Städte in Andalusien: Siedlungsstatistik, Siedlungstypen, Geographische Determinanten


Seminararbeit, 2003
16 Seiten, Note: Sehr gut,

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Spanien und Andalusien: Kleine siedlungsgeographische Bestandsaufnahme

Geographische Relevanzfaktoren
Topographie, Geologie
Landnutzung
Wasser, Hydrologie
Klima
Rückwirkungen der Siedlungen auf geographische Faktoren

Siedlungstypen in Spanien und Andalusien
Siedlungstypenzonen
Städtische Siedlungen
Ländliche Agglomerationen
Dörfer, Dorftypen
„Weiße Dörfer“
Höhlenwohnungen
Bauweise
Dörfer in den Alpujarras
Westerndörfer
Streusiedlungen
Gutshöfe

Besiedlung Andalusiens – eine Schlußbetrachtung

Bibliographie

Anhang: Abbildungen

Einleitung

Spanien und Andalusien sind von einer Vielzahl unterschiedlicher Siedlungsformen geprägt. Nachdem im Rahmen dieser Gruppenarbeit bereits auf Vergangenheit, Entwicklungen und Zukunft der Städte eingegangen wurde, soll dieser Beitrag folgendes leisten:

a) Bestandsaufnahme des andalusischen und spanischen Status quo der Besiedlung. Dies betrifft vor allem allgemeine Bevölkerungs- und Besiedlungsdaten.
b) Untersuchung der nichthistorischen (v. a. geographischen) Einflußfaktoren auf die Besiedlung. Hierbei geht es sowohl um die physisch-geographischen Gegebenheiten als auch um den Zusammenhang zwischen Landnutzung und Besiedlung. Gerade im letzten Punkt ist der Übergang zu geschichtlichen Sachverhalten fließend, wie noch zu zeigen sein wird; der Fokus wird aber eindeutig bei den aktuellen Erscheinungen liegen.
c) Aufzeigen der unterschiedlichen Besiedlungsformen Spaniens und Andalusiens. In den anderen Beiträgen dieser Gruppenarbeit liegt das Augenmerk vor allem auf städtischen Siedlungen, so daß dieser Überblick hier nötig scheint.

Hiermit liegt ein Überblick über die Besiedlungsformen vor, der gerade für Andalusien an sich möglichst vollständig erstellt wurde. Der Fokus liegt hier sehr bewußt auf Andalusien, da dies unser eigentliches Untersuchungsgebiet darstellt. Allgemein-spanische Begebenheiten sind ebenfalls berücksichtigt, jedoch in der Detailliertheit etwas reduziert.

Spanien und Andalusien: Kleine siedlungsgeographische Bestandsaufnahme

In Spanien lebten im Jahr 1999 rund 39,41 Millionen Einwohner auf einer Fläche von 504782 km². Die durchschnittliche Einwohnerdichte lag somit bei rund 78,1 Einwohnern (Ew) pro Quadratkilometern. Geburten- und Sterbeziffer hielten sich 1999 mit je 0,9% die Waage; in den 1990er Jahren wuchs die Bevölkerung jährlich im Durchschnitt um 0,2%.[1]

Andalusien selbst erstreckt sich über 87268 km², rund 17% der Gesamtfläche Spaniens[2]. Auf diesem Raum leben rund 7,2 Millionen Menschen; somit ergibt sich eine Einwohnerdichte von rund 80 Ew/km².[3] Die Einwohnerdichte der einzelnen Regionen Andalusiens variiert aber beträchtlich; bei Westermann ist von über 500 Einwohner pro km² für die Vega von Granada die Rede, im Bergland liege sie bei ca. 30-50 Ew / km². Im Küstensaum bewege sich die Einwohnerdichte zwischen 100 und 300 Ew / km².[4]

Geographische Relevanzfaktoren

Die Besiedlung eines jeden Raumes wird von verschiedenen Kräften geprägt. Für den städtischen Raum nennt E. Lichtenberger als „Determinanten von Strukturen und Prozessen“ die politisch-administrativen Determinanten, normative Prinzipien, technologische Determinanten, ökonomische Determinanten und Segregationsprozesse[5]. C. Lienau unterscheidet für den ländlichen Raum lediglich „physische Einflußgrößen“ und „anthropogene Faktoren“[6]. Terán et al. nennen natürliche, historische und sozioökonomische Faktoren[7], eine Unterteilung, die dieser Arbeit am ehesten gerecht wird. Auf die historischen Aspekte der Raumbesiedlung Spaniens wird in einem anderen Teil dieser Gruppenarbeit näher eingegangen; sie sind hier also allenfalls am Rande zu erörtern. So blieben hier an dieser Stelle vor allem natürliche Faktoren zu diskutieren; ökonomische Faktoren werden vor allem im Zusammenhang mit der Landbewirtschaftung an entsprechender Stelle angesprochen.

Topographie, Geologie

Topographie und Geologie spielen in vielen Gegenden Spaniens eine Rolle bei der Besiedlung. Am deutlichsten wird das wohl bei den Höhlenwohnungen (s. d.), für deren Entstehung und Bau ein vorhandenes Relief und weicher, aber witterungsbeständiger Grund Voraussetzung wie Entstehungsfaktor sind. Aber gerade das Relief ist auch ein bedeutender Faktor für die Nutzungsmöglichkeiten. So spielt es eine Rolle z. B. im Weinanbau, der in Andalusien ja durchaus eine Rolle spielt. Und neben dem Wassermangel ist es auch das Relief, welches eine landwirtschaftliche Nutzung in einigen Teilen des Landes wesentlich behindert; so beispielsweise die Badlands der Sierra Alhamilla im Nordosten Almerías[8].

Landnutzung

Vor allem die Landnutzung ist eng mit der Besiedlung assoziiert. Wie später in den Ausführungen über Siedlungen im ländlichen Raum noch zu zeigen ist, führen bestimmte Bewirtschaftungsformen typische Besiedlungstypen im ländlichen Raum mit sich. Vor allem spielt hier der Grad der Vergesellschaftung der landwirtschaftlichen Arbeitsabläufe eine Rolle: in Gegenden mit Landbewirtschaftungsformen, die eher von einzelnen Familienverbänden durchgeführt werden, finden wir tendenziell kleinere Siedlungseinheiten; Landwirtschaftsformen, die eher gemeinschaftlich durchgeführt werden, führen zu tendenziell größeren Siedlungen.

Auch der Platzbedarf spielt hier eine Rolle. Gerade in den vielen trockenen Regionen Andalusiens gibt es Trockenfeldbau, der entsprechend seiner geringeren Flächenproduktivität größere Flächen benötigt. So stellt auch das Westermann-Lexikon fest: „wo Trockenfeldbau herrscht, ist er noch immer an Großgrundbesitz gebunden“. Eben dort ist auch der Hinweis zu finden, daß im Regadío-Land (Bewässerungsfeldbau) vor allem Streusiedlungen zu finden sind – ein weiterer Hinweis auf die Verknüpfung von Landbewirtschaftung und Besiedlungsformen.[9]

Wasser, Hydrologie

Eng assoziiert mit den Themen Klima und Topographie ist stets die Frage des Wassers. Ohne Wasser kein Leben – auch und gerade in den teilweise sehr trockenen Gegenden Spaniens, die gerade in Andalusien sehr ausgeprägt sind, wird Wasser zum limitierenden Faktor jeder Siedlungstätigkeit. De Terán et al. bezeichnen das Wasser in Spanien gar als „primer condicionante del poblamiento“ (etwa: erste Bestimmungsgröße der Besiedlung)[10]. Generell ist in Spanien festzustellen, daß die meisten Siedlungen dort zu finden sind, wo Wasser reichlich verfügbar ist, also bevorzugt in den Flußtälern[11]. Die größeren Städte Andalusiens finden sich allesamt in der näheren Umgebung von Wasser – Huelva am Rio Tinto, Sevilla und Córdoba am Guadalquivir, Granada am Genil und die meisten anderen Städte im Küstenstreifen, meist im Mündungsbereich mehr oder weniger großer Flüsse.

Innerhalb der landeskundlichen Geographie der Iberischen Halbinsel hat es Versuche gegeben, Zusammenhänge zwischen Besiedlungsweise und Wasserverfügbarkeit zu erkennen und deterministisch zu begründen. So stand lange die These im Raum, daß reichlich vorhandenes Wasser zu dispersen Siedlungssystemen führe; Wassermangel hingegen führe zu Agglomerationen um den Herkunftsort des Wassers herum. Diese These sehen allerdings De Terán et al. angesichts von einer größeren Zahl von Gegenbeispielen widerlegt.[12]

Klima

Das Klima Spaniens wirkt in zweierlei Weise auf das Erscheinungsbild spanischer Siedlungen, speziell Andalusiens:

a) in weiten Teilen Andalusiens scheint die Sonne sehr warm und dauerhaft vom Himmel herab. Daher werden – wie in weiten Teilen des Mittelmeer- und Subtropenraumes – die Häuser geweißt, um möglichst viel Sonne abzuhalten. Innerhalb Spaniens ist das ein typisch andalusisches Phänomen; lediglich auf den kanarischen Inseln – die sich auf der Höhe der Sahara befinden, aber noch zu Spanien gehören – wird ebenso verfahren (vgl. Kapitel zu den „Weißen Dörfern“ Andalusiens)
b) Spanien – und in kleinräumiger Weise gerade auch Andalusien – birgt sehr unterschiedliche Klimate in sich. Vor allem Differenzen im Niederschlag sind zu verzeichnen. Diese Unterschiede führen zu unterschiedlichen Möglichkeiten der Landbewirtschaftung und der Wasserverfügbarkeit (s. d.) und führen so auch zu einer Differenzierung der Besiedlung.

Rückwirkungen der Siedlungen auf geographische Faktoren

Wie überall auf der Welt hat auch der Bau und die Benutzung von Siedlungen Folgen: Müllprobleme, Luftverschmutzung und Landschaftsverbrauch sind hier nur einige der zu nennenden Faktoren.

Ein spezifisch spanisches Problem aber sind, wie T. Schröder sie nennt, die „Waldbrände mit Meerblick“. In den letzten Jahren ist die Häufigkeit von Waldbränden in Spanien massiv gestiegen, vor allem im Bereich der Küsten und in der Nähe anderer touristisch interessanter, im Wachstum begriffener Räume. Diese Waldbrände treten vor allem in Naturschutzgebieten auf und sind so gut wie immer Folge von Brandstiftung. Hintergrund dürfte nach Schröder das allgemeine Bauverbot in Naturschutzgebieten sein – und die Tatsache, daß ausgebrannte Schutzgebiete in aller Regel ihre Schutzwürdigkeit verlieren. Kurz gefaßt: nach Waldbränden darf gebaut werden. Zu erwähnen wäre noch, daß in solchen Fällen die Strafen in der Regel weit hinter den üblichen Strafen für Brandstiftung zurückbleiben.[13]

Siedlungstypen in Spanien und Andalusien

Siedlungstypenzonen

[14] 77% der Bevölkerung Spaniens leben in Städten[15]. Doch der größte Teil des Landes wird von kleineren Siedlungen erschlossen, die das Landschaftsbild wesentlich prägen. Sie sind daher an dieser Stelle besonders zu berücksichtigen.

Grundsätzlich gibt es in Spanien drei Typen von Siedlungen: Streusiedlungen, dörfliche Agglomerationen und Städte. Die Verteilung dieser Siedlungen geht auf geographische (s. o.) wie auf historische (s. entsprechender Teil der Gruppenarbeit) Wurzeln zurück Tatsächlich läßt sich feststellen, daß die Zonen überwiegender Streu- oder Agglomerationsbesiedlung sich stark mit den ehemaligen Besiedlungsräumen der verschiedenen Kulturformen decken. Dies hat auch Auswirkungen auf die Landnutzung: im Umfeld ländlicher Agglomerationen herrschen kollektive Bewirtschaftungsformen vor, während im Bereich der dispersen Siedlungen die Landbewirtschaftung meist von den einzelnen Wohneinheiten für sich durchgeführt wird. Teilweise waren es einfach diese unterschiedlichen landwirtschaftlichen Gewohnheiten der unterschiedlichen Kulturen, die für die jeweilige Landschaft übernommen wurden und die Siedlungstypen zur Folge hatten; so wirkten kulturelle Einflüsse unmittelbar.

Teilweise waren die Wirkungen auch indirekte. So hatte die Agglomeration von Siedlungen auch einen Wehrcharakter. Als im Neolithikum mit der Seßhaftwerdung sich Güter in den Behausungen zu konzentrieren begannen, ergab sich auch die Notwendigkeit, sich ggf. verteidigen zu können. Verteidigung in Gruppen ist wesentlich leichter als einzeln, und so kam es zu einer Konzentration der bisher primitiv-dispersen Bevölkerung.

Eine Neuauflage disperser Siedlungsstrukturen gibt es danach erst wieder unter den Römern. Innerhalb des Römischen Reiches herrschte eine gewisse Innere Sicherheit; der Einzelne mußte keine persönlichen Angriffe mehr befürchten. Der Verteidigungsfall trat fast ausschließlich kollektiv und im Bereich der Außengrenzen ein, im Inneren war kein Verteidigungsbedarf mehr. So verteilten sich – parallel zu der Ausbildung eines ersten Städtenetzes - einzelne Siedlungseinheiten über das Land; vor allem handelte es sich hierbei um Gutshöfe, die auch heute noch in einigen Gegenden zu finden sind.

Städtische Siedlungen

Auf städtische Siedlungen und ihre geschichtlichen Hintergründe ist im Rahmen dieser Gruppenarbeit schon eingegangen worden. Hier ist also nicht weiter darauf einzugehen.

Ländliche Agglomerationen

Fast überall in Spanien, vor allem in den fruchtbaren, wasserreichen Talauen, leben Menschen im ländlichen Raum in Dörfern. Die geographische Analyse dieser Dörfer wird von Terán et al. über die Dorfgröße und die Dorfdichte (Kernabstände) durchgeführt[16]. Hierfür läßt sich für das gesamte spanische Staatsgebiet feststellen, daß zwischen beiden untersuchten Faktoren ein reziprokes Verhältnis besteht: je größer die Dörfer in einer Region durchschnittlich sind, desto weniger Dörfer gibt es relativ zur Fläche, d. h. mit wachsender Dorfgröße wächst auch der Abstand zwischen den Dörfern. Dasselbe Verhältnis gilt auch umgekehrt. Als Durchschnittswert für Spanien kann eine durchschnittliche Dichte von 5-9 Dorfkernen pro 100 km² angesehen werden. De Terán et al. klassifizieren die Dörfer Spaniens nach dem Kriterium der Zahl der Häuser in folgende Gruppen:

a) Kleine Dörfer[17]: weniger als 40 Häuser
b) Mittelgroße Dörfer: 41 – 100 Häuser
c) Große Dörfer: 101 – 500 Häuser
d) Sehr große Dörfer – 501 – 2250 Häuser.

Die Verteilung dieser Typen sieht etwa aus wie folgt:

Kleine Dörfer finden sich fast überall in Spanien. Gerade auch in der betischen Kordillere sind sie häufig zu finden. Im Südwesten Spaniens sind sie dagegen bemerkenswert selten. Erst in Teilen des westlichen Andalusien tritt wieder eine Normalisierung ihrer Dichte ein.[18]

Mittelgroße Dörfer sind relativ gleichmäßig über ganz Spanien verbreitet.

Große Dörfer finden wir vor allem in Lugo, Extremadura und Hierro, aber auch verstärkt im Süden Andalusiens. An der Nordküste und in den Gebirgen ist dieser Typ seltener; gerade auch in der Betischen Kordillere sind große Dörfer seltener zu finden.

Sehr große Dörfer finden wir vor allem in den westlichen Teilen Spaniens; gerade im Westen Andalusiens sind sie vergleichsweise häufig anzutreffen. Sie sind oft eine Begleiterscheinung großer organisierter Agrarzentren. Hier sei auf die u. g. Ausführungen zu den „Weißen Dörfern“ verwiesen.

Abb. 87 bei De Terán et al. zeigt anschaulich, in welchen Regionen Spaniens welche Dorfformen dominieren. Nach o. g. Schwerpunkten lassen sich in einigen Regionen klare Dominanzen erkennen – auch in Abhängigkeit von Bewirtschaftungsformen und Besiedlungshistorie. Einige Teile Spaniens sind hier aber auch als „Poblamiento en mosaico“ (mosaikförmige Besiedlung) gekennzeichnet; dies betrifft weite Teile Andalusiens. Hier variieren die typischen Siedlungstypen mosaikartig, d. h. kleine Bezirke eines vorherrschenden Größentyps wechseln sich kleinräumig ab.[19]

Dörfer, Dorftypen

„Weiße Dörfer“

Die meisten Dörfer vor allem im Westen Andalusiens strahlen – entgegen den Dörfern in anderen Landesteilen – leuchtend weiß. Dies hat seinen Grund vor allem darin, daß hier die Sonne sehr heiß scheint. Und so ist weiß, wie in vielen warmen Ländern gerade auch mediterraner Prägung[20], die bevorzugte Farbe für Bauten. Es reflektiert die Sonne weitgehend. Gemeinsam mit der engen Bauweise wird so für akzeptable Temperaturen gesorgt.[21]

Regelmäßig einmal jährlich werden die Häuser nachgekalkt. Im Innenbereich hat dies teilweise desinfizierende Wirkung, was vor allem zu Zeiten der Pest eine wichtige Rolle spielte; von außen beseitigt es Schadstellen und frischt die weiße Farbe wieder auf. Folge ist, daß im Laufe der Jahre die Ecken der Häuser durch ständig neues Auftragen von Kalk abrunden.[22]

Im Westen Andalusiens gibt es gar eine touristische „Straße der Weißen Dörfer“, die quer durch die Provinzen Cádiz und Málaga führt. Von Marbella an der Costa del Sol führt sie nach Ronda, über das Gebirge ins Tiefland des Guadalquivir nach Arcos de la Frontera und Jerez und dann an den Küsten entlang wieder nach Marbella zurück.[23]

Die meisten dieser Dörfer haben ca. 5000 bis 20000 Einwohner und eine lange Geschichte[24]. Gelegentlich sind die Übergänge zu Städten fließend; bei Westermann wird gar von „Stadtdörfern“ gesprochen[25]. Sie liegen meist rund um Hügel herum oder auf selbigen.[26]

Die Entstehung dieser Dörfer kann, wie oftmals auch der Grundriß zeigt, meist auf die Mauren zurückgeführt werden (vgl. auch Absatz „Bauweisen“). Hierbei muß aber Erwähnung finden, daß eine ähnliche Bauweise überall rund um das Mittelmeer zu finden ist.[27]

Höhlenwohnungen

[28] Vor allem im Südosten Spaniens – im östlichen Andalusien – lebt auch heute noch eine stattliche Zahl von Menschen in sog. Cuevas, ins Gestein gehauene Höhlenwohnungen, die, oftmals dicht beieinander, ganze Dorfsysteme bilden. Hauptverbreitungsgebiet der Cuevas sind vor allem die Provinzen Granada und Almería in Andalusien, aber auch die außerandalusischen Provinzen Valencia und Murcia. In den Provinzen Navarra und Zaragoza finden wir zudem eine abgewandelte Form: senkrecht in den Boden gegrabene Keller.

Das Vorkommen der Höhlenwohnungen ist an die tertiären Ablagerungen der östlichen Betischen Kordillere gebunden, die in diesen Regionen vorkommen. Es handelt sich hier um festverkittete, wasserundurchlässige Konglomerate aus mesozoischen und pliozänen Sanden, Mergeln und Kalken. Diese lassen sich relativ leicht bearbeiten, sind aber recht widerstandsfähig gegen die Witterung.

In den Provinzen Granada und Almeria bestimmen die Höhlenwohnungen auch heute noch den Charakter ganzer Siedlungsbereiche. Die Stadt Guadix beispielsweise verfügt über einen ganzen Stadtteil, der aus Höhlenwohnungen besteht; hier leben noch heute rund 5000 Menschen[29]. Noch vor gut 70 Jahren lebten rund 10% der Bevölkerung der Provinz Granada in Cuevas; neuere Zahlen liegen mir derzeit nicht vor.

Cuevas bestehen oftmals aus vier Räumen[30]. Kommt man durch die Türöffnung herein, so findet man sich üblicherweise zunächst in einem kleinen Vorraum wieder. Von dort aus geht links ein kurzer Gang in den Wohnraum der Familie. Hier findet sich normalerweise neben einer Fensteröffnung, die für eine natürliche Beleuchtung sorgt, auch ein Kamin. So kommt es denn dazu, daß oben auf dem Felsen, in den die Höhlenwohnungen gebaut sind, im Abstand von je einigen Metern immer wieder Kamine aus dem Boden ragen; meist gerade so hoch, daß man bequem auf Brusthöhe eine Zigarette in den Schlot entsorgen kann.

Wird die Eingangshalle geradeaus durchschritten, so führt sogleich ein kurzer Gang in das Schlafzimmer der Familie. Hier herrscht meist mangels Fenster ein Halbdunkel. Inzwischen sind jedoch die Cuevas in der Regel mit elektrischem Licht ausgestattet; ein heilloses Durcheinander von Überlanddrähten sorgt für den Strom.

Zur Rechten des Eingangs letztendlich befindet sich – ebenfalls als Höhle in den Stein gehauen – der Stall. Er dient traditionell zur Unterbringung von einem Esel oder Maultier, einigen Hühnern und Schweinen.

Natürlich – das soll hier nicht vergessen werden – sind nicht alle Cuevas gleich geschnitten. Das hier beschriebene Grundmuster ist jedoch jenes, welches Breuel als typisch herauskristallisiert hat.

Der Lebensstandard in solchen Höhlenwohnungen ist nicht etwa vorzeitlich. Wie erwähnt fehlt Strom in kaum einer Cueva, und die Einrichtung gleicht oftmals einer normalen, einfachen Wohnung. Zumindest in den Höhlenwohnungen von Guadix gibt es auch fließendes Leitungswasser[31]. Werden heute Cuevas neu gebaut, so müssen aus Sicherheitsgründen Vorbauten errichtet werden, die vor allem die Küche beherbergen[32].

Bewohnt wurden die Cuevas der Provinz Granada lange vor allem von Gitanos[33] ; später mischte sich die Bevölkerung. Vor allem im Bereich des westlichen Granada wurden Cuevas vor allem von ärmeren Bevölkerungsschichten genutzt; in den anderen Bereichen waren Cuevas Behausungen für weite Bevölkerungsschichten. Es gibt sogar einzelne Cuevas mit Vorgärten – die „nobleren Viertel“[34].

Die Wohndichte in den Cuevas ist im landesweiten Vergleich hoch; um 1930 lebten hier durchschnittlich vier Personen in einer Cueva.

Der Vorteil einer Cueva liegt vor allem in ihrem Platzverbrauch. Die kostbaren, fruchtbaren Ebenen mußten so nicht für Siedlungszwecke beansprucht werden. Auch klimatisch sind Cuevas mit ihrer über das Jahr ziemlich gleichbleibenden Temperatur angenehm. Regelmäßiges Kalken der Wände desinfiziert und sorgt so für hygienische Verhältnisse. Heute zählen zu den Vorteilen vor allem die geringen Kosten der Neuanlage.

Wie die Cuevas einst entstanden sind, ist heute schwer zu sagen. Breuel vermutet, daß Siedler nach dem Wegfall des Schutzes durch die Römer die Abgeschlossenheit der Steppengebiete suchten und sich den örtlichen Verhältnissen anpaßten; zur Flächeneinsparung und wegen der besseren Verteidigungslage seien dann die Höhlenwohnungen entstanden. Jerney dagegen spricht von Hinweisen, daß allein die bekannteste Höhlenstadt, Guadix, bereits um die 5000 Jahre alt sein könnte und damit wesentlich vor der Römerzeit entstanden sei. Die Wahrheit sei aber unsicher[35]. Als sicher kann aber gelten, daß die Cuevas bereits der vormaurischen Zeit entstammen[36].

Bauweise

Von dem eigensinnigen Baustil der Höhlenwohnungen abgesehen, ist bereits die farbliche Gemeinsamkeit (weiß) der meisten, wenn auch nicht aller andalusischen Bauwerke hingewiesen worden. So bleibt an dieser Stelle anzumerken, daß spezifisch in Andalusien ein weiteres Baumerkmal häufig anzutreffen ist, und zwar vor allem in den geschlossenen ländlichen Siedlungen des Berglandes. Als Relikt der Maurenzeit sind noch heute viele Häuser kubisch gebaut. Die einzelnen Wohneinheiten haben oftmals einen quadratischen Grundriß. Auch das Dach paßt sich dann der kubischen Form an; verbreitet finden wir hier Flachdächer, meist mit einer bis zu 30 cm starken Erdabdeckung.[37]

Auch generell läßt sich sagen, daß die maurische Bauweise in Teilen bis heute fortbesteht. Die Mauren orientierten sich in ihrer Bauweise an dem, was sie aus ihrer Heimat kannten, und so entsprachen die maurischen Dörfer in etwa dem, was wir heute in der Geographie als die traditionelle orientalische Stadt kennen, mit der Moschee und dem Hauptplatz (alcázar) im Zentrum, mit Hauptstraßen und einem Gewirr von Gassen dazwischen und Plätzen an den Knotenpunkten der Straßen. Viele Häuser sind als Patio-Häuser mit Innenhof angelegt. Auf diese Weise wurden Córdoba und Granada geprägt, aber auch viele kleine Bergdörfer. In besonderem Maß lebt diese Bauweise bis heute in den traditionellen „Weißen Dörfern“ fort (s. d.).[38]

Dörfer in den Alpujarras

[39] Maurische bzw. arabische Einflüsse sind in ganz Andalusien festzustellen und finden sich, wie dargestellt, vielfach auch in den Bauformen dieses Landes wieder. Besonders deutlich finden sich ihre Spuren aber in den Alpujarras, den südlichen Ausläufern der Sierra Nevada. Dieses Gebiet stand am längsten unter maurischer Herrschaft; während Granada 1492 fiel, während die Mauren der Alpujarras erst 1568 vertrieben wurden. Als deutliche Einflüsse nennt Paeger[40] die terrassierten Felder an den Hängen, offene Wasserkanäle („acequias“) zu deren Bewässerung, Maulbeerbäume und die sehr eigene Bauweise.

Diese Bauweise ist zunächst den o. g. weißen Dörfern der westlichen Provinzen Andalusiens nicht unähnlich. Ebenso wie diese sind hier die Häuser weiß gekalkt, und ebenso wie dort schmiegen sich die Dörfer der Alpujarras an die Berge. Dennoch sind hier einige Eigenheiten festzustellen: Die Häuser sind – ebenso wie die Felder – terrassenartig in den Hang gebaut, dergestalt, daß ein Haus dem darüberliegenden als Terrasse dient. Im unteren Stockwerk eines jeden Hauses befand sich einst der Stall, dessen Abwärme im Winter eine willkommene Heizung darstellte. Oftmals werden auch Straßen und Wege bedacht, um bei Sonne für Kühlung und bei Regen für Trockenheit zu sorgen.

Vergleichbare Dorftypen sind ansonsten in Andalusien und generell in Spanien nicht zu finden. Heute existieren solche Dorftypen vor allem noch bei den Berbern des nördlichen Marokko.

Westerndörfer

[41] Im Hinterland der Provinzhauptstadt Almería findet sich ein wüstenähnliches, wildes Land. Es gleicht – oberflächlich betrachtet – etwa dem, wie sich der durchschnittliche Europäer eine Wüste in den Vereinigten Staaten vorstellen mag. Und so sind in diesem Gelände bereits eine Reihe von Westernfilmen gedreht worden. Ein Teil der Serie „Der junge Indiana Jones“ entstand hier ebenso wie der Western „Für eine Handvoll Dollar“ mit Clint Eastwood. Weitere bekannte, hier gedrehte Filme sind „Zwei Glorreiche Halunken“, „Die glorreichen Sieben“, „Wem die Stunde schlägt“, „Spiel mir das Lied vom Tod“, „High Noon“ sowie „Der Schuh des Manitou“.[42]

Die Filmarbeiten brachten auch einen ganz eigenen Dorftypus in dieser Gegend hervor: die „Westerndörfer“, praktisch Filmkulissen für Wildwestspektakel, mit Brunnenattrappe, „mexikanischer“ Kirche, Galgenbaum und dem unvermeidlichen Saloon. Einige davon verfallen friedlich, andere sind dem Ansturm der Touristen preisgegeben worden und haben sich zu richtigen Touristenwirtschaften entwickelt, mit hohen Eintrittspreisen und inszenierten Banküberfällen. Vor allem rund um Tabernas gibt es drei regelrechte Wild-West-Vergnügungsparks[43].

Streusiedlungen

Im innerspanischen Vergleich läßt sich feststellen, daß gerade in Andalusien die Dichte an Streusiedlungen sehr hoch ist[44]. Terán et al. unterscheiden vier Typen der Streusiedlung:

a) El tipo absoluto (Absoluter Typ). Der absolute Typ enthält keine wirklichen Siedlungskerne und ist in seiner Reinform in Andalusien nur selten anzutreffen. Zwar gibt es auch hier freistehende Gutshöfe, doch ist oftmals noch ein kernartiges Gebilde (Schule, Geschäft, Kirche) in erreichbarer Nähe.
b) El tipo intercalar (Zwischentyp). Dieser Typ ist wesentlich häufiger. Er besitzt einfache Siedlungskerne, die Häuser liegen jedoch in Streusiedlung ringsum. Dieser Typ ist in Spanien und gerade auch in Andalusien vielerorts anzutreffen.

Je nach ihrer Lage lassen sich diese beiden Typen jeweils wieder untergliedern in zwei Landschaftstypen:

a) El tipo de huerta (Typ der Obst- und Gemüseplantagen). Hierbei handelt es sich um die „echten“ Streusiedlungen Spaniens. In den Mittelgebirgen – und nur hier – gibt es tatsächlich Siedlungen des tipo absoluto in seiner Reinform. Sie sind vor allem mit Viehzucht verbunden, teilweise aber auch mit einer traditionellen Form der Vollnutzung (Ackerbau, Viehzucht, Forstwirtschaft).

In den traditionellen „huerta“-Gebieten, vor allem in den Flußauen und in den östlichen Landesteilen, ist vor allem der tipo intercalar zu finden. In den „huerta“-Gebieten findet vor allem ein Intensivanbau, meist auf Bewässerungsland, statt.

b) El tipo periurbano (Periurbaner Typ). Hiermit sind Besiedlungen rund um die Städte gemeint. Hier findet oft um die einzelnen Häuser herum in kleinerem Stil Bewässerungslandwirtschaft statt. Diese Bauweise rentiert sich nur aufgrund der Marktnähe.

Gutshöfe

Vor allem im Tal des Rio Guadalquivir finden wir bis heute echte Streusiedlungen im engsten Sinne – einzelne, freistehende Gutshöfe, die als wehrhafte Einzelhöfe angelegt sind[45]. Sie finden in der Literatur an einigen Stellen Erwähnung; nähere Informationen jedoch sind kaum zu finden.

Besiedlung Andalusiens – eine Schlußbetrachtung

Diese Arbeit hat gezeigt, wie vielfältig die Besiedlung Andalusiens ist. Damit paßt sich die Besiedlung nahtlos in ein Land ein, welches sich in vielen Aspekten enorm vielfältig zeigt – bedingt durch eine vielfältige Naturausstattung und eine wechselhafte Geschichte, deren einzelne Abschnitte bis heute mehr oder weniger in Andalusien erkennbar sind. Weiße Dörfer, Höhlenwohnungen, Einzelhöfe und andere stellen Anpassungsformen dar, die sich der jeweiligen Situation angemessen entwickelt haben und heute teils Relikte einer alten Zeit, teils intensiv genutzte traditionelle Wohnformen sind.

So bleibt an dieser Stelle nur der Verweis auf die Praxis – die hier in der Theorie beschriebenen Dinge sind nun während unserer Exkursion näher zu begutachten und mit lebendiger Erfahrung zu füllen.

Bibliographie

- Breuel, M.: Die Höhlenwohnungen Südostspaniens. In: Petermanns Mitteilungen 1931, S. 132-134.
- Brinke, M. u. P. Kränzle (2002): Andalusien. Reise-Handbuch. Dormagen.
- De Terán, M., Solé Sabarís, L. u. Vilà Valentí Hrsg. (1986²): Geografía General de España. Barcelona.
- Fischer Weltalmanach 2002 (2001): Zahlen, Daten, Fakten. Frankfurt am Main.
- Jerney, B. (1985): Andalusien Entdeckungsreisen. Innsbruck
- Lichtenberger, E. (1998³): Stadtgeographie. Begriffe, Konzepte, Modelle, Prozesse. Leipzig.
- Lienau, C. (1997³): Die Siedlungen des ländlichen Raumes. Braunschweig.
- Paeger, J. (2000): Wandern in Andalusien. Köln.
- Pfistermeister, U. (1990): Andalusien sehen & erleben. München.
- Schröder, T. (1999³): Andalusien. Erlangen.
- Turespaña, Secretaría de Estado, de Comercio y Turismo, Ministerio de Economía (o. J.): Andalusien. Almería, Cádiz, Córdoba, Granada, Huelva, Jaén, Málaga, Sevilla. o. O.
- Westermann-Lexikon der Geographie, Schlagwort „Andalusien“.

Anhang: Abbildungen

Keine der relevanten Abbildungen liegt mir in elektronischer Form vor. Aus diesem Grund werden die Abbildungen im folgenden manuell eingefügt; der elektronischen Version liegen sie leider nicht bei.

Die nachfolgenden Seiten enthalten folgende Abbildungen:

1. Ideal-Grundriß einer Cueva. Quelle: Breuel, M.: Die Höhlenwohnungen Südostspaniens. In: Petermanns Mitteilungen 1931, S. 133. Vergrößerte Abbildung; der Maßstab stimmt daher nicht mehr.
2. „Densidad del Poblamiento disperso in España“ (Dichte der Streusiedlungen in Spanien). Quelle: De Terán, M., Solé Sabarís, L. u. Vilà Valentí Hrsg. (1986²): Geografía General de España. Barcelona, S. 284, Abb. 82.
3. „Distribución geográfica de los tipos de poblaciones en España“ (Geographische Verteilung der Siedlungstypen in Spanien). Quelle: De Terán, M., Solé Sabarís, L. u. Vilà Valentí Hrsg. (1986²): Geografía General de España. Barcelona, S. 290, Abb. 87.

[...]


[1] Daten aus: Fischer Weltalmanach 2002 (2001): Zahlen, Daten, Fakten. Frankfurt am Main.

[2] Turespaña, Secretaría de Estado, de Comercio y Turismo, Ministerio de Economía (o. J.): Andalusien. Almería, Cádiz, Córdoba, Granada, Huelva, Jaén, Málaga, Sevilla. o. O., S. 2.

[3] Brinke, M. u. P. Kränzle (2002): Andalusien. Reise-Handbuch. Dormagen, S. 13.

[4] vgl. Westermann-Lexikon der Geographie, Schlagwort „Andalusien“.

[5] Lichtenberger, E. (1998³): Stadtgeographie. Begriffe, Konzepte, Modelle, Prozesse. Leipzig. Darin: Untergliederung von Kap. 3.

[6] Lienau, C. (1997³): Die Siedlungen des ländlichen Raumes. Braunschweig, S. 133 f.

[7] De Terán, M., Solé Sabarís, L. u. Vilà Valentí Hrsg. (1986²): Geografía General de España. Barcelona.

[8] Vgl. hierzu De Terán et al.; Pfistermeister, U. (1990): Andalusien sehen & erleben. München, S. 47.

[9] Westermann-Lexikon der Geographie, Schlagwort „Andalusien“.

[10] De Terán et al.: Geografía General, S. 282.

[11] ebd., sowie nachweisbar in verschiedenen Karten des Landes.

[12] ebd.

[13] Thomas Schröder (1999³): Andalusien. Erlangen, S. 35.

[14] vgl. hierzu vor allem: Terán et al.: Geografia General.

[15] Fischer Weltalmanach 2002 (2001): Zahlen, Daten, Fakten. Frankfurt am Main, S. 751.

[16] De Terán et al.: Geografia General, S. 285-287.

[17] De Terán et al. sprechen hier konsequent von „Dorfkernen“ (núcleos). Diese strikte Unterscheidung wird hier und im folgenden der Lesbarkeit halber verwischt; es sei aber angemerkt, daß sich die Größenangaben auf die Dorfkerne beziehen, also auf die Gebäude, die deutlich einen geschlossenen Kern bilden, und auf ihre Einwohner. Umliegende Gehöfte werden – auch wenn sie formell zum Dorfgebiet zählen – nicht mit berücksichtigt.

[18] De Terán et al.: Geografia General; vgl. v. a. Abb. 83.

[19] Vgl. hierzu auch die Abb. „Distribución geográfica de los tipos de poblaciones en España“ im Anhang.

[20] Bei einem Besuch vor einigen Jahren auf den – ebenfalls spanischen – Kanarischen Inseln stellte der Verfasser gar fest, daß sogar die Autos fast ausschließlich weiß waren, wegen der Gefahr der Überhitzung.

[21] Brinke / Kränzle, Andalusien, S. 52.

[22] Jerney, B. (1985): Andalusien Entdeckungsreisen. Innsbruck, S. 91.

[23] Jerney: Andalusien, S. 91.

[24] Jerney: Andalusien, S. 92.

[25] Westermann-Lexikon, „Andalusien“.

[26] vgl. z. B. Turespaña: Andalusien, S. 19.

[27] Brinke / Kränzle: Andalusien, S. 52.

[28] Vgl. hierzu vor allem: Max Breuel: Die Höhlenwohnungen Südostspaniens. In: Petermanns Mitteilungen 1931, S. 132-134. Nicht einzeln ausgewiesene Informationen entstammen diesem Artikel und sind entsprechend auf einem nicht unbedingt aktuellen zeitlichen Stand.

[29] Barbara Jerney (1985): Andalusien Entdeckungsreisen. Innsbruck, S. 34.

[30] Vgl. die Abbildung „Grundriß einer Cueva“ im Anhang.

[31] Jerney: Andalusien, S. 35.

[32] Anmerkung der Dozentinnen zum ersten Entwurf dieser Arbeit.

[33] Der Begriff „Gitanos“ wird in der deutschsprachigen Literatur meist als „Zigeuner“ übersetzt. Diese beiden Begriffe haben allerdings im Wortsinn der beiden Sprachen unterschiedliche Bedeutung; im Deutschen wird unter dem Begriff der Zigeuner ein „Angehöriger eines Wandervolkes“ bzw. ein „unstet lebender Mensch“ verstanden (beide Zitate aus: Der kleine Duden (1983²): Fremdwörterbuch. Mannheim, Wien, Zürich.). Die Gitanos Andalusiens jedoch sind – gerade auch im hier genannten Zusammenhang – meist durchaus seßhaft. Die Herkunft des Begriffes „Gitanos“ und seine Verwendung im Spanischen entzieht sich meiner genauen Kenntnis; offenbar handelt es sich jedoch um Angehörige einer historisch entstandenen Volksgemeinschaft, welche tendenziell niederen sozialen Status genießen.

[34] Jerney: Andalusien, S. 35.

[35] Jerney: Andalusien, S. 35.

[36] vgl. Westermann-Lexikon, „Andalusien“.

[37] vgl. z. B. Westermann-Lexikon, „Andalusien“; Pfistermeister, U. (1990): Andalusien sehen & erleben. München.

[38] vgl. Brinke, M. u. P. Kränzle (2002): Andalusien. Reise-Handbuch. Dormagen.

[39] vgl. hierzu: Paeger, J. (2000): Wandern in Andalusien. Köln, S. 12f.

[40] ebd.

[41] vgl. zu diesem Absatz: Schröder, Andalusien, S. 208f.

[42] vgl. Brinke / Kränzle: Andalusien, S. 488.

[43] vgl. ebenda.

[44] vgl. hierzu die Abbildung „Densidad del Poblamiento disperso in España“ von De Teràn et al. im Anhang.

[45] vgl. Brinke / Kränzle, Andalusien, S. 52.

16 von 16 Seiten

Details

Titel
Städte in Andalusien: Siedlungsstatistik, Siedlungstypen, Geographische Determinanten
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
Sehr gut,
Autor
Jahr
2003
Seiten
16
Katalognummer
V107701
Dateigröße
574 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Arbeit ist Teil der Arbeitenserie zum Vorbereitungsseminar einer großen Exkursion nach Andalusien. Parallel gab es zum Thema Städte auch einen historischen und einen Zukunftsteil, diese Aspekte sind bewußt ausgeklammert. Die Reaktionen auf die Arbeit waren sehr positiv. Keine der relevanten Abbildungen liegt mir in elektronischer Form vor. Aus diesem Grund werden die Abbildungen im folgenden manuell eingefügt, der elektronischen Version liegen sie leider nicht bei.
Schlagworte
Städte, Andalusien, Siedlungsstatistik, Siedlungstypen, Geographische, Determinanten
Arbeit zitieren
Hövel, Malte (Autor), 2003, Städte in Andalusien: Siedlungsstatistik, Siedlungstypen, Geographische Determinanten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107701

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