 Methoden und Instrumente zur Personalgewinnung/-erhaltung: Das Hauptkapitel vergleicht Ansätze aus der Privatwirtschaft mit gemeinnützigen Strategien und analysiert diverse landesspezifische Leitfäden und Projekte zur Gewinnung neuer Kräfte.
5 Diskussion: Es wird erörtert, inwiefern unternehmerische Instrumente auf das Ehrenamt übertragen werden können und wo noch Verbesserungsbedarf bei der Öffentlichkeitsarbeit besteht.
6 Fazit: Die Forschungsfrage wird abschließend beantwortet, wobei die Notwendigkeit kontinuierlicher Evaluation und regionaler Vernetzung hervorgehoben wird.
7 Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche für die Arbeit herangezogenen Quellen, Studien und Leitfäden aufgelistet.
Schlüsselwörter
Freiwillige Feuerwehr, Personalgewinnung, Ehrenamt, Mitgliedergewinnung, Katastrophenschutz, Öffentlichkeitsarbeit, Personalproblematik, Nachwuchsmanagement, Gemeinnützigkeit, Personalerhaltung, Organisationsstruktur, Mitgliederbindung, Personalwirtschaft, Freiwilligen-Engagement, Gefahrenabwehr
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die zunehmende Personalproblematik bei den freiwilligen Feuerwehren in Deutschland und untersucht Ansätze zur effizienteren Mitgliedergewinnung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den zentralen Themen gehören die Definition des Ehrenamts, die Analyse von Ursachen für sinkende Mitgliederzahlen sowie der Vergleich von Gewinnungsstrategien zwischen Unternehmen und Feuerwehren.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Das Ziel ist es, auf Basis einer Literaturrecherche herauszufinden, wie bestehende Instrumente der Personalgewinnung optimal für die Bedürfnisse von freiwilligen Feuerwehren angepasst werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Die Hausarbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturarbeit, die Analysen, Forschungsberichte und offizielle Leitfäden verschiedener Bundesländer auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich dem Vergleich zwischen gewinnorientierten Unternehmen und Non-Profit-Organisationen sowie der Vorstellung spezifischer Projekte und Leitfäden aus NRW, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hessen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?
Freiwillige Feuerwehr, Personalgewinnung, Ehrenamt, Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbindung sind die entscheidenden Begriffe, die den Kern der Arbeit beschreiben.
Inwiefern spielt das Bundesland Hessen eine besondere Rolle in der Arbeit?
Das Beispiel Hessen wird genutzt, um konkrete organisatorische Strukturen sowie moderne Leitfäden wie „Feuerwehr für alle“ praxisnah zu erläutern.
Warum wird eine finanzielle Entlohnung als möglicher Ansatz diskutiert?
Der Autor führt an, dass in Zeiten knapper Personaldecken finanzielle Anreize wie Anerkennungsprämien oder Einsatzpauschalen ein entscheidender Faktor sein können, um die langfristige Bindung der Mitglieder zu sichern.
- Arbeit zitieren
- Daniel Höber (Autor:in), 2021, Personalproblematik in Freiwilligen Feuerwehren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1073626