Problematik der Städtepartnerschaften mit Entwicklungsländern. Die kommunale Partnerschaft von Harare und München


Seminararbeit, 2003

37 Seiten

Merle Rauberg (Autor)


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Inhalt

1. Einleitung

2. Sinn und Zweck kommunaler Partnerschaften
2.1. Gesetzliche Grundlage
2.2. Aufgaben innerhalb der Partnerschaften
2.3. Aufgaben bei Partnerschaften mit afrikanischen Staaten
2.3.1. Ökonomische Interessen
2.3.2. Sicherheitspolitische Interessen
2.3.3. Ökologische Interessen
2.3.4. Politische Interessen
2.3.5. Werteinteressen

3. Überblick über die Städtepartnerschaften der Stadt München
3.1. Edinburgh
3.1.1. Die Stadt Edinburgh
3.1.2. Die Partnerschaft
3.2. Verona
3.2.1. Die Stadt Verona
3.2.2. Partnerschaft
3.3. Bordeaux
3.3.1. Die Stadt Bordeaux
3.3.2. Partnerschaft
3.4. Sapporo
3.4.1. Die Stadt Sapporo
3.4.2. Partnerschaft
3.5. Cincinnati
3.5.1. Die Stadt Cincinnati
3.5.2. Partnerschaft
3.6. Kiew
3.6.1. Die Stadt Kiew
3.6.2. Partnerschaft

4. Stadtpartnerschaft Harare – München
4.1. Politische Verhältnisse in Simbabwe
4.1.1. Die Ausgangsbasis Anfang der 90er Jahre
4.1.2. Demokratiebilanz
4.1.3. Hindernisse der Demokratisierung
4.1.4. Bilanz heute
4.2. Politische Verhältnisse in Harare
4.3. Die Entwicklung der Städtepartnerschaft
4.3.1. Zusammenarbeit der Städte
4.3.2. Stärkung der Demokratie
4.3.3. Einzelne Projekte im Rahmen der Partnerschaft
4.3.3.1. München für Harare e.V.
4.3.3.2. Nord Süd Forum e.V.
4.3.3.3. Workcamps – gemeinsam leben und arbeiten
4.3.3.4. Jugendaustausch
4.3.3.5. Schulpartnerschaften
4.3.3.6. Gemeinsam gegen die Arbeitslosigkeit
4.3.3.7. Die Sonnenfinsternis
4.3.3.8. Brot statt Böller
4.3.3.9. Kommunale Kooperation
4.3.3.10. Hilfe für sozial benachteiligte Kinder
4.3.3.11. Harare Munich Friendship Assoziation

5. Fazit

Anhang:
Anhang 1: Protokoll des Münchener Direktoriums zu den städtepartnerschaftlichen Aktionen 1999
Anhang 2: Protokoll des Münchener Direktoriums zu den städtepartnerschaftlichen Aktionen 2000
Anhang 3: Protokoll des Münchener Direktoriums zu den städtepartnerschaftlichen Aktionen 2001
Anhang 4: Landkarte von Zimbabwe
Anhang 5: Partnerschaftsurkunde: München - Harare

Literaturverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Lage Deutschlands

Abb. 2: Lage Zimbabwes

Abb. 3: Das Wappen der Stadt München

Abb. 4: Das Wappen der Stadt Edinburgh

Abb. 5: Das Wappen der Stadt Verona

Abb. 6: Das Wappen der Stadt Bordeaux

Abb. 7: Das Wappen der Stadt Sapporo

Abb. 8: Das Wappen der Stadt Cincinnati

Abb. 9: Das Wappen der Stadt Kiew

Abb.10: Das Wappen der Stadt Harare

Abb.11: Afrikanischer Kontinent, Lage Zimbabwes[1]

Abb.12: Präsident Zimbabwes, Robert Mugabe[2]

Abb.13: geplündertes Haus weißer Farmer[3]

Abb.14: März 2002: Tumult vor einem Wahlbüro in Harare[4]

Abb.15: Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde in Harare [5]

Abb.16 Glen Forest Center[6] Seite 26

Abb.17: gemeinsames Grillfest beim Jugendaustausch[7]

Abb.18: betreute Kinder der St. Peter´s Gemeinde in Harare[8]

Anhangsverzeichnis:

Anhang 1: Protokoll des Münchener Direktoriums zu den städtepartnerschaftlichen Aktionen 1999

Anhang 2: Protokoll des Münchener Direktoriums zu den städtepartnerschaftlichen Aktionen 2000

Anhang 3: Protokoll des Münchener Direktoriums zu den städtepartnerschaftlichen Aktionen 2001

Anhang 4: Landkarte von Zimbabwe

Anhang 5: Partnerschaftsurkunde: München – Harare

Thema:

Problematik kommunaler Partnerschaften Am Beispiel der Städte München und Harare

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 und 2

1. Einleitung

Thema dieser Seminararbeit ist die Problematik kommunaler Partnerschaften, ins­­be­­­sondere die der Partnerschaften mit Städten in Entwicklungsländern. Als Bei­­spiel dient die Städtepartnerschaft zwischen der bayerischen Landes­haup­t­stadt Mün­chen und der Hauptstadt Zimbabwes, Harare. Zu­nächst werden die ge­ne­rel­len Beweggründe der Kommunen und die ge­setz­lichen Grund­langen be­züg­lich der Aufnahme von außenpolitischen Be­ziehun­gen zu anderen Kom­munen erläutert. Im zweiten Abschnitt werden die Part­ner­städte Mün­chens vor­gestellt. Der dritte Abschnitt behandelt die Part­nerschaft mit Harare, die un­sichere politische Lage in Zimbabwe bzw. Harare und schließlich die einzelnen Projekte und Aktivitäten in Bezug auf die Part­ner­schaft.

2. Sinn und Zweck kommunaler Partnerschaften

Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten viele europäische Staaten, in­s­be­son­­dere Deutschland, sich neu definieren und organisieren sowie Perspektiven für die Zu­kunft finden. Noch während der Besatzung erhielten die westlichen Be­sat­zungs­­­zonen von den Alliierten - zuerst auf der untersten kommunalen Ebene – be­­grenzte Selbst­­­verwaltungs­be­fug­nisse zurück. Die deutschen Beziehungen zu den kriegs­­­beteiligten Nationen – besonders zu Frankreich und den Benelux-Staaten - waren durch die zwei Weltkriege und den Nationalismus von Miss­trauen und Feind­schaft geprägt. Der Wiederaufbau Deutschlands und Europas war nur durch die Zusammenarbeit der einzelnen Länder möglich. Da­her wurde ver­sucht, durch Partner­schaften zwischen Städten und Gemeinden der ehe­ma­li­gen Kriegs­­geg­ner, die Verständigung und Versöhnung auf kom­mu­naler Ebene zu unter­stützen bzw. einen prak­tischen Beitrag zur Verwirklichung der Einheit Europas zu leisten.[9] Auf der Basis der kom­mu­nalen Selbst­ver­wal­tung sollten Städtepartnerschaften aufgenommen werden, um durch Kom­mu­na­li­sie­rung die junge deutsche Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu festigen und um sich auch als ehemalige Kriegsgegner einander näher zu bringen. Weiterhin sollten durch die gegenseitige Zusammenarbeit die jeweiligen Wirt­schafts­sek­toren der Kommunen gefördert werden.

Zunächst lag der Schwerpunkt der deutschen Städtepartnerschaften auf fran­zö­sischen und britischen Gemeinden, seit den 50-iger Jahren wurden auch mit wei­teren westeuropäischen Ländern Partnerschaften eingegangen.[10] Eine be­sondere Bedeutung kommt den Städtepartner­schaften zwischen deutschen und is­rae­lisch­­en Städten zu. Die seit den 70-iger Jahren bundesweit ent­stehen­den Partner­schaften mit israelischen Gemeinden sollten vorwiegend zur Aus­söhnung der beiden Na­tionen dienen und seitens Israels das Vertrauen stärken.

Ende der 70-iger Jahre kam den Entwicklungs­ländern ein aus humanitären und sicherheitspolitischen Gründen besonderes Interesse zu. Durch den Um­bruch des Ostblocks weiteten sich Ende der 80-iger Jahre Partnerschaften mit osteuro­päischen Staaten stark aus. So kam es auch ab Mitte der 80-iger Jahre zu den so genannten deutsch-deutschen Partnerschaften zwischen Städten der Bundesrepublik und der DDR. Im Laufe der Zeit entwickelten sich Part­nerschaften mit allen Teilen der Welt.

2.1 Gesetzliche Grundlage

Städtepartnerschaften stellen eine Außenpolitik auf kommunaler Ebene dar. Die rechtliche Grundlage für städtepartnerschaftliche Beziehungen zwischen Mit­­gliedsstaaten der Europäischen Union ergeben sich aus Art. 2 EGV, worin als Aufgabe der Gemeinschaft festgehalten wird, „den wirtschaftlichen und so­zia­len Zusammenhalt und die Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten zu för­dern“.

Bei außereuropäischen Beziehungen ist das Grundgesetz anzu­wen­den. Nach Art. 32 des Grundgesetzes ist der Bund - ggf. auch die Länder mit Zu­stim­mung der Bundesregierung - für Beziehungen mit ausländischen Staaten zuständig. Die Rechtssprechung hat jedoch auch den Kommunen auf Grund der in Art. 28 Absatz 2 Grundgesetz garantierten kommunalen Selbstverwaltung das Recht zugesprochen, internationale Partnerschaften im Rahmen der Ange­le­genheiten der örtlichen Gemeinschaft einzugehen. Der Bund stellt somit die Rahmen­bedingungen, wie diese jedoch ausgeführt werden, hängt von den ein­zel­nen Kommunen ab.

Heute hat sich die Rol­lenverteilung bei kom­mu­nalen Außenbeziehungen dahingehend ent­wickelt, dass die Politik be­schließt und ver­­antwortet, die Verwaltung das Orga­ni­sa­to­rische übernimmt, jedoch die Bür­ger handeln, die Partnerschaft realisieren und durch dieses bürger­­schaftliche En­gagement eine lebendige Partnerschaft erst möglich machen. Die formale Städtepartnerschaft wird in einer offiziellen Partner­schafts­ur­kun­de festgelegt. Das Eingehen der Par­t­­nerschaft bedarf eines Ratsbeschlusses[11]. Der Vertrag bzw. die Urkunde ist vom Bürgermeister zu unterzeichnen und unterliegt in der Regel keiner zeit­lichen und sachlichen Beschränkung.[12]

2.2 Aufgaben innerhalb der Partnerschaften

Generell fallen bestimmte Aufgaben innerhalb einer Städtepartnerschaft an: Or­ga­nisieren und Planen von Schüler- und Studenten-Austauschprogrammen, berufliche Bil­dung, Kulturpolitik, Raum­ordnung und Städtebau, Umwelt­schutz, Sozial­po­li­tik, Kriminali­täts­verhütung, Drogenbekämpfung, neue Tech­no­logien, Ver­wal­tungs­austausch, Wirtschaftsförderung und Bekämpfung der Ar­beitslosigkeit, u.a.. Je nach Region stehen jedoch auch unter­schiedliche Schwer­­punkte im Vordergrund. Während bei etablierten Part­ner­schaften mit westeuro­päischen Städten in erster Linie der Aspekt der Völ­ker­verständigung und der Kontaktpflege entscheidend ist, geht es bei den Partnerschaften mit weniger entwickelten Regionen sowohl um humanitäre Un­­ter­stützung und Transfer von Wis­sen, als auch um ökonomische, sicher­heits­politische, öko­­lo­gische, poli­tische und wertebezogene Interessen.

Außer den offiziellen kommunalen Personen und Stellen, die für die Partner­schaft verantwortlich sind, sind es häufig Vereine und Organisationen oder wei­­­tere private Personen aus unterschiedlichen Bereichen (Sport, Kirche, Um­weltschutz, Handelskammer etc.), die aktiv an der Gestaltung mitarbeiten. Der Grad der gemeinsamen Aktivitäten hängt stark von dem bürger­schaftlichen Engagement ab und variiert von Fall zu Fall erheblich.

2.3 Aufgaben bei Partnerschaften mit afrikanischen Staaten

Es wurde bereits erwähnt, dass bei Partnerschaften mit so genannten Ent­wicklungs­län­dern andere Anforderungen an die Zusammenarbeit gestellt werden. Seit den letzten 15 Jahren haben zwei Erkenntnisse besondere Bedeutung er­langt: Zum einen kommt der lokalen und kommunalen Politik für die Ver­wirk­­lichung von Demokratie und wirtschaftlich-sozialer Entwicklung eine fun­da­mentale Be­deutung zu. Zum Zweiten wird ohne das Denken in globalen Zu­sam­menhängen und unter besonderer Berücksichtigung der je­wei­ligen Inte­res­sen, eine fried­liche und lebenswerte Zukunft nicht möglich sein. Kommunale Ent­wicklungs­arbeit ist ein Weg, um durch das Engagement der Bürger und der Ver­­­waltungen einen Beitrag zur Nord-Süd Problematik bei­zutragen. Dieses En­ga­gement kann unterschiedliche Formen aufweisen: Spen­den­­sammelungen, Kli­­­ma­­schutzprogramme auf Gemeindeebene, nach­haltige Wirtschaftsförderung durch Messen, Kooperation von Industrie- und Handels­kam­mern und durch die Unterstützung von Ent­wick­lungs­­projekten, Armuts­bekämpfung, Bekämpfung von Arbeits­losig­keit, Integration von Einwanderern, Planung von nachhaltigen Infrastrukturmaßnahmen (Verkehr, Abfall, Trink­wasser, Flächennutzung und Inte­gration von Umwelt- und Ent­wicklungs­politik).[13] Aus diesem Katalog wird ersichtlich, dass die Grundsätze der Agenda 21 auch durch die Einflussnahme der kommunalen Ent­wicklungs­arbeit in die jeweiligen Länder gebracht werden sollen. Besondere Interessenschwerpunkte sollen daher im folgendem näher behandelt werden.[14]

2.3.1 Ökonomische Interessen

Die afrikanischen Länder [15] sind nicht nur als Rohstofflieferanten interessant, son­­dern bieten auch als Märkte der Zukunft interessante Möglichkeiten. Sofern die Aufschwung­ten­den­zen in einigen Ländern anhalten, zumindest die Stabilisierung weiterer Staaten gelingt, wer­den die Exportmöglichkeiten in Afrika zunehmen. Vor­aus­setzung für ver­mehr­te ausländische Investitionen sind verbesserte Markt­zu­gangs­bedingungen.

2.3.2 Sicherheitspolitische Interessen7

Moderne Sicherheitspolitik beschränkt sich nach dem Ende des Ost-West- Kon­­fliktes und unter den Bedingungen zunehmender Globalisierung längst nicht mehr auf ausschließlich militärische Aspekte. Die Bedrohungen sind diffuser und indirekter geworden und haben zu einem erweiterten Sicher­heits­begriff geführt. Die Sicherheitsinteressen Deutschlands in Afrika sind vor allem mittel- bis langfristiger Natur. Bürgerkriege, skrupellose Militär­re­gie­rungen und der Zerfall staatlicher Autorität leisten einer Ausbreitung von Kri­minalität, Flüchtlingselend und Armutsmigration sowie internationalem Dro­gen- und Waffenschmuggel Vorschub. Wie in der Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung „kommunale Nord-Süd Zusammenarbeit“ dargestellt wird, erlauben die sich ausbreitenden Staats­zer­falls­prozesse, die Etablierung krimineller Netz­werke. Ist ein Staat nicht mehr fähig, das Gewaltmonopol durchzusetzen, stoßen häufig so genannte Kriegs­her­ren in das Macht­vakuum, begründen ‚Raub­­ökonomien‘ zur per­sön­lich­en Be­rei­che­rung, die jegliche Ent­wicklungs­an­strengungen zunichte machen und be­drohen die Stabilität auch an­gren­zen­der Staaten.

Auf längere Sicht und gerade unter den verbesserten Verkehrs- und Kommuni­kations­be­din­gungen wird Europa und damit Deutschland mit den Folgen dieser Ent­wick­lungen kon­fron­tiert werden. Es ist daher wichtig, schon heute diesen Ent­wick­lun­gen durch ein verstärktes Engagement in Afrika ent­ge­gen­­zu­steuern. Unter Punkt 3. wird dieses Thema im Hinblick auf die Part­­­ner­schaft zwischen München und Harare/Zimbabwe näher ausgeführt werden.

2.3.3 Ökologische Interessen7

Der ungeheure Naturreichtum Afrikas zeigt sich in der einzigartigen Fauna und Flora. Im Vergleich zu anderen Kontinenten werden die Reserven an frucht­ba­rem Land (z.B. in einigen Regionen Zentralafrikas) und Wasserkraft bislang nur wenig genutzt. Auch existieren - trotz Abholzung in einigen Regionen - noch im­mer große geschlossene Areale tropischer Regenwälder. Die Be­wah­rung der afrikanischen Biosphäre, der Schutz der Tropenwälder und die Nutz­bar­­mach­ung der Land- und Wasserkraftreserven unter Beachtung ökologischer Nach­haltig­­keit liegen im Interesse Deutschlands. Die Unterstützung von Maß­nah­men zur Kontrolle des Bevölkerungswachstums, die Eindämmung von res­sour­cenvernichtenden Kriegen und Konflikten, ökologische Land- und Was­ser­nut­zung und vieles andere mehr, müssen daher Ziele deutscher Afrikapolitik im Interesse künftiger Generationen sein (Grundsätze der Agenda 21).[16] Zuvor wur­de in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit von Industrie- und Ent­wick­lungs­­nationen die Anwendbarkeit der Grundsätze analysiert, wie die ent­wicklungs­­schwäche­ren Län­der sich der globalen Verantwortung der Schonung der natürlichen Res­sourcen innerhalb ihrer Möglichkeiten stellen können. Um­welterhaltende und –schonende Maßnahmen sind in diesen Ländern einzu­füh­ren, jedoch bestehen weiterhin die Probleme der Finanzierung und der Über­wachung. Hier ist die Unterstützung der wohlhabenderen Länder gefragt. Auch die Stadt München hat sich in dem ihr möglichen Rahmen der kom­mu­na­len Partnerschaft dazu entschieden, die Grundsätze der Agenda 21 nach Ha­rare weiterzutragen und auch die Stadt bei deren Durchsetzung zu unter­stützen.

2.3.4 Politische Interessen7

Der Bedeutungszuwachs, der keineswegs mit einem Machtzuwachs identisch ist, den Deutschland nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und der Wieder­ver­­eini­gung auf internationaler Ebene erhalten hat, hat zu einem noch nicht ab­ge­­schlos­senen Prozess der Re-Formulierung eigener politischer Interessen ge­führt. Die vor­herige und die gegenwärtige Bundesregierung haben ihre Bereit­schaft signa­li­siert, mehr internationale Verantwortung zu übernehmen. Auch sind die dies­be­züglichen Erwartungen der Partnerländer an Deutschland gewachsen. Im internationalen Raum ist Afrika für Deutschland auch deshalb von Interesse, weil die große Anzahl afrikanischer Staaten in internationalen Organisationen eine möglicherweise gewichtige diplomatische Unterstützung sein kann. Aber auch bei den Diskussionen um die Ausgestaltung der Welt­wirtschaftsordnung, im Rahmen der WTO (Welthandelsorganisation), kann die Un­ter­stützung afri­kanischer Staaten, vor allem der einflussreichen Re­gio­nal­mächte wie Süd­afri­ka, Nigeria etc., für die Durch­setzung deutscher oder euro­päischer Vor­stel­lun­gen wichtig werden.[17]

2.3.5 Werteinteressen7

Werte sind in diesem Zusammenhang Menschenrechte, Demokratie und Rechts­­staat­lich­keit, Frieden, Überwindung der Unterentwicklung sowie so­zia­le Ge­rech­tig­­keit. Die­se Werteinteressen haben eine realpolitische, eine ideelle und eine – in Bezug auf das eigene Land – identitätsstiftende Dimension. Die ideelle Dimension speist sich aus der allgemeinen, letztlich christlich mo­ti­vierten Solidarität mit den Opfern von Armut und Unterentwicklung. Sie ist auch der Hauptgrund für das anhaltend hohe Spendenniveau in Deutschland. Dieses Verhalten darf jedoch keinesfalls mit dem kulturellen Kolonialismus vergleichen, den die Europäer im Zeitalter des Imperialismus in Afrika, Asien und Amerika betrieben haben. Die Förderung von Werten – vor allem von Demokratie und Men­schen­rechten - ist in diesem Sinne auch präventive Sicher­heitspolitik.[18] (siehe Abschnitt 4.3.2)

3. Überblick über die Städtepartnerschaften der Stadt München

Im folgenden sollen kurz die Städ­te­partnerschaften der Stadt München mit Edin­burgh, Ve­rona, Bordeaux, Sapporo, Cincinnati und Kiew vor­­gestellt werden. Zu­dem ist München zwei pro­jekt­be­zo­gene und zeitlich auf drei Jahre begrenzte Paten­schaften mit der bos­nischen Gemeinde Vogosca (Be­schluss am 26.03.1999) sowie der serbischen Ge­mein­de Subotica (Be­schluss am 11.11.1999) einge­gangen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3

Bezüglich der einzelnen Projekte und Ak­ti­vitäten im Rahmen der Part­nerschaften bzw. Paten­schaften der Jahre 1999 bis 2001 wird auf die Protokolle des Direktoriums im Anhang ver­wiesen.

3.1 Edinburgh

3.1.1 Einleitung

Edinburgh (421.000 Einwohner)[19] ist als Hauptstadt von Schot­tland und der mit­telschottischen Region Lothian so­wohl das politische, als auch das kultur­elle Zentrum der Region. Die Stadt besitzt eine Universität, eine Tech­nische Universität (Herriot-Watt-Universität) und andere be­deu­ten­de Hoch­schulen. Zahlreiche Museen und Galerien, allen voran die „National Gallery of Modern Art“, sind ein Muss für jeden kunstbegeisterten Besucher der Stadt. Wei­terhin liegt in Edinburgh der Sitz der schottischen pres­by­teria­nischen Kirche und des katholischen Erzbischofs. Ab­soluter Höhepunkt des kulturellen Lebens sind jedes Jahr im August die Inter­nationalen Festspiele von Edinburgh.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.4

Geboten werden hochklassige Auf­führungen in allen Bereichen der Musik. Das „Edinburgh-Festival“ wurde 1947 ins Leben ge­ru­fen, mit der Intention, die friedensstiftende Kraft der Kunst für die Völker­ver­stän­digung zu nutzen.

Den ersten Rang als schottisches Wirtschaftszentrum muss sich Edinburgh mit Glasgow teilen. Durch den Hochseehafen ist Edinburgh eine bedeutende Han­dels­stadt in Groß­­britannien. Folgeindustrien, wie Raffinerien oder die tra­di­tio­nelle Papier­her­stellung, das Druckerei- und Verlagswesen, aber auch Wachs­tums­­indus­trien, wie die Präzisions- und Elektronikindustrie, haben sich in Edinburgh angesiedelt. Seit den 60-iger Jahren ist Edinburgh ein internatio­nales Finanz­zentrum.[20]

3.1.2 Die Partnerschaft

Erste Kontakte nahmen im Frühjahr 1954 die damaligen Stadtschulräte von Mün­chen und Edinburgh auf. Der Deputy Director of Education besuchte seinen Münchener Kollegen Dr. Anton Fingerle, und sie beschlossen, künftig regelmäßig Lehrer- und Schülergruppen auszu­tauschen. Die Stadtparlamente in Schottland und Bayern beschlossen noch im gleichen Jahr, dass die Beziehung durch einen Partnerschaftsvertrag offiziell gefestigt werden sollte. Die beiden Oberbürgermeister, Thomas Wimmer und Lord Provost John G. Banks, unter­zeich­neten 1954 den Partnerschaftsvertrag und be­gründeten damit die erste kommunale Auslandsbeziehung der Stadt München. Die Beziehung war Vor­bild für die bald darauf entstehenden Partnerschaften zwischen anderen bayerischen und schottischen Kommunen. Kongresse mit kommunal­po­li­tischem Erfahrungs­austausch ge­hörten schnell zum ständigen Programm. Der kom­munikative Austausch trug wesentlich zum Abbau der gegenseitigen Vor­urteile bei.[21]

Anfangs basierte die Partnerschaft auf der Initiative der Schulräte, später wurde sie durch eine ungewöhnlich starke Verbindung der Krankenhausreferenten Dr. Herbert Genzel und General Manager A.L. Watt fortgesetzt. Es wurden Aus­tausch­programme zwischen dem Krankenhaus Schwabing und dem Royal Infirmary Edinburgh initiiert. In den Jahren 1986 bis 1988 be­such­ten Gruppen aus Schottland und aus München die jeweilige Partnerstadt, um in den Kran­ken­häusern zu arbeiten. In­zwischen wurde das Unterfangen auf 15 Personen pro Gruppe ausgeweitet und findet jährlich statt. Die einzelnen Projekte haben sich aber auch auf anderen sozialen Ebenen vertieft. Enge Kontakte bestehen auch zwischen dem Theolindengymnasium und der Royal High School. Zudem gibt es die kirchliche Partnerschaft zwischen dem Evan­gelisch-Lutherischen Dekanat München und der „Pres­bytery“ von Edinburgh.[22] (Siehe Protokolle des Direktoriums über die ein­zel­nen Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft von 1999 bis 2001, Anhang 1-3)

3.2 Verona

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5

3.2.1 Einleitung

Verona - das Tor zum Süden. Die Hauptstadt der gleich­na­migen Provinz hat heute ca. 255 000 Einwohner[23]. Schon immer an einer Schnittstelle des Ost-West- und des Nord-Süd-Verkehrs gelegen, hat sich Verona durch den Ausbau der Verkehrswege, besonders durch den Bau der Brenner­autobahn, immer mehr zu einem Ver­kehrsknotenpunkt in Oberitalien ent­wickelt. Die Stadt bildet den Hauptumschlagplatz für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der frucht­baren Poebene. Zu einer der bedeutendsten Messen ihrer Art gehört die Land­wirt­schaftsmesse in Verona. Angelockt durch die günstige Verkehrslage, haben sich auch zahlreiche In­dus­triebetriebe im Groß­raum Verona niedergelassen. Von besonderer Bedeutung ist hier die Möbelindustrie, die u.a. hervorragende Möbel im antiken Stil her­stellt. Einen guten Namen hat auch der schon seit vielen Jahrhunderten nörd­lich der Stadt gebrochene Veroneser Marmor. Heute findet man im wesent­lichen Maschinen- und Fahr­zeugbau, Stahlwerke, Textil-, Leder- und Papier­industrie vor.[24]

Für Oberitalien stellt Verona auch ein kulturelles Zentrum dar. Die Stadt ist Sitz einer Universität und sie besitzt mehrere bedeutende Bibliotheken und Museen. Das Aushängeschild der Kulturstadt Verona sind die Opern­festspiele in der "Arena di Verona". Seit 1913 bestehend locken sie alljährlich Tausende von Besuchern in die Stadt. Neben den Opernfestspielen ist Verona auch aus Shakespeares Romeo und Julia als Schauplatz der Tragödie bekannt.

3.2.2 Partnerschaft

Auf Grund der Jahrhunderte währenden wirtschaftlichen Beziehungen, bestehen schon lange enge Kontakte zwischen München und Verona.[25] Verona war stets für alle Handelsbeziehungen Deutschlands das wichtigste Tor zum Süden. Mit Verona verband München zusätzlich die Großmarkthalle als Umschlagplatz für Obst, Südfrüchte und Blumen. Seitdem die Bürgermeister Thomas Wimmer und Professore Giorgio Zanotto am 17. März 1960 den Partnerschaftsvertrag un­ter­zeichnet haben, herrschen rege Beziehungen und Austauschsprogramme auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens. Besuche von Jugendgruppen, eine Reihe kultureller Veranstaltungen, ein Lehreraustauschprogramm und die engen Kon­takte zwischen der Stadt­sparkasse München und der Cassa di Risparmio di Verona sind Beweise dafür. In Münchener Altersheimen erinnert man sich gerne an die Konzerte eines Frauenchors aus Venezien.[26] (Siehe Protokolle des Direktoriums über die einzelnen Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft von 1999 bis 2001, Anhang 1-3)

3.3 Bordeaux

3.3.1 Einleitung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.6

Die Hauptstadt der französischen Region Aquitanien und des Departements Gironde ist die wichtigste Handels- und Hafen­stadt Südwestfrankreichs. Ihre Ein­wohnerzahl ist sprunghaft ange­stiegen. Die Stadt selbst hat heute etwa 219.000 Ein­woh­ner. Im Umland, der „Commu­nauté de Bordeaux“, leben über 659.000 Menschen. Ein Wirt­schaftsfaktor war und ist für die Stadt der Hafen. Heute er­strecken sich die Hafenanlagen über viele Kilometer entlang beider Fluss­ufer. Der Hafen ist einer der bedeutendsten Frankreichs.[27] Zweiter wich­tiger Wirtschafts­faktor ist von jeher das Han­delshauptgut von Bordeaux, der Wein. Millionen von Flaschen gehen jedes Jahr in alle Welt. Günstige klima­tische Bedingungen ermöglichen es den Win­zern des Bordelais, alljährlich Spitzenweine zu produ­zieren. Die Wein­pro­duk­tion hat auch verschiedenste Zu­lieferbetriebe entstehen lassen. In den Fa­briken in und um Bordeaux werden Flaschen, Korken, Wein­kisten und anderes Ver­packungsmaterial hergestellt. Am Hafen haben sich Werften und Raffine­rien angesiedelt. Daneben ist vor allem die Luft- und Raum­fahrtindustrie in Bor­deaux von überregionaler Bedeutung.

Weitere Bedeutung erreichte die Stadt als das kulturelle Zentrum des Süd­westens Frankreichs. Bordeaux hat eine be­­deutende Universität, Hochschulen und ist Sitz des Erzbischofs. Neben zahl­reichen Museen besitzt die Stadt das Grand Théâtre, das als Meisterwerk des Pariser Architekten Victor Louis betrachtet wird und Ende des 18. Jahrhunderts errichtet wurde.[28]

3.3.2 Partnerschaft

In den 50-iger Jahren begann der Kontakt zwischen München und Bordeaux. Mit dem Aufbau der Städtepartnerschaft sollte nach dem Zweiten Weltkrieg die „Erb­­feindschaft“ zwischen Deutschland und Frankreich endgültig beendet, das Vertrauen gestärkt und so zur Entstehung eines brüderlichen Europas bei­ge­tragen werden. Nach dem Besuch des französischen Staats­präsidenten Charles de Gaulle am 8. September 1962 in München sowie der Un­ter­zeich­nung des Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrages im Januar 1963 durch Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer, war man auch in München bestrebt, auf weiteren Ebenen die deutsch-franz­ösische Part­nerschaft voranzutreiben. Die Partnerschaft mit München wurde durch einen Besuch einer bordelaiser Studentengruppe in München eingeleitet. Diese freundeten sich mit zwei Münchener Beamten an. Sie trugen ihre Ge­dan­ken über eine Vertiefung der Beziehungen zwischen den Städten den je­wei­li­gen Ober­bürger­meister vor. Die gegenseitigen offiziellen Besuche durch die Ober­bürger­meister, Dr. Hans-Jochen Vogel und Jacques Chaban-Delmas, und auch offi­zielle Delegationen der beiden Städte nahmen zu - und schließlich wurde am 30. Mai 1964 die Partnerschaft besiegelt. Nach über 35 Jahren, waren es rund 6500 Bürger, Lehrer, Schüler und Sportler beider Städte, die sich im Rahmen von Austauschprogrammen begegneten.[29] Mitarbeiter der Münchener Stadt­ver­wal­tung nutzten ihren Sommerurlaub um dort die Struktur der Ver­waltung zu stu­dieren. Eine Delegation von Fachleuten aus Verwaltung und Wirtschaft kam 1989 aus Bordeaux nach München, um in einer längeren Konferenz mit Vertretern gleicher Zweige in der bayerischen Landes­hauptstadt über die Inten­si­vierung der Beziehungen zu beratschlagen. So bleibt fest­zu­halten, dass es nicht bei gelegentlichen Besuchen offizieller Delegationen ge­blieben ist, son­dern dass die Freundschaft der Städte auch zu einer Freundschaft der Bürger wurde.[30] (Siehe Protokolle des Direktoriums über die einzelnen Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft von 1999 bis 2001, Anhang 1-3)

3.4 Sapporo

3.4.1 Einleitung

Sapporo ist die Hauptstadt Hokkaidos. Als größte Stadt der Insel stellt sie zugleich deren wirtschaftliches und kulturelles Zentrum dar. Mit ca. 1,8 Millionen Einwohnern [31] gehört sie zu den größten Städten Japans.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7

Neben der traditionellen Holz- und Forstwirtschaft haben sich bereits im letzten Jahrhundert Betriebe der Textil- und Nahrungsindustrie in der Stadt an­ge­siedelt. Hervorzuheben ist hierbei vor allem das Brauereiwesen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch einen konsequent eingehaltenen Plan zur Wirt­schaftsentwicklung die Stadt auch für andere Indus­trie­zweige attraktiv ge­macht. Außerhalb des Stadtgebiets wurde der sogenannte "Techno-Park" er­richtet. Neben einem Elektronik­zent­rum wurden hier Forschungs- und Ent­wick­lungseinrichtungen erbaut.

Für den Norden Japans stellt Sapporo das kulturelle Zentrum dar. Die Hok­kai­do-Universität, die aus dem Landwirtschaftskolleg hervorgegangen ist, zählt zu den bedeutendsten Hochschulen des Landes. In Sapporo gibt es zahlreiche Mu­seen, von denen das Museum für moderne Kunst und das Historische Museum besonders hervorzuheben sind.[32] Die Winterolympiade hat der Stadt einen neuen Wirtschaftsbereich er­schlos­sen. 1972 präsentierte sich Sapporo der Welt­­­­öffentlichkeit als attraktives Wint­er­sportzentrum.[33]

3.4.2 Partnerschaft

Die Beziehung zwischen München und Sapporo begann 1966 auf Grund der Zusprüche als Schauplätze der Sommer- bzw. der Winterolympiade 1972. Sapporo, als Austragungsort der Olympischen Winterspiele, bemühte sich in­tensiv um die Stadt München (Austragungsort der Olympischen Sommer­spiele 1972), bis schließlich 1972 Oberbürgermeister Georg Kronawitter und der Ober­­­bürgermeister vom Sapporo Takeshi Itagaki den Vertrag unterzeichneten.

Im Hinblick auf die Verbindung von Deutschland und Japan im Zweiten Welt­krieg, sollte diese Beziehung auch dazu beitragen, die Vergangenheit zu über­winden. Insbesondere Sapporo suchte intensiv nach internationalen Kontakten, um aus der internationalen Isolation herauszufinden. Weitere Partnerschaften wur­den mit Portland/USA sowie Shenyang/China begründet. Sapporo pflegt durch häufige Delegationen und Erfahrungs­aus­tau­sche die Partnerschaft. Mehrere Schulpartnerschaften kräftigen die Be­zieh­ungen weiterhin. Dennoch ist die Partnerschaft auf Grund der räumlichen Dis­tanz nur schwer durch per­sönliche Kontakte zu pflegen.

Zum 30. Jahrestag der Städtepartnerschaft Münchens mit Sapporo fand eine Ausstellung über die Ainu-Kultur mit Leihgaben aus Japan, Frankreich und Deutschland in München statt. Sapporo ist eine Ainu-Bezeichnung und be­deutet "große, weite Ebene".[34] (Siehe Protokolle des Direktoriums über die ein­zelnen Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft von 1999 bis 2001, Anhang 1-3)

3.5 Cincinnati

3.5.1 Einleitung

Cincinnati hat etwa 420.000 Einwohner, im sich bis in die Bundesstaaten In­diana und Kentucky ausdehnenden städtischen Bebauungsgebiet leben etwa 1,5 Millionen Menschen. [35]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 8

Die Stadt liegt an der Kreuzung dreier wichtiger Eisenbahnstrecken. Der schiff­­bare Ohio River mündet in den Mississippi, gleichzeitig verbindet ihn ein Kanal mit den Großen Seen. Damit ist Cincinnati über Wasserstraßen an wichtige Industriezentren der USA angebunden.

Die verkehrsgünstige Lage ermöglichte es der Stadt, zu einem der bedeu­tendsten Industrie- und Handelsplätze des amerikanischen Mittel­wes­tens her­an­zuwachsen. Längere Tradition haben in der Stadt bereits Drucke­reien, Maschinenproduktion und Brauereien. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich hier auch weltweit renommierte Betriebe der Elektronik- und che­mischen Industrie angesiedelt. Außerdem ist Cincinnati eine überregional be­deu­tende Zeitungs- und Verlagsstadt.

Auch kulturell hat die Stadt am Ohio River einiges zu bieten. Schon 1819 wur­de die "University of Cincinnati" gegründet. Heute studieren an dieser Hoch­schule ca. 35 000 Studenten. Bemerkenswert ist die umfassende Samm­lung deutscher Bücher der Universitätsbibliothek. Internationale Anerkennung ha­ben die Forschungs­er­geb­nisse der medi­zi­nischen Fakultät gefunden.

Welt­weit einen Namen erspielt hat sich das "Cincinnati Symphony Orchester". Das Or­ches­ter ist in den Kon­zertsälen der Welt ein gern gesehener Gast. In dem nach der New Yorker "Metropolitan Opera" zweitgrößten Opernhaus der USA gas­tieren immer wieder hervorragende Kräfte. Eine große Anzahl von Ballett- und Thea­ter­gruppen ergänzen mit ihren Aufführungen das kulturelle Angebot der Stadt. Gerade im kulturellen Bereich ist der deutsche Einfluss noch stark spür­bar.[36]

3.5.2 Partnerschaft

Die Partnerschaft begann bereits bei der Entstehung der Stadt Cincinnati, da sich 1788 viele deutsche Auswanderer dort niederließen. In­zwischen sind zwei Drittel der Einwohner der gesamten Region deutscher Abstammung. 1871 schenkte die Stadt München einen Brunnen für das Zen­trum in Cincinnati. Zuvor wurde mit Genehmigung von König Ludwig I. in Cincinnati ein Lud­wigs-Missions-Verein gegründet, welcher 75 Jahre lang die Missions­arbeit der bayerischen Katholiken in Nordamerika leitete und finanziell unterstützte. Nach dem Zweiten Weltkrieg trug Cincinnati durch Spenden zum Wieder­auf­bau Münchens bei, insbesondere beim Wiederaufbau der Frauen­kirche und des Alten Peter. Daran geknüpft kam noch das erste Angebot an eine deutsche Stadt überhaupt, Partnerschaft mit Cincinnati einzugehen. Erst 1989 wurden aus den lockeren Beziehungen eine offizielle Partnerschaft. Eine trei­bende Kraft war die deutschstämmige Auguste Kent, welche eine offi­ziel­le Part­nerschaft zwischen ihrer Wahl-Stadt Cincinnati und ihrer frühe­ren Hei­mat­­stadt München forcieren wollte.

Am 18.09.1989 unter­zeich­neten der Mün­chener Ob­­er­­­bürgermeister Georg Kronawitter, der Oberbürgermeister von Cincinnati, Charles J. Luken und Auguste Kent, den Partner­schafts­ver­trag.[37] (Siehe Protokolle des Direk­to­riums über die einzelnen Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft von 1999 bis 2001, Anhang 1-3)

3.6 Kiew

3.6.1 Einleitung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.9

Kiew ist mit heute über 2,6 Millionen Einwohnern die Haupt­stadt der Ukraine. Die alte Handelsstadt besitzt immer noch einen bedeu­ten­den Flusshafen und liegt somit an einem der Verkehrs­knoten­punkten in der Ukraine.[38] Durch seine günstige Lage am gut ausgebauten Dnjepr ist Kiew auch zu einem infrastrukturell attraktiven Industrie­stand­ort geworden.

Alle wichtigen Industriezweige sind in der Stadt vertreten. Von besonderer Be­deu­tung sind der Maschinen- und Gerätebau sowie die Nahrungsmittel­in­dus­trie. Um enge Zusammenarbeit mit den Industriebetrieben sind auch die natur­wis­sen­schaftlichen und technischen Fakultäten der Universität bemüht. Kiew ist seit 1834 Sitz der Universität. Die Leistungen in der medizinischen For­schung sind weltweit anerkannt.[39]

Zahlreiche Theater, Konzertsäle, Museen und andere historische Bauten haben dazu geführt, dass Kiew auch im Bereich der Kultur große Bedeutung erlangt hat. Das musikalische Leben wird geprägt durch die Aufführungen der natio­na­len Ensembles der Ukraine. Das ukrainische Sinfonieorchester, der be­rühmte Volkschor "Werjowka" und das Volkstanzensemble bieten dem Interes­sierten hervorragende Kunst dar. Traditionell findet jedes Frühjahr der „Kiewer Frühling“ statt. Bei diesem Kunst- und Musikfestival geben musikalische Gruppen und Solisten aus dem ganzen Land Proben ihres Könnens.

3.6.2 Partnerschaft

Erste kaufmännische Kontakte zwischen den Städten München und Kiew fan­den bereits im 15. Jahrhundert statt. Aktuelle partnerschaftliche Be­zieh­ungen wur­den 1982 durch den Besuch der bayerisch-sowjetischen Gesellschaft in Mos­kau und Kiew begründet. Bei der 1500-Jahr-Feier Kiews vertrat die Mün­chener Stadträtin Inge Hügenell die bayerische Landeshauptstadt. Im Na­men des Oberbürgermeisters Erich Kiesel unterbreitete sie Kiew ein Part­ner­schafts­ange­bot. Aber erst 7 Jahre später unterzeichneten die Ober­bürger­mei­ster Georg Kronawitter und Valentin Sgurskij die Urkunden. Die Kontakte der beiden Städte sind sowohl zahlreich als auch vielfältig: Eine Ausstellung „München-Kiew, die Zerstörung und der Wiederaufbau“ zeigte 1985 das gemeinsame Schicksal der beiden im Krieg zerstörten Städte. Jugend-Orga­ni­sa­tionen der katholischen und evangelischen Kirche knüpften mit Kiew Kontakte. Im Fe­bruar 1989 erlebte die kulturelle Zusammenarbeit einen Höhepunkt mit dem Besuch der Münchener Kammerspiele in Kiew. Ein Frauenstammtisch aus Tru­dering hat mit einer Gruppe Ukrainerinnen gute Bekanntschaft geschlossen, gegenseitige Besuche finden jährlich statt. Diese Aktivitäten fanden vor der Partnerschafts­be­gründung statt. Entsprechend groß waren die Delegationen, die im Herbst 1989 bei den Kiew-Tagen in München und im Herbst 1990 die Mün­chen-Tage in Kiew begleiteten.[40]

(Siehe Protokolle des Direktoriums über die ein­zelnen Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft von 1999 bis 2001, Anhang 1-3)

4. Stadtpartnerschaft Harare – München

Die 1996 begründete Städtepartnerschaft zwischen der bayerischen Landes­haupt­stadt München und der Hauptstadt Zimbabwes, Harare, soll an dieser Stel­­le ausführlich be­handelt werden, da diese partnerschaftliche Beziehung von Anfang an einer enormen Belastung durch die schwierige politische Lage in Zimbabwe ausgesetzt war. Deshalb wird zuerst die politische und soziale Ent­wicklung in Zimbabwe und Harare und schließlich die partnerschaftlichen Aktionen und Projekte zwischen den Städten München und Harare bzw. derer Organisationen und Initiativen näher dargestellt und beleuchtet werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 10

4.1 Politische Verhältnisse in Zimbabwe

Zimbabwe, einst Süd-Rhodesien, liegt in Südostafrika, zwischen dem Sambesi, der die Nordgrenze nach Sambia bildet, und dem Limopopo, dem südlichen Grenz­­fluss nach Südafrika. Westlich wird Zimbabwe durch Botswana begrenzt, im Osten liegt Mosambik.[41] (Karte Anhang 4) Seit der Unabhängigkeit 1980 ist Zimbabwe unter der Führung von Robert Mugabe eine parlamentarische Demokratie. Zimbabwe, benannt nach einer Bantu-Metropole aus dem 14. Jahrhundert, wurde 1891 zum britischen Pro­tek­torat und war von 1923 bis 1979 die britische Kolonie Rhodesien mit Selbst­ver­waltung in­nerhalb des Commonwealth. Seit den 30-iger Jahren formierten sich jedoch Wi­der­­­standsgruppen, die für die Unabhängigkeit kämpften. Eine dieser Wider­stands­­gruppen, die ZAPU (Zimbabwe African People’s Union)[42], gründete 1961 Robert Mugabe, ein Marxist und linker Jesuit. Später wurde er Vor­sitzen­der der radi­kaleren ZANU (Zimbabwe African National Union)[43]. 1965 brach die bri­­tische Kolonie der Zentralafrikanischen Föderation schließlich in Nord­rho­de­sien, später Sambia, und Süd-Rhodesien auseinander. Unter der Führung des Weißen Ian Smith erklärte Süd-Rhodesien sich 1965 für unabhängig.[44]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 11

1979 einigte sich Smith mit Bischof Abel Muzorewa über die Machtübergabe an die schwarze Bevölkerungs­mehr­heit. Muzorewa wurde der Premier der Re­publik Zimbabwe-Rhodesien. Doch der von Mugabe und Joshua Nkomo ge­führ­te Gueril­la­krieg gegen die Vorrechte der Weißen ging weiter, bis Ende 1979 ein Waffenstillstand mit den Regierungstruppen geschlossen wurde.[45]

Bei den ersten demokratischen Wahlen 1980 ging Mugabe klar als Sieger her­vor. Es zeigte sich, dass Mugabe keine politischen Gegner zulassen würde, die seiner Macht ge­­­­­fährlich werden könnten. Der frühere Premier Muzorewa wur­de kurz darauf verhaftet. Mugabes früherer Mit­kämpfer Nkomo wurde nach ei­nem Streit verfolgt, woraufhin dieser floh. 1990 ver­söhnten sich beide wieder, worauf Nkomo 1990 zum Vizepräsident ernannt wurde.[46]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 12

Mugabe verfolgte zielstrebig seine Politik gegen die weiße Minderheit in Zim­bab­we, deren Vorrechte er erst ab­schaffte und sie später politisch ver­folgte. Im Jahr 1987 wurden alle von der Verfassung garantierten Abge­ord­ne­tensitze für Weiße gestrichen. Kurz darauf setzte er eine Ver­fassungs­ände­rung durch, wo­durch die Ämter des Staats- und Re­gie­rungs­chefs zusammen­ge­legt wurden und Mugabe von diesem Zeitpunkt an die gesamte poli­tische Macht innehatte. Diese undemokratische Ent­wick­lung Zim­babwes wurde im Ausland mit großer Beun­ruhigung verfolgt. Mugabes inter­natio­nales Ansehen verminderte sich nicht zuletzt durch sein Vorgehen gegen De­mon­stranten für die Er­hal­tung der Menschenrechte, gegen die Stag­nation der überregulierten Wirt­schaft und Unregelmäßigkeiten bei der Umver­teilung von Farmen an die schwarze Be­völkerung.

4.1.1 Die Ausgangsbasis Anfang der 90-iger Jahre

Im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten galt Zimbabwe in den 80-iger Jahren als eines der wenigen stabilen Länder in Süd-Ost-Afrika. Das Land zeich­nete sich durch politische Stabilität nach dem Ende des Bürgerkrieges 1979, durch die Aussöhnung zwischen Schwarz und Weiß, durch Nah­rungs­­mit­tel­sicherheit, durch Erfolge bei der Entwicklung des Kleinbauernsektors, durch eine relativ diversifizierte und industrialisierte Wirtschaft sowie durch einen regional und inter­national geachteten Präsidenten aus.[47] Die Regie­rung er­freute sich einer ausreichend breiten Unterstützung der Bürger, dass sie sich ihren Kri­tikern gegenüber relativ souverän zeigen konnte. Die große Aus­nahme in dieser Erfolgsgeschichte war die brutale Niederschlagung einer Re­bel­lion von Ndebele-Dissidenten Mitte der 80-iger Jahre. Die Angaben, wie viele Per­sonen, die durch zimbabwischen Armee ums Leben kamen, variieren zwischen 15.000 und 30.000. Die Mas­saker der Armee im Matabeleland haben zu einer tiefen Entfremdung der Mehr­heit der Ndebele zum zimbabwischen Staat ge­führt. Daran änderte sich auch nach dem Zu­sam­men­schluss der Oppo­si­tions­partei ZAPU mit Mugabes ZANU zur ZANU-PF im Jahre 1987 wenig. Die von der Bevölkerungsgruppe der Ndebele geführte ZAPU gab nach dem Mas­saker jeglichen Wiederstand gegen die von den Shona dominierten ZANU auf.

Nach dem Zusammenschluss beider Parteien, dem sogenannten „unity accord“, war Zimbabwe de facto ein Ein­parteienstaat.[48] Zugleich verabschiedete sich Zimbabwe auch von dem par­la­men­tarischen System. Der ehemalige Premier Robert Mugabe wurde zum Staats- und Regierungsoberhaupt ernannt. 1989 wurde die zweite Kammer des Parla­ments, der Senat, abgeschafft. Mugabes Versuch, Zimbabwe 1990 zum Ein­parteienstaat zu erklären, scheiterte am Widerstand des Politbüros der Re­gie­rungspartei ZANU-PF.[49]

Dennoch ist festzuhalten, dass sich das Zimbabwe des Jahres 1990, im Ver­gleich zur heutigen Situation, durch die Gewährleistung der meisten Men­schen- und Bürgerrechte sowie durch Rechtsstaatlichkeit auszeichnete. Der heute die poli­tische Agenda dominierende Konflikt um die Umverteilung des weißen Land­besitzes spielte vor zwölf Jahren noch eine sekundäre Rolle – vor allem, weil die Verfassung des Lan­caster-House-Abkommens[50] Enteignungen bis 1990 ver­­bot.

4.1.2 Demokratiebilanz

Dies war die Ausgangssituation 1990. Auf den ersten Blick hat sich ihr gegen­über in den vergangenen zwölf Jahren fast alles politisch zum Schlech­teren ent­wickelt. Diese Wahrnehmung hält jedoch einer sorgfältigen Überprüfung an­hand der Kriterien Menschen- und Bürgerrechte, Rechtsstaatlichkeit, Par­ti­zi­pa­tion, politischer Wettbewerb, Gewaltenteilung und politische Kultur nicht vollends stand.

Konstitutionell hat sich in Bezug auf Menschen- und Bürgerrechte in Zimbab­we seit 1990 wenig geändert. Die Verfassung garantiert nach wie vor inter­national übliche Normen, ohne dabei Minderheiten zu diskriminieren.

Die rechtliche Situation hat sich jedoch praktisch erheblich verschlechtert. Der Anfang 2002 vom Parlament verabschiedete „Access to Information and Protection of Privacy Act“ schränkt das Grundrecht der Meinungsfreiheit schwer­wiegend ein. Der zur gleichen Zeit erlassene „Public Order and Security Act“ geht in seinem repres­siven Charakter nur wenig über den bisher geltenden „Law and Order Maintenance Act“ hinaus.[51] Diese Handlungsweise scheint im his­to­rischen Kon­text wenig plausibel, da der „Law an Order Maintenance Act“ von der Ko­lo­­nial­regierung zur Unterdrückung der schwarzen Bevölkerungs­mehr­heit erlassen wurde und durch das neu verabschiedete Gesetz nicht mehr, son­dern eher we­niger, Bürgerrechte gelten.[52]

Die Verschlechterung der Menschen- und Bürgerrechtssituation in Zimbabwe erstreckt sich jedoch nicht nur auf die rechtliche Ebene. In der Praxis fiel sie noch weitaus heftiger aus. Die Verstöße gegen diese Rechte durch die Staats­organe, besonders durch die Polizei und den Ge­heimdienst, haben sich seit Mitte der 90-iger Jahre, insbesondere seit dem Jahr 2000 ver­viel­facht.

Zudem ist eine unabhängige Beurteilung durch die Gerichte nicht mehr ge­währ­­leistet. Mugabe hat die obersten Richter durch loyale Gefolgsleute er­setzen lassen. Falls sogar deren Urteile der Regierungs­poli­tik wider­spre­chen, ist die Polizei und die Ver­waltung dazu angehalten, diese zu ignorieren und deren Um­setzung zu verhindern. Einhergehend mit dieser Entwicklung ist der Verfall des Rechts­systems. Denn die Be­völ­ke­rung sieht anhand des von der Regierung gezeigten Verhaltens keinen Anlass mehr, die Urteile der Gerichte und die Gesetze zu res­pektieren. Dies hat wiederum zu einem signifikanten Anstieg der Krimi­nalität in Zimbabwe geführt.

Noch bedeutsamer ist jedoch die Errichtung eines informellen Kontroll- und Repressions­appa­rats durch Kriegsveteranen und Jugendmilizen der ZANU-PF - parallel zu dem der Staats­organe. Unterstützt und gesteuert von der Führung der Regierungspartei haben sie in weiten ländlichen Gebieten ein Terrorregime errichtet, das essentielle Bürger- und Men­schen­rechte ignoriert. Es richtet sich nicht nur gegen die Anhänger und Aktivisten der politischen Oppo­sition, son­dern vorwiegend auch gegen die verbliebenen weißen Großfarmer.[53]

Das Problem ist auch konstitutionell verankert. Zimbabwes Verfassung ver­wischt die Klarheit der Gewaltenteilung, indem sie den Exekutiv­präsidenten als Bestandteil der Legislative definiert, sowie verfügt, dass nur Abge­ord­nete Re­gierungs­ämter übernehmen dürfen. Letzteres führt dazu, dass etwa ein Drit­tel des Parlaments, das die Regierung kontrollieren soll, dieser selber ange­hört. Der Präsident erfreut sich einer enormen Machtfülle ein­schließlich des Pri­vilegs, ein Fünftel der Parlamentsmitglieder direkt oder in­direkt ernennen zu können. Der Präsident nutzte seine Macht, um eine Serie von Verfassungs­ände­run­gen verabschieden zu lassen, die seine Position gegenüber den anderen Ge­walten weiterhin stärkten. Die Tatsache, dass das Parlament für 13 Jahre nahezu oppositionsfrei war, ließ es zu einer Beurkundungsbehörde der Ge­setzesvorlagen der Regierung ver­kom­men. Dennoch gilt festzuhalten, dass die Parlamentsreform des Jahres 1997 zumindest die Kontrollmöglichkeiten der Legislative stärkte. Nach dem Wahlerfolg der MDC (Movement for Democratic Change)[54] im Jahr 2000 ver­wandelte sich das Abgeordnetenhaus in ein lebendiges Forum für die national politische Debatte, wenn es auch nach wie vor der Exekutive hoffnungslos unterlegen ist.[55] Die geringfügigen Verbesserungen in der Macht­balance zwischen Exekutive und Legislative werden jedoch überschattet von der fundamentalen Schwächung der Justiz gegenüber der Exekutive.[56]

In Bezug auf ein faires Wahlsystem ist ebenfalls eine negative Entwicklung zu verzeichnen. Zimbabwes Verfassung garantiert allgemeine, freie, gleiche und geheime Wahlen. Die Wahlen der Jahre 1990, 1995, 1996 und 2000 waren je­doch erheblich durch Manipulationen und Ge­walt­ausübung der Regierungs­par­tei beeinträchtigt. Die ZANU-PF hat die Staatsmittel und ihre Regierungskon­trolle über die öffentlichen Medien für ihre Wahl­kam­pagnen ausgenutzt. Von fairen Ausgangsbedingungen und gerechten Wahlen kann bzw. konnte daher keine Rede sein.

Die Vorfälle vor und während der Präsidentschaftswahl im März 2002 haben jedoch eine neue Qualität der re­­gierungsgesteuerten Wett­bewerbs­ver­zerrung ge­zeigt. Kurz vor den Wahlen erließ Mugabe den „General Laws Amendment Act“, der zu Gunsten der ZANU-PF Partei bestimmte Be­völke­rungs­gruppen von der Wahl ausschloss. Die rechtlichen Voraussetzungen für eine Wahl­teilnahme verschlechterten sich somit für die Opposition.[57] Andererseits ver­größerte sich der Wille der Oppositionspartei und deren Anhängern, sich ak­tiver der politischen Willensbildung zu beteiligen. Dies spiegelt sich gegen­über der Wahl des Jahres 1996 in deutlich gestiegenen Wahl­be­tei­li­gun­gen in den Jahren 2000 und 2002 wider. Erstmals seit dem Zusam­men­schluss zwischen ZANU und ZAPU bot sich den Wählern eine reale politische Alter­native. Die Gründung und Etablierung der MDC markiert nicht nur eine ent­schei­dende Veränderung in den Partizi­pa­tions­­möglichkeiten hin zum Besseren, sondern auch eine Verschärfung des po­litischen Wett­bewerbs. Die Opposition kämpft aktiv für die Demo­kra­ti­sie­rung des Systems und sucht die Heraus­for­derung Mugabes - trotz des un­fairen und illegalen Wettbewerbes.

Mit dieser Ent­wicklung ging die Stärkung der un­abhängigen Presse einher. Zimbabwe verfügt erstmals seit der Un­ab­hän­gig­keit über eine regierungs­kri­tische und wirt­schaftlich rentable Tages­zeitung sowie über weitere un­ab­hän­gi­ge Wochen­zeitungen. Die Mei­nungs­­vielfalt der Presse wird je­doch durch den „Access to Information and Protection of Privacy Act“, durch die Verhaftung und Bedrohung von Journalisten, durch wirt­schaft­lichen und recht­lichen Druck auf die Heraus­ge­ber, durch die Zerstörung von Druckereien und Störung ihres Ver­triebs vehement beein­träch­tigt. Zudem be­hielt die Regierung entgegen der Recht­s­prech­ung ihre Monopolkontrolle über die elektronischen Medien.[58]

Neben der zunehmenden demokratischen Politisierung der Gesellschaft, ist als eine weitere positive Veränderung, die Umsetzung der Reform der Lokal­ver­wal­­tung von 1990 zu erwähnen. Die Reform hat die Posi­tion der dezentralen gegenüber der zentralen Ebene merk­lich gestärkt. Die be­stehende finanzielle Abhängigkeit der Lokalverwaltungen wird vom Staat als Kontrollinstrument ausgenutzt. Am stärksten wird die Reform allerdings durch die Ak­tivitäten der Kriegsveteranen und der Jugendmilizen in den länd­lichen Gebieten in Frage gestellt.[59]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.13

Heute ist das Land wirt­schaftlich nahezu ruiniert, die Arbeits­losigkeit liegt über 60% und die In­fla­tionsrate ist 2002 auf 116,7% ge­stiegen.[60] Das von Farm­be­setzungen und gewalttätigen Übergriffen gegen die Opposition ge­prägte Land ist von einer der schlimmsten Dürren seit langem ge­plagt. Zudem hat die so genannte „fast track“ Landreform der Regierung mittlerweile der kom­mer­ziellen Land­wirtschaft schweren Schaden zugefügt. Die Agrar­pro­duk­tion sinkt weiterhin rapide. Nahrungsmittelengpässe und Hungersnöte ziehen über die einstige „Kornkammer Afrikas“[61]. Angesichts der eska­lieren­den Hungersnot rief Mu­gabe am 30.04.02 einen landesweiten Notstand aus.[62] Die Verfügung gibt der Regierung für zunächst drei Monate Sonder­voll­mach­ten, um den vom Hun­ger bedrohten 600.000 Menschen im Lande zu helfen.[63] Be­sonders schwer­wie­gend ist, dass die Lebenserwartung der schwar­zen Bevöl­ke­rung in­zwischen auf durch­schnittlich 39 Jahre gesunken ist, weil zwei Drit­tel unter der Armuts­grenze leben und jeder Vierte HIV-infi­ziert ist.[64] Seit Jahren betreibt Mugabe Hass­kampagnen gegen Homo­sexuelle („Schweine ohne Rechte“[65] ) und attackiert Menschen­rechtsgruppen, Geistliche und den Weltkirchenrat.

4.1.3 Hindernisse der Demokratisierung

Die Fortentwicklung der zimbabwischen Demokratie wird von mehreren Fak­toren behindert. Wie bereits deutlich geworden ist, sind die Ursachen vor allem in der Persön­lichkeitsstruktur Mugabes, im politischen System des Landes, in seiner politischen Kultur, in den wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen, sowie im regionalen und internationalen Um­feld zu suchen.

Der be­deutendste Faktor, der innerhalb des politischen Systems Zimbabwes die Demo­kratie blockiert, ist die Machtfülle der Exekutive, genauer: des Präsi­den­ten. Die Verfassungsänderung Nr. 7 aus dem Jahr 1987 hat den Präsidenten faktisch mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet, einschließlich des Rechts, 30 von 150 Parlaments­abgeordneten zu ernennen, das Parlament auf­zulösen und den Ausnahmezustand zu dekretieren.[66]

Das parlamentarische Er­nennungs­recht bedeutet in der Praxis, dass der Präsident jegliche Gesetzesinitiative bloc­kieren kann, die seinen Interessen widerspricht, bzw. seine eigenen Gesetzes­vor­lagen durch das Abge­ord­neten­haus durchsetzen kann – wie dies beim „Public Order and Security Act“ und dem „Access to Infor­mation and Pro­tec­tion of Privacy Act“ der Fall war. Der Prä­sident ernennt darüber hinaus die Befehlshaber der zimbabwischen Armee, der Polizei und des Geheimdienstes. Sie alle sind Mitglieder der ZANU-PF und Ve­te­ra­nen des Bürgerkriegs. Sowohl die Abgeordneten, als auch die Militärs oder paramilitärischen Grup­pen lassen sich ihre Loyalität ausreichend be­zahlen. Die zimbabwische Re­gie­rung kon­trolliert zwar deutlich weniger Res­sour­cen als in den 80-iger Jahren, sie reichen jedoch, um die Be­stech­ungs­gel­der der Gefolgsleute zu zahlen. Solange dies der Fall ist, wird es jeg­licher Oppo­si­tionspartei schwer fallen, den Macht­wechsel mit legalen Mitteln herbei­zuführen.[67]

Die Entwicklung einer Gesellschaft hin zu einer demokratischen Kultur ist eine sehr lang­fristige Aufgabe, insbesondere dann, wenn sie durch traditionelle, koloniale und post­kolo­niale Normen eine tiefe anti­demo­kra­tische Prägung er­fahren hat. Die in der Kolonialzeit erzwungene Autoritäts­anerkennung und der Ge­horsam des Apartheidsystems, sowie die Komman­do­strukturen der Be­frei­ungs­­bewegungen, verhinderten das Aufkommen von In­di­vidualismus und Op­po­si­tion, die für die Ausübung von Bürgerrechten und po­li­tischen Wettbewerb un­­er­lässlich sind. Diese Normen sind nach wie vor von der Be­völ­ke­rungs­mehrheit Zimbabwes verinnerlicht und werden von der politisch­en Führung des Landes für ihren Machterhalt aufrechterhalten.

Auch wenn die Willkürpolitik Mugabes, die massiven Angriffe auf das Rechts­sys­tem, gegen die unab­hän­gi­gen Medien und auch gegen ausländische Orga­ni­sa­tionen, Farmenteignungen und rassistische Übergriffe auf Weiße die Lage bis 2002 ausweglos er­scheinen ließen, gibt dennoch deutliche Signale des Wan­dels. Die Popularität der Oppositions­partei, das Engage­ment zahlreicher Bürger in zivilgesellschaftlichen Orga­ni­sa­tionen und die weitverbreitete Un­ter­­stützung für ein demokratisch politisches Sys­tem, weisen auf einen Umbruch Zimbabwes hin.[68]

Ein zweiter politisch bedeutsamer Wandel in Zimbabwes Sozialstruktur betrifft die Mittel­schicht. Sie wurde bis in die späten 80-iger Jahre zwar nicht zahlen­mäßig, aber kulturell von der weißen Minderheit im Lande dominiert. Die zwei­­felhafte Vergangenheit der ehemaligen Rho­desier als wirt­schaft­liche Aus­beu­ter und politische Herren der afrikanischen Bevölke­rungs­mehr­heit, ver­an­lasste die meisten nach der Unabhängigkeit Zimbabwes sich politisch un­auf­fällig zu ver­halten, um Konfrontationen mit der Regierung zu vermeiden, in der Hoff­nung, dies würde ihnen eine Wahrung ihrer sozialen und wirt­schaft­lich­en Pri­vi­legien ermöglichen. Auf Grund dieser Haltung blieb jene gesell­schaft­­liche Grup­pe, die in anderen afrikanischen Ländern in den frühen 90-iger Jahren eine ent­schei­den­de Rolle beim Vorantreiben des Demo­krati­sierungs­pro­zesses spielte, die re­gie­rungs­­un­ab­hän­gi­ge urbane Mittelschicht, in Zim­ba­bwe lange politisch inaktiv.[69]

4.1.4 Bilanz heute

Trotz ausländischer Wahlbeobachter, ist derzeitig an gerechte und freie Wahlen in Zim­babwe nicht zu denken. Bei der Wahl 1996 zog der Gegenkandidat wegen Be­nach­teiligung seine Kandidatur zurück, Mu­gabe gewann mit 92,7 % bei 31,7 % Wahl­be­teili­gung.[70]

Die erste politische Niederlage erlitt Mugabe nach zwanzig Jahren Amtszeit, mit der Ablehnung eines neuen Verfassungs­entwurfs durch ein Referendum im Februar 2000. Vor allem in den Städten waren über 70 % der Bevölkerung gegen die neue Verfassung, die Mugabes Befugnisse weiter ausgedehnt hätten. Um bei den Parlamentswahlen im Juni 2000 keinen erneuten Machtverlust hin­nehmen zu müssen, bediente sich Mugabe einer Ein­schüch­te­rungs- und Unter­drückungspolitik. Trotz des Terrors gewann die Oppositionspartei MDC 57 der 120 Wahlkreise. Die Regierung gewann die Regierungswahlen vom 24./25. Juni 2000 mit 50,7 %, die Opposition 49,2 %.[71] Dabei besteht der Verdacht, das ein Großteil der un­gül­ti­gen Stimmen, der ZANU-PF angerechnet wurde.

Bei der Präsidentschaftswahl am 13.März 2002 wurde Mugabe erneut als Sie­ger erklärt. Mugabe soll 56,2 % der Stimmen erhalten haben. Die Oppo­sition warf Mugabe massive Manipulation und Wahlbetrug vor. Sein wichtigster Her­aus­for­derer Morgan Tsvangirai (MDC) kam auf ein Ergebnis von 41,9 %, bei einer Wahlbeteilung von 55,4 %.[72] Eine Woche nach der Wahl, am 20.03.02, wurde Tsvangiari festgenommen und wegen Hochverrats angeklagt. Ihm und fünf weiteren MDC-Politikern wird vorgeworfen, ein Attentat auf Robert Mu­gabe geplant zu haben. Daraufhin verhängten die Europäische Union, die USA, das Commonwealth und die Schweiz im Februar 2002 Sanktionen gegen Zim­babwe, die am 18. Januar 2003 erneut verlängert und verschärft wurden.[73]

Im Rahmen der Sanktionen wurden die Auslands­konten von Mugabe und sei­ner Minister gesperrt und Entwicklungsgelder eingefroren. Derzeitig besteht für 120 Politiker aus Mugabes Stab ein Einreiseverbot in die Europäische Union und ins Commonwealth. Darauf verhängte Mugabe ein Einreiseverbot für den britischen Premierminister Tony Blair, eine Visumspflicht für alle Briten, sowie ein Arbeitsverbot für zwei britische Hilfsorganisationen.[74] Ange­sichts der zunehmenden Isolation baut Zimbabwe ver­stärkt auf die Part­ner­schaft mit Libyen, China, Malaysia usw.[75]

Je stärker der Repressionsdruck des Regimes wird, desto wichtiger werden zivil­gesell­schaftliche Gruppen u.a. mit christlichem Hintergrund, da die Re­ligiosität der Bevölkerung und ihre internationalen Verbindungen sie vor den Auswüchsen der Unterdrückung schützt. Ebenso könnten in diesem Kontext Interessengruppen des Privatsektors und von Freiberuflern, insbesondere von Rechtsanwälten, ein schwer angreifbares Zentrum des Widerstandes werden, da ihre politische Rolle durch eine breite Mitgliedschaft legitimiert ist. Mugabe versucht zweifellos diese aktiven Gruppen zu unterdrücken und durch Repressionen und Gewalt machtlos zu machen. In den gegen­wär­ti­gen Verhandlungen zwischen Opposition und Re­gie­rung können bei­spiels­weise die Stiftungen zwar die Opposition finanziell unter­stützen, deren Erfolg wird dadurch jedoch kaum bestimmt werden. Zur un­mit­tel­baren Mobilisierung des Drucks von der Straße fehlen externen Akteuren das Man­dat und die Mittel. Sie würden darüber hinaus durch ein Engagement in diesem Feld ihre Aus­wei­sung aus dem Land riskieren.

Allerdings können externe nicht­staatliche Akteure einen wich­tigen Beitrag zum Erhalt und der Ver­stär­kung des Mo­bilisierungs­potentials zivil­gesell­schaft­licher Gruppen und der politischen Opposition leisten – indem sie deren Leistungs­fähig­keit und Effi­zienz stärken und ihnen helfen, Themen mit Mobilisierungs­kraft zu iden­ti­fizieren und an eine breite Bevölkerung zu ver­mitteln. Einerseits sollen die San­k­tionen seitens der Europäische Union (EU) weiter­hin auf­recht­er­halten wer­den, andererseits hat die EU auch er­kannt, dass nicht-staat­liche und kirchliche Organisationen verstärkt zu fördern sind, um zum einen die Not zu bekämpfen, zum anderen um die demokratische Bewegung zu bestärken.[76]

4.2 Politische Verhältnisse in Harare

In der Universitätsstadt Harare leben 2,1 Mio. Einwohner[77]. Harare liegt fast im Mittelpunkt des Mashonalandes auf einer Hochebene, ca. 1500 m über dem Meeres­spiegel. (Karte Anhang 4) Die Zimbabwer sind stolz auf ihre Haupt­stadt, die einer euro­päischen Großstadt im nichts nachsteht.[78] Sie ist der wirt­schaftliche Mittel­punkt und Ver­kehrs­knoten­punkt von Mashonaland. Neben der Industrie sind besonders die Goldminen von wirtschaftlicher Bedeutung.[79]

Harare wurde 1890 von Siedlern als Salisbury ausgerufen. Angelockt durch die Vergabe von „Schürfrechten“ durch Cecil Rhodes von der „British South Africa Company“ kamen sie zum Er­richten des Forts Salis­bury. Bald darauf be­­gan­nen die Briten Wohnviertel und eine ad­mi­nis­trative Infra­struktur auf­zubauen. 1897 war Salisbury bereits Stadt, 1899 wurde eine Eisen­bahnlinie gelegt und drei Jahre später konnte man von Beira über Harare (Salisbury) nach Bulawayo reisen. Dadurch konnte sich eine mannigfaltige Wirtschaft in Harare ansiedeln (Gold, Tabak, Agrarprodukte, Eisen) und der wirtschaftliche Aufstieg Harares begann. Im Jahre 1899 wurde Salisbury auch als Hauptstadt von Rhodesien aus­gerufen.[80] Vor der Grün­dung der Stadt war die Gegend das Siedlungsgebiet des Häuptlings NeHarawa, der nach der Unabhängigkeit 1982 der Stadt seinen Namen verlieh.

Bis heute ist die soziale Siedlungsstruktur der Stadt durch die Kolonialzeit und die Apart­heid­strukturen[81] geprägt: Eine moderne Innenstadt für das Ge­schäfts­leben, noble Villen-Viertel für die reiche (nach wie vor meist weiße) Be­völke­rung und die einfachen "High density areas", die ehemaligen Townships, die als Ghettos für die schwarzen Arbeiter errichtet worden waren.

Mit der Unabhängigkeit Zimbabwes wurde der gesamten Bevölkerung das Recht auf Frei­zü­gig­­keit zugestanden. Die Spaltung der Gesellschaft setzt sich aber auch heute noch fort, auch wenn inzwischen Schwarze in ehemals den Euro­päern vorbehaltene Wohnviertel gezogen sind. Die Mehrheit der schwarzen Bevölkerung kann sich ein Haus in einem besseren Viertel jedoch nicht finanzieren. Ferner zeigt sich auch anhand von Harare, dass die Ein­wohner­zahl der Städte in der Dritten Welt weiterhin stark zunimmt.

Durch die Wirt­schaftskrisen in der Landwirtschaft zieht es die ländliche Bevöl­kerung in die Bal­lungs­zentren in der Hoffnung auf Arbeit und ein besseres Leben. Es werden innerstädtische Slums nahe der Geschäftszentren oder in den Indus­trie­vierteln der Stadt errichtet. Hinzu kommen Asylanten aus den Nach­barländern, in denen Bürgerkrieg herrscht, wie Angola und früher Mo­sam­bik. Sie erbauen unweit der Stadt Ghettos, welche immer näher an die urbanen Vier­tel her­anwachsen. Aus politischen Gründen sind der Administrativen in dieser Hinsicht die Hände gebunden, so dass diese nicht in der Lage ist, der Ent­wicklung entgegen zu wirken.[82]

Harare ist als die politische, administrative, wirtschaftliche und kulturelle Metropole auch das Zentrum der Macht in Zimbabwe. Da Harare vornehmlich ein Zentrum der Opposition ist und Mugabe mit allen Mitteln seinen Einfluss auf Harare behalten will, kam es des öfteren zu Aus­schrei­tungen zwischen Regierungstruppen und Demonstranten. Nachdem die Regie­rungs­­­partei ZANU-PF 1999 die Mehrheit im Stadtrat verloren hatte, setzte das zim­babwische Innen­ministerium Harares Stadtrat wegen angeblicher Unfähig­keit ab und ersetzte diesen durch eine loyale Regierungskommission. Neu­wahlen des Stadtrates wurden seitdem verhindert.

Vor den Wahlen im März 2002 verschärfte Mugabe gegenüber Opposition und regierungskritischen Medien die Repressionen. MDC-Sympathisanten wurden verhaftet, gefoltert oder gar er­mor­det; dutzende Journalisten, darunter Redakteure der einzigen un­­ab­hängigen Tageszeitung „The Daily News“, wur­den schi­ka­niert. Der Opposition warf Mugabe vor, dass sie nur als Mari­onette des Westens und der Weißen fungiere. Abb.14

Anfang Januar 2002 kündigte das Mili­tär an, es werde einen Wahl­sieg der Opposition nicht dulden. Am 10. Januar verab­schiedete das Parlament im Schnellverfahren zwei Ge­setze, die de facto einer Ausrufung des Notstands gleichkamen: Das eine schränkt die Ver­sam­mlungs­freiheit ein und erlaubt der Polizei, Kundgebungen aufzulösen. Darauf­hin kam es in Harare zu chaotischen Zuständen, die mit Waffengewalt nie­der­geworfen wurden. Vergehen wie "Un­ter­­minierung der Autorität des Prä­si­denten" wurden schwerst bestraft, teilweise wurde sogar die Todesstrafe verhängt. Daneben wurde das Wahl­gesetz ge­ändert: Un­ab­hän­gige Wahlbeobachter wurden nicht zugelassen, Auslands-Zimbabwer von der Stimmabgabe aus­ge­schlossen, die Eintragung in die Wählerlisten er­schwert. Den Medien wurde nur eine eingeschränkte Be­richt­er­stat­tung über Regierungs­ange­legen­heiten zu­ge­sagt.

Trotz zahlreicher Versuche, die Bevölkerung Harares einzuschüchtern und der Re­putation der MDC zu schaden, gewann dennoch im März 2002 die MDC in Harare ca. 75 % der Stimmen.[83] Jedoch siegte Mugabe erneut landesweit mit 56,2 % der Stimmen. Die Gewalt ebbte dennoch keineswegs ab. Allein in den vier Wochen nach der Wiederwahl wurden 16 MDC-Anhänger um­ge­bracht.[84]

Die Zahl der seit Beginn der Landbesetzungen im Februar 2000 ermordeten weißen Farmer erhöhte sich auf Zwölf. Seit dem 20. März 2002 muss sich der Oppositionsführer Morgan Tsvangirai, der bereits wiederholt ver­haftetet wor­den war, wegen Hochverrats vor Gericht verantworten. Ihm wird eine an­geb­liche Be­tei­ligung an einem Mordkomplott gegen Präsident Mugabe zur Last ge­legt, wofür ihm die Todesstrafe droht.[85] Vor dem Prozessauftakt ver­hin­der­te die Polizei ge­walt­sam die Anwesenheit von ausländischen Journa­listen und Di­plo­maten. Schließlich veranlasste das Innen­mi­nisterium am 11. Januar 2003 die Verhaftung des Bür­­ger­meisters Elias Mudzuri, dessen Stell­ver­tre­te­rin, drei wei­tere Stadt­rats­mitglieder und von 18 Bürger auf einer Ver­sammlung in Harare. Ihnen wurde vorgeworfen, mit der Bürgerversammlung ein illegales po­litisches Treffen ab­ge­halten und damit gegen ein neues Gesetz zur Regelung von politischen Tätigkeiten ver­stoßen zu haben.[86]

4.3 Die Entwicklung der Städtepartnerschaft

Am 01. April 1996 unterzeichneten die Oberbürgermeister von München, Chris­tian Ude, und Ha­rare, Solomon C. Tawengwa, eine Vereinbarung über ge­gen­seitige Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten. (Anhang 5) Die Partnerschaft wurde zum einen zur ent­- wick­lungspolitischen Un­terstützung Ha­ra­res begründet. Das tra­­­­gen­de Motiv für die Part­nerschaft war je­doch die Intention, auf kom­­munaler Ebe­ne der Unter­­­ent­wick­lung, Armut und Hun­­ger, so­zialer Un­ge­­rech­tig­keit, Unter­drüc­kung, bewaffneter Konflikte und der Um­­welt­zer­­­störung ent­gegen­zu­wir­ken. Mün­chener Ex­perten sollten hel-­ fen, die Ad­mi­nis­tra­ti­ve in Harare auf demo­kratischer Basis zu reformieren. Des weitern sollte die Völker­ver­ständigung, das Verstehen der unterschiedlichen Kulturen und Ansichten und somit das Vertrauen in beiden Städten voran­ge­trieben werden.

Derzeit diskutiert eine Münchener Bür­ger­gruppe die Organisations­struk­turen der Bürgervereinigungen in Harare und überprüft eine eventuelle Über­trag­barkeit nach München. Als Vorbild soll das bürgerliche Engagement gegen den tota­litären Staat und für demokratische Ver­­­­­­hältnisse ge­nom­men werden. Zu­sam­­­­men­­­ge­fasst soll diese kommunale Ko­ope­ra­tion auf drei Säu­len ba­sieren: auf fach­licher Kom­pe­­tenz der Stadt­­ver­wal­tung, auf bür­ger­­lichen und inter­kul­tu­rel­len Be­geg­nun­gen und auf ka­ritativer Ebene.[87]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.15

Zu dem Zeitpunkt der Begründung der Partnerschaft mit Harare ging man von einem „langfristigen und zweigleisigen Austausch“[88] aus, da die politische Si­tuation in Zimbabwe als relativ sicher und auch die Wirtschaft in der Metropole Harare weiterhin erfolgsversprechend war. Zimbabwes Staats­ober­haupt Robert Mugabe galt zwar bereits 1996 als ein mach­t­be­ses­sener Poli­tiker, der jedoch inter­national auf Grund seiner intellektuellen Fähigkeiten geachtet wurde. Inzwischen hat sich die Situation, besonders in den Städten als Lager der Oppo­sition, enorm gewandelt. Straßenkämpfe zwischen den An­hän­gern der Par­teien MDC und der ZANU-PF werden von der Polizei mit Waffen­gewalt aufgelöst. Infolge der Verletzung ihrer politischen, sozialen und kul­turellen Menschen­rechte kämpfen Menschen täglich um ihre Existenz. Die wirt­schaftliche Infra­struk­tur ist kaum fun­ktionsfähig auf Grund der Dis­kri­mi­nie­rung von Weißen und poli­tischen Geg­nern, der hohen Arbeitslosigkeit, den sich verbreitenden Slums und den nicht vorhandenen Absatzmärkten. Die Ernährung der Bewohner der Stadt kon­nte zuletzt im Januar 2003 nicht mehr gewährleistet werden.[89]

1999 spitzte sich die politische Situation unter dem Mugabe-Regime auch in Ha­rare zu. Die damals amtierende Stadtregierung wurde wegen Unfähigkeit vom zuständigen Ministerium abgesetzt und durch eine von Mugabe bestimmte Re­gierungskommission ersetzt. Da die staatliche Wahlbehörde in Harare die Kommunalwahlen nicht durchgeführt hat, beschloss der Münchener Stadtrat, die Beziehungen auf offizieller Ebene einzufrieren. Andere westliche Län­­­der hatten bereits alle Kontakte zu Zimbabwe aus Protest gegen die Politik Mu­­ga­bes aufgegeben, sogar Hilfsorganisationen brachen ihre Tätigkeiten dort ab.[90]

Im März 2002 fanden in Harare Kommunalwahlen statt, die zeitgleich mit den Prä­sident­schafts­wahlen durchgeführt wurden. Trotz massiver Behinderungen von offizieller Seite bei der Durchführung dieser Wahlen, bekam die demo­kra­tisch orientierte MDC bei den Kommunalwahlen in Harare eine über­wäl­ti­ge­n­de Mehrheit. Sie erhielt das Amt des Ober­bür­ger­­meisters und gewann mit einer Ausnahme in allen Wahlbezirken. Daraufhin beschloss der Münchener Stadtrat im April 2002 die Wiederaufnahme der Partnerschaft mit Harare.[91] Da jedoch die Arbeit des von der MDC dominierten Stadtrates stetig durch die Regierung be­hin­dert wird, ist auch die Zusammenarbeit mit München kaum möglich.[92]

4.3.1 Zusammenarbeit der Städte

Auf der Ebene der interkulturellen Bürgerbegegnung lief aber die Kooperation zwischen den beiden Städten auch in den Jahren zwischen 2000 und 2002 wei­ter. So hatte bei­spiels­weise der „Arbeitskreis Städtepartnerschaft München – Harare“, ein ehren­­­­amtliches Gremium, zahlreiche Begegnungsprojekte da­run­ter Jugend­aus­tausch-Programme, Aufenthalte für Praktikanten und Bildungs­reisen initiiert. So sollten Möglichkeiten zur Bewältigung des Problems der ma­roden Was­ser­versorgung und des Müllproblems in Harare durch eine Zu­sam­­men­ar­beit bei­der Stadtverwaltungen gefunden werden. Der Austausch an Fach­wissen stellte sich als pro­blematisch heraus, nicht nur wegen der Ent­fernung und der tech­nischen Ausstattung in Harare, sondern auch auf Grund kultureller und struk­tur­bedingter Unterschiede. Dazu kommt, dass ent­wicklungspolitische Ar­beit für die Münchener Stadtverwaltung absolutes Neuland war. Daher war man auf externes Know-how und ent­wicklungs­po­li­tisches Vor­wissen ange­wie­sen. So sind z.B. alle Mitarbeiter, die in die Part­ner­schaft involviert sind, durch Work­shops in die Problematik eingearbeitet wor­den. Die Sozialreferate haben einen Fach­kräfteaustausch zwischen Jugend­förder­ungs­pro­jekten an­ge­trieben. Das Kulturreferat organisiert gemeinsam mit Kulturinstitutionen in Harare einen breitgefächerten Kultur­aus­tausch. Durch Angebote des Stadt­jugendamtes und der städtischen Bibliotheken in München erhalten Kinder und Jugend­liche die Mög­lichkeit, sich im Internet zu treffen und dort gemeinsam Projekte zu erar­bei­ten. Auch Sachspenden, wie ausrangierte Müllwagen der Stadt Mün­chen, Näh­­ma­schi­nen für Ar­beits­losenprojekte, Sonnenbrillen für die Sonnen­fin­ster­nis und eine Solaranlage für ein Kran­kenhaus sind nach Harare trans­portiert wor­den. Mit städtischen Geldern wird ein Projekt für AIDS-Waisen in Harare unterstützt und der Verein „München-Harare e.V.“ sammelt Spenden in der Bevölkerung für Straßenkinderprojekte.

Von Beginn an wurde die Partnerschaft auch durch private Träger begleitet. Die katholische Jugendstelle München-Giesing initiiert jährlich einen Jugend­austausch. Das UNESCO-Projekt „Bücher für alle“ sammelt in München Geld­spen­den für den Ankauf von Büchern in Harares Bibliotheken. Die Münchener Wohn­baugesellschaften taten sich für die Unterstützung einer Wohn­bau­ko­ope­ra­tion in Harare zusammen. Das Ökologische Bildungszentrum nahm den Kon­takt mit dem Umweltbildungszentrum „Mulkuvisi Woodlands“ auf und be­sprach ge­meinsame Projekte.

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen und Behörden wird im wesentlichen durch das Nord-Süd-Forum koordiniert, wobei es durch das Kul­turreferat der Stadt München bei der Geschäftsführung unterstützt wird. Bis Ende Mai 2002 war eine befristete Stelle ge­schaffen worden, welche in Zu­sam­men­arbeit mit dem Deutschen Ent­wick­lungs­dienst versuchen, die Be­wohner Harares zu politisieren, um durch bürger­schaftliches En­ga­gement zur Demo­kra­tisierung der Stadt beizutragen. Die Finanzierung der Stelle übernahmen die Lan­­deshauptstadt München und der Deutsche Ent­wick­lungsdienst gemeinsam. Zudem stellten sich unbezahlte Praktikanten zur Mit­arbeit bereit. Die ge­ring­fügi­gen Sachkosten finanzierte das Kulturreferat. Die weiteren Kosten für Ver­anstaltungen und Maßnahmen wurden über Einzelanträge entweder von öffent­lichen oder privaten Stellen über­nom­men oder über die Mitgliedsbeiträge und Spen­den finanziert.[93]

4.3.2 Stärkung der Demokratie

Im Oktober 2000 beschloss der Münchener Stadtrat, die politischen Kon­takte zu der Part­nerstadt Harare bis auf weiteres einzufrieren, um nicht Mugabes un­de­mo­kra­tische und menschen­rechts­verletzende Aktivitäten zu unterstützen, es wurde jedoch betont, dass die bür­ger­schaft­lichen Be­zieh­ungen im Rahmen der Städte­partnerschaft nicht nur fort­bestehen sol­len, sondern diese vielmehr zu intensivieren und somit den Men­schen in Ha­ra­re in ihrer schwierigen sozialen Situation zu helfen und basis­demokratische Be­wegungen zu stärken sind.[94] Auch nach der Wiederaufnahme der offiziellen Be­ziehungen 2002 ist eine Zu­sam­men­arbeit durch die Politik Mu­gabes und durch die Sanktionen seitens der Europäische Union stark eingeschränkt.

Um so wichtiger werden die Aktionen von inoffiziellen Organisationen, die sich in Verbindung mit der Partnerschaft gebildet haben. Solidarität mit diesen Menschen und ihrer Situation ist, unabhängig von der Dringlichkeit der Be­wältigung dieser Probleme, ein tragendes Motiv der kommunalen Ent­wick­lungs­­arbeit. Der Wunsch, kommunale Entwicklungsarbeit zu leisten, ist den Kommunen nur durch eine offi­zielle und gefestigte Partnerschaft rechtlich möglich. (siehe Punkt 2.1) Dies wurde 2001 bekräftigt: In einem Brief an die Bürgerinnen und Bürger von Harare betonte Oberbürgermeister Christian Ude, dass die Stadt München auf der Seite derer stehe, die sich um eine Rückkehr zu demo­kra­tischen Verhältnissen in Harare bemühen.[95] Die Partnerschaft soll nun auf drei Stand­bei­nen basieren: Auf der ideellen Ebene, um den Partner mo­ra­lisch zu stär­ken, auf der politischen Ebene, um dem neuen Bürgermeister und den Stadträten Amts­hilfe zu leisten und auf der fachlichen Ebene, um den desolaten Zustand des städtischen Dienstleistungs­sek­tors und die verheerende wirt­schaft­liche, soziale und ökologische Situation in Harare zu ver­bes­sern.[96]

Die Augen sollen in München nicht davor verschlossen werden. Daher haben Münchener Stadträte den privaten Verein „München für Harare e.V.“ gegründet, der statt der Münchener Stadtregierung die Aufgaben innerhalb der Partnerschaft übernehmen soll. Zum Vorsitzenden wurde der 3. Münchener Bürgermeister Hep Monatzeder gewählt.

4.3.3 Einzelne Projekte im Rahmen der Partnerschaft

(Siehe Protokolle des Direk­to­riums über die einzelnen Aktivitäten im Rahmen der Partnerschaft von 1999 bis 2001, Anhang 1-3)

4.3.3.1 München für Harare e.V.

Der Verein „München für Harare e.V.“ übernimmt, als inoffizieller Träger und anstelle der Stadt, die Aufgaben innerhalb der Partnerschaft. Unter anderem leistet er Aufklärungsarbeit, informiert über Zimbabwe und Harare, die Be­völ­ke­rung und über die politische Lage, die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Probleme des Landes. Zudem werden Workshops und Prakti­kums­plätze ver­mittelt. Des weiteren werden ausgesuchte Projekte von „München für Harare e.V.“ unterstützt, wie das „Glen Forest De­velop­­ment Centre“ in Harare, das zum Problem der Straßenkinder Präven­tiv­arbeit leistet. Das Projekt "Glen Forest Centre", das auf Empfehlung von der Entwicklungs­orga­ni­sa­tion Misereor ausgewählt wurde, über­zeugt durch seinen präventiven Ansatz und durch die professionelle Arbeit. Misereor führt auch die Projekt­be­treuung vor Ort und die Finanz­ab­wicklung durch.[97]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 16

Das Projekt wird von einheimischen Frauen geleitet, die durch ihre Arbeit in der Tagesstätte „Glen Forest“ Waisen, Kindern von Farmarbeitern und aus Slumsiedlungen eine Alternative zu dem Leben auf der Straße geben. Das „Glen Forest Center“ liegt am Stadtrat von Harare, zwischen Stadtgebiet und Farmland - eben dort wo die überwiegend erwerbslosen Familien in den Slums und die Saisonarbeiter-Familien leben. Die Nähe zu diesem sozialen Brenn­punkt ist Voraussetzung für die präventive Betreuung von Kindern und Jugend­lichen, darunter auch vielen Aids-Waisen. Heute ist es auch eine Ausbildungs- und Beratungsstelle für Erwachsene.

Etwa 50 Kinder zwischen zwei und sechs Jahren besuchen den Kindergarten und ca. 3000 Schüle­rinnen und Schüler zwischen 13 und 19 Jahren werden un­ter­­­richtet, um einen Schulabschluss erreichen zu können.[98] Zudem bietet die Ein­­rich­tung Alphabetisierungskurse für Jugendliche und Erwachsene und ebenso eine handwerkliche Ausbildung oder einen Nähkurs für Frauen mit zerti­fi­zier­tem Abschluss, sowie weitere Workshops. Das Angebot wird jährlich von mehreren hundert Teilnehmern, davon über 70 % Frauen, wahrge­nom­men.[99] In Aufklärungskursen wird versucht, den Menschen das Thema und die Gefahren von Aids näher zubringen. Dies ist im Hinblick auf die Ausbreitung der Krankheit besonders in den Slums von hoher Bedeutung: Jeder vierte Er­wachsene ist bereits mit Aids infiziert, und es ist davon auszugehen, dass 2010 ein Drittel der Kinder Aids-Waisen sein wer­den.[100] Das Ziel der Einrichtung ist es, die Gemeinschaft mit den nötigen Fähig­keiten zur Verbesserung ihres Le­bens­standards auszustatten.[101]

Da die finanzielle Unterstützung durch Spenden geleistet wird, hat der Verein „München für Harare e.V.“ eine Dauerspendenaktion am Münchener Flug­ha­fen eingerichtet. Der Vorsitzende des Vereins, Hep Monatzeder, rief diese Ak­tion und eine infor­mative Ausstellung zum Thema Harare ab dem August 2001 ins Leben. Reisende sollten so über die Problematik der Menschen und vor allem Kinder in Harare informiert und sensi­bi­li­siert werden. Die Ausstellung wurde zuvor im Krankenhaus Schwabing und in der Volkshochschule präsentiert. Bei der Aktion kamen 2001 insgesamt 65.000 DM zusammen, die dem „Glen Forest Development Centre“ übergeben wurden.[102] Bisher konnten durch Mün­chener Spenden ein weiteres Klassen­zimmer angebaut, zusätzliche Kurse an­ge­boten, eine Schulbibliothek und Computer angeschafft und die fixen Ver­waltungs- und Personalkosten über­nommen werden.[103]

4.3.3.2 Nord Süd Forum e.V.

Das „Nord Süd Forum München e.V.“ war am Zustandekommen der Städte­partnerschaft beteiligt und arbeitet seitdem aktiv daran, diese Partnerschaft mit Leben zu füllen und Begegnungen auf der bürgerschaftlichen Ebene zu er­mög­lichen. Zur Umsetzung dieses Ziels hat sich innerhalb des Nord Süd Forums der Arbeitskreis „HaMuPa“ (Harare – München Partnerschaft) ge­bildet.

„HaMuPa“ bietet u.a. Informationen über Harare und Zimbabwe, regelmäßige Informationsveranstaltungen über die Städtepartnerschaft, orga­ni­siert Lesungen und Ausstellungen, einen Shona-Sprachkurs und einen le­ben­di­gen entwick­lungs­­politischen Diskurs an. „HaMuPa“ vermittelt Kontakte zu Ver­einen und Organisationen in Harare, Kontakte und Adressen für Reise­lustige, Brief- und Email-Freundschaften mit Menschen in Harare, Agenda-Initiativen etc. „HaMuPa“ unterstützt den demokratischen Widerstand der Bür­gergruppen, den Ver­trieb von fair gehandeltem Kunsthandwerk aus Zim­babwe, ausgewählte so­ziale und ökologische Projekte in Harare und Fortbildungen für Zimbabwer in München.

„HaMuPa“ ist also sehr aktiv. So gab es in den letzten Jahren eine Reihe von In­for­­­ma­tions­veranstaltungen zu den verschiedensten Themen, wie z.B. über die po­­litische Lage in Zimbabwe. Praktikanten- und Work­camp-Stellen sowie Stu­dien- und Begegnungsreisen werden vermittelt. „HaMuPa“ stellt sich als An­sprech­­partner für Schulen zur Verfügung und wirkt bei der Erstellung einer Prä­senz­bibliothek in Harare mit. Auch für die Überlassung zweier gebrauchter Müll­­wagen der Stadt München, 20 neuer Nähmaschinen an das „Department of Social Housing“ in Harare und an verschiedenen Buch­sam­mel­aktionen für dor­tige öffentliche Bibliotheken Harare war es maßgeblich verantwortlich, bzw. beteiligt. Öffentliche Lesungen und Ausstellungen von Künstlern, aus Mün­­chen und Harare, wurden in beiden Städten orga­nisiert. 2001 hat „HaMuPa“ bürgerschaftliche Initiativen beider Städte zusammen gebracht, wobei sich diese auf verschiedene Kooperationen im Planungs-, Rechts- und Ver­walt­ungsbereich geeinigt haben. Diese Be­müh­ungen werden 2002 fortgeführt (siehe 4.3.3.2). Des weiteren ist der Arbeitskreis dabei, unter Einbindung städtischer wie privater Münchener Stellen ein Koope­rationsmodell für die beiden Umweltbildungscenter der beiden Städte zu ent­wickeln.[104]

In den letzten Jahren haben sich zahlreiche und erfolgreiche Institutionen und Initiativen in München entwickelt. Die bedeutendsten Aktionen und Akti­vi­täten im Rahmen der Partnerschaft in München sind:

- Die Eröffnung des "Eine Welt Hauses München“ im Juli 2001, wo in­zwisch­en ca. 100 ausländische und entwicklungspolitische Gruppen arbeiten.
- Das Büro der Agenda 21 mit seinen vielfältigen Initiativen, z. B. im Bereich des fairen Handels (München Kaffee und Blumenkampagne) und der „Fair-Wertung“ (Sammlung von Altkleidern nach Kriterien von „Fair Wertung“ auf den städtischen Werkstoffhöfen). (siehe auch Anhang 1-3)

4.3.3.3 Workcamps – gemeinsam leben und arbeiten

Die „Zimbabwe Workcamp Association“ bietet mit dem „Nord Süd Forum e.V.“ jungen Menschen aus Deutschland und Zimbabwe die Chance, sich beim gemeinsamen Arbeiten an einem Projekt kennen zulernen. In ländlichen Ge­bieten arbeiten die Teilnehmer der Workcamps – unterstützt von der jeweiligen Dorfbevölkerung – an Brunnen, renovieren Klassenzimmer und Häuser, pflan­zen Bäume oder heben Latrinen aus. Diese Workcamps sind auf die Dauer von drei Wochen begrenzt, was sich in der Vergangenheit als zu kurz erwiesen hat, da immer mehr Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen anfallen. Die meisten Teilnehmer sehen in dieser Erfahrung eine persönliche Bereicherung und haben neben der Arbeit auch viel Vergnügen. Die Workcamps werden über­wiegend durch Spenden und über die Mitgliederbeiträge finanziert, wes­halb sie nur begrenzt stattfinden können.[105]

4.3.3.4 Jugendaustausch

Einmal im Jahr fliegt eine Gruppe von zwölf Münchener Jugendlichen für drei Wochen nach Harare, wo sie bei einheimischen Familien leben. So soll erreicht werden, dass der Alltag vor Ort erfahren wird. Weiterhin stehen Ausflüge aufs Land und zu den Sehenswürdigkeiten Zimbabwes auf dem Programm. Um­ge­kehrt verbringen dann die jugendlichen Gastgeber aus Zimbabwe drei Wochen bei den Münchener Familien. Diese direkte Konfrontation mit der jeweiligen sehr unterschiedlichen Lebenssituation soll zum einen zur kulturellen Verständigung beitragen, zum anderen die Münchener für die Lebenssituation der Zimbabwer sensibilisieren.

Der Austausch wird von der Katholischen Ju­­­gend­stelle Mün­chen- Giesing orga­ni­siert. Die Mün­chener Schüler leben in den Familien ihrer Aus­tausch­partner, nicht nur in den nobleren Vierteln Harares. Den­noch ist die Situation nicht authentisch, da die Münchener die kon­krete Armut nicht ken­nen lernen kön­nen. Abb.17

Zu­mindest wird ihnen ein bleibender Ein­druck ver­­mittelt, über ein Leben in einer „high density area“[106]. Auf der anderen Sei­te erleben die Aus­tausch­­­teilnehmer aus Ha­ra­re den Mün­chener Le­bens­­standard. Während der Zeit in Deutschland sind zumeist auf die fi­nan­zielle Unter­stützung der Kirche ange­wie­sen.[107]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.3.3.5 Schulpartnerschaften

Zwei Grundschulen aus beiden Städten stehen im Briefkontakt, erste Besuche haben bereits stattgefunden. Die Schulpartnerschaft sollte 2000 durch einen weiteren Lehreraustausch offiziell begründet werden. Jedoch kam diesem Zusammentreffen die politische Situation in Harare und Zimbabwe da­zwischen. Ein Schüler- bzw. Lehreraustausch ist daher zur Zeit nicht möglich. Solange Reisen in die Partnerstadt also nicht möglich sind, wird der Kontakt zwischen einzelnen Schulen über Brieffreundschaften und E-Mail-Austausch aufrecht erhalten.[108] Aktuell liegt eine Anfrage der St. John High School aus Harare vor. Die Schüler sind zwischen 12 bis 18 Jahre alt und suchen Brief­­­freunde und Schüler zum Ideenaustausch für ihre diversen Schülerclubs.[109]

Erfolgreich war jedoch ein anderer Schüler-Lehreraustausch: im April 2000 ver­­brachten vier Lehrer der Prince Edward School Harare zwei Wochen in Mün­­­chen, wobei ein fachliches Be­suchs­pro­gramm e­benso wie lan­deskundliche und kulturelle Veranstaltungen angeboten wur­den. Der Ge­gen­­besuch der Münche­ner konnte ebenfalls auf Grund der politischen Lage in Zimbabwe nicht absolviert werden.[110]

4.3.3.6 Gemeinsam gegen die Arbeitslosigkeit

Das Stadtjugendamt initiiert einen Austausch zwischen Projekten der berufs­bezogenen Jugendhilfe in München und Harare. Nach der Beendigung und auch nach der Wiederaufnahme der offiziellen Städtepartnerschaft wurde das Vorhaben „Ausbildung und Qualifizierung berufsloser Jugendlicher“ durch das Nord-Süd-Forum geleitet. Durch zielgerichtete Maßnahmen sollen junge Menschen auf den Arbeitsmarkt qualifiziert vorbereitet werden. Teilnehmer in München sind z.B. das Damenschneider­ateliers „La Silhouette“ für junge am Arbeitsmarkt chancenlose Frauen, der Betrieb „Junge Arbeit“ mit hand­werklicher Qualifizierung und Ausbildung für Jugendliche, die entweder arbeits­los sind oder Sozialhilfe beziehen und die Handwerkerkooperative „Genuine Craftmanship Cooperative“ in Harare. Projektpartner in Harare sind die Ausbildungszentren und Kooperativen des städtischen Referats „Housing and Community Services“.

Durch die direkte Zusammenarbeit von Einrichtungen und Mitarbeitern an Projekten in Harare und in München sollen spezifische Rahmenbedingungen analysiert, gemeinsame Strategien der Jugendhilfe entwickelt und durch die un­ter­schiedlichen Anforderungen die Mitarbeiter qualifiziert werden.[111] Drei Mit­arbeiter der „Jungen Arbeit“ haben bereits in der Handlungs­koopera­tive in Ha­rare mitgearbeitet. Der Gegenbesuch aus Harare fand wie geplant von März bis Juni 2000 statt. Zwei Mitarbeiter der Kooperative Genuine Craftmanship ar­beiteten in der Jungen Arbeit mit. Sie lern­ten den Umgang mit neu­en Ma­schi­nen und Materialien kennen und be­ka­men einen kleinen Einblick in die Büro­tätig­keiten und die Kunden­betreuung der Schrei­nerei.[112]

Die Projekte wurden von der Stadt München mit jeweils 30 Prozent gefördert, jedoch werden weitere Finanzierungsmöglichkeiten für die Fortsetzung des Internet­projektes und des Fachkräfteaustausches gesucht.[113]

4.3.3.7 Die Sonnenfinsternis

Nachdem in München 2000 eine Sonnenfinsternis stattgefunden hatte und viele Münchener sich eine spezielle Sonnenfinsternisbrille angeschafft hatten, war danach die Frage, was man mit diesen nun machen sollte. So entstand die „Ak­tion Sofi-Brillen für Harare“. Begründer der Aktion waren der Bürgermeister Hep Monatzeder, die Stadtsparkasse München und der Bayerische Rundfunk. Die Münchener wurde aufgefordert ihre Brillen abzugeben, denn am 21. Juni 2001 fand die nächste Sonnenfinsternis über Südafrika und auch Harare statt.

Für die Stadt war die Sammelaktion nur mit einem minimalen Aufwand ver­bunden und es wurden zwei Ziele erreicht: Zum einen wird Müll recycelt und zum zweiten wird die Bevölkerung Harares vor den intensiven Sonnenstrahlen geschützt. Insgesamt wurden über 85.000 Brillen abgegeben. Nach dem Aussortieren der defekten und demolierten Brillen durch Mitarbeiter des Abfallwirtschafts­amtes und von Freiwilligen blieben schließlich etwa 40.000 intakte Brillen übrig. Diese wurden vor dem Versenden nach Harare noch mit einer Ge­brauchs­­anwei­sung versehen. Eine Neuanschaffung dieser Brillen hätte ca. 80.000 € gekostet.[114]

4.3.3.8 Brot statt Böller

Bei der Aktion „Brot statt Böller“ wird die Bevölkerung dazu aufgefordert, an Silvester kein Geld für Raketen und Knaller auszugeben und dieses statt­dessen für nachhaltige Projekte zu spenden. Die Spendenaktion der Evan­ge­lischen Jugend München und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend in der Region München geht zur Hälfte an das „Zambuko House“ („Haus des Über­gangs“)[115] in Harare, welches seit 1982 Projekte für Straßenkinder finanziert und zur anderen Hälfte an das „Pangani Lutheran Children Centre“ in Nairobi (Kenia). Das Besondere dieser beiden Ein­rich­tungen: Die Kinder bekommen nicht nur etwas zu Essen und ein Dach über dem Kopf, sondern erhalten eine persönliche Betreuung und eine Ausbildung.[116]

Das „Zambuko House“ befindet sich in einem Mittelklassevorort von Harare. Bis zu 15 ehe­malige Straßenkinder leben dort gemeinsam mit einem Leiter in familienähnlichen Ver­hält­nissen zusammen. Weitere fünf Mitarbeiter betreuen die 12 bis 17 Jahre alten Jungen und be­glei­ten die angebotenen Projekte, wie Gartenbau, Hühnerzucht und Ausbildung in einer Me­tallwerkstatt. Es sollen ihnen grundlegende Fähigkeiten vermittelt werden, damit sie sich im späteren (Berufs-) Leben zurecht finden. In der Regel bleiben die Jungen ein Jahr in dem „Zambuko House“. In dieser kurzen Zeit sollen sie von dem Leben auf der Straße entwöhnt werden, sich wieder an ein sesshaftes und vor allem an das Zu­sam­men­­leben mit anderen gewöhnen. In den Bera­tun­gen werden gemeinsam zukünftige Lebens­per­spek­tiven erarbeitet und auch die Rückkehr zu den Familien oder anderen Verwandten vorbereitet. Ein Teil der älteren Jugend­lichen entscheidet sich auch für ein selbstständiges Leben nach der Zeit im „Zambuko House“.

Die meisten Jungen werden von verschiedenen Hilfsorganisationen an das „Zam­buko House“ vermittelt. Das Haus ist immer ausgelastet, da es die einzige Einrichtung in Harare ist, die pä­da­gogisch mit Jugendlichen arbeitet und nur sehr wenige Plätze zur Verfügung stehen. Weitere pädagogische Einrichtungen - auch für Mädchen – sind inzwischen geplant, es fehlt jedoch an den fi­nan­ziel­len Mitteln für derartige Erweiterungen. An dieser Stelle sind die Mit­arbeiter von Misereor vor Ort gefragt, welche die Ver­wen­dung der Gelder vor Ort koordi­nie­ren.[117] Die beiden oben genannten Träger haben 2002 mit Misereor eine Projekt­partnerschaft für das "Zambuko House" übernommen.[118]

4.3.3.9 Kommunale Kooperation

Die Münchener Stadtwerke haben gemeinsam mit ihren Partnern in Zimbabwe ein Konzept zur Sanierung der Wasserversorgung in Harare erarbeitet. Ein Tech­niker aus München wird die Arbeiten an den Wasserrohren begleiten. Zwei ausrangierte Müllpressfahrzeuge der bayerischen Landeshauptstadt leisten auf Harares Straßen gute Dienste. Münchener Know-how ist bei der Entwicklung eines neuen Sys­tems der Müllentsorgung in Harare gefragt. Kommunale Wohnungsbauge­sell­schaften aus München unterstützen eine Wohnbaukooperative in Harare mit 500.000 DM.[119]

4.3.3.10 Hilfe für sozial benachteiligte Kinder

Ein Projekt der Kirchengemeinde St. Peter im Stadtviertel Mbare - dem ältesten und am dichtesten besiedelten Stadtviertel Harares - wurde bisher von der Stadt München mit 45.000 DM unterstützt. Die Kirchengemeinde organisiert Nachbarschaftshilfe für Aids-Waisen und Kinder von schwer an Aids erkrankten Eltern.[120] Mit dem Projekt soll verhindert werden, dass die Kinder in ein Leben auf der Straße gedrängt werden, indem ihnen eine Grundausbildung ermöglicht wird. Sie sollen lernen eigenverantwortlich für ihre Zukunft zu sorgen, den Um­gang mit Menschen nicht zu vergessen und sich Gruppenzwängen zu wider­setzen, wenn diese zu kriminellen Aktivitäten führen.

Vor der Aufnahme, wird die Lebenssituation der einzelnen Kinder und deren familiärer Hintergrund analysiert, um überhaupt ein Urteil abgeben zu können, ob eine Betreuung innerhalb des Projektes erforderlich ist. Innerhalb der Betreuung wird auf jedes Kind individuell eingegangen. Bisher sind drei Kin­der in einem Internat untergebracht worden, weil ihr soziales Umfeld zerrüttet ist. Die meisten Kinder besuchen wieder ihre alten Schulen, von denen sie fort­ge­schickt wurden, weil sie das Schulgeld nicht bezahlen konnten. Etwa 25 Kinder gehen in die eigene Grundschule St. Peter´s. Weitere vier Jugend­liche gehen zur Abendschule in Mbare.

Insgesamt wird 80 Kindern eine Schulausbildung (Grund- und Sekundarschule) ermöglicht. Da­nach kann auch ein weiter­führen­des Studium oder eine Berufs­ausbildung in Bau­­bran­che, Elektrotechnik, Metall­arbeit oder Büro, als Au­to­­­mechaniker und in der Computerbranche er­möglicht wer­den. Innerhalb der Betreuung wird darauf geachtet, welche Erfolge oder Miss­er­folge in der Schule gemacht werden, Rücksprachen mit den Leitern der Schule wer­den ständig ab­ge­hal­ten. Die not­wen­di­gen Schulbücher und Lehr­mit­tel, Schul­gel­der und andere Gebühren werden durch die Ein­rich­tung bereit gestellt, die wie­derum über Spen­den aus München finanziert wird. Der Kon­takt zu den Familien soll weiterhin fortbestehen und auch verbessert werden.[121]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.18

4.3.3.11 Harare Munich Friendship Assoziation

Partner des „Münchener Arbeitskreises Städtepartnerschaft“ in Harare ist die „Ha­rare Munich Friendship Association“ (HAMUFA). Sie entstand, um die Bür­ger Harares stärker in die Partnerschaft zwischen den beiden Städten ein­zu­binden. HAMUFA versteht sich als Bindeglied zwischen vielfältigen Pro­jekten und Or­ganisationen in Harare, die mit München zusammenarbeiten. Für Besuche aus München kann der Verein Informationen über Harare und Kontakte in Harare vermittelt.[122]

5. Zusammenfassung

Um die Demokratisierung in Harare voranzu­trei­ben wur­den sämtliche offizielle Kon­takte mit der nicht demokratisch legitimierten Stadtkommission weiterhin ver­mieden, die Opposition und die bürger­schaft­liche Ebene dort unter­stützt und durch Münchener Fachkompetenzen die Demokratisierung vor­angetrieben.

Der Austausch zwischen den Stadtregierungen ist einerseits durch Münchener Wertvorstellungen und durch die Einbindung Deutschlands in andere Orga­nisationen (z.B. Europäische Union, Agenda 21, Menschenrechts­kon­ven­tionen, etc.) und andererseits durch das menschenverachtende und undemo­kratische Regime Zimbabwes und deren weltpolitische Einbindungen, auf offizieller Ebene nicht mehr möglich.

Über das Engagement regierungsunabhängiger Einrichtungen ist eine rege Partnerschafen entstanden, die zahl­reiche und vor allem nach­haltige Projekte vorweisen kann.

Die in dieser Arbeit vorgestellten Aktivitäten und Projekte bilden eine ge­eig­ne­te Plattform für erfolgreiche kommunale Entwicklungszusammenarbeit. Jedoch werden weitere An­for­de­rungen von der Stadt München erfüllt werden müssen, damit die sinn- und wirkungsvolle Arbeit weiter vertieft werden kann.

Die erneuerte Partnerschaft zwischen der Stadt München und der Stadt Harare ist stärker in der Bevölkerung zu verankern, in diesen Prozess sind die in München lebenden Menschen aus Entwicklungsländern zu involvieren. In diesem Rahmen ist es Aufgabe des Kulturreferates, in Zusammenarbeit mit Münchener Gruppen, verstärkt Mittel zugunsten von unbekannten Künstlern und Künstlerinnen aus den Ländern des Südens einzusetzen. Dadurch soll die politische und soziale Situation eingebunden und die originäre Kultur ihres Landes der Münchener Bevölkerung nahe gebracht werden. Das Münchener Kaufverhalten sollte zudem auf die sogenannten Trans-Fair-Produkte, Waren mit Sozialsiegel und für Holz, das nach den Kriterien der Nachhaltigkeit gewonnen wird, sensibilisiert werden.

Landeshauptstadt München

Direktorium - HA I/P

Telefon: 16-92562

Städtepartnerschaften

Bekanntgabe im Verwaltungs- und Personalausschuss

am 24.O5.2OOO

- öffentlich -

1. Vortrag des Referenten

Gemäß Beschluss des Verwaltungs- und Personalausschusses vom 21.6.1995 legt das Di­rektorium den Bericht 1999 über die Aktivitäten der Landeshauptstadt München mit ihren Part­nerstädten vor. Die Aufstellung zeigt, dass auch 1999 eine ganze Reihe von Maßnahmen durchgeführt und finanziell unterstützt wurden:

Aufgelistet nach den sieben Partnerstädten Bordeaux, Cincinnati, Edinburgh, Harare, Kiew; Sapporo und Verona zeigt sich folgendes Bild:

Partnerstadt Bordeaux

Kulturreferat

April 1999: Informationsreise des Direktors der Bordelaiser Museen, Henri Claude Cousseau, nach München. Besuch von einschlägigen Einrichtungen und Künstlerateliers. Einladung eines Münchner Künstlers. zur Ausstellung im Museum CAPC in Bordeaux.

Oktober 1999: Teilnahme des Kulturreferats (Dr. Peter Pinnau) an dem 4-tägigen von der DRAC d'Aquitaine in Bordeaux organisierten Symposium zur Atelierförderung in Périgueux.

August bis Oktober 1999: Der Münchner Künstler Peter Neusser (Fotografie) ist ,,Artist in Residence“ in Abbadia/Hendaye ,auf Einladung der DRAC d'Aquitaine in Bordeaux.

Personal- und Organisationsreferat

Den Praktikumabschnitt Oktober bis Dezember 1999 des Studienganges 1997/2000 ver­brachten Anwärterinnen und Anwärter des gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienstes in Bordeaux.

Referat für Arbeit und Wirtschaft

November 1999: Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung trafen in Bordeaux erste Maßnahmen zur Vor­be­reitung der für den 29. bis 31. Mai 2000 geplanten Reise einer Münchener Wirt­schaftsdelegation nach Bordeaux.

Schul- und Kultusreferat

Austausch und Begegnung mit Bordeaux bewegten sich auch im Jahr 1999 auf dem, gewohnt hohen Niveau.

Für Münchener Schüler (19+2) wurde ein dreiwöchiger Ferienaufenthalt mit Sprachkurs (Part­ner: CIELA Alienor d'Aquitaine) organisiert; in 4 Gruppentreffen (darunter ein Wochenende im Schul­land­heim) wurde der Aufenthalt in der Partnerstadt vorbereitet.

Im Rahmen von Schulpartnerschaften (Heinrich-Heine-Gymnasium : Collège Alain Fournier; Käthe-Kollwitz-Gymnasium: CES Cheverus; Pestalozzi-Gymnasium: Lycée Camille Jullian) fanden Schüleraustauschreisen statt, an denen 117 Münchner und 115 Bordeleser Schülerin­nen und Schüler teilnahmen.

Partnerstadt Cincinnati

Direktorium

Neben zahlreichen Einzelbesuchern und kleineren Besuchergruppen hielt sich im vergange­nen Jahr auch eine mehr als 100 Personen umfassende offizielle Delegation der Partnerstadt Cincinnati in München auf. Die Delegation wurde geleitet von Frau Bürgermeisterin Roxanne QualIs und kam anlässlich des 10-jährigen Partnerschaftsjubiläums nach München. Neben einem großen Empfang im Alten Rathaus, bei dem Herr Oberbürgermeister Ude die langjährige Vorsitzende des Partnerschaftskomitees von Cincinnati, Frau Ute Päpke, mit der in Silber e Medaille "München leuchtet - Den Freunden Münchens" in Silber ehrte, organisierte die Protokollabteilung im Direktorium, zusammen mit verschiedenen Referaten und Dienststellen, ein umfangreiches Fachprogramm in den Bereichen Wirtschaft, Kultur, Bauen, Universitäten u. a.

Baureferat

Zwei Floristinnen des Baureferates - Hauptabteilung Gartenbau präsentierten auf Einladung der Cincinnati Horticultural, Society ihre Blumensteckkunst auf der jährlichen Flower Show, 1999 vom 21.4. - 25.4., einer der wichtigsten Gartenausstellungen in Amerika. Die Floristin­nen bauten, wie von der Flower Show gewünscht, einen typisch deutschen Blumenladen auf und zeigten neben der Blumensteckkunst auch bei uns übliche Topfpflanzen und Accessoires Baureferent Horst Haffner (in Vertretung des Oberbürgermeisters aus Anlass des 1 0-Jahres-Jubiläüms der Flower Show) und Hauptabteilungsleiter Helmut Ammerwaren ebenfalls vor Ort, um die bestehenden Kontakte zum Gartenamt Cincinnati zur Organisation der Flower Show zu vertiefen.

Personal- und Organisationsreferat

Im Bereich der Ausbildung leistete auf Empfehlung der Munich Sister City Association of Cin­cinnati ein Bürger aus Cincinnati im Mai und Juni 1999ein achtwöchiges Praktikum in der Stadtverwaltung München.

Den Praktikumabschnitt Oktober bis Dezember 1999 des Studienganges 1997/2000 ver­brachten Anwärterinnen und Anwärter des gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienstes in Cincinnati.

Referat für Arbeit und Wirtschaft

Zur Verfügungsstellung von Informationsmaterial über München an die Partnerschaftsbeauftragte von Cincinnati. Übernahme der Patenschaft für das Oktoberfest in Cincinnati, Ausstellung einer entsprechenden Urkunde.

Informationsgespräch und "Blick hinter die Kulissen" auf dem Münchner Oktoberfest für die Be­sucher­delegation aus Cincinnati anlässlich des Partnerschaftsjubiläums. Informationsbesuch und -gespräche auf der Messe München und dem ICM, vor allem für den Präsidenten und die Vize­präsi­dentin des Convention and Visitors Bureau aus Cincinnati. Im Rahmen des l0jährigen Partner­schafts­jubiläums besuchte eine große Delegation aus Cincinnati München. Daran nahmen unter anderem auch Vertreter von sieben Unternehmen und drei Wirtschaftsförderungsinstituten teil. Es wurden eine Präsentation im Bayer. Staatsministe­rium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie; ein Gespräch mit der Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern, mit der Leitung des Referates für Arbeit und Wirtschaft, Kontakte mit bayerischen Unternehmen und Besichtigungen organisiert.

Schul- und Kultusreferat

Die Beziehungen mit Cincinnati standen 1999 im Zeichen des 10-jährigen Partnerschaftsjubi­läums Zur Festwoche im Herbst war eine dreiköpfige Delegation des HCESC (Hamilton County Educational Service Center) erschienen, die sich im Pädagogischen Institut und meh­reren beruflichen Schulen informierte und Vorschläge für die erweiterte Zusammenarbeit (Austausch- von Führungskräften) unterbreitete. Am großen Empfang im Alten Rathaus für die Gesamtdelegation nahmen auch die Lehrer/innen und Schüler/innen der Ferienaustausch­gruppen teil.

Auch im Rahmen der Schulpartnerschaft Käthe-Kollwitz-Gymnasium: Mariemont High School fand ein Austausch statt. Teilnehmer insgesamt: 56 Schüler, 1,6 Lehrer.

Partnerstadt Edinburgh

Direktorium

Einladung zum 2. Internationalen Jugend-Fußballturnier vom 26.7. - 1.8.1999 in Edinburgh.

Einladung zum Puma-Edinburgh-Marathonlauf am 26.9.1999 in Edinburgh.

Schul- und Kultusreferat

Als älteste Partnerstadt (1954), wobei der Schüleraustausch der eigentliche „Geburtshelfer“ war, lie­gen die Edinburgh-Kontakte dem Schul- und Kultusreferat besonders am Herzen. Lei­der wurde der Fe­rienaustausch von schottischer Seite für 1999 abgesagt, weil der im Rahmen der Kommunalreform verkleinerte Schulbezirk zu wenige Interessenten/innen hatte; trotzdem reiste eine 24köpfige Mün­chner Schülergruppe nach Edinburgh.

Auch die Schulpartnerschaften hatten eine stattliche Beteiligung (z.t. Musikaustausch) aufzuweisen; Louise-Schroeder-Gymnasium. (25 + 25), Theodolinden-Gymnasium (62 + 44), Abendschule, (16 + 16), Wilhelm-Busch-Realschule (25 + 25), Gymnasium Fürstenried West (8 + 8).

Krankenhaus München-Neuperlach

Das 1986 begonnene Personalaustauschprogramm mit Krankenhäusern in der Partnerstadt Edinburgh wurde weitergeführt.

Die Western General Hospitals Trust in Edinburgh und das Krankenhaus Neuperlach tauschen pro Jahr jeweils etwa 1-2 Mitarbeiter/innen aus. Jeder Teilnehmer/in wird für 2, Wochen in die Partnerstadt geschickt.

Partnerstadt Harare

Direktorium

1. Büro 3. Bürgermeister

22.3. und 22.7.1999:

Fortbildungsveranstaltung für städtische Mitarbeiter/innen, die Projekte im Rahmen der Städ­te­part­ner­schaft betreuen, zu folgenden Themen: Politische, wirtschaftliche und soziale Situation in Zimbabwe, Grundsätze der Entwicklungszu­sammenarbeit, weitere Organisationen der Entwicklungs­zu­sam­men­ar­beit und externe För­dermöglichkeiten, interkulturelle Kommunikation mit Zimbabwe. In Zusammen­ar­beit mit dem Personal- und Organisationsreferat.

6.5.1999:

Empfang des stellv. Leiters der Kommission der Stadt Harare, Herrn James Chitauro.

September 1999:

Aquirierung von Sachspenden (Deko-Material und Geschenkartikel.) für das Oktoberfest. Hara­re am 30. Oktober 1999 (Veranstalter: Zimbabwe-German Society, Deutsche Schule und Ha­rare-Munich Friendship Association) und Verschickung nach Harare.

24. bis 31.10.1999:

Während einer Reise in Zimbabwe Kontakte mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung Harare, mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, mit in Harare ansässigen deutschen Entwick­lungs­orga­nisationen und Stiftungen, mit Umweltorganisationen und bürgerschaftlichen Grup­pierungen zur Besprechung von Kooperationsmöglichkeiten; Besuch des Oktoberfestes in Harare, Überbringung, des Grußwortes des Münchner Oberbürgermeisters.

24.11.1999:

Öffentliche Diskussionsveranstaltung ,,München - Harare. Unsere Partnerschaft in der Krise mit Bürgermeister Hep Monatzeder, Dr. Stefan Meier (Stiftung Wissenschaft und Politik), Catherine Canhema-Lesche (Journalistin aus Harare), Bettina Blank (Mitbegründerin der Hara­re-Munich Friendship Association). In Zusammenarbeit.mit dem Nord-Süd-Forum München e.V., Arbeitskreis Afrika/Städtepartnerschaft Harare.

Laufend:

- Beschaffung und Auswertung von Informationen über die politische, wirtschaftliche und soziale Lage in Harare.
- Beratung von Mitarbeitern/innen der Referate bei Partnerschaftsprojekte,
- Begleitung der Aktivitäten des Arbeitskreises Afrika Städtepartnerschaft Harare im. Nord-Süd-Forum München e.V. wo bürgerschaftliche Aktivitäten der Städtepartnerschaft koordiniert werden.
- Beantwortung von Anfragen und Versendung von Info-Material an Interessierte zu Themen, wie: Unterrichtsmaterial über die Städtepartnerschaft, Tourismus in Zimbabwe, Arbeits- und in Harare, Spenden-Projekte in Harare, Möglichkeiten zur Mitwirkung
- Nicht als Aktivität des Büros 3. Bürgermeister, aber dennoch erwähnt werden soll die Exis­tenz von "München für Harare e.V." ein privater Verein, gegründet durch Stadträte aller Frak­tionen und den 3. Bürgermeister, der im Jahr 1999 bei der Münchner Bevölkerung Spenden in Höhe von ca. 26.000 DM gesammelt hat für Kinder- und Jugendprojekte in Harare.

2. Protokollabteilung

25.2.1999:

Empfang für eine Marimba-Gruppe aus Harare.

6.5.1999:

Besuch von Herrn James Chitauro, stellv. Leiter der. Kommission der Stadt Harare. Herr Chitauro erhielt Informationen zu dem. Thema "Datenverarbeitung bei der Stadtverwaltung Harare", gegeben vom Amt für Informations- und Datenverarbeitung.

24.8. 1999:

Empfang für eine Jugendgruppe aus Harare im Rahmen des internationalen Schüleraustau­sches mit der Kath. Jugendstelle Giesing.

Bereitstellung von Informationsmaterial für an der Städtepartnerschaft interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Kulturreferat

August 1999:

Der München-Stand auf der "Simbabwe international Book Fair" in Harare wurde unter Beteili­gung von Münchner Verlagen zum Thema Kinderbücher veranstaltet.

Gemeinsam mit dem. "Simbabwe Book Development Council" hat München zum ersten Mal in der Geschichte der „Bock Fair" ein sehr frequentiertes "Children's- Painting Tent" ein Kindermal-Zelt aufstellen lassen, in dem die Münchner Kinderbuchillustratorin Rita Mühlbauer-Workshops für Kinder und Lehrer anbot.

Ebenfalls im August reiste der New Yorker Künstler Jerry Zeniuk, Professor für Malerei an der

Münchner Akademie der Künste auf Einladung des Kulturreferats und der Galerie Delta in Ha- rare zu zwei je achttägigen Workshops mit jungen simbabwischen Malern nach Harare. Die Workshops die Professor Zeniuk ohne Honorar durchführte können als Vorbereitung einer Ausstellung in der Rathausgalerie in München im September/Oktober 2000 gelten

Schul- und Kultusreferat

Bisher besteht eine Schulpartnerschaft (VS Weilerstraße: Hatcliffe Primary School); ein kleiner" Schüleraustausch kam dadurch zustande; dass die Hatcliff Marimba Gruppe (7 + 2) zum Simbabwe-Stand auf der CBR-Messe eingeladen war und natürlich auch die Partnerschule besuchte.

Zur Vorbereitung weiterer Kontakte reiste eine 16köpfige Lehrergruppe in den Osterferien nach Harare, wo sie ein dichtes Fachprogramm absolvierte.

Sozialreferat

Hilfe für Landarbeiterfamilien Glen Forest-Zentrum: Über Misereor wurde das Zentrum Glen Forest gefördert. Es liegt am Stadtrand von Harare, zwischen Stadtgebiet und Farmland. Im Einzugsbereich des Zentrums leben isoliert Farmarbeiterfamilien. Ca. 40 % der Männer haben nur saisonal bedingt Arbeit; von den- Frauen finden­ rund 80 % nie eine Anstellung. Es gelingt ihnen höchstens, über die Erntezeit bei den Farmern unterzukommen. In der Nähe des Zentrums ist ein Slum entstanden. Viele Familien drängen sich hier unter-prekären hygienischen Bedingungen auf engstem- Raum in zusam­men­gestü­ckelten Hütten ohne jegliche Wasser- und Elektrizitätsversorgung. Mindestens 60 % der Land­arbeiterkinder leiden an Mangelernährung mit all ihren Folgeerscheinungen. Besonders be­nach­teiligt sind die Mädchen und Frauen dieser Region. Nicht nur, dass sie kaum Arbeit finden, sie er­halten auch höchst selten eine Schulbildung im formalen Bildungswesen. Wenn eine Familie über­haupt das Geld für Schulgebühren aufbringen kann, werden zuerst die Söhne in die Schule geschickt. Daher kann die Mehrzahl der Mädchen und Frauen weder lesen noch schreiben. Meist werden sie schon in jungen Jahren verheiratet und sind dann innerhalb kur­zer Zeit mit AIDS infiziert. Aus dieser Problemlage heraus hat das Zentrum Glen Forest unter der Leitung von Frau Eli­sabeth Marowa sein Programm entwickelt. Neben dem Kindergarten bietet es ~Kurse für Jugendliche und Erwachsene an in den Bereichen

- Alphabetisierung
- Begleitung bis zu Schulabschlüssen
- Handwerkliche Ausbildung

Darüber hinaus nimmt das Zentrum auch Beratungstätigkeiten wahr, z.b. bei Familienproblemen, Kindesmissbrauch und AIDS. Regelmäßig treffen sich in Glen Forest Frauengruppen, die diese Themen diskutieren, aber sich auch mit den Rechten von Frauen auseinandersetzen. In Näh-, Strick- und Häkelkursen erlernen sie die Herstellung von Kleidungsstücken.

Internetprojekt für Jugendliche:

Das 1998 begonnene Internetprojekt für Jugendliche zwischen Harare und München wurde fort­ge­setzt. Neben einem zeitlich begrenzten Projekt mit einer Klasse des Luisengymnasiums gab es beim Verein Kontrapunkt eV. eine kontinuierliche Gruppe von Jugendlichen. Auch in Harare gab es eine sol­che Gruppe. Diese Gruppe gab bildungsbenachteiligten Jugendlichen die Möglichkeit, den Um­gang mit Computer und Internet zu erlernen. Neben e-mail-Kontakten wurde gechattet, was allen Be­teiligten besonders großen Spaß machte. Eine wichtige Erfahrung des Projektes war, dass die kul­tu­rel­len Unterschiede und die große räumliche Entfernung bei der Unterhaltung per Chat eine unter­ge­ord­nete Rolle spielten. Ob Fußball oder Musik, es gab genügend gemeinsame Themen. Das Projekt wur­de durch die Gestaltung, von Webseiten abgeschlossen, auf denen eine Auswahl von Themen aus der Projektzeit ins Internet gestellt wurden. Diese können unter www.kontrapunkt.musin.de ange­schaut werden.

Beginn eines Austausches zwischen dem Münchner Beschäftigungsprojekt Junge Arbeit und der Kooperative Genuine Craftmanship in Harare, (Mbare):

Unterstützung erhält die Kooperative durch das Department of Housing and community Servi­ces, Social services Division. Das Projekt findet in Kooperation mit der Carl Duisberg Gesellschaft statt. Von August bis Dezember 1999 haben ein Schreiner und ein Metallarbeiter aus dem Münchner Be­schäftigungsprojekt sowie ein Student der Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marketing in der Kooperative mitgearbeitet. Ziele waren dabei, die simbabwische Arbeits- und Lebenssituation ken­nen­zulernen sowie die Unterstützung der Kooperative durch fachliches Know-how. Als neue Pro­dukte der Kooperative würden Tischtennisplatten und Bas­ketballkörbe gefertigt. Neben der Zu­sam­menarbeit in der Produktion wurde die Betriebsorga­nisation weiter entwickelt.

Von März bis Juli 2000 werden zwei Kollegen der Kooperative im Projekt der Jungen Arbeit in München qualifiziert.

Die Finanzierung erfolgte hauptsächlich aus Mitteln der Carl Duisberg Gesellschaft. Ein kleine­rer Betrag für Material und Werkzeug wurde aus dem städtischen Sozialetat bereitgestellt.

Mitarbeit im Verein München für Harare:

Die Beauftragte für internationalen Austausch des Stadtjugendamtes arbeitet in verschiedenen Ak­ti­vi­täten des Vereins mit. Dazu gehörte die Konzeption einer Ausstellung zur Städtepartner­schaft und zur Ar­beit des Vereins sowie die Organisation eines Verkaufsstandes während der Weihnachtszeit am Karls­platz zu Gunsten eines vom Verein München für Harare e.V. unter­stützten Projektes in Harare. Dabei wurden u.a. Waren von Kooperativen der Mbare Art Deve­lopment Association, eines Zu­sam­men­schlusses von kleinen Handwerkskooperativen in Mba­re verkauft.

Städt. Krankenhaus München-Schwabing

Aus Anlass sein es 90. Geburtstages hat sich das Krankenhaus München-Schwabing bereiter­klärt, eine Partnerschaft mit einem Krankenhaus in Harare aufzubauen. Eine solche Partner­schaft soll an­stelle bislang vielfältiger punktueller Unterstützungsaktivitäten treten. Bislang war es jedoch nicht möglich, konkrete Ansprechpartner vor Ort zu finden. Dank entsprechender Bemühungen des Büros des 3. Bürgermeisters besteht nunmehr Hoffnung, alsbald in direkte Kontakte mit Ansprechpartnern in Harare eintreten zu können.

Partnerstadt Kiew

Direktorium

Vom 25.4. bis 2.5.1999 hielt sich eine Delegation von Fachleuten aus Kiew in München auf, um sich über das System der kommunalen Selbstverwaltung zu informieren.

Vom 2.5. bis 8.5.1999 hielt sich eine Delegation von Fachleuten aus Kiew in München auf, um die IFAT 99 zu besuchen und sich bei den zuständigen städtischen Stelle über Abfall- und Abwas­ser­be­seitigung sowie Straßenunterhalt und Straßenreinigung zu informieren.

Vom 26.6. bis 4.7.1999 besuchten der stellv. Vorsitzende des Ausschusses für Städtebau und Grund­stücks­politik der Stadt Kiew und eine Mitarbeiterin München, um sich beim Kommunalreferat über das hiesige System der Grundstücksverwaltung und -verwertung zu informieren.

Besuch des stellv. Oberbürgermeisters von Kiew, Herrn Poschewanow, am 5.11.1999 bei Herrn Bürgermeister Monatzeder.

Vom 6. bis 10.12:1999 hielt sich eine Delegation von Fachleuten aus Kiew in München sich auf den Gebieten Denkmalschutz, Kultur und Pädagogik zu informieren.

Beteiligung in Höhe von 5.000 DM an einer Lieferung von medizinischen Instrumenten den Ukrainischen Pfadfinderbund in Deutschland e.V. für die Kinderonkologie in Kiew.

Baureferat

Seitens der Stadtentwässerungswerke München wurde am 4.5.1999 eine Fachdelegation aus Kiew betreut. Besichtigt wurden der Nordwest-Sammelkanal in Feldmoching, das Regenrückhaltebecken an der Schenkendorfstraße, der Fremdeneingang in der Ungererstraße sowie das

Klärwerk Gut Großlappen mit der Klärschlammverbrennungsanlage.

Kulturreferat

Die vom Verein "Ukraina" der Exilukrainer in München organisierte Ausstellung "Ukrainische zeitgenössische Kunst" im Forum der Technik unter der Schirmherrschaft des Münchner Oberbürge­rmeisters und des ukrainischen Botschafters wurde vom Kulturreferatunterstützt. Am Rande der Kulturwoche traf der Kulturreferent mit dem Leiter des Kulturamtes Kiew, dem Wirt­schaftsreferenten und dem ukrainischen Generalkonsul in München zusammen.

Im Dezember 1999 fuhr die Münchner Kuratorin Inge Lindemann mit Prof. Jerry Zeniuk von der Aka­demie der Bildenden Künste nach Kiew. Unter anderem erf6rschten sie im Auftrag des Kultur­referats die dortige Kunstszene. Ihr Bericht wird zur Grundlage der künftigen Austauschprogramme gemacht.

In der Villa Waldberta war die Schriftstellerin Oksana Zabushko aus Kiew Stipendiatin.

Referat für Arbeit und Wirtschaft

Präsentation des Handbuchs betreffend strategische Stadtentwicklungsplanung zum Abschluss des TACIS-Projektes (Unterstützung Kiews im Bereich der städtischen Planung und Wirtschafts­ent­wicklung) in Kiew.

Referat für Stadtplanung und Bauordnung

Am 8.12.1999 informierte sich eine Delegation aus Kiew über den ,,Denkmalschutz innerhalb der Rahmenbedingungen einer modernen Stadtentwicklung“.

Schul- und Kultusreferat

Mit Kiew unterhält das Berufliche Schulwesen besonders enge Kontakte. So fanden Aus­tauschfahrten der BS Kfz-Technik (8 + 2) und der BS für Industriemechanik (10 + 2) zu den jeweiligen Partner­schu­len statt. Außerdem war am 23.11.1999 der Leiter der Berufsschulab­teilung in Kiew, Herr Victor Tschagin, mit 2 Schulleitern zu Besuch und wurde im Rathaus von der Stadtschulrätin empfangen.

Bei den allgemeinbildenden Schulen wurden Austauschmaßnahmen vom Lion-Feuchtwanger­Gymnasium (13 + 2 und 15 + 2) vom Luisengymnasium (18 + 3 und 13 +3) und von der Wil­ly-Brandt-Gesamtschule (12 + 2) durchgeführt.

An der jährlichen Fortbildungsmaßnahme für Kiewer Deutschlehrer nahmen 10 Kolleginnen teil..

Auch der vom Schulreferat getragene private Verein ,,Hilfe für Kiew" setzte seine Sammeltätig­keit und Spendenwerbung fort. In der Schule Nr. 40 konnte ein Deutsch-Musterkabinett einge­richtet werden. Es wurden Mittel in Höhe von 25.000 DM aufgebracht.

Schließlich betreute das Schul- und Kultusreferat den stellv. Kiewer Oberbürgermeister, Herr

Anatoli Tymtschik, der früher Schulreferent war, für einen ,,Schultag" bei seinem Besuch in

München.

Sozialreferat

Finanzierungshilfe für ein Beschäftigungsprojekt im Swjatoschinskij-Internat:

Das Swjatoschinskij-Internat untersteht der Stadtadministration Kiew und beherbergt ca. 750 psy­chisch kranke und geistig behinderte Frauen im Alter von 18 bis 95 Jahren; Davon sind et­wa 325 Personen Pflegefälle.

Die Betreuung der Frauen besteht neben der Grundversorgung mit Nahrung und Kleidung aus­schließ­lich aus einermedizinischen Betreuung mit Medikamenten. Seit Juni 1997 arbeitet erstmals als Mo­dell­projekt eine Werkstattgruppe mit 20 Frauen, die von zwei Mitarbeiterinnen der Deutsch-Luthe­rischen Katharinengemeinde Kiew geleitet wird: Initiiert, begleitet und finanziert wurde und wird das Projekt von dem Pommerschen Diakonieverein Züssow.

Die fast zweijährige Ernährung aus dem ersten Projekt zeigte, dass ein strukturierter Tagesablauf mit Beschäftigungsangeboten, und aktivierender Betreuung die Lebensqualität der be­hinderten Frauen positiv verändert und ihrem Dasein mehr Sinn und Lebensfreude gibt. Träger des Projektes ist der Kiew-Ausschuss des evang.-lutherischen Dekanates München in Kooperation mit

- der Deutschen Lutherischen Katharinengemeinde in Kiew
- dem Heilpädagogischen Centrum Augustinum (HPCA) in München
- dem Pommerschen Diakonieverein in Züssow.

An der Finanzierung sind beteiligt

- das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung
- das Sozialreferat der Landeshauptstadt München
- das Heilpädagogische Centrum Augustinum (HPCA) in München
- Spender und ehrenamtliche Helfer über den Kiew-Ausschuss des Dekanates München.

Partnerstadt Sapporo

Direktorium

Organisation eines Tagesprogramms für die Umweltkommission aus Sapporo am 23.4.1999.

Das Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks hat in der Zeit vom 19. - 31.3.1999 eine Japanreise unternommen. Während der Reise war das Orchester 3 Tage in Sapporo, wobei auch ein Film über die Stadt gedreht wurde.

München-Besuch einer kleinen Gruppe der Stadtverwaltung Sapporo - Gleichstellungsstelle in der Zeit vom 25. - 26.10.1999. Besichtigung einer Kindertagesstätte und des Pädagogischen Institutes; In­fo­r­mationen über Mutterschutz, Erziehungsurlaub, Dienstbefreiung, Gleichstellung usw. durch die Frau­en­gleichstellungsstelle und das Personal- und Organisationsreferat. Ein Mitarbeiter des Referates für Arbeit und Wirtschaft hat im Rahmen des ,,Local Govemment Officials Training Program in Japan" in der Zeit vom 2.7. bis 30.11.1999 ein Praktikum in Sap­poro absolviert (siehe auch Referat für Arbeit und Wirtschaft).

Baureferat

Das Baureferat - Hauptabteilung Gartenbau verfügt über enge Kontakte zur Stadt Sapporo, der dor­ti­gen international Communication Plaza, dem Umweltamt, der Umweltkommission der Stadt Sap­po­ro und dem Gartenamt. Der Kontakt zum Gartenamt Sapporo ist besonders eng, es besteht ein ständiger Er­fahrungs­austausch. Der Direktor des Yurigahara-Parks übermittelte Fotos, die die gute Entwicklung des ,,Münchner Gar­tens“ in Sapporo, der 1997 von der Hauptabteilung Gartenbau komplett über­ar­bei­tet wurde, doku­men­tieren.

Die Hauptabteilung Gartenbau schickte 4 Informationstafeln mit Fotos zum Grün in München nach Sapporo, die dort in einem Pavillon im Münchner Garten als feste Ausstellung montiert sind und die bereits 8 vorhandenen Tafeln ergänzen.

Vom.22.4 bis 24.4.1999. betreute die Hauptabteilung Gartenbau zehn Mitglieder der Umweltkom­mis­sion. aus Sapporo. Die Delegation wurde - in Zusammenarbeit mit dem Baureferat -Hauptabteilung Hoch­bau, dem Verein Urbanes Wohnen e.V., dem Schulreferat, dem Referat für Gesundheit und Umwelt und dem Amt für Abfallwirtschaft über folgende Themen informiert:

Biotopkartierung, -verbund, -entwicklung; Bürgerbeteiligung im Planungsprozess; Verbot von Einweggeschirr bei Festen. Die Delegation wurde am 23.4.1999. von Bürgermeister Monatze­der empfangen (siehe auch Referat für Gesundheit und Umwelt).

Referat für Arbeit und Wirtschaft

6 Monate Trainingsprogramm für einen Mitarbeiter des Referates in der Stadtverwaltung Sap­poro, dort Vorträge über München, insbesondere Tourismussektor und das Projekt Ökoprofit (siehe auch Direktorium).

Die München-Ausstellung auf dem Messegelände in Sapporo wurde abgewickelt. Nymphen­burg­por­zellan transportiert seine Ausstellungsstücke in eigener Regie nach München, alles andere geht nach Absprache mit den Münchner Unternehmen in das Eigentum der Stadt Sap­poro über.

Referat für Gesundheit und Umwelt

Fortführung der bereits 1998 eingeleiteten Aktivitäten zur Stadtbiotopkartierung:

Frau Birgit Bianca Fürst, Coordinat6r for International Relations, Sapporo International Com­muni­ca­tion Plaza Foundation, koordinierte die Kontakte und leitete ein Delegation aus Sap­poro, die im Rah­men einer Studienreise in Deutschland am 22.4.1999 in München empfang en wurde. Im Rahmen ei­ner gemeinsamen Veranstaltung beim Baureferat - Hauptabteilung Gartenbau fanden Vorträge zu den Themen Biotop- und Artenschutz und Vernetzung .naturna­her Flächen statt. Vor Ort wurden an der Isar Flussbiotope vorgestellt und der Isar-Plan erläu­tert (siehe auch Baureferat). Der Wunsch nach einer weiteren Intensivierung des Kontaktes zwischen München und Sappo­ro und eines regelmäßigen Austausches zum Thema Biotopkartierung und Biotopschutz sowie in Umweltfragen allgemein wurde nochmals ausdrücklich unterstrichen.

Schul- und Kultusreferat

Die bestehenden 4 Schulpartnerschaften (Korrespondenz), zu denen im vergangenen Jahr

noch die Partnerschaft BOS Wirtschaft: Sapporo School of the Arts getreten war, wurden fort­gesetzt.

Partnerstadt Verona

Direktorium

Kontaktaufnahme mit Verona am 8.4.1999 wegen einer Aufführung des Münchner Projektes „Westend-Opera“ in Verona.

Referat für Gesundheit und Umwelt

Für das geplante Solare Nahwärmeprojekt am Ackermannbogen hat die Münchner Energie ­Agentur in Abstimmung mit dem Planungsreferat, dem Referat für Gesundheit und Umwelt, den Stadtwerken München und der ZAE eine Funktion als Projektentwickler für ein Betreiberkonzept übernommen. Hier­zu hat die Münchner Energie-Agentur im, Jahr 1999 mit der Ener­gie-Agentur Verona und ge­mein­­sam mit der Stadtkämmerei der Landeshauptstadt München und der Stadt Verona bei der Euro­pä­ischen Union einen Antrag auf Förderung des Solaren Nahwärmeprojektes am Acker­mann­bogen eingereicht

Schul- und Kultusreferat

Wie jedes Jähr ist die erste Ferienaustauschaktion die Osterfahrt nach Verona (Gegen Besuch im Juni, insgesamt, 41 Schüler/innen und 4 Lehrer). Einen Schulpartnerschaftsaustausch ver­anstalteten die Grundschule an der Königswieserstraße und die Scuola elementare Roden (24+ 2 und 30+2).

Patenschaft Vociosca

Im März 1999 hat der Münchner Stadtrat beschlossen, die Patenschaft für die bosnische Ge­meinde Vog­osca zu ,übernehmen.

Der Bericht des Sozialreferates - Flüchtlingsamt ist als Anlage zu dieser Bekanntgabe beigefügt.

Mitteleinsatz 1999

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Verwaltungsbeirat des Direktoriums - HA I/P, Herr Stadtrat Dr. Ulrich Echtler, hat Abdruck dies er Vorlage erhalten.

Patenschaft Vogosca

Im März 1999 hat der Münchner Stadtrat beschlossen, die Patenschaft für die bosnische Gemeinde Vogosca zu übernehmen. Drei Jahre lang soll die Gemeinde in so­zialen, kulturellen und wirt­schaft­lichen Bereichen unterstützt werden. Mit diesem Pro­jekt setzt München die sehr erfolgreiche Politik der humanen Rückführung bosnischer Flüchtlinge fort. Durch die Unterstützung des Wiederaufbaus in Bosnien wird ein Beitrag zur nachhaltigen Existenzsicherung der zurückgekehrten Flüchtlinge geleistet.

Voqosca

Die Gemeinde Vogosca liegt im Kanton Sarajevo. Sie grenzt im Nordwesten unmittel­bar an das Stadtgebiet Sarajevos an. Vor dem Krieg hatte Vogosca rund 25.000 Ein­wohner, derzeit leben dort 20.000 Menschen, unter ihnen auch 7.000 Vertriebene aus Gemeinden, die während des Krieges ,,ethnisch gesäubert" wurden und in die eine Rückkehr zur Zeit nicht möglich ist. Über 7.000 ehe­ma­lige Bewohner der Gemeinde Vogosca leben zur Zeit in anderen Landesteilen oder im europäischen Ausland und haben Anträge auf Rückkehr und auf die Rückgabe ihrer Wohnungen und Häuser ge­stellt. Viele der im Krieg beschädigten und zerstörten Häuser wurden, inzwischen wie­deraufgebaut, es ist jedoch immer noch zu wenig Wohnraum vorhanden. In einigen Ortsteilen ist ein Wiederaufbau wegen noch vorhandener Minen bisher nicht möglich.

Vogosca hatte vor dem Krieg als Industriestandort eine hohe Bedeutung für das ehemalige Jugos­la­wien. Einer der Hauptarbeitgeber war das Volkswagenwerk. Der Krieg hatte auf die Arbeits­markt­si­tua­­tion in Vogosca verheerende Auswirkungen. Sämtliche Produktionsanlagen der großen Konzerne sind nahezu vollständig zerstört und wurden bis heute nur zu einem geringen Teil wieder in Betrieb genommen. Die Infrastruktur in Vogosca- Straßennetz, Wasser- und Stromversorgung, Müllent­sor­gung - ist zum gro­ßen Teil wiederhergestellt. Die medizinische Grundversorgung ist weitgehend gesi­chert. Alle Institutionen der Gemeinde sind jedoch auf Hilfe, angewiesen, um das Vorkriegsniveau wieder erreichen zu können.

Bestandsaufnahme

Im Frühjahr 1999 reisten zwei Mitarbeiter des Flüchtlingsamtes nach Vogosca, um vor Ort den konkreten Hilfsbedarf festzustellen und mit Vertretern der Gemeinde das Projekt zu besprechen. Hilfe wird in folgenden ~Bereichen benötigt:

Stadtverwaltung

Beratung durch Fachkräfte der Münchner Verwaltung in Bezug auf Effizienz, Kundenfreundlichkeit und kommunale Selbstverwaltung, Büromöbel, vernetzbare Computer

Kultur

Bücher für Gemeindebibliothek, Ausstattung für örtliche Rundfunk- und Fernsehstation, Kinogeräte, Musikinstru­mente, Stoffe für Kostüme, Malutensilien

Medizin

Medikamentenspenden Telefonanlage, Sanitätsfahrzeug; Computer Sterilisator, Digitale Waage, Blut­druckmess­gerät, Diabetestester

Schulen/Kindergarten

Kontakt/Partnerschaften mit Münchner Schulen, Einrichtungen für Klassenzimmer, Werkräume und Sporthallen, Overheadprojektoren, Videoanlage, Radio-Cassettengerät, Sportgeräte, Schulmaterial, Sprachlabor, Computer, Spielzeug

Sport

Ausrüstungen und Bekleidung für Balisportarten und Leichtathletik, Hochsprunganlage, Skier, Kegel­bahn, Aus­tausch mit Münchner Sportvereinen, Begegnungsspiele, Trainingsmöglichkeiten in Mön­chen für talentierte Jugendliche

Rotes Kreuz, Selbsthilfegruppen der Rentner, Hinterbliebenen und Invaliden

Büromöbel, Computer, Telefone, Tischrechner, Staubsau­ger, Prothesen und Silikonstrümpfe für Kriegs­invaliden, Kleinbus zur Personenbeförderung, Werkzeuge, Landwirtschafts- und Gartengeräte, Hygieneartikel für alte Menschen, Lebensmittel, gebrauchte Bekleidung und Fahrräder für Selbsthilfeprojekt, Kontakte zu entsprechenden Verei­nen in München

Wirtschaft

Kontakte zu Münchner Firmen zwecks Investitionen und Kooperation, Möglichkeit der Messe Präsentation in Mün­chen

Hilfe für die Gemeindeverwaltung

Mit dem Bürgermeister von Vogosca wurde vereinbart, dass Fachkräfte aus der Münchner Ver­wal­tung die Gemeinde in Verwaltungsangelegenheiten beraten. Das Projekt soll im Februar 2000 starten und wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung bezu­schusst. Es wurden Büroarbeitsplätze, Warte­raum­aus­stattungen und Büromaterial nach Vogosca transportiert.

Spendenaktionen und Hilfstransporte

- Bereits vor dem offiziellen Bestehen der Patenschaft im Oktober 1998 initiierte das Flücht­lingsamt in Zusammenarbeit mit einigen Münchner Gymnasien und der Zeitschrift ,,Eltern“ eine große Spendensammlung für Kinder in Sarajevo und Vogosca. Kurz vor Weihnachten brachten zwei große LKW Bekleidung, Sportartikel, Spielzeug und Schulbedarf nach Bosnien, die Spend wurden an drei Schulen und einem Kindergarten an die Familien verteilt.
- Eine Grundschule in Markt Schwaben und eine Kirchengemeinde in Trudering spendeten Geld, mit dem im Herbst 99 die Turnhalle einer im Krieg schwer be­schädigten Schule renoviert werden konnte.
- Zahlreiche Münchner Schulen und Kindergärten spendeten gebrauchtes Mobiliar Sportgeräte und Spielzeug für Vogosca, so dass bereits nahezu der gesamte Be­darf dieser Einrichtungen abgedeckt werden konnte.
- Während des Kosovokrieges spendeten viele Münchner Bekleidung. Ein Teil der Spenden kam den 1.500 Kosovo-Flüchtlingen zugute, die in Vogosca vorüberge­hend Aufnahme gefunden hatten.
- Die Sportgeräte-Vertriebsfirma ,,Höno-Sportmed" spendete 10 Fitnessgeräte, für den Sportclub Vogosca.
- Das Flüchtlingsamt und ,,Sport-Bittl“ veranstalteten im November 99 eine Sammelaktion für gebrauchte Ski und Wintersportgeräte. Über 300 Paar Ski, zahlreiche Skischuhe, Schlitt­schu­he, und Schlitten wurden dem Skiclub Vogosca und den Schulen der Gemeinde gespendet.

Im Jahr 1999 fänden insgesamt 6 Hilfstransporte von München nach Vogosca statt. Die Kosten in Höhe von 21.000 DM wurden aus dem Haushalt des Flüchtlingsamtes beglichen.

Besuch einer Delegation aus Vogosca in München

Vom 29.11 bis 2.12.99 besuchte eine Delegation aus Vogosca unter. Leitung von Bür­germeister Muhamed Kozadra die bayerische Landeshauptstadt Bürgermeisterin Dr. Gertraud Burkert und Bürgermeister Hep Monatzeder empfingen die Gäste aus Bosni­en und informierten sich ausführlich über die Situation und die Probleme in der Ge­meinde nach dem Krieg.

Bürgermeister Kozadra und zwei seiner engsten Mitarbeiter besichtigten unter ande­rem das Rathaus, das Flüchtlingsamt und das Amt für Abfällwirtschaft und führten Ge­spräche mit Vertretern der Mün­chner Wirtschaft über zukünftige Möglichkeiten der Ko­operation und Investition im Raum Sara­jevo und Vogosca. Bei einem Treffen im Münchner Postsportverein wurden für das kommende Jahr Freund­schaftsspiele für Jugendmannschaften in Vogosca. und München vereinbart zugesagt wurde auch Hilfe bei der Förderung von Nachwuchssportlern und Sachspenden aus dem Sportbereich.

Bürgermeister Kozadra dankte den Münchner Schulen, Vereinen und den Bürgerinnen und Bürgern für die bisher geleistete Hilfe, und für die Unterstützung beim Wiederauf­bau. Im kommenden Früh­jahr ist ein Gegenbesuch in Vogosca geplant.

Die Unterbringungs- und Bewirtungskosten in Höhe von 4.000 DM wurden vorn Di­rektorium über­nommen.

Landeshauptstadt München

Direktorium - HA I/P

Telefon: 16-92562

Städtepartnerschaften

Bekanntgabe im Verwaltungs- und Personalausschuss am 16.05.2001

-öffentliche Sitzung -

1. Vortrag des Referenten

Gemäß Beschluss des Verwaltungs- und Personalausschusses vom 21.6.1995 legt das Di­rektorium den Bericht 2000 über die Aktivitäten der Landeshauptstadt München mit ihren Part­nerstädten vor. Die Aufstellung zeigt, dass auch 2000 eine ganze Reihe von Maßnahmen durchgeführt und finanziell unterstützt worden sind. Aufgelistet nach den sieben Partnerstädten Bordeaux, Cincinnati, Edinburgh, Harare, Kiew, Sapporo und Verona zeigt sich folgendes Bild:

Partnerstadt Bordeaux

Direktorium

Anlässlich eines gemeinsamen Konzerts des Deutsch-Französischen Chores München und des Ensembles Martenot aus Bordeaux fand im Rathaus ein Empfang statt.

Kulturreferat

Die Capella Monacensis trat mit einem Zuschuss ,des Kulturreferates im Rahmen der ,,Bayeri­schen Kultur- und Wirtschaftstage" in Bordeaux auf.

Im Austauschprogramm mit der DRAC d' Aquitaine in Bordeaux wurde der Fotograf Didier Sorbé in die Villa Waldberta eingeladen. Seine Arbeit über die Isar wurde gemeinsam mit den in Bordeaux entstandenen Arbeiten des Münchner Fotografen Peter Neusser in der Ausstel­lung Trigon (Institut Francais und Villa Waldberta) gezeigt.

Zur Vorbereitung eines Kolloquiums in Blanquefort/Bordeaux über ,,Literatur verlegen in Euro­pa" reiste die partnerschaftsbeauftragte des Kulturreferates Verena Nolte im November 2000 nach Bordeaux. Das Kolloquium wird am 28. Mai 2001 in Bordeaux abgehalten.

Referat für Arbeit und Wirtschaft

Im Rahmen der bayerisch/französischen Wirtschafts- und Kulturtage ,,Rendez-vous avec la Bavière" besuchte eine Münchener Wirtschaftsdelegation, bestehend aus Unternehmern, Ver­tretern des Stadt­rates und Mitarbeitern des Referates, die Stadt Bordeaux.

Schul- und Kultusreferat

Lehrer- und Schüleraustausch

21 Münchener Schüler und Schülerinnen verbrachten im Rahmen des Ferienprogramms im August 3 Wochen in Bordeaux (intensiver Sprachkurs vormittags, kulturelle Aktivitäten nachmittags). Vier bestehende Schulpartnerschaften zwischen Münchner und Bordeleser Schulen wurden auch im Jahr 2000 fortgesetzt (insgesamt 130 Schüler und Schülerinnen). Darüber hinaus waren die Schulpartnerbesuche aus Bordeaux Anlass für 2 Rathausempfänge.

Sportamt

Entsendung von 2 Münchner Fechtern zum 21. Tournoi International Open Damestoy nach Bordeaux in der Zeit vom28.4. bis 1.5.2000.

Einladung von drei Fechtern aus Bordeaux nach München zum 27. Franz-Hofer-Turnier des Univer­si­täts-Sportclubs München in der Zeit vom 11. bis 15.5.2000. Diese Begegnung wurde von der Stadt Bordeaux leider abgesagt.

Sozialreferat

Gemeinsam mit dem Verein „Zusammen aktiv bleiben“ - ZAB, dem Seniorenbeirat und der In­neren Mission organisierte das Sozialreferat eine Reise nach Bordeaux in der Zeit vom 7. bis 14.10.2000. Daran haben ca. 25 Seniorinnen und Senioren teilgenommen.

Am 9./10.11.2000 haben Vertreter vom Seniorenbeirat der Landeshauptstadt München, der Offenen Altenhilfe der Inneren Mission München und des Sozialreferats/ Sozialplanung an dem Fach­sym­posium ,,Pole Senior" in Bordeaux teilgenommen.

Partnerstadt Cincinnati

Direktorium

Besuch der partnerschaftsbeauftragten der Stadt Cincinnati vom 20.2. bis 1.3.2000.

Besuch einer Journalistin aus Cincinnati am 21.2.2001.

Reise einer Stadtratsdelegation unter Leitung von Herrn Bürgermeister Hep Monatzeder vom 9.6. bis 13.6.2001 nach Cincinnati.

Baureferat

Es fanden ausschließlich Aktivitäten im Bereich der Hauptabteilung Gartenbau statt.

Hauptabteilungsleiter Helmut Ammer organisierte bereits im Vorfeld im Rahmen eines Kurzbe­suches im April 2000 in Cincinnati die Teilnahme der Hauptabteilung Gartenbau an der Flo­wer- Show 2000 und führte Gespräche zu den weiteren Aktivitäten zwischen der Hauptabtei­lung Gartenbau und den Ansprechpartnern in Cincinnati im Jahr 2000.

Flower-Show vom 03.05. – 07.05.2000

In Kooperation mit der Horticultural Society in Cincinnati, dem örtlichen Parkboard und Hofbräu München präsentierte sich das Baureferat mit einem typisch bayrischen Ausstellungsbeitrag: ein in einem Bauerngarten integrierten Biergarten mit Maibaum und Lüftlmalerei. Zwei Floristinnen der Hauptabteilung Gartenbau pflanzten den Garten, fertigten die floristische De­koration und zeigten täglich floristische Darbietungen.

Projekt „Pavillon im international Friendship Park Cincinnati“

Oktober 2000 wurde der Münchener Architekt Peter Halmen vom Baureferat beauftragt, ei­nen Pa­vil­lon zu planen, den die Landeshauptstadt München ihrer Partnerstadt Cincinnati für ihren derzeit am Ohio-River in Planung befindlichen International Friendship Park schenken wird. Im Gegenzug wird Cincinnati München im Rahmen der BUGA 2005 ein ähnliches Projekt finanzieren. Ein erster Ent­wurf des Münchener Pavillons wurde dem Parkboard Cincinnati während seines Arbeitsbesuches in München im Dezember 2000 vorgestellt.

Heim und Handwerk vom 09.-17.12.2000

Im Rahmen der Messe Heim und Handwerk präsentierte sich die Partnerstadt Cincinnati in Kooperation mit der Gesellschaft für Handwerksmessen (GHM) und der Landeshauptstadt München auf der Sonderausstellungsfläche. Unter dem Motto „White Christmas“ dekorierten Floristen der Horticultural Society und des Baureferates gemeinsam ein amerikanisches Haus und zeigten täglich Vorführungen weihnachtlicher Floristik. Mitarbeiter des Cincinnati Parkboards erstellten zusammen mit den städtischen Gärtnern eine typische Steppenlandschaft des amerikanischen Westens und stellten im Rahmen einer Kurzausstellung die Geschichte des Krohn Conservatory der Münchener Öffentlichkeit vor. Im Rahmen eines achttägigen Arbeitsbesuches machten sich sieben Mitarbeiter des Cincinnati Parkboards mit den Aufgaben und Arbeitsfeldern des Baureferates HA Gartenbau vertraut. Ein offizieller Empfang, reger Erfahrungsaustausch und ein umfassendes Rahmenprogramm run­deten den Aufenthalt der amerikanischen Gäste ab.

Kreisverwaltungsreferat

Branddirektion

Im Jahr 2000 wurde mit der Feuerwehr der Partnerstadt Cincinnati vereinbart, im Jahr 2001 für die Dauer von ca. 6 Wochen einen Brandreferendar im Rahmen eines Praktikums aufzuneh­men.

Kulturreferat

Die Chorgemeinschaft der Passionskirche „Leiden Christi“ München-Obermenzing gab vom 12. bis 23. Juni 2000 in Cincinnati 3 Konzerte.

Der Münchener Künstler Stephan Fritsch lehrte zwei Monate an der Akademie in Cincinnati und brachte ein Ausstellungskonzept mit Künstlern aus Cincinnati mit, das zur Basis der Aus­stellung im der Rathausgalerie im März 2001 gemacht wird.

Referat für Arbeit und Wirtschaft

Beteiligung an der Sonderausstellung der Stadt Cincinnati im Rahmen der Messe Heim und Hand­werk.

Versand von touristischem Informationsmaterial (Stadtpläne, Prospekte etc.).

Schul- und Kultusreferat Pädagogisches Institut - Lehrer- und Schüleraustausch

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums (1999: Besuch einer Delegation aus Cincinnati) fand der Gegen­besuch der Münchener Delegation im Juni 2000 statt (3. Bürgermeister, fünf Stadträ­te/ Stadt­rätinnen, drei Vertreter/innen des Pädagogischen Instituts und ein Vertreter der ,,Schule der Phantasie"). Im „Ge­päck“ die Ausstellung ,,Die Kinderzeichnung“ (The Children's Drawing), die von Juni bis De­zem­ber 2000 zunächst in Cincinnati, anschließend im Hamilton County Educational Center mit großem Erfolg gezeigt wurde.

16 Münchener Schüler/innen und 15 Schüler/innen aus Cincinnati nahmen am zweiwöchigen Schüleraustausch teil, je 5 Lehrer/innen aus München bzw. Cincinnati konnten je 2 Wochen in der Partnerstadt verbringen.

Partnerstadt Edinburgh

Kulturreferat

Die Klasse von Prof. Asta Gröting der Münchner Akademie der Bildenden Künste reiste für ei­ne Woche zu einem Ausstellungsprojekt mit schottischen Studenten am Edinburgh College of Art, School of Sculpture nach Edinburgh.

Die Künstlerinnen Karen Cunningham und Natalie Taylor aus Edinburgh waren Gäste in der Villa Waldberta.

Schul- und Kultusreferat Pädagogisches Institut / Lehrer- und Schüleraustausch

Ungebrochen ist das Interesse der Münchner Schüler/innen, in den Sommerferien nach Edin­burgh und in die schottischen Highlands zu reisen (2000: 24 Teilnehmer/innen). Leider konn­ten auch in diesem Jahr keine schottischen Austauschpartner/innen gefunden werden, be­gründet durch kommunale Re­for­men in Edinburgh und abnehmendes Interesse an der Fremdsprache Deutsch in Schottland.

Mit Edinburgh bestehen zwei Schulpartnerschaften, so dass, auch im Rahmen von Orchesterreisen, insgesamt 240 Schüler/innen an Austauschmaßnahmen teilnehmen konnten.

Partnerstadt Harare

Direktorium

Büro 3. Bürgermeister

2.2.2000

Empfang für Münchnerinnen und Münchner, die sich ehrenamtlich für die Städtepartnerschaft mit Harare engagieren, gegeben durch Herrn Bürgermeister Monatzeder und vorbereitet durch die Protokollabteilung.

2.3.2000

Fachgespräch mit Vertretern der Landesgewerbeanstalt Bayern über Kooperationsmöglich­keiten mit Harare.

25.7.2000

Empfang von Frau Verena de la Rey-Swardt, Geschäftsführerin der Zimbabwe-German­-Society in Harare.

26.7.2000

Bericht im Stadtrat über die aktuelle politische Lage in Zimbabwe.

27.7.2000

Versendung eines Offenen Briefes des Münchener Oberbürgermeisters an den zimbabwi­schen Präsidenten Mugabe mit der Aufforderung, baldmöglichst Stadtratswahlen in Harare abzuhalten.

12. bis 18.10.2000

Einladung und Betreuung von Ms. Monica Rukanda, Vorsitzende des privaten Partnerschaftsvereins ,,Harare - Munich Friendship Association" in Harare. Ms. Rukanda besprach hier Partnerschafts- und Be­gegnungsprojekte mit dem Nord-Süd-Forum und Studiosus-Reisen, be­suchte mehrere Schulklassen als ,,Botschafterin" der Partnerstadt und richtete einen zimbabwischen Abend im Drifte Welt Cafe aus. Am 13.10.2000 fand ein Empfang, vorbereitet durch die Protokollabteilung, statt.

18.10.2000

Unterstützung einer Veranstaltung des Nord-Süd-Forums München ,,Harare auf dem Weg zur

Demokratie't im Dritte Welt Cafe.

25.10.2000

Bericht im Stadtrat über die aktuelle politische Lage in Zimbabwe.

Oktober 2000

Aquirierung von Sachspenden und Versendung eines Grußwortes des Münchener Oberbür­germeisters für das Oktoberfest Harare (Veranstalter: Zimbabwe-German-Society, Deutsche Schule in Harare, Harare-Munich Friendship Association).

Laufend:

Empfang von Besucher/innen aus Harare1 die im Rahmen von Austauschprogrammen der Stadt­ver­waltung München oder privater Träger nach München eingeladen waren. Kontakte zur Deutschen Botschaft, zu den Stiftungen der deutschen politischen Parteien und zu deutschen Entwicklungs­organisationen in Harare.

Beschaffung und Auswertung von Presseberichten, Studien und sonstigen Informationen über die politische, Wirtschaftliche und soziale Lage in Harare. Beratung von Mitarbeiter/innen der Referate und von bürgerschaftlichen Akteuren bei Partner­schaftsprojekten.

Begleitung der bürgerschaftlichen Aktivitäten der Städtepartnerschaft im Arbeitskreis Afrika/ Städte­part­nerschaft Harare im Nord-Süd-Forum München e.V.

Beantwortung von Anfragen und Aufbereitung von Info-Material an Interessierte zu Themen wie: Unterrichtsmaterial über die Städtepartnerschaft, Tourismus in Zimbabwe, Arbeits- und Praktika­Aufenthalte in Harare, Spenden-Projekte in Harare, Möglichkeiten zur Mitwirkung an der Städte­partnerschaft.

,,München für Harare e.V." (Vorsitz: Bürgermeister Monatzeder) hat im Jahr 2000 ca. 40.000 DM an Spenden aus der Münchner Bevölkerung eingenommen und an das ,,Glen Forest Development Centre" in Harare weitergeleitet. Eine vom Verein konzipierte Ausstellung, die über die Städte­part­ner­schaft' über Land und Leute sowie über die Arbeit des Vereins informiert, wurde im Mai 2000 im Sozialreferat und im Dezember 2000 im Gasteig gezeigt.

Kulturreferat

Juli-August 2000: Reise von Verena Nolte und Dr. Michael Meuer nach Harare zur Vorberei­tung der Ausstellung Colour Africa. Zeitgenössische Malerei aus Zimbabwe.

5. Münchenstand auf der Zimbabwe International Book Fair (ZIBF) 2000, wieder in Zusam­menarbeit mit der Buchmesse Frankfurt vom 31.7. - 5.8.2000. Schwerpunkte: Münchenquiz am Stand, Spon­so­ren BMW und FC Bayern Mün9hen. Fotoausstellung Africa in Munich von Natalie Kriwy (Münchner Fotografiestudentin). Englischsprachige Kinderbücher und Sprachbücher.

15. September bis 13. Oktober 2000: colour africa. zeitgenössische Malerei aus Zimbab­we. Colour africa präsentierte ausgewählte Werke von acht jungen Malern aus Münchens Part­nerstadt Harare in Zimbabwe. Kuratoren: Dr. Michael Meuer und Derek Huggins. Der Aus­stellung ging ein Workshop von Prof. Jerry Zeniuk voraus, der im August 1999 mit diesen jun­gen zimbabwischen Malern eine Woche lang arbeitete. Colour africa war ein großer Publi­kumserfolg und erhielt bei der Presse ausge­zeichnete Kritiken. Von 66 ausgestellten Werken wurden 52 verkauft. Die Künstler und ihre Galerie wurden durch diesen Erfolg aus dem durch die politischen Umstände bedingten wirtschaftlichen Nie­der­gang gerettet. Außerdem erhalten sie seit dieser erstmaligen Gemeinschaftsausstellung außer­halb des Landes deutlich mehr internationale Aufmerksamkeit.

Im November und Dezember 2000 war der Maler Hilary Kashiri Gast in der Villa Waldberta. Seine Finissage in der Villa Waldberta war ebenfalls sehr erfolgreich.

Schul- und Kultusreferat

Pädagogisches Institut - Lehrer- und Schüleraustausch

Im April 2000 verbrachten vier Kolleg/innen der Prince Edward School Harare zwei Wochen in Mün­chen als Gäste ihrer Münchner Partner/innen, wobei ein fachliches Besuchsprogramm e­benso wie lan­deskundliche und kulturelle Veranstaltungen angeboten wurden. Leider musste der geplante Gegen­be­such der Münchner in den Pfingstferien wegen der politisch ange­spannten Lage in Zimbabwe ab­ge­sagt Werden.

Sozialreferat

Weiterführung des Austausches zwischen dem Münchner Beschäftigungsprojekt Junge Arbeit und der Kooperative Genuine Craftmanship in Harare.

Unterstützung erhält die Kooperative durch das Department of Housing and Communit Servi­ces, Social Services Division. Das Projekt fand in Kooperation mit dem ASA-Programm der Carl-Duis­berg-Gesellschaft statt.

Nachdem 1999 ein Schreiner und ein Metallarbeiter sowie ein Student der Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt Marketing in der Kooperative mitgearbeitet hatten, fand im Jahr 2000 der Gegenbesuch aus Harare statt. Zwei Mitarbeiter der Kooperative Genuine Craftmanship arbeiteten vom März bis Juni 2000 in der Jungen Arbeit mit. Sie lernten den Umgang mit neu­en Maschinen und Materialien kennen und bekamen einen kleinen Einblick in die Bürotätig­keiten und die Kundenbetreuung der Schrei­nerei. Gleich am Anfang des Aufenthalts entstand die Idee der Produktion eines ausziehbaren Sofas als neues Produkt mit evtl. guten Absatzmöglichkeiten für die Kooperative. Ein Prototyp eines Sofas wurde von der Skizze über das Modell bis hin zum Bau des Sofas entwickelt. Dabei wurde darauf geachtet, dass das nötige Material und Werkzeug auch in Harare zur Verfügung stehen.

Fa­zit des Austauschs aus dem Bericht der Jungen Arbeit: ,,Über die gemeinsame Ausrichtung der Arbeit war es in beiden Phasen sehr leicht möglich, auf die jeweils andere Kultur und die Menschen zuzugehen und sich auf das befristet andere Zusammenleben einzulassen. Das Verständnis über Ver­halten und Reaktion im Alltagsleben erreichte ebenso einen hohen Wert wie die Möglichkeit, sich gegenseitig entsprechend seiner Lebenssituation zu verstehen und zu achten“. Die Finanzierung erfolgte hauptsächlich aus Mitteln der Carl-Duisberg­-Gesellschaft.

Ausstellung ,,München für Harare e.V."

Am 10. Mai 2000 fand die Ausstellungseröffnung ,,München für Harare e.V." im Sozialreferat statt. Grußworte sprachen Bürgermeister Hep Monatzeder als Vorsitzender des Vereins ,,Mün­chen für Harare e.V.“ und Sozialreferent Friedrich Graffe. Die Ausstellung war vom 10. Mai bis 2. Juni 2000 im Sozialreferat zu sehen.

Partnerstadt Kiew

Direktorium

Vom 17. bis 22.1.2000 hielt sich eine Delegation der Stadtverwaltung Kiew in München auf, um sich über die städtische Bodennutzungspolitik zu informieren.

Über das Jahr verteilt beteiligte sich die Landeshauptstadt München mit kleineren Beträgen an Hilfslieferungen verschiedener Organisationen nach Kiew.

Am 7.4.2000 fand anlässlich des Seminars der Georg-von-Vollmar-Akademie „Über den Tel­lerrand hinaus - Ukraine-Deutschland: Begegnung, Chancen, Perspektiven" ein Empfang im Rathaus statt.

Kulturreferat

Kontakte zur Vorbereitung eines größeren Projektes für 2001 im Bereich Bildende Kunst.

Referat für Arbeit und Wirtschaft

Am Christkindlmarkt war die Stadt Kiew (zum dritten Mal) mit einem Stand vertreten.

Das TACIS City Twinning Projekt wurde abgeschlossen mit der Herausgabe eines Handbu­ches zum Thema ,,Wirtschaftliche Strategien der Stadtentwicklung“ in deutscher und russi­scher Sprache.

Vortrag eines Mitarbeiters in Kiew über Beschäftigung- und Integrationsmaßnahmen der Stadt München auf Einladung des USRI (Ukrainian Social Research Institute) und Gespräche mit der Stadtverwaltung über zukünftige Zusammenarbeit.

Schul- und Kultusreferat Pädagogisches Institut - Lehrer- und Schüleraustausch

Die engen Kontakte zwischen Kiewer Schulen und dem beruflichen Schulwesen in München wurden im Jahr 2000 fortgesetzt. Im Rahmen von Schulpartnerschaften nahmen insgesamt 18 Schüler/innen aus dem Bereich Berufliche Schulen an Austauschmaßnahmen teil, darüber hi­naus empfing das Luisengymnasium 25 Schüler/innen und Begleitpersonen aus Kiew, was zugleich Anlass war, diesen Austausch, der zum zehnten Mal stattfand, mit einem kleinen Empfang im Rathaus zu feiern.

Zwei Lehrergruppen aus Kiew hielten sich eine bzw. zwei Wochen in München auf (insgesamt 15 Teilnehmer/innen).

Der vom Schulreferat getragene Verein ,,Hilfe für Kiew“ setzte seine Sammeltätigkeit und Spendenwerbung erfolgreich fort.

Städtisches Krankenhaus München-Harlaching

Die vor Jahren im Rahmen der Städtepartnerschaft angeknüpften Beziehungen zwischen Kin­derkliniken und Tumorzentren in Kiew und der Kinderabteilung im Krankenhaus München­-Harlaching wurden weiter gepflegt.

In Abstimmung und mit aktiver Hilfe durch den Verein ,,Tschernobyl-Kinderhilfe München e.V." (aktive Mitglieder Prof. Dr. Tympner und Dr. Snigula) hat sich eine enge, freundschaftliche, kolle­gia­le und vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt. Hier ist besonders die Leiterin der Abt. Onko­lo­gie­-Hämatologie für Kinder im Kiewer Regional-Hospital, Frau Prof. Dr. Donskaya, zu nennen.

Der als Anlage beigelegten Liste ist die Höhe der ausgegangenen Mittel zu entnehmen, finanziert aus Spendenmitteln des Vereins ,,Tschernobyl-Kinderhilfe München e.V.“.

Darüber hinaus wird der Verein auch weiterhin humanitäre Hilfe durch Ferienbetreuung kran­ker Kinder (im Jahr 2000 waren 30 Kinder auf dem Pfeifferhof), Textilspenden, Finanzierung und Be­schaffung von Verbrauchsmitteln wie Medikamente und Labormaterial leisten.

Als Vertreterin des Vereins und der Landeshauptstadt München nahm auf Einladung aus Kiew Frau Hannelore Eckerl an der öffentlichen Veranstaltung zur 15. Wiederkehr des Tschernobyl­-Gau in Kiew teil und hat dort in russischer Sprache gesprochen und Grüße übermittelt.

Partnerstadt Sapporo

Direktorium

Am 19.5.2000 besuchte eine Delegation aus Sapporo München, um sich über Alten pflege und Heimunterbringung zu informieren. Dabei wurde auch ein Altenheim besichtigt.

Am 20.9.2000 wurde Herr Toshimitsu Kimura, ein berühmter japanischer Sänger aus Sapporo, von Frau Bürgermeisterin Dr. Burkert im Rathaus empfangen.

Baureferat

Hauptabteilung Gartenbau

Zur Vervollständigung der Informationstafeln im Münchener Garten in Sapporo wurden vier weitere Tafeln angefertigt und nach Sapporo geschickt.

Referat für Arbeit und Wirtschaft

Kontaktaufnahme mit der Stadtverwaltung Sapporo in Sachen Durchführung des Umweltprojektes ,,Ökoprofit“ in Sapporo.

Referat für Gesundheit und Umwelt

Der Bereich Umweltvorsorge führte seine bereits bestehenden Kontakte aus den Jahren 1998 und 1999 weiter. Allerdings veränderte sich der Schwerpunkt der Aktivitäten von Fragestellun­gen des Arten-Biotop-Schutzes und der Landschaftsökologie hin zu Fragen des Fahrradver­kehrs.

Am 8.11.2000 wurde ein Informationsgespräch mit anschließender Besichtigung vor Ort für Frau Bianca Fürst, die Beauftragte der Stadt Sapporo, zum Thema Radwege generell und speziell in Mün­chen organisiert. Frau Fürst hatte auch die Jahre zuvor die Kontakte Sapporos koordiniert und die De­le­gation der Umweltschutzkommission Sapporos beim Besuch in Mün­chen geleitet.

Anlass für das Informationsgespräch und den Erfahrungsaustausch, an dem auch Herr Bo­jarsky vom ADFC teilnahm; ist die geplante Radmesse 2001 in Sapporo.

Schul- und Kultusreferat Pädagogisches Institut - Lehrer- und Schüleraustausch

Bestehende Brieffreundschaften zu Schulen in Sapporo (4 Schulpartnerschaften) wurden fort­gesetzt.

Am 18. und 19.10.2000 wurden zwei Kollegen aus Sapporo, von LSA empfangen und theore­tisch und praktisch (zwei Schulbesuche) mit dem Bildungssystem in München und Bayern vertraut gemacht.

Schul- und Kultusreferat Sportamt

Betreuung einer Betriebs-Fußballmannschaft aus Sapporo im München und Vermittlung eines Fußballspiels mit einer Münchener Fußballmannschaft in der Zeit vom 22. -25.11.2000.

Partnerstadt Verona

Direktorium

Anlässlich des 40-jährigen Partnerschaftsjubiläums mit Verona fand am 27.3.2000 ein ge­meinsames Konzert der Konservatorien von München und Verona mit anschließendem Emp­fang im Alten Rathaus statt.

Schul- und Kultusreferat

Pädagogisches Institut - Lehrer- und Schüleraustausch

Traditionsgemäß fand das LSA-Ferienprogramm mit Verona über Ostern und im Juni statt (,e 2 Wochen, insgesamt 32 Schüler/innen). 61 Münchner Schüler/innen nahmen darüber hinaus an Schulpartnerschaften mit Veroneser Schulen teil.

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Partnerschaft mit Verona reiste Frau Stadtschulrätin Weiß-Söllner in Begleitung des Leiters des Lehrer- und Schüleraustauschs, Herrn Döbrich; zu einem Kurzbesuch nach Verona.

Projektpatenschaften mit Vogosca in Bosnien und Subotica in Serbien

Der Bericht des Sozialreferates - Wohnungs- und Flüchtlingsamt ist als Anlange dieser Bekanntgabe beigefügt.

Mitteleinsatz 2000

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Verwaltungsbeirat des Direktoriums - HA I/P, Herr Stadtrat Dr. Ulrich Echtler, hat Abdruck dieser Verlage erhalten.

Projektpatenschaften mit Vogosca in Bosnien und Subotica in Serbien Patenschaft Vogosca

Seit 1999 unterstützt die Stadt München die bosnische Gemeinde Vogosca bei Sarajevo im Rahmen einer Projektpatenschaft (gem. Stadtratsbeschluss vom 26.3.1999).

Aktivitäten

- Die Broschüre ,,München hilft Vogosca“ liegt seit März 2000 vor. Sie gibt einen Überblick über die Situation und die Bedürfnisse in unserer Patengemeinde.
- Mit insgesamt 6 Hilfstransporten wurden Einrichtungen und Materialien für Schulen, Sport­vereine, Invaliden- und Rentnervereine, das örtliche Rote Kreuz und die Stadtverwaltung nach Vogosca geliefert. Angeregt durch die Aktivitäten der Landeshauptstadt veranstalte­ten der Verein ,,Bullis bringen Freude“ (Verein der VW-Bus-Besitzer) und eine Kirchenge­meinde in Eisenach ebenfalls je einen Spendentransport nach Vogosca.
- Aus Spendenmitteln konnte für das örtliche Rote Kreuz ein Drucker und ein Kopiergerät finanziert werden, ein Computer wurde gespendet.
- Mit Unterstützung der deutschen Bundeswehr in Bosnien wurde der Lehrmittelsaal einer Schule wiederaufgebaut und ausgestattet.
- Eine Spenderin finanzierte die Renovierung eines Wohnhauses, in das eine serbische Familie (ethnische Minderheit) zurückgekehrt ist.
- Eine Zuwendung erhielt das örtliche Sportzentrum zur Förderung von Jugendwettbewer­ben und zum Kauf von Medaillen.
- Zwei Existenzgründer in Vogosca, ein Bäcker und ein Friseur erhielten Maschinen und Geschäftsausstattung von Münchner Firmen. Einigen Gewerbetreibenden wurde der Be­such der Münchner Handwerksmesse ermöglicht, es wurde bei der Visumsbeschaffung geholfen, und sie konnten in einer Flüchtlingsunterkunft kostenlos übernachten.
- Vom 16. bis 22.2.2000 waren zwei Mitarbeiter der Münchner Stadtverwaltung in Vogosca, um die örtliche Verwaltung bei der angestrebten Modernisierung zu beraten. Das Projekt wurde von der Konrad-Adenauer-Stiftung initiiert und finanziert und soll fortgesetzt werden.

Kosten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Patenschaft Subotica

Seit Februar 2000 unterstützt die Stadt München die serbische Gemeinde Subotica (Beschluss Sozialausschuss vom 11.11.1999). Das Auswärtige Amt hatte im Sommer 1998 deutsche Städte dazu aufgerufen, oppositionsregierten Städten in Serbien humanitäre Hilfe zu leisten. Während die damalige jugoslawische Regierung Hilfen weitgehend verhinderte, ist es nach den Wahlen in Jugoslawien nun ohne Schwierigkeiten möglich, die dringend benötigten Hilfs­güter nach Subotica zu bringen. Die Finanzierung hierfür übernimmt weitgehend das Auswär­tige Amt, Arbeitsstab Humanitäre Hilfen.

Aktivitäten

Im Januar 2000 reiste eine Delegation des Flüchtlingsamtes nach Subotica, um vor Ort den Hilfebe­darf zu ermitteln. Unter anderem wurden Gespräche mit dem Bürgermeister und sei­nem Vertreter, der Sozialreferentin und den Leitern mehrerer sozialer und medizinischer Einrichtungen geführt.

Im Frühjahr wurden Nahrungsmittel, Heizmaterial und Medikamente im Wert von 350.000 DM im Land eingekauft und durch die Johanniter an Kindergärten, das Krankenhaus, Altenein­richtungen und Sozialhilfeempfänger verteilt. Der Versuch, Bitumen für Straßensanierungsar­beiten zu liefern, schei­terte am Widerstand des damaligen Milosevic Regimes. Weitere Hilfen wurden erst nach dem Re­gie­rungswechsel in Jugoslawien geleistet: Eine Röntgenröhre für den Computertomograph des ört­lichen Krankenhauses im Wert von 56.000 DM wurde durch die Firma Siemens geliefert und ein­ge­­baut und vom Auswärtigen Amt bezahlt. Die Johanniter führten ein Projekt zur Versorgung von Flüchtlings­kin­dern mit Nahrungsmitteln und Bekleidung im Wert von 300.000 DM durch. Die Stadt München lieferte zwei Rettungsfahrzeuge, medizinisches Material und Bekleidung an das Krankenhaus Subotica. Die Fahrzeuge wurden weitgehend vom M finanziert, die Stadt München trug die Kosten für die Überführung.

Im Dezember reiste erneut eine Delegation des Wohnungs- und Flüchtlingsamtes nach Subo­tica, um sich von der ordnungsgemäßen Verwendung der Spenden zu überzeugen und den weiteren Bedarf zu erfragen. Die Delegation übergab eine Spende von jeweils 1.000 DM an einen Rentnerverein und an einen Kindergarten. Weitere Hilfen für Schulen, Krankenhaus, Altenheim, Flüchtlinge und Sozial Bedürftige sind dringend notwendig.

Kosten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Städtepartnerschaft Kiew - München

Anlage 1

Ausgegebene Mittel im Jahr 2000 (aus Spenden des Vereins „Tschernobyl-Kinderhilfe“

München e.V. )

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Städtepartnerschaften

Bekanntgabe in der Sitzung des Verwaltungs- und Personalausschusses am 05.06.2002 Öffentliche Sitzung

1. Vortrag des Referenten

Gemäß Beschluss des Verwaltungs- und Personalausschusses vom 21.6.1995 legt das Di­rektorium den Bericht 2001 über die Aktivitäten der Landeshauptstadt München mit ihren Part­nerstädten vor. Auch im Jahr 2001 wurden eine ganze Reihe von Maßnahmen durchgeführt und finanziell unterstützt. Aufgelistet nach den sieben Partnerstädten Bordeaux, Cincinnati, Edinburgh, Harare, Kiew, Sapporo und Verona zeigt sich folgendes Bild:

Partnerstadt Bordeaux

Direktorium

Vom 30.6. bis 3.7.2001 besuchte Sophie Senghor, Abteilung für Internationale Beziehungen der Stadt Bordeaux, München und führte Gespräche zur Intensivierung der Städtepartner­schaft.

Kulturreferat

Die Villa Waldberta, vertreten durch Verena Nolte, und der Münchner Carl Hanser Verlag, ver­treten durch Anna Leube, Lektorin für ausländische Literatur, nahmen im Mai 2001 an dem eu­ropäischen Kolloquium „Editer et Diffuser la Litérature en Europe" in Blanquefort/ Bordeaux mit eigenen Referaten teil.

Die Münchner Künstler Thomas Zacharias und Erhard Hössle zeigten in der Ausstellung „Par­cours'£ ihre Seitenwendeinstallationen mit Arbeiten auf Papier vom 2. März bis 20. Mai 2001 im Musée des Beaux Arts Bordeaux. Eine der Installationen wurde aus Mitteln des Kulturreferats angekauft und durch Stadträtin Monika Renner und Stadtrat Helmut Steyrer im Dezember 2001 als Geschenk an das Musée des Beaux Arts Bordeaux übergeben.

Referat für Arbeit und Wirtschaft

Eine Biotechnologie-Delegation (Unternehmen, Universitäten> aus Bordeaux besuchte mit Unterstützung des Fachbereichs Wirtschaftsförderung das Biotechnologiezentrum Martinsried.

Schul- und Kultusreferat

Pädagogisches Institut - Lehrer- und Schüleraustausch

Zwei bestehende Schulpartnerschaften zwischen Münchner und Bordeleser Schulen wurden auch im Jahr 2001 fortgesetzt (Insgesamt 112 Schüler/innen). Darüber hinaus waren Schul­partnerbesuche aus Bordeaux Anlass für zwei Rathausempfänge.

Vom 5. bis 9. Februar 2001 reiste Yolanda Schwager, Leiterin von LSA, nach Bordeaux zur Vorbereitung eines neuen Projekts für Münchner Schüler/innen mit Partnern in Bordeaux. Da­zu wurden Kontaktgespräche mit dem Goethe-Institut (neuer Partner), Vertretern der Maine des Schulreferats, dem Konsulat und der Albert-Schweitzer-Vorschule (Ecole Maternelle) ge­führt.

Partnerstadt Cincinnati

Direktorium

Am 5.2.2001 fand ein Konzert der Cincinnati Philharmonie in der Philharmonie im Gasteig mit anschließendem Empfang statt.

Im Februar, September und Dezember besuchte das Ehepaar Päpke aus Cincinnati (langjäh­rige Vorsitzende des dortigen Partnerschaftskomitees München.

Am 7.2.2001 erfolgte die Übergabe der Partnerschaftsurkunde zwischen Colerain Township und München-Giesing an Frau Bürgermeisterin Dr. Burkert.

Am 27.6.2001 fand ein Empfang für Rechtsanwälte aus Cincinnati statt.

Vom 12. bis 20.10.2001 fand eine Konzert- und Workshop-Reise eines Volksmusikensembles des Richard-Strauss-Konservatoriums nach Cincinnati statt.

Baureferat - HA Gartenbau

Vom 25. bis 29. April 2001 nahmen die Floristinnen mit ihrem Beitrag „Ein Münchner Floristen­cafe“ an der alljährlichen Flower Show in Cincinnati teil. In Kooperation mit der örtlichen Horti­cultural Society, dem Parkboard Cincinnati und Hofbräu München gestalteten sie einen euro­päisch geprägten Ausstellungsstand für die Ausstellungsbesucher und zeigten moderne Floristik. Sie gewannen bei der Prämierung für ihren Beitrag die Goldmedaille.

Parallel zur Flower Show fand, Bezug nehmend auf den Besuch einer siebenköpfigen Delega­tion aus Cincinnati im Dezember 2000 in München, ein Gegenbesuch des Baureferates - HA Gartenbau unter Leitung des Baureferenten beim Parkboard Cincinnati statt. Im Vordergrund standen der Erfahrungsaustausch zwischen den Fachgremien und die Weiterentwicklung des Gemeinschaftsprojektes „Münchner Pavillon im Internationalen Friendship Park Cincinnati“ sowie der Beitrag der Stadt Cincinnati zur BUGA 2005 in München.

Fortlaufend werden zwischen dem Baureferat - HA Gartenbau und den Kollegen vom Parkbo­ard Cincinnati die Detailplanungen zum Projekt „Münchner Pavillon im international Friendship Park Cincinnati" vorangetrieben.

In diesem Zusammenhang besuchte ein Abteilungsleiter des Parkboards Cincinnati im De­zember 2001 die Hauptabteilung Gartenbau, um sich über den Standort des Gegengeschenks der Stadt Cincinnati im Rahmen der BUGA 2005 zu informieren und mit Hilfe der Landes­hauptstadt München Kontakte zu hiesigen amerikanischen Repräsentanten zu knüpfen.

Kreisverwaltungsreferat

Branddirektion

Ab Anfang Januar 2001 hielt sich ein Referendar der Branddirektion für 5 Wochen im Rahmen eines Erfahrungsaustausches (Rettungsdienst, Brandbekämpfung, Ausbildung) in Cincinnati auf.

Kulturreferat

Fünf Künstler und Künstlerinnen aus Cincinnati stellten in dem Projekt „working space - 5 O­hio Artists" vom 11. bis 31. März 2001 in der Rathausgalerie aus und tauschten sich in offenen Workshops mit Münchner Künstlern aus.

Referat für Arbeit und Wirtschaft

Das Referat schickte Informationsmaterial (Stadtplanprospekte, Poster und Prospekte „Münchner Schlüssel") nach Cincinnati.

Schul- und Kultusreferat

Pädagogisches Institut - Lehrer- und Schüleraustausch

14 Münchner Schüler/innen und 9 Schüler/innen aus Cincinnati nahmen am zweiwöchigen

Schüleraustausch teil, je 6 Lehrer/innen aus München bzw. Cincinnati konnten je 2'Wochen in der Partnerstadt verbringen. Auf der Basis einer Schulpartnerschaft weilten 15 Münchner Schüler/innen in Cincinnati. 20 Jugendliche zählte der Gegenbesuch.

Vom 29.9. bis 67.10.2001 war der Besuch einer Delegation des Hamilton County Education Departments in München geplant und vorbereitet. Auf Grund der Ereignisse vom 11. Septem­ber wurde der Besuch kurzfristig abgesagt.

Partnerstadt Edinburgh

Direktorium

Übermittlung von Veranstaltungsterminen für eine Künstlerin aus Edinburgh am 21.2.2001.

Kontaktaufnahme mit Edinburgh am 26.2.2001 wegen der Beteiligung an einem „Food ­Pavillon“ auf dem Oktoberfest (wurde nicht realisiert).

Übermittlung von Informationen über die Städtepartnerschaft mit Edinburgh an eine Journalis­tin für einen englischsprachigen Artikel in dem schottischen Magazin „Scottish Field“ (August 2001).

Unterstützung einer Schülerin aus Edinburgh für einen deutschsprachigen Vortrag im Rahmen der Kirchenpartnerschaft Emmauskirche München/Presbyterianische Kirche Edinburgh.

Schul- und Kultusreferat Pädagogisches Institut - Lehrer- und Schüleraustausch

Ungebrochen ist das Interesse der Münchner Schüler/innen, in den Sommerferien nach Edin­burgh und in die schottischen Highlands zu reisen (2001: 23 Teilnehmer/innen). Nach mehre­ren Jahren der Un­terbrechung waren wieder zumindest 8 Schüler/innen aus Edinburgh zu Gast in München. Zu­sätzlich würden 3 Schulpartnerschaften fortgesetzt: insgesamt 50 Münchner und 50 schotti­sche Jugendliche waren am Austausch beteiligt.

Partnerstadt Harare Direktorium

Büro 3. Bürgermeister

Januar bis August 2001: Erarbeitung von Kriterien zur Entwicklungszusammenarbeit mit Hara­re.

12.3.2001: Arbeitskreis Städtepartnerschaft Harare (mit Vortrag über die aktuelle Lage in Zim­babwe und Beratung durch eine EZ-Expertin).

15.3.2001: Leserbrief an die zimbabwische Wochenzeitung „Independent" (als Reaktion auf einen Artikel vom 2. März 2001) mit der Erläuterung, dass München alle Beziehungen zur poli­tischen Ebene Harares eingefroren hat, aber nicht die Kontakte und Projekte auf fachlicher und bürger­schaftlicher Ebene.

April bis Juni 2001: Sammlung von 34.000 Sonnenfinsternisbrillen bei der Münchner Bevölke­rung und Versand der Brillen nach Harare (in Zusammenarbeit mit dem Amt für Abfallwirt­schaft), Organisation der Verteilung vor Ort an Schulen und Umweltorganisationen.

10.4.2001: Versendung eines Briefes des Münchner Oberbürgermeisters an den Vorsitzenden der Regierungskommission in Harare, Dr. Elija Chanakira, mir der Aufförderung, die Abrissmaßnahmen von Schwarzbauten einzustellen, die hunderttausende von Menschen in Harare obdachlos machen würden.

2.5.2001: Veranstaltung „Ist Zimbabwe noch zu retten?“ mit dem Menschenrechtsaktivisten Jonah Gokova aus Harare im Saal der Münchner Volkshochschule, organisiert gemeinsam mit dem Nord-Süd-Forum München und dem Stadtforum.

Im Mai 2001 wurde gern. Stadtratsbeschluss vom 25.10.2000 der Betrag von 36.500 DM für eine auf ein Jahr befristete Stelle beim Nord-Süd-Forum zur Koordinierung der städtepartner­schaftlichen Aktivitäten mit Harare ausgezahlt.

26.6.2001: Fachgespräch mit Vertretern des Deutschen Entwicklungsdienstes aus Harare und des Nord-Süd-Forums München über Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen der Städtepart­nerschaft.

22.10.2001: Grußworte für einen Workshop bürgerschaftlicher Gruppierungen aus beiden Städten zum Thema vom 26. bis 28.10.2001 in Harare.

24.10.2001: Vortrag im Stadtrat: Bericht über die aktuelle politische Lage in Zimbabwe sowie Vorschlag für das weitere Vorgehen in der Städtepartnerschaft und für Kriterien der Entwick­lungszusammenarbeit mit Harare.

24.10.2001: Weiterleitung eines Offenen Briefes von Oberbürgermeister Christian Ude an die Bürger und Bürgerinnen von Harare zur Erklärung der Solidarität mit allen, die sich für demo­kratische Verhältnisse in Harare einsetzen (gemäß Stadtratsauftrag vom 24.10.2001).

November 2001: Veranlassung einer Spende der Stadt München an Misereor in Höhe von

16.350 DM zur Weiterreichung an das Aids-Waisenprojekt „Mashambanzou“ in Harare (gemäß

Stadtratsauftrag vom 24.10.2001). Die Auszahlung erfolgte erst im Jahr 2002.

Laufend:

- Kontakte zur Deutschen Botschaft, zu den Stiftungen der deutschen politischen Parteien und zu deutschen Entwicklungsorganisationen in Harare
- Beschaffung und Auswertung von Presseberichten, Studien und sonstigen Informationen über die politische, wirtschaftliche und soziale Lage in Harare
- Beratung von Mitarbeiter der Referate und von bürgerschaftlichen Akteuren bei Partnerschaftsprojekten
- Begleitung der bürgerschaftlichen Aktivitäten der Städtepartnerschaft im Arbeitskreis Städtepartnerschaft Harare im Nord-Süd-Forum München Beantwortung von Anfragen und Aufbereitung von Info-Material zu Themen wie: Unter­richtsmaterial über die Städtepartnerschaft Arbeits- und Praktika-Aufenthalte in Harare, Spenden-Projekte in Harare, Möglichkeiten zur Mitwirkung an der Städtepartnerschaft

Verfassung von Beiträgen über die Städtepartnerschaft für Fachzeitschriften (im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der Agenda 21)

Der „München für Harare e.V. (Vorsitz Bürgermeister Monatzeder) hat im Jahr 2001 ca. 65.000 DM an Spenden aus der Münchner Bevölkerung eingenommen und an das „Glen Fo­rest Development Centre" in Harare weitergeleitet. Eine vom Verein konzipierte Ausstellung, die über die Städte­part­ner­­schaft über Land und Leute sowie über die Arbeit des Vereins in­formiert, wurde im Januar 2001 im Krankenhaus Schwabing, im Mai 2001 in der Volkshoch­schule am Harras und im August 2001 am Münchner Flughafen gezeigt. Am Münchner Flughafen sind seit August 2001 auch fünf Dauer-Spen­den­boxen des „München für Harare e.V." aufgestellt.

Kulturreferat

Podiumsdiskussion mit H. Chavunduka aus Harare zum Thema „Keine Politik ohne Religion und Spiritualität - ist Afrika anders?" in der Veranstaltungsreihe „Uhuru wa Afrika", Begleitpro­gramm zur Ausstellung „The short century" in der Villa Stuck.

Die zimbabwische Schriftstellerin Yvonne Vera war von April bis Juni 2001 Stipendiatin der Villa Waldberta. In dieser Zeit fand u.a. eine Lesung mit ihr im Literaturhaus München statt.

Zur „Zimbabwe International Book Fair“ in Harare, auf der 2001 das Kulturreferat nicht vertre­ten war, wurden englischsprachige Kinderbücher von der Internationalen Jugendbibliothek ge­sammelt und vom Kulturreferat nach Harare geschickt. Dort wurden sie dem Kinderzentrum Glen Forest übergeben.

Der Münchner Winzer und Weinhändler Frank Neufing (Chateau le Clou, Bergerac) spendete wegen der großen Papiernot in der Partnerstadt eine Palette Künstlerpapier für die Künstler der Delta Gallery in Harare. Die Deutsche Botschaft in Harare übernahm den Transport und. die Übergabe an die Künstler mit einem Fest in Harare. Das Kulturreferat schloss sich mit ei­ner Spende von Künstlermaterial, vor allem Farbe, an.

Im Rahmen des vom Kulturreferat und dem Münchner Kunstforum Artcircolo initiierten interna­tionalen Kunstprojekts „Overtures/Annäherungen“. Wege zu einem internationalen Kulturver­trag zwischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft", an dem sechs Länder beteiligt sind, wur­den zum ersten Kolloquium in der Villa Waldberta im Oktober 2001 mit dem Titel Wasser zwei Kuratoren aus Zimbabwe (siehe auch Kiew) eingeladen. Die erste Umsetzung des Projekts soll 2002 u.a. mit Künstlern aus Harare in München und Gelsenkirchen stattfinden.

Sozialreferat

Der Stadtrat hat in seinem Beschluss im Oktober 2000 betont, dass eine Stärkung der Demo­kratiebewegung in Harare durch bürgerschaftliche Kontakte zwischen beiden Städten sehr wünschenswert sei. Aus diesem Grund und auf Empfehlung des 3. Bürgermeisters hat das Sozialreferat einen Workshop für Vertreterinnen der Zivilgesellschaft aus München und Hara­re, der vom 25. bis 30.10.2001 in Harare stattfand, mit 3.200 DM unterstützt.

Partnerstadt Kiew

Direktorium

Vom 23. bis 28. Juli hielten sich zwei Delegationen aus der Partnerstadt Kiew in München auf, um sich über Fragen der Wirtschaftsförderung, der Lebensmittelüberwachung, des Verbrau­cherschutzes und der Schweinezucht zu informieren.

Über das Jahr verteilt beteiligte sich die Landeshaustadt München mit kleineren Beträgen an Hilfslieferungen verschiedener Organisationen nach Kiew.

Kreisverwaltungsreferat

Branddirektion

Sieben Feuerwehrleute der Feuerwehr Kiew waren im Jahr 2001 für drei Tage in München, um die Inte­grierte Leitstelle (ILTS) zu besichtigen. Es ist geplant, in Kiew ebenfalls eine Integ­rierte Leitstelle aufzubauen.

Kulturreferat

Der Schriftsteller und Theaterautor Olexandre lrwanez aus Kiew war von September bis No­vember Stipendiat. der Villa Waldberta. In dieser Zeit wurde sein Stück „Lügner“ in der Pasin­ger Fabrik aufgeführt.

Im Rahmen des vom Kulturreferat und dem Münchner Kunstforum Artcircolo initiierten interna­tionalen Kunstprojekt „Overtures/Annäherungen. Wege zu einem internationalen Kulturvertrag zwischen Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft«, an dem sechs Länder beteiligt sind, wurden zum ersten Kolloquium in der Villa Waldberta im Oktober 2001 mit dem Thema Wasser zwei Kuratorinnen aus Kiew (siehe auch Harare) eingeladen. Die erste Umsetzung des Projekts soll 2002 u.a. mit Künstlern aus Kiew in München und Gelsenkirchen stattfinden.

Der ukrainische Dichter und Schriftsteller Jurij Andruchowitsch, vorgeschlagen vom Goethe-

Institut Kiew, war ab November 2001 (bis einschließlich Januar 2002) Stipendiat der Villa

Waldberta.

Referat für Arbeit und Wirtschaft

Betreuung einer Delegation der Kiewer Stadtverwaltung unter Leitung von Bürgermeister Che­bunin. Themenschwerpunkt: Wirtschaftsförderung.

Schul- und Kultusreferat Fachabteilung 4

Das Schul- und Kultusreferat hat in Zusammenarbeit mit dem Verein Hilfe für Kiew e.V. im Jahr 2001 folg'ende Aktivitäten mit der Partnerstadt Kiew durchgeführt:

Vom 23.4. bis 30.4.2001 haben 15 Schüler und 2 Lehrkräfte der städtischen Willy-­Brandt-Gesamtschule sowie 10 Lehrkräfte, Herr Budil und Herr Lachner eine Begegnung in Kiew durchgeführt: Die Schüler, Schülerinnen und die Lehrkräfte der Städt. WiIIy-Brandt-Gesamtschule wurden von der Schule 53 betreut. Die übrigen Lehrkräfte waren bei Kiewer

Lehrkräften untergebracht und haben am Schulleben der jeweiligen Schule teilgenommen.

Im Rahmen dieser Begegnung

- wurde in der Schule 149 ein Deutsch-Kabinett, für das die Einrichtung und Ausstattung komplett in Kiew beschafft werden konnten seiner Bestimmung übergeben.
- haben die teilnehmenden Lehrkräfte Herr Rascher und Herr Weigmann je eine halbtägige Fort­bil­dungs­veranstaltung für Deutsch-Lehrkräfte abgehalten. Bei diesen Veranstaltungen wurden Lernmittel (Kulturatlas Deutschland, Blick auf Deutschland, Klipp und klar, Visuelle Alltagsbilder für Deutsch, Landkarte deutschsprachige Staaten und angrenzende Länder) für die teilnehmenden Schulen zur Verfügung gestellt.
- konnten an ca. 900 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe, die Deutsch lernen, sowie an ca. 150 Lehrerinnen und Lehrer je ein einsprachiges' Wörterbuch als Geschenk der Landeshauptstadt München verteilt werden.

Vom 13.9. bis 16.9 2001 war der Kiewer Stadtschulrat Boris Shebrowski Gast des Schul- und Kultusreferates. Neben Schulbesuchen haben zahlreiche Gespräche mit der Referatsspitze und der Verwaltung stattgefunden.

Vom Verein Hilfe für Kiew e.V. werden. derzeit folgende 16 Kiewer Schulen betreut:

- Schulen 14, 40,53,107,123,149, 167,191, 220, 239,
- Gymnasium 167 und Gymnasium 191,
- Lyceum Naukowa Smina und Ukrainisches Humanistisches Lyceum,
- Pädagogisches Kolleg Nr.1 und Pädagogisches Kolleg Nr.3

Derzeit bestehen folgende Partnerschaftsbeziehungen:

- Städt. Willy-Brandt-Gesamtschule und Schule Nr.53
- Städt. Luisen-Gymnasium und Schule Nr.253
- Städt. Theodolinden-Gymnasium und Ukrainisches Humanistisches Lyceum (im Aufbau)
- Städt. Berufsbildungszentrum Deroystraße und Schule Nr. N 40
- Städt. Berufsbildungszentrum ,Elisabethplatz und Schulen Nr. N 3 und N 9
- Städt. Berufsvorbereitung und Schule Nr. N 9
- Berufsfachschule für Kinderpflege und Pädagogisches Kolleg Nr.2

Das Schulreferat beabsichtigt, in Zusammenarbeit mit dem Verein Hilfe für Kiew e.V. im Jahr 2002 folgende Aktivitäten mit der Partnerstadt Kiew durchzuführen:

- Besuch einer Münchner Lehrerdelegation in Kiew: Zeitpunkt Ende April/Anfang Mai.
- Die Schulen 123 und 167 sollen mit einem Deutsch-Kabinett ausgestattet werden.
- Alle Schüler der 9. Jahrgangsstufe, die bereits einige Jahre Deutsch lernen, sollen ein einsprachiges Wörterbuch als Geschenk der Landeshauptstadt München erhalten.
- Eine Gruppe von 10 bis 12 Deutschlehrkräften soll für zwei Wochen zu einem Seminar nach München eingeladen werden.
- Die Städt. Willy-Brandt-Gesamtschule erwartet den Gegenbesuch der Schule Nr.53.
- Im Herbst 2002 soll eine Schulpartnerschaft zwischen dem Humanistischen Lyceum in Kiew und dem Städt. Theodolinden-Gymnasium mit einem Besuch der Kiewer Delegation in München begründet werden.
- Am 20.3.2002 wird das 7. Musikfest der städtischen Gymnasien zugunsten des Vereins Hilfe für Kiew e.V. in der Musikhochschule stattfinden.
- Die Veranstalter des 2. Konzerts für die Kiew-Hilfe (Städt. Sing- und Musikschule, Ri­chard-Strauss-Konservatorium, Kultur im Münchner Süden e.V.; Bezirksausschuss 19, Kultur­referat) haben zugesagt, im Dezember 2002 ein 3. Konzert für die Kiew-Hilfe durch­zuführen.
- Nachdem die Partnerschulen aus Kiew aus Anlass der 10jährigen Partnerschaft Berichte verfasst haben, wird versucht, daraus eine Broschüre zusammenzustellen.
- Die Möglichkeit einer Ausstellung des Kiewer Malers Igor Prokofiew soll mit dem Kultur­verein Münchner Süden e.V. besprochen werden.

Schul- und Kultusreferat Pädagogisches Institut - Lehrer- und Schüleraustausch

Die engen Kontakte zwischen Kiewer Schulen und dem beruflichen Schulwesen in München wurden im Jahr 2001 fortgesetzt. Im Rahmen von Schulpartnerschaften nahmen insgesamt 20 Schüler/innen aus dem Bereich F 1 an Austauschmaßnahmen teil, darüber hinaus reisten 15 Schüler/innen der Willy-Brandt-Gesamtschule nach Kiew. Eine Lehrergruppe der Berufsfach­schule für Kinderpflege hielt sich eine Woche in Kiew auf.

Vom 13. bis 16.9.2001 besuchte Boris Shebrovsky, Stadtschulrat von Kiew, die Stadt Mün­chen. Neben Hospitationen und fachlichen Gesprächen fanden Begegnungen mit Vertre­ter/innen des Vereins Hilfe für Kiew e.V. statt.

Sozialreferat

Der Schwerpunkt des Austausches mit Kiew lag auch im Jahr 2001 bei der Umsetzung des Unter­stützungs­programms für ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Kiew. Bis Ende Februar 2001 sind an 718 Personen 861.600 DM als finanzielle Unterstützung aus­bezahlt worden. Im Rahmen des Besuchsprogramms waren sechs Gruppen mit insgesamt 53 Teilnehmerinnen und Teil­nehmern jeweils eine Woche in München zu Gast. Teil des Pro­gramms war jeweils ein Empfang durch die 2. Bürgermeisterin im Rathaus. Im Mai 2001 eröff­nete Frau Bürgermeisterin Dr. Burkert in Kiew gemeinsam mit dem Bürgermeister von Kiew einen ambulanten Alten- und Pflegedienst, der mit diesem Programm finanziert wird. Seitdem versorgen annähernd 40 Krankenschwestern und Sozialhelferinnen mit acht neuen Fahrzeu­gen hilfebedürftige ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Kiew.

Im September 1994 entstand aus einer Privatinitiative das Hilfsprojekt „Münchner Familien helfen Familien in Kiew". Zielgruppe sind in Kiew lebende, sozial schwache, Familien. Sie erhalten - nach genauer Überprüfung - eine Zuwendung, die über Patenschaften Münchner Bürgerinnen und Bürger fi­nanziert werden. Die Spendenakquisition und Verwaltung in Mün­chen erfolgt durch den Arbeiter­sa­mariterbund (ASB), Kreisverband München. Die Abwicklung des Projekts in Kiew wird vom dorti­gen ASB durchgeführt. Bedingt durch eine Umstrukturie­rung des ASB Kiew im Zuge der Ab­wic­klung des Münchner Entschädigungsprogramms be­stand dort keine Möglichkeit mehr, die Ver­tei­lungs­aufgaben im Rahmen des Projekts zu finan­zieren. Ohne Unterstützung durch die Landes­haupt­stadt München wäre es nicht mehr möglich gewesen, die ca. 260 bestehenden Patenschaften in Kiew zu betreuen. Aus diesem Grund fördert das Sozialreferat das Projekt mit einem jährlichen Zuschuss in Höhe von 10.000 DM.

Der Kiew-Ausschuss des Dekanates München der Evang. Kirchengemeinde betreibt seit 1999 ein Beschäftigungsprojekt für behinderte Frauen in Kiew. Bis zu 50 Bewohnerinnen eines In­ternats werden sinnvoll und gezielt beschäftigt. Das Sozialreferat hat das Projekt mit 2.500 DM gefördert.

In diesem Zusammenhang besuchte Sergej Bychkov Sozialreferent der Stadt Kiew, im ver­gangenen Jahr die Stadt München. Das Sozialreferat organisierte die Besichtigung einer sozi­alen Einrichtung.

Städtisches Krankenhaus München-Harlaching

Kinderklinik

Die vor Jahren im Rahmen der Städtepartnerschaft angeknüpften Beziehungen zwischen Kin­der­kli­niken in Kiew und der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin wurden auch im Jahr 2001 Weiter intensiv gepflegt. Unter aktiver Mithilfe des Vereins »Tschernobyl-Kinderhilfe Mün­chen e.V." wur­den die bereits bestehenden Beziehungen zur onkologisch-hämatologischen Kinderabteilung im Kiewer Regional-Hospital (Leiterin Frau Prof. Dr. 5. Donskaya) aufrechter­halten und intensiviert.

Frau Prof. Donskaya konnte gemeinsam mit ihrem leitenden Oberarzt, Herrn Dr. O. Ryzhak im Fe­bruar 2001 an dem internationalen Symposium „Akute Leukämien" im Klinikum Großha­dern teil­neh­men. Am Rande dieser Konferenz fanden intensive Gespräche mit ihr und Mitglie­dern des Vereins „Tschernobyl-Kinderhilfe München e.V.“ (Prof. Dr. Tympner, Dr. Snigula) ü­ber Therapie­mög­lich­keiten und weitere Hilfsmaßnahmen statt.

Zum 15. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe nahm Frau H. Eggl vom Verein Vereins „Tscherno­byl-Kinderhilfe München e.V.“ vom 25. bis 29.4.2001 an den offiziellen Feierlichkeiten in Kiew teil. Sie besuchte die onkologische Kinderabteilung von Frau Prof. Donskaya und informierte sich über den aktuellen Stand der weiter notwendigen Hilfsmaßnahmen.

Im Juli 2001 konnte ein großer Hilfstransport mit Medikamenten und Klinikbetten (Wert der Medi­ka­mente ca. 73.500 DM), finanziert aus Spendengeldern des o.g. Vereins, nach Kiew ge­schickt werden. Dadurch konnte die medizinische Versorgung in der onkologischen Kinderab­teilung von Frau Prof. Donskaya für ein weiteres. Jahr im Wesentlichen gesichert werden.

Am 8.12.2001 fand im Saal des Alten Rathauses ein Benefizkonzert im Rahmen der Städte­part­ner­schaft München-Kiew zu Gunsten der Tschernobyl-Kinderhilfe statt. Der Rathaussaal wurde von der Landeshauptstadt München kostenlos zur Verfügung gestellt, die Schirmherr­schaft hatte Herr Ober­bür­germeister Christian Ude übernommen. Er wurde an diesem Abend von Frau Stadträtin Angelika Gebhardt vertreten. Der Reinerlös dieses Beneflzkonzerts wird für die onkologische Kinderabteilung in Kiew in Form von Medikamenten und medizinischen Ausrüstungsgegenständen verwendet werden.

Zum 10. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine waren Mitglieder des Vereins „Tscherno­byl-Kin­der­hilfe München e.V.“ zu einem offiziellen Empfang des Generalkonsulats der Ukraine in München eingeladen. Dabei Wurde dem Verein eine Ehrenurkunde des ukrainischen Bot­schafters „für den großen Beitrag zur Festigung der deutsch-ukrainischen Beziehungen" vom Generalkonsul überreicht, die Herr Dr. Snigula entgegengenommen hat.

Partnerstadt Sapporo

Direktorium

Am 7.5.2001 besuchte eine Stadtratsdelegation aus Sapporo unsere Stadt um sich über das Schul­system zu informieren.

Unterstützung der Japantournee der Münchner Philharmoniker, insbes. bei der Vorbereitung des Konzerts in Sapporo im November 2001.

Am 26.11.2001 fand eine gemeinsame Veranstaltung „NIHON BUYO - Japanischer Tanz zwi­schen Tradition und Moderne“ der Landeshauptstadt München und der Deutsch-Japanischen Gesellschaft statt.

Kulturreferat

Vorbereitungen zum 30. Partnerschaftsjubiläum 2002 mit der Deutsch-Japanischen Gesell­schaft und dem Völkerkundemuseum München.

Referat für Arbeit und Wirtschaft

Beratung der Stadtverwaltung Sapporo zur Einführung des Umweltprojektes „Ökoprofit“ in Sapporo und anderen japanischen Kommunen.

Unterstützung bei der Durchführung eines öffentlichen Symposiums zu diesem Thema am 11.12.2001 in Sapporo.

Schul- und Kultusreferat

Pädagogisches Institut - Lehrer- und Schüleraustausch

Am 28.3.2001 organisierte LSA zusammen mit dem Bertolt-Brecht-Gymnasium ein Konzert des Hokkaido-Jugendrundfunkorchesters aus Sapporo. Die 80 jungen Musiker spielten ein sehr anspruchsvolles Programm (Wagner, Schubert, v. Suppe, Koyama und Tyama) zum Dank hörte man Stubn-Musi und eine Bach-Partita gespielt von Schülerlinnen des Bertolt-­Brecht-Gymnasiums.

Bestehende Brieffreundschaften zu Schulen in Sapporo wurden fortgesetzt.

Schul- und Kultusreferat Sportamt

Einladung des Sapporo-Ruderclubs für 4 Ruderer des Münchener Ruder-Clubs e.V. zur Ba­rato­-Ruder­regatta in Sapporo vom 8. bis 10.6.2001.

Entsendung einer Münchner Jugend-Fußballmannschaft auf Einladung der Stadt Sapporo zu den Sister Cities Goodwill Exchange Games in Sapporo vom 18. bis 28.8.2001

Entsendung von 2 Münchner Marathonläufern und 1 Delegationsleiter auf Einladung der Stadt Sapporo zum Sapporo-Marathon vom 3. bis 10.10.2001.

Einladung der Stadt München für 2 Marathonläufer und 1 Delegationsleiter aus Sapporo zum Medien-Marathon in München vom 11. bis 16.10.2001.

Partnerstadt Verona

Direktorium

Herr Stadtrat Horst Haffner reiste in Vertretung des Herrn Oberbürgermeisters zum Partner­schafts­festival vom 12 . bis 14.10.2001 in Verona.

Besuch des Partnerschaftsbeauftragten der Stadt Verona, Herrn Prof. Vecchiato, am 5.12.2001 in München zur Besprechung künftiger Partnerschaftsaktivitäten.

Schul- und Kultusreferat

Pädagogisches Institut - Lehrer- und Schüleraustausch

Traditionsgemäß fand das LSA-Ferienprogramm mit Verona über Ostern und im Juni statt (je 2 Wochen, insgesamt 40 Schüler/innen).

Sportamt

Am 10.6.2001 fand ein Tischtennis-Freundschaftsturnier in Verona statt. Mitglieder der Freien Turnerschaft München-Blumenau veranstalteten eine Radfernfahrt zu dieser Veranstaltung.

Projektpatenschaften mit Vogosca in Bosnien und Subotica in Serbien

Der Bericht des Sozialreferates - Wohnungs- und Flüchtlingsamt ist als Anlage dieser Be­kanntgabe beigefügt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Verwaltungsbeirat konnte nicht eingebunden werden, weil er bis zum Zeitpunkt der Erstellung der Bekanntgabe noch nicht bestellt war. Die Bekanntgabe wird zu gegebener Zeit übermittelt.

Proj­ekt­patenschaften mit Vogosca in Bosnien und Subotica in Serbien

Vom Sozialreferat, Wohnungs- und Flüchtlingsamt3 werden 2 Projektpatenschaften betreut.

Patenschaft Vogosca

Seit 1999 unterstützt die Stadt München die bosnische Gemeinde Vogosca bei Sarajevo im Rahmen einer Projektpatenschaft (gem. Stadtratsbeschluss vom 26.3.1999). Vogosca hatte während des bosnischen Bürgerkrieges erhebliche Zerstörungen erlitten, viele bosnische Flüchtlinge in München stammten aus Vogosca und sind mittlerweile in ihre Heimat zurückge­kehrt. Die Gemeinde ist heute> 6 Jahre nach Kriegsende, immer noch auf internationale Hilfe angewiesen.

Aktivitäten

- 4 Hilfstransporte wurden organisiert, beladen mit Möbeln, Büroausstattungen und -möbeln für die Verwaltung, Krankenhausbetten, Rollstühlen, Kindergartenausstattung, Ge­schäfts­ausstattung für Existenzgründer, Hausrat und Bekleidung für Bedürftige in der Ge­meinde.
- Eine Delegation aus Vogosca unter Leitung des örtlichen Bürgermeisters wurde in der IHK München empfangen. Ziel des Treffens war der Informationsaustausch über mögliche In­vestitionen von Münchner Unternehmen in der Region Sarajevo.

Das Patenschaftsprojekt Vogosca war laut Stadtratsbeschluss auf drei Jahre begrenzt und wird im April dieses Jahres beendet.

Patenschaft Subotica

Seit Februar 2000 unterstützt die Stadt München die serbische Gemeinde Subotica (Be­schluss So­zial­ausschuss vom 11.11.1999) Das Auswärtige Amt hatte im Sommer 1998 deut­sche Städte dazu auf­ge­rufen, oppositionsregierten Städten in Serbien humanitäre Hilfe zu leisten. Während die da­malige ju­gos­lawische Regierung Hilfen weitgehend verhinderte, ist es nach den Wahlen in Jugos­lawien nun ohne Schwierigkeiten möglich> die dringend benötigten Hilfsgüter nach Subotica zu bringen.

Aktivitäten

- 9 Spendentransporte wurden organisiert, beladen mit Krankenhausbetten und Kranken­hausbedarf, Altenheimausstattung, Kindergartenmöbeln und Spielzeug, Büromöbeln für die Verwaltung, Ausstattungsgegenständen für die Universität, Hausrat für Flüchtlingshei­me sowie Lebensmitteln und Bekleidung für sozial Bedürftige.
- Kulturveranstaltungen in Subotica, zwei klassische Konzerte und die Förderung begabter Schulkinder bezuschusste das Auswärtige Amt mit 9.780 DM.
- Die Sozialreferentin der Gemeinde Subotica wurde nach München eingeladen und infor­mierte sich über die Arbeit des Münchner Sozialreferats und der Verbände in den Berei­chen Kinder- und Jugendhilfe, Alten- und Behindertenbetreuung und Versorgung von Flüchtlingen.
- Die Dolmetscherin der Gemeinde absolvierte einen vierw~ chigen Deutschkurs am Münch­ner Dolmetscher-Institut. Die AWO-München stellte ihr für die Zeit ihres Aufenthaltes' einen kostenlosen Wohnheimplatz zur Verfügung.

Die Städtepatenschaft für Subotica läuft voraussichtlich bis zum Jahr 2003.

Die Patenschaftsprojekte wurden aus Projektmitteln des Büros für Rückkehrhilfen im Woh­nungs- und Flüchtlingsamt finanziert.

Kosten Patenschaft Vogosca: 11.797 DM kosten Patenschaft Subotica: 29.246 DM

Geschätzter Warenwert der Spendentransporte: 195.583 DM.

Versicherung:

Ich versichere, dass ich die vorliegende Seminararbeit selbstständig angefertigt und alle verwendetet Quellen vollständig angegeben habe.

Ort, Datum Unterschrift

[...]


[1] Quelle: http://www.fit-for-travel.de/reisemedizin/kartenland/176.gif vom 18.01.03

[2] Quelle: http://www.northernalliance.ca/News_Freedom/mugabe_files/image001.jpg vom 18.01.03

[3] Quelle: http://www.stern.de/politik/ausland/index.html?id=225977 vom 23.02.03

[4] Quelle: http://www.spiegel.de/jahreschronik/0,1518,225329,00.html vom 23.02.03

[5] Quelle: http://www.geocities.com/Yosemite/1255/harare.html vom 18.01.03

[6] Nord Süd Forum München e.V. (Hrsg.), S.7

[7] Quelle: http://www.geocities.com/Yosemite/1255/harare2.html vom 18.01.03

[8] Quelle: http://www.geocities.com/Yosemite/1255/harare2.html vom 18.01.03

[9] Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), S. 4 ff.

[10] Brigitte Sauzay, S. 4 f.

[11] auch die Beendigung der Partnerschaft wird durch den Rat festgestellt

[12] Region Hannover (Hrsg.) S. 27

[13] Vgl. MISEREOR (Hrsg.), S. 2

[14] http://fesportal.fes.de/pls/portal30/docs/FOLDER/IPG/IPG3_2001/ARTWIECZOREK.HTM vom 22.02.03

[15] die Abschnitte 2.3.1 bis 2.3.5 basieren auf der Quelle: Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.), S. 4 f f.

[16] http://www.learn-line.nrw.de/angebote/umweltgesundheit/medio/hinter/u_e/ ag21_lok/ aglok_02.htm vom 22.02.03

[17] www.epd.de/entwicklungspolitik/2001/04schmid.htm vom 22.02.03

[18] http://www.euforic.org/fes/61de_kap.htm vom 22.02.03

[19] http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&query=edinburgh vom 18.12.02

[20] http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&query=edinburgh vom 18.12.02

[21] s.o. unter Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg

[22] http://www.muenchen.de/referat/direktorium/partnerstaedte/edinburth.html vom 12.12.02

[23] http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&query=verona vom 18.12.02

[24] Harenberg (Hrsg.), Band 3, S. 3114

[25] Im 10. Jahrhundert gehörte Verona zu Bayern

[26] http://www.muenchen.de/referat/direktorium/partnerstaedte/verona.html vom 12.12.02

[27] Harenberg (Hrsg.), Band 1, S. 387

[28] http://www.muenchen.de/referat/direktorium/partnerstaedte/bordeaux.html vom 12.12.02

[29] Angabe von 1999

[30] http://www.muenchen.de/referat/direktorium/partnerstaedte/bordeaux.html vom 12.12.02

[31] http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&query=sapporo vom 18.12.02

[32] http://www.muenchen.de/referat/direktorium/partnerstaedte/sapporo.html vom 12.12.02

[33] Harenberg (Hrsg.), Band 3, S. 2642

[34] http://www.muenchen.de/referat/direktorium/partnerstaedte/sapporo.html vom 12.12.02

[35] http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&query=cincinnati vom 18.12.02

[36] Harenberg (Hrsg.), Band 1, S. 531

[37] http://www.muenchen.de/referat/direktorium/partnerstaedte/cicinnati.html vom 12.12.02

[38] http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&query=kiew vom 18.12.02

[39] Harenberg (Hrsg.), Band 2, S. 1568

[40] http://www.muenchen.de/referat/direktorium/partnerstaedte/kiew.html vom 12.12.02

[41] Ripken/Prein; S. 144

[42] Zimbabwes Vereinigung afrikanischer Bürger

[43] Zimbabwes national afrikanische Vereinigung

[44] http://www.klett-verlag.de/seeyou/pdf/service-j_nachgefr.pdf vom 21.02.03

[45] http://www.cult4.biz/staaten/Zimbabwe.html von 12.01.03

[46] http://www.netzwerk-afrika-deutschland.de/land/Zimbabwe.htm vom 22.02.03

[47] http://fesportal.fes.de/pls/portal30/docs/FOLDER/INTERNATIONAL/AFRIKA/ Zimbabwe.html vom 21.02.03

[48] http://www.freitag.de/2000/18/00180903.htm vom 21.02.03

[49] http://www.cult4.biz/staaten/Zimbabwe.html von 12.01.03

[50] Das Abkommen ist ein Konsens zwischen den Grußgrundbesitzern und der Re­gie­rung, dass Teile des Landes freiwillig verkauft werden, um an Kleinbauern verteilt zu werden, dafür die Regierung keine Gewaltsamen Enteignungen vornimmt. Quelle: http://www.uni- kassel.de/fb10/frieden/regionen/Zimbabwe/krueger.html vom 22.02.03

[51] http://www.kas.de/db_files/dokumente/auslandsinformationen/ 7_dokument_ dok_pdf_254.pdf vom 26.02.03 Das Gesetz schränkte die Meinungs- und Versammlungsfreiheit erheblich ein.

[52] http://www.afrikaprojekte.de/ger/Zimbabwe/artikel2.htm vom 21.02.03

[53] http://mitglied.lycos.de/LotharKrist6/tod/afrika/zimbabwe.htm vom 11.01.03

[54] Bewegung für Demokratischen Wandel

[55] http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Zimbabwe/krueger.html vom 12.01.03

[56] http://mitglied.lycos.de/LotharKrist6/tod/afrika/zimbabwe.htm vom 11.01.03

[57] http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Zimbabwe/krueger.html vom 13.01.03

[58] http://www.umweltinstitut.org/stadtgespraeche/download/ms22_hp.pdf vom 12.12.02

[59] http://www.spiegel.de/jahrbuch/0,1518,ZWE,00.html vom 12.01.03

[60] http://www.zeit.de/2002/11/politik/print_200211_Zimbabwe.html vom 16.12.02

[61] http://www.ndrtv.de/weltspiegel/20030209/Zimbabwe.html vom 26.02.03

[62] http://www.erdkunde-online.de/1551.htm#Geographische vom 12.01.03

[63] http://www.netzwerk-afrika-deutschland.de/land/Zimbabwe.htm vom 15.01.02

[64] http://www.wissen.de/xt/default.do?MENUNAME=Suche&query=Zimbabwe vom 12.12.02

[65] http://www.cult4.biz/staaten/Zimbabwe.html vom 13.01.03

[66] http://www.areion.org/areiononline/Zimbabwec.html vom 12.01.03

[67] http://www.kas.de/db_files/dokumente/auslandsinformationen/7_dokument_ dok_pdf_254.pdf vom 12.01.03

[68] http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Zimbabwe/krueger.html vom 12.01.03

[69] http://www.europarl.eu.int/dg3/sdp/journ/DE/nj000704_de2.htm vom 12.01.03

[70] http://erdkunde-online.de/1551.htm vom 16.12.02

[71] Kenmeyer, Thomas; „Zimbabwe“:Gemeinsam gegen den Terror, in: Die Welt, 28.06.00

[72] http://www.heute.t-online.de/zdfheute/artikel/0,1357,Pol-0-180113.html vom 16.12.02;

http://www.sadocc.at/news/2002-235.shtml vom 16.12.02

[73] http://www.auswaertigesamt.de/www/de/laenderinfos/laender/laender_ausgabe_ archiv?and_id=152&a_type=Pressemitteilungen&archiv_id=4088l vom 22.02.03

[74] http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,221941,00.html vom 16.12.02

[75] http://www.erdkunde-online.de1551.htm vom 16.12.02

[76] http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2003_035/04.html vom 21.02.03

[77] http://www.netzwerk-afrika-deutschland.de/land/Zimbabwe.htm vom 13.01.03; Köthe/Schetar, S. 308 f.

[78] Ripken/ Prein, S. 144 ff

[79] Harenberg (Hrsg.), Band 2, S. 1190

[80] Ripken/ Prein; S. 144 ff.

[81] Durch politische, soziale, wirtschaftliche und räumliche Trennung der Rassen sollte eine getrennte Entwicklung in allen Bereichen herbeigeführt werden. Die Politik der Apartheid führte zu der gewollten Unterdrückung aller „nicht-weiß“ genannten Südafrikaner und befestigte somit die Vorherrschaft der weißen Minderheit. Aus: http://www.wissen.de/xt/ default.do?MENUNAME=Suche&query=Apartheid vom 21.02.03

[82] Köthe, Schetar, S. 309 f.

[83] http://www.sadocc.at/news/2002-077.shtml vom 15.01.03

[84] http://www.areion.org/areiononline/Zimbabwec.html vom 15.01.03

[85] http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,2044,OID648200_TYP1,00.html vom 15.01.02

[86] http://www.muenchen.de/referat/direktorium/partnerstaedte/harare_Mudzuri.html vom 16.01.03

[87] http://hn.munich-info.de/muc/2001/04/ru-4851.html vom 12.12.02

[88] http://hn.munich-info.de/muc/1999/11/ru-2713.html vom 12.12.03

[89] http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,2044,OID883774_TYP4,00.html vom 21.02.03

[90] http://www.umweltinstitut.org/stadtgespraeche/download/ms22_hp.pdf vom 13.01.03

[91] http://www.muenchen.de/referat/direktorium/partnerstaedte/harare.html vom 12.12.02

[92] http://www.gruene-muenchen-stadtrat.de/texte/pdfs/Kommunalwahlprogramm2002.pdf vom 15.01.03

[93] Quelle: Anhang 3

[94] http://hn.munich-info.de/muc/2000/12/ru-4188.html vom 12.12.02

[95] http://hn.munich-info.de/muc/2000/12/ru-4188.html vom 12.12.02

[96] http://www.hep-monatzeder.de/seiten/themenseiten/harare2.html vom 22.02.03

[97] 2001 betrugen die Spenden der Münchener Bevölkerung über 65.000 DM, Anhang 3, S. XXXI

[98] http://www.asa-programm.de/site/spider/sim01_02_25_de.php vom 17.01.03

[99] http://www.muenchen.de/referat/direktorium/partnerstaedte/harare.html vom 12.12.02

[100] http://www.umweltinstitut.org/stadtgespraeche/download/ms22_hp.pdf vom 17.01.03

[101] http://www.hep-monatzeder.de/presse/pm_010807.html vom 17.01.03

[102] Protokoll des Direktoriums 2002, Anhang 3, S. XXXI

[103] http://www.hep-monatzeder.de/presse/pm_010807.html vom 17.01.03

[104] http://www.nordsuedforum.de/ueber-uns/container.htm vom 12.12.02

[105] Nord Süd Forum e.V. (Hrsg.) S.3

[106] dicht besiedeltes Stadtgebiet

[107] http://www.geocities.com/Yosemite/1255/harare2.html vom 26.02.03

[108] Nord Süd Forum e.V. (Hrsg.), S.4

[109] http://www.musin.de/service/pi/lsa/ vom 22.02.03

[110] Anhang 2, S. XXII

[111] http://hn.munich-info.de/muc/1998/10/ru-1638.html vom 17.01.03

[112] Siehe Anhang 2, S XXIII

[113] http://www.muenchen.de/referat/sozial/sliz99/daten/sliz1.doc vom 16.01.03

[114] http://www.awm.muenchen.de/presse/pksofi.pdf vom 16.01.03

[115] http://www.brot-statt-boeller.de/s/sa/sa.php3 vom 21.02.03

[116] http://www.brot-statt-boeller.de/s/sh/broschuere_gesamt.pdf vom 21.02.03

[117] http://www.brot-statt-boeller.de/s/sh/broschuere_gesamt.pdf vom 21.02.03

[118] http://www.brot-statt-boeller.de/s/sh/broschuere_gesamt.pdf vom 21.02.03

[119] Nord Süd Forum München e.V. (Hrsg.), S. 7

[120] Nord Süd Forum München e.V. (Hrsg.), S.7

[121] http://www.kath.de/kasdbk/miteinan/mt000810.htm vom 21.02.03

[122] Nord Süd Forum München e.V. (Hrsg.), S.7

37 von 37 Seiten

Details

Titel
Problematik der Städtepartnerschaften mit Entwicklungsländern. Die kommunale Partnerschaft von Harare und München
Hochschule
Niedersächsische Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege Hildesheim
Autor
Jahr
2003
Seiten
37
Katalognummer
V107978
Dateigröße
1040 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Kommunale, Partnerschaften, Beispiel, Harare, München
Arbeit zitieren
Merle Rauberg (Autor), 2003, Problematik der Städtepartnerschaften mit Entwicklungsländern. Die kommunale Partnerschaft von Harare und München, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/107978

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