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Qualitative Forschungsmethoden in der Alterssoziologie. Die soziale Lebenswelt von älteren Menschen in Erlangen

Titel: Qualitative Forschungsmethoden in der Alterssoziologie. Die soziale Lebenswelt von älteren Menschen in Erlangen

Akademische Arbeit , 2020 , 25 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Johanna Ernst (Autor:in)

Soziologie - Methodologie und Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden qualitative Forschungsmethoden beleuchtet und in einer ethnographischen Untersuchung der sozialen Lebenswelt(en) des Alter(n)s in Erlangen angewendet. Neben den Grundzügen qualitativer Forschungsstrategien wird das Verhältnis von Datenerhebung und Datenauswertung ausgelotet. Zudem werden Kriterien für eine gelungene qualitative Sozialforschung aufgestellt. Nach diesem theoretischen Teil wird der Forschungsprozess systematisiert und diskutiert. Dabei werden die Auswahl des Samples und die gewählten Methoden der Datenerhebung und Datenauswertung vorgestellt und die Ergebnisse beschrieben und interpretiert. Zum Schluss werden die Forschungsergebnisse zusammengefasst und deren Bedeutung für die alterssoziologische Forschung eruiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Methodologie und Hinführung zur Methode - Theorie qualitativer Methoden

1.1 Grundzüge qualitativer Forschungsstrategien

1.1.a) Worüber kann im Rahmen qualitativer Sozialforschung eine Aussage getroffen werden?

1.1.b) Die Eigenlogik qualitativer Verfahren

1.1.c) Ziele qualitativer Sozialforschung

1.2 Das Verhältnis von Datenerhebung und Datenauswertung

1.2.a) Der qualitative Forschungsprozess

1.2.a.1 Datenerhebung

1.2.a.1.1 Die Beobachtung

1.2.a.1.2 Qualitative Interviews

1.2.a.1.2.1 Das Experten-Interview

1.2.a.1.2.2 Das Narrative Interview:

1.2.a.1.3 Datenauswertung

1.2.a.1.3.1 Die iterativ-rekursive Bewegungsfigur des qualitativen Forschungsprozesses

1.2.a.1.3.2 Theoretisches Kodieren

1.3 Was ist gute qualitative Sozialforschung?

1.3.a) Kriterien gelungener qualitativer Sozialforschung

1.3.b) Chancen und Probleme qualitativer Sozialforschung

2. Systematisierung und Diskussion des Forschungsprozess anhand meiner Feldzugänge und Datenauswertungen

2.1 Rekonstruktion des Forschungsprozesses und Auswahl des Samples

2.2 Auswahl bestimmter Stadtbezirke

2.3 Forschungsfrage

2.4 Gewählte Methoden der Datenerhebung und Datenauswertung

2.4.a) Durchführung qualitativer Interviews

2.5 Deskription und Interpretation der Ergebnisse

3. Schlussteil

3.1 Zusammenfassung der Forschungsergebnisse

3.2 Bedeutung für die alterssoziologische Forschung

4. Literaturverzeichnis:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die soziale Lebenswelt älterer Menschen in Erlangen mit einem spezifischen Fokus auf die Bedeutung der Familie für die individuelle Freizeitgestaltung. Die Forschungsfrage leitet sich aus qualitativen Interviews und Beobachtungen ab, um zu verstehen, wie sich familiäre Strukturen auf das Freizeitverhalten und die soziale Teilhabe von Senioren auswirken.

  • Methodologische Grundlagen qualitativer Sozialforschung (Grounded Theory)
  • Empirische Feldzugänge bei Senioreneinrichtungen in Erlangen
  • Analyse des Einflusses familiärer Situationen auf die Freizeitgestaltung
  • Vergleich von außerfamiliären Freizeitaktivitäten und familiärer Integration
  • Diskussion der Bedeutung von sozialen Netzwerken gegen Isolation im Alter

Auszug aus dem Buch

1.1.b) Die Eigenlogik qualitativer Verfahren

Ausgangspositionen der qualitativen Sozialforschung ergeben sich dabei aus den Theorien der Ethnomethodologie und des Symbolischen Interaktionismus. Um in der qualitativen Sozialforschung Zugang zum Forschungsgegenstand zu erhalten, werden primärsprachliche Äußerungen analysiert. Der Sinn sprachlicher Äußerungen wird in der Interaktion und immer in doppelter Weise hergestellt. Zum einen ergibt sich dieser aus den lebensweltlichen Erfahrungen, die die befragte Person gemacht hat, zum einen durch die konkrete Interaktion von Befragungsperson und Interviewer im Interview. In Anlehnung an Harold Garfinkel schreibt Helfferich (2004), dass es für das Verstehen der Äußerungen deswegen wichtig als ForscherIn zu beachten in welchem Kontext diese entstanden sind (vgl. Helfferich 2004, S. 20). Helfferich führt auch einige Argumentationen Alfred Schützes auf in denen dieser das was in der Auswertung qualitativer Daten geschieht, als eine „Konstruktion zweiten Grades" bezeichnet. Damit ist gemeint, dass auch ForscherInnen bei ihrem Versuch das Verstehen der Welt von Menschen innerhalb ihrer Lebenswelt zu verstehen, vor einem spezifischen Kontext agieren, nämlich dem der Forschung. In diesem werden Inhalte über das Sinnsystem der Wissenschaft typisiert. Demnach müssen in der qualitativen Forschung auch die Entstehungsbedingungen der Verständnisleistungen der ForscherInnen analysiert werden. Man geht davon aus, dass Forschende keinen „privilegierten Zugang“ zu einer gegebenen Wirklichkeit haben, denn auch sie konstruieren die Wirklichkeit, wenn auch auf Basis von wissenschaftlichen Standards wie der „intersubjektiven Nachvollziehbarkeit“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Methodologie und Hinführung zur Methode - Theorie qualitativer Methoden: Einführung in die theoretischen Grundlagen der qualitativen Sozialforschung sowie Erläuterung der angewandten Datenerhebungs- und Auswertungsmethoden.

2. Systematisierung und Diskussion des Forschungsprozess anhand meiner Feldzugänge und Datenauswertungen: Beschreibung der praktischen Durchführung der Feldstudie in Erlangen, inklusive der Probandenauswahl und der Anwendung der gewählten Methoden.

3. Schlussteil: Zusammenfassung der zentralen empirischen Erkenntnisse sowie eine Diskussion der Ergebnisse im Kontext der alterssoziologischen Forschung.

4. Literaturverzeichnis:: Verzeichnis der verwendeten theoretischen Quellen und statistischen Datengrundlagen.

Schlüsselwörter

Qualitative Sozialforschung, Senioren, Erlangen, Freizeitgestaltung, Familiensituation, Grounded Theory, Experten-Interview, narratives Interview, teilnehmende Beobachtung, soziale Isolation, Lebenswelt, Intersubjektive Nachvollziehbarkeit, Alterssoziologie, Kodierparadigma, soziale Teilhabe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den sozialen Lebenswelten von Senioren in Erlangen, insbesondere mit der Frage, wie diese ihre Freizeit gestalten und welche Rolle familiäre Faktoren dabei spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die Bedeutung der Familie für die Freizeitgestaltung, der Einfluss der sozioökonomischen Lage, soziale Integration sowie die Methoden qualitativer Sozialforschung im Feld.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Bedeutung wird der Familie für die individuelle Freizeitgestaltung von Senioren zugeschrieben?“

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign auf Basis der Grounded Theory angewendet, das teilnehmende Beobachtungen sowie Experten- und narrative Interviews umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird der Prozess der Datenerhebung und -auswertung, die methodische Reflexion der Feldforschung sowie die Analyse und Interpretation der gewonnenen Daten detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem qualitative Sozialforschung, Familiensituation, Freizeitgestaltung, Senioren und Grounded Theory.

Wie unterscheidet sich die Freizeitgestaltung je nach Familiensituation?

Die Arbeit zeigt, dass Senioren ohne enge familiäre Einbindung ihre Freizeit verstärkt außerfamiliär (z.B. durch Vereine) gestalten, während stark eingebundene Senioren ihre Freizeit häufiger familiär und im häuslichen Kontext verbringen.

Was ergab die Analyse bezüglich des "sozialen Todes"?

Durch die Pflege von Kontakten zu Freunden und die Teilnahme an Vereinsaktivitäten können Senioren, die nicht familiär stark eingebunden sind, ihre soziale Teilhabe sichern und drohender Isolation entgegenwirken.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Qualitative Forschungsmethoden in der Alterssoziologie. Die soziale Lebenswelt von älteren Menschen in Erlangen
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Hauptseminar und Übung „Qualitative Methoden“
Note
1,6
Autor
Johanna Ernst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
25
Katalognummer
V1077508
ISBN (eBook)
9783346483072
ISBN (Buch)
9783346483089
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Qualitative Sozialforschung Altersforschung Feldstudie Feldzugang Soziale Lebenswelt des Alterns qualitative Methoden qualitative Interviews iterativ-rekursiv narrative Interviews Experten-Interviews Kodieren Theoretisches Kodieren qualitative Forschung Beobachtungen Forschungsreflektion Forschungsethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johanna Ernst (Autor:in), 2020, Qualitative Forschungsmethoden in der Alterssoziologie. Die soziale Lebenswelt von älteren Menschen in Erlangen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1077508
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Leseprobe aus  25  Seiten
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