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Der gegenwärtige Stand der Gedächtnisforschung

Title: Der gegenwärtige Stand der Gedächtnisforschung

Term Paper , 1998 , 23 Pages

Autor:in: Gerrit Witt (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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,,Der gegenwärtige Stand der Gedächtnisforschung" ist ein sehr interessantes und aktuelles Stoffgebiet, vor allem auch deshalb, weil in der Schule im Rahmen des Biologieunterrichtes die Grundlagen zum Gedächtnis erarbeitet wurden. Somit bot sich durch eine Arbeit zu diesem Thema die Möglichkeit, bestehendes Wissen zu erweitern und absolut neue Kenntnisse zu gewinnen.
Da in dieser Arbeit viel vom Gedächtnis gesprochen wird, soll an dieser Stelle erst einmal der Begriff geklärt werden. Als Gedächtnis bezeichnet man die geistige Fähigkeit gewonnene Erfahrungen zu speichern und zu einem späterem Zeitpunkt wiederzuerkennen oder zu reproduzieren. Anders aufgefaßt ist es ein aktiv wahrnehmbares kognitives System, welches Informationen aufnehmen, verarbeiten und wieder abrufen kann.
Diese Hausarbeit soll sich mit den Erkenntnissen aus den letzten Jahrzehnten beschäftigen und auch die Anfänge der Gedächtnispsychologie mit berücksichtigen. Um diesem gerecht zu werden, steht an erster Stelle der Betrachtungen die klassische Gedächtnispsychologie durch Ebbinghaus. Anschließend wird sich dem Gedächtnis an sich zugewandt. Dann wird ein Blick auf die Gedächtnisentwicklung und dessen Physiologie geworfen. In diesem Zusammenhang darf natürlich nicht der Vorgang des Vergessens ausgespart werden. Abschließend erfolgt ein Exkurs in die künstliche Intelligenz und Gedächtnismodelle und einige Schlußfolgerungen aus dieser Arbeit werden in Form von Lernhilfen gegeben.
In den Ausführungen der Arbeit wird auf Arbeiten von F.J. Schermer, G. Lefrancois, W.F. Angermeier und M.Schuster zurückgegriffen. Ihre Werke stammen aus den Jahren 1972 und 1991.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ebbinghaus - Begründer der Gedächtnispsychologie

3 Das Gedächtnis

3.1. Mehrebenenansatz

3.2. Mehrspeichermodell

3.3. Sensorisches Gedächtnis

3.4. Kurzzeitgedächtnis

3.5. Langzeitgedächtnis

4 Gedächtnisentwicklung

5 Physiologie des menschlichen Gedächtnisses

6 Vergessen

7 Künstliche Intelligenz und Gedächtnismodelle

8 Lernhilfen - kleine praktische Anwendungsmöglichkeiten

9 Zusammenfassung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den gegenwärtigen Stand der Gedächtnisforschung, wobei sowohl klassische Ansätze als auch moderne Modellvorstellungen und physiologische Grundlagen beleuchtet werden, um ein umfassendes Verständnis der Informationsverarbeitung und -speicherung beim Menschen zu vermitteln.

  • Historische Perspektive der Gedächtnispsychologie am Beispiel von Ebbinghaus.
  • Strukturmodelle des Gedächtnisses (Mehrebenenansatz und Mehrspeichermodelle).
  • Physiologische Grundlagen und die Rolle der Hirnchemie beim Lernprozess.
  • Theoretische Ansätze zur Erklärung des Vergessens.
  • Verknüpfung von künstlicher Intelligenz und menschlichen Gedächtnismodellen.

Auszug aus dem Buch

3.1. Mehrebenenansatz

Der Mehrebenenansatz, auch als „levels of processing“ bezeichnet, wurde von Craik & Lofthart 1972 ins Leben gerufen. Die unterschiedlichen Leistungen im Gedächtnis werden auf eine unterschiedliche Kodierung zurückgeführt. Die Reize werden durch einen zentralen Prozessor verarbeitet, der entscheidet, welche Kodierungsform angemessen ist. Physikalische und sensorische Merkmale werden flach verarbeitet und die Behaltensleistung ist eher gering. Auf der mittleren Verarbeitungsstufe werden phonemische Merkmale verarbeitet, die Behaltensleistung liegt auf einem mittlerem Niveau. Die höchste Behaltensleistung erzielt eine tiefe Verarbeitung, wo semantische Merkmale verarbeitet werden.

Diese hierarchische Struktur wurde aber in der letzten Zeit einigen Revisionen unterzogen. Nun ist nicht nur eine Verarbeitung von flach zu tief möglich, sondern auch umgekehrt; Verarbeitung wird also quasi als interaktives System aufgefaßt, wobei auch vorher gemachte Lernerfahrungen berücksichtigt werden können. Die Tiefe der Verarbeitung bezieht sich nun auf eine neue Art der Analyse, welche Verarbeitung und Kodierung erfolgen soll. Außerdem wurde der Begriff der Elaboration eingeführt. Sie bezieht sich auf die Ausdehnung der Verarbeitung auf jeder Ebene. Somit ist auch für eine flache Verarbeitung eine hohe Behaltensleistung möglich, bei hoher Elaboration. Das bedeutet, daß die Inhalte unter einem Stichwort abgelegt werden können, das bekannt ist. Die Information wird analysiert und kann mit gespeichertem Wissen verbunden werden. Items werden also mit Bedeutung versehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff des Gedächtnisses als kognitives System und skizziert den Aufbau der Hausarbeit sowie die verwendeten Quellen.

2 Ebbinghaus - Begründer der Gedächtnispsychologie: Dieses Kapitel behandelt die Pionierarbeit von Ebbinghaus, insbesondere seine Experimente mit sinnlosen Silben und die Entwicklung methodischer Standards.

3 Das Gedächtnis: Hier werden zentrale theoretische Modelle vorgestellt, darunter der Mehrebenenansatz, das Drei-Speicher-Modell sowie die Details zu sensorischem, Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis.

4 Gedächtnisentwicklung: Das Kapitel erläutert die Entwicklung des Gedächtnisses im Lebenslauf und die Rolle von Wissen und Lernstrategien.

5 Physiologie des menschlichen Gedächtnisses: Hier wird der Zusammenhang zwischen Lernprozessen, chemischer Aktivität im Gehirn und strukturellen Veränderungen der Nervenzellen erörtert.

6 Vergessen: Es werden verschiedene Theorien wie die Zerfalls- und Verzerrungstheorie vorgestellt, die das Phänomen des Informationsverlustes erklären sollen.

7 Künstliche Intelligenz und Gedächtnismodelle: Dieses Kapitel untersucht, wie Erkenntnisse der KI-Forschung genutzt werden, um menschliche Gedächtnisprozesse zu simulieren und zu verstehen.

8 Lernhilfen - kleine praktische Anwendungsmöglichkeiten: Es werden konkrete Empfehlungen zur Optimierung des eigenen Lernverhaltens auf Basis der vorgestellten Theorien gegeben.

9 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die wichtigsten Forschungsergebnisse zur Gedächtnisstruktur, den Vergessensmechanismen und aktuellen Forschungstrends.

Schlüsselwörter

Gedächtnispsychologie, Ebbinghaus, Mehrspeichermodell, Mehrebenenansatz, Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis, Vergessenskurve, Informationsverarbeitung, künstliche Intelligenz, Lernstrategien, Assoziation, Kodierung, Neurobiologie, Gedächtnisentwicklung, Metamemory.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Übersicht über den aktuellen Stand der Gedächtnisforschung und beleuchtet die zentralen theoretischen Modelle, die das menschliche Erinnern erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung (Ebbinghaus), den strukturellen Modellen des Gedächtnisses, biologischen Prozessen im Gehirn sowie dem Vergleich mit künstlicher Intelligenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu schaffen, wie Informationen aufgenommen, gespeichert, verarbeitet und abgerufen werden, und dieses Wissen in praktische Lernhilfen zu übersetzen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine theoretische Übersichtsarbeit, die auf der Analyse und Synthese wissenschaftlicher Literatur und Standardwerke zur Lernpsychologie basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung klassischer Konzepte, die Detaillierung der verschiedenen Gedächtnisspeicher, die physiologischen Grundlagen und einen Exkurs zu KI-Modellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gedächtnispsychologie, Mehrspeichermodell, Informationsverarbeitung, Vergessenskurve und Lernstrategien definiert.

Warum ist der "Cocktailparty-Effekt" ein Beispiel für das sensorische Gedächtnis?

Er verdeutlicht, dass unser sensorisches System eine Vielzahl von Reizen aufnimmt und kurzzeitig bereitstellt, sodass wir beispielsweise unseren eigenen Namen aus einem Stimmenwirrwarr herausfiltern können.

Inwiefern unterscheidet sich die "erhaltende" von der "elaborierenden" Wiederholung?

Die erhaltende Wiederholung dient nur dem kurzfristigen Behalten, während die elaborierende Wiederholung Informationen mit bestehendem Wissen verknüpft, um sie langfristig abrufbar zu machen.

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Details

Title
Der gegenwärtige Stand der Gedächtnisforschung
College
University of Applied Sciences Neubrandenburg  (Fachbereich Psychologie)
Course
Wahrnehmung und Lernen in sozialen Situationen
Author
Gerrit Witt (Author)
Publication Year
1998
Pages
23
Catalog Number
V1086
ISBN (eBook)
9783638106719
ISBN (Book)
9783638637077
Language
German
Tags
Stand Gedächtnisforschung Wahrnehmung Lernen Situationen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gerrit Witt (Author), 1998, Der gegenwärtige Stand der Gedächtnisforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1086
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