In vorliegender Schülerarbeit wird auf 16 Seiten eine Betrachtung zu Henrik Ibsens Drama Peer Gynt vorgenommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Zum Werk
1.1 Henrik Ibsen
1.2 Peer Gynt – Inhalt
2. Peer Gynt, Künstler oder Scharlatan?
2.1 Der Künstler im 19. Jahrhundert
2.2 Charakterisierung Peer Gynt
2.3 Peer Gynts Charakter – Das Verhalten eines Künstlers?
2.4 Künstler oder Scharlatan – Ergebnis
Inhaltsverzeichnis
1. Zum Werk
1.1 Henrik Ibsen
1.2 Peer Gynt – Inhalt
2. Peer Gynt, Künstler oder Scharlatan?
2.1 Der Künstler im 19. Jahrhundert
2.2 Charakterisierung Peer Gynt
2.3 Peer Gynts Charakter – Das Verhalten eines Künstlers?
2.4 Künstler oder Scharlatan – Ergebnis
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Figur des Peer Gynt aus Henrik Ibsens gleichnamigem Drama auf ihre künstlerischen Züge hin und analysiert, inwieweit das Verhalten des Protagonisten – charakterisiert durch ständige Rollenwechsel und eine lebenslange Suche nach dem eigenen Selbst – eine Form von Künstlertum darstellt.
- Analyse der Biografie und des Schaffens von Henrik Ibsen
- Zusammenfassung und Interpretation der dramatischen Handlung
- Untersuchung des Künstlertums und Genialitätsgedankens im 19. Jahrhundert
- Psychologische Charakterisierung von Peer Gynt
- Vergleich von Peer Gynts Lebensweg mit den Merkmalen eines Künstlers
Auszug aus dem Buch
2.4. Künstler oder Scharlatan – Ergebnis
Das Werk Peer Gynt zeigt auf den ersten Blick keine Parallelen zu einem Künstlerdrama. Der Vergleich eines Bauernjungen, der in die Rollen eines Geschäftsmannes, Propheten und Wissenschaftler schlüpft, und dem typischen Bild eines Künstlers ist nicht offensichtlich. Erst bei genauerer Analyse zeigt sich, dass das Verhalten Peer Gynts durchaus Züge eines Künstlers trägt.
Der augenscheinlichste Aspekt im Verlauf des Leben des Peer Gynts sind die Rollenwechsel. Nach der Flucht aus seiner Heimat macht sein Charakter unterschiedliche Veränderung durch. Er wandelt sich vom Bauernjungen über Geschäftsmann, Prophet und Wissenschafter zu sich selbst. Dieser Verlauf bestimmt sein ganzes Leben. Erst als er im Tollhaus zu Kairo entdeckt das er sein ganzes bisheriges Leben „jemand anderes“ war findet er zu sich selbst.
Diese Rollenwechsel, zeigt ein weiteren Aspekt des Künstlertums. Es gelingt ihm jede seine Rollen auszufüllen und perfekt zu spielen. Es gelingt ihm sogar diese Kunst so grandios auszuüben, dass er sich selbst täuschen kann und auch täuschen lässt. Jede Figur, welche er auf seiner Reise trifft wird von ihm in die Irre geführt, sei es die Beduinenprinzessin Anitra oder seine Geschäftskumpanen. Diese Tatsache lässt seine Lügen als eine Form genialer Kunst erscheinen. Diese Schauspielerei kann als eine Kunstform angesehen werden, die jegliches Schauspiel übersteigt, da er nicht nur eine Rolle über eine gewisse Zeit ausfüllt, sondern sein gesamtes Leben „spielt“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zum Werk: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über das Leben Henrik Ibsens und eine detaillierte Inhaltsangabe des Dramas.
2. Peer Gynt, Künstler oder Scharlatan?: Der Hauptteil analysiert das Künstlertum im 19. Jahrhundert, charakterisiert Peer Gynt psychologisch und bewertet sein Verhalten als eine spezielle, unbewusste Form der künstlerischen Selbstfindung.
Schlüsselwörter
Henrik Ibsen, Peer Gynt, Künstlertum, Genialitätsgedanke, Rollenwechsel, Selbstfindung, 19. Jahrhundert, Sturm und Drang, Scharlatan, Identität, Schauspielerei, Individualismus, Dramatik, Literaturgeschichte, Selbstverwirklichung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit Henrik Ibsens Drama "Peer Gynt" und der Frage, ob der Protagonist trotz seiner Lügen und wechselnden Identitäten als Künstler betrachtet werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Künstlertum des 19. Jahrhunderts, die Identitätssuche, der Rollenwechsel als Lebensprinzip und der Gegensatz zwischen Schein und Sein.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, inwiefern Peer Gynts Verhalten und seine lebenslange Rollenwahrnehmung Merkmale eines Künstlers aufweisen oder ob er lediglich ein Scharlatan ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext mit zeitgenössischen literarischen Epochen (Sturm und Drang, 19. Jahrhundert) und biografischen Hintergründen vergleicht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Einordnung in den künstlerischen Kontext des 19. Jahrhunderts, eine detaillierte Charakterisierung Peer Gynts und die kritische Ergebnisfindung bezüglich seines "Künstlertums".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Künstlertum, Identität, Rollenwechsel, Peer Gynt, Henrik Ibsen, Selbstfindung, Genialität und Schein.
Warum spielt die Figur der Solveig eine so zentrale Rolle?
Solveig stellt die einzige Konstante im Leben Peer Gynts dar; sie ist der Ankerpunkt seiner Suche und am Ende seine Erlösung, da sie ihm trotz seines instabilen Lebens treu bleibt.
Welche Bedeutung hat das Tollhaus zu Kairo für Peer Gynt?
Im Tollhaus erkennt Peer Gynt, dass er in den vorangegangenen 30 Jahren in einer "falschen Normalität" lebte und nur Rollen spielte, statt er selbst zu sein.
Inwiefern ist Peer Gynt ein "Künstler"?
Obwohl Peer Gynt nicht im klassischen Sinne künstlerisch tätig ist, agiert er wie ein Künstler, indem er sein gesamtes Leben als eine Art "Schauspielerei" gestaltet, in der er intuitiv und jenseits gesellschaftlicher Normen handelt.
- Arbeit zitieren
- Christoph Meister (Autor:in), 2004, Zu Ibsen, Henrik - "Peer Gynt": Genie oder Scharlatan?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108264