Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Art - Art Theory, General

Das Urban Gardening als Heterotopie im Ruhrgebiet

Anwendung von Michel Foucaults Heterotopiemodell in "Andere Räume"

Title: Das Urban Gardening als Heterotopie im Ruhrgebiet

Term Paper (Advanced seminar) , 2021 , 26 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Mareen Illiges (Author)

Art - Art Theory, General
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Arbeit untersucht, inwiefern sich das Urban Gardening im Ruhrgebiet durchsetzen konnte und wie diese Nutzung des Raumes als eine Erschaffung einer Heterotopie, einer verwirklichten Utopie, verstanden werden kann. Hierzu wird Foucaults Heterotopiemodell angewendet und mit modernen Ansätzen zu Raumtheorien ergänzt.

Beim Urban Gardening trifft Urbanität auf Gartenbau, denn es geht um die Restaurierung von ungenutzten Brachflächen, Dächern oder Stadtnischen in Gemeinschaftsgärten inmitten eines urbanen Raumes. Das Phänomen kommt aus New York und verbreitet sich international, so auch in Deutschland und dem Ruhrgebiet. Mit der steigenden Zahl Urbaner Gärten wächst somit auch das öffentliche Hinwenden zu dem Thema. Ähnlich wie bei der Schrebergartenkultur geht es beim Urban Gardening um das Durchbrechen der Digitalisierung des modernen Alltages und das erneute Erfahren von Natur. Aber das wachsende Interesse bei den Stadtmenschen hat eine Vielzahl an weiteren sozial-ökologischen Beweggründen. Spannend ist hier zu schauen, welche Motivationen die Faszination ankurbeln und welche Potentiale hinter der Re-Evaluierung des Raumes, in dem Urbanität neu verstanden wird, stecken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Heterotopie

2.1 Foucaults Heterotopiemodell in „Andere Räume“

2.2 Der Garten als heterotopen Ort

2.3 Heterotopien im Kontext von Gesellschaft

3. Urban Gardening

3.1 Urban Gardening Definition

3.2 Orte des Urban Gardening als Heterotopien des Ruhrgebietes

3.2.1 Die Gartentradition im Ruhrgebiet

3.2.2 Beispiele des Urban Gardening im Ruhrgebiet

3.2.3 Forschungsfrage: Urban Gardening als Heterotopie

4. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern sich Projekte des Urban Gardening im Ruhrgebiet als Heterotopien im Sinne Michel Foucaults klassifizieren lassen. Dabei wird analysiert, wie diese Gärten als Gegenorte zur gesellschaftlichen Industriekultur und als Räume für soziale Partizipation und Entschleunigung fungieren.

  • Analyse des Heterotopie-Konzepts von Michel Foucault
  • Historische Entwicklung der Gartenkultur im Ruhrgebiet
  • Urban Gardening als Instrument nachhaltiger Stadtentwicklung
  • Fallbeispiele von Gemeinschaftsgärten im Ruhrgebiet

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Beispiele des Urban Gardening im Ruhrgebiet

Das Urban Gardening hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten auch im Ruhrgebiet vereinzelt durchsetzen können. Besonders auf dem Emscher Landschaftspark sind viele Gärten entstanden, da dieser „mit seiner Industriekultur und Industrienatur zahlreiche Flächen [bietet], die auf vielfältige Weise genutzt werden [können]“71. Der Gemeinschaftsgarten SchallAcker befindet sich im Dortmunder Teil des Parks und zeigt wie eine Umnutzung bracher Flächen aussehen kann. 1993 noch als Schwimmbad genutzt, wurde das Freibad Schallacker 2014 eigeninitiativ von Dortmunder Bürgern zu dem Gemeinschaftsgarten SchallAcker umgebaut.

Das alte Schwimmbecken wurde mit Sand befüllt und wird innovativ für Kräuterspiralen, Hoch- und ebenerdige Gemüsebeete genutzt72. Außerdem gibt es ein Insektenhotel und Anpflanzung von Chilischoten, die getrocknet und zu Gewürzen verarbeitet werden. Auch weitere Visionen sind für die Zukunft geplant. So sollen als nächste Projekte eine kleine Empore als Bühne für Kindertheater und Musikvorstellungen und ein Stall für Hühner entstehen. Insgesamt dient die 2500m² große Fläche des Gartens SchallAcker dem Eigenanbau und Gebrauch von Lebensmitteln. Darüber hinaus ist der Garten mit seinen zahlreichen Sitzmöglichkeiten aber auch ein Ort des Zusammenkommens und Abschaltens. Der Ort bietet einen Rückzugsort als Ausgleich zum Arbeitsleben oder die Möglichkeit sich kreativ auszuleben. Die Bürger die gemeinschaftlich im Gemeinschaftsgarten SchallAcker pflanzen und ernten, sprechen außerdem von der grünen Oase, in der man ein Urlaubsfeeling bekommt und die das Gemeinschaftsgefühl stärkt73.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der urbanen Gärten im Ruhrgebiet ein und verknüpft diese mit dem raumtheoretischen Konzept der Heterotopie.

2. Heterotopie: Dieses Kapitel erläutert Foucaults Theorie der Heterotopien und deren Anwendung auf Gärten sowie gesellschaftliche Machtstrukturen.

3. Urban Gardening: Dieser Hauptteil definiert das Phänomen Urban Gardening, beleuchtet die historische Gartentradition der Region und analysiert konkrete Projekte anhand der Foucaultschen Kriterien.

4. Ausblick: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und das Potenzial urbaner Gärten für zukünftige Forschungsfelder oder den Schulkontext aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Urban Gardening, Heterotopie, Michel Foucault, Ruhrgebiet, Stadtentwicklung, Gemeinschaftsgarten, Raumtheorie, Nachhaltigkeit, Entschleunigung, Industriekultur, Partizipation, Gartenbewegung, Soziale Inklusion, Brachflächennutzung, Gegenort.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung von Urban-Gardening-Projekten im Ruhrgebiet unter der Anwendung der raumtheoretischen Ansätze von Michel Foucault.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft die Bereiche Stadtplanung, Soziologie, Kulturgeschichte und Raumtheorie, insbesondere im Kontext von Transformationen innerhalb des Ruhrgebiets.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet: Können Orte des Urban Gardening als Heterotopien des Ruhrgebietes gesehen werden?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturgestützte Analyse durchgeführt, die Foucaults Heterotopie-Modell und ergänzende machttheoretische Ansätze (z.B. von Chlada) auf aktuelle urbane Gartenprojekte überträgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil definiert Urban Gardening, beleuchtet die industrielle Geschichte des Ruhrgebiets und analysiert, inwieweit urbane Gärten durch Überlagerung von Räumen, Zeitbruch und Kompensationsfunktion den Kriterien einer Heterotopie entsprechen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Urban Gardening, Heterotopie, Ruhrgebiet, Stadtentwicklung und soziale Partizipation sind die prägenden Begriffe.

Was ist das Besondere am Fallbeispiel „SchallAcker“?

Das Beispiel zeigt die erfolgreiche Umnutzung eines ehemaligen Freibads in eine ökologische und soziale „grüne Oase“ durch bürgerschaftliches Engagement.

Wie unterscheidet sich die heutige Gartennutzung von der historischen?

Während früher die Selbstversorgung und Nahrungsmittelknappheit (z.B. nach den Weltkriegen) im Vordergrund standen, fokussieren heutige Gärten stärker auf Nachhaltigkeit, soziale Inklusion und die Ästhetisierung des städtischen Raums.

Excerpt out of 26 pages  - scroll top

Details

Title
Das Urban Gardening als Heterotopie im Ruhrgebiet
Subtitle
Anwendung von Michel Foucaults Heterotopiemodell in "Andere Räume"
College
University of Dortmund  (Institut für Kunst und Materielle Kultur)
Grade
1.0
Author
Mareen Illiges (Author)
Publication Year
2021
Pages
26
Catalog Number
V1075493
ISBN (eBook)
9783346478474
ISBN (Book)
9783346478481
Language
German
Tags
Heterotopie Urban Gardening Urbaner Gartenbau Foucault Ruhrgebiet
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mareen Illiges (Author), 2021, Das Urban Gardening als Heterotopie im Ruhrgebiet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1075493
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint