Wir leben in einer Zeit weitreichender Wandlungsprozesse. Dies macht sich auch in dem Bereich der Gesundheitsvorsorge bemerkbar, wobei insgesamt eine Reformbewegung mit einer Hinwendung zur Ganzheitlichkeit erkennbar wird. Somit müssen viele Konzepte überdacht und neu aufbereitet werden, wobei eine Vernetzung mehrerer Teilbereiche im Rahmen der Gesundheitsförderung sinnvolle Aspekte aufweist. Eine vorwiegende Zukunftsorientierung von Prävention und Gesundheitsförderung im Sinne der Langzeitwirkung von Verhaltensweisen sowie der persönlich angestrebten Zukunftsperspektiven, macht besonders die Notwendigkeit des Erlernens von gesundheitsfördernden Verhaltensweisen deutlich. Somit ist die Kinder- und Jugendhilfe - in Kooperation mit anderen Bereichen des Gesundheitssektors - besonders aufgefordert, ihren Beitrag im Hinblick auf eine "gesunde Zukunft" zu leisten.
Inwieweit die Möglichkeiten der Prävention bzw. der Gesundheitserziehung es zulassen, zur Steigerung des Wohlbefindens und der Gesundheit von Jugendlichen beizutragen, soll im Folgenden erörtert werden. Dabei sind besonders die Methoden im Bereich der Jugendhilfe, im schulischen Feld und die Peer Education näher zu betrachten und hinsichtlich ihrer Effektivität und Praktikabilität zu bewerten. Die Grenzen der momentanen Situation sind herauszuarbeiten und Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft aufzuspüren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zum Verständnis von Gesundheit
- Begriffliche Klärungen
- Prävention
- Gesundheitserziehung
- Grenzen der Gesundheitserziehung
- Entwicklungsperspektiven und abschließende Evaluation
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten der Prävention und Gesundheitserziehung, das Wohlbefinden und die Gesundheit von Jugendlichen zu steigern. Der Fokus liegt auf der Effektivität und Praktikabilität von Methoden in der Jugendhilfe, im schulischen Feld und im Bereich der Peer Education.
- Verständnis von Gesundheit und seine Entwicklung
- Die Rolle der Prävention in der Gesundheitsförderung
- Methoden der Gesundheitserziehung und deren Wirksamkeit
- Grenzen der Gesundheitserziehung
- Entwicklungsperspektiven für die Gesundheitsförderung im Jugendalter
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz von Gesundheitsförderung im Jugendalter im Kontext von gesellschaftlichen Wandlungsprozessen und einer Hinwendung zur Ganzheitlichkeit dar. Sie hebt die Notwendigkeit von gesundheitsfördernden Verhaltensweisen und die wichtige Rolle der Kinder- und Jugendhilfe in diesem Bereich hervor.
- Zum Verständnis von Gesundheit: Dieses Kapitel erörtert das veränderte Verständnis von Gesundheit, welches über die Abwesenheit von Krankheit hinausgeht und psychische und soziale Dimensionen einbezieht. Die Ottawa-Charta der Gesundheitsförderung und die Definition der WHO werden vorgestellt.
- Begriffliche Klärungen: Der Abschnitt definiert Prävention und Gesundheitserziehung, unterteilt Prävention in Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention und beleuchtet den engen Bezug zwischen Gesundheitserziehung und Vorsorgemedizin.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Jugendalter, Prävention, Gesundheitserziehung, Peer Education, Wohlbefinden, psychische und soziale Dimensionen, Ottawa-Charta, WHO, Primärprävention, Sekundärprävention, Tertiärprävention
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Gesundheitsförderung im Jugendalter so wichtig?
Im Jugendalter werden gesundheitsfördernde Verhaltensweisen erlernt, die eine Langzeitwirkung auf die Gesundheit und das Wohlbefinden im Erwachsenenalter haben.
Was ist der Unterschied zwischen Prävention und Gesundheitserziehung?
Prävention zielt auf die Vermeidung von Krankheiten ab, während Gesundheitserziehung das Wissen und die Kompetenzen zur aktiven Gestaltung eines gesunden Lebensstils vermittelt.
Welche Rolle spielt „Peer Education“ in der Jugendhilfe?
Peer Education nutzt den Einfluss von Gleichaltrigen, um Gesundheitsbotschaften glaubwürdig und effektiv in der jugendlichen Lebenswelt zu verbreiten.
Was ist die Ottawa-Charta der Gesundheitsförderung?
Ein grundlegendes Dokument der WHO, das Gesundheit als ganzheitliches Konzept definiert, das auch psychische und soziale Dimensionen einbezieht.
Was sind die Grenzen der heutigen Gesundheitserziehung?
Grenzen liegen oft in mangelnder Vernetzung der Teilbereiche (Schule, Jugendhilfe, Medizin) und in der Schwierigkeit, langfristige Verhaltensänderungen bei Jugendlichen zu bewirken.
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- Bettina Nicole Dorscheid (Author), 2002, Gesundheitsförderung im Jugendalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10854