In dieser Studienarbeit möchte ich Auszüge des Pädagogischen Konzeptes des ”Familienseminars für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige” darstellen. Eine komplette Darstellung aller pädagogischen Hintergründe und Überlegungen ist in dieser Studienarbeit leider nicht möglich, da es den vorgegebenen Rahmen sprengen würde.
Einführend möchte ich unter Punkt 2 “Allgemeine Erläuterungen” kurz auf den Träger, die Zusammenstellung des Seminar-Teams sowie die soziale Problemlage und den Anlass für die Durchführung des Seminars eingehen, bevor ich mich dem pädagogischen Konzept widmen werde. Ich denke, dass dies für ein besseres Verständnis des pädagogischen Konzeptes sinnvoll ist.
Bei der Ausführung des pädagogischen Konzeptes möchte ich mich an die vier Grundelemente “Didaktik”, “Methodik”, “Pädagogische Beziehung” und “Menschenbild” halten, um so einen roten Faden für das Konzept zu bekommen. Allerdings habe ich mich speziell auf die Elemente “Didaktik” und “Methodik” beschränkt, da sich eine Ausführung aller vier Elemente für die Rahmenbedingungen dieser Studienarbeit als zu umfangreich herausgestellt hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeine Erläuterungen
2.1 Der Ablauf des Seminars
2.2 Die soziale Problemlage
3. Das pädagogische Konzept
3.1 Die Didaktik - die Frage nach dem WAS und WOHIN?
3.1.1 Die Zielgruppe
3.1.2 Der Anlass für die Durchführung des Seminars
3.1.3 Die Ziele des Seminars
3.1.4 Pädagogische Inhalte
3.1.5 Pädagogische Inhalte für die Erwachsenen
3.1.6 Pädagogische Inhalte für die gesamte Familie
3.2 Die Methodik - die Frage nach dem WIE?
3.2.1 “Vorne weg ...”
3.2.2 Methodische Grundlagen
3.2.3 Methoden der Erwachsenen-Gruppenstunden
3.2.4 Methoden der Familien-Gruppenstunden
3.2.5 Sonstiges
4. Abschließend ...
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit stellt das pädagogische Konzept des Familienseminars für inhaftierte evangelische Strafgefangene und deren Angehörige in Bayern dar, mit dem primären Ziel, die methodischen und didaktischen Ansätze dieser Unterstützungsmaßnahme für zerrissene Familien zu analysieren und zu erläutern.
- Soziale Problemlage von Familien mit inhaftierten Angehörigen
- Didaktische Grundlagen des Familienseminars
- Einsatz der themenzentrierten Interaktion (TZI) in der Gruppenarbeit
- Methodik der Erwachsenen- und Familien-Gruppenstunden
- Förderung von Solidarität und Vertrauen innerhalb der Familie
Auszug aus dem Buch
3.1.5 Pädagogische Inhalte für die Erwachsenen
Ein sehr wichtiger Inhalt am Anfang des Seminars ist das Thema “Veränderte Lebenswelten”. Vor allem in dieser besonderen Situation, in der sich die Familien befinden. Hier geht es vor allem darum, dass die TN sich mit ihrer eigenen, veränderten Lebenswelt auseinandersetzen. Sie sollen sich diese bewusst vor Augen führen und in einem offenen Gespräch darüber erleben, dass sie nicht alleine, in einer derart veränderten Lebenswelt leben. Die TN erleben dadurch Solidarität, die dazu führt, dass aufgestaute Spannungen abfallen und ein Gefühl von Erleichterung einkehren kann. Des weiteren sollen die TN erfahren, dass auch in dieser veränderten Lebenswelt Raum für Wünsche an die Partnerin/den Partner ist. Oft ist es so, dass die Partner aufgrund der außergewöhnlichen Stresssituation, Wünsche und Bedürfnisse in den Hintergrund stellen oder verdrängen, um “mit derartigen Belanglosigkeiten” oder “weil jetzt ganz einfach was anderes wichtig ist” nicht zusätzlich zu belasten. Dabei ist es doch gerade in dieser besonderen Situation wichtig, Wünsche zu äußern und sie erfüllt zu bekommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Verfasserin führt in die Zielsetzung ein, das pädagogische Konzept des Familienseminars zu beleuchten und den inhaltlichen Rahmen auf Didaktik und Methodik zu begrenzen.
2. Allgemeine Erläuterungen: Dieses Kapitel skizziert die organisatorische Struktur des Seminars, die personelle Zusammensetzung des Betreuerteams sowie die soziale Belastungssituation der betroffenen Familien.
3. Das pädagogische Konzept: Hier wird der didaktische und methodische Kern der Arbeit beschrieben, inklusive Zielgruppenanalyse, Inhalten und der praktischen Umsetzung der Gruppenstunden.
4. Abschließend ...: Die Autorin reflektiert die Komplexität und die besonderen Anforderungen an die soziale Arbeit in diesem speziellen Feld.
Schlüsselwörter
Familienseminar, Strafgefangene, Resozialisierung, Sozialpädagogik, Familienhilfe, Didaktik, Methodik, Themenzentrierte Interaktion, TZI, Haft, Angehörige, Gruppenarbeit, Familienberatung, Haftstrafe
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Konzeption eines Familienseminars, das sich an inhaftierte Strafgefangene in Bayern und deren Familien richtet, um diese während der Zeit der Haft zu unterstützen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Bewältigung der durch Inhaftierung veränderten Lebenswelten, die Wiederherstellung von Vertrauen und Partnerschaft sowie die Stärkung der Familienbeziehungen durch pädagogische Gruppenangebote.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die pädagogische Struktur des Familienseminars transparent zu machen, wobei der Fokus auf den didaktischen Zielen und der methodischen Durchführung der Seminarstunden liegt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Darstellung des pädagogischen Konzepts, welches sich primär auf den Ansatz der themenzentrierten Interaktion (TZI) stützt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Didaktik (das "Was") mit Zielgruppen- und Inhaltsbeschreibungen sowie die Methodik (das "Wie"), welche unter anderem die TZI-Grundlagen und spezifische Methoden der Gruppenstunden umfasst.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Familienseminar, Resozialisierung, soziale Problemlage, TZI, Inhaftierung und pädagogisches Konzept.
Warum ist die Unterscheidung zwischen Erwachsenen- und Kindergruppen methodisch relevant?
Da die Familienmitglieder in unterschiedlichen Lebensphasen und Rollen stecken, ist eine alters- und zielgruppenspezifische Aufteilung notwendig, um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Entwicklungsschritten gerecht zu werden.
Welche Rolle spielt die "Befindlichkeitsrunde" im Seminar?
Sie dient als wichtiges Instrument der pädagogischen Arbeit, um zu Beginn und Ende jeder Einheit eine aktuelle Momentaufnahme der emotionalen Lage der Teilnehmer zu erhalten und flexibel auf deren Bedürfnisse einzugehen.
- Quote paper
- Anke Horndasch (Author), 2001, Eine ausgewählte Darstellung des Pädagogischen Konzeptes des Familienseminars für evangelische Strafgefangene aus bayerischen Vollzugsanstalten und deren Angehörige, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10748