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Die Funktion von Parteien in Demokratien

Title: Die Funktion von Parteien in Demokratien

Term Paper , 2000 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Mailin Lochmann (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Wie hat sich die Parteienlandschaft in einem vereinten Deutschland in „10 Jahren Deutsche Einheit“ entwickelt?

Im folgenden möchte ich darstellen, womit sich die Arbeit beschäftigt. Zu Beginn stelle ich erst einmal verschiedene Parteiendefinitionen vor, da es in demokratischen Systemen unterschiedliche Auffassungen über den Begriff der Partei gibt und somit auch über deren Funktion. Darauf bezugnehmend folgt ein kurzer historischer Abriss über die Parteiengeschichte, in der die einzelnen Parteientypen unterschieden werden. Anschließend werde ich auf die Parteienentstehungstheorien näher eingehen, da ihre heutigen Funktionen unter anderem aus ihrer Entstehungsgeschichte gewachsen sind. Auch die Herausbildung von Parteien hat entscheidend zur Konsolidierung der demokratischen Systeme beigetragen. Die Ausdifferenzierung von Parteienfunktionen nach G. Brunner anhand von vier Merkmalen soll den Schwerpunkt meiner Arbeit bilden. Im Anschluss daran erfolgt dann noch ein Exkurs zur Thematik der DDR und der BRD, indem auf die Unterschiede der Parteiensysteme eingegangen wird. Die Arbeit wird mit einer Schlussbemerkung enden, die versucht die Unterschiede zwischen der Funktionstheorie und der Funktionspraxis aufzuzeigen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Begriffs Partei

3. Parteiengeschichte

4. Parteienentstehungstheorien

5. Funktionen von Parteien in Demokratien

5.1. Integrationsfunktion

5.2. Führungsauslese

5.3. Herrschaftsausübung

5.4. Herrschaftskontrolle

6. Exkurs

6.1. Aufgaben von Parteien in der DDR und der BRD

6.2. Parteienarten in der DDR und der BRD

6.3. Parteiensystem vor und nach der Wende in Ostdeutschland

7. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Funktion politischer Parteien im Kontext der deutschen Wiedervereinigung. Das primäre Ziel ist es, die Rolle und Wandlung der Parteienlandschaft sowie deren Funktionsfähigkeit innerhalb des demokratischen Systems unter Berücksichtigung theoretischer Modelle und der historischen Besonderheiten der DDR und der Bundesrepublik zu analysieren.

  • Grundlegende Begriffsbestimmung politischer Parteien
  • Historische Entwicklung von Parteientypen und Entstehungstheorien
  • Differenzierung der vier Kernfunktionen: Integration, Führungsauslese, Herrschaftsausübung und Kontrolle
  • Vergleichende Analyse der Parteiensysteme in der DDR und der Bundesrepublik Deutschland

Auszug aus dem Buch

4. Parteienentstehungstheorien

In diesem Abschnitt soll auf die verschiedenen Parteienentstehungstheorien eingegangen werden, da auch diese in bezug auf die Funktionen von Parteien aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte einen erklärenden Charakter besitzen.

Zum Beispiel stellt Klaus von Beyme verschiedene Theorien vor:

I. Die institutionellen Theorien: Dort entstehen die Parteien durch die geschichtliche Entwicklung parlamentarischer Systeme und der ihrer Wahlweise.

II. Die historischen Krisensituationstheorien: Hier werden Parteienentstehungen und Parteienentwicklungen mit dem Verfall von Verfassungssystemen und der Bildung neuer Staaten versucht zu erklären.

III. Die Modernisierungstheorien: Ansatzweise wird versucht, Parteienentwicklungen durch den Umstand der Säkularisierung, fortschreitender Urbanisierung und den der Erhöhung des gesamtbevölkerungsmäßigen Bildungsgrades zu erklären.

Bei allen diesen Theorien lässt sich der Mangel aufzeigen, dass sie nur teilerklärenden Charakter besitzen. Somit ist ein zeitlicher, internationaler bzw. interkontinentaler Vergleich von Parteienentwicklungen oftmals nicht möglich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung nach der Entwicklung der Parteienlandschaft im vereinten Deutschland ein und skizziert den methodischen Aufbau der Hausarbeit.

2. Definition des Begriffs Partei: Hier werden unterschiedliche theoretische und gesetzliche Definitionsansätze für politische Parteien diskutiert.

3. Parteiengeschichte: Das Kapitel bietet einen Abriss über die historische Entstehung verschiedener Parteientypen, von den frühen Zweckverbänden bis zur modernen parlamentarischen Regierungspartei.

4. Parteienentstehungstheorien: Dieser Abschnitt beleuchtet wissenschaftliche Erklärungsmodelle für die Entstehung von Parteien und deren Grenzen.

5. Funktionen von Parteien in Demokratien: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der vier zentralen Funktionen: Integration, Führungsauslese, Herrschaftsausübung und Kontrolle.

6. Exkurs: Der Exkurs widmet sich dem spezifischen Vergleich der Parteienlandschaften, Aufgaben und Wahlsysteme in der DDR und der BRD sowie den Entwicklungen nach der Wende.

7. Schlussbemerkung: Die abschließenden Betrachtungen fassen den Stellenwert der Parteien für die sozialstaatliche Entwicklung zusammen und reflektieren kritisch deren Abhängigkeit von Verbänden und Medien.

Schlüsselwörter

Politische Parteien, Parteiendefinition, Parteienentstehung, Integrationsfunktion, Führungsauslese, Herrschaftsausübung, Herrschaftskontrolle, DDR, Bundesrepublik, Wiedervereinigung, Parteiensystem, Politische Willensbildung, Interessenaggregation, Parteienlandschaft, Politikverdrossenheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle, den Funktionen und der historischen Entwicklung politischer Parteien, insbesondere im Kontext des deutschen Einigungsprozesses.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die theoretische Definition von Parteien, die verschiedenen Parteienentstehungstheorien und die spezifische Ausgestaltung der vier Hauptfunktionen einer Partei im demokratischen System.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Funktionspraxis von Parteien im Vergleich zur theoretischen Funktionstheorie darzustellen und die Unterschiede zwischen den Parteiensystemen der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer vergleichenden Betrachtung der Regierungs- und Parteiensysteme auf Basis etablierter Politikwissenschaftler wie G. Brunner und K. von Beyme.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Parteienbegriffe und Funktionen sowie einen umfangreichen Exkurs zur historischen Sonderstellung der Parteien in der DDR im Vergleich zur BRD.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben den Parteifunktionen vor allem Demokratie, Parteienentstehung, Systemvergleich DDR/BRD und die Rolle von Interessensverbänden.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Massenmedien und Verbände?

Der Autor kritisiert eine zunehmende Abhängigkeit der Parteien von Medien und Verbänden, was laut Arbeit zu einer Schwächung der Eigenständigkeit und einem Anstieg der Politikverdrossenheit führen kann.

Warum hatten es neue Parteien in Ostdeutschland nach 1990 schwer?

Die Arbeit führt aus, dass etablierte Strukturen, die Last der Vergangenheit bei ehemaligen SED-Nachfolgeorganisationen und der Mangel an Ressourcen sowie Personal den Aufbau neuer Parteien im Osten stark erschwerten.

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Details

Title
Die Funktion von Parteien in Demokratien
College
University of Heidelberg  (Institut für Politikwissenschaft)
Course
Politische Parteien
Grade
2,0
Author
Mailin Lochmann (Author)
Publication Year
2000
Pages
18
Catalog Number
V10760
ISBN (eBook)
9783638171052
ISBN (Book)
9783638914932
Language
German
Tags
Funktion Parteien Demokratien Politische Parteien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mailin Lochmann (Author), 2000, Die Funktion von Parteien in Demokratien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10760
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