Gegenüberstellung von ketogener Diät und Antiepileptika bei Kindern mit Epilepsie


Facharbeit (Schule), 2003
16 Seiten

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Epilepsie
2.1. Was ist Epilepsie?
2.2. Ursachen von Epilepsie

3. Ketogene Diät
3.1. Was ist ketogene Diät?
3.2. Nebenwirkungen der ketogenen Diät
3.3. Die Geschichte der ketogenen Diät

4. Antiepileptikas
4.1. Was sind Antiepileptikas?
4.2. Nebenwirkungen von Antiepileptikas

5. Beantwortung der Fragestellung

Anhang

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Mein Thema für die Facharbeit in Biologie ist „Gegenüberstellung von ketogener Diät und Antiepileptika bei Kinder mit Epilepsie“. Ich habe dieses Thema gewählt, da ich mich sehr für Epilepsie und anderen neurologischen Krankheiten interessiere. Mir fiel es am Anfang nicht leicht, mich für ein Thema zu entscheiden, aber da eine Bekannte von meiner Familie ein Kind hatte, das bei einem epileptischen Anfall gestorben ist, und ich dadurch mehr über diese Krankheit wissen wollte, habe ich mich für dieses Thema entschieden. Es gab am Anfang noch andere Themen, die ich in betracht gezogen habe, wie Parkinson und Diabetes, aber im Endeffekt entschloss ich mich für dieses Thema, da es mich am meisten interessiert. Es bereitet mir Freude, etwas über solche Krankheiten heraus zuarbeiten und mich darüber zu informieren. Die interessanten Methoden Krankheiten wie Epilepsie zu behandeln, begeistern mich oft, aber erscheinen mir auch manchmal suspekt. Deshalb hab ich auch eine Fragestellung gewählt, die zwei Behandlungsarten einschließt. Ich erhoffe mir dadurch mehr Wissen über die Krankheit und ihre Heilungsmöglichkeiten und will durch meine Erarbeitung den Unterschied zwischen einer medikamentösen und einer natürlichen Behandlung darstellen. Ich will zeigen, was es für Unterscheide gibt, was für Nach- und was für Vorteile es gibt.

Den Aspekt mit den Kindern habe ich in sofern gewählt, das ich es besonders kritisch finde, Kinder die betroffen sind zu motivieren diese Diät durchzuhalten und um heraus zu stellen wie schwer es für diese Kinder und ihre Familien ist ihr Leben mit Epilepsie zu regeln. Ebenso finde ich es interessant zu erarbeiten, wie Antiepileptika den Körper des Kindes belasten und in wie fern sie ihm helfen.

2. Epilepsie

2.1. Was ist Epilepsie?

Epilepsie ist eine Krankheit, die bei allen Menschen mit passender Veranlagung auftreten kann. Diese kann durch Vererbung oder zum Beispiel durch Sauerstoffmangel bei der Geburt entstehen. Das Wort Epilepsie kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie ‚plötzlich heftig ergriffen und überwältigt zu werden’. Wie bei vielen anderen Krankheiten glaubte man früher es sei eine Strafe der Götter, dass diese Anfälle zustande kommen. Epilepsie ist auch bekannt als ‚Fallsucht’ oder ‚Krampfleiden’.

Epilepsien haben meist eine strukturelle, also den Bau oder das Gefüge des Gehirns betreffend und in machen Fällen nur eine funktionelle, wie stoffwechselbedingte Anomalie des Gehirn zu Grunde. Anfälle entstehen durch eine Verwirrung im Gehirn. In normal funktionierenden Gehirnen sind die Milliarden vorhandenen Zellen genaustens aufeinander abgestimmt und greifen sozusagen ineinander über. Bei Menschen mit Epilepsie ist dieses Gleichgewicht immer wieder gestört. Die Nervenzellen geben bei einem epileptischen Anfall zu viele elektrische Impulse ab und diese anormalen Entladungen breiten sich dann im Gehirn aus. Das ist der Grund für die Zuckungen in Armen und Beinen. Jeder Nervenverband und jede einzelne Nervenzelle kann epileptisch werden. Es kommt immer darauf an, welche Nervenzelle betroffen ist. Sind zum Beispiel die Nervenzelle der Riechzellen betroffen, kann es zu einen Riechstörung kommen und so bei jeder anderen Nervenzelle die für die Sinne oder Körperfunktion verantwortlich ist auch. Die Nervenzellen die betroffen sind, verursachen die Störungen in dem jeweiligen Sektor. Der Mensch verliert in einem Anfall jegliche Kontrolle über seinen Körper. Es gibt mehr als 10 verschiedene Arten von Anfällen und noch mehr verschiedene Arten von Epilepsie, zum Beispiel, um nur eine zu nennen, die lokalisierte Epilepsie. Das sind Anfälle deren Ursprung nur in bestimmten Teilen des Gehirns vermutet wird. Anders als bei den generalisierten Epilepsien. Diese werden durch das ganze Gehirn ausgelöst. Unter diesen Untergruppen gibt es noch weitere verschiedene Epilepsien. Ebenso wird bei Epilepsien unterschieden, wann der erste Anfall stattfindet. Bei zum Beispiel einem Erstanfall nach dem 30. Lebensjahr spricht man von Spätepilepsie. In der Regel hat jeder Betroffene nur eine Form von Epilepsie, wobei es aber zu mehreren Anfallsformen kommen kann.

Epileptische Anfälle können ganz verschieden aussehen. Manche beginnen mit einem Schrei, worauf ein Sturz mit Versteifung des ganzen Körpers folgt und manche merken ihren Anfall nicht mal selbst. Es kann bei einem Anfall zu Bewusstlosigkeit, krampfartigen Zuckungen einzelner Körperteile, Gefühlsausbrüchen oder zeitweiliger geistiger Verwirrung kommen. Es kann aber zum Beispiel nur ein kurzes Zucken der Hand sein oder kurze Unaufmerksamkeit. Aber noch nicht jeder hat Epilepsie der einmal einen epileptischen Anfall hatte. Menschen mit Gehirntumoren, haben zum Beispiel auch ab und zu epileptische Anfälle.[1]

Die allgemeine Formulierung für epileptische Anfälle ist: „Epileptische Anfälle sind relativ Kurzdauernde, plötzliche Änderungen des Bewusstseins, Denkens, Verhaltens, Gedächtnisses, Fühlens oder Empfindens oder der Anspannung der Muskulatur aufgrund einer vorübergehender Funktionsstörung von Nerven-gellen im Gehirn in Form vermehrter und einander gegenseitig auf schaukelnder elektrischer Entladungen.“[2]

2.2. Ursachen von Epilepsie

Es gibt verschiedene Ursache für Epilepsie und epileptische Anfälle. Man unterscheidet zwischen idiopathische und symptomatische Epilepsien. Bei indiopathischen Epilepsien sind keine neurologischen Schäden vorhanden und man kann keine Schädigung im Gehirn beobachten. Der Erbfaktor spielt hier eine große Rolle. In Familien mit Epilepsie Kranken kann es auch immer wieder Fälle geben, bei denen die Epilepsie nie ausbricht, aber es ist trotzdem epileptische Aktivität vorhanden.

Symptomatische Epilepsien sind Epilepsien bei denen das Gehirn einen Schaden aufweist. Dieser Schaden kann schon in der Schwangerschaft entstehen, durch zum Beispiel Röntgenstrahlen oder Medikamente die die Mutter einnimmt. Zu diesen Epilepsien gehört auch die, die durch Sauerstoffmangel nach der Geburt hervorgerufen werden. Bei diesen Komplikationen bei der Geburt entstehen auch Hirnblutungen, die die symptomatischen Epilepsien hervorrufen können.

Ebenso kann Epilepsie durch Fieber, Sonnenstich, schwere Mineralverluste, Vergiftungen und Unterzuckerung entstehen. Diese Faktoren können bei allen Epileptikern vorliegen, wobei die Hirnverletzungen oder der Sauerstoffmangel meistens nur bei Kindern der Auslöser von Epilepsie ist.

3. Ketogene Diät

3.1. Was ist ketogene Diät?

Die ketogene Diät ist eine Diät, die darauf beruht, die Ketonkörper im Blut zu erhöhen, die meistens bei Kindern mit nicht beeinflussbarer Epilepsie angewandt wird. Ketonkörper sind Stoffwechselprodukte, die bei Hunger vermehrt im Blut und Urin auftauchen. Sie schlägt bei ca. nur einem drittel der behandelten Kinder an.

Ketogene Diät ist eine Diät, bei der man viel Fett und wenig Kohlenhydrate essen darf. Sie soll epileptischen Menschen helfen, das die Anfälle weg gehen oder zumindest eingeschränkt oder reduziert werden. Die meisten Ärzte empfehlen ihren Patienten diese Behandlungsmethode nicht, weil sie sie zum Teil nicht kennen und sie auch in der Praxis noch nicht sehr weit erforscht ist. Ketogene Diät wird auch zum größten Teil nur bei Kindern angewandt.

Die Nahrung bei ketogener Diät darf nur zu einem Teil aus Kohlehydraten und zu neun aus Fetten bestehen. Bei normaler Ernährung ist das Verhältnis 70:30. Eine solche Stoffwechsellage wird am besten erreicht indem die Nahrung im Verhältnis 4:1, das heißt 4 Anteile der täglichen Kalorienzufuhr soll aus der Fettverbrennung und 1 Anteil aus Kohlenhydrat und Eiweiß kommen. Um der Gefahr einer Stoffwechselnentgleisung vorzubeugen wird die Diät unter Aufsicht von Fachpersonal durch eine 24-72 stündige Fastenkur eingeleitet. Da bei der ketogenen Diät keine ausreichende Zufuhr von Vitaminen und Spurenelementen erreicht werden kann ist eine zusätzliche Gabe dieser Stoffe notwendig. In der Fastenzeit, dürfen nur kohlenhydratfreie Getränke zu sich genommen werden.[3]

Es ist schwierig, diese Diät durch zu halten und wird auch nur bei Patienten angewendet, deren Anfälle nicht medikamentös oder operativ so behandelt werden können, dass die Patienten damit zufrieden sind. Ebenso sollte die Diät nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Wie genau dieser Diät anfallshemmend auf den Körper wirkt ist noch nicht genaustens geklärt. Das bei Kindern der beste Erfolg zu verbuchen ist liegt höchstwahrscheinlich daran, dass sie einfacher zu kontrollieren sind und noch nicht so viele verschiedene Speisen kennen und dadurch geschmacklich auf die Diät ansprechen. Ebenso ist es noch nicht geklärt, welche Epilepsie-Form am besten auf diese Diät anspricht.

3.2. Nebenwirkungen der ketogener Diät

Auch wenn diese Diät unter strengster Aufsicht und sorgfältig durchgeführt wurde, können dennoch Komplikationen entstehen. Bei auftretenden Nebenwirkungen und Komplikationen wird meistens ein Abbruch der Diät durchgeführt. Es wird aber auch abgebrochen, wenn die Diät geschmacklich nicht bei den Kindern anschlägt. Es können Gastritis, Gewichtabnahme, Koma, Müdigkeit und Nierensteine auftreten. Ins Koma fallen meistens nur diejenigen Patienten, die mit einer bestimmten Art von Medikamenten behandelt werden. Damit dies nicht geschieht müssen diese Medikamente abgesetzt werden, bevor mit einer ketogenen Diät begonnen werden kann. Wenn der Patient sich an die Diät gewöhnt hat, können diese Medikamente wieder eingeführt werden, wenn der Bedarf besteht. Die Einnahme von Medikamenten mit einem Wirkstoff der fettsäureoxidierend wirkt, wird noch diskutiert.

Wenn während der ketogenen Diät zu wenig Vitamine und Spurenelemente dem Körper beigefügt werden, kann es zur Erblindung oder zu Schwächung der Sehkraft führen.

3.3. Die Geschichte der ketogenen Diät

Schon bei Hippokrates in der Antike liegen Hinweise auf Epilepsiebehandlung mit ketogener Diät vor. In Frankreich kommen 1911 Berichte von Autoren auf, in denen steht, dass nur noch 4 von 26 Patienten nach einer kurzen Behandlungszeit mit ketogener Diät Anfälle aufweisen. In den USA wird 1921 von Geyelin publiziert, das viele Patienten nach der Beendigung und während der Fastenzeit von ketogener Diät nach einigen Monaten auch noch anfallsfrei geblieben sind. Im gleichen Jahr stellt Wilder fest, das der Erfolg der ketogenen Diät auf die Vermehrung von Ketonkörpern zurückzuführen sei, die beim Abbau der Fettreserven des Körpers entstehen. Diese These wurde in den zwanziger Jahren von mehreren Kliniken in den USA bestätigt. 1921 gab es erst 2 Medikamente, die zur Behandlung von Epilepsie ihre Wirkung zeigten. Das waren Brom und Phenobarbital. Dadurch erlebte die ketogene Diät eine große Verbreitung in den zwei nächsten Jahrzehnten. Da man eine hohe Disziplin benötigt um diese Diät durch zu halten, rückte sie in den Hintergrund, nachdem mehrere neue Antiepileptika entdeckt wurden. Außer in den USA verlor sie eigentlich überall ihre Bedeutung. Trotzdem erst in den Siebzigern wurde sie in den USA wieder vermehrt angewandt. Das geschah bei den Kindern, die auf die angewandten Medikamente nicht reagierten oder hohe Nebenwirkungen aufwiesen.

In Europa, besonders in Deutschland wurde die ketogene Diät nur angewandt, wenn wirklich nichts den betroffenen Kindern helfen konnte. Ärzte behandeln nur äußerst selten mit dieser Art von Therapie, obwohl es neuere Studien gibt, die aufweisen das die Wirkung der ketogenen Diät wenigstens bei einigen Kindern großen Erfolgt zeigt.

Im Herbst 1997 wurde ein Film ausgestrahlt, der von einer Familie handelt dessen jüngstes Kind an schwerer Epilepsie leidet und am Ende durch ketogene Diät geheilt wurde und Jahre lang keinen Anfall mehr aufwiest. Durch diesen Film wurde das Denken über ketogene Diät geändert und sie wurde auf vermehrtes Anfragen betroffener Eltern in Deutschenfachkliniken vermehrt angewandt. Aber jedoch nicht alle Kliniken reagierten positiv auf die Anfragen der Eltern. Viele der Kliniken wollte das Risiko nicht eingehen, dass die ketogene Diät bei den Kindern nicht anschlägt und womöglich die Epilepsie und ihre Anfälle verschlimmert.

4. Antiepileptika

4.1. Was sind Antiepileptika?

Antiepileptika sind Medikamente, die Epilepsie hemmen oder sogar beseitigen können. Dies ist aber nur selten der Fall. Ärzte verabreichen meistens nur ein Medikament, das die Epilepsie unterdrücken soll. Nicht selten müssen erst mehrere Medikamente getestet werden, bis das passende gefunden wird.

Sie sollten nur vom Arzt dosiert werden, so dass sie Epilepsie unterdrücken aber keine Nebenwirkungen aufweisen. Es gibt mehrere Formen von Epilepsie also muss es auch mehrere Formen von Antiepileptika geben. Nicht jedes Antiepileptika schlägt auch bei jedem Typ von Epilepsie an. Aber auch nicht jedes Medikament für eine bestimmte Epilepsie wirkt bei jedem Patienten. Die Medikamente müssen individuell angepasst werden.

Antiepileptika helfen dem Körper und besonders dem Gehirn, den normalen Rhythmus einzuhalten beziehungsweise herzustellen. Dies geschieht durch die Zusammensetzung von bestimmten Stoffen.

Vor der Anwendung von Antiepileptika muss der Anfallstyp genaustens klargemacht werden. Der Patient muss peinlichst genau darauf achten, das alles genau so eingenommen wird, wie der Arzt es verschreiben hat, sonst können schwere Nebenwirkungen austreten. Es wird immer mit einer leichten Dosierung angefangen und dann wird die Dosis jeden 3. Tag gesteigert, bis sie irgendwann die vorgesehene Dosis erreicht hat. Die Ärzte versuchen grundsätzlich immer, mit einem einzelnen Medikament die gezielte Wirkung zu erreichen, da es sonst wieder zu Komplikationen kommen kann.

4.2. Nebenwirkungen von Antiepileptika

Antiepileptika können große Nebenwirkungen aufweisen. Das hat einmal den Ursachen der Überdosierung und einmal den der Falschanwendung. Bei dem ist der Körper des Patienten das Medikament nicht oder es ist nicht für den Typ von Epilepsie geeignet.

Dann gibt es auch noch die schweren Nebenwirkungen und die leichten. Zu den leichten Nebenwirkungen gehören zum Beispiel das kurzzeitige Verschwommensehn oder leichtes Übelkeitsgefühl.

Die schweren Nebenwirkungen sind da etwas ernster. Bei denen kann es zu Erbrechen, Muskelzuckungen, gestörter Koordination, schwankendem Gang, verwaschener Sprache und Doppeltsehnen führen. Diese Nebenwirkungen können vermindert werden, in dem die Einnahme auf den Abend verschoben wird. Aber das ist nicht die beste Lösung. Man sollte in jedem Fall bei auftretenden Nebenwirkungen einen Arzt aufsuchen. Dieser muss dann erkennen können ob es an einer falschen Dossierung liegt oder an dem Medikament selber. Wenn es zu einer falschen Dossierung kommt muss der Arzt sofort etwas an der Dossierung ändern, weil sonst der Patient Schäden davon behalten kann. Wenn es an dem Medikament selber liegt muss dieses umgehend angesetzt werde und ein neues verabreicht werden. Dies nicht selten der Fall.

Wenn Antiepileptika in der Schwangerschaft verabreicht werden, kann es zu Missbildungen führen. Außerdem beeinflussen sie die Wirksamkeit vom einigen Verhütungsmitteln.[4]

5. Beantwortung der Fragestellung

Meine Fragestellung oder besser gesagt Arbeitsaufgabe war „Gegenüberstellung von ketogener Diät und Antiepileptika bei Kinder mit Epilepsie“. Durch meine Arbeit an mehreren Bücher und Websites bin ich persönlich zu dem Schluss gekommen, dass ketogene Diät sicherlich die bessere Behandlung für Kinder mit Epilepsie ist, aber eben nicht bei jedem Kind anschlägt. Antiepileptika sind mit zu hohen Nebenwirkungen bedacht. Aber leider ist es auch für viele Kinder die einigste Methode ihre Krankheit zu unterdrücken und ihr Leben normal zu verleben. Wenn das die einigste Möglichkeit ist die Krankheit zu unterdrücken ist es wohl auch die beste. Man muss dann die Nebenwirkungen wie Schwindel, Erbrechen, Sehschwierigkeit und vorüber gehenden Sprachstörungen in Kauf nehmen, wenn dadurch das Leben der Kinder um einiges leichter und normaler wird. Auch die Belastung der Medikamente für den Körper des Kindes ist enorm. Sie werden niemals richtig normal leben können, weil die Epilepsie immer ihr Leben beherrschen wird. Die Medikamente wirken sich auch teilweise negativ auch auf die Organe der Kinder aus. Grade für Kinder, die noch im Wachstum sind, sind diese teilweise stark dosierten Medikamente nicht das Beste.

Bei ketogener Diät ist es für die Kinder sicherlich nicht viel einfacher mit ihrer Krankheit klar zu kommen, aber die Eltern haben im Kindesalter noch hohe Kontrolle über das was die Kinder essen und die Kinder kennen auch noch nicht so viele Geschmackliche Richtungen. Umso älter die Kinder werden, umso klarer kann man ihnen machen, wie gefährlich Epilepsie für sie werden kann und sie machen diese ketogene Diät freiwillig weiter. Es ist sicher trotzdem schwer damit umzugehen. Es ist sicherlich auch schwer kleine Kinder von Süßigkeiten fern zuhalten. Für die ganze Familie ist Epilepsie eine große Belastung. Jeder muss Rücksicht auf das betroffene Mitglied nehmen und die Kinder bei ihrer Therapie unterstützen.

Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass die ketogene Diät sicherlich die bessere Lösung für die Kinder ist, aber es eben nicht immer hilft. Antiepileptika sind zwar belastender für den Körper aber eben auch teilweise die einzige Lösung.

Anhang

Einteilung von Epilepsien

1. Partielle (fokale, lokalisierte) Anfälle

1.1. Einfache partielle Anfälle (ohne Bewusstseinsstörung)

1.1.1. mit motorischen Zeichen

fokal motorisch ohne March

fokal motorisch mit March

versiv

postural

phonatorisch (Vokalisation ohne Unterbrechung des Sprechens)

1.1.2. mit somatosensorischen oder spezifisch-sensorischen Symptomen

(elementare Halluzinationen)

somatosensorisch

visuell

auditiv

olfaktorisch

gustatorisch

vertiginös

1.1.3. mit autonomen Symptomen oder Zeichen

epigastrische Sensation

Blässe

Schwitzen

Erröten

Gänsehaut

Pupillenerweiterung

1.1.4. mit psychischen Symptomen, Störungen höherer zerebraler Funktion

(allerdings nur selten ohne Störung des Bewusstseins; häufiger bei komplexen partiellen Anfällen)

dysphasisch

dysmnestisch (z.B. Déjà-vu-Erlebnis)

kognitiv (Dämmerzustand, gestörtes Zeitgefühl)

affektiv (Angst, Erregung)

Illusionen (z.B. Dysmorphopsien)

strukturierte Halluzinationen

1.2. Komplexe partielle Anfälle (mit Störung des Bewusstseins. Beginn

manchmal mit einfacher Symptomatik)

1.2.1. einfacher partieller Beginn, gefolgt von einer Bewusstseinsstörung mit

einfachen partiellen Merkmalen, gefolgt von einer Bewusstseinsstörung mit Automatismen

1.2.2. mit Bewusstseinsstörung zu Beginn

nur mit Bewusstseinsstörung

mit Automatismen

1.3. Partielle Anfälle die sich zu generalisierten tonisch-klonischen

Anfällen (GTC) entwickeln (=GTC mit partiellem oder fokalem Beginn; sekundär generalisierte partielle Anfälle)

1.3.1. einfache partielle Anfälle mit sekundärer Generalisierung

1.3.2. komplexe partielle Anfälle mit sekundärer Generalisierung

1.3.3. einfache partielle Anfälle, die sich zunächst zu komplexen partiellen

entwickeln und danach sekundär generalisieren

2. Generalisierte Anfälle

2.1. Absencen

nur Bewusstseinstörungen

mit Automatismen

mit leichten klonischen Komponenten

mit atonischen Komponenten

mit tonischen Komponenten

mit autonomen Komponenten

2.2. Atypische Absencen

Tonusveränderungen können deutlicher sein

Beginn und Ende des Anfalls häufig nicht abrupt

2.3. Myoklonische Anfälle

Einzeln

Multipel

2.4. Klonische Anfälle

2.5. Tonische Anfälle

2.6. Tonisch-kloniosche Anfälle

2.7. Atonische Anfälle

3. Nicht klassifizierbare Anfälle

Quelle: Marco Mumenthaler, Heinrich Mattle: Neurologie. 10. Auflage- Stuttgart; New York 1997. S.491f.

Tagesplan zur ketogenen Ernährung

Frühstück Protein: 6,3g KH: 4,4g Fett: 43,1g

33g Rührei mit 20g Rahm und 22g Butter zubereiten

47g Rahm mit etwas Mineralwasser und 24g Erdbeeren und Süßstoff gemixt

Mittag gleiche Menge Protein, KH und Fett

Fischklöschen zubereitet mit 23g Fisch, 20g Rahm, 34g Broccoli, 10g Butter, 16g Mayonese. 47g Rahmglace mit Zitronenextrakt und Süßstoff

Abendgleiche Menge Protein, KH und Fett

Käsesouffle mit 22g Emmentaler, 67g Rahm, 24g Birnenschnitzel

Quelle: Internet, D. Fritzenschaft SHG Eltern anfallskranker Kinder Mannheim 1999

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Websites

www.ketarier.de/ketogeneernaehrung/ umstellungaufketogen.html

www.ligaepilepsie.org/BBoard/KetogeneDiet/

www.ketarier.de/anwendungsgebiete/epilepsie.html

www.aponet.de/arzneimittel/gegen/epilepsie/ epilepsie_Alternativen.html

home.t-online.de/home/Jeany65/epilepsi.htm

www.8ung.at/steinboeck/link2.html

www.update-epileptologie.de/pdf/beitrag1.pdf

[...]


[1]Tabelle zur Unterteilung von epileptischen Krankheiten liegt im Anhang bei

[2]Dr. med. Günther Krämer: Epilepsie von A-Z. 2.Auflage, 1999 Stuttgart. S.8

[3]Ein Beispiel für einen Tagesernährungsplan der ketogener Diät befindet sich im Anhang

[4]Eine Tabelle von Medikamenten und ihren Nebenwirkungen liegen im Anhang bei.

16 von 16 Seiten

Details

Titel
Gegenüberstellung von ketogener Diät und Antiepileptika bei Kindern mit Epilepsie
Autor
Jahr
2003
Seiten
16
Katalognummer
V107608
Dateigröße
501 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gegenüberstellung, Diät, Antiepileptika, Kindern, Epilepsie
Arbeit zitieren
Ulrike Kleefisch (Autor), 2003, Gegenüberstellung von ketogener Diät und Antiepileptika bei Kindern mit Epilepsie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107608

Kommentare

  • Gast am 2.4.2003

    Gutes Thema.

    Ich finde Uli hat die Facharbeit in Bio sehr gut gemeistert, denn sie ist verständlich und sehr unkompliziert und ohne Fachausdrücke geschrieben. Ich bin begeistert und hoffe, dass ihr auch so denkt....
    HDL ULI
    Deine Jenny

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Titel: Gegenüberstellung von ketogener Diät und Antiepileptika bei Kindern mit Epilepsie


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