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Vorurteilsforschung - Fremdenfeindlichkeit

Titel: Vorurteilsforschung - Fremdenfeindlichkeit

Hausarbeit , 1998 , 21 Seiten

Autor:in: Gerrit Witt (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1 Einleitung

,,Ausländer sind faul" - ein Vorurteil. Was veranlaßt Menschen dazu über andere zu urteilen, obwohl sie sie gar nicht kennen? Weshalb halten sich Unterstellungen so hartnäckig und warum können diese falschen Wertungen nur schwer ins Positive umgewandelt werden? Ist es überhaupt möglich die Einstellungen von Personen gegenüber anderen Personen und Gruppen zu ändern? Das sind interessante, aber auch schwierige Fragen, die beantwortet werden sollen.
In Deutschland leben neben den Deutschen auch sehr viele Ausländer. Diese haben unter einem ,,Phänomen" zu leiden, welches in den letzten Jahren immer deutlicher an den Tag kam. Politiker versuch(t)en zunehmend diesem Thema auszuweichen. Fremdenfeindlichkeit ist also ein brisantes Thema, besonders jetzt im Wahlkampf. Irgendwann war im Videotext eines Fernsehsenders zu lesen, daß ein Politiker gegen ,,multi-kulti" ist. Drückt sich hierbei nicht schon eine fremdenfeindliche Haltung aus? Diese Arbeit soll sich daher mit Vorurteilen beschäftigen und Fragen nachgehen, wie z.B. ,,Welche Ursachen hat Fremdenfeindlichkeit?" und ,,Was kann man dagegen tun?". Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich Fremdenfeindlichkeit erklären läßt und ob Vorurteile über Fremde änderbar sind und gegebenenfalls wie.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Fremdenfeindlichkeit?

3 Stereotype, Vorurteile, Einstellungen - allgemeine Aussagen

4 Ursachen der Fremdenfeindlichkeit

4.1. Verletzung des Zugehörigkeitsgefühls

4.2. Gruppenverhalten

4.2.1. Verständigungsprobleme zwischen Gruppen

4.2.2. Sherif: Theorie des realistischen Gruppenkonflikts

4.2.3. Tajfel: Theorie der sozialen Identität

4.3. Motivationstheoretscher, lerntheoretischer und kognitionspsy- chologischer Ansatz

5 Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile im Ausland

5.1. Vorurteile gegenüber Deutschen am Beispiel Italiens

5.2. Beispiel: USA

5.3. Beispiel: England

6 Möglichkeiten der Betroffenen zur Bewältigung von Fremdenfeindlichkeit

7 Möglichkeiten zur Reduktion von Fremdenfeindlichkeit

8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Hintergründe und Ursachen von Fremdenfeindlichkeit, beleuchtet das Phänomen anhand internationaler Beispiele und analysiert Möglichkeiten zur Bewältigung sowie Reduktion von Vorurteilen.

  • Definition und Entstehung von Stereotypen, Vorurteilen und Einstellungen
  • Psychologische Ursachenmodelle für fremdenfeindliches Verhalten
  • Empirische Einblicke in Vorurteilsstrukturen gegenüber Deutschen im Ausland (Italien, USA, England)
  • Strategien zur individuellen Bewältigung von Diskriminierungserfahrungen
  • Ansätze zur schulischen und gesellschaftlichen Reduktion von Fremdenfeindlichkeit

Auszug aus dem Buch

4.2.2. Sherif: Theorie des realistischen Gruppenkonflikts

Ausgangspunkt dieses Denkens ist die Gruppenzugehörigkeit. Sherif führte Experimente in amerikanischen Ferienlagern durch. Die ankommenden Jungen wurden willkürlich in zwei Gruppen eingeteilt. Es bildete sich sehr schnell ein starkes Gruppengefühl heraus. Durch die Herstellung einer Wettbewerbs- und Konkurrenzsituation entstanden Feindseligkeiten zwischen beiden Gruppen, es erfolgte außerdem eine Diskriminierung der „Anderen". Anschließend wurde beiden Gruppen eine Aufgabe gestellt, die sie nur zusammen lösen konnten. Aufgrund der Zusammenarbeit der Mitglieder wurden die Feindseligkeiten abgebaut.

Daraus läßt sich schlußfolgern, daß das Verhalten abhängig davon ist, welche Funktion die Beziehung zwischen den Gruppen für die Erreichung des jeweiligen Gruppenziels hat. Eine positive Abhängigkeit ergibt sich dann, wenn das jeweils eigene Ziel nur durch die Kooperation mit der „feindlichen bzw. fremden" Gruppe zu erreichen ist. Das Verhalten untereinander ist positiv, ohne Feindseligkeiten. Eine negative Abhängigkeit bildet sich dagegen heraus, wenn nur durch einen Wettkampf das Gruppenziel erreicht werden kann. Aus diesem Grund ist das Verhalten zueinander negativ, die jeweils „Fremden" werden diskriminiert und beschimpft. Das ist dann Fremdenfeindlichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema der Fremdenfeindlichkeit und Erläuterung der persönlichen Motivation sowie der Zielsetzung der Arbeit.

2 Was ist Fremdenfeindlichkeit?: Begriffsanalyse der Komponenten „Fremd" und „Feind" sowie deren Bedeutung im Kontext sozialer Ausgrenzung.

3 Stereotype, Vorurteile, Einstellungen - allgemeine Aussagen: Darstellung der psychologischen Definitionen und Funktionen von Stereotypen und Vorurteilen als kognitive Orientierungsmuster.

4 Ursachen der Fremdenfeindlichkeit: Analyse sozialer und psychologischer Faktoren, wie das Bedürfnis nach Zugehörigkeit sowie motivationstheoretische und kognitive Ansätze.

5 Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile im Ausland: Fallbeispiele zur Wahrnehmung von Deutschen im Ausland sowie zur Situation von Minderheiten in den USA und England.

6 Möglichkeiten der Betroffenen zur Bewältigung von Fremdenfeindlichkeit: Untersuchung der verschiedenen Reaktionsweisen von Betroffenen, von der Flucht bis hin zum aktiven Kampf gegen Diskriminierung.

7 Möglichkeiten zur Reduktion von Fremdenfeindlichkeit: Darstellung von Strategien zur Vorurteilsänderung, insbesondere durch direkten Kontakt und schulische Präventionsarbeit.

8 Zusammenfassung: Synthese der Kernergebnisse bezüglich der Entstehung und Bekämpfung fremdenfeindlicher Einstellungen.

Schlüsselwörter

Fremdenfeindlichkeit, Vorurteile, Stereotype, soziale Identität, Sündenbock-Hypothese, Gruppenverhalten, Diskriminierung, Integration, Sozialpsychologie, Migration, Identitätsbildung, interkulturelle Konflikte, Einstellungsänderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen Analyse von Fremdenfeindlichkeit, ihren Ursprüngen in gesellschaftlichen und kognitiven Prozessen sowie Möglichkeiten zu ihrem Abbau.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Definition von Stereotypen, die Theorie des realistischen Gruppenkonflikts, die Sündenbock-Hypothese sowie die Untersuchung von Vorurteilen im internationalen Vergleich.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Fremdenfeindlichkeit psychologisch erklärbar ist und durch welche Maßnahmen Vorurteile wirksam reduziert werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sozialpsychologischer Fachbeiträge und Theorien zur Gruppendynamik und Identitätsforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Ursachen (wie Gruppenverhalten und Motivation) sowie praktische Beispiele der Fremdenfeindlichkeit in verschiedenen Ländern und Bewältigungsstrategien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fremdenfeindlichkeit, Vorurteile, soziale Identität, Gruppendynamik, Diskriminierung und Einstellungsänderung.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Reduktion von Fremdenfeindlichkeit?

Die Schule wird als wichtiger Ort identifiziert, um durch Informationsvermittlung und interkulturelle Begegnungen den Grundstein für vorurteilsloses Handeln zu legen.

Wie unterscheiden sich die Bewältigungsstrategien von Betroffenen?

Betroffene nutzen unterschiedliche Formen wie das Weghalten (Schutz), das Zulassen (emotionale Verarbeitung), das Kämpfen (Eingliederungswunsch) oder das Abwehren (Flucht).

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Details

Titel
Vorurteilsforschung - Fremdenfeindlichkeit
Hochschule
Hochschule Neubrandenburg  (Fachbereich Psychologie)
Veranstaltung
Psychologie sozialer Prozesse
Autor
Gerrit Witt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
21
Katalognummer
V1085
ISBN (eBook)
9783638106702
ISBN (Buch)
9783656061144
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vorurteilsforschung Fremdenfeindlichkeit Psychologie Prozesse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gerrit Witt (Autor:in), 1998, Vorurteilsforschung - Fremdenfeindlichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1085
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Leseprobe aus  21  Seiten
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