Albrecht von Hagen und der Widerstand des 20. Juli 1944


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004
21 Seiten, Note: 2

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff “Widerstand” - Ursprung, Veränderung und Formen des Widerstandsbegriffs

3. Albrecht von Hagen
3. 1. Ein kurzer biographischer Abriss
3. 2. Albrecht von Hagen und der 20. Juli
3. 3. Von Hagen und der Widerstand - Entsprach er dem Typus des Widerständlers?

4. Schlussbetrachtung

5. Literatur

1. Einleitung

Am 20. Juli 1944 geschah ein Attentat auf Adolf Hitler, zum damaligen Zeitpunkt Führer des Deutschen Reiches, geplant und verübt von Offizieren und weiteren Angehörigen der Wehrmacht. Man nannte diese Personen Verräter, Feiglinge, Terroristen, Widerständler; all diese Begriffe haben jedoch eines gemein, jeder von ihnen kennzeichnet eine bestimmte Sichtweise auf die Geschehnisse des 20. Juli. Jeder von ihnen hat somit eine, vielleicht teilweise absurde, Daseinsberechtigung. Doch wenn man den Begriff „Widerstand“ nimmt, ist er überhaupt zutreffend? Wenn dem nicht so ist, warum wird er benutzt? Wenn dem so ist, welche Gründe gibt es hierfür; welche pro und kontra Argumente lassen sich finden, wenn es um den 20. Juli geht und man ihn als Akt des deutschen Widerstandes gegen das NS- Regime in einem Atemzug mit den Aktionen der Weißen Rose nennt?[1] In dieser Seminararbeit soll es darum gehen, den Begriff „Widerstand“ als solches und seine Deutungsmöglichkeiten im Bezug auf den 20. Juli 1944 auszuleuchten. In diesem Zusammenhang wird Albrecht von Hagen, einer der aktiven Beteiligten des 20. Juli und seine Rolle im Widerstand Behandlung finden, wobei aufgezeigt wird, inwiefern sich der Begriff des Widerständlers für ihn als Handelnden anbietet oder nicht.

2. Der Begriff “Widerstand” - Ursprung, Veränderung und Formen des Widerstandsbegriffs

Der Begriff des „Widerstandes“ fand eine relativ späte Einbürgerung in die politische Sprache. Er tritt vielgesichtig in den verschiedensten Sprachkreisen auf, wobei er erst seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges politische und militärische Handlungen primär gegen die Achsenmächte bezeichnet, in diesem Zusammenhang nimmt er in der deutschen Geschichtsschreibung den Wert eines ethozentrischen Begriffs ein.[2] Jedoch bei aller Differenzierung gibt es einen gemeinsamen Nenner, in dem sich sämtliche Forschung einig ist: Widerstand ist stets eine Handlung einzelner Personen oder Gruppen, deren Motivierung in eine Handlung mündet, die Ergebnisse hervorruft, wobei im speziellen die Historiker an den letzten Beiden interessiert sind.[3] Widerstand als Begriff lässt sich in zwei hauptsächliche Untersuchungsgebiete teilen: eine phänomenologische und eine normative Sichtweise, wobei erstere eine empirische Studie und historische Beschreibung als Grundlage meint.[4] Dabei wird zwischen Staatsmacht und „Gegenspieler“ verglichen, während hier selbstverständlich eine unterschiedliche Gewichtung vorliegt, denn die Staatsmacht als solches ist sicherlich mit mehr Machtfülle besehen als ihr Gegenspieler. Daraus ergibt sich eine methologische Schwierigkeit, denn beide Termini sind interessengestützt, daher muss eine Definition ihrer Interessen gegeben werden. Eine Berufung auf grundlegende menschliche Werte ist unzureichend, denn Geschichte ist stets eine Konstruktion der Vergangenheit; sie ist stets subjektiv und standortbehaftet; sie ist stets etwas anderes, als dass, was gewesen ist, denn sie spiegelt unsere heutigen Normen und Wertevorstellungen wieder, die jedoch einen Maßstab vorgeben, der zu den damaligen Verhältnissen nicht tragbar gewesen sein könnte. „Was wäre wenn“ Konstrukte sind diesbezüglich vollkommen obsolet.[5]

Im Bezug auf die normative Sichtweise ist somit auch darauf zu achten, dass kein Vergleich mit heutigen normativen Auffassungen vorgenommen wird, der Bereich des SOLLENS geht somit wieder in eine Gegenposition zum Bereich des SEINS oder besser, des GEWESEN SEINS. Somit werden moralische und juristische Belange aus der damaligen Sichtweise gleichstellbar und bieten daraufhin eine verlässlichere Betrachtungsweise als heutige Maßstäbe an.[6]

Wenn nun die europäische Rechtsgeschichte als Grundlage genommen wird, so ist hier Widerstand als „spontane Handlungsweise gegen organisierte Macht“[7] zu verstehen, dabei wird insofern eingeschränkt, denn die Macht ist ab jenem Moment „widerstandswürdig“, sobald sie einen Missbrauch ihrer Kraft betreibt, Rechtsverletzungen duldet oder gar fördert und ihre Pflichten gegenüber ihren Untertanen vernachlässigt.[8] Dies ist auf die Magna Charta Libertatum zurückzuführen, in der aber eigentlich nur das Verhältnis zwischen Herrscher und Beherrschten dargestellt wurde, jedoch wird hier definiert, inwiefern ein Herrschaftsanspruch legitim ist oder nicht.[9] Dies steht im klaren Widerspruch zum souveränen Monarchen, dem alle Macht und alle Gewalt untersteht, trotzdem trat dergleichen nur in der relativ kurzen Epoche des Absolutismus auf, somit kann diese Souveränität als außerordentlich betrachtet werden, dies entsprach allerdings nicht dem Regelfall. Die Schlussfolgerung daraus ergibt sich fast ganz automatisch: Macht ist nicht transzendental, sondern ein Resultat eines zwischenmenschlichen Verhältnisses oder ganz vereinfacht: Wer Macht ausübt, tut dies als Resultat eines erworbenen Herrschaftsanspruchs, nicht als Vorraussetzung.[10]

Wie steht es in diesem Zusammenhang mit dem Begriff Revolution? Widerstand als solches schließt revolutionäre Aktionen eigentlich kategorisch aus.[11] Gewaltanwendung findet nicht statt und hat auch keinen Platz im Widerstand. Somit ist Widerstand, wenn man so will, eine Art Opposition, wobei diese allerdings gefahrlos und unangefochten agieren kann, sofern man differenzierend im historischen Kontext agiert. Widerstand ist also fern jeder revolutionären Idee, er tritt nicht mit Gewalt für politische Zwecke ein, er duldet keine Guerilla- Taktiken, kein Partisanentum und eigentlich auch keine Verschwörung.[12] Er bewegt sich stets am Rande der Illegalität, als soziale Rebellion, als historisch bedingter Akt des Protestes geboren.[13]

Die Politik liefert dafür den zeitlichen und örtlichen Rahmen. Als Ausgang für einen entstehenden Widerstand steht ein psychischer Zwang, eine politische Situation, die durch rechtliche und moralische Kriterien begrenzt wird. Die Anfänge des Widerstandes lassen sich bereits bei Aristoteles finden, der über die Tyrannei als Unvereinbarkeit mit moralischen Auffassungen und somit zum Widerstand geradezu herausfordernd, schreibt.[14] Hieraus lässt sich schlussfolgern, dass der Herrschaftsanspruch weniger von der Legalität, denn von der Legitimität abhängig ist. Dabei ist die staatliche Praxis als Grundlage für die geltenden moralischen Normen zu sehen, sofern sich ihr Machtanspruch aus der Legitimität einer freiwilligen menschlichen Entscheidung ableitet.[15] Daraus folgt, dass bei einer unmoralischen und nicht legitimen Grundnorm des Staates sämtliche juristischen Belange fragwürdig sind, da sie sich auf unmoralische Rechte stützen.[16] Wenn all dies Merkmale seien, die kennzeichnen, was Widerstand im politischen Sinne NICHT ist, was ist er laut Ryszka dann? Er sieht Widerstand als Mittelweg, nicht als ein „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“. Er sieht ihn als Bewegung innerhalb eines politischen Rahmens; erst wenn oppositionelle Tätigkeiten ungeduldet und somit illegal werden, führe der Weg oder die Ausrichtung der Opposition in den Bereich des Widerstandes.[17]

Die Merkmale, des Widerstandes, die Ryszka anführt, sind weitgehend konform mit Tuchels und Steinbachs konzeptionellen Gedanken zu eben jenem Begriff: Er wird geboren aus einem illegal herrschenden System, welches keine Möglichkeit zu Reformen bietet. Dieses ist moralisch und juristisch illegitim und ungerecht und sofern das Streben nach Veränderung den höchsten Werten und gleichzeitig auch dem höchsten Risiko entspricht, so definiert man eben jenes Verhalten als Widerstand.[18] Jedoch schreiben sie, dass auch konspiratives Verhalten, also Verschwörungen und Spionage dem Widerstand zuzurechnen seien, eine Tatsache, die Ryszka nicht akzeptiert.[19] Ryszka schreibt weiter, dass Widerstand dann entsteht, sofern ein System auf Angst gestützt ist und zur Überwindung eben jener Angst moralische Überzeugung dient, eine der wichtigsten Eigenschaften von Widerstandskämpfern (München, 9. November 1939 oder auch der 20. Juli 1944).[20] Hier nun stellt er die Frage, ob eine objektive Beurteilung dieses Begriffs überhaupt möglich sei, zum einen aus der Standortverhaftetheit eines jeden Historikers[21] zum anderen auch durch die unterschiedlichen Definitionen von Illegalität und deren Verhältnis zum Staat.[22] Ein Staat, so Ryszka, sei nicht illegal, auch wenn er ungerecht sei, so seien die Kämpfer im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zwar Gegner der aus ihrer Sicht ungerechten englischen Herrschaft, sie wären jedoch keine Widerständler gewesen, denn, so Ryszka weiter, der Herrschaftsanspruch der englischen Krone sei legitim und somit legal.[23] Diese Wesenszüge des Widerstandsbegriffs wurden erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fixiert, denn dort wurde zum ersten Mal der Begriff als Sammelbegriff für alle aktiven und passiven Verhaltensweisen gegen das NS- Regime benutzt.[24] Ryszka führt hierzu weiter aus, dass allein die Existenz der Tyrannei (im Falle des 20. Juli 1944) den Grund für den Widerstand liefere, denn Widerstand wurde zur Notwehr jedes einzelnen, wenn allein die Vermutung oder der Verdacht ausreichte, ihn als Feind der Tyrannei anzusehen.[25] Steinbach und Tuchel gehen hier noch etwas weiter ins Detail, denn sie präzisieren den Typus des Widerstandes durch die Hinzufügung von Attributen; sie unterteilen zum einen in passiven und aktiven Widerstand, in ideologische Gegensätze, in bewusste Nonkonformität, offene Ablehnung und innere Emigration. Somit tritt ein innerer Gegensatz des Widerständlers zum herrschenden System auf, eine bewusste Distanzierung und Wahrung von traditionellen Wertevorstellungen.[26]

Ryszka hingegen lässt solche Attributierungen vollständig beiseite, sondern differenziert in die unterschiedlichen Ziele und Methoden des Widerstandes: quantitative (Anhänger, Aktionen, Ergebnisse) und qualitative (politische Gesinnung, Ideologie, Verbündete, Sympathisanten), deren gemeinsames Ziel die Abschaffung der Tyrannei sei und somit wäre zwar eine politische Bilanz des Widerstandsbegriffs negativ, jedoch seine moralische Legitimität obligatorisch.[27]

Mallmann und Paul gehen hingegen einen vollkommen anderen Weg, denn sie schreiben, dass der Begriff Widerstand als solches gar nicht auf die Zeit des Nationalsozialismus anzuwenden sei, wie es bei Steinbach, Tuchel und Ryszka geschehen ist. Statt eines einheitlichen[28] Widerstandes, also im Gegensatz zu den theoretischen Ansätzen eben genannter Autoren, gab es in Deutschland wirkungsvolle und vielfältige Formen von Teiloppositionen in verschiedensten Teilbereichen des Dritten Reiches, die aufgrund ihres Status’ relativ unabhängig geblieben waren (Kirchen, die Bürokratie, usw.).[29] Sie greifen stattdessen den von Broszat geprägten Begriff der „Resistenz“ auf[30], da die Wirksamkeit der Aktionen den Wirkungsbereich des NS- Regimes kaum beeinträchtigte, ganz im Gegensatz, so Mallmann und Paul weiter, wie es im Falle von Widerstand gewesen wäre.[31] Dabei allerdings widerlegen sie einige Aspekte, die Broszat im Begriff Resistenz vereinigte, denn Kershaw und anderen zufolge würde somit aus einem „Widerstand ohne Volk“[32] ein Volk des massiven Widerstandes werden, ohne, dass es den offenbaren Tatsachen Rechnung tragen würde.[33] Sie führen weiter aus, dass Broszat’s Theorien widerlegbar seien und somit der Begriff Resistenz für den deutschen Widerstand gegen das NS- Regime nicht haltbar wäre. Einigen Beispielen zufolge war das Herrschaftssystem des Dritten Reiches durchaus in der Lage, Gegenströmungen zu kanalisieren und zum Versiegen zu bringen.[34] Somit steht dies auch im krassen Gegensatz zu der von Ryszka, Steinbach und Tuchel aufgestellten These, dass Widerstand ein stagnierendes, nicht auf Veränderung ausgelegtes System zur Entfaltung brauche.[35] Mallmann und Paul schlagen aufgrund dieser Feststellungen vor, nicht die Begrifflichkeiten Widerstand oder Resistenz für die Gegenströmungen wider des NS- Regimes zu verwenden, sondern den Terminus der loyalen Widerwilligkeit zu benutzen.[36] Sie stellen heraus, dass die Widerstände in einzelnen Bevölkerungsteilen nicht das herrschende System an sich infragestellten (was für den Begriff des Widerstandes aber notwendig wäre), sondern nur gewisse Missstände aufzeigten; ihre „Verhaltensformen [machten dem NS- Regime] höchstens peripher zu schaffen, [seine] Funktionstüchtigkeit [tangierten sie jedoch nicht].“[37] Sie folgern aus den verschiedensten Vorfällen speziell zum Ende des Krieges hin, dass der Nationalsozialismus selbst der größte Resistenzfaktor des Dritten Reiches war. „Und den wird man schlechterdings wohl kaum dem Widerstand zurechnen können.“[38]

3. Albrecht von Hagen

3. 1. Ein kurzer biographischer Abriss

Albrecht von Hagen wird am 11. März 1904 als viertes Kind des Gutsbesitzers und Reserveoffiziers Gerhard von Hagen und dessen Ehefrau Elisabeth, einer geborenen von Stülpnagel in Langen, Hinterpommern, geboren. Er verlebt eine normale Kindheit und beginnt nach der Matur Jura in Heidelberg und Königsberg zu studieren. Sein Studium, welches er von 1922 bis 1926 durchführt, bezahlt er hauptsächlich mit Naturalien (Getreide, Obst, usw.) aus den Ernten seiner Eltern. Er gehörte der Studentenverbindung „Saxo Borussia“ an, eine Tatsache, die allerdings keinen direkten Zusammenhang zu seiner späteren Widerstandseinstellung hat.[39]

Im April 1926 legt er sein Examen ab, er besteht es jedoch erst im zweiten Anlauf und somit bleibt ihm die von seinem Vater geplante verwaltungsdienstliche Tätigkeit verwehrt. Von 1926 bis 1929 arbeitet von Hagen am Amtsgericht und am Landgericht in Stagart, Pommern; zu dieser Zeit wohnt er bei seinem Bruder in der Nähe seines Arbeitsortes. Am 29. Mai 1927 heiratet Albrecht Erica von Berg, die Tochter eines ostpreußischen Gutsbesitzers und aus dieser glücklichen Ehe gehen drei Kinder hervor.[40] Zwei Jahre später ist er in der Hierarchie der Gerichte aufgestiegen und arbeitet nun am Oberlandesgericht in Stettin und nur ein Jahr später, 1930, besteht er das Assessorexamen[41] und vertritt den Sitz des Amtsrichters in Alt-Damm, Pommern.

1931 beginnt er seine Tätigkeit bei der Osthilfe, die sich für finanzielle Unterstützung durch staatliche Sanierungen von verschuldeten Gütern in Ostpreußen, Brandenburg, usw. einsetzt; zu diesem Zweck zieht die Familie nach Köslin um.[42] Zur Zeit der Machtergreifung Hitlers, im Januar 1933, stirbt das älteste Kind Helmuth an Hirnhautentzündung. Ab demselben Jahr bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, also 1939, arbeitet von Hagen als Angestellter bei der „Bank für deutsche Industrieobligationen“ in Stettin. Aufgrund von Korruptionsvorwürfen, die sich im nachhinein als haltlos erweisen, holt ihn der Direktor der Bank nach Berlin, dort erregt von Hagen weiteren Unmut, denn seine beständige Weigerung, der NSDAP beizutreten, lassen ihn nur bis zum Handlungsbevollmächtigten aufsteigen.[43]

Jedoch, und dies wird im nächsten Kapitel eine Rolle spielen, beginnt von Hagen, bei Wehrmachtsmanövern mitzuwirken (ab 1935) und er wird schließlich als Reserveoffizier (Leutnant der Reserve) zu Beginn des Krieges in die 10. Panzerdivision einberufen. Dort beginnt er seine Tätigkeit als Ordonnanzoffizier[44] im Versorgungsstab in Wünsdorf in der Nähe von Berlin. Im Rahmen dieser Tätigkeit nimmt er am Frankreichfeldzug, am Russlandfeldzug und an Kämpfen in Tunesien teil, wo er auf Claus Schenk Graf von Stauffenberg trifft. Beeindruckt von der Offenheit und des Charismas dieses Mannes lässt sich von Hagen im Jahre 1943 für den Widerstand gewinnen. [45]

Im selben Jahr wird er in die Organisationsabteilung des Oberkommandos des Heeres versetzt, wo er Generalmajor Stieff untersteht. In diesem Zusammenhang übernimmt von Hagen den Kurierdienst zwischen dem Führerhauptquartier, der „Wolfsschanze“ bei Rastenburg und Berlin. Im November schließlich erfolgt seine erste aktive Tat im Widerstandskreis um Stauffenberg: er vergräbt zusammen mit dem befreundeten Major Kuhn ein Paket Sprengstoff, welches für den Offizier Axel Freiherr von dem Bussche- Streithorst (1919- 1993) bestimmt ist, der sich bei einer Uniformvorführung zusammen mit Adolf Hitler in die Luft sprengen will. Dabei werden Kuhn und von Hagen von der Geheimen Feldpolizei beobachtet, sie können allerdings fliehen, obgleich der vergrabene Sprengstoff gefunden wird.[46]

Im Mai des nächsten Jahres organisieren Kuhn und von Hagen erneut Sprengstoff, den von Hagen an Stieff übergibt, der ihn wiederum an Stauffenberg weiterleitet. Auf die Frage von Hagens hin, was Stauffenberg mit dem Sprengstoff vorhabe, antwortet dieser lachend: „Damit will ich den Führer in die Luft sprengen!“[47] Nach dem missglückten Attentat wird von Hagen noch am selben Tag von der Gestapo verhaftet. Seiner Familie wird mitgeteilt, er sei verreist. Schon am 1. August werden seine Frau und seine Kinder nach dem Sippenhaftgesetz[48] und auf speziellen Befehl Hitlers hin[49], verhaftet; die Kinder werden in ein Kinderheim nach Bad Sachsa in Thüringen gebracht, wo sie bis zum Kriegsende von der NS- Frauenschaft versorgt werden. Weitere Angehörige von Hagens werden ebenfalls verhaftet, jedoch bald wieder freigelassen.[50]

In dem daraufhin folgenden Prozess vor dem Volksgerichtshof wird von Hagen als einer der ersten Angeklagten zum Tode verurteilt und noch am Tag der Urteilsverkündung, am 8. August 1944, in Berlin- Plötzensee durch den Strang hingerichtet.[51]

3. 2. Albrecht von Hagen und der 20. Juli 1944

Von Hagen stellte sich als eine der bedeutenderen Personen des 20. Juli um Stauffenberg heraus, denn um es zunächst einmal kurz und knapp zu präzisieren; er besorgte zusammen mit Major Kuhn den Sprengstoff, der zu dem Attentat eingesetzt wurde.[52] Ohne ihn wäre es also nicht zu einem Attentat in dieser Form gekommen, doch welche Gründe mag es geben, die Albrecht von Hagen dazu brachten, sich Stauffenberg und dem Widerstand anzuschließen?

Einige Gründe und Argumente für ein frühzeitiges Ablehnen des NS-Staates gab es schon in der Kinder- und Jugendzeit von Hagens. Er wurde gläubig erzogen, in preußischen Tugenden geprägt und als sein Bruder und er ihren Vater besuchten und das Gespräch sich plötzlich um den tatsächlichen Kriegsverlauf und das Geschehen in den besetzten Gebieten drehte[53], fuhr ihr Vater sie an: „Über Politik wird in meinem Hause nicht gesprochen!“[54] Schon von Kindesbeinen an war Albrecht also daran gewöhnt, dass Politik im familiären Umfeld keinen Platz hatte; sie war Teil der Gesellschaft, man sprach aber nicht über sie. Diesen Glauben, das Negieren von Einflüssen der Politik auf das persönliche Umfeld und, wie bereits erwähnt, sein christlicher Glaube ließen von Hagen schon früh zu der Überzeugung gelangen, dass die NSDAP nichts gutes im Schilde führte.[55] In diesem Zusammenhang ist auch seine Beharrlichkeit zu erwähnen, mit der er den Beitritt zur NSDAP verweigerte, es mag zu mutmaßen sein, ob die gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe im Jahre 1939 darauf fußten; Beweise gibt es hingegen dafür nicht. Fest steht jedoch, dass er seit 1933 beständig von der Gestapo beschattet wurde; dies verstärkte sich noch nach den unbegründeten Vorwürfen, wobei selbst der Blockwart die Familie von Hagen dazu angehalten hatte, sich doch positiv über die NSDAP zu äußern, um weiteren Repressalien zu entgehen.[56] Seine Entschlossenheit, die unpolitische Gestalt seines Lebens beizubehalten, erhielt auch aufgrund des Beförderungsstops einen weiteren Dämpfer. Wohl um nicht weiteren Einschränkungen des NS-Staates anheim zu fallen, begann er mit Wehrmachtsübungen, um später als aktiver Soldat an Kampfhandlungen teilzunehmen. Er wählte bewusst die (im Vergleich) unpolitschere Wehrmacht, um dem Einfluss der NSDAP und deren rein politische Kampforganisationen wie der SS oder der SA zu entgehen. Seine preußische Erziehung und ihr soldatisches Wesen taten ein Übriges, sodass er politischen Belangen des NS-Regimes in seiner Zeit als Offizier stets reserviert gegenüberstand.[57] Dies verstärkte sich ab 1943, als er ein freundschaftliches Verhältnis mit Stauffenberg in Tunesien begann, dieser junge Offizier sprach unverblümt offen und ehrlich aus, was zum damaligen Zeitpunkt den Tatbestand der Wehrkraftzersetzung[58] erfüllte: Der Krieg sei verloren, die Lage sei hoffnungslos und es wäre besser, jetzt aufzuhören, zu kapitulieren, bevor Deutschland untergehe. Beeindruckt von Stauffenbergs Charisma und auch von der Tatsache, dass dieser den Führer direkt für die desolate Situation verantwortlich machte, ließen diese in von Hagen den Widerstandswillen keimen und er entschloss sich, Stauffenberg diesbezüglich zu unterstützen.[59]

Von Hagen war es nun zum Termin des Attentats als einem der wenigen möglich, über einen Freund Major Kuhn und seinen direkten Vorgesetzten Generalmajor Stieff relativ unbemerkt an Sprengstoff heranzukommen. Aufgrund der Angst vor Sabotage und Attentaten war die Herausgabe von Sprengstoffen jedweder Art ein schwieriges Unterfangen. Von Hagen und Kuhn jedoch machten sich die Befehlshierarchie des Dritten Reiches zunutze, in dem sie Befehle empfingen, die ausgeführt wurden: „Was man mir befielt, das führe ich aus, was man mir nicht befiehlt, das geht mich nichts an.“[60] Dieser kleine Satz, diese Einstellung zum absoluten Gehorsam gegenüber Vorgesetzten machte es ihnen zweimal möglich, an Sprengstoff heranzukommen. Dabei merkt D. Albrecht an, dass es eines der Verdienste Stieffs war, auf jeder Befehlsebene einen Verschwörer zu haben.[61] Das erste Mal wurden sie von der Geheimen Feldpolizei entdeckt, als sie den Sprengstoff vergruben und sie konnten unerkannt fliehen. Den zweiten Sprengstoff erhielten Kuhn und von Hagen von Major Knaack, dem Kommandeur des Pionierbataillons 630, welches bei Orscha in Russland lag.[62] Dieses zweite Mal jedoch gelang es, den Sprengstoff an Stieff weiterzuleiten, der ihn Stauffenberg zum Zwecke des Attentats übergab.[63]

Nach dem missglückten Attentat wurde von Hagen als einer der ersten verhaftet. Er befand sich auch unter den ersten Verschwörern, die sich dem Prozess vor dem Volksgerichtshof stellen mussten. In seinem Verhör durch Freisler, welches als Quelle als eines der wenigen Verhöre vorliegt[64], versuchte von Hagen noch, sämtliche Schuld von sich zu weisen, um wenigstens nicht die Todesstrafe erleiden zu müssen, doch vergebens. Er wurde zum Tode verurteilt, dieses Urteil wurde direkt im Anschluss an die Verhandlung vollstreckt.[65]

3. 3. Von Hagen und der Widerstand - Entsprach er dem Typus des Widerständlers?

Sicherlich ist anzumerken, dass von Hagen, wie auch die anderen Verschwörer des 20. Juli ihre persönlichen Beweggründe hatten, dem Widerstand anzugehören und ihn zu unterstützen. Von Hagens Beweggründe waren durchweg von moralisch-ethischen Vorstellungen geprägt. Das Dritte Reich war ein Unrechtsstaat, davon war von Hagen augenscheinlich überzeugt und er war bereit, diese Überzeugung mit allen Mitteln zu verteidigen. Er sah das Regime als Zwang an und diesen verabscheute er zutiefst.[66] Jedoch ist ebenfalls festzustellen, dass auch von Hagen von Gewissensbissen geplagt wurde, nicht so sehr aufgrund des Gehorsamsgebotes, dem er sich als Soldat verpflichtet fühlte, sondern vielmehr aus Angst, seiner Familie könnte er damit Schaden, wohl aus diesem Grunde hat er seine Frau nie in seine Widerstandspläne mit Stauffenberg eingeweiht.[67] Hervorzuheben ist hierbei, dass speziell das Gebot des absoluten Gehorsams, also der Eid, den jeder Soldat der Wehrmacht auf Hitler ablegte, kaum eine Rolle bei den Sorgen der Verschwörer spielte, viele beriefen sich in ihrem Handeln auf den Paragraphen 47/2 des Militärstrafgesetzbuches, nachdem jede „Befolgung krimineller Befehle [eine strafbare Handlung darstellte]“.[68]

Von Hagens Beweggründe entsprangen also aus rein persönlichen Beweggründen, er spürte, dass man diesen Unrechtsstaat bekämpfen muss, er sah, genau wie Stauffenberg, den einzig möglichen Weg, den der Konspiration und der Verschwörung. Dass sie dabei das Mittel des Attentats wählten, widerspricht aber im klassischen Sinne dem Gedanken des Widerstandes.[69] Keine illegalen Maßnahmen sollte es eigentlich geben, doch, sofern der NS-Staat als Unrecht und somit als illegitim angesehen wird, so würde es keine kriminelle Handlung darstellen, denn dies wäre keine Handlung wider dem Gewissen. Sie würde dem höheren Zweck dienen und sich nicht der Politik andienen, allein die Beseitigung des NS-Staates war das hehre Ziel der Verschwörer und nicht ein politisch motiviertes Attentat. Somit ist es m. E. möglich, von Hagen als Widerständler und somit zugehörig zum Widerstand zu bezeichnen, da die theoretischen Aspekte der Widerstandsmerkmale in seinem Denken und Handeln klar zum Ausdruck kamen.

4. Schlussbetrachtung

In dieser Arbeit ist die persönliche Geschichte einer Person, sein Wirken im Widerstand gegen den NS-Staat und darüber hinaus die theoretischen Aspekte des Widerstandsbegriffs dargestellt worden. Sie zeigt, dass von Hagen eine der bedeutendsten Personen des 20. Juli gewesen war, ohne ihn wäre ein Attentat in dieser Form nicht gelungen. Sicherlich hätte es eines gegeben, wie es aber ausgesehen hätte, mag nur zu mutmaßen sein. Viele (vor allen Dingen militärische) Führer warfen und werfen den Männern des 20. Juli Ungehorsam, Eidesbruch und Verrat vor. Sie jedoch hatten das Ziel, Deutschland zu retten und von Hitler und von allem, was er repräsentierte, zu befreien. Ihr Widerstand war moralisch und ethisch legitim, er war gerechtfertigt und vor allen Dingen war er notwendig. Claus Schenk Graf von Stauffenberg sagte kurz vor dem Attentat folgendes:

„Es ist Zeit, dass jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muss sich bewusst sein, dass er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterlässt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem eigenen Gewissen.“[70]

Die Widerständler, die Männer des 20. Juli wählten Ungnade, wo Gehorsam keine Ehre brachte.

5. Literatur

Quellen:

Fränkel, Ernst: Gesammelte Schriften Band 2. Nationalsozialismus und Widerstand. Nomos Verlag. Baden- Baden, 1999.

Michalka, Wolfgang (Hrsg.): Deutsche Geschichte 1933- 1945 – Dokumente zur Innen- und Außenpolitik. Fischer Taschenbuchverlag GmbH. Frankfurt am Main, 1999.

Sekundärwerke:

Albrecht, Dagmar: Mit meinem Schicksal kann ich nicht hadern... Sippenhaft in der Familie Albrecht von Hagen. Karl Dietz Verlag GmbH. Berlin, 2001.

Bedürftig, Friedemann: Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg- Das Lexikon. Piper Verlag GmbH. München, 2002.

Bergmann, Klaus/ Fröhlich, Klaus/ Kuhn, Annette/ Rüsen, Jörn und Schneider, Gerhard (Hrsg.): Handbuch der Geschichtsdidaktik. 5. überarbeitete Auflage. Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung GmbH. Seelze- Velber, 1997.

Bracher, Karl Dietrich/ Funke, Manfred/ Jacobsen, Hans- Adolf (Hrsg.): Deutschland 1933- 1945: Neue Studien zur nationalsozialistischen Herrschaft. Droste Verlag GmbH. Düsseldorf, 1993.

Broszat, M./ Fröhlich, E./ Grossmann, A.(Hrsg.): Bayern in der NS- Zeit. Band 4. München, 1981

Hamerow, Theodore: Die Attentäter. Beck’sche Verlagsgesellschaft. München, 1999.

Herrmann, Ursula: Herkunftswörterbuch- Etymologie und Geschichte von 10.000 interessanten Wörtern. Orbis Verlag für Publizistik GmbH. München, 1993.

Hoffmann, Peter: Widerstand- Staatsstreich- Attentat. Der Kampf der Opposition gegen Hitler. Piper Verlag GmbH. München, 1985.

Mallmann, Klaus- Michael u. Paul, Gerhard: Resistenz oder loyale Willigkeit? Anmerkungen zu einem historischen Begriff. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. (41. Jahrgang) 2/ 93.

Klemperer, Klemens von: Die verlassenen Verschwörer. Siedler Verlag. Berlin, 1994.

Paul, Gerhard: Ungehorsame Soldaten: Dissens, Verweigerung und Widerstand deutscher Soldaten (1939- 1945). Röhring Universitätsverlag. St. Ingbert, 1994.

Schmädeke, Jürgen u. Steinbach, Peter (Hrsg.): Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Piper Verlag, Zürich, 1994.

Schwerin, Franz Graf von: Helmuth James Graf von Moltke: Im Widerstand die Zukunft denken. Ferdinand Schöningh Verlag GmbH. Paderborn, 1999.

Steinbach, Peter u. Tuchel, Johannes: Lexikon des Widerstandes 1933- 1945. Beck’sche Verlagsgesellschaft. München, 1994.

Steinbach, Peter u. Tuchel, Johannes (Hrsg.): Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, 1994.

Steinbach, Peter: Widerstand im Widerstreit- Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Erinnerung der Deutschen. Ferdinand Schönigh Verlag GmbH. 2. Auflage Paderborn, 2001.

Ueberschär, Gerd (Hrsg.): Der Deutsche Widerstand gegen Hitler. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt, 2002.

Ueberschär, Gerd (Hrsg.): Das Nationalkomitee „Freies Deutschland“ und der Bund Deutscher Offiziere. Fischer Taschenbuchverlag GmbH. Frankfurt am Main, 1999.

Weiß, Herrmann (Hrsg.): Biographisches Lexikon zum Dritten Reich. Fischer Taschenbuchverlag GmbH. Frankfurt am Main, 1999.

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[1] Zur Rolle der „Weißen Rose“ siehe: Moll, Christiane: Die Weiße Rose. In: Steinbach, Peter u. Tuchel, Johannes (Hrsg.): Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn, 1994. S. 443- 467.

[2] Ryszka, Franciszek: Widerstand- Ein wertfreier oder ein wertbezogener Begriff? In: Schmädeke, Jürgen u. Steinbach, Peter (Hrsg.): Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Piper Verlag, Zürich, 1994. S. 1107- 1116.

[3] Ryszka: Widerstand. S. 1109f.

[4] Ebd.

[5] Ebd. und Assmann, Aleida: Gedächtnis, Erinnerung. In: Bergmann, Klaus/ Fröhlich, Klaus/ Kuhn, Annette/ Rüsen, Jörn und Schneider, Gerhard (Hrsg.): Handbuch der Geschichtsdidaktik. 5. überarbeitete Auflage. Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung GmbH. Seelze- Velber, 1997. S. 33- 37.

[6] Ryszka: Widerstand. S. 1110f.

[7] Ebd.

[8] Maier, Hans: Das Recht auf Widerstand. In: Steinbach u. Tuchel: Widerstand gegen den Nationalsozialismus. S. 33- 42.

[9] Ryszka: Widerstand. S. 1110f.

[10] Ebd.

[11] Ebd.

[12] Ebd.

[13] Ebd.

[14] Maier, Hans: Das Recht auf Widerstand. In: Steinbach u. Tuchel: Widerstand gegen den Nationalsozialismus. S. 34- 37.

[15] Ebd.

[16] Ryszka: Widerstand. S. 1114.

[17] Ebd.

[18] Ebd. und Steinbach, Peter u. Tuchel, Johannes: Lexikon des Widerstandes 1933- 1945. Beck’sche Verlagsgesellschaft. München, 1994. S. 228f.

[19] Siehe S. 6.

[20] Ryszka: Widerstand S. 1114f.

[21] Bialas, Wolfgang: Geschichte. In: Bergmann, Fröhlich, Kuhn, u. a. (Hrsg.): Handbuch Geschichtsdidaktik. S. 114.

[22] Ryszka: Widerstand. S. 1115.

[23] Ebd.

[24] Steinbach u. Tuchel: Lexikon des Widerstandes. S. 229.

[25] Ryszka: Widerstand. S. 1116.

[26] Steinbach u. Tuchel: Lexikon des Widerstandes und Maier, Hans: Das Recht auf Widerstand. S. 37- 42.

[27] Ryszka: S. 1116.

[28] Einheitlich offenbar im Sinne von homogenem Volksempfinden und Gebaren.

[29] Mallmann, Klaus- Michael u. Paul, Gerhard: Resistenz oder loyale Willigkeit? Anmerkungen zu einem historischen Begriff. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. (41) 2/ 93. S. 99- 116.

[30] Broszat, Martin: Resistenz und Widerstand- Eine Zwischenbilanz des Forschungsberichts. In: Broszat, M./ Fröhlich, E./ Grossmann, A.(Hrsg.): Bayern in der NS- Zeit. Band 4. München, 1981. S. 698.

[31] Mallmann u. Paul: Resistenz. S. 99f.

[32] Mallmann u. Paul: Resistenz. S. 102.

[33] Ebd.

[34] Ebd. S. 105- 113.

[35] Siehe S. 7.

[36] Mallmann u. Paul: Resistenz. S. 115f.

[37] Mallmann u. Paul: Resistenz. S. 116.

[38] Ebd.

[39] Albrecht, Dagmar: Mit meinem Schicksal kann ich nicht hadern... Sippenhaft in der Familie Albrecht von Hagen. Karl Dietz Verlag GmbH. Berlin, 2001. S. 11- 18.

[40] Albrecht, Dagmar: Mit meinem Schicksal. S. 18- 26.

[41] Assessor von lat. a ssessor: Beisitzer, Amtsgehilfe; Anwärter auf eine höhere Beamtenlaufbahn. In.: Herrmann, Ursula: Herkunftswörterbuch- Etymologie und Geschichte von 10.000 interessanten Wörtern. Orbis Verlag für Publizistik GmbH. München, 1993. S. 54.

[42] Albrecht, Dagmar: Mit meinem Schicksal. S. 29f.

[43] Ebd.

[44] Ordonnanz von lat. ordo: Ordnung, Verordnung, Einrichtung; Soldat, der einem höheren Offizier für bestimmte Aufgaben (Zuarbeit, etc.) zugeteilt ist. In: Herrmann: Herkunftswörterbuch. S. 345.

[45] Albrecht, Dagmar: Mit meinem Schicksal. S. 78- 84.

[46] Ebd. S. 86ff.

[47] Ebd. S. 88.

[48] Dieser Vorgang wurde im Nachhinein durch einen Befehl des Oberkommandos der Wehrmacht legalisiert; OKW- Befehl vom 5. Februar 1945: „Für Wehrmachtsangehörige, die in Kriegsgefangenschaft Landesverrat begehen und deswegen zum Tode verurteilt werden, haftet die Sippe mit Vermögen, Freiheit und Leben“ In: Bedürftig, Friedemann: Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg- Das Lexikon. Piper Verlag GmbH. München, 2002. S. 458. Allerdings ist nicht im direkten Zusammenhang ein Bezug zu von Hagen, etc. erkennbar, doch Broszat, Steinbach u. a. führen dies stets als nachträgliche Legalisierung an.

[49] Hitlers Rundfunkrede zum Attentat, 21. 07. 1944. In: Michalka, Wolfgang (Hrsg.): Deutsche Geschichte 1933- 1945- Dokumente zur Innen- und Außenpolitik. Fischer Taschenbuch Verlag GmbH. Frankfurt am Main, 1999.

[50] Albrecht, Dagmar: Mit meinem Schicksal. S. 138- 179.

[51] Ebd. S. 144

[52] Steinbach, Peter: Widerstand im Widerstreit- Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus in der Erinnerung der Deutschen. Ferdinand Schönigh Verlag GmbH. 2. Auflage Paderborn, 2001. S. 358f.

[53] Es könnte sich 1942/ 43 ereignet haben; dies ist jedoch nur eine Vermutung, denn D. Albrecht gibt keinen genauen Zeitpunkt an.

[54] Albrecht, Dagmar: Mit meinem Schicksal. S. 83.

[55] Ebd. S. 29

[56] Ebd. S. 29- 32.

[57] Ebd.

[58] Zur Entstehung und Bedeutung des Begriffs und Folgen für die Betroffenen siehe u. a. : Paul, Gerhard: Ungehorsame Soldaten: Dissens, Verweigerung und Widerstand deutscher Soldaten (1939- 1945). Röhring Universitätsverlag. St. Ingbert, 1994. S. 85- 92.

[59] Albrecht, Dagmar: Mit meinem Schicksal. S. 82.

[60] Ebd. S. 86

[61] Ebd.

[62] Ebd. S. 87.

[63] Siehe S. 13.

[64] Zu den genauen Gründen für die Überlieferung des Stenogramms siehe Albrecht, Dagmar: Mit meinem Schicksal. S. 96f.

[65] Ebd. S. 144.

[66] Ebd. S. 29f.

[67] Ebd. S. 82 und Ueberschär, Gerd: Der militärische Umsturzplan: Die Operation „Walküre“. In: Steinbach u. Tuchel (Hrsg.): Widerstand gegen den Nationalsozialismus. S. 353- 363.

[68] Boreisza, Jerzyhl: Der 25. Juli 1943 in Italien und der 20. Juli 1944 in Deutschland- Zur Technik des Staatsstreichs im totalitären Regime. In: Schmädeke u. Steinbach: Der Widerstand gegen den NS. S. 1083.

[69] Vgl. Kap. 2

[70] Steinbach u. Tuchel: Widerstand. S. 12.

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Details

Titel
Albrecht von Hagen und der Widerstand des 20. Juli 1944
Hochschule
Universität Rostock
Veranstaltung
HS Männer und Frauen des 20. Juli
Note
2
Autor
Jahr
2004
Seiten
21
Katalognummer
V108742
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Albrecht, Hagen, Widerstand, Juli, Männer, Frauen
Arbeit zitieren
Arne Brenmoehl (Autor), 2004, Albrecht von Hagen und der Widerstand des 20. Juli 1944, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/108742

Kommentare

  • Gast am 5.8.2004

    interessant.

    sehr interessante Arbeit - dankeschön!

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Titel: Albrecht von Hagen und der Widerstand des 20. Juli 1944


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