Die Alzheimer Demenz - Das Parkinson Syndrom - Das Down Syndrom


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
17 Seiten, Note: 1

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DIE ALZHEIMER DEMENZ

Was ist die Alzheimer Erkrankung?

Die Alzheimer Erkrankung ist eine chronische, nicht ansteckende Erkrankung des Gehirns, bei der langsam, aber stetig fortschreitend Nervenzellen untergehen.

Alois Alzheimer war ein deutscher Neurologe und Neuropathologe, der 1907 eine junge Patientin mit fortschreitendem Gedächtnisverlust und deren Veränderungen im Gehirn beschrieb. Seit dieser Zeit trägt die Erkrankung, die mit Gedächtnisverlust beginnt, aber auch zu Veränderungen der Sprache, des visuellen Gedächtnis und psychotischen Symptomen führt, seinen Namen: Die Alzheimer Demenz. Sie ist unweigerlich progressiv und führt nach 5 bis 20 Jahren zum Tode. Sie hat den Verlust der Eigenständigkeit und aller erlernten Fähigkeiten wie die einfachsten körperlichen Vorrichtungen, zur Folge. Für Angehörige und Pflegepersonal stellt sie eine besonders schwerwiegende Herausforderung und Belastung dar. Weit über eine Million Menschen in Deutschland sind von der Krankheit betroffen, Frauen sehr viel häufiger als Männer. Die Anzahl der Erkrankten steigt mit der Lebenserwartung, so ist ungefähr die Hälfte der 85 Jährigen betroffen. Im 21. Jahrhundert rechnet man mit über 2 Millionen Alzheimer Patienten in Deutschland, wobei genetische Faktoren und auch höheres Alter Mitursache dieses Ansteigen sind. Jährlich sterben ungefähr 35 000 Patienten an den Folgen der Alzheimer Erkrankung und sie ist somit die 4 häufigste Todesursache.

Was sind die Symptome?

Das Kurzzeitgedächtnis ist als erstes betroffen. Die gleichen Geschichten werden immer wieder erzählt. Das Erlernen von Neuem und die geistige Aufnahmefähigkeit sind gestört. Gegenstände werden verräumt und nicht wieder gefunden und die Orientierung in der eigenen Umwelt fehlerhaft. Mit einher gehen Persönlichkeits- und Verhaltensveränderungen, Urteilsvermögen und Verstand sind betroffen. Gelernte automatische Verrichtungen, wie Zähneputzen und Haarekämmen sind vergessen, ebenso die Namen der Kinder und Freunde. Die Persönlichkeitsveränderungen sind distinktiv und variieren von Passivität zu Agitiertheit mit Wahnvorstellungen. Parkinsonähnliche Symptome und Anfälle können im Spätstadium auftreten. Anfänglich werden die Frühsymptome als altersbedingt und natürlich angesehen. Sie sind es aber nicht. Daher kommen viele Patienten erst sehr spät in neurologische Behandlung und wertvolle Zeit geht verloren, besonders dann, wenn es sich um behandelbare Formen der Demenz handelt.

Die Alzheimer Erkrankung führt zu Störungen:

- des Gedächtnisses,
- der Sprache,
- des Denkvermögens,
- des Erkennens,
- der Handhabung von Gegenständen
- sowie der örtlichen und zeitlichen Orientierung.

Es können auch andere Symptome wie Verwirrung oder starke Stimmungsschwankungen auftreten. Die Alzheimer Demenz ist in der Gruppe der demenziellen Krankheiten oder Hirnleistungsstörungen die häufigste Form.

Wie diagnostiziert man die Alzheimer Erkrankung?

Das Gehirn von Alzheimer Patienten zeigt charakteristische Veränderungen in den Hirnzellen und Nervenfasern, welche die Kommunikation der Zellen untereinander zum Erliegen bringt und zu den oben genannten Symptomen führt. Alzheimer Demenz ist eine Ausschlussdiagnose. Altersdepression, Entzündung der Hirngefäße (Vasculitis), B 12 und Folsäuremangel, Schlaganfall, Neurosyphilis, chronischer Alkoholhabusus und Medikamentenmissbrauch machen ein Alzheimerähnliches klinisches Bild. Eine umfassende klinische-, Labor- und radiologische Untersuchung und die Hinzuziehung der Angehörigen ist der Alzheimer Verdacht durch den zu konsultierenden Neurologen notwendig. In den bildgebenden radiologischen Tests (Kernspintomographie) zeigt sich in der Regel eine globale Hirnatrophie als Zeichen des Verlustes von Hirngewebe.

Schweregrade

Schweregrad 1

Symptome: Unauffällig. Keine Beschwerden. Der Erkrankungsprozess könnte nur im Gewebeschnitt oder den bildgebenden Verfahren nachgewiesen werden.

Schweregrad 2

Symptome: Subjektive Beschwerden: Vergesslichkeit, Verlegen von Gegenständen, Wortfindungsschwierigkeiten; Schwierigkeiten, genau so schnell zu lesen oder zu verstehen wie früher. Es gibt keine objektivierbaren Auffälligkeiten.

Dauer: ca. 15 Jahre

Schweregrad 3

Symptome: Erste objektivierbare Beeinträchtigungen: Patient vergißt gelegentlich den Wochentag, was es zum Mittagessen gab oder welches Buch er gerade gelesen hat. Einige „weiße Flecken“ in der persönlichen Vorgeschichte. Verwirrung, wenn mehr als eine Sache gleichzeitig zu erledigen ist. Wiederholtes Fragen. Gelegentlich Verstimmung und um die eigene Gesundheit besorgtes Nachfragen. Die Defizite zeigen sich auch in psychometrischen Tests.

Dauer: ca. 7 Jahre

Schweregrad 4

Symptome: Mäßige Beeinträchtigungen. Schwierigkeiten, den eigenen Lebenslauf zu erinnern, Gesprächen zu folgen, bei einfachen Haushaltstätigkeiten außer An- und Ausschalten, bei Bankgeschäften oder dem Kauf von Briefmarken. Schwierigkeiten, Bekannte am Telefon wiederzuerkennen. Die Schwierigkeiten spiegeln sich in allen Tests zur geistigen Leistungsfähigkeit (=psychometrischen Tests) wider.

Dauer: ca. 2 Jahre

Schweregrad 5

Symptome: Mittelschwere Beeinträchtigungen. Kennt die eigene Adresse und wesentliche Inhalte seines Lebenslaufes nicht mehr. Unsicher zu Tag, Monat und Jahr sowie zum herrschenden Wetter. Schlafstörungen. Wahnvorstellungen wie: es wurde mir etwas weggenommen.

Dauer: ca. 1,5 Jahre

Schweregrad 6

Symptome: Schwere Beeinträchtigungen. Unsicher zu Zeit, Aufenthaltsort und eigenem Namen. Häufig wird der Name des Lebenspartners nicht erinnert. Geringe Kenntnisse aktueller Ereignisse. Hilfe beim Waschen, Baden und Anziehen nötig. Blasen- und Darminkontinenz. Vom Besteck kann nur noch der Löffel adäquat verwendet werden. Tag- und Nacht-Umkehr. Zielloses Umherlaufen. Verbale und physische Aggressivität.

Dauer: ca. 2,5 Jahre

Schweregrad 7

Symptome: Sehr schwere Beeinträchtigungen: Sprache auf ein bis zwei Worte reduziert. häufig Bettlägerigkeit. Keine Vorstellung vom eigenen Namen. Unfähig, von 1 bis 10 zu zählen. Durchgängig Hilfe erforderlich. Zum Ende nicht mehr in der Lage, den Kopf zu heben. Ernährung nur noch über die Vene oder über Katheter möglich.

Dauer: ca. 2,75 Jahre

Die meisten Kranken sterben an Begleiterkrankungen, die bei Schwerstpflegebedürftigkeit entstehen.

Gefühle

Im Unterschied zur Merk- und Orientierungsfähigkeit sind die Gefühle Dementer lange Zeit noch voll intakt. Oft entsprechen allerdings die Gefühlsäußerungen des Kranken nicht mehr den vertrauten Mustern. So können sie ganz unerwartet und ohne erkennbaren Sinnzusammenhang reagieren. Der Kranke kann scheinbar grundlos lachen oder weinen. Manche Patienten kapseln sich ab, andere werden zunehmend aggressiver. Einige ihrer Wesenszüge werden ausgeprägter, andere verblassen. Manchmal entsteht ein unbegründetes Misstrauen gegenüber den Angehörigen. Erst im Endstadium verlieren die Kranken offenbar die Fähigkeit, Gefühlssignale aufzunehmen.

Was ist die Ursache der Alzheimer Erkrankung?

Die Ursache der Erkrankung ist unbekannt. Genetische Faktoren und das Alter spielen eine Rolle. Alzheimer Patienten, die einen Verwandten mit der Erkrankung haben, werden als familiärer Alzheimer klassifiziert. Familiär ist nicht mit genetisch gleichzusetzen. Variationen am Chromosom 14, 19 und 21 sind bei Alzheimer Patienten beschrieben worden. Das APOE -e4 Gen, wenn vorhanden ist ein Risikofaktor für die Erkrankung. 15% der Bevölkerung besitzen diese Variation. 50% der Alzheimer Patienten über 70 haben dieses Gen.

Welche Therapeutischen Möglichkeiten gibt es?

Es gibt keine Heilung für die Erkrankung, aber Möglichkeiten den Krankheitsprozess zu verlangsamen. Die Acetylcholin produzierenden Neurone sind vorwiegend betroffen. Es herrscht somit ein Mangel an diesem Botenstoff. Medikamente, die die Konzentration von Acetylcholin im Hirn erhöhen, sind im Augenblick in der Anwendung. Einige Präparate sind schon zugelassen, andere noch in der Erprobung. Die vorläufigen Ergebnisse geben zu einem vorsichtigen Optimismus Anlass. Die symptomatische medikamentöse Behandlung der Verhaltensstörungen spielt im Hinblick der Führung des Patienten eine ganz wichtige Rolle. Der vorsichtige Einsatz entsprechender ruhigstellender Medikamente ist für Angehörige und Pflegepersonal ungeheuer wichtig. Die Alzheimer Erkrankung ist neben Krebs eine der größten Herausforderungen an die Medizin im nächsten Jahrhundert, wenn auch jetzt der große therapeutische Durchbruch noch nicht zu sehen ist, so sollte man doch einige Dinge, um das Gehirn gesund zu erhalten, bedenken:

- Vermeidung von hirnschädigenden Substanzen
- Alkohol und Medikamentenmissbrauch
- Gehirnjogging, Lesen und Erlernen neuer Fähigkeiten
- Positives Denken führt zur besseren Hirnchemie

Abgrenzung des normalen Alterungsprozesses von der Demenzerkrankung

Altern wird häufig mit Gebrechlichkeit und nachlassenden geistigen Fähigkeiten in Verbindung gebracht. Gesundes Altern ist jedoch nicht zwangsläufig mit einer Abnahme geistiger Fähigkeiten verbunden. Gedächtnis und Denkvermögen können noch im Alter von über 100 Jahren völlig intakt sein.

Treten Beeinträchtigungen der geistigen Fähigkeiten auf, sind dafür häufig Demenzen verantwortlich. Unter Demenz (lat.: Zustand der Geistlosigkeit) versteht die Medizin den krankhaften Verlust geistiger (kognitiver) Fähigkeiten – bei Fortschreiten der Krankheit kommt es zunehmend zur Verwirrtheit.

Nicht alle Verschlechterungen im Wahrnehmungsvermögen erreichen den Grad einer Demenz. Die Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit, die mit dem normalen Altersprozess einhergehen, sind nicht sehr schwerwiegend. Die betroffenen Personen können Alltagsaufgaben weiter ausführen. Beeinträchtigt ist hauptsächlich die Fähigkeit, neue Dinge zu lernen oder Aufgaben auszuführen, die komplexe Problemlösungsfähigkeiten erfordern oder nicht vertraut sind. Manchmal haben ältere Menschen auch Schwierigkeiten, das richtige Wort zu finden und benötigen dafür längere Zeit. Das ist normal und könnte durch ein entsprechendes Training auch verbessert werden. Meist fehlen im Alter aber Druck und positiver Stress, die das Gehirn fordern.

Wenn allerdings Veränderungen eintreten, die das Alltagsverhalten erschweren, oder das subjektive Gefühl auftritt, dass sich die geistige Leistung wirklich verschlechtert, dann sollte der Arzt aufgesucht werden.

Die Früherkennung der richtigen Ursache gibt Aufschluss darüber, ob es sich um eine Demenz handelt, bzw. ob diese behandelbar ist oder nicht, bleibt, oder nur vorübergehend auftritt.

Demenzdefinition nach der Weltgesundheitsorganisation

Es gibt mehrere Demenzdefinitionen. Die engste Definition findet sich in dem von der WHO 1997 ausgearbeiteten Kriterienkatalog, dem ICD-10. (=International Classification of Diseases). Für die Diagnose Demenz müssen alle vier Kriterien erfüllt sein:

- Eine Abnahme des Gedächtnisses und anderer geistiger Fähigkeiten, erkennbar an der Verminderung der Urteilsfähigkeit und des Denkvermögens.
- Keine Bewusstseinseinstrübung. Die Patienten sind wach und ansprechbar und reagieren auf bestimmte Anforderungen, entsprechend ihrer verbliebenen Fähigkeiten.
- Verminderte Kontrolle über die eigenen Affekte mit mindestens einem der folgenden Merkmale: emotionale Labilität, Reizbarkeit, Apathie, Vergröberung des Sozialverhaltens; z.B. können Patienten die Intensität ihres Lachens und Weinens nicht mehr steuern, haben Gefühlsausbrüche ohne ersichtlichen Grund, können Gefühle und den Umgang mit den Mitmenschen nicht mehr steuern, scheinen sich für die Außenwelt charakterlich verändert zu haben.
- Dauer der Symptome mindestens sechs Monate.

Aloys Alzheimer

Die nach Aloys Alzheimer benannte Krankheit gilt als Schreckgespenst der „zivilisierten Welt“. Während der Name „Alzheimer“ zu einem der meistgenannten deutschen Familiennamen aller Zeiten wurde, blieb die Lebensgeschichte des bedeutenden Psychiaters bisher weitgehend unbekannt. Der Fund der Krankenakte der Auguste D., in der erstmals die Symptome der inzwischen berühmten Krankheit vermerkt wurden, veranlasste die Autoren, den heutigen Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Frankfurt am Main und seine Ehefrau, die Biographie des aus Marktbreit bei Würzburg stammenden Arztes aufzuzeichnen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das durch eine umfangreiche Quellenforschung abgesicherte, äußert informative und lesenswerte Buch gewährt nicht nur einen faszinierenden Einblick in Alzheimers Privatleben und wissenschaftliche Entwicklung, sondern gleichzeitig in die deutsche Psychiatrieszene vor dem Ersten Weltkrieg. Die von Sympathie getragene Biographie beschreibt dennoch sachgerecht und objektiv die beruflichen Stationen Alzheimers, die ihn von Würzburg über Heidelberg, Frankfurt am Main und München nach Breslau führten, wo er 1912 als Nachfolger Karl Bonhoeffers Ordinarius für Psychiatrie wurde.

1906 referierte er in Tübingen erstmals über die nach ihm benannte Hirnatrophie. Alzheimers Forschungen werden nur vor dem Hintergrund der fachinternen Auseinandersetzung zwischen "Psychikern" und den bald das Terrain beherrschenden "Somatikern" verständlich, die im 19. Jahrhundert dank berühmter Fachvertreter an Einfluss gewonnen hatten. Detailliert werden auch die unbekannteren Forschungen Alzheimers gewürdigt. Interessante Informationen, so über Alzheimers Gegnerschaft zu dem international gefeierten italienischen Kriminologen Cesare Lombroso, der den Hang zum "geborenen" Verbrecher durch einen kulturellen Atavismus erklärte, runden die Lektüre ab. Einige Beispiele prominenter Alzheimer-Patienten wurden am Ende des Buches wohl eher auf Vorschlag des Verlags eingefügt.

DAS PARKINSON SYNDROM

Grundlagen

Das Parkinson Syndrom ist mit die häufigste neurologische Erkrankung. Durch die zunehmende Überalterung der Bevölkerung darf mit einem deutlichen Anstieg der Betroffenen gerechnet werden. Derzeit wird in Industrienationen von einer Prägvalenz von 2 bis 3 Promille der Bevölkerung ausgegangen. Bei den über 60-jährigen liegt die Prägvalenz bei etwa einem Prozent.

Historische Anmerkungen

James Parkinson beschrieb in seinem 1817 erschienen >Essay on the Shaking Palsy< kasuistisch die Symptomatik, die wir beim Parkinson-Syndrom finden. Er hat sicherlich nicht einen Morbus beschrieben. So muss diskutiert werden, ob nicht einige seiner Patienten an einer Multisystem-Atrophie erkrankt waren (untersucht hatte er nur 3 Patienten). Die Bedeutung seines Werkes liegt in der genauen klinischen Beschreibung, bei der neben den Kernsymptomen auch zusätzliche klinische Zeichen vermerkt sind. Erstaunlich ist weiterhin, dass er bei der nur geringen Fallzahl eine genaue Beschreibung abgibt, die auch noch heute mit Interesse zu lesen ist.

Jedoch trat das Parkinson Syndrom nicht erstmals im 19. Jahrhundert auf. So finden sich Erstbeschreibungen krankheitsspezifischer Symptome schon in der Antike. Den Namen Parkinson Erkrankung, oder Morbus Parkinson wurde erstmals von Charcot benutzt (maladie de Parkinson). Bezüglich der Erstbeschreibung des Parkinson Syndroms als Erkrankung der Substantia nigra (Kasuistik) gebührt Blocq und Marinesco Ende des 19. Jahrhunderts Anerkennung. Genauere Beschreibungen finden sich bei Trétiakoff 1919.

Nomenklatur

Die Terminologie wird sehr unterschiedlich gebraucht. Nach wie vor ist die Bezeichung Morbus Parkinson sehr gebräuchlich. Daneben findet sich beispielsweise noch im ICD 9 die Bezeichung Paralysis agitans. Auch die deutsche Bezeichnung Schüttellähmung wird immer wieder benutzt. Die Bezeichnung Parkinsonismus als eingedeutschte Form des angloamerikanischen Parkinsonism sollte vermieden werden. Sinnvoll ist m.E. vom Parkinson-Syndrom zu sprechen und zwischen idiopathischem Parkinson-Syndrom (iPS) und symptomatischen Formen zu differenzieren.

Der Begriff Morbus Parkinson ist schlecht definiert, weshalb ich ihn vermeide. Es ist bei diesem Begriff nicht klar, ob hereditäre Formen oder das idiopathische Parkinson-Syndrom gemeint sind.

Diagnostik:

Die Diagnose eines Parkinson-Syndroms wird nach wie vor durch die klinische Untersuchung gestellt. Trotz Weiterentwicklung bildgebender Verfahren ist der klinische Befund führend und entscheidet im Zweifelsfall.

Die Frühsymptome sind meistens sehr unspezifisch. Retrospektiv beklagen die Patienten in den Jahren vor der Diagnosestellung Schmerzen, v.a. im LWS-Bereich und der Gelenke, vegetative Symptome und psychiatrische Veränderungen.

Die motorischen Symptome beginnen stets einseitig. Der Tremor tritt in etwa 70 % als Erstsymptom auf, wobei sich bei diesen Patienten retrospektiv häufig auch andere Symptome finden lassen. Häufiger sind motorische Einschränkungen. Dies steht im Widerspruch zu der landläufigen Meinung, dass der Tremor zwingend zur Diagnose gehöre. Bei dem Tremor handelt es sich um einen Ruhetremor, im Einzelfall zusätzlich noch um einen Haltetremor. Typischerweise liegt die Tremorfrequenz zwischen 4 und 8 Hz, in Einzelfällen auch darunter. Der Tremor ist auch bekannt als Pillendreher- oder Münzzähltremor.

Als klassischer Befund kann beim Gehen ein fehlendes Mitschwingen des Arms der vorwiegend betroffenen Seite und eventuell ein Nachziehen des betroffenen Beines festgestellt werden. Häufig wird der betroffene Arm in leicht gebeugter Stellung gehalten. Daneben fällt die leicht gebeugte Körperhaltung auf.

Diagnosekriterien:

Einseitiger Beginn

Ruhetremor

Progressiver Verlauf

Ansprechen auf L-Dopa

- gute Besserung unter der Therapie
- Ansprechen mehr als 5 Jahre
- L-Dopa induzierte Dyskinesien

Symptomatisches Parkinson-Syndrom

- medikamentös induziert
- traumatisch
- postenzephalitisch
- toxisch
- bei Raumforderungen
- arteriosklerotisch

Apomorphin-Test

Der Apomorphin-Test ist nach wie vor als wichtiges Diagnosekriterium akzeptiert.

Apomorphin ist ein nicht-ergoliner Dopaminagonist. Die Substanz ist in Deutschland zur Behandlung des Parkinson-Syndroms nicht zugelassen, sondern steht als Injektionsampulle nur zur Auslösung eines willkürlichen Erbrechend zur Verfügung.

Vor der Injektion sollte zur Vermeidung gastrointestinaler Beschwerden über wenigstens 3 Tage mit dem peripheren Dopamin-Rezeptor-Antagonsit Domperidon vorbehandelt werden.

Die Untersuchung ist in ihrer Aussage durch die gastrointestinalen Beschwerden limitiert, die trotz der Vorbehandlung mit Domperidon in vielen Fällen auftreten.

Alternativ kann natürlich auch ein L-Dopa Test durchgeführt werden. Durch Auflösen der Tablette (was mit vielen Präparaten möglich ist) kann häufig ein gleicher Effekt mit deutlich geringerem Aufwand erreicht werden.

Ausschlussdiagnostik

Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist eine klinische Diagnose. Die meisten symptomatischen Formen können bereits durch Anamnese und klinischen Befund ausgeschlossen werden. Einige symptomatische Formen lassen sich auch nicht durch eine weiterführende Diagnostik definitiv ausschließen.

Ein Routinelabor und eine Bildgebung des Gehirns dürfen als Standard angesehen werden. Die Blut- und Urinuntersuchungen können bei Verdacht auf eine symptomatische Form ergänzt werden, z.B. Kupfer und Coeruolplasmin. Eine Liquoruntersuchung sollte nur in Einzelfällen bei gezielter Fragestellung erfolgen. Bezüglich der bildgebenden Verfahren empfehle ich die Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT). Bei einer weitreichenden Diagnose wie dem Parkinson-Syndrom, halte ich die MRT in der initialen Diagnostik gegenüber der Computertomographie gerechtfertigt. Wobei einschränkend gesagt werden muss, dass nur äußerst selten hierdurch eine richtungsweisende Diagnose gestellt wird. Häufig dient es zu Beruhigung und Absicherung des Patienten, aber auch des behandelnden Arztes. Zur positiven Diagnosesicherung darf die Rolle des MRT als gering angesehen werden. Hierbei ist die klinische Untersuchung wesentlich valider.

Hoehn und Yahr – Skala

Stadium Symptomatik

I einseitige Manifestation
II beidseitige Manifestation
III gestörte Haltungsreflexe, Gleichgewichtsstörungen, Hinstürzen
IV voll ausgebildete Symptomatik, schwere Behinderung
V bettlägerig oder rollstuhlpflichtig

Parkinson-Selbsthilfegruppe

Ansprechmöglichkeit für Patienten und Angehörige

"Parkinson Selbsthilfe Österreich" ist eine gemeinnützige Dachorganisation aller österreichischen Selbsthilfegruppen für Patienten, Betreuer und Angehörige. Sie bringt neben Information für die Betroffenen und ihre Angehörige vor allem auch emotionale Unterstützung und soziale Kontakte - mit dem Ziel, dass die Patienten trotz ihrer Erkrankung ihr Leben in der Gesellschaft möglichst selbst gestalten können. Angeboten werden zum Beispiel regelmäßige Treffen der Mitglieder, Erfahrungsaustausch, gemeinsame Feiern von Geburtstagen, Weihnachten et cetera. Auch Vorträge zur Wissenserweiterung über die Erkrankung und Therapiemöglichkeiten werden abgehalten.

"Wichtig für die Patienten ist neben der positiven, seelischen Unterstützung durch die Selbsthilfegruppe auch, dass eine Vereinsamung der Betroffenen verhindert wird", erklärt Karl Soukup, Vizepräsident der Parkinson Selbsthilfe Österreich. Möglichst viele Betroffene und Angehörige sollten daher der Selbsthilfegruppe beitreten. Leider ist es aber häufig so, dass viele erst an einen Beitritt denken, wenn sie keinen anderen Ausweg mehr sehen. Auch eine eigene Mitgliederzeitung gibt es.

Soukup: "Unser Leitsatz ist: Gemeinsam ist man stärker und kann lernen, selbst etwas zu tun, um mit einem Problem fertig zu werden." Die Selbsthilfegruppe ist natürlich kostenlos, die Funktionäre arbeiten ehrenamtlich. Der Dachverband der Parkinson-Selbsthilfe Österreich besteht aus den Landesverbänden mit derzeit 35 Basis-Arbeitsgruppen und rund 1.500 Mitgliedern. Diese Mitgliederzahl ist dürftig, gemessen an den für Österreich geschätzten 25.000 an Morbus Parkinson Erkrankten.

In Wien wurde Österreichs erstes Parkinson-Zentrum eröffnet

Im zwölften Wiener Gemeindebezirk wurde am Mittwoch Österreichs erstes Parkinson-Zentrum eröffnet.. Es wird vom Psychiater und Neurologen Dieter Volc geleitet. Er erwartet für die Patienten nach einem dreiwöchigen bis dreimonatigen Aufenthalt eine wesentliche Besserung, will aber auch die Angehörigen mit einbeziehen, die mit der Betreuung auch die Selbständigkeit der Erkrankten fördern sollen. An Morbus Parkinson leiden etwa 25.000 Österreicher. Ein dreiwöchiger Aufenthalt kostet inklusive Vollpension, fachärztlicher Betreuung, Infusionstherapie, Physio- und Ergotherapie 64.100 Schilling (4.658 Euro). Ein Antrag auf Kostenzuschuss vom Wiener Magistrat wurde bereits erstellt, die Kosten für Physio- und Ergotherapie werden zum Teil von den Kassen rückerstattet. In der zweiten Jahreshälfte soll eine Parkinson-Tagesklinik in Betrieb genommen werden. in der die Patienten bei wöchentlich ein- bis zweitägigem Aufenthalt kostengünstiger behandelt werden können.

DAS DOWN SYNDROM

Was ist das Down Syndrom?

Aufgrund des überzähligen Chromosoms 21 hat das Kind mit Down Syndrom gewisse körperliche Besonderheiten, die es von anderen Kindern unterscheidet. Kinder mit Down Syndrom zeigen jedoch mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten. Sie unterscheiden sich sehr in ihrem Aussehen, ihrem Temperament und ihren Fähigkeiten. Jedes Kind wird ganz individuelle Züge und Charaktereigenschaften haben, die se von seinen Eltern geerbt hat. Es mag seiner Mutter, seinem Vater, einem Geschwister, einer Großmutter oder einem Großvater ähneln. Kinder mit Down Syndrom können leicht dazu führen eigenwillig zu sein. Manche mögen Musik, während andere daran überhaupt kein Interesse zeigen. Manche mögen energiegeladen, andere wenig aktive sein. Alle sind in gewissem Maße geistig behindert, manche mehr, manche weniger. Jeder von ihnen ist jedoch eine einzigartige Persönlichkeit.

Als Syndrom bezeichnet man im allgemeinen ein Krankheitsbild, das man anhand von mehreren auftretenden Merkmalen erkennen kann. Ein angeborenes Syndrom wie das Down Syndrom ist schon bei der Geburt vorhanden.

Bis 1866 scheint das Down Syndrom nicht als eigenständiges Syndrom erkannt worden zu sein. Der englische Arzt John Langdon Down (1828-1896) fasste als erster die charakteristischen Merkmale zusammen. Ihm war jedoch die Ursache des Zustandes unbekannt. Erst 1959 zeigen Lejeune und seine Mitarbeiter in Paris, dass Menschen mit Down Syndrom ein zusätzliches Chromosom besitzen.

Alle Kinder mait Down Syndrom haben das Chromosom 21 dreimal. Aber je nachdem, ob nur ein Teil vom Chromosom 21 oder das gesamte Chromosom zusätzlich vorhanden ist und ob die verantwortlichen Gene in jeder Zelle zu oft vorkommen, unterscheidet man drei Formen von Down Syndrom:

- die freie Trisomie 21 (Häufigkeit 95%)
- die Translokationstrisomie 21 (Häufigkeit 4%)
- die Mosaik Trisomie 21 (Häufigkeit 1%)

Menschen mit Down Syndrom wurden früher als mongoloid bezeichnet. Da diese Bezeichnung rassisch diskriminierend und von häufig negativen Vorurteilen begleitet wird, ist sie unzeitgemäß. Wir benutzen heute den Begriff Down Syndrom.

Unsere Kinder mit Down Syndrom sind in erster Linie Kinder. Die Tatsache, dass sie Down Syndrom haben, ist erst in zweiter Linie wichtig!

Kinder mit Down Syndrom haben die gleichen Bedürfnisse wie alle Kinder. Sie möchten in ihrer Familie geborgen sein, die Umwelt entdecken, spielen, lernen, lachen, Beziehungen zu Gleichaltrigen aufbauen und immer selbständiger werden. Es ist besonders wichtig, einen Rahmen zu schaffen, indem das Kind möglichst normal aufwachsen und sich entwickeln kann.

Down-Syndrom

Vorkommen, Verbreitung und Häufigkeit

Es ist wahrscheinlich, dass es schon immer Menschen mit Down-Syndrom gegeben hat. Die ältesten Zeugnisse für das Down-Syndrom sind Ton- und Steinfiguren aus der Olmec-Kultur vor 3000 Jahren.

Auf zwei Madonnenbildern von Andrea Mantegna (1431 – 1506) weisen die Kinder jeweils charakteristische Züge des Down-Syndroms auf. Auch auf einem Altarflügel in Aachen, der ungefähr 1505 gemalt worden ist, sowie auf Gemälden von Jacob Jordaens, Manet oder Degas hat man Menschen entdeckt, die die typischen Merkmale des Down-Syndroms erkennen lassen.

Down-Syndrom ist eines der verbreitetsten angeborenen Syndrome. Man findet Menschen mit Down-Syndrom überall auf der Welt sowie bei allen Rassen, ethnischen Gruppen und Bevölkerungsschichten. Alle drei Minuten kommt ein Baby mit Down-Syndrom zur Welt, insgesamt leben weltweit zirka fünf Millionen Menschen mit Down-Syndrom. Die Häufigkeit des Auftretens ist dabei mit etwa 1 auf 800 Geburten überall gleich. In Deutschland werden jährlich zirka 1200 Kinder mit Down-Syndrom geboren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erste Beschreibung durch Dr. Langdon Down

Der englische Arzt John Langdon Down (1828 – 1896) war der Erste, der im Jahre 1866 ausführlich Menschen mit den „klassischen Merkmalen” dieses Syndroms beschrieb und sie als abgrenzbare Einheit (Syndrom) erkannte. Damit unterschied er diese von anderen Menschen mit geistiger Behinderung.

Dr. Down wies damals schon auf die Lernfähigkeit der Kinder hin.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Genetische Ursache

1959 entdeckte Jérome Lejeune in Paris, dass Kinder mit Down-Syndrom in jeder Zelle 47 Chromosomen statt der üblichen 46 haben, wobei das Chromosom Nr. 21 dreifach in jeder Zelle vorhanden ist, statt üblicherweise zweimal. Diese Entdeckung führte zur Bezeichnung Trisomie 21.

Zellteilung

Bei der Befruchtung vereinigen sich die Keimzellen der Eltern. In einer Keimzelle befinden sich nur halb so viele Chromosomen wie in den anderen Zellen: 23 in der Eizelle und 23 in der Samenzelle. Die erste Zelle des Kindes hat somit 46 Chromosomen und beginnt sich dann zu teilen und zu vermehren. Jede neue Zelle hat 46 Chromosomen.

Zellteilung bei Trisomie 21

Es kommt vor, dass eine der Keimzellen ein zusätzliches Chromosom enthält (insgesamt 24 Stück). Dann entsteht bei der Befruchtung eine neue Zelle mit 47 Chromosomen. Ist dieses zusätzliche Chromosom eines der Nr. 21, kommt ein Kind mit Down-Syndrom zur Welt.

Oben beschriebene Trisomie wird freie Trisomie genannt, das Extra-Chromosom „schwebt frei herum”. 95 % aller Menschen mit Down-Syndrom haben diese so genannte freie Trisomie 21.

Besondere Formen des Down-Syndroms

Translokation

Bei der Translokation ist auch Extra-Chromosomenmaterial vorhanden. Ein Abschnitt eines zusätzlichen Chromosoms 21 schwebt nicht frei herum, sondern hat sich mit einem anderen Chromosom verbunden, meistens mit der Nr. 13, 14, 15 oder 22.

Bei dieser Variante des Down-Syndroms kann ein Elternteil „Überträger” sein. Es besteht eine erhöhte Chance, dass weitere Kinder auch mit dieser Form des Down-Syndroms zur Welt kommen. Translokation kommt bei zirka 3 % der Kinder mit Down-Syndrom vor.

Mosaik

Bei der Mosaik-Variante findet ein Nichtauseinandergehen (Nondisjunktion) der Chromosomen erst nach der ersten Zellteilung statt. Das Kind weist dann sowohl Zellen mit 46 als auch Zellen mit 47 Chromosomen auf. Trisomie-21-Mosaik kommt nur bei 1 bis 2 % der Kinder mit Down-Syndrom vor.

Welche Funktion haben Chromosomen?

Über die Chromosomen geben Eltern Erbinformationen an ihre Kinder weiter. Die Gene auf den Chromosomen bestimmen das Wachstum und die Funktionen des Körpers. Ein überzähliges Chromosom stört die genetische Balance. Wachstums- und Funktionsveränderungen sind die Folge. Die körperlichen Besonderheiten und die verlangsamte, zum Teil anders verlaufende mentale Entwicklung von Menschen mit Down-Syndrom werden durch das zusätzliche Chromosomenmaterial verursacht.

Was bewirkt das Extra-Chromosom?

Ein Syndrom ist eine Reihe von Merkmalen, die zurückzuführen sind auf eine ganz bestimmte Ursache. Im Falle des Down-Syndroms liegt die Ursache bei dem überzähligen Chromosom Nr. 21. Aufgrund dieses überzähligen Chromosoms hat das Kind gewisse körperliche Besonderheiten, die es von anderen unterscheidet. Viele dieser Kennzeichen können einzeln auch bei nicht behinderten Kindern auftreten, die Kombination einer Reihe der Kennzeichen ist typisch für das Syndrom.

Langdon Down nannte in seiner Publikation zehn wichtige Merkmale, inzwischen sind bedeutend mehr morphologische und funktionelle Besonderheiten beschrieben worden. Das Aussehen der Kinder ist betroffen: Größe, Gewicht, Auffälligkeiten im Bereich der Kopfform, der Augen und der Ohren. Auch treten organische Schäden wie Herzfehler, Magen- und Darmstörungen oder Veränderungen am Skelettsystem häufig auf.

Die geistigen Fähigkeiten der Kinder mit Down-Syndrom weisen eine enorme Streubreite auf. Die Spanne reicht von schwerer Behinderung bis zu fast durchschnittlicher Intelligenz, wobei das zusätzliche genetische Material nur ein Aspekt ist, der die Entwicklung beeinflusst. Die Entwicklung jedes Kindes – mit oder ohne Down-Syndrom – hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Empfohlene medizinische Abklärungen

Neugeborene

- Herzschall, EKG (Herzfehler)
- Blutuntersuchungen (Blutbild, Schilddrüse)
- Chromosomenanalyse
- Augenärztliche Untersuchung (Katarakt)

Säuglingsalter

- allgemeine Untersuchungen (Entwicklung)
- Augenarzt
- HNO, bzw. paedoaudiologische Abklärung (Hörstörung)
- 2. kardiologische Untersuchung
- Ultraschall des Hüftgelenks
- Impfungen

Kindesalter bis Pubertät

- Allgemeine Untersuchungen (Entwicklung, Wachstum)
- HNO-Untersuchung, inkl. Hörtest
- Augenärztliche Untersuchung, 1x jährlich
- Schilddrüsentest (Blutuntersuchung)
- Zahnärztliche- kieferorthopädische Untersuchung
- ggf. Orthopäde (Hüfte, Knie, Füße, Wirbelsäule)

Jugendlichen- und Erwachsenenalter

- Allgemeine und neurologische Untersuchungen
- 3. kardiologische Untersuchung
- Augenarzt (alle 2 Jahre)
- HNO-Arzt (alle 2 Jahre)
- Orthopäde (alle 2 Jahre)
- Schilddrüsentest (alle 2 Jahre)
- Zahnarzt (1 x jährlich)

Abschließend noch ein Auszug aus einer Internetseite eines Jungen mit Down-Syndrom:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ich heiße Fabio und bin am 7. Juni 1991 in Zürich geboren. Ich bin mit einem Down Syndrom zur Welt gekommen, d.h. mit einem überzähligen Chromosom, nämlich mit 47 anstatt 46 Chromosomen. Mein Syndrom nennt man auch Trisomie 21, weil das Chromosom 21, 3 x vorhanden ist.

Ich habe meinen Eltern einen schönen Schrecken eingejagt, denn schließlich haben sie sich ja ein Kind mit 46 Chromosomen gewünscht. Aber sie haben sich erstaunlich schnell an mein Extrachromosom gewöhnt. Obwohl sie am Anfang recht traurig waren, habe ich ihre große Liebe gespürt und schnell einmal gemerkt, dass ich das spezielle Kind sein werde in unserer Familie.

Als Baby hatte ich es nicht immer einfach. Ich trank zwar zum Erstaunen der Ärzte und Schwestern von der Brust aber ich war trotzdem oft krank, manchmal so krank, dass ich nicht mehr essen und trinken konnte und dann eine Woche im Kinderspital verbringen musste. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Heute bin ich stark und brauche nur noch selten Antibiotika.

Während 5 Jahren ist meine Mami regelmäßig mit mir in die Physiotherapie gefahren. Meine Früherzieherin kam jeweils zum Spielen zu mir nach Hause. Sie hat mich auch während zwei Jahren im Regelkindergarten bei uns im Dorf begleitet.

Heute gehe ich in eine Sonderschule und habe dort schon viele Freunde gefunden. Ich verstehe sehr vieles aber das Sprechen und die Feinmotorik bereiten mir nach wie vor große Mühe. Meine Mami und mein Papi sagen: "Wir geben nicht auf," und dieser Meinung bin ich auch. Wasser zieht mich magisch an. Ich spiele viel am Wasser und gehe oft und gerne ins Schwimm-
bad. Ich kann schwimmen und springe vom Einmeterbrett - im Wasser fühle ich mich total wohl. Cora, unsere Golden Retriever Hündin hat es geschafft, mich zu längeren Spaziergängen und kleineren Wanderungen zu motivieren, obwohl das recht anstrengend ist für mich, aufgrund meines schwachen Muskeltonus. Meine Eltern haben endlich gemerkt, dass Tiere oft die besten Therapeuten sind !

Ich liebe meine Schwestern Tanja und Elena, meinen Opa, meinen Großpapi, meinen Cousin Hugo, Pommes bei McDonalds und bin ein großer Fan von Pingu, Pooh, Tigger und Mickey. Übrigens, Mickey , Pooh und Tigger habe ich im Animal Kingdom in Florida getroffen - das war echt cool.

QUELLENVERZEICHNIS

ALZHEIMER DEMENZ

www.aerzteblatt.de

www.gesundheits-web.de

www.yavivo.de/Erkrankungen

www.reich-neurologe.de

PARKINSON SYNDROM

www.m-parkinson.de

www.infoline.at

www.oe-journal.at

DOWN-SYNDROM

www.down-syndrom.ch

www.ds-infocenter.de

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Details

Titel
Die Alzheimer Demenz - Das Parkinson Syndrom - Das Down Syndrom
Veranstaltung
Referat
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
17
Katalognummer
V107946
Dateigröße
510 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alzheimer, Demenz, Parkinson, Syndrom, Down, Referat
Arbeit zitieren
Barbara Malle (Autor), 2001, Die Alzheimer Demenz - Das Parkinson Syndrom - Das Down Syndrom, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107946

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