Das Thema dieser Seminararbeit soll die Gegenüberstellung eines deutschen Textes und seiner italienischsprachigen Übersetzung sein, wobei hier Die Geschichte mit dem Hammer aus Paul Watzlawicks Buch Anleitung zum Unglücklichsein (1) gewählt wurde. Zum Vergleich dient die Übersetzung von Franco Furso, Istruzioni per rendersi infelici (S. 29-36), erstmals 1997 in den ′Universale Economica′ des Verlages Feltrinelli erschienen.
Ziel soll es dabei sein, die sprachlichen Unterschiede, Übersetzungsmöglichkeiten, sowie mögliche Probleme aufzuzeigen. Dabei wird von den unterschiedlichen ausgewählten Aspekten- Wortstellung, Verben und Zeitformen (nach mehreren Teilaspekten), Subjekt-Personalpronomina, Possessivpronomina, Adjektive, Komparativ und Superlativ, Präpositionen und Negation in genannter Reihenfolge- ausgegangen, welche in den folgenden Kapiteln systematisch untersucht und vom deutschsprachigen Text ausgehend allgemein und anhand konkreter Textbeispiele gegenüber gestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Autor und Werk
3. Morphologie und Syntax
3.1 Allgemein
3.2 Wortstellung
3.3 Verben und Zeitformen
3.3.1 Indikativ
3.3.2 Konjunktiv
3.3.3 Infinitiv
3.3.4 Das Gerundium
3.3.5 Gebrauch der Hilfsverben
3.3.6 reflexive Verben
3.3.7 Modalverben
3.3.8 Das Passiv
3.4 Subjekt- Personalpronomina
3.5 Possessivpronomina
3.6 Adjektive
3.7 Komparativ und Superlativ
3.8 Präpositionen
3.9 Negation
4. Schluss
5. Bibliographie
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit widmet sich dem kontrastiven Vergleich einer deutschen Vorlage und deren italienischer Übersetzung anhand von Paul Watzlawicks "Anleitung zum Unglücklichsein". Ziel ist es, sprachliche Unterschiede, Übersetzungsmöglichkeiten sowie auftretende Probleme in der Morphologie und Syntax systematisch anhand konkreter Textbeispiele zu identifizieren und zu untersuchen.
- Vergleich der Wortstellung in Haupt- und Nebensätzen zwischen Deutsch und Italienisch.
- Analyse des Verbalsystems, inklusive Zeitformen, Modi und der Verwendung von Hilfsverben.
- Untersuchung der Pronominalsysteme sowie der Adjektiv- und Komparativbildung.
- Darstellung der unterschiedlichen Handhabung von Präpositionen und Negationsstrukturen.
Auszug aus dem Buch
3.3.4 Das Gerundium
Das Gerundium beschreibt den Verlauf einer Handlung bzw. eines Vorgangs und tritt häufig an die Stelle eines deutschen Nebensatzes oder einer Nominalphrase; eine direkte Entsprechung existiert nicht, es wird jedoch oft mit dem deutschen Partizip Präsens verglichen. Das italienische Gerundium kennt zwei Tempora: presente und passato.
Es ist generell dem Verb des Hauptsatzes untergeordnet und beschreibt die näheren Umstände desselben. Nach Bosco Coletsos kann man folgende grundlegende Werte für das Gerundium unterscheiden: relazione modale/strumentale, relazione temporale, relazione causale, relazione condizionale, relazione concessiva und relazione consecutiva.
Im Übrigen kennt das Italienische noch Sonderformen des Gerundiums in Verbindung mit Verben wie zum Beispiel stare, was Kontinuität Gleichzeitigkeit zur Haupthandlung ausdrückt und im Deutschen durch gerade/ eben oder die Substantivierung mit beim wiedergegeben werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Darstellung des Ziels der Arbeit, die sprachlichen Unterschiede einer Übersetzung zwischen Deutsch und Italienisch anhand eines ausgewählten literarischen Werkes aufzuzeigen.
2. Autor und Werk: Vorstellung des Autors Paul Watzlawick und seines Werkes "Anleitung zum Unglücklichsein" als Grundlage für die sprachliche Analyse.
3. Morphologie und Syntax: Systematische Untersuchung verschiedener grammatikalischer Aspekte wie Wortstellung, Verben, Pronomina, Adjektive, Präpositionen und Negation im direkten Sprachvergleich.
4. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse der kontrastiven Analyse sowie ein Ausblick auf weitere Untersuchungsmöglichkeiten, insbesondere im Bereich der Lexik.
5. Bibliographie: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen Primär- und Sekundärliteratur.
Schlüsselwörter
Sprachvergleich, Italienisch, Deutsch, Morphologie, Syntax, Übersetzung, Wortstellung, Verbalsystem, Pronomina, Adjektive, Komparativ, Superlativ, Präpositionen, Negation, Kontrastive Linguistik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht in einem kontrastiven Ansatz die sprachlichen Unterschiede zwischen einem deutschen Ausgangstext und dessen italienischer Übersetzung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf morphologischen und syntaktischen Fragestellungen, insbesondere im Bereich der Verben, der Wortstellung sowie bei Pronomina und Adjektiven.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, Übersetzungsmöglichkeiten aufzuzeigen, Unterschiede in den Grammatiksystemen beider Sprachen zu analysieren und Probleme bei der Übertragung idiomatisch geprägter Ausdrücke zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine systematische, kontrastive Analyse, bei der deutsche Strukturen und italienische Entsprechungen direkt gegenübergestellt und anhand von Textbeispielen erläutert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der Wortstellung, des Verbalsystems, der Pronomina, der Adjektiv- und Steigerungsformen sowie der Präpositionen und Negationspartikel.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachvergleich, Kontrastive Linguistik, Italienisch, Deutsch, Morphologie und Syntax charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Wortstellung im Deutschen vom Italienischen?
Das Deutsche weist eine deutlich starrere Satzgliedstellung auf, insbesondere die Position des finiten Verbs im Haupt- und Nebensatz, während das Italienische flexiblere Möglichkeiten zur Variation innerhalb der Nominalphrase bietet.
Warum bilden Präpositionen eine besondere Schwierigkeit im Sprachvergleich?
Präpositionen weisen in beiden Sprachen in den seltensten Fällen eindeutige Entsprechungen auf, besonders bei idiomatischen Wendungen, da das Italienische beispielsweise Genitiv- und Dativverhältnisse oft über Präpositionen realisiert, während das Deutsche hierfür Flexionsformen nutzt.
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- Anne Smolka (Author), 2003, Italiano-Tedesco: un confronto linguistico, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10802