Italiano-Tedesco: un confronto linguistico


Seminararbeit, 2003

19 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Autor und Werk

3. Morphologie und Syntax
3.1 Allgemein
3.2 Wortstellung
3.3 Verben und Zeitformen
3.3.1 Indikativ
3.3.2 Konjunktiv
3.3.3 Infinitiv
3.3.4 Das Gerundium
3.3.5 Gebrauch der Hilfsverben
3.3.6 reflexive Verben
3.3.7 Modalverben
3.3.8 Das Passiv
3.4 Subjekt- Personalpronomina
3.5 Possessivpronomina
3.6 Adjektive
3.7 Komparativ und Superlativ
3.8 Präpositionen
3.9 Negation

4. Schluss

5. Bibliographie

1. Einleitung

Das Thema dieser Seminararbeit soll die Gegenüberstellung eines deutschen Textes und seiner italienischsprachigen Übersetzung sein, wobei hier Die Geschichte mit dem Hammer aus Paul Watzlawicks Buch Anleitung zum Unglücklichsein[1] gewählt wurde. Zum Vergleich dient die Übersetzung von Franco Furso, Istruzioni per rendersi infelici (S. 29-36), erstmals 1997 in den ’Universale Economica’ des Verlages Feltrinelli erschienen.

Ziel soll es dabei sein, die sprachlichen Unterschiede, Übersetzungsmöglichkeiten, sowie mögliche Probleme aufzuzeigen. Dabei wird von den unterschiedlichen ausgewählten Aspekten- Wortstellung, Verben und Zeitformen (nach mehreren Teilaspekten), Subjekt-Personalpronomina, Possessivpronomina, Adjektive, Komparativ und Superlativ, Präpositionen und Negation in genannter Reihenfolge- ausgegangen, welche in den folgenden Kapiteln systematisch untersucht und vom deutschsprachigen Text ausgehend allgemein und anhand konkreter Textbeispiele gegenüber gestellt werden.

2. Autor und Werk

Paul Watzlawick, 1921 in Villach/ Kärnten geboren, studierte Philosophie und Sprachen. Des Weiteren war er verschiedentlich im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie tätig. Erschienen sind von ihm sowohl unterhaltsame als auch wissenschaftliche Werke.

Das hier verwendete Buch Anleitung zum Unglücklichsein behandelt Probleme der Kommunikation in Alltagssituationen und ermöglicht es dem Rezipienten sich selbst in den zynisch- süffisant geschilderten Szenen wieder zu entdecken.

Wie Walter Kindermann sagt: „Schon der Grundgedanke ist faszinierend. Nicht – wie so viele Autoren (…) – wohlfeile Gebrauchsanweisungen zu liefern, sondern uns den Spiegel vorzuhalten und zu zeigen, was wir alltäglich alles selbst gegen unser mögliches Glück tun.“[2]

3. Morphologie und Syntax

3.1 Allgemein

Allgemein gleichen sich das Deutsche und das Italienische in den wesentlichen syntaktischen Kategorien wie Nomen, Verben, Adjektive etc. Bedeutsam ist im Deutschen die Unterscheidung von drei Genera – Maskulinum, Femininum und Neutrum – von denen das Italienische nur erstere besitzt. Große Unterschiede finden sich im Kasussystem: die im Deutschen übliche Kasusflexion und Kasuskongruenz der Satzglieder fehlt im Italienischen. Die Kasuszugehörigkeit wird hingegen durch präpositionale Gefüge ausgedrückt, im Allgemeinen mit der Präposition di (vgl. Kapitel.3.8).

3.2 Wortstellung

Die Stellung der Satzglieder bedeutet im Deutschen ein syntaktisches Signal- besonders die Stellung des finiten Verbs, welche die Art der Aussage angibt: steht das finite Verb an erster Stelle handelt es sich um einen Fragesatz bzw. um einen Ausruf, im Hauptsatz hingegen muss es stets an zweiter Stelle stehen. Nebensätze werden im Deutschen gewöhnlich durch ein Komma abgetrennt und das Verb steht an letzter Stelle.

Im Vergleich dazu sind im Italienischen die Struktur von Haupt- und Nebensatz identisch, im Aussagesatz kann das finite Verb auch an erster Stelle stehen, was im Deutschen grammatikalisch unmöglich ist. Auch kann ein Fragesatz dieselbe Struktur wie ein Hauptsatz aufweisen und wird lediglich durch die Interpunktion (bzw. in gesprochener Sprache durch Intonation) als solcher kenntlich; direkte und indirekte Fragesätze gleichen sich in der Struktur. Im Deutschen folgt der indirekte Fragesatz auf einen Hauptsatz und wird mit einem Interrogativpronomen eingeleitet.

Die Stellung einer Nominalphrase im Satz ist im Italienischen weniger festgelegt, wodurch sich mehr Möglichkeiten zur Variation innerhalb eines Satzes ergeben, ohne dessen semantischen Inhalt zu verändern. Das Deutsche bietet dabei vergleichsweise weniger Möglichkeiten.

3.3 Verben und Zeitformen (il sistema verbale)

Im Deutschen werden grundsätzlich starke und schwache Verben unterschieden: starke Verben zeichnen sich aus durch die Veränderung des Stammvokals in der Konjugation und die Bildung des Partizips auf die Endung – n, schwache Verben, welche zahlreicher vertreten sind, bilden das Partizip auf die Endung – t und benötigen zur Bildung des Präteritums den Suffix –te. Gemeinsam ist beiden Typen von Verben die Präfigierung mit ge - zur Bildung des Partizips Perfekt (Ausnahme: Verben auf – ieren).

Bsp.1: starkes Verb: anweisen - an ge wiese n

schwaches Verb: vorschützen - vor ge schütz t[3]

Das Italienische nimmt hingegen eine Einteilung der Verben nach Konjugationsschemata vor, wobei man die drei Konjugationen auf – are, - ere und – ire unterscheidet.

Bsp.2: -are : prest are, salut are, rifiut are

-ere : append ere, descriv ere, convinc er si

-ire : riusc ire, ven ire, sent ire

Des Weiteren gibt es eine Anzahl unregelmäßiger Verben, die von den regulären Konjugationsschemata abweichen, wie zum Beispiel essere, avere und andare.

Das Italienische unterschiedet bei den Verben fünf Modi: indicativo, congiuntivo, condizionale, imperativo und infinitivo, wobei das condizionale als solches im Deutschen nicht vorhanden ist.

3.3.1 Indikativ

Das Präsens beschreibt (presente) in beiden Sprachen den Ablauf einer Handlung, eine Gewohnheitshandlung oder etwas, das gerade geschieht (wobei das Italienische hier häufig auf die Konstruktion stare+ gerundio zurückgreift, vgl. S.8).

Bsp.3: Und so stürmt er hinüber, läutet, der Nachbar öffnet,(...)

E così si precipita di là, suona, il vicino apre,(...)[4]

Das Deutsche nutzt, häufiger als das Italienische, das Präsens auch zum Ausdruck einer zukünftigen Handlung[5].

Im Deutschen gibt weiterhin drei Vergangenheitsformen – Präteritum, Perfekt und Plusquamperfekt -, wogegen das Italienische insgesamt fünf Möglichkeiten zur Bildung des passato kennt: passato remoto, imperfetto ( beides einfache Zeitformen), passato prossimo, trapassato prossimo und trapassato remoto (jeweils zusammengesetzte Verbformen mit entsprechender Form der Hilfsverben avere oder essere).

[...]


[1] Watzlawick, Paul: Anleitung zum Unglücklichsein, München (Piper) 1988, S. 37-46.

[2] ebd., S.2.

[3] Watzlawick, S.37/38.

[4] Watzlawick, S.38, it. S. 29.

[5] z.B.: Morgen gehe ich ins Kino. – Domani andrò al cinema.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Italiano-Tedesco: un confronto linguistico
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Romanistik)
Veranstaltung
Sprachvergleich Italienisch Deutsch
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
19
Katalognummer
V10802
ISBN (eBook)
9783638171366
Dateigröße
542 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
confronto linguistico
Arbeit zitieren
Anne Smolka (Autor), 2003, Italiano-Tedesco: un confronto linguistico, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10802

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