Sitcoms. Entstehung, Theorie und Beispiele aus der Serie "King of Queens"


Facharbeit (Schule), 2003
21 Seiten

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Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Leitfrage

4. Theorie
4.1 Entstehung der Sitcoms
4.2 Aufbau einer Sitcom
4.3 Personen
4.4 Komik
4.5 Drehbuch

5. Feldarbeit
5.1 Steckbrief von „King of Queens“
5.2 Kurze Biographie der Hauptdarsteller
5.3 „King of Queens“ Allgemein
5.4 Vorgehen bei der Feldarbeit
5.5 Ergebnisse
5.5.1 Charakteristik
5.5.2 Aufbau der Sitcom
5.5.3 Specials
5.5.4 Verschiedenes
5.6 Fazit der Feldarbeit

6. Diskussion

7. Glossar

8. Quellen

9. Anhang

2. Einleitung

In meiner Dokumentation durchleuchte ich das Gerne der Sitcoms. Anhand der Theorie, welche sehr vielseitig gestaltet ist, werden Sie, lieber Leser, in dieses Metier eingeführt. Die Geschichte der Sitcoms, welche nun doch schon respektable 80 Jahre andauert, wird Ihnen als erstes erläutert. Spätestens nachdem Sie über den Aufbau einer Sitcom und die Personen informiert wurden und die allgemeinen Muster erkannt haben, werden Sie die Sitcoms differenzierter betrachten können. Alle, die sich schon einmal gefragt haben, wie es die Autoren fertig bringen, die Jokes am Laufmeter zu entwickeln, werden auch hier drin Antworten finden. In meiner Feldarbeit wird verdeutlicht, wie man analytisch fernsehen kann und was dann dabei herauskommt. Um meine gesammelten Erfahrungen auch einmal anwenden zu können, habe ich als Produkt ein Drehbuch gewählt. Mein Produkt soll dem geneigten Leser ein Lachen abringen, wenn er sich beim Lesen die Szenen vorstellt. Wenn Sie sich nach dem Lesen meiner Dokumentation beim Fernsehen, speziell beim Konsum von Sitcoms, etwas mehr Gedanken als üblich machen und im Stande sind, auch Dinge hinter dem Offensichtlichen zu erkennen, so hat meine Dokumentation ihr Ziel erreicht.

3. Leitfrage

Gelingt es mir, mit Hilfe der Feldarbeitsergebnisse und dem erarbeiteten Theoriewissen, ein Drehbuch einer aktuelle Sitcomepisode zu schreiben, das die gleiche Qualität erreicht wie die anderen Folgen dieser Sitcom?

4. Theorie

4.1 Entstehung der Sitcoms

Sitcoms wurden nicht von der Fernsehindustrie erfunden, sondern von der Radioindustrie. Im Jahre 1922 setzte der allgemeine Radioboom ein. Die Zahl der Sender verdoppelte sich in diesem Jahr und die Anzahl Radios in den privaten Haushalten stieg auch exponentiell an. Dies erhöhte natürlich den Konkurrenzkampf unter den Radiostationen. Deshalb versuchte man die Leute mit Humor an einen Sender zu fesseln. Man griff zu diesem Zweck auf Komiker zurück, die ihre Witze erzählten. Aber bald tauchte das Problem auf, dass die Komiker nicht genug Material hatten um mehrere Male pro Woche eine Show zu machen. Dieses Problem wurde gelöst, indem man die Familienserien konstruierte. Dieses neue, 1927 entstandene Unterhaltungsformat konnte für jede Folge auf feste Muster zurückgreifen. Sprich es waren immer dieselben Charaktere, man war als Autor demzufolge mit den Figuren vertraut und musste sie nicht jedes Mal neu erfinden, man konnte Runinggags einführen etc. Die Familienserien waren also vergleichsweise einfach zu produzieren. Diese Serien hatten einen edlen und feinen Humor, schilderten den normalen Alttag des Mittelstandes (überspitzt natürlich) und zeigten auf, dass Familien trotz ihrer Probleme irgendwie über die Runden kamen. Damit befriedigten sie das emotionale Bedürfnis des amerikanischen Volkes. Denn man hatte den 1. Weltkrieg durchmachen müssen, alles war im Wandel und man wusste nicht, wohin die Nation steuerte. Da boten diese Serien eine Rückkehr zur Normalität, auch dank ihrem nostalgischen Touch, und gaben ihren Hörern Mut. Ausserdem muss es auch ein gemütliches Erlebnis gewesen sein, wenn die ganze Familie mit einer Tasse Cafe oder heisser Schokolade am späten Nachmittag bequem vor dem Radio sass und den verschiedenen Stimmen lauschte.

Kurz nach den Familienserien haben auch die Varieté-Shows Einzug ins Radio gehalten. Die Charaktere waren dort tiefer und vielschichtiger. Der Humor war einiges bissiger und hatte auch eine noch zentralere Bedeutung als bei den Familienserien. Das Ganze hatte auch einen urbanen Charakter. Das schlägt sich bis in die heutigen Sitcoms durch, die eigentlich ausschliesslich in Städten und vor allem in Vorstädten spielen. Die Varieté-Shows waren sehr beliebt und plötzlich standen die Produzenten vor einem altbekannten Problem, die Autoren konnten nicht mehr genug Material liefern. Deshalb griff man auf die Grundmuster der Familienserien zurück, vermischte sie mit Teilen der Varieté-Shows und fügte noch gewisse feste Elemente hinzu. Dies war unter anderem die Länge der Folgen, die wie heute immer noch eine halbe Stunde betrug. Auch fand von diesem Moment an das Livepublikum seinen festen Platz. Eine der populärsten dieser Serien war „The Aldrich Familiy“.

Mit der Zeit verlagerte sich das Zentrum für die Produktion dieser Serien von New York nach Hollywood. Es war nun nur noch eine Frage der Zeit, bis sich das dort ansässige junge Medium des Films mit diesem Format anfreundete. Gegen Ende der dreissiger Jahre entstanden dann diese kitschigen und unschuldigen Familiensitcoms. Da sie aber in den Filmtheatern abgespielt wurden, glichen sie stark den Spielfilmen. Sie spielten hauptsächlich in Kleinstädten. Es wurde auch bewusst ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, denn danach sehnten sich die Amerikaner während des Zweiten Weltkriegs. Noch immer dominierte aber das Radio dieses Gerne. Doch dies änderte sich gegen Ende der 40er Jahre. Das Fernsehen wurde immer stärker verbreitet und damit begann auch der Siegeszug der Sitcom. Der Preis dafür war, dass ihre bildlosen Radiovorläufer nach und nach ausstarben.

Als man den Krieg und seine Folgen überwunden hatte, begann das Bedürfnis nach Nostalgie und Sicherheit nachzulassen. Gefragt waren moderne Sitcoms, die die vorherrschende Aufbruchsstimmung verbildlichten (nach Gerard Jones). Den endgültigen Durchbruch in der Fernsehlandschaft hatten die Sitcoms in den 50er Jahren. Mit der Fernsehindustrie entwickelten sich auch die Sitcoms weiter und wurden vielseitiger (Soundeffekte kamen hinzu, wurden in Farbe ausgestrahlt etc.). Auch wurden die Sitcoms ab den 60er Jahren nicht mehr ausschliesslich in den USA produziert. Dies veränderte deren Inhalt. Zum Beispiel schätzen die Amerikaner den Schwarzen Humor nicht sehr, wogegen die Briten nicht ohne leben können. Die Sitcoms haben ihren Zenit angeblich anfangs der 90er Jahre überschritten. Aber von einer Tendenz zum Aussterben kann absolut nicht die Rede sein, denn es wird fleissig weiterproduziert (nach IQ A 6). Ein Trend, den ich in den letzten Jahren beobachten konnte, ist, dass man vermehrt auf Spezialeffekte setzt. So gibt es Sitcoms mit Hexen, die zaubern können, oder mit Ausserirdischen, die auch besondere Fähigkeiten besitzen, zu deren Umsetzung man Spezialeffekte benötigt. Im Allgemeinen wird aber in den modernen Sitcoms mehr Wert auf Realismus gelegt. Man versucht keine verfälschte Wirklichkeit wiederzugeben. Was den Humor anbelangt, so setzt man heute verstärkt auf Ironie, Selbstkritik, Vulgaritäten und Zynismus. Ausserdem sind die heutigen Sitcoms viel differenzierter als früher, d.h. auf eine klar abgegrenzte Zielgruppe ausgerichtet.

4.2 Aufbau einer Sitcom

Eine Sitcom ist eine Story, die in Jokes unterteilt ist, so wie ein Musikfilm eine Story ist, die in Lieder unterteilt ist. Sitcoms verzichten bewusst auf Ernst und Dramatik, dies überlassen sie getrost den Soap Operas. Eine Episode dauert mit der Werbung ohne Ausnahmen eine halbe Stunde (nach Gerard Jones). Damit das Publikum während der Werbeunterbrechung nicht weiterzappt, muss die Unterbrechung bei einem so genannten „cliffhanger“ eingeschoben werden, um die Zuschauer an den jeweiligen Kanal zu fesseln. Eine Sitcom ist meist in zwei mehr oder weniger voneinander unabhängige Geschichten unterteilt. Der sogenannten A- bzw. B-Story. Der Plot der Stories besteht in der Regel aus einem Problem, das sich zuspitzt, teilweise extrem, dann in einer Katastrophe endet und keine Konsequenzen mit sich bringt. Denn eines der wichtigsten Gesetze in diesem Gerne ist, dass am Ende einer Sitcom wieder alles so ist, wie am Anfang und sich nichts verändert hat. Somit ist es möglich, mitten in einer Staffel in eine Sitcom einzusteigen, weil man kein Vorwissen benötigt. Auch müssen die Stories übersichtlich sein und die zentralen Informationen sollten hie und da wiederholt werden. Dies ermöglicht dem Zuschauer auch mitten in einer Episode einzusteigen (nach IQ A 4). Das alles hat sich auch bei meiner Feldarbeit bestätigt.

Sitcoms sind nur so erfolgreich, weil sie sich immer an ihren Konsumenten orientiert haben. Zum einen befriedigen sie unser Bedürfnis nach einer Art heiler Welt. Denn die Stories enden immer mit einem Happy-end, sprich die Probleme sind gelöst. Sie geben dem Betrachter auch Mut, weiterzumachen, indem sie Menschen zeigen, die immer irgendwie über die Runden kommen (nach Gerard Jones). Dass die Sitcoms im Vorabendprogramm laufen, kommt nicht von ungefähr. Denn in dieser Zeit kommen die Menschen von ihrer Arbeit/Schule zurück und haben das Bedürfnis, sich zu entspannen und zu amüsieren. Dazu waren die Sitcoms schon von Anfang an gedacht (nach Gerard Jones). Damit sich der Zuschauer wirklich entspannen und amüsieren kann, kann man nicht von ihm verlangen, dass er zuviel überlegen muss. Deshalb ist der Reflektionsaufwand der Jokes gering, das heisst die Pointen beziehen sich immer auf den Anfang der Szenen (nach Horst Heidtmann). Auch die Länge einer Sitcom trägt zu ihrem Erfolg bei. Denn sie sind kurz und bündig, deshalb hat man eigentlich immer Zeit, sich schnell eine Episode anzuschauen.

Sitcoms werden, von einigen Outdoorszenen abgesehen, in Studios produziert. Ihre Handlung beschränkt sich also auf wenige Räume. Diese Tatsache erlaubt es auch, Sitcoms relativ schnell zu produzieren, weil die Kamerabahnen, Beleuchtung und die Mikrophone fest installiert sind. Das spart Zeit und Geld. Eine durchschnittliche Sitcom kommt mit weniger als 10 regelmässig auftauchenden Räumen aus. Ein wichtiger Raum ist immer das Wohnzimmer. Es ist ein Ort der Begegnung, zu dem alle wichtigen Charaktere Zugang haben. Die Räume und deren Anordnung kommen häufig im Norman Liar-Look daher. Norman Liar war in den 70er Jahren einer der wichtigsten Männer in diesem Gerne und hat viele Sitcoms erschaffen. Der Liar-Look definiert sich dadurch, dass von den relativ grossen Wohnzimmern immer eine Treppe in den oberen Stock geht, wo sich die Schlafzimmer befinden. Durch die Haustüre gelangt man direkt ins Wohnzimmer. Die Küche ist rechts oder links des Wohnzimmers angeordnet. Dort befindet sich der Hinterausgang. Typisch ist auch, dass die einzelnen Räume stark beleuchtet sind und daher sehr hell wirken (nach Gerard Jones). Die Häuser der Protagonisten befinden sich sehr oft in Vorstädten und gehören meist der mittelständischen oder der höheren gesellschaftlichen Schicht an.

4.3 Personen

Eine Sitcom besteht aus ca. 6 bis 10 Personen, die in einem familiären Verhältnis zueinander stehen (nach IQ A 2 & 4). Die Wahl der Charaktere hängt stark von der Zielgruppe ab. Je nachdem sind die Leute jung oder alt, schwarz oder weiss. Die dargestellten Personen müssen einprägsame Sympathieträger sein (nach Horst Heidtmann). In einer Sitcom gibt es nie richtig ähnliche Charaktere, sogar Zwillinge sind zuweilen grundverschieden. Denn je differenzierter die Charaktere, desto höher der Anteil an Leuten, die von den Personen dieser Sitcom angesprochen werden. Auch können nur so Gegensätze und damit Spannungen erzeugt werden. Streitereinen sind ein wichtiges Element in Sitcoms und eignen sich gut für Witze. Auch fühlt man sich angesprochen, wenn man sich mit den Personen identifizieren kann. Damit Charaktere für Jokes brauchbar sind, dürfen sie nicht reaktiv oder passiv sein, sondern das Gegenteil (nach IQ A 4). Sie müssen auch gewissen Vorurteilen und Typenvorstellungen entsprechen. Die durchschnittliche Zielgruppe einer Sitcom sind Kinder und junge Erwachsene. Damit sich Kinder angesprochen fühlen, braucht es kindische Charaktere, wie eben Doug Haffernan. Um aber auch das geistig etwas anspruchsvollere Publikum für die Serie zu begeistern, braucht es Charaktere mit einem nobleren und tiefsinnigeren Humor, wie z.B. Carry. In Sitcoms kommen immer wieder dieselben Charaktere vor. Es gibt z. B. immer einen Trottel- oder Verlierer- Typus, der kein Selbstvertrauen hat. Auch gehört in jede Sitcom ein verrückter und durchgeknallter Charakter. Ein Musterbeispiel dafür ist Arthur Spooner. Auch sind die Figuren nie gleichberechtigt, es gibt immer jemand, der den Ton angibt. Die Sitcoms, die etwas älter sind, besassen meist eine patriarchalische Struktur (z.B. „The Bill Cosby Show“).

4.4 Komik

Die Komik der Sitcoms beruht vor allem auf der Situationskomik. Das heisst, dass man es auch gesehen haben muss, um zu lachen (nach IQ A 2). Aber da die Sitcoms ja im Radio entstanden sind und ihre Wurzeln keineswegs verleugnen, ist natürlich auch die Sprachkomik ein wichtiger Bestandteil. Flotte Sprüche, Sarkasmus, Ironie, Übertreibungen und Vulgaritäten sind die wichtigsten Zutaten. Häufig werden wir zum Lachen veranlasst, wenn Tabus gebrochen werden oder gegen interne oder externe Normen verstossen wird (nach IQ A 7). Wenn z.B. Arthur sich plötzlich mit Dougs Tante einlässt. Als lustig werden auch Handlungen empfunden, die nicht normal sind und die wir nicht erwarten. Deshalb ist auch die Typenvorstellung der Charaktere wichtig. Sie lassen uns etwas erwarten, diese Erwartung wird aber dann meist aufs derbste enttäuscht, was dann als lustig empfunden wird (nach Dieter Matthias). Runninggags sind auch in einer guten Sitcom enthalten. Witzig sind auch die so genannten Specials. Zum einen machen sie die Sitcoms interessant und distanzieren sie von Substituten, zum anderen sind sie aber auch ein wichtiges Humorelement. Specials sind Szenen und Filmtricks, die Gegebenheiten darstellen, die so in der Realität nicht denkbar wären (vgl. Feldarbeit 5.5.3).

4.5 Drehbuch

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Arten von Drehbüchern. Die Drehbücher der Sitcoms sind sehr standardisiert, was in der Natur der Sache liegt, wenn man deren Anzahl bedenkt. Drehbücher sind immer in Spalten unterteilt. Mein Drehbuch ist in vier Spalten unterteilt. Die erste Spalte nummeriert die Szene, die zweite befasst sich mit der Handlung, d.h. dort sind die Dialoge und Regieanweisungen aufgeführt. Die dritte Spalte befasst sich mit dem Ton und der Musik, und die vierte zeigt auf, wie lange die Szene dauert. Häufig gibt es noch eine Spalte, die sagt, wie sich die Kamera verhalten soll. Dies erübrigt sich aber in meinen Augen. Denn die Kameras sind bei KoQ fest installiert resp. auf Schienen montiert und lassen kaum einen Spielraum offen. Auf den ersten Seiten meines Drehbuchs, werde ich den Plot der Geschichte aufführen und die benötigten Figuren und Schauplätze auflisten.

Um ein Drehbuch schreiben zu können, ist es wichtig, dass man seine Figuren sehr gut kennt, wie es mir Herr Lewinsky im Nachhinein bestätigt hat. Man muss also wissen, was ihn ihren Köpfen vorgeht, und wie sie auf die jeweiligen Situationen reagieren. Dazu war die Feldarbeit geradezu ideal. Wie schon erwähnt, konnte ich dort ein Gespür für die einzelnen Charaktere entwickeln. Es ist mir also möglich, mich in sie hineinzuversetzt. Geeignete Themen für eine Episode sind all jene Themen, die mit Emotionen oder Tabus besetzt sind. Denn daraus lassen sich die Pointen am besten ziehen. Es ist sehr wichtig, dass die Pointen auf natürlich Weise zu den Figuren passen. Entgegen meiner ursprünglichen Annahme, spielen die Jokes beim Verfassen eines Drehbuches keine primäre Rolle. Die Story ist wichtiger. Die Story muss sich aus den Charakteren logisch und nicht zufällig entwickeln. Ausserdem ist es wichtig, dass man auf zuviele Figuren und Schauplätze verzichtet, um die Übersichtlichkeit zu gewährleisten.

5. Feldarbeit

5.1 Steckbrief von „King of Queens“

Die einzelnen Episoden von „King of Queens“, oder kurz KoQ, werden in den SONY PICTURES STUDIOS in Culver City, Kalifornien, im Auftrag der CBS, einer der grossen US TV-Sender, produziert. Die Hauptautoren sind Michael J. Weithorn und David Litt (nach IQ B 5) und Kevin James, der die Serie auch konzipiert hat (nach IQ B 8). Die Erste Episode wurde am 21. September 1998 in den USA ausgestrahlt. Das deutschsprachige Publikum musste sich bis zum 26 März 2001 gedulden, um in den Genuss dieser Sitcom zu kommen (nach IQ B 7). Mittlerweile befindet sich KoQ in der sechsten Staffel und es wurden schon mehr als 125 Episoden abgedreht (nach IQ B 5). Ein Ende ist nicht in Sicht. Denn KoQ hat sich auf dem europäischen und vor allem auf dem amerikanischen Markt gut etabliert und erfreut sich einer grossen Fangemeinde. Auch denkt keiner der unverzichtbaren Darsteller ans Aufhören, soweit ich informiert bin.

5.2 Kurze Biographie der Hauptdarsteller

Kevin James alias Doug Haffernan:

Kevin James wurde am 26 April 1965 im US Bundesstaat New York geboren. Er wuchs behütet auf und studierte Sportmanagement. Nach dem Studium schloss er sich einer lokalen Theatergruppe an. Er genoss es sehr das Publikum zum Lachen zu bringen. Deshalb schloss er sich mit der Zeit der Komödiengruppe seines Bruders, Gary Valentine, an. Es gefiel ihm dermassen als Stand-Up Comedian durch die Clubs zu touren, dass er das die nächsten 11 Jahre tat. Nach einem Auftritt in der „Tonight Show“, seinem Erfolg am renommierten Montreal Comedy Festival und seinen wiederkehrenden Rollen in der Sitcom seines Freundes Ray Romano „Alle lieben Raymond“, war sein Ruf als Comedian gut genug, um eine eigene Sitcom zu bekommen (nach IQ B 6). Kevin James ist nicht nur die männliche Hauptrolle von KoQ, er ist auch der geistige Vater dieser Sitcom und einer ihrer Autoren.

Leah Remini alias Carry Haffernan:

Leah erblickte am 15. Juni 1970 in Brocklyn, New York, das Licht der Welt. Als sie 13 Jahre alt war zog die Halbitalienerin mit ihrer Familie in die Stadt der Engel, Los Angeles (nach IQ B 6). Schon im zarten Alter von 14 Jahren verliess sie die Schule. Sie versuchte sich in verschiedensten Jobs, wie beispielsweise als Kellnerin oder als Vertreterin für Autoversicherungen. Schliesslich fand sie aber ihre Bestimmung und wurde Schauspielerin. Ihre erste kleine Nebenrolle bekam sie in „Head of the Class“ (nach IQ B 10). Dann arbeitete sie sich mit Gastauftritten durch verschiedene Sitcoms (z.B. „Wer ist hier der Boss) und Fernsehserien (z. B. „Diagnose: Mord“ und „Renegade“). Sie bekam sogar eine Rolle in „Friends“, der beliebtesten Sitcom überhaupt. Aber ihren Durchbruch schaffte sie erst mit der TV-Serie „Firedup“. Bevor sie dann endgültig zu KoQ kam, drehte sie noch einen Spielfilm an der Seite von Ben Affleck ab (nach IQ B 6). Im Juni hat sie in Las Vegas Angelo Pagan geheiratet (nach IQ B 4).

Jerry Stiller alias Arthur Spooner:

Es ist mir nur mit verhältnismassig grossem Aufwand gelungen, die nötigen Informationen zu Jerry Stiller Biographie im Internet zusammenzukratzen. Jerry Stiller wurde am 8 Juni 1927 in Brooklyn, New York, geboren (nach IQ B 11). Schon im zarten Alter von 10 Jahren spielte Jerry Theater (nach IQ B 1). Er heiratete Anne Meara, eine anerkannte Schauspielerin, und die beiden traten auch zusammen als Komikerduo auf, was der Anfang ihrer beider Karrieren war. Sein Filmdebüt hatte Jerry 1953 und schaffte den Durchbruch Anfangs der 90er mit seiner festen Rolle in der Sitcom Seinfeld (nach IQ B 11). Er wurde 1997 auch für einen Emmy Award nominiert und gewann den American Comedy Award 1998. Obwohl der Ruhm von Jerry und Anne schon beachtlich ist, wird er von dem ihres Sohnes noch übertroffen. Ben Stiller wurde im November 1965 geboren (nach IQ B 2). Er konnte schon beachtliche Erfolge feiern und spielte in grossen Hollywood Produktionen wie „Verrückt nach Marry“ oder „Meine Braut, ihr Vater und Ich“ die Hauptrollen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

5.3 „King of Queens“ Allgemein

Doug, seine Frau Carry und deren Vater Arthur wohnen zusammen in einem Einfamilienhaus in Queens, einem Vorort von New York. Doug ist Packet Courier und Carry Sekretärin in einer Anwaltskanzlei in Manhattan. Der leicht verrückte Arthur wohnt im Keller des Hauses, da er sein eigenes abgefackelt hat. Er hat irgendwie immer etwas zu tun. Alles in Allem hat man es hier mit einer typischen amerikanischen Familie zu tun, abgesehen davon, dass die Haffernans keine Kinder haben, die die „ganz normalen“ Probleme des Alltags auf ihre eigene Weise zu lösen versucht. Die wichtigsten Nebenrollen besetzen hauptsächlich Dougs Kumpels. Sein bester Freund und Arbeitskollege ist Deacon Palmer, ein Farbiger, der Frau und Kind hat. Mit ihm bespricht Doug oft die Probleme, die er mit Carry hat. Dann sind da noch Spence, der Trottel der Truppe, der ein Auge auf Carry geworfen hat, und Richie, der dem Typ des smarten Latino entspricht. Er hat mittlerweile aber die Serie verlassen und ist in der aktuellen Staffel nicht mehr anzutreffen.

5.4 Vorgehen bei der Feldarbeit

Ich habe mich zur Vorbereitung meiner Feldarbeit zuerst einmal gefragt, zu welchen Erkenntnissen ich dank meiner Feldarbeit gelangen will. Die Fragen (siehe Anhang), die ich mir stellte, mussten mir die nötigen Informationen zur Konzeption eines Drehbuchs liefern. Und so wie es aussieht, haben sie das auch getan. Anschliessend habe ich mich mit einem Haufen verschiedener Notizblätter ans Werk gemacht. Sprich mir KoQ in regelmässigen Abständen angeschaut und mir Notizen gemacht. Während der Feldarbeit fielen mir, wie erwartet, noch weitere Dinge auf, die es wert waren, notiert zu werden. Nachdem ich mir knapp 25 KoQ Episoden zu Gemüte geführt hatte, konnte ich die Informationssammlung meiner Feldarbeit abschliessen. Das Hauptproblem war, sich zu konzentrieren. Sitcoms sind ja dazu da, dass die Zuschauer abschalten und sich entspannen können. Somit hatte ich einige Mühe, mich nicht gehen zu lassen, aber es war zu bewerkstelligen. Ein weiteres, nebensächliches Problem war, dass ich nie so ganz ernst genommen wurde, wenn ich vor dem Fernseher sass und sagte: „Ich lerne“.

5.5 Ergebnisse

5.5.1 Charakteristik

Doug Haffernan verkörpert den typischen Durchschnittsamerikaner. Er liebt seine Footballmannschaft und seinen Breitbildfernseher über alles. Er isst gerne und viel, deshalb ist er auch übergewichtig oder „fett“, wie er selbst sagt. Er hat immer dumme Ideen, nicht zu vergleichen mit jenen von Arthur, aber doch auch ziemlich stupide. Er ist ziemlich naiv und auch ein Tölpel, das lässt manchmal Vergleiche mit einem grossen Knuddelbären zu, demzufolge ist er auch ein grosser Sympathieträger. Sein Sarkasmus, welcher in flotten Sprüchen über Gott und die Welt zur Geltung kommt, ist ein Hauptpfeiler von KoQ. Auch neigt er zu Übertreibungen, die vor allem in den Streitgesprächen mit Carry zum Zuge kommen. In der Regel ist er Carry unterlegen, doch das will er nicht wahrhaben.

Carry Haffernan ist eine attraktive junge Frau und eigentlich das genaue Gegenstück zu Doug. Sie besitzt einen sehr edlen Humor und ist um einiges niveauvoller als Doug. Sie ist eindeutig die Klügste im Hause Haffernan. Sie denkt vorausschauend und ist sehr ehrgeizig und selbstbewusst, deshalb will sie auch ihren Collageabschluss nachholen. Sie ist auch sportlich und kann gut mit Menschen umgehen. Zu ihren schlechten Eigenschaften gehört sicher, dass sie manchmal eine richtige „Zicke“ sein kann und man es ihr nicht recht machen kann. Auch hält sie keine grossen Stücke auf Dougs Freunde, die sie nicht für voll nimmt.

Arthur Sponner ist der verrückte und durchgedrehte Charakter, der in jede Sitcom gehört wie das Dach aufs Haus. Er ist leicht senil und steht mit Doug meist auf Kriegsfuss, da er ihm manchmal gewaltig auf die Nerven geht. Er ist ein Kriegsveteran und ein Patriot, der gegen die Nazis gekämpft hat. Er ist sehr aufbrausend und ein richtiger Schreihals, der sich gerne in alles einmischt. Deshalb wird er von Doug und Carry oft wie ein Kind behandelt. Das Wohlergehen von Carry liegt ihm sehr am Herzen, obwohl er das nur selten zeigt. Er erzählt viel von früher, „Da war die Welt noch in Ordnung“. Trotz allem kann man aber nicht behaupten, dass er in der Realität nicht zurecht kommt.

5.5.2 Aufbau der Sitcom

KoQ weist einen klaren Aufbau auf, der immer etwa gleich ist. Die Sitcom dauert ohne Werbung 22 Minuten und hat im Durchschnitt 10-11 Szenen, plus die Szene, die vor dem Vorspann kommt. Diese Szene besitzt meist eine hohe Qualität, sprich sie ist sehr lustig. Dass muss sie auch, damit sie ihren Zweck erfüllen kann, der darin besteht, die Zuschauer, die das vorhergehende Programm auf diesem Kanal konsumiert haben, auch für KoQ zu begeistern. Diese Szene bezieht sich nicht auf die Stories. Eine Szene dauert mindestens 30 Sekunden und übertritt selten die drei Minuten Grenze. Die Zeitspanne einer Episode beträgt eigentlich immer zwei Tage. Zwischen den einzelnen Szenen werden etwa zwei bis dreimal pro Episode Aussenaufnahmen des Einfamilienenhauses der Haffernans gezeigt, die immer mit derselben Musik unterlegt sind. In meinen Augen dienen sie dazu, dass die Zuschauer die Tageszeit abschätzen können. Musik spielt bei KoQ eine untergeordnete Rolle. Abgesehen von der Titelmelodie (Billy Vera and The Beaters, "Baby All My Life“), und dem eben erwähnten, kommt Musik kaum zum Zug. Das ist aber typisch für eine Sitcom.

KoQ spielt sich hauptsächlich im Haus der Haffernans ab. Am stärksten frequentiert sind die Küche und das Wohnzimmer. Dort werden die meisten Dialoge abgehalten. Auch ein sehr wichtiger Raum ist das Schlafzimmer von Doug und Carry im oberen Stock. Der Ort, an dem die beiden intim sein können und es auch sind. Auch noch zu erwähnen sind die beiden Arbeitsplätze von Doug und Carry, vor allem jener von Doug, denn sie kommen oft vor. Sogenannte wiederkehrende Nebenräume sind der Keller, also das Zimmer von Arthur, die Garage, wo sich Doug mit seinen Freunden trifft, und der Hinterhof des Hauses. Aussenaufnahmen, also ausserhalb des Studios, sind sehr selten, ich habe bis jetzt nur drei gezählt.

Zur Handlung ist zu sagen, dass in der Regel immer eine A- und eine B-Story vorkommen, mit jeweils unterschiedlicher Gewichtung. Der Inhalt der Stories ist bös gesagt belanglos. Er muss nur spannend genug sein, damit die Leute nicht umschalten und eine gute Verpackung für die Jokes sein. Es geht ja bei einer Sitcom um die Jokes, und die beziehen sich bei KoQ meist auf den Anfang der jeweiligen Szene, der jeweilige Reflektionsaufwand ist also gering. Sprüche, die sich auf vorhergehende Szenen beziehen, bilden eine Minderheit. Sehr viele Jokes werden während der Streitigkeiten zwischen Doug und Carry, das sind mindestens vier pro Episode, obwohl die zwei eine gute Beziehung haben, gemacht. Grund zum Streiten gibt es oft, da es ja zwei sehr antithetische Charkatere sind. Die beiden sprechen auch oft über ihre Sexualität, diese Tatsache ist eine nie versiegende Quelle von Witzen. Denn Tabubrüche hatten schon immer einen amüsanten Aspekt. Ein weiterer Runninggag ist die Beziehung von Doug zum Essen. Wenn er z. B. Hunger hat, endet das nie gut. Richtig ernst geht es bei KoQ nie wirklich zu und her, wie man es von anderen Sitcom kennt (z. B. „The Bill Cosby Show“). Wenn eine ernsthafte Atmosphäre geschaffen wird, z. B. wenn Carry und Doug romantisch werden, trägt dies nur dazu bei, einen Kontrast zur Pointe herzustellen, um deren Wirkung dank des Elements der Überraschung zu verstärken.

5.5.3 Specials

Damit den Zuschauern eine Sitcom nicht plötzlich verleidet, muss sie durch so genannte Specials „jung gehalten“ werden. Ein typisches Special, das die Autoren von KoQ sicherlich nicht neu erfunden haben, ist das Gedankenhören. In der Regel denken dann zwei Charaktere über das Gleiche in ganz anderer Weise nach. Beliebt sind auch die Rückblenden, ob in schwarzweiss oder farbig, wo wir beispielsweise Zeuge von Arthurs Kindheit werden können. Was mir sehr gut gefallen hat, sprich ich habe mich ziemlich gekrümmt vor Lachen, war als die Stimmen von Doug und Carry während eines heftigen Streits durch Tierstimmen ausgetauscht wurden. Das Ganze wirkte sehr bizarr und verfremdete die Protagonisten, aber in einer gekonnt witzigen Weise. Einen ähnlichen Effekt erreicht man auch, wenn man die Stimmen ganz ausschneidet und dafür die ausgeprägte Mimik in Zeitlupe zeigt.

5.5.4 Verschiedenes

Mir ist aufgefallen, dass während der ganzen Feldarbeit nicht eine US-Flagge oder sonst welche Stars and Stripes in KoQ vorkamen. Dies ist für etwas, das aus Amerika kommt, nicht gerade selbstverständlich. Ich denke, man verzichtete bewusst darauf, weil man auf den Geschmack des Rests der Welt, zumindest was das Marketing betrifft, Rücksicht nimmt. Denn zu viele Stars and Stripes und God bless America etc. Sprüche würden wohl der globalen Popularität von KoQ nicht entgegenkommen. Auch wurde die Sitcom nicht ein einziges Mal auch nur ein Hauch von politisch. Was ich auch noch einbringen möchte, ist, dass ich einmal den Schatten eines Mitarbeiters des Drehteams gesehen habe. Dies soll aber nicht den Eindruck erwecken, dass KoQ billig oder schlecht produziert wird. Der technische Aufwand, der für eine Episode betrieben wird, und der Qualitätsstandard entsprechen einer modernen Sitcom und heben sich weder positiv noch negativ von Substituten ab.

5.6. Fazit der Feldarbeit

Die Feldarbeit hat ihren Zweck erfüllt! Ich habe nun das nötige Vorwissen, zumindest rein inhaltlich, um ein Drehbuch zu schreiben. Es sind nicht nur jene Informationen, die ich auf diesen paar Blättern zusammengefasst habe, ich habe dank der Feldarbeit auch ein gewisses Gespür für die einzelnen Charaktere entwickelt. Ich glaube nun zu wissen, wie sie funktionieren. Die ganze Feldarbeit eröffnete mir auch eine andere Art von Fernsehen. Nämlich jene, bei der man über das Offensichtliche hinwegschaut und sozusagen zwischen den Zeilen liest, bzw. schaut.

6. Fazit

Am Ende meiner Maturaarbeit angelangt, kann ich nur sagen, dass ich mich für das absolut richtige Thema entschieden habe. Die Sitcoms eigneten sich geradezu ideal für meine Maturaarbeit. Es fiel mir nicht schwer dieses Thema klar zu strukturieren und auf ein Ziel, das Drehbuch, hinauslaufen zu lassen. Die Arbeit am Drehbuch war der spannendste Teil meiner Maturaarbeit. Es war auch jener Teil, den ich mit dem meisten Ehrgeiz nachging. Ich habe es auch sehr geschätzt, dass dadurch die Kreativität in meiner Maturaarbeit nicht zu kurz kam. Die Beantwortung meiner Leitfrage ist nicht einfach. Dazu müsste man mein Drehbuch professionell verfilmen, soweit wird es aber nicht kommen. Ich für meinen Teil bin mit dem Drehbuch zufrieden.

Die Theorie war sehr vielseitig und es stellte auch kein Problem dar, dass sehr viele Quellen auf Englisch waren. Ich habe dadurch meinen Wortschatz um viele Fachbegriffe erweitern können. Was mich sehr erfreut und überrascht hat, war, wie stark die Theorie mit den Feldarbeitsergebnissen übereinstimmte. Ich habe voll ins Schwarze getroffen, als meine Wahl auf KoQ fiel. Denn diese Serie ist ein Musterbeispiel einer Sitcom. Aber auch auf Substitute bezogen, stellt die Sitcomtheorie nicht irgendwelche Tendenzen dar, sonder klar verbindliche Regeln. Ich hätte im Theorieteil eigentlich nach jedem dritten Satz auf meine Feldarbeit verweisen können. Ich verzichtete jedoch darauf und beschränkte mich auf einige ausgewählte Stellen. Wie ich erwartet hatte, habe ich vieles bei meiner bis jetzt mit Abstand umfangreichsten schriftlichen Arbeit gelernt und schaue nun mit anderen Augen fern. Ich bin jetzt so frech und behaupte, dass ich mich im Laufe dieses Jahres zu einem kleinen Experten in diesem Sachbereich gemausert habe. Auch habe ich meine Techniken bei der Materialsammlung und Verarbeitung während meiner Maturaarbeit stetig weiterentwickelt und optimiert. Ich möchte nicht sagen, dass ich erkannt hätte, dass es nicht gut ist, einen Teil (Theorieteil) immer wieder aufzuschieben, aber diese Tatsache hat sich wieder einmal bestätigt. Hie und da habe ich über die Maturaarbeit und ihren Umfang gemotzt, ist doch der Zeitaufwand sehr gross. Schliesslich meine ich aber, so eine Arbeit gehört zu einer guten Allgemeinbildung und wird eimjeden irgendwann von Nutzen sein.

7. Glossar

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

8. Quellen

Bibliographie

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Internetquellen:

Alpha –Serie

Alle Stand vom 05.12.02

IQ A 1: http://www.geocities.com/RodeoDrive/8042/plots.html

IQ A 2: http://www.oz-schoenau.ch/7-ATELIER/deutsch-2/sitcom.htm

IQ A 3: http://www.ruhr-uni-bochum.de/filmtv/kommentare.html

IQ A 4: http://www.soyouwanna.com/site/syws/sitcom/sitcom.html

IQ A 5: http://teachers.net/lessons/posts/304.html

IQ A 6: http://tv-quoten.de

IQ A 7: http://www.wsu.edu:8080/~taflinge/sitcom.html

Beta-Serie

Stand Ende Septemper 2003

IQ B 1: http://movies.yahoo.com/shop?d=hc&id=1800073974&cf=biog&intl=us

IQ B 2: http://students.cs.byu.edu/~tryoung/biography.html

IQ B 3: http://www.arlo.net/jerry/

IQ B 4: http://www.eonline.com/News/Items/0,1,12192,00.html#C

IQ B 5: http://www.epguides.de/kingofqueens.html

IQ B 6: http://www.kevinjames.de/html/biografie.html

IQ B 7: http://www.kingofqueens.net/

IQ B 8: http://www.kingofqueens.tv/the_set.php

IQ B 9: http://www.leahremini.de/

IQ B 10: http://www.leahremini.net/

IQ B 11: http://www.tvtome.com/tvtome/servlet/PersonDetail/personid-1598

Bildquelle:

http://www.leahremini.net/photogallery/Cast_photo.jpg

9. Anhang

Besteht aus: 1. Interview mit Herrn Lewinsky

2. Fragenkatalog der Feldarbeit

1. Interview mit Charles Lewinsky

- Wie gehen Sie vor, wenn es ein neues Drehbuch zu verfassen gilt? Als erstes muss man seine Figuren, ihre Träume und Macken sehr genau kennen. Man muss sehr genau über ihre Charaktere, ihre Lebensumstände und ihre Beziehungen zueinander Bescheid wissen. "If you don't know the world of your story, you cannot tell the story of your world." Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, kann man eigentlich fast jeden Anlass und jede Situation zum Ausgangspunkt nehmen und sich fragen: "Wie würden meine Charaktere darauf reagieren. Daraus ergibt sich dann "von selber" die Story. Oder doch zumindest: eine mögliche Story.
- Von wo beziehen Sie die Ideen für die Jokes in Ihren Sitcoms? Haben Sie irgendwelche Muster nach denen Sie vorgehen, bestimmte Trick, Hilfen oder sind Sie einfach ein sehr humorvoller Mensch?

Ich glaube nicht an Rezepte für Gags und Pointen. Entweder hat man ein Gefühl dafür oder nicht. Erlernen kann man das nicht.

- Gibt es Themengebiete, die sich speziell für Witze eignen. Alles Themen, die mit Emotionen oder Tabus besetzt sind.
- Gibt es spezielle Methoden, die die Wirkung einer Pointe noch verstärken können?

Es gibt sicher tausend kleine Tricks. Aber das Entscheidende für die Wirkung einer Pointe innerhalb einer Sitcom ist immer, ob sie auf natürliche Weise zu den Figuren passt

- Welches sind in Ihren Augen die wichtigsten strukturellen/inhaltlichen Eigenschaften einer Sitcom? Eine Geschichte, die aus den Charakteren entsteht, sich logisch und nicht zufällig entwickelt und am Schluss wieder in die Konstellation zurückführt, von der man ausgegangen ist.

- Wie kann man die Story zu einer guten "Verpackung" der Pointen machen? Das ist die falsche Frage. Die Pointen müssen sich aus der Story entwickeln, nicht umgekehrt.

- Was sind die unverzeihlichen Fehler beim Schreiben einer Sitcom, auch aus Sicht der filmischen/technischen Umsetzung?

a) Unlogik
b) Unerklärte Veränderung eines Charakters
c) Ein "Deus ex machina" zur Auflösung einer unlösbaren Situation. d) Zuviele Schauplätze.
e) Zuviele Figuren.,
f) Pointen, die sich nicht aus Charakter und Situation entwickeln.
g) nicht lustig zu sein

8. Haben Sie noch irgendwelche guten Ratschläge für mich, welche mir beim Schreiben eines Drehbuches helfen könnten? Der entscheidende Ratschlag heisst: Erzählen Sie erst mal eine grade Geschichte. Wenn die Story stimmt, klappt auch die Komik.

2. Fragenkatalog der Feldarbeit

- Welche Charaktereigenschaften besitzen Doug, Carry und Arthur?
- Was ist die Funktion der einzelnen Räume und wie häufig werden sie benutzt?
- Wie oft kommen Aussenaufnahmen vor?
- Wie oft streiten sich Doug und Carry, Doug und Artuhr pro Episode?
- Was für Specials gibt es?
- Welche Runniggags beinhaltet die Serie?
- Wie viele parallele Stories gibt es pro Episode?
- Wie viele Szenenwechsel gibt es?
- Wie lange dauert eine Szene durchschnittlich?
- Welchen Stellenwert hat die Romantik zw. Doug und Carry?
- Wie verhält es mit den ernsten Passagen?
- Wie gross ist der Reflektionsaufwand für die einzelnen Jokes.
- In welchem Zusammenhang steht die Einleitung(1. Szene) mit dem Rest der Episode?
- Welche Zeitspanne vergeht in einer Episode durchschnittlich?
- Welche Art von Humor wird verwendet?

21 von 21 Seiten

Details

Titel
Sitcoms. Entstehung, Theorie und Beispiele aus der Serie "King of Queens"
Autor
Jahr
2003
Seiten
21
Katalognummer
V108416
Dateigröße
502 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sitcoms
Arbeit zitieren
Patrick Burch (Autor), 2003, Sitcoms. Entstehung, Theorie und Beispiele aus der Serie "King of Queens", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108416

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