Weltwirtschaftskrise 1929


Referat / Aufsatz (Schule), 2004
9 Seiten, Note: 15 Punkte

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Inhalt / Gliederung:

1. Definition WWK

2. Ausgangssituation der WWK
2.1 USA
2.2 Deutschland

3. Ursachen der WWK

4. Auslöser / Beginn der WWK

5. Ausmaß / Auswirkungen der WWK
5.1 USA
5.2 Deutschland
5.2.1 politisch
5.2.2 wirtschaftlich
5.2.3 sozial

6. Literaturverzeichnis

1. Definition WWK

Bezeichnung für eine heftige oder andauernde wirtschaftliche Krise, die nicht auf einen einzelnen Staat beschränkt bleibt, sondern zu einem umfassenden Zusammenbruch in allen Teilen der Weltwirtschaft führt.

2. Ausgangssituation der WWK

2.1 USA

- nach 1. WK größte Macht der Welt → Industriewesen, LW, Finanzkraft
- weltgrößte Kreditgeber → Europa 7 Mrd. US $ (Reparationen + Kriegskredite)
- Europa zahlt eigene Kriegskredite + Reparationen an USA zurück
- od. Kauf amerikan. Produkte → internationaler Finanzkreislauf
- USA = florierende Wirtschaft
- Privatanleger investieren in Aktien
- am „Schwarzen Freitag“ besaßen 1 Mill. Amis Aktien
- aber: ungleichmäßiges Volkseinkommen → 30% der Bevölkerung leben über Existenzminimum

2.2 Deutschland

- nach 1923 Erholung der dt. Wirtschaft

- Modernisierung der Industrie + LW durch starke finanziellen Unterstützung (Kredite)

- elektrochem., chem., optische Industrie erlangte führende Weltmachtstellung

- Produktion der Wirtschaft übertraf bereits 1927 den Vorkriegsstand

- charakteristisch für Aufschwung:

- Wiederaufbau der Handelsflotte

- Ausweiterung der Energieversorgung + Verkehrsnetz

- Anwachsen der sozialen Investitionen

- Wohnungen
- Schulen
- Krankenhäuser

3. Ursachen der WWK

- 3 Hauptgründe:

- verfehlte Geldpolitik
- überhöhte Kapitalanhäufung
- verfehlte Wirtschaftspolitik

- in USA existiert ein verfehlte Geldpolitik , um Zinserhöhung der Aktienkurse zu bremsen

- mit Hilfe von dt. Kriegsschulden u. staatl. geförderten Krediten wurde stark in die Erweiterung und Modernisierung der Produktion investiert

- langlebige Prod. (Autos, Haushaltsgeräte) in Massen produziert

- Folge: Erhöhung d. Zahl d. Beschäftigten + Löhne

- genügend Kaufkraft vorhanden, um ständig steigende Produktion abzunehmen

- → Überinvestition in die Industrie

- Auseinanderklaffen von Unternehmensgewinnen und Lohnerhöhungen

- d.h. Unternehmen erwirtschaften mehr Geld (Anstieg von 1923 bis 1929 um ca. 65%), aber Löhne stiegen nicht verhältnismäßig gleich an (nur ca. 11%)

- überhöhte Kapitalanhäufung als 2. Grund der WWK

- durch allg. wirtschaftl. Zufriedenheit, rechnete amerikan. Bev. nicht mit Wirtschaftsschwankungen

- → wilde Aktienspekulationen

- Überangebot an Waren u. eine zu geringe Kaufkraft (Unterkonsumtion)

- Aufschwung endete mit Überproduktionskrise, da Massenproduktion zu sehr ausgeweitet

- Farmer u. Industrielle konnten Waren nicht mehr verkaufen, da Nachfrage sank u. Markt völlig übersättigt war

- Folge:

- Preissenkungen aller Waren in jedem Bereich
- Produktion wurde weiter eingeschränkt →
- Entlassungen dadurch sank die Kaufkraft

- überhöhte Kapitalanhäufung entstand durch ein Missverständnis zw. Angebot und Nachfrage

- Wirtschaftspolitik der USA war völlig verfehlt (verfehlte Wirtschaftspolitik )

- Wirtschaftspolitik = „Wirtschaftspolitik des nationalen Egoismus“

- d.h. eigene Wirtschaft wichtiger als Importe
- stützt sich auf eigene Produktion
- → Absatzmangel in Europa

- Eng + USA waren nicht bereit Verantwortung für die Weltwirtschaft zu übernehmen u. 3 wichtige Pkt. für die Stabilisierung des Weltmarktes zu verwirklichen

- 1. Erhaltung eines relativ offenen Weltmarktes für alle Produkte
- 2. Bereitstellung von Kapital
- 3. Kreditsicherung bei Krisen

4. Auslöser / Beginn der WWK

- 25. Okt. 1929 Börsenkrach → „Schwarzer Freitag“

- Kurse erst stark angestiegen, durch Aktienkäufe (häufig auf Kredit)

- Spekulationsfieber

- d.h. Unternehmen investierten ihre Gewinne nicht mehr, sondern legen sie als Wertpapiere an
- großer Teil der Bev. waren ins Aktiengeschäft eingestiegen, da Geldmarkt flüssig
- Banken gaben Kredite mit niedrigen Zinsen
- durch steigende Aktienwerte, Finanzierung der Kredite + Erzielen von Gewinnen
- Banken spekulierten an der Börse mit dem Geld ihrer Kunden
- Kurse waren weit von den tatsächlichen Werten entfernt
- durch Spekulationsfieber Hoffnung auf schnellen Reichtum

- Anfang Oktober leichte Kurseinbrüche

- durch weitere Verkäufe, weitere Kurseinbrüche, dann Panikverkäufe

- zw. 23. u. 29. Okt. → extreme Kurseinbrüche an der New Yorker Börse

Zitat: (S. 147)

„Am Morgen des 24. Oktober 1929 geschah an der New Yorker Aktienbörse in der Wallstreet das Undenkbare. Die Wallstreet war das finanzielle Herz der modernen Welt, an jenem Tag aber setzte der Herzschlag kurz aus. Die Börse war schon seit Tagen nervös gewesen, doch an jenem Donnerstag entstand aus Chaos Panik, die Aktienkurse fielen ins Bodenlose und die Börse brach zusammen. Fast 19 Millionen Aktien wechselten die Besitzer zu Preisen, die Träume von Reichtum in Alpträume von Armut verwandelten.“

- Aktienwert sank um bis zu 90% („schwarzer Freitag“) → Grafik

- z.B.: Kaufwert Aktie = 100 $ → nur noch 10 $ wert

- Menschen hatten Angst um Ersparnisse

- stürmten in die Banken, um Konten aufzulösen

- Geldinstitute kamen in Liquiditätsschwierigkeiten, da nicht genug Geld

- durch internationale Wirtschaftsverflechtung zog USA kurzfristige Kredite zurück, um wieder flüssig zu werden

- forderte gleichzeitig die Weitertilgung der Schulden

- Erhöhung der Importzölle (zum Schutz der eigenen Wirtschaft)

- → USA stürzt ganz Europa und somit auch Deutschland mit in die Krise

→ „schwarze Freitag“ in der USA war Auslöser der WWK in DT

5. Ausmaß der WWK

5.1 USA

- Zusammenbruch der Wirtschaft, da alle Wirtschaftsbereiche eng mit Banken und Börse verbunden
- viele (ca. 10.000) Bankzusammenbrüche durch Sturm auf Banken
- sinken der Industrieproduktion auf 54%
- Bruttosozialprodukts sank zw. 1929 u. 1932 von 104 auf 56 Mrd. $
- 9 von ~120 Mio. Amis verloren Ersparnisse (durch Konkurse der Banken)
- hunderttausende Geschäfte und zehntausende Fabriken schlossen
- → Massenentlassungen
- Arbeitslosenzahlen steigen → zw. 29 u 33 von ~3 auf 25% → Grafik
- Agrarpreise vielen soweit, dass nicht mal mehr die Produktionskosten gedeckt werden konnten
- Farmer vernichteten Massenweise ihre Ernte
- während der WWK blühte die Wirtschaftskriminalität, denn (ich zitiere)

- Zitat: (S. 155)

„(…) der Weizen wurde verbrannt, wenn die Menschen nicht genügend Geld hatten, um sich Brot zu kaufen. Wenn sie sich kein Fleisch leisten konnten, übergoss man es mit Benzin und zündete es an. Zur gleichen Zeit, als Millionen hungerten, wurden in den USA viele Nahrungsmittel vernichtet.“ (John Takman)

- in Großstädten → Elendsquartiere
- Obdachlosigkeit und Hunger → Alltag für Arbeitslose u. bankrotte Farmer
- Arbeitslose hatten keine Arbeitslosenversicherung
- waren auf städtische Fürsorge angewiesen
- Städte waren darauf nicht vorbereitet
- 1932: alle Großstädte der USA gingen bankrott

5.2 Deutschland

- wie in USA fiel die Produktion, die Einkommen sanken und die Arbeitslosigkeit stieg
- im Winter 1929/1939 bereits 3 Mio. und im Feb. 1932 sogar 6 Mio. Deutsche arbeitslos
- im Feb. 1932 erreichte die Arbeitslosigkeit den Höchststand → entspricht 33% der Bevölkerung
- 1931: Zusammenbruch des Bankwesens, da es inflationsbedingt ein sehr geringes EK besaß und durch amerikan. Kredite finanziert wurde
- Staat war gezwungen, eigene Geldreserven zu opfern, um Zahlungsverkehr (z.B.: Löhne, Sozialleistungen) aufrecht zuhalten
- → nur noch geringer Staatshaushalt
- aus der WWK wurde eine Staatskrise , da die Weimarer Republik in einer recht labilen Verfassung und das Parlament kompromissunfähig war

5.2.1 politische Folgen:

- Sparmaßnahen: Reichskanzler Brüning versuchte 1931/32 den Staatshaushalt durch eine konsequente Sparpolitik auszugleichen
- Außenpolitik: Brüning wollte eine Aufhebung der Reparationszahlungen erreichen
- im Versuch den Staatshaushalt auszugleichen, zeigt er Zahlungsbereitschaft, aber auch gleichzeitig die Zahlungsunfähigkeit DT’s
- 1930: Erhöhung der Einkommenssteuer und der Steuer für Zucker, Tabak, Bier und Kaffee

5.2.2 wirtschaftliche Folgen:

- Rückgang der Nachfrage
- Produktionsrückgang auf die Hälfte des Standes vor 1928
- erneute Entlassungen
- Zahlungsschwierigkeiten vieler dt. Banken (Kreditrücknahme des Auslandes)
- Konkurs vieler kleiner und mittlerer Betriebe

5.2.3 soziale Folgen:

- 1932: anstieg der Arbeitslosigkeit auf 6 Mio.
- sinken der Kaufkraft
- sinken der Steuereinnahmen des Staates an der Bevölkerung
- höhere Beitrage zur Arbeitslosenversicherung, -unterstützung reichte gerade für das Existenzminimum
- Kürzung von Altersrenten, Sozialleistungen
- Rückgang des Staatsausgaben um 1/3

Schluss:

- zum Schluss will ich nochmals auf die Def. WWK zurückgreifen…
- heftig / andauernd → Massenarbeitslosigkeit (6 Mio. in DT) und –entlassungen, Leben am Existenzminimum
- wirtschaftlich → Zusammenbruch der ganzen Wirtschaft
- nicht auf einen einzelnen Staat → der Welthandel brach zusammen

Zitat: (S. 156)

„In Australien, Neuseeland und den südamerikanischen Republiken verfielen die Preise, Produktion und Handel gingen stark zurück. Die Menschen in den britischen, niederländischen und französischen Kolonien waren noch schlimmer dran. Im Januar 1933 war der Preis für Zucker halb so hoch wie vier Jahre zuvor. In derselben Zeitspanne sank der Preis für Baumwolle um zwei Drittel, für Gummi um 87 Prozent.“

- die WWK war also weltübergreifend!!!

6. Literaturverzeichnis

- Bücher:

- „Von der französischen Revolution bis zum Nationalsozialismus“, C.C. Buchners Verlag – Bamberg, 1997, 2. Auflage
- Kursbuch Geschichte (Sachsen-Anhalt), Cornelsen Verlag, 2002, 1.Auflage
- Unser Jahrhundert (Band 1), Godfrey Hodgson, Club Premiere

- Internet:

- www.google.de
- www.net-lexikon.de

D i e W e l t w i r t s c h a f t s k r i s e

„Ursachen, Auslöser und Ausmaß der Krise“

Definition WWK: Bezeichnung für eine heftige oder andauernde wirtschaftliche Krise, die nicht auf einen einzelnen Staat beschränkt bleibt, sondern zu einem umfassenden Zusammenbruch in allen Teilen der Weltwirtschaft führt.

Ausgangsituationen:

- USA → nach 1. WK größte Macht der Welt → Industriewesen, LW, Finanzkraft
- weltgrößte Kreditgeber → Europa 7 Mrd. US $ (Reparationen + Kriegskredite)
- DT → nach 1923 Erholung der dt. Wirtschaft
- Modernisierung der Industrie + LW durch starke finanziellen Unterstützung (Kredite)
- elektrochem., chem., optische Industrie erlangte führende Weltmachtstellung

Ursachen:

- verfehlte Geldpolitik, um Zinserhöhung der Aktienkurse zu bremsen

- mit Hilfe von dt. Kriegsschulden u. staatl. geförderten Krediten wurde stark in die Erweiterung und Modernisierung der Produktion investiert

- langlebige Prod. (Autos, Haushaltsgeräte) in Massen produziert

- genügend Kaufkraft vorhanden, um ständig steigende Produktion abzunehmen

- Auseinanderklaffen von Unternehmensgewinnen und Lohnerhöhungen

- überhöhte Kapitalanhäufung , da Überangebot an Waren u. eine zu geringe Kaufkraft

- Farmer u. Industrielle konnten Waren nicht mehr verkaufen, da Nachfrage sank u. Markt völlig übersättigt war

- Folge: Preissenkungen aller Waren in jedem Bereich, Produktion wurde weiter eingeschränkt → Entlassungen dadurch sank die Kaufkraft

- verfehlte Wirtschaftspolitik, da „Wirtschaftspolitik des nationalen Egoismus“

- d.h. eigene Wirtschaft wichtiger als Importe → Absatzmangel in Europa

- Eng + USA waren nicht bereit Verantwortung für die Weltwirtschaft zu übernehmen u. 3 wichtige Pkt. für die Stabilisierung des Weltmarktes zu verwirklichen

- 1. Erhaltung eines relativ offenen Weltmarktes für alle Produkte
- 2. Bereitstellung von Kapital
- 3. Kreditsicherung bei Krisen

Auslöser der WWK:

- war der Börsenkrach am 25 Okt. 1929 → „Schwarzer Freitag“
- Ansteigen der Kurse durch Spekulationsfieber u. Kauf von Aktien auf Kredit
- zw. 23. u. 29. Okt. → extreme Kurseinbrüche an der New Yorker Börse
- Aktienwert sank um bis zu 90% („schwarzer Freitag“)
- Menschen hatten Angst um Ersparnisse → stürmten in die Banken, um Konten aufzulösen
- USA zog kurzfristige Kredite zurück, forderten aber gleichzeitig die Weitertilgung der Schulden
- → USA stürzt ganz Europa und somit auch Deutschland mit in die Krise

Ausmaß der Krise:

- USA → Zusammenbruch der Wirtschaft
- ca. 10.000 Bankzusammenbrüche
- 100.000de Geschäfte u. 10.000de Fabriken schlossen → Massenentlassungen
- Obdachlosigkeit, Hunger + Elendsquartiere entstehen in Großstädten
- DT → wie in USA fiel die die Produktion, die Einkommen sanken und die Arbeitslosigkeit stieg → im Winter 1929/1939 bereits 3 Mio. und im Feb. 1932 sogar 6 Mio. (Höchststand) Deutsche arbeitslos
- 1931: Zusammenbruch des Bankwesens
- Staat war gezwungen, eigene Geldreserven zu opfern, um Zahlungsverkehr (z.B.: Löhne, Sozialleistungen) aufrecht zuhalten
- aus der WWK wurde eine Staatskrise , da die Weimarer Republik in einer recht labilen Verfassung und das Parlament kompromissunfähig

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Details

Titel
Weltwirtschaftskrise 1929
Note
15 Punkte
Autor
Jahr
2004
Seiten
9
Katalognummer
V108634
Dateigröße
653 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weltwirtschaftskrise
Arbeit zitieren
Manuela Metzger (Autor), 2004, Weltwirtschaftskrise 1929, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108634

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