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Theorien schulischer Gewalt

Titel: Theorien schulischer Gewalt

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2003 , 32 Seiten

Autor:in: Martin Hilpert, Dr. (Autor:in)

Pädagogik - Wissenschaftstheorie, Anthropologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entstehung und Unterbindung der Gewalt in Schulen hängt
unmittelbar von der Ausgestaltung des innerschulischen Identitäts-
und Gewaltmarktes ab. Die Schule selbst erzeugt die Gewalt in
Schulen durch den Aufbau ihrer strukturellen Gewalt und kann sie
deshalb auch verhindern durch eine den Schülern angemessene In-
teraktionsweise.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Voraussetzungen

I.I. Begriffsklärung

I.II. Verantwortung der Erziehungswissenschaft

I.III. Stand der Forschung

II. Methode

III. Ergebnis - Theorie der Gewalt in Schulen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein systematisches Verständnis für schulrelevante Gewaltzusammenhänge zu entwickeln, um daraus eine wissenschaftlich fundierte Theorie der Gewalt in Schulen abzuleiten. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie die Schule durch die Gestaltung von Interaktionsbedingungen und Identitätsangeboten die Gewaltentwicklung steuern oder verhindern kann.

  • Analyse des Gewaltbegriffs und der erziehungswissenschaftlichen Verantwortung.
  • Untersuchung des Forschungsstandes und der Theorieentwicklung zur Gewalt in Schulen.
  • Erarbeitung einer systematischen Theorie basierend auf identitätstheoretischen Vorstellungen.
  • Definition der Zusammenhänge zwischen Lebenswelt, Identitätsmärkten und Gewalt.
  • Ableitung von Handlungsanweisungen für Schulen zur Gewaltprävention.

Auszug aus dem Buch

I.I. Begriffsklärung

Der Begriff "Gewalt" kommt von "walten, verwalten" und meint eine gestaltende Machtausübung und insbesondere die positiv gewertete Hausmacht des Herrn (Otto/Merten 1993, 126f. u. Rauschenberger 1992, 135 in: Petersen 1999, 69). Der verwandte Begriff "Ag-gredi" (Aggression) bedeutet dagegen ursprünglich In Angriff-nehmen, Selbstbehauptung, letztlich Aktivität (vgl. Frech 1993, 60 in: Petersen 1999, 70). Der Begriff "Schule" ist allgemein bekannt. "Es handelt sich um die staatliche Einrichtung, die zwischen dem 6. und 16. Lebensjahr von allen Heranwachsenden pflichtgemäß und von den Älteren mehr oder weniger freiwillig besucht wird und in der sich Lehrerinnen und Lehrer um die Bildung und Eziehung des gesellschaftlichen Nachwuchses bemühen. (Tillmann u. a. 2000, 18)" "Gewalt in Schulen" meint die in dieser Institution vorkommende Gewalt.

Begrifflich werden heute "Gewalt" und "Aggression" in der Erziehungswissenschaft nicht mehr unterschieden (Hurrelmann u. a. 1995). Als "Aggression" wird gelegentlich auch eine Verhaltensdisposition bezeichnet (z. B. Tillmann u. a. 2000, 23), die nicht unbedingt zu Gewalt oder Aggression im ersteren Sinne, wohl aber zu einer feindlichen Grundhaltung führt. Unterschieden wird in der Literatur der Erziehungswissenschaft auch zwischen Gewalt bzw. Aggression und "Devianz" (ebd.). Devianz meint "abweichendes Verhalten", was gemäß der soziologischen und kriminologischen Literatur sowohl unsoziales Verhalten als auch kriminelles Verhalten einschließen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Voraussetzungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Gewalt, Aggression und Schule sowie die ethische Verantwortung der Erziehungswissenschaft im Umgang mit Gewaltphänomenen.

II. Methode: Hier wird der methodische Ansatz dargelegt, der darauf abzielt, durch die Analyse der erziehungswissenschaftlichen Fachliteratur ein implizit vorhandenes, aber bisher nicht explizit formuliertes "gemeinsames Verständnis" schulrelevanter Gewaltzusammenhänge herauszuarbeiten.

III. Ergebnis - Theorie der Gewalt in Schulen: In diesem zentralen Kapitel wird die entwickelte Theorie in 20 Thesen präsentiert, die aufzeigen, wie Schule als eigenständiger Sozialraum durch Interaktionsbedingungen und Identitätsangebote Gewalt beeinflussen kann.

Schlüsselwörter

Gewalt, Gewalttheorie, Gewalt in Schulen, Schulgewalt, Identitätstheorie, Identitätsmarkt, Gewaltmarkt, Interaktionstheorie, Gesellschaftstheorie, Erziehungswissenschaft, Gewaltprävention, Identitätsangebote, Lebenswelt, Kulturtheorie, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung und Unterbindung von Gewalt im schulischen Kontext und entwickelt eine fundierte theoretische Grundlage für das Verständnis dieser Phänomene.

Was sind die zentralen Themenfelder der Dissertation?

Zu den zentralen Themen zählen die Definition von Gewalt und Aggression, der Zusammenhang zwischen Identitätsentwicklung und Gewalt in Schulen sowie die Rolle der Schule bei der Gestaltung von Interaktionsbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein systematisches Verständnis schulrelevanter Gewaltzusammenhänge zu erarbeiten, um eine genuin erziehungswissenschaftliche Theorie zu formulieren, die Handlungsmaßstäbe für Schulen liefert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Analyse der erziehungswissenschaftlichen Fachliteratur und empirischer Erhebungen, um Wirkzusammenhänge zu identifizieren und diese zu einer kohärenten Theorie zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Darlegung von 20 Thesen, die theoretische Orientierungen bieten, sowie der Beschreibung von Verhaltensmodi von Schülern und verschiedenen Gewaltformen innerhalb des schulischen Identitätsmarktes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Gewalt, Identitätsmarkt, Gewaltmarkt, Erziehungswissenschaft, Interaktionstheorie und Identitätsbildung.

Was versteht der Autor unter dem "Identitätsmarkt" in Schulen?

Damit ist der Wettbewerb innerhalb der Schule gemeint, bei dem Schüler ihre Identität über Interaktionen und Wertvorstellungen konstituieren, was maßgeblich darüber entscheidet, ob Gewalt entsteht oder verhindert wird.

Wie definiert die Arbeit "relationale Gewalt" und warum ist sie so relevant?

Relationale Gewalt bezeichnet die Schädigung von Beziehungen innerhalb von Gemeinschaften. Der Autor hält sie für das eigentliche Kernproblem in Schulen, da sie die Basis für die Identitätsentwicklung und kognitive Leistungsfähigkeit nachhaltig beeinträchtigt.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Gewaltprävention laut dieser Theorie?

Die Schule ist für den Autor zentral verantwortlich: Sie muss durch eine integre, strukturierte Interaktion und klare Identitätsangebote den "Gewaltmarkt" dominieren, um eine positive Entwicklung der Schüler sicherzustellen.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Theorien schulischer Gewalt
Hochschule
Freie Universität Berlin
Autor
Martin Hilpert, Dr. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
32
Katalognummer
V108131
ISBN (eBook)
9783640063352
ISBN (Buch)
9783640611874
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Theorien Gewalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Hilpert, Dr. (Autor:in), 2003, Theorien schulischer Gewalt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108131
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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