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Pflegetheorien. Entstehung - Einteilung - Entwicklung

Title: Pflegetheorien. Entstehung - Einteilung - Entwicklung

Term Paper , 2001 , 38 Pages , Grade: gut

Autor:in: Dipl.-Pflegew. (FH) Peter Harms (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Summary Excerpt Details

Ohne Erkenntnis leitendes Interesse und ohne theoretisches handlungsorientiertes Wissen wird es für Plegekräfte immer schwieriger, den Alltag zu bewältigen.
Das mag Hildegard Peplau ebenfalls so ergangen sein, als sie zu ihrer Zeit bereits ahnte, dass die vielen Alltagskonzepte und -rezepte in baldiger Zukunft nicht mehr ausreichend sein würden.
1949 konzipierte sie ein Pflegemodell, das niemand publizieren wollte. Dabei war das Peplausche Interaktionsmodell seiner Zeit voraus und ist besonders für die Pflege in der Psychiatrie noch heute oder aber gerade wieder, entsprechend angepasst an die heutigen Bedürfnisse von Patienten und Pflegenden, hervorragend für eine Beziehungspflege geeignet.
Der Autor geht der Entwicklung von Pflegetheorien nach, deren Entstehung und Einteilung und versucht einen argumentativen Zugang zu einer theoretisch begründbaren Pflege für die alltägliche Praxis.
Da die Psych-PV, ein Personalbemessungs-Instrument mit klarer Aufgabenbeschreibung und -abgrenzung Spielräume auch für die Pflege eröffnet, sollten diese in Zukunft genutzt werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist eine Pflegetheorie?

2.1 Einteilung der Pflegetheorien

2.1.1 Bedürfnismodelle

2.1.2 Interaktionsmodelle

2.1.3 Pflegeergebnismodelle

3 Das Pflegemodell von Peplau

3.1 Biographischer Einblick vor einem naturwissenschaftlich geprägten historisch-sozialen Kontext

3.2 Peplaus psychologische Annahmen über Bedürfnisse und Ängste des Menschen

3.2.1 Wer ist Sullivan?

3.2.2 Wer ist Horney?

3.3 Die vier Phasen der interpersonalen Beziehung

3.3.1 Die Phase der Orientierung

3.3.2 Die Phase der Identifikation

3.3.3 Die Phase der Nutzung

3.3.4 Die Phase der Ablösung

3.4 Pflege als Wachstums- und Reifungsprozeß

3.5 Die Pflegeperson im Rollenwechsel

3.6 Das Pflegebündnis

3.7 Die Phasen der Interaktion und der Pflegeprozeß

4 Die Bedeutung des Peplau-Modells für die psychiatrische Pflege

5 Die Psych-PV

5.1 Die juristische Basis

5.2 Der Auftrag an das multiprofessionelle Team

5.3 Die Regelaufgaben der Pflege

6 Ist die Pflegetheorie von Peplau mit der Psych-PV vereinbar?

7 Fazit und kritische Bewertung

8 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit des Pflegemodells von Hildegard Peplau mit den Anforderungen der psychiatrischen Personalverordnung (Psych-PV) in Deutschland, um den Nutzen dieses theoretischen Bezugsrahmens für die moderne psychiatrische Pflegepraxis zu bewerten.

  • Grundlagen und Einteilung von Pflegetheorien
  • Detaillierte Analyse des interpersonellen Pflegemodells nach Peplau
  • Psychologische Einflüsse auf das Modell (u.a. Sullivan und Horney)
  • Anforderungen der psychiatrischen Personalverordnung (Psych-PV)
  • Synthese von Theorie und praktischer Anwendung in der Psychiatrie

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Die Phase der Orientierung

Ob diese erste Phase der Pflege/Patient-Beziehung gelingt, ist für den weiteren Verlauf von entscheidender Bedeutung. Für den Patienten, der entscheidet, ob er bleibt, weil er sich mit seinen Problemen verstanden und aufgehoben fühlen kann und für die Pflegekraft, die sich ein Bild von der Problematik des Patienten machen wird, um zusammen mit diesem in einem Team systematisch planen kann.

Charakteristisch für diese Phase ist die angenommene Fremdheit beider Personen in einem Prozeß, der jetzt schon begonnen hat. In diese Phase fällt eine möglichst sorgfältige Anamnese mit Vertretern anderer beruflicher Gruppen, aus der sich die Einschätzung (Assesment) ergibt (vgl. Simpson 1997, S. 30-31). In dieser ersten Phase, in der der Patient um Hilfe sucht und seine Bedürfnisse artikuliert, investiert er auch Energie in eine Beziehung, die sich für ihn lohnen soll und ein Lernprozeß einsetzt. Die Aufgabe der Pflegekraft ist es u.a., durch aktives Zuhören die Problemlage zu erkennen und zu begreifen (vgl. Sills/Beeber 1995, S. 41). In dieser wie auch den folgenden Phasen kann in der sich bildenden Gesamtbeziehung Pflege mit unterschiedlich ineinander wirksam werdenden Funktionen zu beobachten sein:

1. die Pflegeperson gibt Unterstützung

2. die Pflegeperson wirkt beratend

3. die Pflegeperson bietet sich dem Patienten in diversen Rollen an, damit dieser sich gefühlsmäßig neu orientieren kann

4. die Pflegeperson wird zum Experten für professionelle Fragen (vgl. Peplau 1995, S. 45-46).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Motivation des Autors, sich mit Pflegetheorien und speziell dem Modell von Peplau auseinanderzusetzen, um den Zusammenhang zwischen Theorie und psychiatrischer Praxis zu verstehen.

2 Was ist eine Pflegetheorie?: Definition des Begriffs Pflegetheorie und systematische Einteilung der Theorien in Bedürfnis-, Interaktions- und Ergebnismodelle.

3 Das Pflegemodell von Peplau: Umfassende Skizzierung des Peplau-Modells, inklusive biographischer Hintergründe, psychologischer Annahmen, der vier Beziehungsphasen, der Rollen der Pflegeperson und des Pflegebündnisses.

4 Die Bedeutung des Peplau-Modells für die psychiatrische Pflege: Analyse der psychotherapeutischen Komponente des Modells und dessen Eignung für den Einsatz in der psychiatrischen Krankenpflege.

5 Die Psych-PV: Erläuterung der juristischen Grundlagen, des multiprofessionellen Auftrags und der Regelaufgaben der Pflege gemäß der psychiatrischen Personalverordnung.

6 Ist die Pflegetheorie von Peplau mit der Psych-PV vereinbar?: Bewertung der Kompatibilität zwischen dem interpersonellen Modell von Peplau und den Strukturen der deutschen Personalverordnung.

7 Fazit und kritische Bewertung: Reflektion über die Stärken und Schwächen des Modells und die Notwendigkeit einer theoriegeleiteten Pflegepraxis.

8 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Arbeit und des Nutzens einer theoretischen Fundierung für die praktische pflegerische Arbeit.

Schlüsselwörter

Pflegetheorie, Hildegard Peplau, Psychiatrische Pflege, Psych-PV, Interpersonale Beziehung, Pflegeprozess, Bedürfnismodelle, Interaktionsmodelle, Pflegebündnis, Angst, Sicherheit, Psychodynamische Pflege, Rollenwechsel, Krankenpflege, Theoriebildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung der Pflege, konkret mit der Untersuchung des Pflegemodells von Hildegard Peplau und dessen Anwendungsmöglichkeit im Kontext der psychiatrischen Pflege in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Systematik von Pflegetheorien, die detaillierte Darstellung des interpersonellen Modells von Peplau, die Einordnung psychologischer Theorien durch Sullivan und Horney sowie die Analyse der psychiatrischen Personalverordnung (Psych-PV).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob Peplaus Pflegemodell mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Psych-PV vereinbar ist und als sinnvolles Hilfskonstrukt in die tägliche Pflegepraxis integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die den aktuellen Diskurs zur Pflegetheorie beleuchtet und das Peplau-Modell induktiv wie deduktiv auf seine Praxistauglichkeit hin analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Pflegemodelle, eine ausführliche Exegese von Peplaus Modell samt seiner psychologischen Wurzeln und eine Konfrontation dieses Modells mit der deutschen Psychiatrie-Personalverordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Pflegetheorie, Peplau-Modell, Psychiatrische Pflege, Psych-PV, Interpersonelle Beziehung und theoriegeleitete Pflegepraxis sind die zentralen Begriffe.

Wie unterscheidet sich Peplaus Ansatz von rein medizinischen Modellen?

Peplau stellt nicht die bloße Defizitbehandlung in den Mittelpunkt, sondern den interpersonellen Beziehungsprozess zwischen Pflegenden und Patienten als pädagogisch wertvolle Chance zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung.

Welche kritische Schlussfolgerung zieht der Autor zur Psych-PV?

Der Autor stellt fest, dass die Psych-PV zwar keine Pflegetheorie explizit vorsieht, aber genügend Spielraum lässt, um ein Modell wie das von Peplau als professionelles Hilfskonstrukt zur Qualitätssicherung und Dokumentation zu implementieren.

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Details

Title
Pflegetheorien. Entstehung - Einteilung - Entwicklung
College
University of Applied Sciences Hanover  (Fachbereich Pflegewissenschaften / Pflegemanagement)
Course
Pflegemanagement
Grade
gut
Author
Dipl.-Pflegew. (FH) Peter Harms (Author)
Publication Year
2001
Pages
38
Catalog Number
V1087
ISBN (eBook)
9783638106726
ISBN (Book)
9783638637084
Language
German
Tags
Pflegetheorien Entstehung Einteilung Entwicklung Pflegemanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Pflegew. (FH) Peter Harms (Author), 2001, Pflegetheorien. Entstehung - Einteilung - Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1087
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